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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 23. MAI 2021 – Pfingst-Sonntag)

23.05.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 23. MAI 2021 – Pfingstsonntag)

HEUTE PREMIERE AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER: LEAR von Aribert Reimann

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ZUM VIDEO (etwa 7 Minuten)

Vorbericht: „Lear“ an der Bayerischen Staatsoper: Premiere mit mehreren Debüts
Vor 43 Jahren gab es eine ganze besondere Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper: „Lear“ von Aribert Reimann. Die Oper war ein Riesenerfolg und wurde seitdem in vielen Opernhäusern inszeniert. Nun hat sie erneut Premiere in München – mit Christoph Marthaler als Regisseur und Christian Gerhaher im Rollendebüt als König Lear.
http://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/vorbericht-reimann-oper-lear-bayerische-staatsoper-premiere-100.html

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WIENER STAATSOPER: PREMIERE „L’INCORONAZIONE DI POPPEA“

Premierenkritiken online:

Zur Premierenkritik von Renate Wagner

Zur Premierenkritik von Heinrich Schramm-Schiessl

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Kate Lindsey und Ensemble. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Musikalische Leitung: Pablo Heras Casado
Inszenierung: Jan Lauwers

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Slavka Zamecnikova und Ensemble. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámečníková
Ottone, früherer Gatte Poppeas Xavier Sabata
Ottavia, Neros Gemahlin Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
Solotänzerin Sarah Lutz
Solotänzer Camilo Mejía Cortés
Nutrice / Famigliare I Daniel Jenz
Arnalta Thomas Ebenstein
Amore / Valletto Isabel Signoret
Fortuna / Damigella / Amorino I Johanna Wallroth
Pallade / Venere Aurora Marthens
Lucano / Soldato I / Famigliare II Josh Lovell
Liberto / Soldato II / Console Hiroshi Amako
Littore / Tribuno / Famigliare III Erik Van Heyningen
Amorino II Katarina Porubanova

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Willard White (Seneca). Foto Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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Wiener Staatsoper: TOSCA  (Vorstellung am 21.5.2021)

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Piotr Beczala, Sonya Yocheva. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Sonya Yoncheva, Ambrogio Maestri. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Ambrogio Maestri. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
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SALZBURG/ Pfingstfestspiele: Montag TOSCA mit Netrebko, Kaufmann

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KOMISCHE OPER BERLIN: »Wir sind elektrisiert!« – Hoffnung auf Rückkehr zum Spielbetrieb, Saisonausblick 2021/22 verschoben

Nach der Ankündigung von Kultursenator Dr. Klaus Lederer, dass möglicherweise auch Kulturveranstaltungen in Innenräumen ab 4. Juni unter Auflagen wieder regulär stattfinden könnten, hofft die Komische Oper Berlin darauf, ihren Spielbetrieb voraussichtlich ab 6. Juni wieder aufnehmen und einen angepassten Spielplan bis einschließlich 1. Juli präsentieren zu können. Dieser eröffnet nach aktuellem Stand mit der Premiere Der »Zigeuner«baron am 6. Juni, in einer Neufassung und Inszenierung von Tobias Kratzer – gefolgt von der Premiere des Chorprojekts Mondnacht am 13. Juni.

Weiterhin finden schon ab 1. Juni wieder Konzerte in Berliner Hinterhöfen im Rahmen von »Selam Opera!« statt. Zusätzlich präsentiert das Projekt mit »Selam Tango« ein weiteres, neues Hinterhof-Programm. Weitere Details zu Spielplan und Hofkonzerten werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky: »Wir sind elektrisiert, dass wir vor Spielzeitende vielleicht doch noch die Möglichkeit haben werden, eine wichtige Neuproduktion zu präsentieren und weitere Vorstellungen zu spielen. Fingers crossed! – Wir drücken die Daumen, dass alles auch wirklich wie geplant über die Bühne gehen kann! Tobias Kratzer und das »Zigeuner«baron-Ensemble warten seit fast sechs Monaten darauf, diese sehr besondere Version von Strauss’ Operette endlich vor Zuschauer*innen spielen zu dürfen, und ich freue mich riesig, dass wir die Produktion jetzt unserem Berliner Publikum vorstellen können.«

Die Rahmenbedingen für die Vorstellungen in der Komischen Oper Berlin stehen noch nicht final fest und richten sich nach den Auflagen der zuletzt gültigen Verordnung.

Die Veröffentlichung des Programms für die Saison 2021/22 verschiebt sich um eine Woche auf den 29. Juni. Zum Termin für Medienvertreter*innen am 28. Juni laden wir Anfang Juni ein. Die nächste Spielzeit wird die letzte Saison von Barrie Kosky in seiner Funktion als Intendant und Chefregisseur sein.

Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

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Dr. Ulrich Peters wird für drei Spielzeiten Intendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

Kunstministerin Theresia Bauer: „Mit seiner enormen Erfahrung als Theaterleiter und Regisseur ist Ulrich Peters ein wichtiger
Baustein im Zukunftsprozess des Badischen Staatstheaters“
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „Dass Ulrich Peters jetzt seine Expertise für eine Interimsintendanz zur Verfügung stellt,
spricht für seine große Sympathie für unsere Stadt und seine Leidenschaft für unser BST“

Bei einer Sondersitzung hat der Verwaltungsrat des Badisches Staatstheaters am Donnerstag (20. Mai) in Karlsruhe den langjährigen Theaterleiter und Musiktheater-Regisseur Dr. Ulrich Peters einstimmig zum Intendanten für die Zeit vom 1. September 2021 bis zum 31. August 2024 bestimmt. Ulrich Peters ist noch Generalintendant am Theater Münster. Er folgt in Karlsruhe auf Peter Spuhler.
„Wir haben mit Ulrich Peters einen enorm erfahrenen Theaterleiter und Musiktheater-Regisseur für das Badische Staatstheater gewinnen können“, sagte Kunstministerin und Verwaltungsratsvorsitzende Theresia Bauer am Donnerstagabend.

„Er wird eine ganz entscheidende Rolle einnehmen und ein wesentlicher Baustein im eingeleiteten Zukunftsprozess des Hauses sein“

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TRADITIONELLES ERÖFFNUNGSKONZERT DER KULTURSAISON IN VALTICE. TIPP FÜR TSCHECHIEN-TOURISTEN

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Ich möchte Sie gerne auf mein traditionelles Konzert zur Eröffnung der Kultursaison in Valtice (Südmähren/CZ) aufmerksam machen.
In diesem Jahr machen wir kein Opernkonzert in der Reithalle, sondern ein geistliches Konzert in der Stadtpfarrkirche
zusammen mit dem Konzertchor Iglau. Chorleiter: Pavel Salák. Auf dem Programm stehen Chorwerke und geistliche Arien im Opernstil aus Italien und Amerika.

Die Stadt und die umliegende Kulturlandschaft Lednice-Valtice sind jedenfalls eine Reise wert. 
Dieses Gebiet zählt zu den 10 Top-Ausflugszielen in Tschechien. Von Wien aus ist Valtice mit dem Auto bequem in knapp einer Stunde über die Nordautobahn A5 zu erreichen.
Es gibt auch schnelle Zugverbindungen von Wien nach Breclav und retour. 
Auf Schloss Valtice wurden auch weite Sequenzen der Fernsehserie „Maria Theresia“ gedreht. 

Hier ein Link mit dem Drohnenflug über die Stadt….
https://www.youtube.com/watch?v=5u0SWO7U3NQ

Infos zur Kulturlandschaft Lednice-Valtice:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturlandschaft_Lednice-Valtice

Die Einreise ist wieder möglich

https://orf.at/stories/3214173/
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„Bastardisierung des Musiktheaters: Digitalisierung/ Multimedia und Frau Ministerin Sakrosankt Sachsen!“

TTT’s   Catbelling 5 (von „bell the cat – der Katze die Schelle umhängen“, Redewendung).

Weekly proverb of the past: “Belling the cat” | The Vulgar Crowd

                                „Belling the cat“  Pieter Bruegel  1559 

… und ewig flieht Verstand …verdeutlicht die gegenwärtige Pressewelle über den Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der nicht (!) GMD der Semperoper ist, (dort selten gem. Vertrag dirigiert). Auch der Narzissmus einer unkundigen Ministerin entfaltet neuerlich allerorten bedauernswerte intellektuelle Kapazitäten. Christian Thielemann ist keiner der führenden Orchesterleiter, er ist weltweit „der“ führende in seinem Repertoire (daher: „Was kümmert’s ihn, wenn der Mops bellt!“)   So gewinnt auch eine hohle Forderung nach größerer Quantität, die Qualität hintanstellt, enorm lächerliche Pillepalle.

Mit Vertrag vom Dez. 2009 bestimmen Dresden und Thielemann (auch geschult als Pianist, Geiger, Bratscher) je Saison mindestens 45 Dirigate, drei Sonder-, 18 Tourneekonzerte.

Die Brüderschaft recherchefreier Berichterstattung folgt blind obrigkeitsüberhöhendem Unverstand in Kompetenz zuweisendem kargen Gedankengut. Tatsächlich wird ohne Hinterfragen unterstellt, dass die Frau Ministerin Barbara Klepsch kompetente Gründe hat Christian Thielemann aus ihrem Dunstkreis zu entfernen, Kompetenz wird qua Amt angedichtet. Genauso werden Worthülsen aus vorgeblichen Gründen erörtert, denen Sachebenen fehlen.  

Beispiel: Christian Thielemann habe die Aufgaben des GMD nicht genügend erfüllt! Das stimmt – fast! Er hat diese Dienste überhaupt nicht erfüllt, weil er schlechterdings nicht GMD ist. Fabio Luisi war dies bis 2012. Seitdem gibt es die Position in Dresden nicht.

Recherche: ermitteln, nachforschen, erkunden, Sammelbegriff für Suchvorgänge zur Informationsgewinnung.  „professionelle journalistische Recherche ist … methodisches Vorgehen, … so viele … Daten und Fakten zusammenzutragen, um eine schlüssige, relevante und informative Geschichte erzählen zu können (Quelle „Journalistikon“)“

Ausgiebig finden sich Behauptungskaskaden, dem Gehalt der Ergüsse fehlt Recherche. TTT recherchiert.

Frau Barbara Klepsch, CDU (durch nebenberufliche Fachschulung Verwaltungs-Betriebswirtin – VWA ohne Diplom, also Behörden-/Bürokratie-Prägung, Bürokratissima) seit 20. Dezember 2019 Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, zuvor seit 13. November 2014 Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, von 2001 bis 2014 Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz, von 1988 bis 1993 Leiterin für Finanzen im Kreiskrankenhaus Annaberg. Anschließend Kämmerin der erzgebirgischen Berg- und Kreisstadt Annaberg-Buchholz (Quelle Wikipedia).

Bildungs- Erfahrungs- oder sonstiger Hintergrund zu kompetenter Kulturpolitik ist nicht erkennbar. Erkennbar wird gesellschaftliche Sozialisation im totalitären DDR-System, in dem sie damals erste privilegierte Leitung einer staatlichen Einrichtung einnahm.

Dem damaligen Selbstverständnis entsprechend hielt man sich mit eigenständigem Denken zurück bzw. orientierte sich an Denkverboten, präferierte vorgegebene Denkmuster zur Wahrung von Karrierechancen.

TTT’s Hinweis vom 16.5.d.J.: „Bürokratissima entfernt Welt-Klasse Dirigent aus ihrem Wirkungskreis!“ Gemunkelt wird vor Ort, dass Thielemann in üblicher Manier der Dame untertäniges und devotes Verhalten (Synonym für Arschkriecherei) verweigert hat.  In Nutzung ungeheurer Kompetenz zur Einschätzung der „geringen Weltbedeutung“ von Christian Thielemann ist sie so verfahren, wie man es spätestens seit der Pandemie von Politikern kennt: zu allem fähig, und/aber wozu dann in der Lage!!!? Und was geschieht bei solchen Intelligenzen: „Wenn man den Chef nicht liebt, schmeißt der einen raus“

Aufgrund mangelhafter Kenntnisse bzw. geprägter Anpassung lässt sie sich offensichtlich auf Meinungsbildung anderer ein, die tatsächlich eine Minderheit bilden, wenn man die Menschen im Musiktheater- und Konzert-Kosmos vor und hinter der Bühne berücksichtigt.

Sie folgt also mit ihren Erläuterungen zum Rausschmiss von Thielemann den mittlerweile schon musealen dekonstruierenden Vorstellungen (bald 40 Jahren) aus sogen. Regietheater-Gemurkse, bzw. unfertigem Multimedia-Gesudel, was laienhaft als Digitalisierung bezeichnet wird.

„Perspektive Semper 2030“ … denken trotzdem an das Übermorgen der Oper, …Oper in 10 Jahre … neue Wege … zeitgemäßer Interpretation von Musiktheater und konzertanter Kunst gehen müssen … Anziehungskraft …zu behalten oder zu steigern. Das gelte auch … der Nutzung digitaler Angebote.

Das klingt mglw. medienwirksam, sind tatsächlich aus Ahnungslosigkeit geprägte Plattitüden, werden aber vom Feuilleton gern zur Basis abenteuerlicher Überlegungen zugrunde gelegt, obwohl substanziell reine Toilettenparolen Einfluss nehmen sollen.

2030 ist also nach B. Klepsch das Übermorgen der Oper, damit behauptet sie, dass 2010 Vorgestern war (Morgen ist heute schon gestern). So sind die, unsere Politiker, wie die Versicherungsvertreter: da haut man mal einen krassen Satz raus, vergisst jede Begründung, behauptet Kompetenz in Offenlegung aller Inkompetenz.

Wie oft war Frau Bürokratissima in den letzten 10 Jahren im Theater, um erkannt zu haben, dass neues Zeitgemäßeres gegen bestehende theatrale Evolution in 10 Jahren entstanden sei? Oder stehen wir vor einer durchrüttelnden nie dagewesenen Zeitenwende? Das soll dann durch digitale Angebote wirken?

Digital bezeichnet lediglich eine Form der Datenübermittlung zur Darstellung auf andere Medien wie Monitore, Leinwände, Projektionsflächen. Dazu nutzt man aufbereitete analoge Darstellungen, die theaterimmanent sind und die insbesondere in aktueller Pandemie allerorten beschworen wurden.

Somit entstehen in dieser Aufbereitung konservierte analoge Künste, also Konserven, die dem beschworenen Theatergeist als Antagonismus gelten müssen. Die eigentliche Live-Aufführung im Theater wird zum Mischling, reduzierten Theaters durch multimediale Irritationen, zum Bastard und verliert seine urtümliche Wirkungsmacht. So wird die Bastardisierung des Theaters und der Musik beschworen.

Es entsteht ritualisierte Idiotie aus Teilen des Feuilletons u. a., indem auf eigene Recherche, eigenes Denken, eigene Bildung verzichtet wird.

Und so soll eine weltbedeutende Persönlichkeit einer Hybris erlegenen Politikerin weichen? Dieser Kahlschlag wird Dresden beschädigen!

Es ist äußerst weltfremd zu behaupten, ein Weltklasse-Dirigent mit 62 Jahren sei ein Auslaufmodell, von dem man sich trennen müsse. Ein Weltbester kann nicht genügen?

Das mag aber auch ein Symptom für Gegenwärtiges in der deutschen CDU sein, wenn man bedenkt, dass der aktuelle Kanzlerkandidat von wenigen „Granden“ gegen weite Mehrheiten in der Basis durchgedrückt wurde. Wird CDU allerorten blamabel?

Tim Theo Tinn, 20. Mai 2021
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