Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. DEZEMBER 2020)

27.12.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 27. DEZEMBER 2020)

Wie geht es im Jänner an der Wiener Staatsoper weiter? Welche Hürden müssen überwunden werden? 

Agility Fun & Sport Hürde
Ein Hürdenlauf ist etwas für durchtrainierte Hunde – aber nicht für gesetztere Theaterbesucher!

Ab dem 18.1. darf wieder vor Publikum gespielt werden. Die Staatsoper wird aber erst am 22.1. von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Zunächst dürfen nicht mehr als 500 Personen in den Saal gelassen lassen werden. Diese werden einen negativen Test vorweisen müssen, der nicht älter als 48 Stunden ist.  Die Vorstellungen werden wegen der Ausgangsbeschränkungen ab 20:00 schon gegen 19:00 zu Ende sein.

Einige Punkte sind dabei noch vollkommen ungeklärt. Welche Formen der Zertifizierung für Ergebnisse von Schnelltests wird die Staatsoper beim Einlass akzeptieren können? Sind Kinder ebenfalls zu einem Test verpflichtet und, wenn ja, ab welchem Alter? Wie belastbar ist das kommunizierte Szenario und wie geht es im Februar weiter? Diese und viele andere Fragen werden sich erst im Lauf der nächsten Tage und Wochen beantworten lassen.

Wie das Publikum auf so hohe Hürden für den Besuch von Kulturveranstaltungen reagieren wird, ist das größte Fragezeichen von allen.
_____________________________________________________________________________________

HEUTE STREAM AUS DER WIENER STAATSOPER UND AUSSTRAHLUNG IM ORF: „DER ROSENKAVALIER“ (Vorstellung vom 18. Dezember)

Derrosenkavalier D857931 Morley Sindram Xx~1
Erin Morley, Daniela Sindram

Sonntag, 27. Dezember 2020, 19.00 Uhr
Richard Strauss 
DER ROSENKAVALIER (Vorstellung vom 18. Dezember 2020)
Komödie für Musik in drei Akten
Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Otto Schenk
Mit u.a.: Martina Serafin, Daniela Sindram, Günther Groissböck, Erin Morley, Jochen Schmeckenbecher, Piotr Beczała

Ros2
Martina Serafin. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Rosenkavalier Ochs
Günther Groissböck. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Beginn auf ORF III ist 20,15 h
Wir spielen für Österreich: Aus der Wiener Staatsoper: „Der Rosenkavalier“

ORF III zeigt die renommierte Inszenierung der Strauss-Oper von Otto Schenk. Davor spricht Barbara Rett in einem „Kulissengespräch“ mit den Künstlerinnen und Künstlern der Produktion, danach portraitiert Astrid Bscher Günther Groissböck, der als Ochs auf Lerchenau brilliert.

 _______________________________________________________________________

ORF zum  „Feier-Abend – mehr als ein Konzert (am Christtag im Vorabendprogramm“:

Die Groissböck-Sendung  hatte 852 000 Zuschauer und 33% Marktanteil. Um es etwas besser zu verstehen, doppelt so viele Seher wie die Helene Fischer-Show im Hauptabendprogramm. Das ist für eine Religionssendung mit Kultur wirklich gewaltig.

Nicht nur perfekt gestylte, virtuose „Barbie-Puppen“-Unterhaltung finden Interesse

ZUM ORF-BEITRAG
_________________________________________________________________________.

NEUJAHRSKONZERT (Facebook/ Youtube) der Galoyan Art Agentur: NEW YEAR SONGS am 31.12.2020 und 1.1.2021)

New2

Img 20201225 Wa0023
Mag. Siranush Galoyan-Tkachenko (Event -Managerin und Inhaberin von der Galoyan Art Agentur

Damit Ihr dieses Konzert am 31.12.2020 oder am 01.01.2021 anschauen könnt müsst Ihr schon bis 30 Dezember online ein Facebook Ticket kaufen. Für diejenigen, die kein Facebook besitzen, gibt es die Möglichkeit,  das Geld auf das Vereinskonto einzuzahlen

 IBAN: AT752011184253892100,

 BIC: GIBAATWWXXX 

Galoyan Art Agency Ltd.& Co KG

danach bekommt man einen Link zu Youtube, dort könnt ihr dann das Konzert sehen.

Tickets auf Eventbrite: https://www.eventbrite.de/e/new-year-concert-tickets-133846471399

Zum Jahresauftakt laden wir Sie auf ein Online-Konzert mit außergewöhnlichen Talenten, die New Year Songs aus allen Teilen der Welt zusammengesammelt haben und interpretieren. Gerade die Kunstszene ist von Corona hart getroffen. Wir von Galoyan Art unterstützen internationale Künstler durch Online-Konzerte, die ihnen öffentliche Auftritte ermöglichen und damit Einkommen sichern.

Fb Img 1606739435605
Maryna Lopez

Bekannte und seltene News Years Songs stehen im Mittelpunkt unseres Online-Konzerts am Donnerstag, 31.12.2020 und Freitag, 1. Jänner 2021 – jeweils um 14:00 Uhr.

🙏Mit 10,- Euro sind Sie bei diesem stimmungsvollen Event mit dabei – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Webseite : www.galoyan.art 

__________________________________________________________________

Scala

Gentile,
Il Teatro alla Scala vi augura un Natale sereno e gioioso.
Nelle giornate di festività che ci attendono, abbiamo preparato per voi una serie di momenti musicali da condividere – in televisione e in streaming – con le vostre famiglie, per portare attraverso i nostri artisti e lavoratori un po‘ di bellezza nelle case di tutti.
Il tradizionale Concerto di Natale, quest’anno diretto dal M° Michele Mariotti, sarà trasmesso su Rai1 alle 10:25 del 24 dicembre e da Rai 5 alle ore 16:40 del 25 dicembre (e successivamente potete rivederlo su Rai Play). Il programma è interamente dedicato a Mozart, con pagine concertistiche (Concerto n. 9 “Jeunehomme”, pianista Beatrice Rana), vocali (il mottetto Exsultate, jubilate, soprano Aida Garifullina) e sinfoniche (la Sinfonia n.41 „Jupiter“). Sul nostro sito troverete il programma di sala sfogliabile del concerto, con saggi di approfondimento e biografie degli artisti.
A seguire, in occasione delle tre giornate di festività di Natale, Capodanno e Epifania, l’Orchestra del Teatro alla Scala diretta da Eun Sun Kim vi offre tre programmi di fiabe musicali con il coordinamento registico di Lorenza Cantini pensati per raccogliere bambini e famiglie davanti agli schermi delle vostre smart TV, pc o tablet. Vederli è semplicissimo: basterà seguire i link sul nostro sito per arrivare ai canali Facebook e YouTube del Teatro. Sempre sul sito troverete anche le guide all’ascolto illustrate per i ragazzi. I concerti saranno online dalle ore 11 di ciascuna giornata, e rimarranno disponibili per i successivi 7 giorni:

– 1 gennaio ore 11: Il carnevale degli animali di Saint-Saëns, voce recitante Gioele Dix / Eine kleine Nachtmusik di Mozart
– 6 gennaio ore 11: Storia di Babar di Poulenc, voce recitante Angela Finocchiaro / Sinfonia n. 29 di Mozart
Gli eventi musicali in streaming dal Teatro alla Scala continuano nel nuovo anno, con il recital schumanniano già programmato del baritono Markus Werba con il pianista Michele Gamba (4 gennaio ore 20) e nuovi appuntamenti con i nostri musicisti, ballerini e artisti internazionali che saranno annunciati nelle prossime settimane.
Buon Natale!
___________________________________________________________________

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

So brachten einst ihre Fans die Sopranistin Birgit Nilsson zum Hotel

Nilson
Untenstehenden Link anklicken

ZU INSTAGRAM – mit Video
_______________________________________________________________________________

„Livestream: Bühne frei!“ heißt es an der Oper Frankfurt im Januar 2021

„Livestream: Bühne frei!“ heißt es an vier Abenden im Januar 2021 an der Oper Frankfurt. Jeweils freitags um 19.30 Uhr präsentieren Sänger*innen aus Ensemble und Opernstudio per Livestream – abrufbar auf der Website der Oper (www.oper-frankfurt.de) bzw. deren YouTube-Kanal (www.youtube.com) – von der Bühne des Großen Hauses Arien, Duette und Ensembles aus Opern und Operetten. Den Anfang macht ein von Intendant Bernd Loebe moderiertes Programm am

Freitag, dem 8. Januar 2021, um 19.30 Uhr.

Ensemble / Gäste - Oper Frankfurt
Monika Buczkowska. Foto: Barbara Aumüller

Zu den Mitwirkenden zählen Monika Buczkowska (Sopran), Zanda Švēde (Mezzosopran), Brian Michael Moore (Tenor) und Nicholas Brownlee (Bassbariton), die alle – mit Ausnahme von Zanda Švēde – in der aktuellen Spielzeit 2020/21 neu zum Ensemble der Oper Frankfurt hinzugestoßen sind. Am Klavier begleitet werden sie von Studienleiter Takeshi Moriuchi.

Livestream: Bühne frei!« heißt es an der Oper Frankfurt im Januar 2021 -
Brian Michael Moore. Foto: Barbara Aumüller

Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Carl Maria von Weber, Georges Bizet, Jacques Offenbach, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini.

Informationen zu den am 15., 22. und 29. Januar 2021 jeweils um 19.30 Uhr folgenden Abenden werden baldmöglichst bekannt gegeben.

Mit freundlicher Unterstützung der Landwirtschaftlichen Rentenbank

______________________________________________________________________

Kunstmuseum, Basel: REMBRANDTS ORIENT, 31.10.2020 – 14.02.2021

 Dauer der Ausstellung: https://kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2020/rembrandts-orient

 „Liever Turks dan Paaps“

Die neueste Schau des Kunstmuseums Basel fragt danach, wie die Maler des niederländischen Goldenen Zeitalters auf die durch Handel, Reisen und Publikationen in den Blick geratenen Gebiete und Waren des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens reagierten und welchen Einfluss die fremden Kulturen auf die durch die erste Globalisierung und Wissensdurst, Sammellust und Besitzerstolz geprägte Periode hatten. Etwas weniger elegant und als Frage formuliert: Was ist der historische Hintergrund der künstlerischen Hervorbringungen?

Im Laufe des 16. Jahrhunderts lösten die Niederlande Spanien und Portugal als Weltmacht ab. Damit nahmen Wohlstand, Wissen und Verfügbarkeit fremder Waren in den Niederlanden markant zu. Das Fremde wurde gegenwärtig. Ziel der Expansion war nicht mehr die religiöse Bekehrung der Fremden, sondern wirtschaftlicher Profit und so wurde die Stadt Amsterdam zu Marktplatz des Frühkapitalismus. Rembrandt und Maler des Goldenen Zeitalters malten immer wieder Gegenstände aus fremden Ländern, besonders häufig Tronies (Brustbilder) und biblische Szenen. Die Faszination für den Orient und alles Orientalische hing bei den Tronies, Porträts und Gruppenporträts damit zusammen, dass orientalische Waren rasch als Status-Merkmale galten. Die Darstellung biblischer Szenen, mit Vorliebe solcher aus dem vom reformierten Glauben („sola scriptura“) besonders geschätzten Alten Testament, mit orientalischen Kostümen, hing damit zusammen, dass man annahm, die zeitgenössischen Kleider und Gebräuche des Orients seien die Gleichen wie zu biblischen Zeiten. Ebenfalls unter Fremdherrschaft lebend, lag zudem, die Geschichten des Alten Testaments waren höchst präsent, die Identifikation mit dem Volk Israel nahe. So entstand, befeuert durch die Orient-Begeisterung, im Rahmen der Revolte gegen die spanische Herrschaft die Losung „Liever Turks dan Paaps“ („Lieber türkisch als papistisch“).

Remb
Rembrandt Harmensz van Rijn, Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung, 1635, Öl auf Eichenholz, 72 x 54,5 cm. Foto: Rijksmuseum Amsterdam, Schenkung Herr und Frau Kessler-Hülsmann, Kapelle-op-den-Bos.

Rembrandts „Brustbild eines Mannes in orientalischer Kleidung“ ist ein mustergültiges Beispiel für die Gattung der „Tronie“, den zwischen Individualität und Typus changierenden Charakterdarstellungen. Rembrandt hat das Gesicht eines bärtigen Unbekannten in reiferen Jahren äusserst lebendig dargestellt und dann, hauptsächlich mit dem riesigen Turban, aber auch dem Schmuck wie der Mantelschnalle und dem den Turban fixierenden Kettengürtel, das Gemälde „orientalisiert“.

Rembh
Rembrandt Harmensz van Rijn, David übergibt Goliaths Haupt dem König Saul, 1627, Öl auf Eichenholz, 27.4 x 39.7 cm. Foto: Kunstmuseum Basel, Vermächtnis Max Geldner.

Rembrandts „David übergibt Goliaths Haupt dem König Saul“, von Rubens „Anbetung der Könige“ inspiriert, ist ein selten dargestelltes Motiv in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und ein Frühwerk Rembrandts. Der Bildträger der kräftig orientalisierten Darstellung ist zweitverwendet: unter der sichtbaren biblischen Darstellung findet sich ein Orientalen-Tronie, möglicherweise ein Selbstporträt Rembrandts.

FAZIT: Die westöstliche Begegnung fand nicht auf Augenhöhe statt: Das Fremde war in jener Zeit ein Konstrukt aus Imagination, Stereotypen und klischeehaften Versatzstücken und dient hauptsächlich als reizvoller Kontrast zum Eigenen. Die Regie der Darstellungen führte die Phantasie. Es wurde nie versucht ernsthaft und tiefer in Sitten und Gebräuche der Fremden vorzudringen. Das Fremde wurde zwar gegenwärtig, aber das nur dekorativ oder repräsentativ und an der Oberfläche. So bietet die Ausstellung Gelegenheit, den bis in die Gegenwart in vielen Köpfen verhafteten Eurozentrismus zu überdenken.

Die negativen Seiten, die den Reichtum der Niederländer ermöglichten, wurden konsequent ausgeblendet, nahezu ignoriert. Auch das ist in der Gegenwart kaum anders: Welchen negativen Folgen zeitigt unser Wohlstand?

In Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini Potsdam:

https://www.museum-barberini.de/de/ausstellungen/1915/rembrandts-orient.

Katalog zur Ausstellung: https://shop.kunstmuseumbasel.ch/de/product/48544.

Die Essays des Ausstellungskatalogs sind das Resultat eines Symposions in Potsdam im Juni 2019.

Eine äusserst reichhaltige, mustergültig konzipierte Schau. Ein MUST-GO!

25.12.2020, Jan Krobot/Zürich
_____________________________________________________

 

Diese Seite drucken