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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. JULI 2022)

24.07.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. JULI 2022)

SALZBURGER FESTSPIELE: ERSTE PROBENFOTOS VON „HERZOG BLAUBARTS BURG“ONLINE

Bartók / Orff
Herzog Blaubarts Burg / De temporum fine comoedia
Premiere am Dienstag, 26. 7. 2022

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Ausrine Stundyte (Judith). Foto: Salzburger Festspiele Monika Rittershaus
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Staatstheater Braunschweig trauert um Stefan Soltesz

Das Team des Staatstheaters Braunschweig trauert um seinen Ehrendirigenten und ehemaligen General­musik­direktor Stefan Soltesz. Er verstarb am gestrigen Abend nach einem Zusammenbruch während seines Dirigats von »Die schweigsame Frau« von Richard Strauss im Nationaltheater München. Stefan Soltesz war von 1988 bis 1993 Generalmusikdirektor des Staatsorchesters Braunschweig, drei Jahre Konzertchef während einer Vakanz unter Intendant Joachim Klement sowie regelmäßiger Gastdirigent seit über 25 Jahren.

Dagmar Schlingmann, Generalintendantin am Staatstheater Braunschweig: »Wir sind zutiefst bestürzt und traurig. Stefan Soltesz hat wie wenige andere Dirigenten in den letzten Jahrzehnten das Staatsorchester Braunschweig geprägt. Wir verlieren einen Dirigenten, dem wir unzählige musikalische Sternstunden zu verdanken haben. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau.«

Stefan Soltesz, geboren 1949 in Ungarn, studierte an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst Dirigieren bei Hans Swarowsky sowie Komposition und Klavier. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er Dirigent der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper Berlin und des Staatstheaters Braunschweig. Von 1992 bis 1997 war er Chefdirigent der Flämischen Oper in Antwerpen/Gent, von 1997 bis 2013 Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Musiktheaters.

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München/ Bayerische Staatsoper: DER ROSENKAVALIER HEUTE wieder mit Günther Groissböck

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Günther Groissböck, Marlis Petersen, Samantha Hankey. Foto: Bayerische Staatsoper
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Anna Netrebko und Yusif Eyvazov bedanken sich bei Fürstin Gloria in Regensburg für die freundliche Aufnahme

dank

Yusif Eyvazov, Fürstin Gloria, Anna Netrebko.

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Nach dem Konzert mit weiteren Mitwirkenden

ZU INSTAGRAM mit weiteren Fotos und einem Video (stehende Ovationen beim Schlussapplaus
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BAYREUTH/ ALTES SCHLOSS: DIE AUSSTELLUNG DER WAGNER-PLAKATE VON Dr. KLAUS BILLAND MACHT WÄHREND DER FESTSPIELE STATION IN BAYREUTH

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Richard Wagner war ein Komponist des 19. Jahrhunderts, der eine Musik kreierte, die im Wesentlichen die Voraussetzungen für die Entwicklung der Musik des 20. Jahrhunderts schuf. Musik ist unsichtbar, obwohl Wagner
Tristan in seinem Delirium im 3. Aufzug von Tristan und Isolde singen lässt: »Wie, hör‘ ich das Licht?«
Das bedeutet, dass in einem echten Meisterwerk wie dem Richard Wagners die Grenzen zwischen akustischer und visueller Wahrnehmung aufgehoben sind – man hört seine Musik und sieht vor sich, was diese Musik einem mitteilt. Sie sehen diese WagnerPlakatsammlung, die über 26 Jahre aus der gesamten Opernwelt zusammengetragen wurde, und Sie werden die Musik hinter dem hören, was Sie mit ihnen sehen, insbesondere wenn Sie Wagners Musik gut kennen. Das
wird meist der Fall sein, da viele von Ihnen nach Bayreuth kommen, um die Stücke auf dem Grünen Hügel zu erleben.

Alle Werke des »Bayreuther Kanons« sind in der Ausstellung, die etwa 150 Plakate umfasst, vertreten.
Wagners opus magnum, die Tetralogie Der Ring des Nibelungen, macht den Hauptteil der Ausstellung aus. Der Ring ist das längste je von Menschenhand geschaffene Musiktheater-Werk. Es beschäftigte Wagner etwa 25 Jahre und damit einen großen Teil seines Lebens. In den vier Musikdramen Das Rheingold, Die Walküre, Siegfried und
Götterdämmerung projizierte er seine Vision von einer besseren Welt, indem er die Unvereinbarkeítvon Macht und Liebe künstlerisch dokumentierte und dabei auf alte Mythen zurückgriff.
Mit dem Ring entwickelte Wagner sozialrevolutionäre Ideen und Konzepte großer Relevanz für das menschliche Zusammenlebenund für eine Gesellschaft schlechthin, mit einem wahrlich universellen Anspruch. Das ist in großer Vielfalt an den Ring-Plakaten dieser Ausstellung zu sehen. Da ist der Regenbogen, über den die Götter in Helsinki
und Seattle nach Walhall ziehen – die Größe göttlicher Allmacht andeutend. Da ist immer wieder das Feuer zu sehen, als elementare und schließlich unkontrollierbare Kraft, symbolisiert durch Loge im Ring, vor allem in den Plakaten von Bari, Buenos Aires, Cottbus, Detmold, Esbjerg, Essen, Helsinki, Kopenhagen, Riga, Wien oder Wroclaw.
Sie sehen, wie Brünnhilde in Dortmund eine Granate in die Alte Welt wirft, um sie von Alberichs Fluch zu erlösen – eine Taube steigt in eine hoffentlich bessere Zukunft auf … Sie sehen den Ring selbst in vielfacher Weise, mythologisch stilisiert in einer Assoziation des chinesischen Drachen im Shanghai Grand Theatre, in direkter Verbindung mit dem
Feuer in Sofi a, oder im ColónRing in Buenos Aires. Oder wir sehen in einen großen Ring in Melbourne …

Viele der Ring-Plakate thematisieren Richard Wagners Beschäftigung mit dem Mythos. Aber auch die Plakate des Fliegenden Holländer, von Tannhäuser, Lohengrin, Tristan und Isolde und Parsifal sprechen mythologische
Aspekte an. Einige dokumentieren den Schwanenmythos des Lohengrin.

Ein Plakat aus Neapel zeigt den Wunsch nach der unerfüllten Liebe von Tristan und Isolde – in Assoziation zu Wagners eigenen Gefühlen für Mathilde Wesendonck. Die Plakate, die Sie zu seinem Abschiedswerk Parsifal sehen, bieten ein weites Prisma visueller Assoziationen mit den facettenreichen Themen und Botschaften des Bühnenweihfestspiels, von einer traditionellen Inszenierung im österreichischen Wels über eine wundervolle Friedenstaube im schwedischen Karlstad am Vänernsee zur gefährlichen Versuchung durch eine weiße Schlange in Brüssel. Ein Plakat aus dem polnischen  Wroclaw scheint fast alle möglichen Assoziationen zu vereinen, die man zu Parsifal entwickeln kann. Natürlich fehlt auch ein großer Schuh zu den Meistersingern nicht.

Abschließend erinnern einige Plakate an oft eindrucksvolle Ausstellungen, inter alia, zum Ring in Bayreuth, aber auch zur großartigen Brünnhilde und Isolde der Birgit Nilsson in Schweden, und über das Verhältnis von Wagner zu den Wienern …

Genießen Sie im Alten Schloss Bayreuth das »Abenteuer« eines visuellen Rundgangs durch Richard Wagners universelles Œuvre und versuchen Sie, die Musik hinter dem zu hören, was Sie sehen, also in einer Umkehr von Tristans Spruch »Wie, hör‘ ich das Licht?«: »Wie, sehe ich die Musik?«

Klaus Billand, Kurator
Rezensionen zu den entsprechenden Aufführungen auf meiner Homepage www.klaus-billand.com

Maximilianstraße
Ausstellungsdauer:
25. Juli bis 31. August 2022
Öffnungszeiten:
Di–Sa 10–17 Uhr

Während der Ausstellung werden auch Gemälde der Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen in Stadt und Landkreis Bayreuth e.V. zu sehen sein.

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Jonas Kaufmann wirbt auf Facebook für seine Taschen-Kollektion

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Roberto Alagna in Verona/Piazza Bra nach CARMEN

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BAYERISCHE STAATSOPER VERABSCHIEDET SÄNGER ULRICH RESS NACH 38 JAHREN IN DEN RUHESTAND

Nach 38 Jahren (1984-2022) und weit über 2000 Auftritten verabschiedet die Bayerische Staatsoper den Bayerischen Kammersänger und langjähriges Ensemblemitglied Ulrich Reß im Rahmen der Vorstellung von Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier am Sonntag, 24. Juli 2022, 17 Uhr, im Nationaltheater in den wohlverdienten Ruhestand. Ulrich Reß wird an dem Abend, wie so viele Male zuvor, die Partie des Valzacchi verkörpern.

Auch Staatsintendant Serge Dorny äußerte sich zu Reß‘ Ruhestand: „Wir verneigen uns heute nicht nur vor dem Sänger und Ausnahme-Darsteller Ulrich Reß, sondern auch vor ihm als Mensch. Er ist ein Kollege, wie man ihn sich nur wünschen kann. Als erklärter leidenschaftlicher Familienmensch gestaltet er auch die Beziehungen seiner Opernfamilie mit viel Herzblut und großem sozialen Engagement. Er teilt gern seine reichen Erfahrungen mit den jüngeren Kolleginnen und Kollegen, um sie auf ihrem Berufsweg zu unterstützen. Als jetzt Dienstältester im Ensemble strahlt er eine große Gelassenheit aus. Die vielen schönen gemeinsamen Momente bleiben unvergesslich.“

Die Bayerische Staatsoper dankt Ulrich Reß für sein jahrzehntelanges Engagement und wünscht ihm und seiner Familie für die Zukunft alles Gute.

Im Rahmen der Vorstellung von Der Rosenkavalier am Sonntag, 24. Juli 2022, 17 Uhr, in der er ein weiteres Mal als Valzacchi auftritt, geht Ulrich Reß in den wohlverdienten Ruhestand. Doch der Abschied ist nur ein teilweiser: Schon in der kommenden Saison wird er als Gast an sein langjähriges Stammhaus zurückkehren.
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