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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 8. JULI 2018)

08.07.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 8. JULI 2018)

WIENER STAATSOPER: NEUER CASTINGDIREKTOR FÜR DIE ÄRA ROSCIC

Die Wr.STOP hat nun offiziell für die Direktion Rosic einen neuen Castingdirektor: ROBERT KÖRNER (er war bisher in Lyon, also steht auch fest, dass ihn Dorny nicht nach München mitnehmen wird, was etliche dachten).

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Robert Körner

Nun hat der Mann einen Chefdramaturgen (Sergio Morabito ist ein linksideologischer, intelligenter Mann), der ihm die Regisseure aussuchen soll, nun endlich auch einen Castingdirektor, sehr spät, aber hoffentlich nicht zu spät (bisher werkte als Besetzungssucher der von Drodza wohl als Bedingung eingesetzte Dr. Florian Schulz, der zwar ein Opernfreund ist, der aber zu wenig Ahnung von der Materie hatte, um einem Haus künstlerisches Sängerprofil zu geben. Angeblich soll Holender sogar Auftrag erhalten haben, die Besetzungen für die Premieren der ersten Saison zumindest mitauszusuchen), eine Betriebsdirektorin aus der Ära Holender, die offensichtlich den künstlerischen Alltagsbetrieb weiterhin leiten wird, sowie einen Chefdirigenten und Herrn Dr. Schulz, von dem man nicht so recht weiß, ob er der Betriebsdirektor werden wird, dem man Sabine Hödl als eine Art Chefdisponentin unterstellen wird oder ob er als pers. Referent des Direktors eher im admin. Bereich arbeiten wird.

Somit sind nun alle wichtigen Entscheidungsbereiche abgedeckt und wir dürfen uns wohl ernsthaft fragen, was der Direktor selber noch entscheiden wird und wo man ihn denn dann noch braucht? Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, wenn er sich gute Berater und Vertraute an das Haus holt für die Bereiche, in denen er nicht so firm ist, aber alle Bereiche aus der Hand zu geben, bedeutet doch, dass er alles abgibt, was dem Haus ein persönliches Profil  geben könnte. Wozu brauchen wir dann noch für viel Geld auf einem hoch dotierten Job jemanden, der alle wichtigen Entscheidungsposten an andere abgibt?

Man mag zu Holender stehen, wie man will, aber der Mann hat alles entschieden, von den Regisseuren angefangen bis zu den Dirigenten und Sängern, von denen nicht einmal jene für die kleinsten Rollen von ihm Vertraute auswählen durften. Das ist aber auch die eigentliche Aufgabe eines Direktors, die ganze Sache zu steuern und so dem Haus Profil zu geben.

Nur als Vergleich:

 Holender hatte:

-) eine Betriebsdirektorin und die dazu nötige Abteilung für den künstlerischen Betrieb

-) einen Chefdirigenten

-) eine Dramaturgie, die aber so gut wie gar keinen Einfluß hatte

 Also mehr oder weniger 2 Abteilungen, die ihn im künstlerischen Bereich unterstützten

 Roscic wird folgendes haben:

-) einen Chefdramaturgen, zuständig für die Auswahl der Regisseure

-) einen Chefdirigenten

-) einen Castingdirektor

-) eine Betriebsdirektion

-) ein hoch dotiertes Direktionsmitglied (Dr. Schulz), das entweder den Direktor vertreten oder im künstlerischen Betrieb eingeordnet werden wird

 Das ist ein kostspieliger, mehr als doppelt so großer Stab als ihn Holender hatte.

 Darüber darf man wohl in Zeiten wie diesen erst recht laut nachdenken.

N.N. , Name der Redaktion bekannt

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Sky Arts HD überträgt „Lohengrin“ live aus dem Bayreuther Festspielhaus

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• Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2018 live: Neuinszenierung von „Lohengrin“ am 25. Juli auf Sky Arts HD und Sky 1 HD
• Exklusives Live-TV-Event rund um die Ausstrahlung: Kulturjournalist Axel Brüggemann gibt auch dieses Jahr direkt vom Grünen Hügel exklusive Einblicke und spannende Hintergründe zum Festspiel-Auftakt
• Für die Live-Berichterstattung zu den Bayreuther Festspielen 2017 wurde Sky für den Grimme-Preis 2018 in der Kategorie „Information und Kultur Spezial“ nominiert

 Zum dritten Mal in Folge dürfen sich Wagnerianer und andere Opernfans auf ein ganz besonderes Highlight freuen: Sky überträgt am Mittwoch, den 25. Juli, ab 15:00 Uhr in Österreich und Deutschland die mit Spannung erwartete Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele: die romantische Rittererzählung „Lohengrin“ live auf Sky Arts HD und Sky 1 HD.

Rund um die Ausstrahlung der neuinszenierten Oper unter Regie von Newcomer Yuval Sharon, einem Bühnenbild von Neo Rauch und der musikalischen Leitung unter Christian Thielemann wird es auch dieses Jahr ein mehrstündiges Talk-Format live aus dem Sky Studio direkt vom Festspielhügel in Bayreuth geben, moderiert von Musikjournalist und Wagner-Biograph Axel Brüggemann. Das Format verspricht exklusive Einblicke in den Opern-Betrieb, spannende Hintergrundinformationen, unorthodoxe Blickwinkel und Talkgäste, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Damit entsteht ein im deutschsprachigen Fernsehen einzigartiges Gesamterlebnis der Bayreuther Festspiele.

Sky überträgt 2018 bereits zum dritten Mal live von den Bayreuther Festspielen. 2016 startete Sky Arts HD mit einem Novum in der europäischen Fernsehgeschichte: der Kunst- und Kultursender übertrug den kompletten „Ring des Nibelungen“ live und exklusiv in Deutschland, Österreich, dem Vereinigten Königreich, Irland, Italien und Australien. 2017 folgte dann nur für Sky Abonnenten in Österreich und Deutschland die Live-Übertragung der Eröffnungspremiere „Die Meistersinger von Nürnberg“. Sky wurde für die Live-Berichterstattung rund um die Bayreuther Festspiele 2017 für den Grimme-Preis 2018 in der Kategorie „Information und Kultur Spezial“ nominiert.

Elke Walthelm, Executive Vice President Content bei Sky Deutschland: „Zum dritten Mal in Folge senden wir diesen Sommer live vom Grünen Hügel. Eine Tradition also mittlerweile, die uns jedes Jahr aufs Neue stolz macht – sprechen wir bei Bayreuth schließlich von nichts geringerem als der Champions League der Hochkultur. Um noch mehr Zuschauer in den Genuss der Bayreuther Eröffnungspremiere kommen zu lassen, werden sowohl Sky Arts HD als auch Sky 1 HD bereits zum zweiten Mal live übertragen!“

Die Bayreuther Festspiele wurden von Richard Wagner, Komponist, Dichter, Dirigent, 1876 begründet. Richard Wagner sah darin die Möglichkeit, seine Werke seinen künstlerischen Absichten entsprechend aufzuführen. Die Bayreuther Festspiele gehören heute zu den wichtigsten Kulturereignissen Deutschlands. Die künstlerische Leitung der Festspiele liegt mit Katharina Wagner nach wie vor in den Händen eines Mitglieds der Familie.

Mehr Informationen zu „Lohengrin“:
www.bayreuther-festspiele.de

Mehr Informationen zum Sky Arts Rahmenprogramm live vom Grünen Hügel:
www.sky.de/bayreuth

Sendeinformationen:
„Bayreuther Festspiele live: Lohengrin“ am Mittwoch, den 25. Juli ab 15:00 Uhr live auf Sky Arts HD und Sky 1 HD

Über Sky Arts HD:
Sky Arts HD ist die neue Adresse für Kunst und Kultur in Deutschland und Österreich. Der Sender, der linear, aber auch über Sky On Demand und Sky Go verfügbar ist, präsentiert seit Juli 2016 die aufregende Kunst- und Kulturwelt in Reportagen und Dokumentationen mit Fokus auf Fotografie, Architektur, Urban Arts, bildenden Künsten, Literatur, Tanz, klassische Musik und Konzertüber-tragungen. Sky Arts ist im Vereinigten Königreich, Irland und Italien bereits seit Langem erfolgreicher Teil des Sky Programmportfolios. In Deutschland und Österreich ist Sky Arts HD im Sky Entertainment Paket enthalten. Alle Inhalte von Sky Arts sind zudem mit dem Entertainment Monatsticket des Streaming-Dienstes Sky Ticket verfügbar.

Das neue Sky
Das neue Sky stellt mit Sky Q konsequent die Wünsche der Zuschauer in den Mittelpunkt, sei es über neue und verbesserte Produkte und Services für jeden Kunden, eine einfachere und übersichtlichere Angebotsstruktur, die Einführung eines Kundenbindungsprogramms, neue innovative Partnerschaften sowie exklusiven Content für Sky Kunden.

Über Sky Österreich:
Sky gehört in Österreich mit rund 400.000 Kunden und einem Jahresumsatz von über 170 Millionen Euro (Stand: März 2018) zu den erfolgreichsten privaten Fernseh-Unternehmen. Das Programmangebot besteht aus Live-Sport, Spielfilmen, Serien, Kinderprogrammen und Dokumentationen. Sky Österreich mit Sitz in Wien ist Teil von Europas führender Unterhaltungsgruppe Sky plc. 23 Millionen Kunden in sieben Ländern sehen die exklusiven Programme von Sky, wann immer und wo immer sie wollen.

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PIOTR BECZALA ALS LOHENGRIN: Erinnerung an seinen „Lohengrin“ in Dresden 2016

Klaus Billand hat die Vorstellung rezensiert. Hier sein Bericht:

ZUR REZENSION
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Dirigent Erich Binder dirigiert in Varna/Bulgarien DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

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Foto: Youtube (Faust an der Wiener Staatsoper)

Erich Binder dirigiert am 12. 7. Wagners „Der fliegende Holländer“ bei den Sommerfestspielen auf der Sommerbühne in Varna. Er ist erstmals in Varna mit dabei.

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Buchbesprechung: GERHARD BAUER – „HUCH, EIN KRITIKER!“

Renate Wagner hat das Buch gelesen und informiert:

Gerhard Bauer:
„HUCH, EIN KRITIKER!“
Leben und Lieben eines Wiener Journalisten in Köln
175 Seiten, August von Goethe Literaturverlag, 2018

Wer sein ganzes Leben lang geschrieben hat, tut sich schwer mit dem Aufhören. Gerhard Bauer, Jahrgang1940 aus Wien, der seinen Wohnsitz vor nicht weniger als 48 Jahren nach Köln verlegt hat, war sein Leben lang Kulturjournalist. Als solcher hat er etwas zu erzählen, und er tut es – damit der Ruhestand nicht ganz so ruhig ist – in dem Buch „Huch, ein Kritiker!“

Es ist amüsant für die Kenner der Wiener und der Kölner Szene, desgleichen für Opern- und Musikfreunde – und sehr für Journalistenkollegen, die angesichts seiner Erlebnisse nur verständnisinnig nicken können. Irgendwie scheint es in den Kulturredaktionen überall gleich zuzugehen, obwohl der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland für den in Köln „zugereisten“ Bauer ein Thema geblieben ist.

Man begegnet einer solchen Unmenge von bekannten Namen, dass man dem Buch eigentlich ein Personenregister wünschen würde. Man erfährt, dass er mit dem Nachbarskind, der Silvi, „geschwollenene“ Ausdrucksweise übte, weil sie Burgschauspielerin werden wollte. Und das ist Sylvia Lukan auch gelungen. Später erregt er sich über ein Schulsystem, das die Älteren noch erlebt haben – dass man sich im Gymnasium ab der 4. Klasse „entweder“ für das Fach Musik oder das Fach Kunst entscheiden musste, nicht beides lernen durfte, auch wenn man es gewollt hätte. (Hoffentlich ist das heute anders.) Man erfährt, wie er auf der Jesuitenwiese im Prater mit dem „Wunderkind“ Rudi Buchbinder Fußball spielte („Rudi, deine wertvollen Finger!“ riefen alle, wenn dieser wieder einmal ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Tor stürzte).

Man liest von seiner Leidenschaft für Musik von den frühesten Jahren an, wo sich am Stehplatz der Staatsoper die Anhänger von Elisabeth Schwarzkopf und Lisa della Casa (er war ganz auf die Letztere eingeschossen) regelrecht blutig prügelten. Außerdem betete er Giuseppe di Stefano an, bewunderte Anton Dermota und erzählt von Zeiten, wo die Wiener Stehplatzbesucher leidenschaftlich nichts anderes im Kopf hatten als ihre Sänger. Die Ludwig will die Carmen singen? Unmöglich!!!

Man erfährt von seinem Studium der Musikwissenschaft an der Wiener Universität und seinen äußerst berühmten, äußerst schrulligen Professoren. Er war 16 gewesen, als 1956 sein erster Artikel erschien, ein erfundenes Interview mit Mozart, zusammen gestellt aus dessen Briefstellen. Und er wieselte durch alle möglichen Wiener Redaktionen. Wenn er in der Arbeiter Zeitung unliebsam auffiel, was die erste Frage: „Wie lange ist er schon in der Partei?“

Vom „Hauptkampfplatz Wien“, wo er sich für alles qualifizierte (auch Leserbriefe fälschen – das ist eine beliebte Tätigkeit), kam er auf Empfehlung zum „Kölner Stadtanzeiger“, was seinen Wiener Freunden enorm imponierte. „AZ“-Urgestein Hans Heinz Hahnl  prophezeite ihm, er werde es „in Taitschland guad ham“, denn dort seien im Feuilleton alle Narren. Was nicht unrichtig sein mochte, leicht war es dennoch nicht immer.

Wie jeder Journalist hat er in Redaktionen alles erlebt, aber wenige Chefredakteure, die – wie er es bei Joachim Besser feststellte – Charakter, Bildung und Menschlichkeit mitbrachten. Weit eher dämmerte ihm die Einsicht, „dass nämlich die Hierarchie hoch über dem Sachverstand steht und dass es die Obrigkeit liebt, ihre Wissenslücken zum Maß aller Dinge zu machen.“ (Welcher Kollege wird ihm da nicht zustimmen?) Jedenfalls erzählt er so einiges aus den Redaktionen, was niemandem Ehre macht.

Bauer, die Musikkritiken schrieb, vor allem über Konzerte, auch über Oper, erregte sich mit pointierten Formulierungen Ärgernis, es regnete auch Beschwerden, einmal flog er beim „Kölner Stadtanzeiger“ auch raus und verbrachte ein angenehmes Jahr im kleinen Flensburg, bevor man ihn wieder holte, weil sein Nachfolger offenbar viel schlimmer war als er. Mittlerweile erfährt man auch, dass seine erste Ehe scheiterte, er die zweite Frau per Kontaktanzeigen suchte (da erlebt man auch einiges, etwa gleich zu Beginn die Forderung, die Dame habe Anrecht auf einen Orgasmus), bis der 1980 Ursula fand, bis heute die ideale Gefährtin seines Lebens, die mit ihm durch dick und dünn ging und geht und heute mit ihm den Ruhestand teilt. Sie hat ihn übrigens nicht nur alkoholisch „trocken gelegt“ (großes Erstaunen ringsum, wenn jemand nichts „trinkt“), sondern ihm auch die Zigaretten aus dem Mund genommen…

Bauer erzählt weiter aus der Zeitungswelt (viele Journalisten haben sich frühzeitig aus dem Job verabschiedet, als die Computer kamen, mit denen sie sich nicht auseinandersetzen wollten), von der absoluten Verschlechterung in der Zeitungsbranche („Wir müssen jetzt mit weniger Personal und geringerem Etat eine bessere Zeitung machen“), vom Wechsel in die Unsicherheit des „freien Mitarbeiters“, vor allem aber von der Veränderung im Kulturverständnis – auf den Kulturseiten übernahm die Popkultur die Vorherrschaft über die Hochkultur, Qualität war immer weniger gefragt, man berief sich auf ein Publikum, das sich für all das gar nicht mehr interessiere…

Und schließlich liest man über die Probleme des Berufs, über die Rücksichten, die dem Journalisten abverlangt werden, die Bestechungsversuche, die man an ihn heranträgt, bis der logische Entschluss nur darin bestehen kann, keinem Künstler zu nahe zu kommen, um keinerlei Zwängen zu unterliegen. „Ich nütze der Gesellschaft mehr, wenn ich sie eher meide als suche“, meint er. Was natürlich auch nicht immer gelingt – Bauer hat in seinen aktiven Jahrzehnten natürlich Gott und die Welt kennengelernt, und über die Verhältnisse gerade im Kölner Musikleben erfährt man viel. Auch, wie sich der „Kölner Stadtanzeiger“ an der Hetzjagd gegen Eric Uwe Laufenberg beteiligte, und wie man Beiträge von ihm, die das Thema ohne Sensations-Geschrei behandelten, dann einfach nicht druckte. Dann das wollte man in der Redaktion nicht lesen.

Äußerst witzig fallen Bauers Bemerkungen zum Aufkommen des Regietheaters aus, und er gibt die Mitschuld des Feuilletons zu, das sich nicht blamieren und Respekt vor den Einfällen der Regisseure haben wollte. Günter Krämer, über dessen „Rätsel“ er besonders witzelte (wieso fährt in „Hoffmanns Erzählungen“ auf der Bühne eine Straßenbahn durch Köln?), war da besonders ergiebig, das heißt, er verlangte dem journalistischen Einfallsreichtum einiges ab: Warum in der „Elektra“ ein Staubsauger herumliege? Nun…das ist ein Werk der Reinigung, der Entsühnung, und bekanntlich dient dieses Gerät ja dem Saubermachen. (Kein Wunder, dass Regisseure ihren „Ideen“ keine Grenzen setzen, wenn sie auf solche Interpreten hoffen können.) Und wenn in der „Salome“ am Ende alle tot waren, nur Salome nicht… logisch, sie ist das weibliche Prinzip, das ist als einziges unsterblich. Na eben.

Bauer erzählt auch von seinen Reisen, die nicht immer unkompliziert verliefen (nachdem er in Catania wüst zusammen geschlagen worden war, tröstete ihn der Orthopäde zuhause: „Glück gehabt, Sie hätten auch querschnittgelähmt sein können.“). Heute bleibt er meist daheim und hört klassische Musik. Derer wird man bekanntlich nie müde. Sein Rückblick erinnert wieder einmal daran, wie rasant und immer rasanter die Welt sich verändert hat.

Renate Wagner

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MÜNCHEN/ GÄRTNERPLATZTHEATER. Spielzeitpremiere am 19. Juli 2018: JESUS CHRIST SUPERSTAR


Copyright: Christian POGO Zach

Rockoper
Gesangstexte von Tim Rice
Musik von Andrew Lloyd Webber

Andrew Lloyd Webbers legendäre Rockoper JESUS CHRIST SUPERSTAR feiert am 19. Juli Spielzeitpremiere im Gärtnerplatztheater.

Mit »Jesus Christ Superstar« wagten sich der damals erst 22-jährige Andrew Lloyd Webber und sein Textdichter Tim Rice Anfang der 1970er-Jahre an ein geradezu revolutionäres Thema, dessen nachhaltiger Erfolg dem Duo schließlich zu seinem internationalen Durchbruch verhalf. Josef E. Köpplingers mitreißende Inszenierung kehrt auf den Spielplan des Gärtnerplatztheaters zurück.


Armin Kahl (Jesus von Nazareth). Copyright: Christian POGO Zach

JESUS CHRIST SUPERSTAR

Rockoper
Gesangstexte von Tim Rice

Musik von Andrew Lloyd Webber
In englischer Sprache
Altersempfehlung ab 11 Jahren

Spielzeitpremiere am 19. Juli 2018

Weitere Vorstellungen

Juli 20 / 21 / 24 / 25 / 26 / 27

 Musikalische Leitung   Jeff Frohner
Regie  Josef E. Köpplinger
Choreografie   Ricarda Regina Ludigkeit 
Bühne   Rainer Sinell         
Kostüme   Anja Lichtenegger        
Licht   Michael Heidinger    
Video   Meike Ebert, Raphael Kurig         
Choreinstudierung   Felix Meybier 
Dramaturgie   Daniel C. Schindler 

 Jesus von Nazareth   Armin Kahl  
Judas Ischariot   John Vooijs          
Maria Magdalena   Dionne Wudu   
Pontius Pilatus   Erwin Windegge
Herodes   Previn Moore      
Kaiphas   Levente Páll / Holger Ohlmann 
Annas   Juan Carlos Falcón          
Simon Zelotes   Maximilian Mayer 
Petrus   Benjamin Oeser    
Johannes / Soldat   Paul Morris      
Judas Thaddäus   Nicola Gravante
Jakobus der Jüngere   Samuel Tobias Klauser    
Bartholomäus   Christian Schleinzer         
Andreas   Joshua Edelsbacher      
Matthäus   Alexander Moitzi          
Jakobus der Ältere   Claus Opitz    
Philippus   Peter Neustifter 
Thomas   Connor Dowling 
Erster Priester  Dirk Lüdemann      
Zweiter Priester   Holger Ohlmann / Martin Hausberg    
Dritter Priester   Frank Berg
Soul-Girls   Katie Monks, Joana Henrique, Susanne Seimel     
Girls   Katharina Lochmann, Evita Komp, Leoni Kristin Oeffinger, Valerie Luksch, Stéphanie Signer, Lisandra Bardél       
Ein Soldat   Maximilian Berling      

 Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz


Bettina Mönch (Maria Magdalena. Copyright: Christian POGO Zach

 Preise 10 bis 70 Euro,

Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de
Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

Weitere Informationen finden Sie HIER,

HIER.

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BERLIN/ DEUTSCHE OPER: HÖHEPUNKTE IM SEPTEMBER 2018

Auch in diesem Jahr ist das Orchester der Deutschen Oper Berlin Gast des Musikfests Berlin und stellt im Konzert am 5. September in der Philharmonie dem 3. Aufzug aus Richard Wagners SIEGFRIED zwei Werke von Bernd Alois Zimmermann zur Seite. Die 1970 entstandene Orchesterskizze „Stille und Umkehr“ gilt als sein Vermächtnis, das nur zwei Jahre zuvor entstandene „Photoptosis“ für großes Orchester ist eines der Meisterwerke seiner späten Schaffensphase. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles singen im 3. Aufzug des SIEGFRIED Simon O’Neill die Titelpartie, Michael Volle den Wanderer, Allison Oakes Brünhilde und Judit Kutasi Erda.

Zurück im Spielplan: Berlioz ROMEO UND JULIETTE in der Regie von Sasha Waltz – mit Stars des Pariser Nationalballetts

 Shakespeares Geschichte der unglücklich Liebenden, deren Familien verfeindet sind und deren Tod erst Einsicht und Versöhnung bringt, inspiriert bis heute Künstler aller Sparten, ihre eigene Sichtweise der Tragödie zu schaffen. Mit seiner „Dramatischen Sinfonie“ ROMEO ET JULIETTE komponierte Berlioz eine Gattungsgrenzen überschreitende Form: Sie besteht sowohl aus Instrumentalsätzen als auch Gesangspartien für drei Solisten und zwei große Chöre. Sasha Waltz choreographierte die dunkle Liebesgeschichte kraftvoll, dynamisch und zart zugleich: mit verspielt-leichten, eindringlichen Duetten und Soli bis zu groß angelegten Tableaus.

ROMEO UND JULIETTE, erarbeitet 2007 für die Opéra national de Paris, war die erste Arbeit von Sasha Waltz mit einem großen klassischen Ballett- ensemble. Jetzt kehrt die Inszenierung zurück auf den Spielplan – und das Publikum kann sich auf eine ganz besondere Besetzung freuen: In den Hauptrollen sind neben den Tänzerinnen und Tänzern von Sasha Waltz & Guests die Étoiles des Ballet de l’Opéra national de Paris, Ludmila Pagliero (Juliette) und Germain Louvet (Roméo) sowie der erste Solist Alessio Carbone (Frère Laurent) zu sehen. Es singen Ronnita Miller (Mezzosopran), Thomas Blondelle (Tenor) und Byung Gil Kim (Bass)  – am 6., 7., 9. und 10. September.

Rollendebüts: Elena Tsallagova und Matthew Newlin in LA TRAVIATA

Als Corinna in Rossinis IL VIAGGIO A REIMS hat Elena Tsallagova im Juni bei Publikum und Presse einen herausragenden Erfolg feiern können, aber auch als Berthe in Meyerbeers LE PROPHETE wird sie jedem Zuschauer unvergessen bleiben. Zu Beginn der Saison 2018/19 erwarten wir gespannt ihr Rollendebüt als Violetta Valéry: am 30. August an der Seite von Pavol Breslik und Markus Brück, am 13. 21. und 27. September mit Dong-Hwan Lee als Gorgio Germont und Matthew Newlin als Alfredo, der ebenfalls in der Partie debütiert. Zuletzt feierte Newlin als Tom Rakewell in RAKE’S PROGRESS am Theater Basel einen großen Erfolg, aber in Berlin wird er u. a. für seinen Don Ottavio (DON GIOVANNI), Ferrando (COSI FAN TUTTE) und Gottesnarren (BORIS GODUNOW) sehr geschätzt.

Besetzungs-Highlights: NABUCCO, TRISTAN UND ISOLDE und TOSCA

Georges Petean ist der Nabucco in den Vorstellungen am 8., 12. und 14. September, nachdem er im Rahmen der Verdi-Tagen für seine Auftritte als Graf Luna (IL TROVATORE) viel Beifall erhalten hat. Gefeiert an den großen Häusern der Welt, freuen wir uns auf seine Interpretation des Nabucco an der Seite von Anna Pirozzi als Abigaille und Roberto Tagliavini als Zaccaria.

Und Graham Vicks streitbare Inszenierung von TRISTAN UND ISOLDE steht mit Peter Seiffert (dem Premieren-Tristan) und Ricarda Merbeth in den Titelpartien wieder am 23. und 29. September sowie am 3. Oktober auf dem Spielplan, am Pult Donald Runnicles.

Mit Anja Harteros, Marcelo Álvarez und Erwin Schrott freuen wir uns, unserem Publikum am 30. September und 4. Oktober eine herausragende TOSCA-Besetzung anbieten zu können.

Ab dem Saisonbeginn 2018/19 werden die Begleitkarten zu Ihren Pressekarten 15€ (statt der bisher geltenden 13€) kosten. Damit gilt stiftungsweit derselbe Preis für die drei Opernhäuser und das Staatsballett Berlin. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis!

Vom 9. Juli bis 22. August ist die Deutsche Oper Berlin in Theaterferien.

Direkt zum Saisonstart gastiert das Orchester der Deutschen Oper Berlin am 25. August beim Ravello Festivals 2018 und präsentiert unter Leitung von Donald Runnicles ein Programm mit Ausschnitten aus TANNHÄUSER, LOHENGRIN, TRISTAN UND ISOLDE sowie den Wesendonck-Liedern.

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DER SPUK IST VORÜBER, RUSSLANDS STADIEN SIND KEINE LIEGEWIESEN FÜR HERRN NEYMAR MEHR!

Brasilien ist aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden, Brasilo-Star Neymar kann in der Entscheidungswoche (Finale ist am Sonntag, 15.7.) an der Copa Cabana statt in den russischen Stadien liegen!

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