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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 5. APRIL 2020)

05.04.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 5. APRIL 2020)

Corona-Chic

Darwins „Survival of the Fittest“ bedeutet nicht, wie oft fälschlich übersetzt, dass der Stärkste überlebt. Nein, es geht um den „Angepasstesten“. Und das war, seit es Menschen auf der Erde gibt, immer noch der Mensch. Als Spezies – und als Einzelperson – hat er immer Erstaunliches geleistet. An Anpassung.

Eine Katastrophe – das kommt nicht alle Tage. Man sieht es sich kurz an und hat schnell heraus, wie man sein Gejammere darüber zielgerecht umsetzen kann. Viele Gelder werden ausgeschüttet, also nichts wie ran. Auch Leute, die man a priori nicht zu den Armen zählen würde wie Ex-Außenministerin Karin Kneissl. Sie hat als Ministerin 7.600 Euro netto im Monat verdient, aber offenbar war das nicht genug, um etwas auf die hohe Kante zu legen. Die Hochzeit war teuer (zahlt das die Braut allein?), die Betreuung ihrer Tiere auch, das waren große Ausgaben, Grund genug, jetzt beim Härtefonds der Regierung einzukommen. Erstaunen, dass man abgelehnt wird. Wo doch in Österreich gleiches Recht für alle herrscht… Man erinnert sich: Das Ehepaar Wussow, damals von einer lukrativen TV-Serie zur nächsten eilend, ist auch um „Arbeitslose“ eingekommen, wenn man zufällig einmal einen Monat nichts zu tun hatte. Anpassung…

Natürlich gibt es Leute, die nicht nur in den Tag hinein leben, als gäbe es kein Morgen (wer hätte gedacht, das „Morgen“ könne je so aussehen wie unser Heute?), sondern sich längerfristig den Kopf zerbrechen. Do & Co-Chef Attila Doğudan etwa hat „immer sehr konservativ gewirtschaftet und Reserven angelegt“, wie er im „Trend“-Interview sagte. Das heißt, er hat die alte Bibel-Erkenntnis, dass auf fette Jahre unweigerlich auch magere Jahre folgen müssen, irgendwie verinnerlicht. (Wahrscheinlich stehen so kluge Dinge auch im Koran.) Und eine Fähigkeit, die unsere Eltern besaßen, müßte jetzt wieder aus der Vergessenheit hervor geholt werden. Den Gürtel enger schnallen, wenn es nicht anders geht.

Aber nein, so schlimm ist es ja nicht. Keinesfalls. Wenn ich im Internet lese, wo sich Leute in Not mit ihren Sorgen hinwenden können, blitzt seitlich die Werbung für tolle Uhren auf. Ich kann nicht anders, übermütig klicke ich eine an: Das gute Stück kostet 25.000 Euro. Es wird also eine Zukunft geben, wo das ein Thema ist – und nicht: Wie bringe ich meiner Oma Milch und Semmeln? Sondern: Kann ich mir dieses Stück Handschmuck leisten, um meine Mitwelt gebührend zu beeindrucken?

Was heißt Zukunft? Es herrscht Gegenwart, und an die passt man sich an. Es ist geradezu drollig zu lesen (und sich die Bilder anzusehen), wie schnell die großen Designer auf die neue „Mode“ der Atemschutzmasken reagiert haben! Da stellt schon jedes Modehaus, jeder kreative Kopf sein eigenes Modell vor, „Corona-Chic“ ist angesagt, wer hat den extravagantesten Mundschutz? Na ja, schützen soll er auch, aber das ist doch nicht nicht die Hauptsache!

Aber es gibt auch bereits Anweisungen, wie man die Maske, wenn man sie schon tragen muss, selbst nähen kann. Das ist dann ein unikates Original, das man sich für den Supermarkt umbindet, und man kann nur hoffen, dass die Mitmenschen aus mindestens einem Meter Entfernung das sehen, würdigen, bestaunen, denn wozu machte man sich sonst die Arbeit? Anpassung, wie gesagt – niemand kann es besser als der Mensch.

Überhaupt, sind das nicht interessante Zeiten? Noch nie haben so viele Leute ORF geguckt, weil sie wissen, es gibt immer irgendetwas Neues. Die ORF-Leute, teils in freiwilliger Isolation (das ist ein Abenteuer, über das man nicht nur in Twitter berichtet, sondern über das man sicher nachher ein Buch schreiben kann), wissen, dass sie dauernd irgendetwas bieten müssen, damit die Leute bei der Stange bleiben und nicht in der Corona-Verzweiflung erstarren, sondern in der Krise auch unterhalten werden. Ein bisserl geschreckt, ein bisserl beruhigt, wie es gerade opportun ist…

Da gibt es die schönen Worte: Der Herr Bundespräsident spricht vom „neuen Miteinander“, auch wenn nicht jeder viel davon bemerkt. Immer wieder erzählen uns Menschen, wie fabelhaft sie mit der Isolation umgehen, ja, es ist schön, wieder die Vögel zwitschern zu hören (es ist nur ein bisschen kitschig-billig, auf dieser Schiene zu fahren). Und dauernd liest uns ein Promi etwas vor. Oder sagt uns, wie es ihm geht.

Und die kostenlosen Streams überschütten uns. Wenn jemand wie ich, hoffnungslos theatersüchtig vermutlich bis zu seinem letzten Schnauferer, so durch die Münchner Kammerspiele, das Hamburger Thalia Theater oder die Berliner Schaubühne (mit ihren aktuellen Produktionen) zappt, stehen einem allerdings die Haare zu Berge bei dem, was heute Theater genannt wird. Na ja, ersetzt den Friseur…

Aber das betrifft den Durchschnitts-Corona-Betroffenen weniger (und betroffen sind ja auch jene, die es nicht haben). Aber ist es nicht langsam „chic“, die Welt wissen zu lassen: „Ich bin positiv!“ (Damit verkündet man ja nicht, wie einst bei AIDS, „Ich Trottel hatte ungeschützten Sex“.) Placido Domingo unterhält seine noch immer vorhandene Schar von Anhängern mit Bulletins zu seinem Gesundheitszustand. Und bitte, wenn der Fürst von Monaco, der englische Kronprinz und der österreichische Habsburg-Firmenchef „es“ haben, dann ist „Corona“ doch erstrebenswert, nicht? Wir wollen ja immer alles haben, was die Promis uns vorspielen. Und außerdem sagen alle, die es mit ein bisschen Husten hinter sich gebracht haben und nicht daran gestorben sind: So schlimm ist es ja nicht…

Es gibt ja auch Fachleute, die das sagen. O Gott, Fachleute. Frag einen und glaub ihm, aber frag nicht zwei oder drei und schau Dir keine Diskussion an, denn dann wirst Du wahnsinnig. Denn wie immer sind die Herren „Fachleute“ ganz verschiedener Meinung, und was, bitte, macht man dann? (Man glaubt natürlich, was man selber glauben will, aber das steht auf einem anderen Blatt…) Also, der eine sagt: Es ist wirklich schlimm, bleiben Sie zu Hause, nur so vermeidet man Ansteckung. Der andere sagt: Also, ja, es gibt Corona, aber daran sterben werden nur jene, die auf Grund ihres Alters ohnedies schon auf der Abschussliste stehen oder deren Vorerkrankung dafür sorgt, dass jeder Virus sie umwirft. Der nächste sagt: Tut Euch nichts an, lauft herum wie in Schweden, natürlich wird ein gewisser Prozentsatz sterben, aber sterben müssen wir alle, wozu die Aufregung, und der Rest infiziert sich durchgehend, und das nennt man dann „Herden-Immunität“… Und der arme Durchschnittsmensch sitzt vor dem Fernseher und weiß nicht, ob er lachen oder weinen soll. Zumal es weder ein verbürgtes Krankheitsbild gibt (offenbar hat jeder etwas anderes) noch die nötigen Medikamente…

Sind das nicht herrliche Zeiten, diese Corona-Zeiten, mit den chicen Gesichtsmasken, den dauernden Neuigkeiten, dem neuen Miteinander, den Verschwörungstheorien, den Katastrophen für Wirtschaft, Sport (Wimbledon abgesagt! Wer weiß, wann die Formel 1 wieder fährt!) und Kultur, es ist immer was los. Spannend. Toll. Weiter so!

Weiter so?

Renate Wagner

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Erweiterung des digitalen Angebotes: Das Burgtheater kommt in Ihr Wohnzimmer

Erweitertes Onlineangebot des Burgtheaters: Edition Burgtheater, #MyHomeIsMyBurgtheater, BURGTHEATERSTUDIO und, und, und, …

Das Burgtheater baut sein Onlineprogramm im digitalen Raum Schritt für Schritt weiter aus: Neben den täglichen Lesungen der Reihe #MyHomeIsMyBurgtheater, in der das Ensemble jeweils um 11 Uhr Eine Geschichte, die mich gerettet hat im Netz präsentiert, werden ab dem 10. April, Karfreitag, bis zum Ende der Corona-Maßnahmen aus der Edition Burgtheater und damit aus den letzten 60 Jahren Inszenierungen zu sehen sein. Die Lesung des Romans von Drago Jančars, Die Nacht als ich sie sah, geht am 5. April online und das BURGTHEATERSTUDIO hält jede Menge Angebote für Groß und Klein parat – zum Mitmachen, Nachmachen und (Vor-)Lesen. Beteiligt ist das Burgtheater-Ensemble ebenfalls an einem internationalen Projekt, das Geschichten aus Boccaccios Decamerone in verschiedenen Sprachen präsentiert – 100 Tage lang geht täglich um 9 Uhr eine neue Folge online.

Glaube und Heimat und Anatol – Die Edition Burgtheater kommt in Ihr Wohnzimmer

Den Auftakt aus der Reihe Edition Burgtheater machen Schönherrs Glaube und Heimat (2001) in einer Inszenierung von Martin Kušej am Karfreitag, 10. April, sowie Schnitzlers Anatol (1961) in der Regie von Ernst Lothar am Ostermontag, 13. April. Weitere Inszenierungen von Claus Peymann, Georg Schmiedleitner oder George Tabori werden folgen. Diese Aufzeichnungen werden jeweils am Freitag und am Montag ab 18 Uhr für 24 Stunden unter www.burgtheater.at abrufbar sein.

Die Nacht, als ich sie sah als Onlinelesung ab 5. April

Ab Sonntag, 5. April, um 18 Uhr werden die Ensemblemitglieder Roland Koch, Michael Maertens, Barbara Petritsch, Katharina Pichler und Branko Samarovski in einer digitalen Lesung von Drago Jančars Die Nacht, als ich sie sah auf www.burgtheater.at zu erleben sein. Vor knapp einer Woche war die Auszeichnung des Autors mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur verkündet worden. Der Text war als szenische Lesung bereits im Herbst im Akademietheater zu erleben.

Das Decamerone von Giovanni Boccaccio – 100 Tage, jeden Morgen um 9 Uhr

Der französische Theatermacher und Regisseur Sylvain Creuzevault hat Schauspieler*innen aus der ganzen Welt eingeladen, ob sie Novellen aus dem Decamerone von Boccaccio aufnehmen würden. In hundert Tagen entsteht so eine Serie von Hörspielminiaturen – auf Französisch, aber auch auf Deutsch, auf Englisch und in anderen Sprachen. Zwölf Schauspieler*innen des Burgtheater-Ensembles sind an der Aufnahme beteiligt. Texte eingelesen von Norman Hacker, Katharina Pichler und Markus Scheumann sind bereits zu hören. Weitere Informationen sowie die Links zu den jeweiligen Folgen finden Sie unter www.burgtheater.at. Es lesen aus dem Burgtheater-Ensemble: Elma Stefanía Ágústsdóttir, Mehmet Ateşçi, Bardo Böhlefeld, Norman Hacker, Maria Happel, Sabine Haupt, Mavie Hörbiger, Katharina Pichler, Felix Rech, Markus Scheumann, Florian Teichtmeister und Andrea Wenzl.

Online aktiv mit dem BURGTHEATERSTUDIO

Fortsetzen und weiter ausbauen wird auch das BURGTHEATERSTUDIO sein digitales Programm: Jeden Dienstag von 17 bis 18 Uhr ist das Publikum weiterhin eingeladen, online und live am Theater-WorkshopFormat Action teilzunehmen. Informationen zum Workshop und zur Anmeldung finden Sie auf unserer Website. Weitere Workshop-Angebote sind in Vorbereitung.

Theaterspiele für Daheim – und für die ganze Familie

Des Weiteren sind auf der Website des Burgtheaters ab sofort jeweils am Freitagnachmittag drei neue Anregungen zum Theaterspielen für zuhause zu finden (immer ab 15 Uhr) – Spiele, die die Kinder allein durchführen können und Spiele für die ganze Familie, die kaum oder keine Vorbereitungen benötigen und sich problemlos in der Wohnung realisieren lassen.

 Gute-Nacht-Geschichten aus dem Burgtheater für alle ab 6 Jahren

Ab Montag der kommenden Woche, 6. April, 17 Uhr, wird außerdem der Text zur Inszenierung Thomas und Tryggve (von Tove Appelgren, aus dem Finnlandschwedischen von Regine Elsässer, Theaterverlag Hofmann-Paul, Berlin) in einer eigens dafür bearbeiteten Fassung zum Vorlesen als Download zur Verfügung stehen. Das Team vom BURGTHEATERSTUDIO hat den Text zur Inszenierung aus dem Vestibül in 17 Kapitel unterteilt, ab dem 6. April geht jeden Tag um 17 Uhr ein neues Kapitel online.

Weitere Informationen zu den Onlineangeboten des Burgtheaters finden Sie unter www.burgtheater.at.

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Berlin/ Stream Sonntag 4.4. bis Montag 5.4. 12 h
Freie Liebe und Spießigkeit
Doris Dörrie inszenierte Mozarts „Così fan tutte“.
Vom 5. bis 6. April, 12 bis 12 Uhr, wird die Staatsoper Berlin ihre Erfolgsproduktion „Così fan tutte“ streamen, mit der Filmregisseurin Doris Dörrie erstmals an einem Opernhaus Regie führte. Während die meisten Feuilletonisten kein gutes Haar an dieser Version der Mozart-Oper ließen, wurde die Aufführung ein echter Kassenknüller. Ganz offensichtlich fand das Publikum Spaß daran, dass Dörrie die Oper aus dem Barock in die Zeit de „Flower Power“ verlegte und dabei von Daniel Barenboim und seiner Staatskapelle unterstützt wurde.
http://abendblatt-berlin.de/2020/04/04/freie-liebe-und-spiessigkeit/
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Novara: INTERNATIONALER DIRIGENTENWETTBEWERB „GUIDO CANTELLI“

Home - Premio Guido Cantelli
Guido Cantelli

Guido Cantelli wurde am 27. April 1920 in Novara geboren und studierte ab 1939 am Mailänder Konservatorium bei Antonino Votto (der auch Riccardo Mutis Lehrer war) Orchesterleitung. Nachdem er 1943 sein Diplom gemacht hatte, debütierte er mit „La Traviata“ am Teatro Coccia in seiner Heimatstadt. Dann wurde er zum Kriegsdienst einberufen und in der Nähe von Stettin in ein Arbeitslager gesteckt. Nach seiner Rückkehr nach Italien in einem Zustand schwerer Unterernährung in Bozen ins Krankenhaus gebracht, floh er von dort und schlug sich auf abenteuerlichen Wegen nach Novara durch, wo er – wie auch in Biella und Vercelli (gleichfalls im Piemont) – dirigierte. 1945 zog er nach Mailand, wo er am 27. Juli mit dem Orchester der Scala im Castello Sforzesco debütierte, wodurch es zu Engagements mit so bedeutenden Orchestern wie dem von Santa Cecilia in Rom, dem des Maggio Musicale in Florenz oder dem der RAI Turin kam. Sein erstes Scalakonzert fand am 21. Mai 1948 statt: Arturo Toscanini erkannte sofort das große Talent des jungen Mannes und wollte ihn auf dem Podium seines NBC Symphony Orchestra. Ab da entwickelte sich Cantellis Karriere blitzartig, und er nahm mit dem Londoner Philharmonia Orchestra, mit dem damals von Furtwängler bis Karajan alle bedeutenden Dirigenten arbeiteten, zahlreiche Einspielungen auf. Ab 1952 dirigierte er alle bedeutenden Orchester der USA und arbeitete mit Solisten wie Backhaus, Heifetz, Milstein, Serkin…

1956 leitete er die legendär gewordene Produktion von „Così fan tutte“ an der Piccola Scala (Schwarzkopf, Sciutti, Alva, Panerai) und wurde am 16. November des Jahres zum Musikdirektor der Scala ernannt. Am 17. dirigierte er das Orchester der Scala in einem Konzert in Novara, das sein letztes sein sollte, denn in den Morgenstunden des 23. November stürzte das Flugzeug, das ihn nach New York bringen sollte, in Paris Orly ab. Während der Begräbnisfeierlichkeiten spielte „sein“ Orchesters das Largo aus Händels „Xerxes“ vor einem leeren Podium…

Um dem so jung und tragisch verstorbenen Künstler, der mit knapp 36 Jahren schon einer der bedeutendsten Dirigenten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war und von Toscanini als sein wahrer Erbe angesehen wurde, ein Denkmal zu setzen, wurde 1961 vom Tourismusverband Novara der internationale Dirigentenwettbewerb „Guido Cantelli“ ausgeschrieben. Bis 1980 fand er alle zwei Jahre statt und brachte später so erfolgreiche Sieger wie Eliahu Inbal (1963), Riccardo Muti (1967), Ádám Fischer und Lothar Zagrosek (ex aequo 1973), Hubert Soudant (1975) und Donato Renzetti (1980) hervor.  Dann war der Bewerb für 40 Jahre sanft entschlafen, aber heuer wird er zum 100. Geburtstag Cantellis von Novara in Koproduktion mit dem Teatro Regio in Turin wieder aufgenommen. Warner Classics bringt dazu am 27. März in einem Schuber mit 10 CDs, ergänzt durch Interviews mit Musikern, die mit ihm gearbeitet haben, alle Einspielungen Cantellis heraus, die von den originalen Langspielplatten remasterd wurden.

Anmeldungen für Dirigenten jeglicher Nation im Alter von 18-35 Jahren vom 1. März bis 30. April 2020. Die Vorauswahl findet durch die Dirigenten Matteo Beltrami (Musikdirektor des Teatro Coccia), Jordi Bernàcer und Antonino Fogliani (Musikdirektor Festival Rossini Wildbad und Erster Gastdirigent Deutsche Oper am Rhein) auf Grund von eingesandten Curricula und Videos statt. Das Ergebnis wird am 17. Juni verlautbart.

Die Viertel- und Halbfinale finden vom 9. bis 12. September bei den Proben in Turin mit dem Orchester des Teatro Regio vor einer unter dem Vorsitz von Donato Renzetti (dem letzten Preisträger) stehenden Jury statt. Diese besteht neben den schon erwähnten Beltrami, Bernàcer, Fogliani aus Gabriel Chmura (künstlerischer Leiter der Oper in Posen und Erster Gastdirigent der Philharmonie Krakau), Nazzareno Carusi (Pianist), José Luis Gómez (Musikdirektor des Symphonieorchesters Tucson), Sebastian F. Schwarz (Intendant und künstlerischer Leiter des Teatro Regio Turin), Didier de Cottignies (künstlerischer Leiter der Philharmoniker Monte-Carlo ), Christoph Becher (Intendant des RSO Wien) und Sophie de Lint (Intendantin der Nationaloper Amsterdam).

Am 13. September wird der/die Preisträger/in beim Finale in Novara ermittelt. Die Konkurrenten interpretieren dabei das Programm, das Cantelli in seinem letzten Konzert leitete: Die Symphonie Nr. 1 von Johannes Brahms, La Valse von Maurice Ravel und Don Juan von Richard Strauss.

Die Siegesprämie beträgt € 12.000, ergänzt durch Verträge für bedeutende internationale Orchester. Der Preis der Kritik, verliehen von 5 wichtigen italienischen Musikkritikern, beträgt € 3.000; dazu kommen der vom Konservatorium „Guido Cantelli“ Novara ausgelobte Preis von € 2.000 und ein Preis von 1.000 Euro, den junge Studierende dem Dirigenten verleihen, der sie durch sein Auftreten am meisten überzeugt hat.

Steht zu hoffen, dass diese Wiederaufnahme nach 40 Jahren eines bedeutenden Wettbewerbs einen/eine Sieger/in hervorbringt, der/die in die Fußstapfen seiner/ihrer Vorgänger zu treten vermag.

 Eva Pleus

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Kiri de Kanawa konnte aus ihrer Heimat Neuseeland nicht mehr nach England ausfliegen

ZU INSTAGRAM mit Video

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Der Vater Giuseppe Filianoti hatte eine kurze Sänger-Karriere. Aber er hat einen talentierten Sohn

ZU FACEBOOK
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Offener Brief an die Kanzlerin von Prof. Bhakdi – ein Fachmann mit Verantwortungsbewußtsein – zwar etwas pastoral, aber fürs norme Volk sehr gut gemacht

Interessant ist doch die Tatsache, daß z.B. offiziell in Österreich der ORF keinerlei Meinung alternativ der von der Politik vorgegebenen Meinung veröffentlicht werden darf.

In Deutschland ist das nicht nötig….

ZUM VIDEO

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Kunstmeile Krems digital zuhause erleben

Artothek Niederösterreich als Impulsgeber für die Wohnungsgestaltung

#closedbutactive

 Krems, 03.04.2020. – Entsprechend dem Erlass der Österreichischen Bundesregierung bleiben die Institutionen der Kunstmeile Krems Betriebs GmbH, eines Tochterbetriebs der NÖ Kulturwirtschaft GesmbH, als Schutzmaßnahme zur Eindämmung des Coronavirus bis auf weiteres geschlossen. Die Schließung umfasst die Kunsthalle Krems, das Karikaturmuseum Krems, die Landesgalerie Niederösterreich, das Forum Frohner und die Artothek Niederösterreich. Mit einem umfangreichen digitalen Angebot öffnen die Museen aber weiterhin Türen zu Kunst und Kultur.

Landesgalerie Niederösterreich

Durch Videobeiträge erfahren Interessierte spannende Details zur kühnen Architektur und Entstehung der Landesgalerie Niederösterreich.

Am 27. März hätte die Schau „Schiele – Rainer- Kokoschka. Der Welt (m)eine Ordnung geben“ zur beeindruckenden Sammlung von Ernst Ploil eröffnet werden sollen. Kunstsammler Ploil macht in drei Video-Interviews neugierig auf seine Kunstschätze. Das Aufspüren von Gemeinsamkeiten, aber auch die Beschäftigung mit dem Gegensätzlichen und die Suche nach einem Verständnis der einzelnen Kunstwerke sind der Motor seiner Sammeltätigkeit.

In zwei weiteren Videos geben Direktor Christian Bauer und Kurator Günther Oberhollenzer Einblick in die Ausstellungen „Sehnsuchtsräume“ und „Ich bin alles zugleich“.

Inspirierende Gedanken zum Thema „Selbstdarstellung“ kommen von der Schriftstellerin Jaqueline Scheiber alias Minusgold.

https://www.lgnoe.at/de/digitalesmuseum

Kunsthalle Krems

Leider konnte auch die in der Kunsthalle Krems fertig aufgebaute Ausstellung „Robin Rhode. Memory Is The Weapon“ nicht mehr der Öffentlichkeit präsentiert werden. In einer Video-Tour führt nun der von der Street-Art-Ästhetik beeinflusste Künstler Robin Rhode persönlich durch die Räumlichkeiten der Ausstellung. Seine farbgewaltigen fotografischen Serien und digitalen Animationen, die gleichzeitig einen interessanten Zugang zu den Themen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung bieten, kommen auch im Video sehr gut zur Geltung. Auch Rhodes Performance „Fate of Destiny“, die am Tag der Eröffnung (13. März) hätte stattfinden sollen, ist in einer Aufnahme online verfügbar.

Für das persönliche Lesevergnügen gibt es auf der Website Auszüge aus den Katalogen der Rhode-Schau sowie der vergangenen zwei Ausstellungen „Teresa Margolles. En la Herida“ und „Adrian Paci. Lost Communities“.

https://www.kunsthalle.at/de/aktuelles

Karikaturmuseum Krems

Im Karikaturmuseum Krems liegt der Schwerpunkt derzeit auf dem Hören. Aufgrund der Museumsschließung konnte noch niemand die Ausstellung „Fix & Foxi XXL“ sehen. Die Eröffnung war für den 14. März geplant. Ein unterhaltsamer Audiobeitrag gibt jetzt Einblick in die bunte Welt des deutschen Comic-Klassikers von Rolf Kauka. Neben Mickey Mouse waren Fix & Foxi in den 1960/70er-Jahren die beliebtesten Comic-Stars im deutschsprachigen Raum.

Über den Beitritt von Österreich zur EU vor 25 Jahren und den damit verbundenen Skandalen und Herausforderungen erfährt man im Podcast zur im Februar eröffneten Ausstellung „Tu felix Austria … zeichne! 25 Jahre Österreich in der EU“. Beleuchtet werden satirische Werke von Gerhard Haderer, Erich Sokol, Thomas Wizany u. v. m.

Mit viel Schmäh ermöglicht das digitale Deix-Archiv eine Auseinandersetzung mit dem Ausnahmekünstler. In mehreren Kapiteln wird das Werk zum jungen, strammen, politischen, erotischen, prominenten und gläubigen Deix vorgestellt. Die Hörstationen sind zuhause über die Website oder mit der Hearonymus-App, die man sich einfach auf sein Smartphone laden kann, zugänglich.

https://www.karikaturmuseum.at/digitalesmuseum

 Social Media

Das digitale Angebot der Kunstmeile Krems wird laufend erweitert. Auf Facebook und Instagram informieren die Museen nicht nur darüber. In Posts und Stories werden z. B. historische Fakten und Bildmaterial zu 25 Jahre Kunsthalle Krems oder bewegende Künstlerbiografien geteilt. Imposante Landschaftsansichten aus den Landessammlungen Niederösterreich stimmen auf die geplante Wachau-Ausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich ein. Freche Details erfährt man zu Fix & Foxi, den Schlümpfen, Spirou und Lucky Luke. Pointiertes gibt es zu 25 Jahre Österreich in der EU auf den Social Media-Kanälen des Karikaturmuseum Krems.

https://www.facebook.com/Kunsthalle.Krems

https://www.facebook.com/lgnoe

https://www.facebook.com/Karikaturmuseum.Krems

https://www.facebook.com/ForumFrohner/

https://www.facebook.com/Artothek-Nieder%C3%B6sterreich-329657488458/

https://www.instagram.com/kunsthalle.krems/

https://www.instagram.com/landesgalerie_noe/

https://www.instagram.com/karikaturmuseumkrems/

https://www.instagram.com/artothek_noe/

Artothek Niederösterreich – Kunst einfach leihen!

Aktuell verbringen sehr viele Menschen sehr viel Zeit zuhause in den eigenen vier Wänden. Wer den Wunsch verspürt, seine Wohnung neu zu gestalten oder zu verändern, findet dafür Inspiration in der Artothek Niederösterreich. Dort können Kunstwerke unkompliziert und kostengünstig für das eigene Heim ausgeliehen werden. Über 1.500 Gemälde und Druckgrafiken zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung des Landes Niederösterreich stehen zur Verfügung. Durchstöbern Sie den Online-Katalog und finden Sie Ihr Lieblingsbild, welches das gewisse Etwas in Ihre Wohnung bringt. Wenn die Coronakrise überstanden und die Artothek Niederösterreich wieder geöffnet ist, können Interessierte alle verfügbaren Bilder in Krems im Original ansehen, sich vor Ort beraten lassen bzw. das bestellte, fachgerecht verpackte Kunstwerk abholen.

https://www.artothek.at
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LUDWIGSBURG: PASSION TROTZ(T) PANDEMIE:


Johannes-Passion/ Podium Esslingen. Foto: Nico Halm

 Ludwigsburger Schlossfestspiele präsentieren »Johannespassion zum Mitsingen« gemeinsam mit dem Bachfest Leipzig aus der Leipziger Thomaskirche

Am Karfreitag, 10. April um 15 Uhr u.a. live in https://www.facebook.com/schlossfestspiele und Arte Concert https://www.arte.tv/de/arte-concert/ sowie am Abend im MDR Hörfunk (19 Uhr) und Fernsehen (24 Uhr)

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele freuen sich, die Konzertaufführung der »JOHANNES PASSION BACH« zum Mitsingen als Partner des Bachfests Leipzig mitpräsentieren und unterstützen zu dürfen. Die Aufführung findet am Karfreitag, 10. April um 15 Uhr (Todesstunde Jesu) in der Leipziger Thomaskirche am Grab Johann Sebastian Bachs in einer kammermusikalischen Fassung des PODUMS Esslingen statt – die globale Bach-Community ist zum Mitsingen eingeladen. Die Übertragung erfolgt im Livestream auf dem Facebook-Kanal der Schlossfestspiele und des Bach-Archivs. MDR KULTUR und MDR KLASSIK übertragen das besondere Konzert im Netz ab 15 Uhr im Video-Livestream, zusätzlich auf Facebook und zeitversetzt im Radio um 19 Uhr sowie um Mitternacht im MDR-Fernsehen. Im Anschluss ist das Konzert in der ARD Mediathek abrufbar. Auch auf ARTE Concert wird das Konzert übertragen. Prominente Musiker u. a. aus Malaysia, Kanada, den USA, Österreich und den Niederlanden werden zugeschaltet.

Ursprünglich war ein Konzert desselben Programmes in der Evangelischen Stadtkirche in Ludwigsburg am 2. April 2020 als spiritueller Auftakt SCHLOSS FEST SPIELE 2020 geplant und musste aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden.

»Ich freue mich, dass uns der Kampf gegen COVID-19 trotz sozialer Distanz einander näherbringt. Wo Menschen sich, wie hier in der Musik und dem gemeinsamen Singen, verbinden, sind wir stärker als jedes Virus und überwinden die aktuell leider notwendige Isolation«, so Jochen Sandig, Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele.

Die Produktion des PODIUMS Esslingen wurde 2019 als »Innovativstes Konzert des Jahres« mit dem Preis Opus Klassik ausgezeichnet. Die eigentliche Passions-Geschichte wird hier von nur drei Musikern vorgetragen: Der isländische Tenor Benedikt Kristjánsson erzählt die Leidensgeschichte Jesu auf der Basis von Bachs Passion, übernimmt dabei die Rolle des Evangelisten und aller handelnden Personen und dirigiert den virtuellen Chor. Cembalistin Elina Albach und Schlagzeuger Philipp Lamprecht übernehmen den Part des Orchesters, und für die Choräle werden – neben den fünf Sängern in der Thomaskirche um Thomaskantor Gotthold Schwarz – Künstler und Bach-Chöre, die zum Bachfest 2020 eingeladen sind, zugeschaltet. Zudem sollen alle Zuschauer daheim mitsingen. Dafür wird vom Bach-Archiv, dem Carus-Verlag sowie auf www.schlossfestspiele.de ein digitales Programmheft mit Noten bereitgestellt:

https://www.schlossfestspiele.de/de/festspiele/aktuelles/index.htm

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=D1ngqTRbp08

Vor 296 Jahren, am Karfreitag des Jahres 1724, erklang Johann Sebastian Bachs »Johannes- Passion« zum ersten Mal. Sie war das bis dato umfänglichste Werk des 1723 neu bestellten Leipziger Thomaskantors: Zwei Stunden lang folgte die Gemeinde dem musikalisch illustrierten Leiden Jesu Christi, und manch einer stimmte – gemeinsam mit dem Thomanerchor – in Bachs unsterbliche Choräle ein und zog daraus Kraft in schwierigen Zeiten. Bis heute finden Millionen Menschen weltweit Trost und Hoffnung im Musizieren und Hören dieser einzigartigen Musik. Die Passionszeit 2020 ist überschattet von der Covid-19-Pandemie. Hunderte, vielleicht tausende Aufführungen von Bachs Passionen weltweit – seit fast zwei Jahrhunderten ein Ritual für Musikliebhaber – wurden aufgrund der überall geltenden Ausgangsbeschränkungen abgesagt. Um der globalen Bach-Community dennoch die aktive Mitwirkung an einer Bach-Passion zu ermöglichen, hatte der Intendant des Bachfestes Leipzig eine außergewöhnliche Idee: Die Aufführung einer kammermusikalischen Version des Werks, produziert vom PODIUM Esslingen, musiziert von wenigen Musikern direkt an Bachs Grab in der Leipziger Thomaskirche unter Mitwirkung des amtierenden Thomaskantors Gotthold Schwarz und kostenfrei gestreamt rund um den Erdball – um Bach-Chöre und Musikfreunde aus aller Welt zum Mitsingen der Choräle einzuladen.
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„WOHNUNGSKONZERT“ MARYNA LOPEZ VIA FACEBOOK. „MEINE LIEBSTEN GESANGSNUMMERN“ – zum Geburtstag am 3. April 2020

Improvisation ist angesagt. In Corona-Zeiten darf ja nicht einmal ein Ton-Techniker in der Wohnung sein. Maryna sang, begleitet von ihrem Gatten Adolfo am Klavier, ein Geburtstagskonzert für ihre Freunde! Kleinere technische Pannen bitte entschuldigen!

ZUM YOUTUBE-VIDEO

 

Fotos: Copyright Lopez
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Free Download- Our Gift of Mozart for You Today

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ZÜRICH: AGENTUR BALMER & DIXON FEIERT 40JÄHRIGES FIRMENJUBILÄUM

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie darauf hinweisen, dass wir am 1. April 2020 unser 40-jähriges Firmen-Jubiläum hatten.

Ein langer Weg mit schwierigen, aber auch wunderschönen Augenblicken. Im Moment wird leider alles überschattet von der der Pandemie und daher ist nicht der richtige Zeitpunkt, zu feiern. Wir hoffen alle gemeinsam auf bessere Zeiten, aber es ist und bleibt für uns ein wichtiger Gedenktag, der uns mit Dankbarkeit erfüllt.

Ein kleines Zeichen haben wir doch gesetzt und unserer Website einen neuen Anstrich verpasst und auch den Reiter „About Us“ hinzugefügt.

www.badix.ch

Mit herzlichen Grüssen aus Zürich,
Ihr Badix-Team:

Rudolf Balmer, Florian Krumm und Michael Jürgens

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WAS IST „HÖHERE GEWALT? „

Von höherer Gewalt spricht man bei einem von außen kommenden, unabwendbaren und unvorhersehbaren Ereignis.

Was bedeutet das im Zusammnhang mit Corona:

  1. „Von außen kommend“: Das trifft sicher zu.
  2. „Unabwendbares Ereignis“: Ist es wahrscheinlich auch. Wenn ein neues Virus auftritt, ist das Ereignis höchstwahrscheinlich unabwendbar.
  3. „Unvorhersehbares Ereignis“: Hier beginnt es aus österreicischer Sicht spannend zu werden: War das Ereignis, nachdem erste Fälle in China und – wesentlich heikler – in Italien aufgetreten sind, für Österreich unvorhersehbar? Eher nicht, da Viren ja bekanntlich keine „Grenzen“ kennen. Allerdings mußte man. da es immer wieder neue Viren – zur Erinnerung Ebola, Sars, Mers etc. – gab, nicht mit diesem Ausmaß rechnen.

Da es Vergleichbares noch nie gegeben hat, wird es möglicherweise kaum passende oberstgerichtliche Entscheidungen geben. Ein allfälliger Prozess würde sicher durch alle Instanzen, wahrscheinlich sogar bis EuGH führen.

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