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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 26. SEPTEMBER 2021)

26.09.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 26. SEPTEMBER 2021)

LINZ/ Landestheater: LA BOHÈME. Premiere am 25.9.

…Die Inszenierung des Linzers Georg Schmiedleitner, Mitbegründer des „Theater Phönix“, der inzwischen im ganzen deutschen Sprachraum als Regisseur an ersten Häusern arbeitet, placiert die Handlung in einer nicht näher definierten Moderne, nicht unbedingt schäbig, aber kalt und oft abweisend – insbesondere an der Zollschranke im 3. Bild. Letztere hält zum Aktschluß hin noch eine durchaus emotionell wirksame Zusatzfunktion bereit….

Zur Premierenkritik von Petra und Helmut Huber/ Linz

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Rodrigo Porras-Garulo, Erica Eloff. Foto: Barbara Palffy für Landestheater

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Martin Achrainer, Rodrigo Porras-Garulo, Erica Eloff, Dominik Nekel. Foto: Barbara Palffy für Landestheater

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Ilona Revolskaya, Reinhard Mayr. Foto: Barbara Palffy für Landestheater

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IMPF ODER NICHT IMPF?

Wenn man zweimal geimpft ist (und den dritten Termin schon freiwillig bei der Hausärztin  avisiert hat, warum nicht?) und sowieso immer FFP2-Masken trägt, weil es eh wurscht ist, was man sich da ums Maul kleben muss (nicht wirklich freudig, aber Notwendigkeit einsehend), kann man die Problematik gelassen betrachten –  das heißt aber nicht, dass man sich nicht den Kopf über die Situation von Mitmenschen zerbricht.  

Impfpflicht: nein, das ist gegen jedes Demokratieverständnis. Nein, nein und nochmals nein. Das ist nicht dasselbe wie der Befehl, nicht bei Rot über die Straße zu gehen. Wenn man die Ungeimpften aber  jetzt aus den Theatern (und wohl auch Kinos – auch aus Ausstellungen, wo man neuerdings den Impfpass verlangt?) ausschließt, wäre das für einen Menschen wie mich eine echte Härte.

Was nun, spricht Zeus, die Sache ist verfahren. Da mag bei vielen Ungeimpften die Überzeugung (sofern sie nicht der Verhetzung durch Proll, Herzig und Co. in die Falle gegangen sind) gegen den dringenden Wunsch nach Kultur stehen. Schon eine Art von Zwang, sich impfen zu lassen.

Dabei, Leute, wird es einem derzeit so leicht gemacht! Wenn ich zurück denke an den Anfang der Impferei, als das Internet stolz verkündete, in Wien warteten 770.000 (in Worten: siebenhundertsiebzigtausend) auf einen Impftermin und ich dachte, na, nächstes Jahr (2022), wenn ich Glück habe, bin ich dran. Dann ging es, nach einigen energischen Telefonaten, doch schneller.

Und heute? Überall ohne Anmeldung. Ich glaube, wenn man anruft und den impfenden Medizinstudenten nach Hause bestellt, kommt der auch, so glücklich wäre man über jede einzelne Spritze, die man platzieren darf… (Ich schwöre, man spürt den Stich nicht.) Vielleicht kommt auch der Bürgermeister persönlich ins Haus, oder Frau Rendi-Wagner winkt mit einem Hunderter?

Ist das „Aussperren“ aus den Kulturinstitutionen nun Zwang? Natürlich. Aber was soll der arme Staat tun, wenn man für die Sicherheit verantwortlich ist und diese nur durch die Impfung gewährleistet ist?

Und wer sagt das? Bitte, kommt mir nicht mit Fachleuten. Die erklären dieses und jenes mit demselben Brustton der Überzeugung. Es glaubt ohnedies jeder, was er mag. Und noch eines: So dramatisch wie in Schönherrs „Glaube und Heimat“ ist es natürlich nicht, wo die armen Bauern entweder ihrer protestantischen Überzeugung abschwören oder die geliebte Heimat verlassen mussten. Dennoch – ich würde den Konflikt, der in ungeimpften Kulturfreunden tobt, nicht unterschätzen.

Renate Wagner

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LINZER LANDESTHEATER: HEUTE URAUFFÜHRUNG IN DER BLACK-BOX

LACHESIS (URAUFFÜHRUNG) Oper von Marijn Simons

(Foto: Herwig Prammer)
Foto: Herwig Prammer für Linzer Landestheater

Nach einem Libretto von Hermann Schneider
In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Sonntag, 26. September 2021, 20.00 Uhr

BlackBox Musiktheater

Die weiteren Vorstellungstermine: 29. September, 2., 6., 9., 12., 19. Oktober 2021

 Musikalische Leitung   Ingmar Beck
Inszenierung   Lukas Hemleb
Bühne   Margherita Palli
Kostüme   Sasha Nikolaeva
 Video   Luca Scarzella
 Mitarbeit Bühnenbild   Marco Cristini
Dramaturgie   Katharina John

 Haimon, ein Krieger   Michael Wagner
Potone, Kybernetikerin   Gotho Griesmeier
Chloris, Biologin   Christa Ratzenböck
On   Elias Morales Pérez
Phillip, ein Ermittler   Matthäus Schmidlechner
                                                                                      
Bruckner Orchester Linz

LACHESIS

Lachesis ist der Name einer griechischen Göttin, die für die Zuteilung des Schicksals verantwortlich ist. In ihrem gleichnamigen Musiktheater diskutieren Librettist Hermann Schneider und Komponist Marijn Simons den Freiheitsbegriff in einem post-demokratischen Staatswesen. Die beiden Künstler entwerfen dafür den dystopischen Kosmos einer in die Zukunft projizierten antiken Welt. Wie bei Platon prognostiziert, ist mittlerweile aus der Demokratie eine Tyrannis geworden. Als Gegenreaktion auf die vernunftorientierte bürgerliche Demokratie hat das Irrationale Konjunktur. In Kombination mit gesteigerter Wissenschaftsgläubigkeit und der neuen Orientierungskategorie „Meinung“ wurde eine Gemengelage geschaffen, die einen neuen Mythos geboren hat: den Zukunftsmenschen, der sich aus der genetischen Reproduktion von Biomasse und Bewusstseinsprojektionen konstruiert.

Lachesis wildert völlig ungeniert im Bereich popkultureller Mythen, von Science-Fiction und Hollywoodkino und öffnet so den spielerischen Raum eines politischen Gegenwartstheaters.

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Königswinkel Klassik im Festspielhaus Neuschwanstein: Klassikstars bei den ersten Musikfestspielen Königswinkel

Oksana Lyniv dirigiert Festkonzert / Wesendonck-Liederabend mit Hermine May und Margarita Oganesjan / „Tristan und Isolde“ mit Dean Smith und Lioba Braun

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Copyright: Festspiele Königswinkel

 Spätestens seit dem diesjährigen Debut bei den Bayreuther Festspielen ist Oksana Lyniv als Dirigentin weltweit angesehen. Die 43-Jährige hat im Juli 2021 als offiziell erste Dirigentin in der Geschichte der Bayreuther Opernfestspiele zum Auftakt die Wagner-Oper „Der Fliegende Holländer“ dirigiert. Bereits Ende letzten Jahres erhielt sie die Oper!Awards Auszeichnung als beste Dirigentin des Jahres 2020. Die ersten Musikfestspiele Königswinkel in Füssen, die vom 29. September bis 3. Oktober im Festspielhaus Neuschwanstein ausgerichtet werden, konnten sie für ihr nächstes
Dirigat in Deutschland gewinnen. Am 1. Oktober leitet sie das Festkonzert mit Werken von Franz Liszt, Sergei Rachmaninow und Anton Bruckner. Die Pianistin Margarita Oganesjan komplettiert die Besetzung mit dem Kyiv Symphony Orchestra. Gerade das Festkonzert bietet für Kenner höchsten Genuss und ist gleichzeitig für Neugierige eine wundervolle Chance, Klassik kennenzulernen. Das zweite Rachmaninov Klavierkonzert ist auch als Leitmelodie von „All by myself“ bekannt, welches 1975 von Eric Carmen veröffentlicht und vor allem in der Interpretation von Céline Dion bekannt ist.
Die Veranstaltungsreihe „Königswinkel Klassik“ präsentiert die Musikfestspiele Königswinkel 2021 vom 29. September bis 03. Oktober 2021 im Festspielhaus Neuschwanstein. Das fünftägige Festival in
Füssen bietet folgende Opernabende und Konzerte:

29. September, 17 Uhr, und 2. Oktober, 16 Uhr: „Tristan und Isolde“

Das Musikdrama „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner wird in der Regiearbeit von Herbert Adler und unter dem preisgekrönten Dirigenten Lothar Zagrosek präsentiert. Zagrosek feierte in seiner Karriere unter anderem bereits als Musikdirektor der Grand Operá Paris, als Generalmusikdirektor an der Württembergischen Staatsoper in Stuttgart sowie als Chefdirigent des österreichischen ORFSymphonieorchesters in Wien große Erfolge. Er leitet das Kyiv Symphony Orchestra und international bekannte Künstler:innen wie Robert Dean Smith (Tristan) und Lioba Braun (Isolde). Die Welser Inszenierung bietet Augen- und Ohrenschmaus.

Oksana Lyniv | MDR.DE
Oksana Lyniv. Foto: Oleg Pavliuchenkov

1. Oktober, 19:30 Uhr: Festkonzert
Pianistin Margarita Oganesjan und Dirigentin Oksana Lyniv brillieren mit Franz Liszts „Mazeppa“ -sinfonische Dichtung, Sergei Rachmaninovs Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 2 in c-moll, op. 18 sowie Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 in Es-Dur.

3. Oktober 19.30 Uhr: Wesendonck-Liederabend
Vor rund 164 Jahren, genau genommen am 18. September 1857, überreicht Richard Wagner in
Zürich die Urschrift seiner Tristan-Dichtung an seine damalige Muse und enge Vertraute Mathilde
Wesendonck. Fünf ihrer Gedichte vertonte Wagner in den folgenden Jahren. Die emotional
aufgeladene Situation der beiden Persönlichkeiten spiegelt sich in Wagners Oper „Tristan und
Isolde“, umgekehrt bezeichnete Wagner zwei der Lieder als Studien zu seinem großen Musikdrama.
Die Mezzosopranistin Hermine May und Margarita Oganesjan präsentieren am 3. Oktober im
Festspielhaus Neuschwanstein Richard Wagners Wesendonck-Lieder für Sopran und Piano,
außerdem Lieder von Henri Duparc und Franz Liszt. Mit diesem Liederabend schließen die ersten
Musikfestspiele Königswinkel 2021.
Die Veranstaltung wird von der Königswinkel Kultur gGmbH präsentiert.
Informationen unter: www.musikfestspiele-koenigswinkel.de
www.das-festspielhaus.de

Hintergrundinformationen zum Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen
Das Festspielhaus bietet in klassischer Architektur Platz für 1.350 Kunst- und Kulturbegeisterte, mit fünf
verschiedenen Restaurationen vom gemütlichen Biergarten über Loungebar bis hin zum romantischen
Spiegelsaal. Der einzigartige Ausblick auf den Forggensee und Schloss Neuschwanstein bildet die Kulisse für
außergewöhnliche Kulturproduktionen. Das Haus bietet eine Mischung an Gastspielen, regionaler Kulturstätte
und Eigenproduktionen. Neben LUDWIG² zählen DER RING und DIE PÄPSTIN zu den besten deutschen Musicals
– auch diese werden in atemberaubenden Produktionen auf Deutschlands größter Musical-Drehbühne im
Festspielhaus Neuschwanstein gezeigt. Vom 29. September bis 3. Oktober 2021 finden hier die ersten
Musikfestspiele Königswinkel statt und am 16. Oktober 2021 wird „Zeppelin – das Musical“ im Festspielhaus
seine Welturaufführung feiern
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OPER FRANKFURT: DOMENICO CIMAROSA: L’ITALIANA IN LONDRA


Iurii Samoilov, Gordon Bintner, Theo Lebow. Foto: Monika Rittershaus

Premiere vom 26. September 2021

Intermezzo in musica in zwei Teilen
Text von Giuseppe Petrosellini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: R.B. Schlather
Bühnenbild: Paul Steinberg
Kostüme: Doey Lüthi
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink


Gordon Bintner. Foto: Monika Rittershaus

Livia: Angela Vallone
Madama Brillante: Bianca Tognocchi
Sumers: Theo Lebow
Milord Arespingh: Iurii Samoilov
Don Polidoro: Gordon Bintner


Angela Vallone. Foto: Monika Rittershaus

Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
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WIEN/ PALAIS LIECHTENSTEIN/ Herkulessaal: Gastspiel des COLLEGIUM 1704 und des COLLEGIUM VOCALE 1704 unter Václav Luks

am 23.9.2021

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Der Herkulessaal. Foto: Festival

Vom 2.- 16. Oktober wird in den tschechischen Weltkulturerbestätten Valtice und Ledniče (dank der Freundschaft des künstlerischen Direktors Jiří Partyka mit dem spanischen Vivaldi -Forscher  Eduardo García Salas) das größte Vivaldi-Festival in Mitteleuropa seit langem stattfinden, noch dazu mit vielen, erst jüngst in den Archiven entdeckten Werken.

Da Feldsberg und Eisgrub (wie die deutschen Namen lauten) einstmals Liechtensteinsches Territorium waren, lud die Festivalleitung jetzt zu einer Art „Vorpremiere“ in den überaus prächtigen barocken Herkulessaal im Gartenpalais des Palais Liechtenstein in Wien.

Zu Gast war der berühmte tschechische Dirigent Václav Luks mit seinen beiden Weltklassebarockensembles Collegium 1704 und Collegium vocale 1704.

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Vaclav Luks und sein Orchester. Foto: Festival

Zu hören gab es natürlich (ausser einer kleinen Hommage an den österreichischen Zeitgenossen Johann Melchior Pichler) ausschliesslich Kompositionen des venezianischen Meisters: Laetatus sum, Laudate pueri und vor allem das unglaublich eindrucksvolle Dixit dominus.

Über die Exzellenz vom Luks und den Seinen (die mehrfach auch im Theater an der Wien und im Konzerthaus gespielt haben) braucht man ja nicht mehr viele Worte zu verlieren. In letzter Zeit haben sie sich durch eine Fast-Gesamtaufnahme der Werke des völlig unterschätzten Barockkomponisten Jan Disma Zelenka einen Namen gemacht.

Und wenn demnächst endlich die Filmbiographie des mindestens so unterschätzten Josef Mysliveček unter dem Titel „Il boemo(Der Böhme)“ in die Kinos kommen wird (zu dem die Collegiums den Soundtrack erstellt haben), wird ihr Ruhm hoffentlich noch heller erstrahlen…

In der Zwischenzeit hat dieser „Vorgeschmack“ Lust auf das „eigentliche“ Festival in Valtice und Ledniče gemacht. Vielleicht sollte man die etwas über einstündige Anreise dorthin doch auf sich nehmen …Vivaldis wegen…

Robert Quitta
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ORF/ „IM ZENTRUM“: Das Erbe Merkels – Wohin steuert Europa?

Am 26. September um 22.35 Uhr in ORF 2

Auf diese Wahl in Deutschland blickt ganz Europa. Wer immer Angela Merkel als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin nachfolgen wird, mit ihm oder mit ihr beginnt ein neues Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte. Jedes größere politische Ereignis in Europa, auch jedes europäische Krisenmanagement in den vergangenen 16 Jahren, trägt auch die Handschrift von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Was ändert sich für Europa, wenn sie abtritt? Welchen Unterschied macht es für die Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union, wer an der Spitze der deutschen Regierung steht und welche Koalition regiert? Was bedeutet der Wahlausgang in Deutschland für die globalen Probleme Klimaschutz, Migration und Corona-Krise? Und wie bewertet man in Österreich die Ära Merkel und die möglichen Folgen der Bundestagswahl? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 26. September 2021, um 22.35 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Christian Kern ehem. Bundeskanzler, SPÖ

Ursula Plassnik Diplomatin und ehem. Außenministerin, ÖVP

Ulrike Lunacek ehem. Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Die Grünen stv. Vorsitzende des „BürgerInnen Forum Europa“

Marc Debus Politikwissenschafter, Universität Mannheim

Cathrin Kahlweit Journalistin „Süddeutsche Zeitung“
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