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WIEN/ Konzerthaus/Mozartsaal/ „Resonanzen 4“: „CORELLY DE LA FRANCE“

Ein Abend des französischen Barocks, präsentiert von Linde Brunmayr –Tutz, Traversflöte und Lars Ulrik Mortensen am Cembalo

23.01.2019 | Konzert/Liederabende

RESONANZEN 4

KONZERTHAUS MOZARTSAAL

„CORELLY DE LA FRANCE“

Ein Abend des französischen Barocks, präsentiert von Linde Brunmayr –Tutz, Traversflöte  und Lars Ulrik Mortensen am Cembalo.

Der französische Komponist Jean–Marie Leclair (1697 – 1764) wurde in Frankreich bewundernd „Corelly de la France“ genannt, also das französische Gegenstück zu dem verehrten Italiener Arcangelo Corelli. Er war ein begehrter, berühmter und virtuoser Violinist und Komponist, der sich mit der Zeit eine Gilde von Neidern züchtete und diesen in der Nacht des 23. Oktober 1764 bei einem Messerattentat zum Opfer fiel. Der grandiose Violinist komponierte hauptsächlich für die Violine, bei einigen Sonaten hat er aber selbst vermerkt, dass sie auch auf der Traversflöte gespielt werden könne. Der einmalige Versuch mit einem Bühnenwerk hatte nur wenig Erfolg und so ließ er es wieder sein. Die Tiroler Flötistin Prof. Dr. Linde Brunmayr–Tutz spielte gekonnt und akademisch perfekt diese wirklich bezaubernde charmante Musik, hat doch das französische Barock ein gewisses süßliches Parfum. Die Künstlerin studierte in Innsbruck nicht nur Flöte und Musik, sondern auch Medizin. Nun, die ersten Flöten wurden ja auch aus Knochen geschnitzt.     

Ein besonderes Schicksal traf Jacques Duphly (1715 –  1789), er starb am 14. Juli, dem Tag der Erstürmung der Bastille eines natürlichen Todes. Dieser Tag ist nun der Nationalfeiertag in Frankreich, somit hat dieser gute Komponist jedes Jahr einen Gedenktag. Von der Qualität seiner Kompositionen konnte der hervorragende Cembalist Lars – Ulrik Mortensen mit perfektem Anschlag und hoher Vortragskunst überzeugen.      

Ein sehr interessantes und gut zusammengestelltes Konzert, das sehr gut aufgenommen wurde.    

Elena Habermann

 

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