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MÜNCHEN / Bay. Staatsballett – WA „Once Upon an Ever After“ und „Choreartium“

08.03.2016 | Ballett/Tanz, KRITIKEN

 

MÜNCHEN / Bay. Staatsballett – WA „Once Upon an Ever After“ und „Choreartium“ – 7.3.16

 Choreartium_Ensemble_© Day Kol

Terence Kohlers „Once Upon an Ever After“ und Léonide Massines „Choreartium“ sind Stücke, die nahezu die gesamte Compagnie aufbieten. Und in all dem temperamentvollen Gewusel hat doch jeder Tänzer auch hier seine solistischen Einsprengsel. Damit wird auch ein handlungsloses Ballett wie Choreartium (Musik Brahms 4. Sinfonie) nie langweilig, sodass man sich uneingeschränkt an den Qualitäten der STB-Tänzer erfreuen kann, und dabei natürlich auch an den erstklassigen Solisten – hier sei ein Pauschallob ausgesprochen.

In Once Upon… lässt Terence Kohler bekannte Figuren des klassischen Balletts zu Tschaikowskys 6. Sinfonie in einem unterhaltsamen Zusammenspiel aufeinander treffen. Hier glänzte einmal mehr Lucia Lacarra als Odette mit unvergleichlich fragilen Bewegungen. Marlon Dino gestaltete ihren Prinzen. Als Giselle und Albrecht gefielen Katherina Markowskaja und Matej Urban, und als zunächst noch wackeliges Dornröschen (nach 100 Jahren Schlaf…) wurde Séverine Ferrolier von Maxim Chashchegorov elegant reanimiert. In der Variation 1 brillierte Jungtänzer Jonah Cook.

Ein genussreicher Abend ohne jegliche Durchhänger, auch wegen des Dirigats der beiden Sinfonien von Robertas Šervenikas.

D. Zweipfennig

Foto: Choreartium_Ensemble_© Day Kol

 

 

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