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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 23. AUGUST 2020)

23.08.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 23. AUGUST )

SALZBURGER FESTSPIELE: FOTOS VOM THIELEMANN-KONZERT(von Kaus Billand)

Mehr Fotos morgen!


Elina Garanca, Christian Thielemann und die Philharmoniker nach den Wesendonck- Liedern. Foto: Klaus Billand


Frank Walter Steinmeier und Alexander van der Bellen. Foto: Klaus Billand


28 Stolpersteine vor dem „Haus für Mozart“. Foto: Klaus Billand

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HARRY KUPFERS ELEKTRA: Rückkehr einer legendären Inszenierung


Harry Kupfer. (c) Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Viele haben sich’s gewünscht, nun ist sie wieder da: Harry Kupfers packende Inszenierung der Elektra, ein Meisterwerk der eindrucksvollen Bilder und der genauen Figurenzeichnung. In Wien feierte die Produktion am 10. Juni 1989, am Vorabend des 125. Geburtstags von Richard Strauss, Premiere – und schrieb ein Stück Interpretationsgeschichte. Im September wird sie nun wiederaufgenommen.

Wer die Inszenierung einmal gesehen hat, wird sie nie vergessen: Das riesige, halbzerstörte Standbild des ermordeten Agamemnon dominiert die Bühne, unter seinem Fuß eine Weltkugel. Bedrohlich, beängstigend, allgegenwärtig. An ihm zerren alle Figuren der Oper, kommen nicht los, können sich nicht befreien. Was Harry Kupfer zeigt, ist nicht nur eine antike Geschichte um Mord und Rache, es geht um Gewalt und Gegengewalt, um Macht und Manipulation, um Unterdrückung. Im Schatten der Statue erzählt er die Geschichte aller Diktaturen und ihrer Folgen, es ist eine Anklage und ein Aufbäumen. Und wie in allen seinen Arbeiten rückt er den Menschen vielschichtig ins Zentrum: Elektra ist gleichzeitig Opfer und Rächerin, manipulierend, einsam, destruktiv und zornig. Keine Figurenschablone, sondern eine psychologisch aufbereitete Studie. Wie sagte da die Premieren-Elektra Éva Marton im Laufe der Probenarbeit so richtig? „So etwas Kreatives habe ich überhaupt noch nie erlebt. Er hatte eine feste Hand und doch eine lange Leine.“ Und die Klytämnestra der Premiere, Brigitte Fassbaender: »Kupfer trieb mich an die Grenze des Machbaren, des Singbaren, ich war danach wie aus dem Wasser gezogen. Die sängerische Aktion trat bei dieser Rolle zugunsten der schauspielerischen in den Hintergrund. Es war eine große und wichtige Erfahrung, eine künstlerisch gebändigte Selbstentäußerung, die ich Harry Kupfer zu verdanken hatte.«

Die Intensität der Probenarbeit spiegelt sich in der packenden Aussagekraft der Inszenierung wider: „Harry Kupfer, der alle Sänger zu grandiosen schauspielerischen Leistungen führt, räumt in seiner präzise analysierenden, beängstigenden und packenden Inszenierung mit gängigen Klischees auf. Elektra stirbt nicht nur an der Freude darüber, dass ihr Rachedurst endlich gestillt ist, sondern an der entsetzlichen Erkenntnis, dass nun kein neues Leben beginnen kann, weil der Mordkreislauf nicht mehr abbrechen wird“, kommentierte der Kritiker Ernst Naredi-Rainer die Produktion.

Ab 8. September steht diese legendäre Produktion wieder am Spielplan der Staatsoper, zu hören ist ein außerordentliches Damenterzett: Erstmals singt KS Ricarda Merbeth im Haus am Ring die Titelpartie, KS Camilla Nylund debütiert als Chrysothemis, Doris Soffel als Klytämnestra. In der Partie des Orest stellt sich Derek Welton, der heuer bei den Salzburger Festspielen größte Erfolge feierte, dem Wiener Staatsopern-Publikum vor.

Es war geplant, dass Harry Kupfer die Elektra als erste Wiederaufnahme der Spielzeit vorbereitet, sein Tod am 30. Dezember 2019 verhinderte jedoch die Rückkehr des Regisseurs ans Haus. Angela Brandt, eine langjährige Mitarbeiterin Kupfers und von ihm für diese Produktion ausgewählt, wird die Elektra in seinem Sinne erarbeiten – als Vermächtnis und Erinnerung an den großen Theatermacher!

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Termine

8., 11., 19. und 22. September 2020

Für die Vorstellung am 22. September erhalten Inhaber einer BundestheaterCard für 25 Bonuspunkte 20% Ermäßigung beim Kauf einer Karte (gilt bis max. 4 Karten), online und an den Bundestheaterkassen.

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Welser-Möst: Wiener Staatsoper hat an Relevanz verloren - Musik ...
Franz Welser-Möst. (c) Julia Wesely

FRANZ WELSER-MÖST
Rückkehr an die Wiener Staatsoper

In über 200 Vorstellungen und nicht zuletzt als Generalmusikdirektor hat Franz Welser-Möst die Interpretationsgeschichte des Hauses am Ring mitgeschrieben und nachhaltig geprägt. Sechs Jahre lang musste das Publikum der Wiener Staatsoper auf diesen international so bedeutenden und renommierten Dirigenten verzichten. Mit der »Elektra« -Wiederaufnahme am 8. September kehrt er nun bereits am zweiten Tag der Spielzeit zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte.

Claus Helmut Drese hatte mit weiser Voraussicht in den späten 1980er-Jahren eine Reihe von damals wichtigen oder aufstrebenden jungen Dirigenten erstmals an die Wiener Staatsoper verpflichtet. Unter ihnen den damals 27jährigen Franz Welser-Möst, der sich erfolgreich mit »L’italiana in Algeri« und dann auch mit »Le nozze di Figaro« vorstellen konnte. Spätestens mit seinem fulminanten und kurzfristigen Einspringen im Herbst 2003 hat Welser-Möst schließlich auch an der Wiener Staatsoper seine außerordentliche Stellung unter den führenden Dirigenten bewiesen: Der vorgesehene Christian Thielemann war erkrankt und so rettete Welser-Möst nicht nur die ausverkaufte »Tristan und Isolde«-Vorstellung, sondern gestaltete ohne jede Probe eine Aufführung, die sich als Sternstunde in die Interpretationsgeschichte des Hauses eingeschrieben hat. So wie er dann im Folgenden und in intensiver Zusammenarbeit mit dem Orchester, dem Chor und den Solistinnen und Solisten zahllose unvergessliche Höhepunkten aneinanderreihte: eine Neuproduktion der gesamten »Nibelungen«-Tetralogie und des »Tannhäuser« einen Janácek-Zyklus mit mehreren Staatsopern-Erstaufführungen, zahlreiche Premieren zentraler Werke und von Raritäten, sowie – selbstverständlich – eine Vielzahl an Repertoireaufführungen. Seine profunde Stilkenntnis in einem unglaublich breiten Repertoire, seine Referenz-Interpretationen stellt Welser-Möst freilich nicht nur an den wesentlichen Opernbühnen und Festivals der Welt unter Beweis, sondern im gleichem Maße auf den wichtigsten Konzertpodien und am Pult der bedeutendsten Klangkörper. So prägt er allen voran seit 18 Jahren als Musikdirektor des Cleveland Orchestra die unverwechselbare Klangkultur dieses Orchesters und unterhält eine besonders enge und produktive künstlerische Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern. Mit der Rückkehr an die Wiener Staatsoper wird dieser außergewöhnliche Musiker nicht nur unmittelbar an seinen »Elektra«-Triumph bei den Salzburger Festspielen anknüpfen, sondern dieses Werk, das er nicht mehr allzu häufig aufzuführen plant, erstmals im Haus am Ring dirigieren.

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(c) Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

ELEKTRA
Das kühnste Werk von Richard Strauss

Mit Elektra schuf Richard Strauss sein musikalisch kühnstes Werk für die Opernbühne. Zugleich stand dieser 1909 uraufgeführte epochale, bis zur Polytonalität vordringende Einakter am Beginn der langjährigen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem kongenialen österreichischen Dichter Hugo von Hofmannsthal.

Begonnen hatte alles am Deutschen Theater Berlin, wo Strauss im Herbst 1905 eine Aufführung von Hofmannsthals Schauspiel Elektra in der Inszenierung Max Reinhardts miterlebte und als operntauglich einstufte – nicht zuletzt, weil Hofmannsthal weniger die Erzählung als die psychologische Ausdeutung der mythologischen Figuren ins Zentrum rückte: Die vatergebundene Titelfigur, die mit unbeirrbarer und hysterisch-hasserfüllter Energie ihre Rachepläne verfolgt, ihre von abergläubischer Furcht gepeinigte Mutter Klytämnestra, deren schwächlicher Mordkomplize und Geliebter Aegisth, Elektras liebesdurstige und lebenshungrige, nach Mutterglück verlangende Schwester Chrysothemis, der tot geglaubte Bruder Orest, der sich als Mann der Tat zum Muttermord bereit erklärt und schließlich der auf jedem einzelnen dieses unsäglichen Familienverbandes lastende meuchlings ermordete König, Gatte, Vater und Nebenbuhler Agamemnon. Diesen Stoff verwandelte der Klangmagier Strauss mit einer für die damalige Zeit radikal expressiven Musiksprache, in eine Partitur, die, wie Hermann Bahr schrieb „alle Schauder wagt“. Mit der schier überbordenden Instrumentation eines Riesenorchesters gelang es ihm, seine Vorstellungen einer mythisch-archaischen Griechenland-Antike und die im Stoff innewohnende Brutalität und Gewaltbereitschaft atmosphärisch ebenso abzubilden, wie nuancenreiche seelische Charakterbilder und Stimmungsschilderungen. Schon die elementare Kraft des Agamemnon-Motivs zeugt davon: Sie eröffnet und durchzieht die Oper und symbolisiert die dominierende Allgegenwart des ermordeten Königs, dessen Geist die gesamte Handlung gewissermaßen durchherrscht und bestimmt. Eine Handlung, die in einem durchgehenden Crescendo auf ihre dramatische Klimax zustrebt und nach erfolgter Rache in einen »namenlosen Tanz« mündet, dessen Zurückströmen in die Tonalität einer auskomponierte Katharsis gleichkommt. Schon wenige Wochen nach der Dresdner Weltpremiere gelangte Elektra an die Wiener Staatsoper, an der sie als eines der zentralen Werke bis heute nahezu durchgehend im Spielplan blieb.

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PIANIST JOSEF BULVA IN MONACO GESTORBEN

Er war Grenzgänger zwischen Ost und West, sein Leben und seine Karriere schwankte zwischen Aufstieg und Fall, und er galt als einer der bedeutendsten Pianisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Am 12. August ist Josef Bulva im Alter von 77 Jahren in seiner Wahlheimat Monaco gestorben.

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/josef-bulva-gestorben-102.html -mit VIDEO

Josef Bulva wurde 1943 in der seinerzeit deutsch besetzten Tschechoslowakei, dem heutigen Tschechien, geboren. Ab 1950 besuchte er die Musikschule in Napajedla, wohin seine Eltern umgesiedelt worden waren. Bulva nahm Unterricht bei dem Musikpädagogen Václav Lanka und erlangte bald die Virtuosität, die ihm den Ruf eines Wunderkindes einbrachte. Bereits mit 12 Jahren spielte er Liszt-Etüden und Mozart-Klavierkonzerte. Mit 13 Jahren spielte er Brahms’ anspruchsvolle Paganini-Variationen. Gefördert durch ein Staatsstipendium der ČSSR besuchte Bulva zunächst das Konservatorium Kroměříž, später das Konservatorium Brünn und schließlich das Konservatorium in Bratislava, wo er mit 17 Jahren in die damalige Akademie der Künste aufgenommen wurde. Seine Ausbildung schloss Bulva mit Auszeichnung und dem so genannten Roten Diplom ab. Bulva wurde mit 21 Jahren zum Staatssolisten der ČSSR ernannt.

Die Konzerttätigkeit Bulvas wurde 1971 durch einen schweren Bergunfall mit über fünfzig Knochenbrüchen abrupt unterbrochen. Nach einem fast einjährigen Krankenhausaufenthalt konzertierte er wieder und nutzte 1972 seine erste Auslandstournee zur Emigration nach Luxemburg. In der ehemaligen ČSSR wurde er des Hochverrats angeklagt. Bulva wurde Bürger des Großherzogtums Luxemburg und fand parallel in München seine zweite künstlerische Heimat. Bei Besuchen in seiner Wahlheimat residiert er als Dauergast im Münchner Hotel Vier Jahreszeiten.[4] Die Emigration und der Neubeginn als Pianist öffneten Josef Bulva die internationalen Konzertsäle, die Rundfunkanstalten und die Schallplattenstudios. Der Musikwelt präsentierte Bulva sich durch die erstmalige Einspielung von Sergej Prokofjews Ballettzyklus op. 75, Romeo und Julia, in der Bearbeitung für Klavier, für die Schallplattenfirma Teldec. Neben diesem dramaturgischen Beitrag sorgte auch seine Einspielung des Zyklus der Grandes études de Paganini von Franz Liszt für Furore. Bulva wurde von der internationalen Fachwelt gefeiert. Trotz seines Erfolges zog sich Bulva in den folgenden Jahren zunehmend aus der Konzerttätigkeit zurück.

Am 22. März 1996 stürzte er bei einem familiären Besuch in seiner Heimat auf eisglatter Straße und verletzte sich an einer unter dem Schnee verborgenen Glasscherbe. Dabei wurde seine linke Hand vermeintlich irreparabel geschädigt. Seine pianistische Karriere galt damit als beendet. Er zog sich nach Monaco zurück, um sich einen neuen Lebensinhalt aufzubauen. Beruflich und finanziell engagierte sich Bulva dort als Finanzinvestor.

Bulva unterzog sich etlichen Operationen und trainierte täglich die Bewegungsfähigkeit seiner Hand. Nach jahrelanger Heilungsphase konnte die Spielfähigkeit der Hand wiederhergestellt werden. 2009 kehrte Bulva nach 13-jähriger Abwesenheit in die Konzertsäle zurück. Seine Aufnahmetätigkeit für die Tonträgerindustrie setzte er bei RCA Red Seal fort.


Josef Bulva 2017 beim Online-Merker im Gespräch mit Univ.Prof. Dr. Peter Reichl

4.5. 2017: Josef Bulva zu Besuch beim Online-Merker. Zwei Stunden (nur durch zwei kurze Musikbeispiele unterbrochen), aber die Zuhörer hielten den Atem an: Univ. Prof. Dr. Peter Reichl und Josef Bulva zündeten ein intellektuelles Feuerwerk. Copyright: Peter Skorepa

Ein „Muss“ für jeden Musikfreund. Josef Bulva spielt auf seinen „Steinway 582 310“. Foto: Esther Hatzi

Josef Bulva - Josef Bulva - Josef Bulva: Beethoven, Chopin ...

WIEN/MUSIKVEREIN/ BRAHMS-SAAL: KONZERT JOSEF BULVA (28.3.2017)

Gestern war der „Ausnahmepianist“ Josef Bulva im Wiener Musikverein zu Gast. Eigentlich mag ich dieses Wort „Ausnahmekünstler“ überhaupt nicht, es wurde in der vergangenen Jahren zum Modewort und jeder halbwegs bekannte Künstler wurde damit bedacht. Mittlerweile ebbt die Begeisterung um diese Bezeichnung – so scheint mir – wieder ab.

Bei Josef Bulva wäre sie aber vielleicht doch angebracht. Der Tscheche Josef Bulva (geb. 1943 in Brünn) wurde mit 21 Jahren zum „Staatsvirtuosen“ ernannt. 1971 hatte ereinen Bergunfall und brach sich diverse, auch für einen Pianisten wichtige Knochen. Er schaffte es aber, wieder an das Klavier und auf die Bühnen zurückzukehren. 1972 nützte er seine erste Auslandstournee, um im Westen zu bleiben. Er wurde Staatsbürger in Luxemburg, wohnte aber meist in München.

1996 rutschte er bei einem Tschechien-Besuch auf dem eisglatten Gehsteig aus , fiel mit der linken Hand auf eine zerbrochene Bierflasche. Die Ärzte konstatierten irreparable Schäden, die Pianistenlaufbahn schien vorbei. Er verkaufte seinen Flügel und wurde in Monaco Börsenspekulant. Dabei wurde er reich!

Der Züricher Chirurg Beat Stimmen hat Bulvas Hand wieder soweit hergestellt, dass der Pianist seine Tätigkeit wieder aufnehmen konnte.

Seit 2010 spielte Josef Bulva wieder auf den Bühnen. Die Fachwelt feiert ihn als „Pianisten des wissenschaftlichen Zeitalters“. Er schrieb pianistische Geschichte, indem er das dritte Pedal eines Konzertflügels für feinste Klanggestaltung nützt, die von ihm gespielten bekannten Werke erklingen im neuen „Gewand“. Das Steinway-Patent aus 1874 bekommt damit nach Jahren geringerer Bedeutung die gebührende Anerkennung.

Im Wiener Musikverein spielte Bulva Werke von Martinu, Beethoven und Liszt
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HEUTE BAYREUTH/ WILHELMINENAUE

BAYREUTHER SÄNGERFEST AUF DER SEEBÜHNE IN DER WILHELMINENAUE
Auf, nach der Wies – schnell auf die Füss!“
Mit Unterstützung der Bayreuther Festspiele
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Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Initiatoren Günther Groissböck und Andreas Schager ein wenig Festspielatmosphäre auf der Seebühne in der Wilhelminenaue schaffen können: das Wagner Open Air 2020.

Gegeben werden Ausschnitte aus den Opern Die Meistersinger von Nürnberg, Walküre, Lohengrin und anderen.

Mit von der Partie sein werden voraussichtlich:

Annette Dasch
Andreas Schager
Daniel Schmutzhard
Michael Volle
Günther Groissböck
Ensemble aus Musikern der Bayreuther Festspiele, Leitung Hartmut Keil

Änderungen vorbehalten

Update 21.08.20: Der Online-Vorverkauf ist beendet. Restkarten gibt es wahrscheinlich noch an der Abendkasse.
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KlassikFestival Schloss Kirchstetten im Weinviertel setzt nach Verschiebungen im Sommer auf hochkarätiges Herbstprogramm

Kirchstetten, August 2020. Im August hätte im einzigartigen Maulpertsch-Saal von Schloss Kirchstetten im Weinviertel Gioachino Rossinis Opernrarität „Il Signor Bruschino“ zu erleben sein sollen. Doch die COVID-19-Pandemie hat eine Verschiebung der Opernproduktion im „Kleinsten Opernhaus Österreichs“ auf 2021 unerlässlich gemacht. Das Hauptaugenmerk des von Stephan Gartner geleiteten KlassikFestival Schloss Kirchstetten liegt daher in diesem Jahr auf dem vielseitigen Herbstprogramm, das ab 24. September musikalische Leckerbissen wie „Ein Fest für Beethoven“ mit der Wiener Kammersymphonie, die Kinder-Oper „Fidelio“ oder das kultige WeinWanderkonzert „Brass & Wine“ bereithält.


Wiener Kammersymphonie. Copyright: Barbara Umbra

Sowohl die Opernproduktion als auch die sommerlichen Open-Air-Konzert-Highlights auf Schloss Kirchstetten mussten wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden. „Wir konnten allerdings die Opernabende ebenso wie die Sommerkonzerte kalenderwochengenau in das Jahr 2021 verlegen. Daher behalten alle für 2020 erworbenen Karten ihre Gültigkeit für die neuen Termine 2021.“, betont Intendant Stephan Gartner. „Somit können ‚Il Signor Bruschino‘ sowie unsere drei Konzert-Highlights ‚Klassik unter Sternen‘, ‚Symphonic Rock‘ und ‚Brass Philharmonic‘ in der geplanten Form und mit derselben künstlerischen Besetzung im Sommer 2021 stattfinden.“

Hochkarätige & sichere Schlosskonzerte im Herbst

Nachdem auf Schloss Kirchstetten diesen Sommer erstmals seit über 20 Jahren keine Kulturereignisse geboten werden können, liegt der Fokus heuer auf dem Herbstprogramm, das im Sinne der Sicherheit des Publikums in mehrerlei Hinsicht adaptiert worden ist.
„Der Hunger nach Kunst und Kultur ist gerade in dieser schwierigen Phase groß – das ist überall deutlich zu spüren. Umso wichtiger ist es uns, den Gästen ein musikalisch vielseitiges und qualitativ hochwertiges Kulturprogramm im Herbst zu servieren.“, so Gartner, der weiter ausführt: „Wir haben unsere herbstlichen Schloss-Konzerte neu konzeptioniert und den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen angepasst. Das Kartenkontingent wurde halbiert, sodass einem wunderbaren und zugleich sicheren Konzertbesuch nichts im Wege steht.“

Um den notwenigen Abstand zu gewährleisten, stehen im Maulpertsch-Saal heuer nur 90 Sitzplätze zur Verfügung. Der Pausenbereich wird großzügig und auf alle Bereiche des Schlosses erweitert, was viel Platz und gleichzeitig die Möglichkeit zur Schlossbesichtigung bietet. Außerdem stehen zwei Konzertbuffets und Sanitäranlagen bereit. „Aufgrund der limitierten Eintrittskarten empfehlen wir unseren Gästen, sich rasch Ihre Wunschkarten zu sichern.“, merkt Stephan Gartner an.
 

Zwei Zyklen ab 24. September 2020

Mit den beiden Konzert-Zyklen „KAMMERMUSIK: gehört – erzählt“ und „herbstKLANG weinviertel“ warten ab 24. September (Beginn je 19.30 Uhr mit Ausnahme der Kinder-Oper) zahlreiche musikalische Leckerbissen im stimmungsvollen Ambiente von Schloss Kirchstetten. Das 2019 neu gestaltete Kammermusik-Format vereint erlesene Konzerte mit spannenden HintergrundGeschichten über die Musik sowie Anekdoten aus dem Leben der Komponisten zu einem einzigartigen Gesamterlebnis.

Eröffnet wird der Konzert-Reigen am 24. September mit „Musik zum Träumen“, einem Konzert bei Kerzenlicht im Maulpertsch-Saal, gefolgt von „Ein Fest für Beethoven“ mit der Wiener Kammersymphonie am 25. September und einem klassischen Musik-Kabarett mit Christian & Katrin Koch am 26. September. Alle jungen Gäste kommen am 27. September voll auf ihre Kosten, wenn um 15 Uhr die Kinder-Oper „Fidelio“ geboten wird – erstmals als Open-Air auf der Schlosswiese.

Am drauffolgenden Wochenende, von 2. bis 4. Oktober, ertönt die Konzertreihe „herbstKLANG weinviertel“ aus Schloss Kirchstetten. Das Weinviertel und seine Künstlerinnen und Künstler stehen dabei traditionell im Mittelpunkt. Nach dem Tribute-Konzert für den großartigen Ludwig Hirsch am 2. Oktober und berauschenden Ohrwürmern & Raritäten der 1920er & 30er Jahre am 3. Oktober, wird die Spielzeit am 4. Oktober mit dem legendären Wein-Wanderkonzert „Brass & Wine“ abgeschlossen. Dabei haben die Besucher heuer erstmals die Möglichkeit, selbst den Opernwein für die kommende Saison auszuwählen.

HERBSTKONZERTE 2020 im Überblick

KAMMERMUSIK: gehört – erzählt
24. September | 19:30
MUSIK ZUM TRÄUMEN – Konzert bei Kerzenlicht
Elsa Giannoulidou (Mezzosopran) & Hanna Bachmann (Klavier)
25. September | 19:30
EIN FEST FÜR BEETHOVEN – Wiener Kammersymphonie
Monika Schuhmayer (1.Violine), Lukas Medlam (2. Violine), Giorgia Veneziano (Viola),
Sergio Mastro (Violoncello), Felipe Medina (Kontrabass)
26. September | 19:30
KOCHKUNST – Klassisches Musik-Kabarett
Christian Koch & Katrin Koch
27. September | 15:00
KINDER-OPER: FIDELIO – Oper für junge Menschen
Kinderoper Papageno – Wien
herbstKLANG weinviertel
2. Oktober | 19:30
bewegend: LUDWIG HIRSCH – A tribute to Ludwig Hirsch
Michael Jedlička & Band
3. Oktober | 19:30
berauschend: WIEN-PRAG-BERLIN – Ohrwürmer & Raritäten der 1920er & 30er
Daniel Muck Salonorchester & Streich-Holz-Quartett
4. Oktober | 15:00
kultig: BRASS & WINE – Das einzigartige Wein-Wanderkonzert
Ensemble quinTTTonic

BUS-TRANSFER MIT ELITE TOURS: WIEN – KIRCHSTETTEN – WIEN
Bus-Transfer via ELITE TOURS von Wien (Operngasse 4, 1010 Wien) nach Kirchstetten:
MUSIK ZUM TRÄUMEN – Konzert bei Kerzenlicht
* 24. September 2020 | Abfahrt: 17.30 Uhr | Operng. 4
* Busfahrt & Karte: ab € 58,-
BUCHUNG: ELITE TOURS (Suchbegriff: „Kirchstetten“), 01/ 513 22 25
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ORF „Der Rosenkavalier“-Urfassung von den Salzburger Festspielen 2014: Spektakuläre Inszenierung zum Wiedersehen am 24. August in ORF 2

 Mit Günther Groissböck, Krassimira Stoyanova, Sophie Koch u. v. a. =

Wien (OTS) – Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele stehen auch hochkarätige Bühnenproduktionen vergangener Saisonen zum Wiedersehen auf dem Programm. So zeigt ORF 2 am Montag, dem 24. August 2020, um 22.30 Uhr die frenetisch gefeierte „Der Rosenkavalier“-Inszenierung aus dem Jahr 2014 von Harry Kupfer mit u. a. Günther Groissböck, Krassimira Stoyanova und Sophie Koch sowie Franz Welser-Möst als Dirigent der Wiener Philharmoniker. Den Salzburger Festspielen gelang mit dieser Neuproduktion zum 150. Geburtstag des Komponisten Richard Strauss eine Sensation: Die Oper wurde ohne die seit der Uraufführung vorgenommenen Kürzungen präsentiert. Die ORF-Bildregie der Aufzeichnung hat Brian Large übernommen.

Nach „Elektra“ wollten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal mit einer Komödie neue Wege gehen. Eine „Spieloper“ im Geiste von Strauss’ großem Vorbild Mozart sollte es sein. Am 26. Jänner 1911 erlebte „Der Rosenkavalier“ in Dresden seine umjubelte Uraufführung. War der Einakter „Elektra“ als nachträgliche Bearbeitung von Hofmannsthals Schauspiel entstanden, fungierte der Dichter nun als Librettist im eigentlichen Sinn: „Der Rosenkavalier“ bildete so gesehen die erste Errungenschaft einer denkwürdigen Zusammenarbeit, die 20 Jahre währen sollte. Er ist darüber hinaus bis heute wohl das bekannteste und beliebteste Ergebnis des kreativen Duos Strauss/Hofmannsthal. Die Urfassung des Werks feierte 2014 in Salzburg einen Triumph und erhielt fantastische Kritiken. Das lag zu einem großen Teil an der stimmigen Inszenierung. Der legendäre deutsche Opernregisseur Harry Kupfer holte die Handlung in die Zeit der Entstehung und schuf so außergewöhnliche, mit der Musik auf besondere Weise stimmige Bilder. Und er hatte ein hochkarätiges, spielfreudiges Ensemble. Allen voran brillierte Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau, dessen Partie um beinahe eine halbe Stunde länger war als in der gängigen Opernfassung. Ihm zur Seite im Großen Festspielhaus glänzten: Krassimira Stoyanova als Feldmarschallin, Sophie Koch in der Hosenrolle des Octavian, Mojca Erdmann als Sophie und Adrian Eröd als Herr von Faninal.

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SPEZIALITÄT: SACHER-TEEWÜRSTEL

http://www.windisch-wurst.at/wuerstel/65-sacher-teewuerstel-2
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NORMA AUS 2017  IM US.RADIO


 Angela Meade, Jamie Barton

Für Radio durchaus o.k.  – aber nur für Radio

Saturday’s edition of the Metropolitan Opera’s radio broadcasts features a 2017 David McVicar production of Vincenzo Bellini’s Norma, an ancient tale of love and revolt in Roman-occupied Gaul. Joseph Colaneri conducts.

Conductor: Joseph Colaneri

Cast:
Angela Meade: Norma
Jamie Barton: Adalgisa
Joseph Calleja: Pollione
Matthew Rose: Oroveso
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