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WIEN/ Konzerthaus: PREMIERE FÜR DAS „ENSEMBLE ULTREIA“

26.05.2021 | Konzert/Liederabende

Wiener Konzerthaus (25.5.2021): Premiere für das „ENSEMBLE ULTREIA“

Ein perfekter Start mit aller Jugendfrische

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Ensemble Ultreia nennt sich dieses frisch gegründete neue Kammerorchester. Aufgepasst! Diesen fremd klingenden Namen wird man sich wohl merken müssen. Junge Musiker haben sich zusammengefunden, um ….. nun, deren Credo: „Das Kernteam von zwölf MusikerInnen aus neun Ländern begibt sich gemeinsam auf den Weg um die Tiefen und Untiefen des Ensemblespiels anhand diverser Konzertformationen und –konzepte zu erforschen. Das gemeinsame Entwickeln künstlerischer Ideen und deren Umsetzung auf Augenhöhe bilden die Basis. Die Verbundenheit zur Klassischen Kammermusik, Experimentierfreudigkeit sowie der Wunsch neue Wege zu gehen auch um neues Publikum zu erreichen eint das Ensemble“. 

Wie es so in der heutigen Wiener Musikszene Usus ist – die Ensemblemitglieder stammen aus ganz Europa, den USA, aus Asien. Und die Damen sind in Überzahl. Drei Initiatoren haben dieses anspruchsvolle Projekt ins Leben gerufen: Melissa Danas, eine Hornistin aus New York, die Trompeterin Damaris Richerts aus Schwäbisch Hall sowie der als Musik Direktor an vorderster Front, am Dirigentenpult stehende 24jährige Italiener Gaetano Lo Coco.

Während der Pandemie, der musiklosen Zeit gegründet, jetzt im erstem Einsatz im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses, verblüffte Ultrea mit in jeder Hinsicht stimmigem, perfekt ausgefeilten Musizieren. Auf Richard Wagners Siegfried-Idyll folgte die 4. Symphonie von Gustav Mahler. Eine so große ganze Symphonie? Ja, in einer fein arrangierten Fassung für Kammerorchester von Iain Farrington und mit Sopranistin Johanna Wallroth vom Staatsopernstudio im Schlußsatz. Im kleinen Kollektiv wurde die ganze plastische Palette an Mahlers Emotionen voll ausgelotet. Lo Coco lenkt sehr dezent, doch er vermag echte Dramatik wie die vielen subtilen Schattierungen voll spürbar zu machen. Ein intensiver Hörgenuss war gegeben. Und zu erwarten ist: „Ultreya“ haben sich im Mittelalter die Pilger am Jakobsweg zugerufen – „Vorwärts! Nur mutig weiter!“ Nach diesem erfolgreichen „Genesis“-Abend ist also eine lebendige Entwicklung in Richtung zu neuen Konzertformaten bei diesen hingebungsvollen jungen Könnern zu erwarten.

Meinhard Rüdenauer

 

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