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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 7. FEBRUAR 2021)

07.02.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 7. FEBRUAR 2021)

 

WIEN/ STAATSOPER: HEUTE STREAM (weltweit kostenlos) LE NOZZE DI FIGARO  (19 h)

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Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Auf play.wiener-staatsoper.at wird Le nozze di Figaro am 7. Februar gezeigt und am 11. Februar wiederholt, Beginn ist jeweils 19.00 Uhr.  Auch über myfidelio.at wird die Produktion am 7. Februar um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Ihre Rollendebüts an der Wiener Staatsoper geben Andrè Schuen, der im Oktober mit der Titelpartie von Eugen Onegin sein erfolgreiches Staatsopern-Debüt feierte, als Graf Almaviva und Federica Lombardi, die erstmals die Gräfin Almaviva am Haus singt. Als Susanna und Figaro sind die britische Sopranistin Louise Alder und der französisch-kanadische Bassbariton Philippe Sly erstmals im Haus am Ring zu erleben. Staatsopern-Ensemblesängerin Virginie Verrez singt den Cherubino.

Mit dieser jungen und international aufstrebenden Sängergeneration greifen Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic und Musikdirektor Philippe Jordan die Idee eines weltweit ausstrahlenden Wiener Mozart-Ensembles in einer neuen Form auf. Wie Philippe Jordan erläutert, soll dafür durch ein regelmäßiges Zusammenkommen ausgewählter Künstlerinnen und Künstler an der Verwirklichung einer einheitlichen stilistischen Sprache gearbeitet werden.

Alle Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

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Federica Lombardi (Gräfin), Virginie Verrez (Cherubino). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Falls Sie sich bereits registriert haben, können Sie sich hier play.wiener-staatsoper.at/login zum Streaming einloggen. Falls nicht, können Sie sich hier registrieren: play.wiener-staatsoper.at/registerHier finden Sie alle häufig gestellten Fragen zum Streaming. 

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Louise Alder (Susanna). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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DAS „VORGEPLÄNKEL“ ZUM NETREBKO-STREAM

Fritz Krammer zum „Vorgeplänkel: Vorgeplänkel link habe ich vorgestern gesehen, heute hat er an die 100.000 „Besucher“  genau 99.914.

Angenommen jeder von den Klickern würde ein MET stream ticket um USD 20,– kaufen wären das schlappe 2 Millionen Dollar!

MET Kino Übertragungen, populäre Titel, sollen weltweit bis zu 300.000 Kunden anziehen, wird bei den Streams nicht der Fall sein.

Irgendwo dazwischen wird der gestrige  Stream liegen, er wird aber zusätzlich noch Werbe Faktor für Stadt Wien, Hofburg, Lipizzaner,  Wien in diesen Zeiten ohne Touristen! Ich vermute die Kosten für heute werden bei der MET liegen, aber man sollte 2021 die sozialen Medien nicht kleinreden.

Da Kulturelles kaum mehr „ live“ ist muss es eine Generalprobe geben, war zuletzt in Wuppertal MET Radvanovsky/Beczala auch so. Vorgeplänkel wird Generalprobe, dazu kam noch ein online „talk“ Gelb – Netrebko, ein gut besuchter Pressetermin in der Hofburg, mit den Pferden und der Lipizzaner-Chefin.
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WIENER STAATSOPER „CARMEN“ WIRD EIFRIGST GEPROBT

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Musikverein Graz/ Stream-Premiere

Die Grazer Philharmoniker spielen unter der Leitung von Milan Turković Strauss‘ Bläserserenade und Mozarts Gran Partita

https://youtu.be/06bdxclWsEw (Konzertstream)

https://tvthek.orf.at/profile/Steiermark-heute/70020/Steiermark-heute/14081098/Grazer-Philharmoniker-Konzert-im-Internet/14852826 (ORF Bericht “Making of”)

Betreff: >STREAM aus dem Musikverein Graz<

Es ist mir eine Freude, unseren neuen Stream aus dem Musikverein anzukündigen, der am 26.1.2021 in unserem Kammermusiksaal aufgezeichnet wurde. In Kooperation mit dem ORF wurden die von Milan Turkovic dirigierten, selten zu hörenden Bläserserenaden von Richard Strauss und W.A. Mozart (Gran Partita) aufgenommen. Ausführende waren die Bläser der Grazer Philharmoniker.

Die Produktion ist hier anzusehen: https://youtu.be/06bdxclWsEw

Ich darf auch auf unsere brandaktuelle Mediathek verweisen, wo aktuelle Streams und interessante Filme abrufbar sind, u.a. das sehr schöne Orchesterkonzert mit Oksana Lyniv vom 2.11.2020 oder unsere Dokumentation TAKTE TÖNE MEISTERWERKE für ORF III.

https://www.musikverein-graz.at/mediathek/

Als nächste Online-Produktion wird die bereits 2 Mal verschobene szenische Aufführung von Mozarts Don Giovanni in Kooperation mit der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (Prof. Werba) in den Tagen 22.-24.2.2021 im Stefaniensaal aufgezeichnet und dann als Stream und später auf ORF III gezeigt. Die „live-Version“ wird dann am 17.September 2021 bei uns nachgeholt. Im Umfeld der Aufzeichnung wird es auch ein Pressegespräch geben.

Beste Grüße – in schwierigen, aber dennoch sehr produktiven Zeiten!

Dr. Michael Nemeth

Generalsekretär Musikverein für Steiermark

 

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Online-Spielplan der Komischen Oper Berlin: Ein Wiedersehen mit Korngolds »Die tote Stadt« / ab 28.2.

KOMISCHE OPER BERLIN: Ab 28. Februar 2021, 19 Uhr, als Stream-on-Demand!
Korngolds
Die tote Stadt – »Herrlich rauschhafte Musik, zurecht wiederentdeckt.« [kulturzeit]

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Sarah Jakubiak, Ales Briscein. Fito: Iko Freese/ drama-berlin.de

Nach dem Tod seiner Frau Marie hat sich Paul vollkommen in seine »Kirche des Gewesenen« zurückgezogen. Abgeschottet nach außen lebt er einzig der Erinnerung an die Verstorbene, als eines Tages die Tänzerin Marietta auftaucht, die Marie zum Verwechseln ähnlich sieht. Er verliebt sich in sie und will doch letztlich nur die verlorene Tote wieder zum Leben erwecken. Immer mehr verstrickt sich Paul in seiner besessenen Liebe, bis es zur Katastrophe kommt. Oder war alles nur ein Traum? Ein Streich des Unbewussten? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod der geliebten Frau?

Erich Wolfgang Korngold, der sich vor fast genau 100 Jahren mit seinem ersten abendfüllenden Bühnenwerk die Opernwelt eroberte, zählte zeitweilig neben Richard Strauss zu den meistgespielten Komponisten auf deutschsprachigen Bühnen, ehe die Nationalsozialisten seiner Opernkarriere ein jähes Ende setzten. In den letzten Jahrzehnten erfährt Korngolds Werk endlich die ihm gebührende Renaissance. In den Hauptrollen des Premieren-Streams von 2018 sind die Amerikanerin Sara Jakubiak, deren »kraftvoll-güldener Sopran« die Frankfurter Allgemeine Zeitung bestaunte, und Aleš Briscein, am Haus zuletzt als Lenski in Jewgeni Onegin gefeiert, zu erleben. Der kanadische Starregisseur Robert Carsen zeichnet für die Inszenierung, Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis für die musikalische Leitung verantwortlich.

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Foto: Iko Freese/ drame-berlin.de

Der Stream-on-Demand ist bis 28. März 2021, 12 Uhr verfügbar!

»Für Carsen ist das tote Brügge überall. Der Regisseur entwirft eine Seelenlandschaft, die auch den heutigen Zuschauer im Innersten trifft.« [Märkische Oderzeitung]

Erich Wolfgang Korngold
DIE TOTE STADT
Oper in drei Bildern [1920]
Libretto von Paul Schott nach dem Roman Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach

Musikalische Leitung: Ainārs Rubiķis

Inszenierung: Robert Carsen

Mit:
Aleš Briscein
(Paul), Sara Jakubiak (Marietta/Erscheinung Mariens), Günter Papendell (Frank, Pauls Freund/Fritz, der Pierrot), Maria Fiselier (Brigitta, Pauls Haushälterin), Georgina Melville (Juliette, Tänzerin), Marta Mika (Lucienne), Adrian Strooper (Victorin, der Regisseur), Ivan Turšić (Graf Albert), Chorsolisten und Kinderchor sowie Orchester der Komischen Oper Berlin, Tanzensemble u. a.

Weitere Informationen und Fotos zum Download

Kartenvorverkauf und Service

www.komische-oper-berlin.de

oder (030) 47 99 74 00

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fitz Krammer

München:  Freischütz Proben. Die Produktion soll am 13.2.2021 Premiere haben

Freiz
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Die unvergessene Giulietta Simionato und 45 Sekunden mit ihrer Erklärung, woher sie die Stimme holte.

Sim

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Zum 90. Geburtstag: Das Burgtheater-Ensemble feiert Thomas Bernhard

Heuer wäre Thomas Bernhard 90 Jahre alt geworden und das Burgtheater hätte diesen Geburtstag mit einer Neuinszenierung von Bernhards DIE JAGDGESELLSCHAFT in der Regie von Lucia Bihler im Akademietheater begangen. Nun feiert das Burgtheaterensemble dieses Jubiläum mit einem Online-Geburtstags-Special vom 9. bis 17. Februar.

Lesungen mit dem Burgtheater-Ensemble
Ab dem 9. Februar gehen täglich Lesungen (als Audio-Spur) verschiedenster Texte von und über Thomas Bernhard auf der Website des Burgtheaters und auf dem YouTube-Kanal online – gelesen von Ensemblemitgliedern des Burgtheaters.

Den Beginn machen, an Bernhards Geburtstag am 9.2., gleich zwei Lesungen:
JUNGE KÖPFE mit Alexandra Henkel sowie DER WALD IST GROSS, DIE FINSTERNIS AUCH. EIN INTERVIEW VON ANDRÉ MÜLLER gelesen von Norman Hacker und Dietmar König. Es folgen Lesungen mit Markus Hering (10.2.), Markus Meyer (11.2.), Daniel Jesch (12.2.), Martin Schwab (13.2.), Katharina Pichler (14.2.) und Maria Happel (15.2.).

Am 16. Februar geht ein Live-Mitschnitt der Festvorstellung zum 70. Geburtstag von Ignaz Kirchner (aufgenommen am 17. Oktober 2016) ebenfalls als Audio-Spur online: Ignaz Kirchner liest hier aus MINETTI, DIE MACHT DER GEWOHNHEIT, DER THEATERMACHER und DER STIMMENIMMITATOR.

Ein Premierendatum für die Inszenierung DIE JAGDGESELLSCHAFT (mit u. a. Maria Happel als Generalin, Martin Schwab als General und Markus Scheumann als Schriftsteller) in der Regie von Lucia Bihler im Akademietheater kann derzeit noch nicht benannt werden. Die Inszenierung ist bereits bis zur Generalprobe erarbeitet, einzelne Szenen daraus werden im PROBENEINBLICK, am 17. Februar zur (Online-)Premiere kommen.

In diesem PROBENEINBLICK findet sich ebenfalls ein Gespräch zwischen dem Dramaturgen Alexander Kerlin und dem österreichischen Literaturwissenschaftler Mag. Dr. Bernhard Fetz, der seit 2009 auch Direktor des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek ist. Die beiden sprechen über den „Rollenspieler“ Thomas Bernhard, seine Sammelleidenschaften und wie er sein
Leben in der Kunst verarbeitet hat.

Thomas Bernhard: Zum 90. Geburtstag
DIE JAGDGESELLSCHAFT, SELBSTAUSKUNFT und IN ÖSTERREICH HAT SICH NICHTS GEÄNDERT. TIRADEN sind die drei Themenblöcke, die ab dem 9. Februar auf der Website des Burgtheaters zu finden sind. Ebenfalls ab dem 9. Februar gehen hier täglich die genannten Lesungen des Ensembles online. Es finden sich dort ebenso Videos aus der Reihe #MyHomeIsMyBurgtheater (Bernhard-Texte gelesen von Martin Schwab und Paul Wolff-Plottegg) sowie Fotos aus der noch auf die Premiere wartenden Inszenierung DIE
JAGDGESELLSCHAFT sowie ein Portrait über Martin Schwab.

Das Programm im Überblick
Am 9. Februar
„Der Wald ist groß, die Finsternis auch.“ Interview von André Müller (1979)
Mit: Norman Hacker & Dietmar König
sowie
Thomas Bernhard, „Junge Köpfe“ (1959)
Mit: Alexandra Henkel
Am 10. Februar
Thomas Bernhard, „In Österreich hat sich nichts geändert“ (1969)
Mit: Markus Hering
Am 11. Februar
Thomas Bernhard, „Mein glückliches Österreich“ (1988)
Mit: Markus Meyer
Am 12. Februar
Thomas Bernhard, „Meine Existenz als Schriftsteller in Österreich“ (1980)
Mit: Daniel Jesch
Am 13. Februar
Thomas Bernhard, „Auslöschung“ (1986)
Mit: Martin Schwab
Am 14. Februar
Thomas Bernhard, „Die Kleinbürger auf der Heuchelleiter“ (1978)
Mit: Katharina Pichler
Am 15. Februar
Thomas Bernhard, „Midland in Stilfs“ (1971)
Mit: Maria Happel
Am 16. Februar
Livemitschnitt der Festvorstellung zum 70. Geburtstag von Ignaz Kirchner (17. Oktober 2016): Ignaz Kirchner liest aus „Minetti“, „Die Macht der Gewohnheit“, „Der Theatermacher“ und „Der Stimmenimitator

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Tim Theo Tinn‘s Einlassungen: Plädoyer zur Kraft surrealer Inszenierungen“ Teil 7

„Anton aus Tirol-Syndrom“ + „Kindermärchen“

Allegorien zu KZ-Morden, sonstigen real gewordenen Dystopien (Anti-Utopien)! „Dutzendmenschen jeder Sorte treiben mit mir ihren Spaß und bilden sich darauf noch etwas ein!“

 „Phantasmen möglicher Zukunft oder tagesaktueller Morast“?

Turn1
J.M.W. Turner: „Licht und Farbe – Der Morgen nach der Sintflut“

TTT‘s Musiktheaterverständnis ist subjektiv davon geprägt, keine Reduktion auf heutige Konsens- Realitäten, Yellow-Press (Revolverpresse), Trash–Wirklichkeiten in Auflösung aller konkreten Umstände in Ort, Zeit und Handlung zuzulassen.

Bebilderung und Reproduktion heutigen Alltags gem. Konsenswelt erscheint blödsinnig. So kann Theater keine Initialzündung geben, da die alltägliche Konsenswelt hinreichend bekannt ist und Inszenierungen sich so im alltäglichen Morast bewegen. Warum soll man sich im Theater mit einer unfertigen Welt im Alltagstrott beschäftigen, wenn doch die Möglichkeit zum Phantasma besteht. Theater nach TTT bedeutet Affekte und Assoziationen (nach Eisenstein). Es geht um Parallelwelten, die einen neuen Blick auf unserer Welt werfen, um visionäre Utopien, die über der alltäglichen Wirklichkeit stehen – also surreal (sur la réalité) sind und ästhetisch künstlerische Überhöhungen.

TTT’s Reihe Plädoyer zur Kraft surrealer, werkimmanenter Inszenierungen“ diskutiert dies.

Teil 5 und 6 befassen sich mit Bedeutungslosigkeiten im semantischen Anspruch und untergegangener Geltung als Gesamtkunstwerk.

Teil 7 wurde wieder eingestampft: Implikationen von Kunst, Kreativität, Kultur! Kultur ist keine Äquivalenz für Kunst oder Kreativität, impliziert diese bestenfalls! Missverständnisse + Selbstüberhöhungen in verwahrloster Subkultur!

 Dieser Exkurs befasste sich mit anmaßender Kausalität: Kultur sei immer Kunst, Kreativität. Musiktheater nimmt dies in Anspruch, mögliche immanente Subkultur dieses Genres wird ausgeblendet. Porno- und Bordellkultur dürften dann wohl nicht sein, die gibt es aber. Kultur und kultiviert sind äquivalent, eines bedingt das andere, Kultur und Kunst oder Theater nicht, „Bohnenstange“ und „Spargeltarzan“ auch.

Durch ständige Medien-Präsenz nerven Bankkaufmann und Tierarzt. In erstaunlicher Synchronität und Eigendynamik entwickelten sich neue Themen. Zunächst kam TTT‘s erstes Programmheft zu Tage, nach über 30 Jahren. Ein (s.u.) Kindermärchen (das im gesamten Netz nicht existiert) macht betroffen.

Zu Bankkaufmann und Tierarzt wurden unschöne Parallelen im Schlagertext „Anton aus Tirol“ erkannt. Aus diesen ideellen Ankern lassen sich nun bedrückende Parallelen zur Gegenwart im Theater und der Welt aufzeigen, im Pandemie-Brennglas eiternd vergrößert. 

 „Anton aus Tirol Syndrom (AaTS)“: Anton beweihräuchert sich als toll, schön, stark, wild, schlau und auch sonstig überlegen. So erleben wir nicht nur aktuell überschwappende Medienpräsenz der verblendet Selbstgerechten aus allen Teilen der Gesellschaft: Politik, Medizin, Wirtschaft, Theater usw. in anmaßenden Tatsachenbehauptungen, i. d. R. ohne Nachweis/faktischen Grundlegungen.

Auch weite Teile der gefälligkeitshuldigenden Presse befleißigen sich letztlich als Totengräber. Es gibt Theater, die Rezensenten domestizieren. Da werden genehme „AaTS“- Schreiber zu aktuell publikumsgesperrten Aufführungen eingeladen, wenn diese Folgschaften gewünschte Resultate liefern. Lobhudeleien verderben jede differenzierte Sichtung/Rezeption in der Werkgeschichte. Rezension muss Hygiene und Qualität von Darbietungen fördern. Wer aus Scheiße Butter machen will, kennt wohl nur Exkremente!

Charaktere wie Kirill Petrenko in Demut und übergroßer Kompetenz sind rar.

Bankkaufmann und Tierarzt: der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Kompetenzen eines ausgebildeten Bankkaufmanns, erkennbar auch in seiner Rhetorik. Die ist Ergebnis schnöder Verkaufsschulung für undurchsichtige Bankprodukte, indem Fragen nicht beantwortet werden, sondern zu Beliebigem führen. Spahn kommt aus einer Branche, die ungestraft als kriminell durchwirkt bezeichnet werden darf. TTT hat an solchen Manipulationstrainings in der Finanzbranche wiederholt teilgenommen. (z.B. heißt es: „hier fest draufdrücken, nicht: hier unterschreiben“!)

 RKI-Präsident Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist Tierarzt, also auch nicht kompetent für Covid 19 Pandemie. Da müsste z. B. TTT also Esel sein, um adäquate Ausbildung zu erkennen!

Beide maßen sich nahezu täglich die Deutungshoheit mit „AaTS“ aktueller Situation und Maßnahmen an, die, auf Kompetenzen bezogen, lediglich Meinungen und Ansichten sein können. Wieweit dies auf externe Fachleute bezogen sein könnte, erfährt man nicht. Sich fair als Moderator abzuwägender, übernommener Fakten zu outen unterbleibt. Wobei die medialen Fachleute auch nur irritieren.

„Heute so, Morgen so!“ auch ein Schlager, der die aktuellen Aussagen bebildert. Und die gesamte Politik europaweit? Da ist eine Horde aufgeschreckter Hühner noch konzilianter und einschätzbarer. TTT im April 2020 „Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen!  Es geht was um die Welt!“  Dies gilt auch heute unverändert und Sokrates‘s: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“ haben „AaT“–Symptomträger auch nicht drauf.

Erwähnt für menschenschädigendes „AaTS“ sei noch die aktuelle Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. TTT akzeptiert jeden Politiker, gleich welcher Couleur, die als intelligente (!) Demokraten erkennbar sind. Das ist der Präsidentin in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen. Ihre gesamte politische Vita liefert Zeugnis eingeschränkter intellektueller Kapazitäten. Sämtliche ministerialen Ämter hinterließ sie z. B. mit von Milliarden – Verlusten getränkten Blutspuren (z. B. Überholung Segelschiff Gorch Fock, über 1 Milliarde €). Trotz ihres Schlagersänger-Imageberaters trifft sie wesentliche Schuld am Pandemie-Impf-Fiasko. (WiWo 1.Febr. 2021: „Als die EU-Kommission in der Corona-Pandemie zum ersten Mal schlecht agierte, sorgte sich Ursula von der Leyen um die Farbe ihrer Jacketts.“) Juristisch ist dies übrigens als „Eventualvorsatz“ strafbar, wenn man Todesrisiken Anderer durch eigenes Tun billigend in Kauf nimmt. Das ist keine Fahrlässigkeit. Also akzeptiert die Dame Menschen ggf. zum Tod zu bringen.

Fazit: tatsächliche Kapazitäten zur Weltbefindlichkeit gibt es nicht, weltweit dilettiert man nicht nur in Führungsetagen. Resultat: Jeder muss nach seiner eigenen Genialität Wege gehen, die Lösungen bieten, natürlich in moderater Anpassung an schlüssig erscheinende Notwendigkeiten (Lockdown, weil es Covid 19 gibt, u.a.).

Was hat das nun mit Werkimmanenz im Theater zu tun? Da ist völlige Synchronizität mit gigantischem Selbstverständnis in massivstem „AaTS“.  Mit völlig verschlafener Erkenntnisfähigkeit trommelt man vorgestrig zur Rückkehr nach längst Vergangenem und wandelt nach wie vor auf desolaten Spuren. (s. z.B. diese Reihe!) Aber: „Tempi passati“, die Zeiten sind vorbei!

Aus dramaturgischem Intellekt gefallen, ignoriert man z. B. Appelle Falstaffs (Verdi/Boito) in aktueller Inszenierung und geht verkommene völlig werkfremde krumme triviale Wege. Jetzt wäre es sogar nötig und wichtig werkimmanente Inhalte zu berücksichtigen! Das vorherrschend seichte Regiepersonal hält z. B.  „Conditio Humana“ wohl ehr für „Fast Food“, ist leider nicht in der Lage universale Weisheiten überhaupt zu erkennen.

Hierzu TTT‘s Falstaff–Rezension („… diese Inszenierung ist dumme Nichtigkeit, Schnickschnack!“ https://onlinemerker.com/muenchen-bayerische-staatsoper-falstaff-verdi-neuproduktion-stream/)

vom Dez. 2020: jenseits intellektuell simpel strukturierter Zeitgenossen, also den Idioten dieser Welt, die uns allerorten begegnen und ärgern. „Dutzendmenschen jeder Sorte treiben mit mir ihren Spaß und bilden sich darauf noch etwas ein“. (sagt Falstaff, kennt also das „Anton aus Tirol Syndrom“!)

Sir John Falstaff weiß um die Täuschungen im Erdkreis, seine Regeln und Gesetze sind jenseits aller erdschweren Bedingungen in kosmischer aufrichtiger Wahrhaftigkeit.

Goethe dazu: „Es dreht sich um den geheimen Punkt, den noch kein Philosoph gesehen und bestimmt hat, in dem das Eigentümliche unseres Ichs, die prätendierte (auf etwas Anspruch erhebende)  Freiheit unsres Willens, mit dem notwendigen Gang des Ganzen zusammenstößt!“

In suizidaler Überheblichkeit werden diese Wahrhaftigkeiten dramaturgisch ignoriert statt Erkenntnisfähigkeit zu schärfen. Das ist Theater-Pandemie-Wirklichkeit! Theater unterschlagen universales relevantes Menschenwissen: „Condito humana“! Man konditioniert in Inszenierungen Rotznäsigkeit statt Werkimmanenz! (s. Fußnote)

Wozu sollen diese Milliarden–Gräber (BRD wohl 10 Milliarden p.a. mit Bauleistungen) noch gut sein (s.u. „Adorno“)?

Man hätte systemrelevant sein können, aber „wir sind so schön, toll, stark, wild, schlau, überhaupt überlegen!“, ist offensichtlich paranoider Selbstüberschätzung erlegen. Mit dieser Hybris schafft man sich ab.

Ein Kindermärchen:

 

Es war einmal ein Drache,
der hatt‘ ein großes Maul
und Zähne wie ein Tiger
und Hufe wie ein Gaul.

Er hatte immer Hunger
und fraß die ganze Stadt,
fraß Länder auf und Völker
und wurde doch nicht satt.

Er hat von früh bis abends
gefressen und geschmatzt,
doch bei dem letzten Bissen
ist er am End‘ zerplatzt.

 

Diese Allegorie ist universales Sinn- und Spiegelbild, korrespondiert mit „AaTS“. Einige Momente dazu:

– Da ist aktuell die Covid 19 Pandemie, die hoffentlich gebändigt, wohl niemals platzen kann.

-„AaTS“ Pandemie könnte durch verinnerlichte quantenenergetische Wahrheiten weichen (niemand lügt mehr!).

– Meinungsterror aus „AaTS“ geboren.

– Jede Form von totalitärem Machtanspruch.

– Rassismus – aktuell – nicht nur von sozialen Randgruppen – bei der neuen US-Vizepräsidentin: es ekelt,  daß ein attraktiver Mensch mit goldbronzenen Teint, weltweit medial als „Schwarze“ gebrandmarkt wird. Wann sind die Rassisten dieser Welt bereit Menschen als Menschen zu titulieren? Da gibt es auch zum Feminismus Analogien.  Goldbronzen ist Goldbronzen, niemals schwarz oder ist nachts kälter als draußen?

– Die „Super-Reichen“ haben ihr Vermögen um ½ Billion (500 Milliarden)  in der Pandemie, also in weniger als 12 Monaten, vermehrt, etc.

– Zu Domingo, Merker – Forum Dez. 2019: „… Fragwürdigkeit, mit der ein Mob auf Domingo losgeht: … Fiesling nach Mitternacht, Schuh- u. Peitschenfetischist, der zölibatären Frauen Gewalt antuen wollte mit Machtmissbrauch weit über Sex hinaus, völlige Vergesslichkeit, komplette Atemlosigkeit, keinerlei Bühnenpräsenz, usw. TTT : Schmierfink, Nähe zur Koprophilie (sexueller Lustgewinn durch menschlichen Kot), Hinterfragen der Behauptung einer 80jährigen homosexuellen Sängerin Domingo – Opfer zu sein, sowie deren  gesanglicher Weltklasse, wird als  „alte Lesbe, die nicht singen kann“ entstellt, usw. https://onlinemerker.com/forum/onlinemerker/ttt-fragen-ueber-fragen/

Das Gedicht ist von Friedrich Löhner-Beda, Librettist Lehars, wurde von TTT vor über 30 Jahren für ein Macbeth – Programmheft redigiert,  hat tragischsten Hintergrund, wurde wenige Wochen vor seiner Ermordung im KZ Ausschwitz 1942 geschrieben:

Erm          
Francisco de Goya,   Los desastres …  1863 (Katastrophen …) 

„Einer der Direktoren wies auf Dr. Löhner-Beda und sagte zu seinem SS-Begleiter: ‚Diese Judensau könnte auch rascher arbeiten.‘ Darauf bemerkte ein anderer I.G.-Direktor: ‚Wenn die nicht mehr arbeiten können, sollen sie in der Gaskammer verrecken.‘ Nachdem die Inspektion vorbei war, wurde Dr. Löhner-Beda aus dem Arbeitskommando geholt, geschlagen und mit Füßen getreten, daß er als Sterbender zu seinem Lagerfreund zurückkam und sein Leben in der I.G.-Fabrik Auschwitz beendete.“ (Eidesstattliche Aussage eines überlebenden Mithäftlings)
Im gleichen Jahr wurden Ehefrau, 13 und 14jährige Töchter im KZ Maly Trostinez umgebracht. Auch das ist „AaTS“. TTT’s Onkel Emil wurde im KZ Dachau umgebracht, Tante Ernie überlebte.

Auch so „großmäulige Drachen“ mit „AaTS“ sind Theater: in dieser Reihe wird die entwurzelte Inszenierungskultur und wachsende Bedeutungslosigkeit der Musiktheater im dramatischen Anspruch ausufernd erörtert. Eine weitere Perspektive öffnet Adorno (1903 – 69, Philosoph, Soziologe, Musikphilosoph):

„Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug“ von M. Horkheimer und T. W. Adorno  Verblendungszusammenhang,  … undemokratisch, … herrschaftsstabilisierender Moment der Kulturindustrie …auch immanent: Die Ablenkung der Menschen vom Wesentlichen (dem Kulturobjekt) hin zum Sekundären. Adorno/Horkheimer konstatieren, dass „anstelle des Genusses ein Dabeisein und Bescheid wissen“ tritt.

„Der Opernbesuch verkommt zum gesellschaftlichen Ereignis; der Tauschwert einer Premiere besteht in Sehen und Gesehen werden. … das Werk, die Oper ist nur noch Anlass eines Events.“ (Thomas Gebur)

Also Dabeisein und schwätzen und nicht der musikdramatische Impetus des Musiktheaters initiieren. Dass z. B. o. a. Falstaff-Zitat prägende Bedeutung haben könnte, Menschen Ideale aufzeigt, ist nicht mehr en vogue, das Event und in der Pause ein Canapé sind tatsächliche Motivatoren. Dramaturgische Autonomie in z. B. werkimmanenten surrealen Inszenierungen wird pervertiert (s. Fußnote).

Adorno: „Einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt wäre dies möglich, aber man könne nicht mehr, weil man nur noch denken wolle, was man wollen solle, und eben das würde als Freiheit empfunden.” Schnoddrige Inszenierungen tun ihr Übriges!
Was ohne „AaTS“ ernüchternd erscheint: Theater beklagen die mangelnde Fürsorge und Zuwendung ihrer Geldgeber. Politiker sind aber i.d.R. durchaus wahrnehmungsfähig.
TTT‘s Ausführungen in diesen 7 Plädoyers und weiteren Einlassungen befassen sich mit Auswüchsen und mangelnden Sinnhaftigkeiten gegenwärtiger Theaterarbeit, sind schlüssig. In erstaunlicher Wirkung gibt es geringe Resonanz relevanter Bereiche (wie auch, schließlich leidet man an pandemischem „AaTS“) aber immer wieder von Politikern, u. a. Ministerialdirigent postalisch.

Wie ist der Ablauf einer Trennung? Nach beglückendem Miteinander folgt Liebesentzug, Distanzierung. Erkennbar wird dies in derzeitigem Pandemie-Brennglas. Und wie reagieren die mglw. Betroffenen: „AaTS“! Da hört wohl keiner „die Nachtigall trapsen“!

Wirtschaftlich und künstlerische Gründe hat TTT bisher umfassend schlüssig dargelegt. (z. B. diese Reihe und https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-ttt-eroertert-wir-wissen-dass-es-dinge-gibt-die-wir-nicht-wissen-es-geht-was-um-die-welt/ )  Es sind Betrachtung überkandidelter Theaterkosten und  subkulturellem (Unter-Kultur) Inszenierungs-Niveau.

Weitere vorbereitete Themen (z.B. “Ist Musiktheater noch wert, was es kostet!“, „Technokraten statt Kreativität in Leitungsfunktionen“, „Suppenlöfflerkompetenzen“) sprengen den Rahmen dieser Veröffentlichung. Die Reihe wird fortgesetzt.

Tim Theo Tinn 2.Febr. 2021

TTT‘s Musiktheaterverständnis ist subjektiv davon geprägt keine Reduktion auf heutige Konsens- Realitäten, Yellow-Press (Revolverpresse) – Wirklichkeiten in Auflösung aller konkreten Umstände in Ort, Zeit und Handlung zuzulassen. Es geht um Parallelwelten, die einen neuen Blick auf unserer Welt werfen, um visionäre Utopien, die über der alltäglichen Wirklichkeit stehen – also surreal (sur la réalité) sind.

Profil: 1,5 Jahrzehnte Festengagement Regie, Dramaturgie, Gesang, Schauspiel, auch international. Dann wirtsch./jurist. Tätigkeit, nun freiberuflich: Publizist, Inszenierung/Regie, Dramaturgie etc. Kernkompetenz: Eingrenzung feinstofflicher Elemente aus Archaischem, Metaphysik, Quantentheorie u. Fraktalem (Diskurs Natur/Kultur= Gegebenes/Gemachtes) für theatrale Arbeit. (Metaphysik befragt sinnlich Erfahrbares als philosophische Grundlage schlüssiger Gedanken. Quantenphysik öffnet Fakten zur Funktion des Universums, auch zu bisher Unfassbarem aus feinstofflichem Raum. Glaube, Liebe, Hoffnung könnten definiert werden). TTT kann man engagieren.

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ORF  „IM ZENTRUM“: Corona-Krise und Koalitionskrach – Ist das Vertrauen verspielt?

 Am 7. Februar um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Der Lockdown wird am Montag für Handel, Dienstleistung und Schulen gelockert. Die Mutationen des Coronavirus halten aber vor allem das Bundesland Tirol in Atem. Hier wehrt man sich gegen eine mögliche Abschottung. Fachleute sind sich uneins. Gesundheitsminister Rudolf Anschober will am Sonntag gemeinsam mit Landeshauptmann Platter die weitere Vorgangsweise entscheiden. Mitten in der Pandemiekrise krachte es auch zwischen den Koalitionspartnern ÖVP und Grünen wegen der Abschiebung von Kindern und deren Familien. Wird der Ton zwischen den Regierungsparteien nun rauer? Und über all dem steht die Frage: Hat die Bevölkerung genügend Vertrauen in das Krisenmanagement der Politik? Werden die Einschränkungen weiter mitgetragen oder nimmt der Protest dagegen auch auf der Straße zu? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 7. Februar 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM:

Gaby Schwarz Klubobmann-Stellvertreterin und Gesundheitssprecherin, ÖVP

Stefan Kaineder Stv. Bundessprecher und Landesrat Oberösterreich, Die Grünen

Susanne Fürst Klubobmann-Stellvertreterin und Verfassungssprecherin, FPÖ

Konrad Paul Liessmann Philosoph

Kathrin Stainer-Hämmerle Politologin FH Kärnten
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