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TRAPANI/ Teatro Ariston: XVI. GESANGSWETTBEWERB  „GIUSEPPE DI STEFANO“, Finale

28.06.2021 | Konzert/Liederabende

Trapani: XVI. GESANGSWETTBEWERB  „GIUSEPPE DI STEFANO“, Finale

Teatro Ariston 27.6.2021

Vor einem interessierten Publikum, das sich auch merklich freute, Stimmen wieder live hören zu können, fand das Finale des nach 11 Jahren wieder auferstandenen Wettbewerbs statt, der früher Stimmen wie die Soprane Dimitra Theodossiou und Chiara Amarù, die Tenöre Antonino Siragusa, Paolo Fanale und Leonardo Cortellazzi, den Bariton Nicola Alaimo und den Bass Luca Tittoto hervorgebracht hatte.

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Giulia Mazzola. Foto: Trapani-Wettbewerb

Die mit u.a. Operndirektoren italienischer Häuser wie Sebastian Schwarz (Teatro Regio Turin) und Nicola Colabianchi (Teatro Lirico Cagliari) oder Besetzungsverantwortlichen wie Alessandro Di Gloria (Teatro Massimo Palermo) und Renato Bonajuto (Teatro Coccia Novara) sowie Agenten wie Markus Laska (Melos Opera) und Marco Impallomeni (MC Domani) besetzte Fachjury entschied sich einstimmig für den 1. Preis an den Palermitaner Sopran Giulia Mazzola. Die 24-jährige Künstlerin bestach in der Endrunde mit „Il bel sogno di Doretta“ aus Puccinis „Rondine“ und Gildas „Caro nome“. Schon bei Puccini fiel die Qualität des Materials ebenso auf wie eine mehr als korrekte Tongebung. Mit Gilda überzeugte die junge Künstlerin vollends, denn ihr lyrischer Sopran, der durchaus auch der Koloratur mächtig ist, gefiel mit einer expressiven Interpretation, die weit entfernt war von geziertem, künstlich „mädchenhaftem“ Singen, das diese Arie so oft für den Zuhörer zu einer schweren Prüfung macht.

Mazzola wird zusammen mit dem auf dem zweiten Rang gewählten Tenor Giuseppe Infantino („Regimentstochter“, „Gianni Schicchi“) und den Ex-aequo-Preisträgerinnen Antonella Di Giacinto (Alt) und die Japanerin Yamada Kaori (Sopran, Barockspezialistin) das Festkonzert am 24. Juli, dem 100. Geburtstag von Giuseppe Di Stefano, zusammen mit früheren Preisträgern  bestreiten. Neben dem 1. Preis wurden Mazzola auch der Preis der Kritik und verschiedene andere Preise verliehen, die Auftrittsmöglichkeiten in verschiedenen Opernhäusern bzw. Konzertsälen vorsehen.

Ein überzeugender Neubeginn dieses Bewerbs, der in den nächsten Jahren sicherlich viele neue Talente präsentieren wird.                
Eva Pleus

 

 

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