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WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: DER NUSSKNACKER

23.12.2014 | Ballett/Tanz

Wiener Staatsoper/ Staatsballett – 22.12.2014: „DER NUSSKNACKER“  

 Ein Kinder–, Jugend–, Japaner–, Russen–, Touristenfest mit Nussknacker, Schneeflocken, Schlittschuhläufern, Fledermäusen, wohl aber auch mit bedrohlichem Rattenkönig in der Staatsoper. Oder sagen wir: ein schönes weihnachtliches Fest. Schön für Kinder: die Eleven der Staatsopern-Ballettakademie durften sich als übermütig Spielende unter dem Christbaum, als Soldaten, Kavalleristen, als zappelnde Ratten austoben (soweit erlaubt). Schön für die Japaner im Publikum: Kiyoka Hashimoto aus Hyogo tanzte die liebe Clara. Schön für Russen: Robert Gabdullin, Ballettedler aus Swerdlowsk, stellte sich dezent elegant als der Traumprinz vor. Und auch, wenn noch Erinnerungen wach sein sollten, konnte an den Choreographen Rudolf Nurejew, der russischen Ballettlegende, gedacht werden. Schön die gut gedrillt im Walzertakt herumflirrenden Schneeflöckchen. Schön und angenehm einiges mehr. Über all diesen Nettigkeiten aber thronte doch ein Superstar: Peter Iljitsch Tschaikowski mit seinem Füllhorn an Melodien, welches er Ende des 19. Jahrhunderts über seine St. Petersburger Landsleute ausschüttete. Und da die Musiker unter Paul Connelly und auf der Bühne neben den Kleineren auch die bereits herangereiften Tänzer ihr Handwerk recht sauber ausführten: Ja, der Abend ist zu einem schönen Fest geworden.

Meinhard Rüdenauer 

 

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