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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 6. SEPTEMBER 2020)

06.09.2020 | Aktuelles

INFOS DES TGES (SONNTAG, 6. SEPTEMBER 2020)

AUDIO  ZUM START DES NEUEN DIREKTORS

ZUM HÖRBERICHT

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NACHBESETZUNGEN / UMGANGSFORMEN

Nachbesetzungen / Umgangsformen

Ich bin kein Freund von Robert Meyer, nicht mehr, nachdem ich es die meiste Zeit meines Lebens war – ich schätzte ihn als besonderen Schauspieler, ich freute mich für ihn und mit ihm, als er Direktor der Volksoper wurde, ich kannte ihn ein wenig, wie man halt als Journalist en passant Künstler kennt, die man von Zeit zu Zeit interviewt. Dann habe ich mir seine und er hat sich meine Gunst zu hundert Prozent verscherzt, aber das ist Geschichte, die uns vermutlich beide längst nicht mehr interessiert.

Die Präambel nur, damit niemand meint, ich agiere – wie es in Wien so üblich ist, „über die Bande“ – in Meyers Sinn, wenn ich sage, dass ich das Verhalten von Staatssekretärin Andrea Mayer für ebenso unhöflich wie im Grunde unkorrekt halte. Einem Direktor, der sich um Vertragsverlängerung bewirbt, gleich unverblümt ins Gesicht zu sagen (und vielleicht noch stolz zu sein auf die „Offenheit“?), er solle sich schleichen (Wienerisch ausgedrückt), es will ihn eh keiner mehr – was sind das für Umgangsformen? Geht man so mit Menschen um, die ja doch etwas geleistet haben? Hoppala, wo samma denn? Was ist aus der Noblesse der Wiener Beamtenschaft geworden?

Selbst, wenn Frau Mayer in der Volksoper eine Veränderung wollte (ja, und viele – Kollege Schramm-Schiessl und ich sind nicht die einzigen, die an die Konzeptionen der Direktion Moser zurückdenken – sehen auch eine andere Volksoper, es sei denn, man bietet so Gelungenes wie „König Karotte“) – wer sagt denn der Frau Staatssekretärin, dass ein neues Konzept von Robert Meyer nicht eben diese Veränderung brächte (er ist ja auch nicht blöd)? Aber ihn gleich mit einem Tritt im A- hinaus zu befördern – die rot / grüne Kulturmischung, die Frau Mayer repräsentiert,  wird sich doch nicht die schlechten Gewohnheiten des „Danks des Hauses Habsburg“ angewöhnen (darauf war bekanntlich nicht zu zählen, Andreas Hofer hat es gewusst). Die Form könnte man doch wahren…

Dabei fällt mir ein, dass Josef Köpplinger, als wir anlässlich der „Dantons Tod“-Premiere mit einander sprachen, mir versicherte, nie, nie, nie würde er gegen seinen Freund Robert Meyer antreten. Wenn der aber nun keine Konkurrenz mehr ist – wie wär’s? Ein Besserer als Köpplinger fiele mir für die Volksoper im Moment nicht ein.

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Und noch eins. Jetzt hat doch tatsächlich das Kuratorium des Salzburger Festspielfonds die Funktion der Präsidentin oder des Präsidenten der Salzburger Festspiele öffentlich ausgeschrieben. Und das, obwohl Helga Rabl-Stadler ganz gern noch ein Jahr bleiben und dann 2021 „richtige“ Festspiele veranstalten will. Und das hat sie auch verdient.

Sie war mutig und unerschrocken, wo andere es sich gleich bequem gemacht haben – als Erster Roland Geyer, der sofort seine beiden nächsten Premieren gestrichen hat; dann das Burgenland, wo man das ganze Land still legte (und jeder weiß, was Mörbisch und St. Margarethen für die Region bedeuten, und auch die anderen Festspiele haben ihr Publikum und ihre Umwegrentabilität). Und von den Niederösterreichischen Festivals hat nur Michael Sturminger den Kopf nicht eingezogen und (sehr erfolgreich, wie versichert wird) in Perchtoldsdorf „Romeo und Julia“ zur Aufführung gebracht – alle anderen haben lieber verschoben…

Nichts dagegen zu sagen, da steckten sicher auch richtige Überlegungen dahinter, aber wenn jemand  wie Helga Rabl-Stadler dagegen aufstand und sicher mit unendlichem Aufwand an Arbeit, Kraft und Seelenstärke „100 Jahre Salzburg“ durchzog – dann kann man nicht warten, bis man die Nachfolge sucht?

„Ihr Vertrag läuft mit Jahresende aus und muss deshalb ausgeschrieben werden“, heißt es. Und das ist in Stein gemeißelt? Da gibt es keine Flexibilität? Keine Höflichkeit? Kein bisschen Gefühl für Anstand?

Österreichs Politiker zeichnen sich nicht eben aus – am wenigsten, wenn es um Kultur geht.

Renate Wagner
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

MOSKAU/ Bolschoi-Theater: DON CARLO. Das DON CARLO-TEAM IM BOLSCHOI

6./8./10. September 2020

ZU INSTRAGRAM mit weiterem Foto

Bühnenprobe. Nach dem Dresden-Stückwerk nun Elisabetta komplett!


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Graz/ Musikverein für Steiermark: Musikverein startet mit Diagonale-Eröffnungsfilm

Musikverein für Steiermark – Wikipedia

Der Grazer Musikverein startet am 8. September ausnahmsweise mit einem Film in die neue Saison: Präsentiert wird der Eröffnungsfilm der – abgesagten – Diagonale, „Der schönste Platz auf Erden“. Alle geplanten Konzerte können aber stattfinden.

https://steiermark.orf.at/stories/3065360/

Start des vorgesehenen Programms ist der 21. September. Alle Konzerte können durchgeführt werden

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BAYREUTH-BAROQUE: KARL DER KAHLE.


Max Emanuel Cencic (Anm.d.Redaktion: In dieser Maske hätte ich ihn nie erkannt). Foto: Falk von Traubenberg/Bayreuth-Baroque)


Max Emanuel Cencic, Franco Fagioli. Foto: Falk von Traubenberg/Bayreuth-Baroque)


Foto: Falk von Traubenberg/Bayreuth-Baroque)
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WIEN/ Klaviergalerie Kaiserstraße: TANNHÄUSER mit Erwin Stephan am Samstag, 12.9.2020 um 19 h
 

Zu diesem Event

180 Vorstellungen in 28 Inszenierungen weltweit hat Kammersänger Erwin Stephan die Rolle de Tannhäusers erfolgreich verkörpert Nun möchte er noch einmal für sein Publikum in einer konzertanten Aufführung in Wien seinen letzten Tannhäuser singen und zeigen, dass er immer noch diese schwere Partie singen kann .Gemeinsam gestaltet er mit seinen besten Sänger und Sängerinnen einen großen Querschnitt durch Richards Wagner Meisteroper  Tannhäuser !

Es singen Elisabeth Christina Diel Theobald, Venus Carmen Rodriguez, als besonderen Gast als Landgraf Ardalan Jabbari, Marin Althuis als Wolfram, Felix Schlegel als Walter, Nadine Schuster als Hirte und Moderation

Am Flügel Miyuki Schüssler

Karte:

1 x Ohne Sitzplatzzuweisung
25,00 €
Zwischensumme
25,00 €
Gebühren
2,75 €
 
Gesamt
 27,75 €

Veranstaltungsort

KLAVIERgalerie
 Kaiserstraße 10
1070 Wien

Karte anzeigen

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AUSSTELLUNG VHS ALT ERLAA AM KOMMENDEN FREITAG UND SAMSTAG

Vernissage Freitag, 11.9. um 19 h


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Diakonenweihe DDr. Johannes Kirchner

Sehr geehrte Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen!

Ich darf Sie sehr herzlich zu meiner Diakonenweihe am 26.September 2020 um 15.00 Uhr in den Stephansdom einladen. Drei Jahre Vorbereitung neigen sich dem Ende zu und, wenn es der liebe Gott nicht anders vorgesehen hat, sollte uns 13 Weihekandidaten auch das Coronavirus nicht mehr an diesem Ja zu seiner von Christus gestifteten Kirche hindern. Vielleicht kann gerade die derzeitige Unsicherheit, die unsere Zukunft überschattet, ein Auftrag für uns Diakone sein, uns den Sorgen und Ängsten der Menschen von heute zu stellen. In Ehe und Familie, in Kirche und Staat, in Beruf und Freizeit werden wir uns in großer Demut dem widmen, was Gott für uns vorbereitet hat. Gerade heute scheint unser Weg nicht klar vorgezeichnet. Doch ich nehme mir die Worte des Hl. Klemens Maria Hofbauer: „Nur Mut, Gott lenkt alles“ zu Herzen und hoffe, dass ich die Zeichen der Zeit richtig erkennen und vielen Menschen in der Begegnung mit Christus zur Seite stehen kann.

Leider wurde gerade vergangene Woche die immer im Anschluss an die Weihe vorgesehene Agape im erzbischöflichen Palais abgesagt. Deshalb lade ich Sie auch von ganzem Herzen zu meinem ersten diakonalen Dienst in unserer Marienpfarre am Tag darauf ein. In der Marienkirche in Wien 17, Clemens Hofbauerplatz, werde ich am 27. September gemeinsam mit einem zweiten neugeweihten Diakon um 18.30 meinen „Primiz“dienst verrichten. Bitte teilen Sie mir möglichst bald mit, ob Sie zur Weihe und /oder zur „Primiz“ kommen werden , damit ich mich schon jetzt auf Sie freuen kann.

Ihr Johannes Kirchner
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