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WIEN/ Musikverein: AUF ROMANTISCHEN PFADEN MIT DEN NÖ. TONKÜNSTLERN (Brahms, Dvorak). Lionel Bringuier

18.12.2019 | Konzert/Liederabende

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Lionel Bringuier. Foto: Mariinsky-Theater

Wiener Musikverein: Auf romantischen Pfaden mit den NÖ Tonkünstlern am 17.12.2019

Visite beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich im Wiener Musikverein: Ein voller ‚Goldener Saal‘, ein ruhiges, ein seriös mitgehendes älteres Publikum. „BRAHMS – DVORAK“ steht auf dem Ticket, späte Musikromantik in vollster Blüte ist zu hören. Dirigent Lionel Bringuier, ein jüngerer Franzose, ist allerdings kein geborener Romantiker, der für Antonin Dvoraks „Fünfter“ dem Orchester Feinschliff und eine harmonische Klangbalance abverlangt. Er zieht durch, recht locker, eher leger als mit achtsamen Gefühlen für ein sinfonisches Seelenspiel. Dramatisch bisweilen zu schroff herausschreiend, mit manch scharfen Akkorden, dazwischen erfreuen doch auch zartere stimmungsvolle Passagen.

Gegenpol von Bringuier ist im 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms Simon Trpceski, Mazedoniens führender Klaviervirtuose, gewesen. Ohne aufzubauschen, ganz tradierter Klassik hingegeben, ist er lyrisch gestimmt auf Brahms´ romantischen Pfaden seinen Weg gegangen. Dezenteren Töne hingegeben und in den Klavierkaskaden technisch souverän hat er sich einen großen Erfolg beim Publikum eingespielt. 

Meinhard Rüdenauer 

 

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