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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. APRIL 2022)

24.04.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 24. APRIL 2022)

„MUSIKTHEATER AN DER WIEN“: Neue Website, Programm 2022/2023

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Zur neuen Saison-Website
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Wiener Staatsoper: HEUTE STREAM „LUCIA DI LAMMERMOOR“ (19 h)

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Lisette Oropesa (Lucia). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Mehr Infos unter

https://play.wiener-staatsoper.at/
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NETREBKO UND EYVAZOV NACH DEM AUFTRITT IN MONTE CARLO (nach „Manon Lescaut“)

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BÜHNEN BERN: ABSAGE „LIEBESGESANG“ – Oper von Georg Friedrich Haas und Händl Klaus. Auftragswerk der Bühnen Bern.

Aufgrund von Erkrankung müssen wir die für den 15. Mai 2022 anberaumte Premiere der Oper Liebesgesang sowie die Folgevorstellungen in dieser Saison nun leider vollständig absagen. Die Opernmatinee und geplante öffentliche Probe am Sonntag, 8. Mai 2022 entfällt ebenfalls.

Die Premiere wird auf eine Folgesaison verschoben. Der genaue Termin wird noch zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
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Linz: „SCHWANENSEE“ – Premiere am Musiktheater des Landestheaters, Großer Saal, 23. 04.2022

Choreographie Chris Haring und das Ensemble, Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

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Foto: Michael Loizenbauer

Dieser so ziemlich größte Klassiker der Ballettliteratur stand schon in der Saison 2015/2016 auf dem Programm des neuen Linzer Musiktheater. Damals wurde nach einer Choreographie und Handlung von Mei Hong Lin ein Tanztheater über das Leben des Komponisten aufgeführt, in der der „schwarze Schwan“ die negativen Einflüsse auf Tschaikowsky verkörperte.

Die Idee der aktuellen Produktion lt. website des Landestheaters: „Chris Haring hält den Körpern gebrochene Spiegel vor. Sein Spiel mit Sein und Schein, sein Umgang mit Spiegelbildern und Trugbildern lotet das Fremde im Eigenen und das Technische im Natürlichen aus. Es entfaltet sich im Illusionsraum der Linzer Theatermaschine und legt zugleich dessen Bestandteile frei. Diese postromantische Schwanensee-Version zeigt statt tanzender Schwäne und schmachtender Prinzen ein Verfließen, ein Werden der Gesten und Sprachen, das ins Unbestimmte, Transitorische des Menschen weist.“ Als Inspirationsquelle für die bildlichen Effekte werden im Programmheft Jheronimus Bosch und Giotto genannt; wir möchten hinzufügen, auch Dali und Henry Moore fallen ins Auge, die natürlich teils auch aus den selben Quellen geschöpft haben…

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber
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TTT Vinylschätze 25  – „Romanze des Nadir in unterschiedlichen Diktionen“   Perlenfischer, Bizet, der junge Nicolai Gedda, + Gigli -Björling-Kraus-Gedda

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 „Je crois entendre encore“  Perlenfischer, Bizet 1863

 Die Uraufführung war kein großer Erfolg. Trotz einer positiven Kritik von Hector Berlioz im Journal des débats erlebte die Oper zu Bizets Lebzeiten nur 18 Vorstellungen und geriet nach seinem Tod in Vergessenheit. Erst nach dem Tod des Komponisten und dem überwältigenden Erfolg seiner Oper Carmen erinnerte man sich der früheren Werke. Die Originalpartitur ist seit Langem verschollen, lediglich ein zeitgenössischer Klavierauszug ist noch erhalten. Daher kann heute nur noch eine rekonstruierte Fassung zur Aufführung gebracht werden. (Wikip.)

 https://www.youtube.com/watch?v=7o_Y3FALzyU 3.22 Min  Nicolai Gedda (jung, zart, einzigartig)  

 https://www.youtube.com/watch?v=rHuzZprZ3PM  5.44 Min. Gigli-Björling-Kraus-Gedda (Gedda älter!)

Nadir: „Ich glaube ich höre noch … Ihre Stimme, sanft und sonor, wie ein Lied von Waldtauben, oh bezaubernde Nacht, göttliches Entzücken, liebreizende Erinnerung, wahnsinnige Euphorie, süßer Traum! In klarer Sternennacht glaube ich sie immer noch zu sehen, ihren halb geöffneten Schleier im lauen Nachtwind … „

TTT Fußnote: Gefühle – unverbindliche Momente oder prägend?    

 
   

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         Robert Plutchiks Rad der Emotionen, Wikipedia

Zu Vinylschätze 25 – Romanze des Nadir,  Perlenfischer, Bizet – „Je crois entendre encore“     https://www.youtube.com/watch?v=7o_Y3FALzyU 3.22 Min  Nicolai Gedda

„Ich glaube ich höre noch … Ihre Stimme, sanft und sonor, wie ein Lied von Waldtauben, oh bezaubernde Nacht, göttliches Entzücken, liebreizende Erinnerung, wahnsinnige Euphorie, süßer Traum! In klarer Sternennacht glaube ich sie immer noch zu sehen, ihren halb geöffneten Schleier im lauen Nachtwind … „                                                    

Bekanntes wird durch wissenschaftliche Quantenerkenntnisse immer schlüssiger, nachweisbarer! Inszenierung: was entfaltet so sensiblen Gesang, solch sphärische Musik eher? Eine ebensolche, kongruente Situation oder z. B. im Gedärm eines toten Fisch stochernde Sängerinnen und/oder Sänger gemäß Regie?                                                                                                                      

Es löst energetische Wirkströme, Empfinden, Gefühle in Menschen aus = mikrokosmisch subatomar Energetisches (Quantenenergien)! Das kann Wohlgefallen, Erbauung, also tiefe Empathie sein, wenn die Dinge miteinander korrespondieren oder Unverständnis und „Achselzucken“ bis zum Ärger, Ekel, wenn diese Energetik konträr, antagonistisch, dekonstruktiv sendet.                 

So werden z. B. durch Inspirationen allfälliger Kultureindrücke Gefühle ausgelöst. Gefühle sind weltbestimmender (ca. 95 % zu 5 %) als Kopfgesteuertes, bekannt schon aus der Psychologie. (s. Emotio /Ratio, Un- , Unter-, Überbewusstes, Bewusstes, TTT Schriften hier im Onlinemerker).           

Mikrokosmische Quantenenergien wurden entdeckt, nicht erfunden, sind u. a. in jedem  Menschen, prägen die Erdgeschichte seit Urzeiten! Im Innen und Außen – beim Sender und  Empfänger – in immer konkreter zu definierenden Gefühlen, dem Empfinden der Ausübenden (wie gendert man hier?), also hier Singende und Publikum (s. z.B. „Beobachter beeinflusst Wirklichkeit auf subatomarer Ebene“, Heisenbergs Unschärferelation, etc).                                                                   

Welcher emotionale Diskurs/Duktus soll meinen Heimweg  begleiten? Also vulgo: wenn es passt, wird besser gesungen, musiziert, erhält größere emotionale Dichte, erreicht ein Publikum in intensiver Innerlichkeit statt anarchisch Diffusem! (TTT: Desinteresse über 90 % deutscher Theaterleiter , s. auch „Regietheater“)

Tim Theo Tinn 22. April 2022

Kommentare

Jussi Björling (* 1911  † 1960 Schweden) – 1 Ton tiefer, stark aber schön!                           

Alfredo Kraus(* 1927  †  1999 Spanien) –  Meistens volle Stimme, aber immer zart

Beniamino Gigli (* 1890 † 1957 Italien) – Italienische Version, 1 Ton tiefer. Mein Gott, der Ton!

Nicolai Gedda (* 1925 Schweden † 2017 Schweiz)  – Schönste Mezza-Stimme

Finale:                                                                                                                                                                                        
Jussi Björling  – Kräftiges B, aber zartes Finale!

Alfredo Kraus – Gloriose Höhe C, volle Stimme!

Beniamino Gigli – Wunderschönes B auf Mezza -Stimme

Nicolai Gedda – Meine Lieblingsversion. Hohes C auf Mezza-Stimme, einzigartig

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KUNSTUNIVERSITÄT GRAZ

bäst

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Zum 85. Geburtstag der Schauspielikone: „dokFilm: Dr. Jack – Mr. Nicholson“ am 24. April in ORF 2

 Am 7. Mai: „Was das Herz begehrt“

Wien (OTS) – Wenn er sein Lächeln aufsetzt, kann ihm niemand widerstehen. Aber aus seinen Augen unter den markant gebogenen Brauen blitzt immer wieder etwas Gefährliches auf. Ob er in „Shining“ in einem verlassenen Hotel die Axt schwingt und blanken Horror verbreitet, in „Die Hexen von Eastwick“ Cher, Susan Sarandon und Michelle Pfeiffer seinem teuflischen Charme erliegen, er als Joker seine mimischen Trümpfe gegen Batman ausspielt oder noch im Alter den Charmeur gibt: Jack Nicholson ist stets glaubwürdig. Mit drei Academy Awards ausgezeichnet und zwölf Oscar-Nominierungen bedacht zählt die Schauspielikone zu den Hollywood-Giganten schlechthin. Mehr als fünf Jahrzehnte dauerte Nicholsons Karriere an – seit 2010 stand er nicht mehr vor der Kamera –, doch trotz seiner Prominenz ist er ein Mysterium geblieben. Anlässlich seines 85. Geburtstags (am 22. April 2022) zeichnet die Dokumentation „Dr. Jack – Mr. Nicholson“ von Emmanuelle Nobécourt – zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 24. April 2022, um 23.05 Uhr in ORF 2 – das Porträt eines Maßlosen, der in seiner Kunst stets über Grenzen geht, privat aber seiner Einsamkeit nicht entrinnen kann.

Am Samstag, dem 7. Mai, zeigt ORF 1 um 22.05 Uhr die kultige Romantikkomödie „Was das Herz begehrt“ mit Jack Nicholson an der Seite von Diane Keaton.

Mehr zum Inhalt von „Dr. Jack – Mr. Nicholson“:

Mit 17 Jahren setzt sich Jack Nicholson in sein auf Kredit gekauftes Auto, um sein Zuhause in New Jersey hinter sich zu lassen. Sein Ziel: Hollywood. Er will Filmstar werden und landet als Laufbursche in den Animationsstudios Hanna-Barbera. Er lernt die Abläufe in der Traumfabrik kennen, bald ergattert er erste kleine Rollen in Film und Fernsehen. Doch niemand scheint wirklich auf Jack Nicholson gewartet zu haben – er ist einfach nicht perfekt genug für das Hollywood der 1950er Jahre. Vor allem: Er weiß selbst nicht, für welches Rollenfach er am besten taugt. Frustriert will er sich ganz hinter die Kamera zurückziehen. Das psychedelische Drehbuch „The Trip“, das Nicholson schreibt, wird mit zwei Stars des Neuen Hollywood verfilmt: Peter Fonda und Dennis Hopper. Zwei Jahre später steht er mit den beiden vor der Kamera: „Easy Rider“ wird zum Kultfilm, der das Einhundertfache seiner Produktionskosten einspielt und ihm seine erste Oscar-Nominierung einbringt.

Der Erfolg macht Jack Nicholson selbstsicher, er hat die Courage, seine Abgründe auszuloten und seine Dämonen auf die Leinwand zu bringen. Und dies macht er zusehends unbarmherzig. Bei den Dreharbeiten zu „Einer flog über das Kuckucksnest“ lässt ihm Regisseur Miloš Forman viel Platz für Improvisation – und Nicholson spielt nicht zuletzt auch sich selbst. „Ich bin immer mindestens zu 75 Prozent der Charakter, den ich darstelle“, sagt er einmal. Für seine Rolle als aufbegehrender Unruhestifter und Gewalttäter in einer Nervenheilanstalt erhält er seinen ersten Oscar. Auf den roten Teppichen und für die Yellow Press pflegt Jack Nicholson sein Image als exzessiver Superstar und Womanizer. Vor der Kamera dreht er noch einmal an der Schraube: Sein perfides „Here’s Johnny“ im Horrorfilm „The Shining“, seine zum mörderischen Grinsen gefrorene Fratze, jagt dem Publikum eisige Schauer über den Rücken – und wird zur popkulturellen Ikone.

Anfang der 1970er Jahre erschüttern die Enthüllungen eines Journalisten das Privatleben Nicholsons schwer: Seine vorgebliche Schwester ist tatsächlich seine leibliche Mutter. Es ist eine besondere Ironie des Schicksals, dass Nicholson zu dieser Zeit gerade eine Hauptrolle in Roman Polanskis Film „Chinatown“ spielt, der sich wie eine Paraphrase auf sein Privatleben lesen lässt. Nicht nur vor, auch abseits der Kamera ist der Schauspieler ein Getriebener. Halt gibt ihm die lange Beziehung mit Anjelica Huston, die ihm aber irgendwann die ungezählten Affären und One-Night-Stands nicht mehr vergeben kann und ihn verlässt. 2010 hat Jack Nicholson seine letzte Kinorolle gespielt. Dennoch bezeichnet er sich nicht als Hollywood-Rentner. Es ist anzunehmen, dass er ein Suchender geblieben ist.

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„IM ZENTRUM“: Europa rüstet auf – Frieden schaffen mit mehr Waffen?

 Am 24. April um 22.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Im November 2021 meinte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell „Europa ist in Gefahr“ und legte ein Konzept für die Verteidigungspolitik der Union auf den Tisch. Wenige Wochen später sorgt der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zu immer größer werdenden Waffen- und Geldlieferungen aus der EU in das Kriegsgebiet. Die sicherheitspolitischen Folgen für Europa sind enorm. Der Krieg führt zu viel mehr Investitionen ins Militär, Finnland strebt in die NATO, Brüssel diskutiert die Beistandsklausel. Kann die EU ihre 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger schützen? Wie soll die Verteidigungsunion konkret aussehen? Wird sie mehr als eine Kooperation zwischen nationalen Armeen sein? Wird es je eine europäische Armee geben? Wie sieht die Kooperation mit den USA, der NATO und Großbritannien aus? Führt Aufrüsten zu mehr Sicherheit? Werden nur mehr Waffen den Frieden schaffen? Wie geschlossen und entschlossen ist die EU in dieser Frage?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 24. April 2022, um 22.20 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Othmar Karas Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments, ÖVP
Harald Vilimsky EU-Abgeordneter, FPÖ
Claudia Gamon EU-Abgeordnete, NEOS
Franz-Stefan Gady Militäranalyst
Thomas Roithner Friedensforscher, Privatdozent für Politikwissenschaft, Universität Wien

 

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