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VORDERWEISSENBACH/ Mühlviertel OÖ: DIE LUSTIGE WITWE

04.01.2016 | Operette/Musical

Vorderweißenbach, „Die lustige Witwe“, 3. Jänner 2016

Schon vier Wochen vor der ersten Vorstellung waren mit an die tausend  Karten für  die mit Spannung erwartete Vorderweißenbacher  Operettenproduktion „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar alle Plätze restlos ausverkauft. Und das Publikum wurde wahrlich nicht enttäuscht. Wieder, nach den erfolgreichen Produktionen der „Fledermaus“ und „Liebe am Wolfgangsee“, wurden in der 2000 Seelen Marktgemeinde alle Kräfte gebündelt, wieder kam es zu einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit mit der künstlerischen Volkshochschule Wien unter der Leitung von Bobby Simma. Nun, wo soll man bei so vielen Mitwirkenden beginnen?

Natürlich bei dem musikalischen Leiter Konrad Ganglberger, der das Salonorchester und den Chor vorbildlich einstudierte und mit großer Begeisterung dirigierte. Ihm zur Seite wirkte unverzichtbar Anton Neyder, der als Korrepetitor und Studienleiter für die Solisten wirkte. Das prachtvolle, von Edi Lehner und Richard Ganglberger gestaltete Bühnenbild,  wurde wirkungsvoll von Andreas Bauer beleuchtet. Auch die Solisten waren mit großem Einsatz und Spielfreude bei der Sache und zogen das Publikum sofort in ihren Bann.

Bernhard Duregger sang mit schöner Stimme den Danilo, Elisabeth Bauer als imposante Hanna Glawari musste auch die höchsten Töne nicht scheuen. Daniela Wrenkh war eine sehr komödiantische Valencienne und ihr zur Seite gab Initiator und Faktotum der Operettenspiele Alexander Gallee Camille de Rossillon.

Auch die kleineren Rollen waren mit Christian Haselberger (Zeta), Clemens Bernsteiner (Cascada) und den Damen Anna Röper, Hanna Reissner, Antonia Röper, Magdalena Krausgruber, Veronika Goetz und Anna Neumann gut besetzt. Ganz besonders muss man Bobby Simma hervorheben, dem neben der gelungenen Inszenierung und Regie auch die sehr unterhaltsame und mit ans politische Kabarett erinnernden Einschüben ausgestaltete Darstellung des Njegus zu verdanken ist. Ganz besonders ins Herz des Publikums sang sich der Chor mit einer Version des Ungarischen Tanzes Nr.5 von Johannes Brahms.

Vorderweißenbach kann man zu dieser mit viel Applaus belohnten Produktion nur herzlich gratulieren.

Christoph Karner

Die Produktion ist noch am 4. und 5. Januar zu sehen

 

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