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WIEN/ Justizpalast: „MUSIK IM RECHT“ – KONZERT IM JUSTIZPALAST

05.11.2016 | Konzert/Liederabende
  1. 11.2016:  „MUSIK IM RECHT“ – KONZERT IM JUSTIZPALAST

Das Franz Schmidt Kammerorchester unter Nicolas Radalescu  war wieder bei Justitia zu Gast und spielte ein Konzert mit außergewöhnlich begabten jungen Talenten als Solisten.

Begonnen wurde mit der „Coriolan-Ouverture“, sozusagen Orchester Solo. 

Die Österreicherin Theresa Strasser ist eine wirklich hochbegabte junge Cellistin und sie konnte mit zwei Sätzen aus dem Cello Konzert in B –  Dur von Luigi Boccherini voll überzeugen.

Einen wunderbaren Klarinettenton ließ der junge Donggweon (Tony) Hah beim zweiten Satz des herrlichen Klarinetten Konzertes von W. A. Mozart hören.

Den 3.Satz aus Beethovens 3. Klavierkonzert trug Maximilian Kromer sehr schön vor und beschloss damit den ersten Teil.

Im zweiten Teil war Gesang angesagt. Die junge Schweizer Sopranistin Elena Bechler, die ihre Kindheit im Bregenzer  Wald verbringen konnte,  zeigte eine hübsche Stimme, die technisch sehr gut aufgebaut ist. Sie brachte drei Stücke aus ihrem Repertoire zu Gehör. Die Arie der „Rosina“ (Barbiere), die große Szene der „Elvira“ (Puritani) und „Strahlender Mond“ (Vetter aus Dingsda) und zeigte somit eine gewisse Vielseitigkeit, doch speziell bei Bellini zeigte sich, dass an der Interpretation noch einiges zu arbeiten ist.

Der jüngste der Teilnehmer war Ignaz Gaiswinkler auf der Trompete.  Der 15jährige Musiker aus Korneuburg hat auch schon Preise gewonnen und begann mit bereits 5 Jahren, Trompete zu spielen. Er konnte mit der Konzertetüde von Alexander Goedicke das Publikum und auch seine Klassenkameraden begeistern.

Zum Abschluss  kam noch der 1. Satz des Klavierkonzert Nr. 2 in f – Moll von Frederic Chopin, meisterlich vorgetragen von der 17 jährigen Südkoreanerin Yebin Jang.    

Es ist immer wieder schön, bei einem Konzert zu erleben, dass es um den Nachwuchs im Sektor Klassik sehr gut steht. Dass man auch dafür die Jugend begeistern kann, ist keine Frage, ob es in den Medien statt findet, ist nicht bekannt, in den „normalen“ Schulen eher auch nicht, und das ist das eigentlichen Manko an der österreichischen Kunst und Kulturpflege. Dies gehörte mehr gefördert als „Lederhosenpop“.    

Elena Habermann

 

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