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WIEN/ Staatsoper: MADAMA BUTTERFLY

09.10.2015 | Allgemein, Oper

Wien/ Staatsoper: MADAMA BUTTERFLY am 9.10.201


Teodor Ilincai, im Hintergrund Herwig Pecoraro. Foto: Wiener Staatsoper/ Pöhn

 Egal ob mit Stars oder Hausbesetzung, das Schicksal der „kleinen Frau Schmetterling“ füllt immer die Kassen.

In der Titelrolle wieder, wie schon im Vorjahr Sae Kyung Rim. Sie ersetzte Iyuna Ko, die nur die erste Vorstellung sang. Wieder konnte man eine ordentliche Umsetzung dieser nicht einfachen Rolle erleben. Das junge unerfahren Mädchen konnte diese zierliche Person ohne jede Schwierigkeit glaubhaft darstellen, immer wieder erstaunlich wie dramatisch diese lyrische Stimme bereits gefärbt ist. Ihr ekelhafter Verführer und Heiratsschwindler Pinkerton wurde von Teodor Ilincai etwas zu sympathisch gestaltet, effektvoll gesungen, die Piani könnten schöner kommen, dennoch die kurze Arie im dritten Akt voll Selbstmitleid gelang sehr gut. Monika Bohinec ist eine Luxusbesetzung der Suzuki, was natürlich den Abend sehr aufwertete. Als Sharpless begann Gabriel Bermudez eher sehr schwach, die Szenen im zweiten Akt mit Cio-Cio-San wurden doch etwas schöner. Als Goro immer bewährt ist Herwig Pecoraro, Simina Ivan, eine sympathische Kate, ob er das verdient hätte?. Von Onkel Bonze sah man in der Gestalt von Alexandru Moisiuc eine gefährliche, aber unhörbare Figur der Bösartigkeit.

Die kleinsten Rollen waren ordentlich besetzt.

Etwas unsicher der Herrenchor im ersten Akt, dafür wunderbar der Summchor. Sehr gut auch die Damen im ersten Akt.

Philippe Augin leitete umsichtig, wenn auch stellenweise etwas sehr kräftig.

Elena Habermann

 

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