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MÜNCHEN: Bayerisches Staatsballett: „PAQUITA“, 09.01. mit Ekaterina Petina

11.01.2016 | Ballett/Tanz, KRITIKEN

MÜNCHEN: Bayerisches Staatsballett: „PAQUITA“, 09.01. mit Ekaterina Petina

Ein Jahr nach der Premiere im Dezember 2014 hat sich „Paquita“ in der von Alexei Ratmansky und Doug Fullington rekonstruierten Originalfassung von Marius Petipa zu einem beliebten Repertoirestück in München entwickelt. Es bietet auch alles, was ein klassisches Ballett erfolgreich macht: Virtuosen Tanz, ein schönes Bühnenbild, bezaubernde Kostüme (Bühne und Kostüme Jérôme Kaplan) und die Möglichkeit für die Tänzer, auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu zeigen.

Petina,Urban-Paquita-Hösl Am 09.01 war Ekaterina Petina in der Titelrolle zu sehen. Ihre Paquita war eine temperamentvolle, selbstbewusste Frau, die sich auch in der rauen Zigeunerwelt sehr gut durchzusetzen weiß. Ihr Tanz war sehr elegant und technisch souverän. Ihre klassische Ausstrahlung kam vor allem im Grand Pas des letzten Aktes zur Geltung. Die Pantomimeszenen gestaltete sie mit Esprit und Sinn für Humor, auch wenn ihr vielleicht noch ein wenig Spielwitz fehlte, um schauspielerisch voll zu überzeugen. Dies gilt auch für Matej Urban als Lucien. Er war ein fescher, attraktiver und charmanter Offizier. Er könnte die Rolle aber auch noch ein wenig prägnanter darstellen. Seine schwierige Variation im letzten Bild meisterte er bravourös. Cyril Pierre und Norbert Graf hatten als die Bösewichte Inigo und Lopez de Mendoza sichtlich Spaß an ihren Rollen. Besonders schön wurden an diesem Abend die vier Solovariationen im Grand Pas getanzt. Nicha Rodboon, Freya Thomas, Alisa Scetinina und Marta Navarrete Villalba zeigten große Anmut und viel Liebe zu den choreographischen Details. Myron Romanul leitete das bestens aufgelegte Bayerische Staatsorchester. Im Januar hat das Publikum noch einige Male die Gelegenheit, sich diesen heiteren Ballettklassiker anzusehen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Gisela Schmöger

Foto: Petina,Urban-Paquita-Hösl

 

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