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MÜNCHEN / Die Münchner Philharmoniker unter Constantin Trinks – HENZE – WAGNER u. m.

 

MÜNCHEN /  Die Münchner Philharmoniker unter Constantin Trinks – HENZE – WAGNER  –  SCHUMANN – 30.06.2016

Trinks_Constantin_mphil Constantin Trinks und Wagner: Da musste ich hin!

Erstmals war ich diesem Dirigenten Ostern 2012 begegnet als ich mir in Dresden Weinbergers „Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ zu Gemüte führte. Ich schrieb damals u. a., „Die Sächsische Staatskapelle mit ihrem voll-warmen Wunderklang – ich war einfach „hin und weg“, auch weil Constantin Trinks am Pult mitreißend die Lust an dieser Musik vermittelte.“ > https://onlinemerker.com/dresden-leipzig-%E2%80%93-eine-opern-oster-reise-ins-land-der-sachsen-%E2%80%93-schwanda-und-meistersinger

Seither verfolgte ich Trinks Wirken mit großem Interesse und dachte mir schon damals, wie toll dieser Dirigent Wagner dirigieren müsste. Als Wagner-Dirigent, u. a., hat er sich inzwischen schon einen bedeutenden Namen gemacht, also musste ich logischerweise zu diesem Konzert.

Zwischen den zwei Abo-Konzerten am 29.6. und 1.7. besuchte ich das Uni-Konzert mit gleichem Programm, in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität. Das ganze Haus voller Jugend, mit einem Vor-, Pausen- und Nachprogramm für die Studenten in verschiedenen Räumlichkeiten des Gasteigs. Vor Beginn kamen wir im Foyer in den Genuss eines grandios gespielten Siegfrieds Hornruf mit einer jungen Hornistin, möglicherweise dieselbe, von der man während Siegfrieds Rheinfahrt den Hornruf aus der Ferne hörte.

Hans Werner Henzes „Nachtstücke und Arien“ für Sopran und großes Orchester standen am Anfang. Henze hat sich hier in den instrumentalen Möglichkeiten eines großen Sinfonieorchesters beeindruckend effektvoll „gesuhlt“ und die Hörner konnten sich schon mal schön warmspielen für das noch Kommende. Leider war der Sopranpart mit der Sopranistin Claudia Barainsky zu schwach besetzt. Sie hat zwar eine schöne, blühende Höhe, aber die Stimme ist zu klein für den sie umgebenden Orchesterapparat, so dass sie mit zunehmender Tiefe schier unhörbar wurde. Ein mehr zum Jugendlichdramatischen tendierender Sopran wäre hierfür angemessener.

Und dann Richard Wagners „GÖTTERDÄMMERUNG“-Ausschnitte: „Morgendämmerung“, „Siegfrieds Rheinfahrt“, „Siegfrieds Tod“ und „Trauermarsch“. Was für Wagner-Wonnen! Die Philharmoniker mit ihrem betörenden Samtklang, sei‘s bei den Streichern oder Bläsern. Die Bläser, mein Gott, wie herrlich – die Hörnergruppe mit 4 Wagnertuben (+ 4 Hörner) voran. Trinks war Spiritus Rector des Ganzen, stets den großen Spannungsbogen haltend.

Angefüllt mit diesen emotionalen Orchesterwelten (und wegen des angekündigten Pausenprogramms) beschlossen wir, uns den Schumann zu schenken, wenngleich auch der ein weiterer Genuss gewesen sein soll, wie zu lesen war. (Pause – Robert Schumann – Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 „Rheinische“)

Doro Zweipfennig

Foto: Constantin Trinks © mphil

 Constantin Trinks steht wieder am Pult der Münchner Philharmoniker am 29. u. 31.12. mit Beethovens 9. Symphonie. www.constantintrinks.com

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 INFO >

Studenten-Abo

In der Saison 2016/17 bieten die Münchner Philharmoniker exklusiv für Studierende die Abos e4, g4 und h4 als Studenten-Abo zum Preis von € 41 an. Der Vorverkauf läuft vom 13. Juni bis 31. Juli 2016. Schnell zugreifen, das Kontingent ist begrenzt!

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