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WIEN/ Stadthalle: WEST SIDE STORY – ein erfolgreicher Musical-Klassiker auf Wien Gastspiel

16.12.2016 | Operette/Musical

WIEN/ Stadthalle: 15.12.2016: „WEST SIDE STORY“.ein erfolgreicher Musical-Klassiker auf Wien Gastspiel

Das berühmte international gefeierte Musical „West Side Story“ ist mit einem grandiosen wie authentischem Ensemble auf Welttournee und macht gerade Station in Wien – fünf Tage lang (14. bis 18. Dezember) gastiert die Produktion in der Stadthalle (Halle F).

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Geballte Männer-Power bei den Jets (copyright: Nilz Boehme)

Die „West Side Story“ ist das geniale Produkt eines genialen Teams: Leonard Bernstein komponierte die mitreissende Musik, Jerome Robbins schuf die legendäre Choreografie; Arthur Laurents schrieb das Buch und Stephen Sondheim verfasste die Liedtexte.

Aktuell wie eh und je: seit der Uraufführung 1957 in New York hat das dem Werk zu Grunde liegende Thema nichts an Brisanz verloren: die Romeo-und-Julia-Geschichte eingebettet in einen Konflikt von zwei rivalisierenden Straßengangs ist zeitlos. Es geht hier um den Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Jets – einer Gruppe schon etwas länger eingesessener junger Amerikaner und den Sharks – jungen Männern puertoricanischen Ursprungs. Die Liebe von Tony, einem Jet, zu Maria, der Schwester des Anführers der Sharks, kann in dieser aufgepeitschten Atmosphäre aus Hass und Vorurteilen nicht bestehen.

Die „West Side Story“ ist eines der erfolgreichsten Bühnenstücke und seit fast 60 Jahren ein Publikums-Hit,  einige der Kompositionen sind beliebte „Ohrwürmer“, so der Song „Maria“, „Tonight“, „America oder „I feel pretty“.

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Die Mädchen der Sharks (copyright: Johan Persson)

Allseits bekannt ist wohl die Oskar prämierte Verfilmung von 1961 mit Natalie Wood (Maria) und Richard Beymer (Tony); für den Gesang wurden allerdings Marni Nixon sowie Jim Bryant aufgenommen. Auch Wien hat eine lange Tradition in der Erfolgsgeschichte dieses Musicals, fand doch die deutschsprachige Erstaufführung 1968 an der Wiener Volksoper statt  in der Regie von Marcel Prawy mit Adolf Dallapozza als Tony und Julias Migenes als Maria. 1985 nahm Bernstein eine Studioversion mit Opernstars wie Kiri Te Kanawa und José Carreras auf. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Aufführungen in Österreich, zuletzt im vergangenen Frühjahr, als die Salzburger Pfingstfestspiele eine Fassung mit Cecilia Bartoli herausbrachten.

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Inniges Liebespaar ohne Happy End: Jenna Burns (Maria) und Kevin Hack (Tony) (copyright: Johan Persson)

Nun kam eine durch und durch gelungene amerikanische Produktion zum Gastspiel nach Wien. Joey McKneely greift in seiner Inszenierung auf die Originalchoreographie mit dem provokanten Fingerschnipsen und den kompakten Ensemble-Tanzszenen zurück. Das sehr gut aufeinander abgestimmte typencharakterisierende  junge Team bringt die Handlung mit viel Power auf die Bühne und damit die Halle zum Kochen: Jenna Burns überzeugt als Maria durch schöne klare Singstimme und einfühlsames Spiel als unerfahrenes Mädchen, das sich zum ersten Mal verliebt. Sehr stimmig und harmonisch als Partner gibt sich Kevin Hack als Tony. Der Bernardo von Waldemar Quinones-Villanueva ist heißblütig, „Anita“ Keely Beirne ist sehr temperamentvoll. Beau Hutschings (Riff) komplettiert als souveräner Anführer der  Jets die Riege der Protagonisten. Das Orchester unter Dirigent Donald Chan sorgt für den richtigen Sound der Rhythmen von Jazz bis Mambo.

Begeisterter Applaus in der ausverkauften Halle!  

Ira Werbowsky

Weitere Vorstellungen: Samstag, 17.12. und Sonntag, 18.12., jeweils um 15 Uhr und um 20 Uhr. Kartenverkauf telefonisch über die Wiener Stadthalle unter 1 – 79 99 979, über Ö-Ticket unter 1 – 96 09 6, im Internet unter www.bb-promotion.com und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 

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