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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. AUGUST 2020)

09.08.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. AUGUST 2020)

WEINVIERTLER FESTSPIELE  IN MIKULOV /Amphitheater

Geändertes Programm!

Wien – Mikulov  88 km (Fahrzeit 1. Stunde und 10 Minuten

Der fliegende Holländer

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – Premiere am 14.8.  (Weitere Vorstellung am 16.8.) um 20 h

Musikalische Leitung: Levente Törok
Inszenierung: Isao Takashima

Senta: Anna Gabler/ Csilla Boross
Mary: Marisa Altmann-Althausen
Daland: Franz Hawlata
Erik: Michael Heim
Steuermann: Ales Briscein
Der Holländer: Tomasz Konieczny

 

KARTEN

KARTEN UND BUS-TRANSFER (ELITE TOURS)

Tristan und Isolde

TRISTAN UND ISOLDE: 15. und 19.8.) um 19 h

Dirigent: Maththias Fletzberger
Inszenierung : Edmund Emge

Tristan: Peter Svensson/ Christian Voigt
Isolde: Martina Serafin
Brangäne : Kethy Tavardi-Davis/ Hermine May
Kurwenal: Thomas Johannes Mayer/ Thomas Gazheli
König Marke: Günther Groissböck/ Rene Pape
Melot: Thomas Markus
Ein Hirt: Ales Biscein

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AUCH HEUTE: RETZ – Festival offene Grenzen


Foto-Copyright: Claudia Prieler

Bei strahlendem Wetter und bester Stimmung startete gestern Abend das Festival Retz „Offene Grenzen“ mit dem Konzertpfad. Noch bis zum 16. August lädt das Festival Kulturhungrige nach Retz zu Musik und Literatur an verträumten, aussergewöhnlichen Orten in und um Retz. Wir möchten Ihnen dieses abwechslungsreiche Programm besonders ans Herz legen und bitten um Ihre Unterstützung. Fotos der Premiere finden Sie unter: https://we.tl/t-wUudu6MKaP (Copyright Festival Retz / Claudia Prieler).

Das Publikum hat die Wahl zwischen Schlosskonzerten, Liederabenden, einem Konzertpfad, zwei Literaturpfaden sowie Opernkino unter Sternenhimmel im Festivalgarten. Gespielt wird noch dieses Wochenende und das nächste vom 13.08.-16.08.2020.

Top KünstlerInnen bestreiten das bunt gemischte Programm. Kammermusikalische Gusto-Stückerl von Bach, Monteverdi und Händel interpretiert von Bernarda Bobro, Ursula Langmayr, Matthias Helm und dem Ensemble Continuum kann man am Konzertpfad entdecken.

Foto-Copyright: Claudia Prieler

Die beiden Literaturpfade setzen sich thematisch mit der aktuellen Lebenssituation in Zeiten der Covid-19 Pandemie auseinander. Namhafte Autoren wie Marlene Streeruwitz, Raoul Schrott und Franzobel geben Einblicke in Ihre aktuellen Werke.

Abgerundet wird das Programm durch Konzerte im Retzer Land wie dem Gala-Konzert mit Annette Dasch und Daniel Schmutzhard oder dem Alliance Quartett Wien.

Das detaillierte Programm finden Sie online unter https://festivalretz.at

Fotos der Premiere finden Sie unter: https://we.tl/t-wUudu6MKaP (Copyright Festival Retz / Claudia Prieler).

TermineSo. 09.08.2020, Do 13.08.2020 – So 16.08.2020

Karten unter: https://festivalretz.at/kartenverkauf/

Weitere Infos: www.festivalretz.at
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STIEFKINDER DER KULTUR – CHARITY-KONZERT

in zahlreichen Gesprächen musste ich erfahren, dass viele meiner Kolleg*innen noch immer keine finanzielle Unterstützung erhalten haben. 

Seit März keine Einkünfte, seit März keine Auftrittsmöglichkeit. Das bedroht viele existenziell und nagt überdies an ihrem Selbstwertgefühl.

Für diese Kolleg*innen möchte ich etwas tun.

Ich veranstalte ein Charity-Konzert unter dem Titel

STIEFKINDER DER KULTUR

Die Einnahmen aus dieser Veranstaltung werden an alle teilnehmenden Kolleg*innen verteilt. (Sänger*innen, Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, etc.)

Auch die Kolleg*innen „hinter den Kulissen“ (Techniker*innen, Maskenbildner*innen, Billeteur*innen, etc.) sind aufgerufen, sich zu melden.

Ich habe im Grand Cafe nur eine Bühne in der Größe von 2 mal 2 Metern, aber immerhin – es ist eine Bühne und ich kann meinen Kolleg*innen helfen,  das zu erhalten, was sie so dringend benötigen:

Ein bisserl Geld – und den Applaus eines begeisterten Publikums.

BITTE HELFEN SIE MIT, dass VIELE KÜNSTLER*INNEN von dieser Möglichkeit erfahren und sich bei mir melden.

BITTE HELFEN SIE MIT, dass viel PUBLIKUM von diesem Konzert erfährt.

STIEFKINDER DER KULTUR

TERMIN: Sa., 29. August, 20 Uhr

ORT: Grand Cafe am Alsergrund, 9., Lustkandlgasse 4

PLÄTZE RESERVIEREN bitte unter: reservierung@gcaa.at oder 01 317 83 30

  1. Auf Face book habe ich folgenden Aufruf veröffentlicht und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Binnen 24 Stunden konnte ich bereits ÜBER TAUSEND EURO sammeln! 

Liebe Kolleg*innen, es gibt immer noch so viele von euch, die bisher keine oder kaum finanzielle Unterstützung erhalten haben. FÜR EUCH möchte ich etwas tun. Am Samstag, 29. August um 20 Uhr organisiere ich ein Konzert im Grand Cafe am Alsergrund. Die dort eingenommenen Spenden werden unter den auftretenden Künstler*innen verteilt – WER AUFTRETEN MÖCHTE, BITTE BEI MIR MELDEN – aber auch andere Kolleg*innen (Techniker*innen, Maskenbildner*innen, Billeteur*innen, etc.) bitte ich, sich bei mir zu melden. Auch ihr sollt einen Anteil an den Einnahmen erhalten. BITTE leitet diesen Aufruf weiter! GEMEINSAM können wir sicherlich VIEL BEWIRKEN. Halten wir zusammen 

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SALZBURG/ Flughafen/ Österreichischer Musiktheaterpreis


So sieht es aus, wenn die illustre Opernsociety im und vor dem Salzburger Mateschitz-Hangar den Österreichischen Musiktheaterpreis 2020 zu feiern versteht: Der mit einem Sonderpreis ausgezeichnete Plácido Domingo, sein Sohn Alvaro und sein Wiener Freund Aki Nuredini und dessen Gattin (von li.). Credit: privat

Meinhard Rüdenauer

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Valery Gergiev und das Mariinsky auf Anti-Corona Kurs – Ein Bericht aus sicherer Entfernung

Vorweg – dies ist kein Bericht aus erster Hand, nicht aus St. Petersburg, denn ebenso wie die Grenzen der EU derzeit (noch) für Russen gesperrt sind, dürfen auch EU-Bürger nicht nach Russland einreisen. Doch das Internet ermöglicht gute Einblicke, ohne selber vor Ort sein zu müssen.

Für Valery Gergiev war schon am 13. März in New York Schluss. An den nächsten beiden Abenden fielen sowohl der Fliegende Holländer an der MET als auch ein Konzert mit den New Yorker Philharmonikern aus. Sein Mariinsky-Theater in St. Petersburg spielte noch einige wenige Theater weiter, wobei sich am 14. März die pikante Situation ergab, dass Rodion Shchedrins Oper Lolita 2x angesetzt war, nachmittags und abends, in zwei verschiedenen Besetzungen. Doch wurde erst kurzfristig bemerkt, dass Petr Sokolov, der am Abend Humbert Humbert, die männliche Hauptrolle, singen sollte, gerade aus Italien zurückgekehrt war, sich also noch in Quarantäne begeben musste. So hatte Vladimir Moroz die heroische Aufgabe bewältigen dürfen, diese lange und schwierige Partie (zumal bei seinem Debut) sowohl am Nachmittag als auch am Abend übernehmen zu dürfen. Ein Hoch auf die Planung des Mariinsky!

Doch nach den letzten Vorstellungen am 17. März wurden auch die 3 Bühnen des Mariinsky geschlossen, die historische Bühne, das neue Haus und die Konzerthalle – bis zum 20. Juni, als Gergiev als Versuchsballon im Neuen Haus eine Operngala dirigierte. Wenige Tage leitete er zwei Konzerte der Münchner Philharmoniker in München, wie es hieß, mit einer Sondergenehmigung, die ihm die Einreise in die EU erlaubte. Doch die war eigentlich nicht vonnöten, besitzt Gergiev doch auch die ihm von der niederländischen Königin verliehene Staatsbürgerschaft dieses Landes. Noch im selben Monat dirigierte er ein italienisches Jugendorchester in einem Open-air-Konzert bei Muti-Festival in Ravenna.

Während die Pforten des Mariinsky gesperrt waren, gab es einen sehr willkommenen Service: Auf Mariinsky.TV und auf You Tube wurden (und werden weiterhin) Opern- und Ballettaufführungen sowie Konzerte „gestreamt“, und das kostenlos. Nicht zu vergessen sei auch die Tatsache, dass die Mitarbeiter des Hauses, und damit sind alle, auch die Künstler, gemeint, ihr Gehalt / ihre Gage weiterhin empfingen, wenn auch nicht in vollem Umfang.

Am 7. Juli ging es dann los, zuerst auf der Neuen Bühne mit konzertanten Aufführungen mit auf 90 Minuten gekürzter Spieldauer, ohne Pause. Die ersten beiden waren Iolanta (hat sowieso die benötigte Länge) und Trovatore sowie ein Konzert mit Denis Matsuev als Solisten. Wie man bei der Iolanta-Ûbertragung sehen konnte, waren Chor und Orchester recht ausgedünnt; bei den Streichern waren die Pulte nur einfach besetzt. Die Solisten bemühten sich um Abstand zueinander. Etwa eine Woche später gab es die ersten Konzerte in der Konzerthalle. In dieser Zeit, in der am Mariinsky wieder gespielt wurden, fielen Gergievs auswärtige Verpflichtungen aus: sein Festival im finnischen Mikkeli sowie Verbier, Baden-Baden und das Pacidic-Festival.

Waren die Opern anfangs konzertant, gekürzt und mit kleiner Besetzung zu spielen, so wurde man in dem von Woche zu Woche verkündeten Programm wagemutiger: Fliegender Holländer, Aida, Boris Godunov sind schon mit Risiko behaftete Opern mit großem Aufwand, bei der es schwierig ist, die Corona-Bedingungen einzuhalten. Auch das Orchester ging Ende Juli erstmalig auf Tour, 2 Konzerte in Ravenna und Ravello, also ausgerechnet im vom Coronavirus stark betroffenen Italien. Werke mit kleinerer Besetzung ermöglichten es, den erforderlichen Abstand einzuhalten.

Am 1. August öffnete auch die historische Bühne wieder, mit einem vom Chef selber dirigierten Rigoletto (keine Ahnung, ob dies sein Rigoletto-Debüt war) und mit Olga Peretyatko als Gilda, die einst im Kinderchor des Mariinsky gesungen hatte. In der Konzerthalle wurde man nun wagemutiger und führte zunächst konzertant Werke auf, die als szenische Einstudierung vorgesehen waren / sind: Rimsky-Korsakovs Snow Maiden, Tchaikovskys Maid of Orléans und (welch‘ Wagemut) Szenen aus Wagners Meistersingern, der Oper, die Gergiev noch in seiner Sammlung gefehlt hatte.


Maid of Orléans: Abstand zwischen Ekaterina Semenchuk und Vladislav Sulimsky??? (Foto: Tatiana Mashchenko)

Und das Publikum? Ich bin nicht genau informiert, wie viele Zuschauer den Vorstellungen beiwohnen dürfen, aber auf den Fotos bzw. Ûbertragungen sind im Zuschauerraum große Lücken zu sehen. Masken müssen getragen werden (im Orchester habe ich keine gesehen). Wer das Theater betritt, bei dem wird die Temperatur gemessen (das Moskauer Bolshoi-Theater kündigte gerade an, dass Zuschauer mit mehr als 37 Grad Temperatur nicht zugelassen werden). Davon ganz abgesehen, ist der finanzielle Aspekt dieses Anti-Corona-Unternehmens interessant. Da keine ausländischen Touristen nach Russland einreisen dürfen, muss das Theater auf die Einnahmen aus den traditionell stark erhöhten Eintrittspreisen für die Ausländer verzichten, so dass zu vermuten ist, dass man mit diesen Aufführungen keinen Gewinn machen wird. Wenn Gergiev einmal sagte, dass das Mariinsky seinen Gewinn zu Hause macht (das war noch zu Zeiten, als die Präsenz in China und Japan nicht so stark war), dann halte ich die Öffnung des Theaters mehr für ein Zeichen, um der Welt zu demonstrieren: „Wir leben noch! Schaut auf Russland, was hier alles möglich ist!“

Wenn man auf http://www.mariinsky.today/ geht, so sieht man die weiteren Pläne Gergievs, sowohl mit seinem Theater als auch mit den Münchner Philharmonikern. In Vladivostok, der fernöstlichen Dependance des Theaters (bekannt als Mariinsky IV!), werden großformatige Werke wie Feuriger Engel, Don Carlo, Meisersinger-Szenen gespielt. Mit den Münchner Philharmonikern und dem eigenen Orchester geht er auf Tournee; in Baden-Baden soll es Salome geben. Und selbst sein Rotterdam-Festival in den von Corona derzeit stark heimgesuchten Niederlanden soll stattfinden, zu veränderten Terminen, mit verändertem Programm und mit 2 Konzerten pro Abend (wegen der verringerten Zuschauerzahl).


Aida (Foto: Nadine Koul)

Um es auf den Punkt zu bringen: Diese ganzen Aktivitäten lassen mich recht ratlos. Ist Gergiev ein Corona-Leugner? Ist er ein Hasardeur, der mit der Gesundheit seiner Mitarbeiter spielt? Ich bin nicht ganz sicher, ob in Putins Russland an die Öffentlichkeit dringen würde, hätte sich ein Künstler oder anderer Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Verständlich, dass niemand sich diesem Unternehmen zu widersetzen scheint, denn die Sänger haben derzeit keine Auftrittsmöglichkeiten außerhalb Russlands, ganz abgesehen davon, dass Wunsch und Wort des Mariinsky-Zaren Gesetz sind.

Sune Manninen
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ORF : Starbesetztes ORF-„Sommerkino“: ORF-Premiere für „Florence Foster Jenkins“ und „Hail, Ceasar!“

Am 10. August ab 20.15 Uhr in ORF 1

Wien (OTS) – Das ORF-„Sommerkino“-Programm am Montag, dem 10. August 2020, in ORF 1: Den Auftakt macht um 20.15 Uhr eine herzerwärmende Komödie über Liebe, Musik und das Wahrwerden von Träumen: „Florence Foster Jenkins“ erzählt in der ORF-Premiere die wahre Geschichte der gleichnamigen, legendären Erbin und exzentrischen Persönlichkeit im New York der 1940er Jahre. Geradezu zwanghaft verfolgt Meryl Streep in der Titelrolle ihren Traum, eine umjubelte Opernsängerin zu werden. Doch mit ihren schrillen Tönen bringt die wohl schlechteste Sängerin der Welt ihren Pianisten Simon Helberg („The Big Bang Theory“) zum Verzweifeln. Ihr Ehemann Hugh Grant ist allerdings wild entschlossen, seine geliebte Florence vor der Wahrheit zu beschützen. Als sie beschließt, ein öffentliches Konzert in der Carnegie Hall zu geben, müssen sich die beiden Männer in ihrem Leben so einiges einfallen lassen, um ein Desaster zu verhindern. Mit dem einfühlsamen Biopic, das mit vier Golden-Globe- und zwei Oscar-Nominierungen bedacht wurde, hat Regisseur Stephen Frears der mehrfachen Oscar-Preisträgerin Meryl Streep eine einzigartige Paraderolle geschaffen. Hinreißend komisch, voll echtem Gefühl und äußerst unterhaltsam erzählt er nicht nur die Geschichte einer großen unkonventionellen Liebe, sondern auch die eines Lebenstraums, der in Erfüllung geht. In weiteren Rollen sind Rebecca Ferguson und Nina Arianda zu sehen. Das Drehbuch stammt von Nicholas Martin.

Eine Liebeserklärung der Coen-Brüder an das große Kino der 50er Jahre steht um 22.05 Uhr auf dem ORF-1-Programm: Josh Brolin muss als Studiomanager die Skandale der Stars seines Filmstudios aus den Schlagzeilen halten. Als der Starschauspieler des prestigeträchtigen Monumentalfilms „Hail, Ceasar!“ entführt wird und die Dreharbeiten dazu deshalb ins Stocken geraten, gerät der Troubleshooter in der gleichnamigen ORF-Premiere an die Grenzen seines Könnens. Mit einer gewitzten Hommage beschwören die Coen-Brüder den Geist des klassischen Hollywoodkinos im sogenannten „goldenen Zeitalter“ der Filmfabrik. Für die spritzige Showbiz-Komödie schrieben die vierfachen Oscar-Preisträger auch das Drehbuch und versammelten dafür ein hochkarätiges Ensemble vor der Kamera: Mit u. a. Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Scarlett Johansson, Ralph Fiennes, Tilda Swinton, Channing Tatum, Emily Beecham, Jonah Hill, Frances McDormand, Christopher Lambert und Alison Pill brillieren bis in die Nebenrollen die Stars des heutigen Hollywoods.

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