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Wien/ Staatsoper: DON QUIXOTE – Ballett- Wiederaufnahme

24.05.2012 | Ballett/Tanz, KRITIKEN

 
WIENER STAATSOPER:  Ballett DON QUIXOTE – ein beschwingtes Wiedersehen – 23.5.2012

Offensichtlich hat es den Tänzern schon einige Freude bereitet, nach fünf Wochen Absenz wieder auf der Bühne der Staatsoper zu stehen. Zurückgekehrt von der ausgedehnten Japan-Tournee, hat die Ballettkompanie sich selbst und dem Publikum ein schwungvolles Tanzfest dargeboten. Fällt aber auch nicht allzu schwer in RUDOLF NUREJEWS an tänzerischen Nuancen reicher choreografischen Version des Ballettklassikers „Don Quixote“. Viel Spanisches also, aber alles von der positiven Seite. Tipptopp die Präsentation. Angefangen vom Orchester, welches unter KEVIN RHODES Leitung die Musik von Ludwig Minkus sehr impulsiv und durchgehend duftig pointiert den Tänzern servierte. MARIA YAKOVLEVA als Kitri und DENYS CHEREVYCKO als Basil führten auf ihre ehrliche, so gar nicht selbstgefällige Art ihre Kollegen an. Beste Tanzkunst, artistisch wie im Ausdruck. Gilt auch für OLGA ESINA als elegante Königin der Dryaden sowie für die Soli von KIYOKA HASHIMOTO, KETEVAN PAPAVA, PRISCA ZEISEL, MIHAIL SOSNOVSCHI, ENO PECI und dem absolut harmonisch wirkenden Corps de ballet im Gefolge. Dazu durften sich in den zahlreichen pantomimischen Episoden auch so ein paar der übrig gebliebenen „alten“ Wiener, teils schon pensionierte, noch einmal komödiantisch in Szene setzten: THOMAS MAYERHOFER in der Titelrolle, GABOR OBEREGGER (Gamache), FRANZ PETER KAROLYI, LUKAS GAUDERNAK, einige mehr. Somit: es gab ein beschwingtes und unterhaltsames Wiedersehen.                                                                                                                                         

Meinhard Rüdenauer

 

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