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WIEN/ Stadthalle: Musical DIE SCHÖNE UND DAS BIEST als Gastspiel aus des Budapester Operettentheaters

14.12.2012 | KRITIKEN, Oper

WIENER STADTHALLE / Halle F: 13.12.2012: „DIE SCHÖNE UND DAS BIEST“

Für 14 Tage war die deutschsprachige Produktion des Budapester Operettentheaters in Wien in der Stadthalle (Halle F) zu Gast – die „Schöne und das Biest“ ist ein familienfreundliches bunt-amüsantes und schwungvolles Musical mit Live-Orchester-Musik (Musik: Alan Menken; Texte: Howard Ashman und Tim Rice; Buch: Linda Woolverton).

Die Handlung basiert auf einem französischen Volksmärchen, in dem ein hartherziger Prinz zur Strafe in ein hässliches Biest verwandelt wird und nur durch die reine Liebe einer Frau erlöst werden kann. Das altbekannte Sujet – vom Cocteau-Film mit Jean Marais (1946) bis zum Disney-Animationsfilm von 1991 und der Broadway-Musicalversion von 1994 mit deutscher Erstaufführung ein Jahr später in Wien am Raimundtheater mit Ethan Freeman (später übernahm Steve Barton die Rolle des Biests) und Caroline Vasicek als Schöne – begeisterte schon Generationen von jungen und junggebliebenen Menschen.

Die jetzige Produktion ist als Gastspiel dementsprechend „reisetauglich“ in der Bühneneinrichtung, was den Effekten keinen Abbruch tut. Die Ausstattung mit praktikablen verschiebbaren Elementen und vorhangartigen Bühnentrennern sowie zentraler drehbarer Stufenkonstruktion für die einzelnen Szenenfolgen im Dorf bzw. im Schloss wurde durch die originellen Kostüme noch getoppt. Eher deftig-grell-bunt für die Dorfbewohner, die sich über die hilfsbereite, liebenswürdig-naive Belle und ihren skurrilen Erfindervater lustig machen, bis prunkvoll-opulent für das Geschirr-und Besteckballett im Schloss.

Gute Stimmen und interessante Typen charakterisieren die Partien. Herzensgut Kitti Jenes als Belle; harte Schale, weicher Kern kennzeichnen im wahrsten Sinn des Wortes Sándor Barkóczi als das Biest, liebenswürdig ist Zsolt Hommonay als Herr von Unruh, charmant Ádám Bálint als Lumière, fürsorglich Nikolett Füredi als Madame Pottine mit Bálint Csősz als überzeugende Junior-Tasse Tassilo und Edit Vörös als extravagante Madame de la Grande Bouche. Den schrulligen Erfinder Maurice verkörperte Attila Bardóczy; Ottó Magócs den von sich so eingenommenen Gaston mit László Sánta als seinem treuen Handlanger Lefou. Das Publikum war sehr begeistert vom unterhaltsamen wie romantischen Bühnengeschehen.

Ira Werbowsky

 

 

 

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