Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: DON QUIXOTTE – eine Ballettshow, die Spaß machen kann

07.10.2015 | Ballett/Tanz

Wiener Staatsoper: 6.10.2014: „DON QUIXOTE“ – eine Ballettshow, die Spaß machen kann

Eine Folge spritziger Tänze, spanisch oder zigeunerisch gefärbt, fordernde Tanzartistik, buntes Kolorit, alles zusammen gebettet in eine bisschen blassere Pantomime – Don Quixote lebt und kann dem Publikum mit seinen Phantasmagorien verblüffen und einen ansprechenden Showabend bieten. Vierter Abend der herbstlichen Aufführungsserie von Ludwig Minkus´ Ballettklassikers in der gleichen Besetzung wie am 2.X., nur neu dazu: das guten Rollendebüt von Gala Jovanovic als Königin der Dryaden. Und diese Traumgarten-Sequenz mit Olga Esina als Dulcinea und Natascha Mair als Amor ist die poetischste Szene in Rudolf Nurejews ausladender choreographischer Version. Esina führt in der Doppelrolle der Kitri/Dulcinea das unterhaltsame Tänzerdefilee an, erweist sich im finalen Grand pas de deux als die wahre Primaballerina im Haus. Vladmir Shishov assistiert ihr als gestandener Basil. Dirigent Paul Connelly gibt mit Verve und auch einiger Lautstärke den Tänzern flotte Tempi vor. Insgesamt eine schwungvoll erzählende, vielleicht nicht so ganz perfekt gestylte Aufführung mit einer Reihe feiner Leistungen, welche den Tänzern wie den Zusehern Spaß machen kann.

Meinhard Rüdenauer

 

Diese Seite drucken