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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 21. MÄRZ 2021)

21.03.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 21. MÄRZ 2021)

BASS-LEGENDE JEWGENIJ NESTERENKO 84jährig gestorben

Evgeny Nesterenko | Discography | Discogs
Prof. Dr. Jewgenij Jewgenijewitsch Nesterenko

Liebe Freunde!

Wir bedauern es Ihnen mitteilen zu müssen, dass unser geliebter Vater und Großvater — prof. Dr. Jewgenij Jewgenijewitsch Nesterenko. im Alter von 84 Jahren sehr plötzlich verstorben ist, nachdem er mit einer schweren Krankheit gekämpft hatte (Covid-19).

In der heutigen Pandemiesituation können wir Gesundheit und Leben von niemandem gefährden (wir befinden uns in Quarantäne) und haben deswegen beschlossen , auf eine öffentliche Zeremonie einer Trauerfeier und Treffen mit Angehörigen für die nähere Zukunft zu verzichten.

Wir bitten um Ihre Gebete und gedankliche Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Es ist unmöglich es zu glauben, dass er nicht mehr unter uns ist.

Gemäß dem letzten Willen des Verstorbenen wird die Asche in Russland beigesetzt.

Familie Nesterenko

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ZUM VIDEO (Tod des Boris)

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HEUTE: PREMIERE „DER ROSENKAVALIER“ AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER

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Foto: Trailer Bayerische Staatsoper
MEHR INFO Staatsopern-TV

 

DIE NEUEN BEI DEN BAYREUTHER FESTSPIELEN 2021

INFODIGITAL - Bayreuther Festspiele 2020 in TV, Radio und Stream

Die Neuen auf dem Grünen Hügel
1. Elena Zaytseva (Kostüm Der fliegende Holländer)
Elena Zaytseva wurde in St. Petersburg geboren. An der dortigen Akademie für Theaterkunst beendete sie 1991 ihr Studium an der Fakultät für Theater-Produktion. Sie begann ihre Karriere als Kostümbildnerin beim Film und arbeitete von 1990 bis 1995 bei Lenfilm, einem der größten Filmproduktionsunternehmen Russlands. In den darauffolgenden Jahren wandte sie sich dem Theater zu und war Chefin der Kostümabteilung am Mariinski-Theater, ab 2001 bis 2003 bei der New Opera Company sowie ab 2003 am Bolschoi-Theater Moskau.
In den darauf folgenden Jahren zeichnete sie verantwortlich für das Kostümbild zahlreicher Opern- und Ballettproduktionen an Häusern wie dem La Monnaie in Brüssel, dem Opernhaus Zürich, der Bayerischen Staatsoper, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Niederländischen Oper in Amsterdam, dem Teatro Real in Madrid, der Metropolitan Opera in New York, am Gran Teatro del Liceu in Barcelona, an der Canadian Opera Company in Toronto und der English National Opera in London. Mit Dmitri Tcherniakov verbindet sie eine enge Zusammenarbeit, sie entwarf die Kostüme für gemeinsame Produktionen u. a. in Berlin, Mailand, Paris, London und New York. An der Bayerischen Staatsoper arbeiteten sie zusammen an Chowanschtschina, Dialogues des Carmélites, Simon Boccanegra und Lulu.

2. Magnus Vigilius (Walter von der Vogelweide)
Nach seinem Studium an der Königlich Dänischen Akademie für Musik und Schauspiel, setzte Magnus Vigilius seine Gesangsstudien bei Tonny Landy und Stig Fogh Andersen sowie in den USA bei Prof. Douglas Yates fort. Im Mai 2014 gewann Magnus den Zweiten Preis und den Orchester-Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Lauritz Melchior in Aalborg. Im Frühjahr 2010 wurde er mit dem Lars Waage Prize der Den Fynske Opera in Odense ausgezeichnet.
Ab 2007 war Magnus als Gast an der Den Fynske Opera engagiert, wo man ihn als Rodolfo (La Bohème), als Don José (Carmen) oder als Pinkerton (Madama Butterfly), wie auch in zahlreichen Uraufführungen von dänischen Opern erleben konnte.
Es folgten Engagements an der Opera in Provinsen, der Scottish Opera Edinburgh und an der Dänischen Nationaloper Kopenhagen.
Internationale Gastauftritte führten Vigilius zuletzt an das Teatro San Carlo di Napoli als Siegmund (Die Walküre) und Boris (Katja Kabanowa), als Radames (Aida) an die Oper Halle, als Steva (Jenůfa) und Cavaradossi (Tosca) an die Royal Opera Stockholm, als Steva an die Opéra Dijon und Caen und die Nationaloper Prag. Hier erfolgte auch sein Debut als Lohengrin. Als Froh debütierte er mit dem Odense Sinfonieorchester. An der Janáček Opera Brno ist er regelmäßig Gast und sang hier u. a. Caravadossi, Boris (Katja Kabanowa) und Michel in Martinůs Juliette.
Seine für 2020 geplanten Debüts als Parsifal an der Staatsoper Budapest, als Stolzing in Meistersinger an der Staatsoper Prag sowie als Froh bei den Bayreuther Festspielen konnten Corona-bedingt leider nicht erfolgen.

3. Ólafur Sigurðarson (Biterolf)
Ólafur Sigurðarson wurde an der Söngskólann in Reykjavík, der Royal Academy of Music in London und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow ausgebildet. Erste Engagements führten den Bariton an die Isländische Nationaloper, die Grange Park Opera in Winchester sowie die Opera North in Leeds. In der Spielzeit 2006/07 debütierte Sigurðarson am Saarländischen Staatstheater in der Titelpartie von Aulis Sallinens Oper Kullervo. Als festes Ensemblemitglied war er u. a. als Tonio in I Pagliacci, Don Pizarro in Fidelio, Escamillo in Carmen, Jochanaan in Salome, Jago in Otello und Klingsor in Parsifal zu erleben.
In den letzten Jahren führten den Sänger Gastengagements u. a. an die Opera Holland Park, Opera North und die Grange Park Opera in England, an die Staatstheater Darmstadt und Wiesbaden sowie die Volksoper Wien, wo er zahlreiche Partien seines Fachs sang: Alberich in Das Rheingold, Telramund in Lohengrin (die Rolle verkörperte er auch am Nationaltheater Prag und hätte sie 2020 in der abgesagten Produktion am Gran Teatro del Liceu gesungen) sowie die Titelpartien in Le nozze di Figaro, Falstaff, Rigoletto und Macbeth sowie Barnaba in Amilcare Ponchiells La Gioconda. Für seine Verkörperung des Rigoletto an der Opera Holland Park und der Isländischen Oper wurde er mit dem Audience Prize ausgezeichnet bzw. dem Icelandic Music Award zum „Sänger des Jahres“ gekürt.
In der Neuproduktion Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen 2022 wird er den Alberich singen.

4. Attilio Glaser (Steuermann, 4. Knappe)
Attilio Glaser ist seit der Spielzeit 2015/16 Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Er sang dort u. a. Ismaele (Nabucco), Tamino (Die Zauberflöte), Alfredo (La Traviata), Narraboth (Salome) und gab dort zuletzt sein Rollendebüt als Rodolfo (La Bohème) und als Duca di Mantova (Rigoletto). Letztgenannte Partie sang er auch an der Wiener Staatsoper.
Weitere Engagements führten ihn an die die Oper Frankfurt (Titelrolle Idomeneo), das Teatro alla Scala (Da-Ud, Die ägyptische Helena), die Dutch National Opera (Walther von der Vogelweide, Narraboth) sowie an das Opernhaus Zürich (Werther).
Für seine Interpretation der Titelparte in Mozarts La clemenza di Tito am Stadttheater Klagenfurt wurde Glaser für den Österreichischen Musiktheaterpreis 2019 in der Kategorie „Beste männliche Hauptrolle“ nominiert.
Neben der Oper widmet sich Glaser intensiv dem Konzertgesang. Zu seinen Repertoire zählen u. a. Bachs h-Moll-Messe, Beethovens Missa Solemnis, Dvořáks Requiem, Händels Judas Maccabaeus und Messia sowie Haydns Die Schöpfung. Er trat auf mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Koninklijk Concertgebouworkest, dem Münchener Kammerorchester, der Filarmonica della Scala, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie der Sächsischen Staatskapelle Dresden und arbeitete mit Dirigenten wie Alain Altinoglu, Andrea Battistoni, Łukasz Borowicz, Myung-Whun Chung, Daniele Gatti, Zubin Mehta, Ivan Repušić, Ainārs Rubiķis, Donald Runnicles, Markus Stenz, Sir Jeffrey Tate und Christian Thielemann.

5. Hermann Nitsch (Performance Die Walküre)
Hermann Nitsch, 1938 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Schloss Prinzendorf, Niederösterreich. Er ist entscheidender Gründer des Wiener Aktionismus und zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern und zu den vielseitigsten: Aktionist, Maler, Komponist (Sinfonien, Orgelkonzerte), Dramatiker, Bühnenbildner. Sein Gesamtkunstwerk das Orgien Mysterien Theater umfasst das breite Spektrum seiner Kunst, indem es den Einsatz aller fünf Sinne erfordert – das Tragische führt zur Auseinandersetzung mit Fleisch, Blut und Eingeweiden. Das O.M. Theater ist in Prinzendorf im Weinviertel beheimatet. Werke von Hermann Nitsch sind in den beiden Nitsch Museen (in Mistelbach und Neapel) und in den renommiertesten internationalen Museen und Galerien ausgestellt. Im Sommer 2021, 23 Jahre nach dem ersten 6-Tage-Spiel des Orgien Mysterien Theaters 1998, wird Hermann Nitsch sein Gesamtkunstwerk erneut in Prinzendorf zur Aufführung bringen.

Über sein Schaffen im Bereich Bühne schreibt Nitsch auf seiner Internetseite:
„als junger mensch war ich viel im theater, vor allem das musiktheater interessierte mich sehr, von wolfgang mozart über richard wagner, richard strauss und claude debussy bis zu alban berg. ich hatte in der wiener oper wunderbare klangerlebnisse. ich bezog billige plätze von denen aus ich texte und partituren mitlesen konnte. was aber unten auf der bühne geschah war fürchterlich. die inszenierungen konnten mein ästhetisches bedürfnis in keiner weise befriedigen. sie waren abstossend. ich dachte damals schon daran mustergültige inszenierungen zu verwirklichen, die meinen künstlerischen vorstellungen entsprechen sollten. in der folge entwickelte ich mein orgien mysterien theater, welches sich vom theatergebäude und der bühne loslöste. unsere happening-artige aktionistische geschehniskunst überwand alle konservativen inszenierungsversuche. bei meiner retrospektive anlässlich der weltausstellung 1992, die unnötigerweise skandalisiert wurde, machte mir direktor holender den vorschlag eine oper von jules massenet, die „hérodiade“, an der wiener staatsoper zu inszenieren und auszustatten. ausgerüstet mit den szenischen erfahrungen meines orgien mysterien theaters konnte ich mir nun meinen jugendlichen wunsch erfüllen, eine inszenierung zu verwirklichen. ohne meinem theaterprojekt untreu zu werden inszenierte ich in der folge auch „satyagraha“ von philip glass im festspielhaus st. pölten, „renard“ von igor strawinsky an der wiener staatsoper, „szenen aus goethes faust“ von robert schumann an der staatsoper zürich und „saint françois d’assise“ von messiaens an der bayrischen staatsoper. diese inszenierungsversuche waren ein interessanter ausflug ins alte bühnen-theater. leider kann ich ähnliche projekte nicht mehr realisieren, weil ich meine kraft voll und ganz für die verwirklichung meines orgien mysterien theaters brauche.“

6. Chiharu Shiota(Installation Götterdämmerung)
Die Künstlerin wurde 1972 in Osaka geboren. Von 1992 bis 1996 studierte sie an der Seika-Universität Kyōto. 1996 wechselte sie an die Hochschule für Bildende Künste Hamburg und studierte dann von 1997 bis 1999 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 1999 wechselte sie an die Universität der Künste Berlin und beendete ihr Studium dort 2003. Sie war Schülerin von Marina Abramović und Rebecca Horn.
Von 2010 bis 2013 war sie Gastprofessorin an der Seika-Universität Kyōto und 2011 am California College of the Arts.
Shiotas Werke sind oft von persönlichen Erfahrungen oder Gefühlen inspiriert, werden aber zu universellen menschlichen Fragestellungen zu Leben und Tod oder Beziehungen erweitert. Konzepte wie Erinnerung und Existenz versucht sie zu begreifen, indem sie gewöhnliche Gegenstände wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider sammelt und sie in Fadenstrukturen verknüpft. Mit ihren Installationen erschafft Shiota ein Gefühl von ‚Anwesenheit in Abwesenheit’, während in ihren Skulpturen, Zeichnungen, Performance-Videos, Fotografien und Leinwände unausgesprochene Gemütszustände dargestellt sind.
2008 wurde Shiota mit dem Art Encouragement Prize vom japanischen Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden an internationalen Institutionen weltweit ausgestellt, darunter das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa (2020); Mori Art Museum, Tokio (2019); Gropius Bau, Berlin (2019); Art Gallery of South Australia (2018); und Yorkshire Sculpture Park, Großbritannien (2018). Shiota hat auch an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen, wie dem Oku-Noto International Art Festival (2017); Sydney Biennale (2016); Echigo-Tsumari Art Triennale (2009) und Yokohama Triennale (2001). 2015 wurde Shiota auserwählt, Japan bei der 56. Biennale von Venedig zu vertreten.
Am Opernhaus Kiel gestaltete sie die Bühne zu Tristan und Isolde, Siegfried und Götterdämmerung.
Einen Eindruck von Chiharu Shiotas Werken bekommen Sie beim Beitrag des International Art Magazines zur Biennale Venedig 2015 oder auch auf der Internetseite der Künstlerin.

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Liebe Liszt-Freunde,

heute hätte unsere geplante Frühlingsgala mit Eduard und Johannes Kutrowatz stattgefunden. Wir freuen uns sehr, dass wir den Ersatztermin am 29. Mai 2021 fixieren konnten und möchten mit diesem Auszug aus dem Concerto Nr. 1 Liszts „Consolation Nr 4“ (=Trost) in der Bearbeitung von Eduard Kutrowatz für 2 Klaviere – unsere Vorfreude auf das kommende Konzert mit Ihnen teilen.

ZUM VIDEO
 

Wir freuen uns auf Sie!

Auf den Spuren von Franz Liszt
Derzeit finden in Raiding Dreharbeiten für ein ganz besonderes Projekt anlässlich des Jubiläumsjahres „100 Jahre Burgenland“ statt. Folgen Sie uns auf unseren Social Media-Kanälen Facebook und Instagram, um spannende Einblicke und aktuelle Informationen zu erhalten.

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Schweiz/ St. Gallen: Bedauern über Verlängerung des Lockdowns

Der Bundesrat hat heute bekannt gegeben, dass er die per 22. März 2021 in Aussicht gestellte Teilöffnung von Theatern und Konzertsälen angesichts der neuesten Entwicklung der Corona-Pandemie nicht umsetzen will. Damit ist die Hoffnung, nach einem zaghaften Saisonstart und einem erneuten mehrmonatigen Lockdown endlich wieder Kultur live anstatt ausschliesslich über Online-Kanäle vermitteln zu dürfen, für den Moment zunichte gemacht. Das Theater und das Sinfonieorchester St.Gallen bedauern diesen Entscheid, da gemäss ihrer Einschätzung unzweifelhaft ist, dass Theater- und Konzertvorstellungen unter den praktizierten Schutzmassnahmen sowohl für das Publikum wie für die Ausführenden ein sehr geringes Ansteckungsrisiko darstellen.

Die neuesten Beschlüsse des Bundesrats bedeuten leider, dass bis auf weiteres keinerlei Theatervorstellungen und Konzerte vor Publikum stattfinden dürfen. Die Proben und Arbeiten in den technischen Abteilungen laufen wie bisher weiter. Über weitere Online- und Streamingprojekte, die Neuterminierung von Produktionen sowie den Fortgang der Spielzeit 2020/2021 werden Konzert und Theater St.Gallen hoffentlich bald orientieren können. Der Bundesrat wird am 14. April über weitere Schritte entscheiden.
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La Cetra LIVE am Sonntag! Aus dem Landgasthof Riehen/ Schweiz

Am Sonntag ist es endlich soweit – La Cetra und zwei befreundete Ensembles werden LIVE aus dem Landgasthof Riehen ein kostenloses Streaming-Konzert anlässlich des Tags der Alten Musik gestalten. La Cetra wird unter der Leitung von Andrea Marcon um 17 Uhr virtuose Instrumentalkonzerte von Vivaldi präsentieren. Hier stehen unsere Orchestermusiker als exzellente Solisten im Mittelpunkt – und das vom Fagott über die Violini, von den Celli bis zu den Oboen! Um 15.30 Uhr beginnen Gli Angeli, danach spielt um 17.00 Uhr La Cetra und Voces Suaves beschliessen den Abend um 18.30 Uhr.
Zum Video-Stream

Gerne empfehlen wir Ihnen auch unser digitales Programmheft für das Konzert, welches Sie hier herunterladen können.
Dieses Projekt braucht Ihre Spenden, um zu existieren – Ihre Spende kommt allen drei Ensembles zu Gute. Vielen Dank im Voraus! Selbstverständlich stellen wir Spendenbescheinigungen für den Steuerabzug aus.
Die Kontodaten lauten:

Freundeskreis Voces Suaves
Basler Kantonalbank, BKBBCHBB
IBAN: CH14 0077 0254 6487 7200 1
Betreff «Early Music Day»
Alle wichtigen Informationen zum Programm, den Künstlern und der Übertragung finden Sie auf den Seiten der drei Ensembles:
La Cetra, Voces Suaves, Gli Angeli.
Die Streams laufen auch auf den jeweiligen YouTube- und Facebook-Kanälen:
La Cetra-YouTube- oder -Facebook-Kanal.
Voces Suaves-YouTube- oder Facebook-Kanal.
Gli Angeli-YouTube- oder Facebook-Kanal.
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PROBENEINBLICK UND LIVE-TALK MIT DEM BURGTHEATERENSEMBLE & DEAD CENTRE
Alexandra Henkel, Philipp Hauß & das Regieduo Dead Centre sprechen über  ihre Wittgenstein-Inszenierung

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Regieduo Dead Centre. Foto: Lukas Beck

Am 25. März lädt das Burgtheater sein Publikum jetzt zu einem digitalen Talk ein und erweitert seine PROBENEINBLICKE damit um eine digitale Live-Begegnung mit den Künstler*innen: Um 19 Uhr treten das britisch-irische Regieduo Dead Centre zusammen mit den Ensemblemitgliedern Alexandra Henkel und Philipp  Hauß sowie Videodesignerin Sophie Lux via Zoom auf die virtuelle Bühne und
berichten von ihrer aktuellen Inszenierung Alles, was der Fall ist nach Ludwig  Wittgenstein. Im Anschluss gibt es ein Q&A mit den Künstler*innen.

Die Einladung zur kostenlosen Teilnahme (ZOOM-Link) wird am 24. März über den Burgtheater-Newsletter versendet Die Anmeldung für diesen ist bis 24. März, 12 Uhr möglich unter www.burgtheater.at/newsletter-bestellen.

Dies ist bereits die elfte Ausgabe der Gesprächsreihe PROBENEINBLICKE, die rund um die aktuell laufenden Proben am Burgtheater konzipiert ist. Die Folgen erscheinen wöchentlich und und werden als Preview jeden Mittwoch zuerst im Newsletter veröffentllicht. Die elfte Ausgabe widmet sich als Live-Edition einer neuerlichen Inszenierung von Bush Moukarzel und Ben Kidd. Das Regie-Duo feierte am Burgtheater bereits zwei Erfolge – mit Die Traumdeutung von Sigmund Freud in der Spielzeit 2019/20 sowie zuletzt mit Die Maschine in mir (Version 1.0.), einer Hybrid-Produktion mit Michael Maertens, die im Netz übertragen wurde. Nun nähern sich die Regisseure dem bedeutendsten Wiener Philosophen, machen die Theaterbühne zum Schauplatz von Wittgensteins gescheitertem Traum und stellen die Frage, wozu dieses Theater dient, das die Welt zwar nicht beschreiben,  aber dennoch abbilden kann.

Bitte beachten Sie, die Aktualisierung des Inszenierungstitels Alles, was der Fall ist. (Vormals als Arbeitstitel Die Welt ist alles, was der Fall ist.)
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SÜDAFRIKA: SITT-OPERA STARTET DIE SAISON AM 16. APRIL

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DIE WIENER STADTMUSIKANTEN – frei nach den Brüdern Grimm

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Credit: Ronald Beck

Frei nach den Brüdern Grimm

 Die Wiener Stadtmusikanten oder Frühlingsstimmen mit Kickerl Kurzerl Kernderl & Kuk

 Der Frühling ist in das Land eingezogen. Die Landschaft rund um das stolze Schloß Bleumourant des altehrwürdigen Geschlechts der Grafen von Psychau stand zwar noch nicht in voller Blüte, doch die Flaggen waren bereits hochgezogen. Eine Fahnenpracht, welche von den kommenden Festivalfreuden künden sollte. Denn Schloß Bleumourant war für sein alljährliches strahlendes Musikfest wohl bekannt, wurde im ganzen Reich als eines der Prunkstück des habsburgischen Kulturerbes angesehen. Und es war – wie sagt man heutzutage: eine höchst noble Adresse für jeglichen erlesenen Kulturtourismus mit großem, großem Charme.

 Der jüngst in reifen Jahren verstorbene Altgraf ist noch einer der Vornehmen unter den alteingesessenen Adeligen gewesen. Sein Sohn jedoch, wohl geschult auf wendiges Business, hat aber diese edlen Werte aus früheren Zeiten nicht so ganz mitbekommen. Natürlich, von seinen Lippen strömen die schönsten lobenden, zumeist wohl übertrieben schmeichlerischen Worte über Kunst und Kultur. Doch in Bleumourant hat sich herum gesprochen, dass er denke, die zwar nach wie vor beliebten, doch nun schon in die Jahre gekommenen, vormals von seinem Vater in gepflegter Tradition im Schloss aufgezogenen Hausmusikanten ‚aus dem Futter zu schaffen‘. Weg mit ihnen, nur weg mit dem Schmusequartett KKK&K! Heimisches zwar, doch schon zu alt gewordenes Blut. Musikalische Jungstars aus aller Welt sollten ab nun in Zukunft hier länger verweilen und weltmännisches Flair vermitteln.

 KKK&K, ja, das sind Kickerl der Hahn, Kurzerl der Kater, Kernderl der Hund sowie Kuk der leicht lahmende Esel. Kickerl nach wie vor munter die Flöte blasend, Kater Kurzerl der schmissig aufgeigende Violinist, Kernderl als eher mäßiger Klarinettenspieler und Kuk mit seiner nicht mehr so ganz kräftig anschwellenden Posaune. „Wisst ihr was“, sprach da der Esel zu seinen Kumpanen, da er merkte, dass für ihn hier kein guter Wind mehr wehte. „Wenn’s einen an den Kragen geht ….  guter Rat ist teuer. Doch machen wir was. Wir gehen in die große Stadt und werden dort Stadtmusikanten. Lassen wir unsere Herzen in der Hauptstadt noch einmal aufblühen.“ Und an sein Schicksal denkend: “ ….  denn etwas Besseres als den Tod findest du überall.“ Hahn, Kater und Hündchen waren zufrieden, und so zogen alle viere zusammen fort, um in der Kaiserstadt noch ein spätes Glück zu finden.

 Es führte kein allzu langer Weg in die kaiserliche Residenz. Doch in der Vorstadt angelangt merkten die Musikanten, dass sich die Menschen, jung wie alt, hier sehr eigenartig bewegten und ein sonderliches Verhalten aufwiesen, sich gestört fühlten. Keineswegs als homogene Untertanen wirkten, nicht freundlich einander zugetan schienen, die verschiedensten Dialekte sprachen. Ganz wenige bloß machten einen normalen Eindruck, weit mehr schlichen betrübt herum. Oder andere plusterten unverständliche Wortfetzen einfach nur so in die Luft.

Die Vier spazierten irritiert hin und her. „Nur Mut, Freunde, nur Mut!“, munterte Kernderl auf. Und er sprach einen missmutig herumstehenden Handwerksmann in Balkan-Tracht an. Keine Antwort. Patzig wandte sich Kurzerl einem ältlichen Wäschermädel zu. Keine Antwort. Sonderbar. Am Stadttor jedoch, da stand eine stattliche Autoritätsperson, ein Oberjäger der Kaisergarde, und der führte das große Wort. „Ah, ihr lieben Musikanten vom Lande, ihr wisst es nicht?“ Großspurig setzte er fort: „Keine Angst, kommt ruhig näher. Doch passt auf, keine gute Sache für euch. Denn eine gar sonderbare Seuche ist hier ausgebrochen. Eine Krankheit, die bereits nicht mehr so gefährlich ist, doch alle, alle, die zuvor angesteckt worden sind, werden nur mehr sehr schwer wieder gesunden können.“ Und gewichtig nach einer kurzen Pause: „Die Armen, sie hören  nichts. Sie sind taub. Taub! Terisch!“ Mit einer klitzekleinen Träne in den Augen: „Auch unser edler Kaiser ist nicht gerade stocktaub, doch er versteht bereits nur jedes fünfte Wort. Wie auch seine vielen Günstlinge, alle Intriganten rund um ihn, unsere volksverbundenen Minister. Ja, Schluss ist´s mit lustig.“ Tröstend fügte er allerdings hinzu: „Aber vielleicht vermag eure Musik ein bisschen zu helfen. Manche hier verstehen schon noch das eine oder andere Wort – und wohl auch eine schöne Melodie. Schaut doch beim k.k. Hoftheater vorbei. Ist auch unser Opernhaus, ein zumeist den famosen italienischen Gesangeskünstlern vorbehaltenes. Es steht jetzt leer. Versucht es, vielleicht …. bringt neues Leben hinein.“

 Gut so. Die Vier zogen weiter, hatten das schmucke Theater rasch gefunden und sind durch die offen stehende Türe in das Foyer gelangt. Ein gebrechlicher, bereits recht seniler Herr, durchaus mit noblen Gesichtszügen, kam die Treppe herab und fand freundliche Begrüßungsworte: „Willkommen, willkommen ihr Musiker! Ihr habt ja eure Instrumente in den Händen, spielt auf, spielt auf! Auch wenn nur für …. für wen? Was soll ich sagen?“ Echte Tränen sind es nun bei ihm gewesen. Hier im Haus ist er in seinen jüngeren  Jahren ein beliebter Tenor gewesen, später dann der hilfreiche Garderobier der herrschaftlichen Besucher, und nun …. ein Behüter einer zerfallenden Tradition.

 KKK&K ließen sich nicht lumpen, machten es sich in den Pausenräumen, den Garderoben, auf der Bühne bequem. Nicht schlecht, so ließ es sich leben. Und auch der ehrwürdige Kaiser, im Umfeld seines Palastes flanierend um sich persönlich ein Bild vom momentanen Zustand seiner geplagten Untertanen zu machen, spazierte am Theater vorbei. Leutselig wandte er sich dem gerade vor der Pforte einigermaßen kokett werbend aufgeigenden Kurzerl zu: „Sind noch ein paar nette Ballettmäderln da?“ Doch bevor dieser verneinen konnte, ertönten Klänge, die dem Kaiser und seinem kleinen Gefolge durch Mark und Bein gingen. Grässliches Geschrei! Schrill und derb. Aus der Kehle des sich aufplusterndem Kickerl. Hier, auf der Bühne auf der noch vor einem halben Jahr den berühmtesten Kastraten von Neapel gehuldigt wurde, hier, auch er wollte sich in dieser einzigartigen Kunst versuchen. O nein, kein faszinierendes Timbre war ihm gegeben, das Klangexperiment ist gründlichst gescheitert.

 Dies ertönte so abscheulich, dass es dem Monarchen jegliche gute Laune verdarb. Die Barthaare stiegen dem Armen in die Höhe, gerieten ihm in den Mund und er musste einen ungebührlichen Hustenanfall erleiden. Mit verbitterter Miene entfernte er sich. Doch die vor kurzem noch um ihr Leben zitternden Spielleute lebten nun mehr und mehr auf. „Heja, wir sind die Wiener Stadtmusikanten!“, jubelten sie. Und sie haben sich als solche höchst beliebt gemacht. Der Frühlingsstimmen–Walzer ist immer wieder, immer wieder von ihnen angestimmt worden. Kickerl krähte dazu: „Frühling in holder Pracht erwacht, Glaub und Glück kehrt zurück …. „. Ist das ein echter Gassenhauer geworden! Und „Gold und Silber“ und „I‘ bin halt an echt’s Weana Kind“ oder auch „Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh´n …. “ haben bestens dazu gepasst. Köstlich, köstlich, und dazwischen erfreute so manch schmissiges Galopperl der feschen Strauß-Buam. Ja, Kickerl, Kurzerl, Kernderl & Kuk haben die Liebe der Mensch der Stadt für sich gewonnen. Jedenfalls von diesen unter ihnen, welchen es noch gegeben war, sich der Musik zuwenden zu können.

 Der Kaiser und seine Hofgesellschaft mit ihrer geschäftlichen Entourage waren von nun an nicht mehr interessiert, ihre früher ihnen so teure Kulturstätte zu betreten. Sie wandten sich lieber diesen weit gereisten chinesischen Artisten zu, welche vor den Mauern der Stadt dem Volke ihre fremdartigen Kunststückchen anboten und darauf warteten, es sich einmal in der Stadt richtig bequem zu machen. Vielleicht gar mit originellem Elexier in ihrer Bagage? Den Wiener Stadtmusikanten jedoch, denen gefiel´s aber so wohl in dem heimeligen Theater, dass sie nicht wieder heraus wollten. Nichts mehr fehlte zu ihrem Glück. Und der das zuletzt erzählt hat, dem ist der Mund noch warm. Nur, bitte ….. hat er es auch mit der Wahrheit gehalten?

Meinhard Rüdenauer
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HEUTE ORF : „IM ZENTRUM“: Vertrauenssache Impfung – Die Verantwortung von Pharma und Politik

Am 21. März um 22.10 Uhr in ORF 2 =

 Die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca können fortgesetzt werden. Die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde sorgt auch in Österreich für Erleichterung. Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie spielt der Impfstoff von AstraZeneca eine entscheidende Rolle. Hat die Debatte um mögliche Nebenwirkungen das Vertrauen der Menschen in die Impfung insgesamt erschüttert? Wie lässt sich erklären, dass Alters- und Risikogruppen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich schnell geimpft werden? Und welche Auswirkungen hat die Debatte über die Impfstoffbeschaffung auf das Vertrauen der Menschen in die Politik?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 21. März 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Ulrike Königsberger-Ludwig Gesundheitslandesrätin Niederösterreich, SPÖ

Maria Rauch-Kallat ehem. Gesundheitsministerin, ÖVP

Botond Ponner Medical Director AstraZeneca Österreich

Sigrid Pilz Wiener Pflege- und Patientenanwältin

Martin Moder Molekularbiologe und „Science Buster“
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Todesanzeige Georg Jirka Pollak

Liebe Familie, Freunde und Bekannte von Georg Jirka Pollak

In grosser Trauer müssen wir Abschied nehmen von unserem geliebten Ehemann, Papi, Schwiegervater, Papous und Freund. Was bleibt sind unglaublich viele schöne Erinnerungen.

Er war ein grosser Mann, Tausendsassa und Geniesser. Seine Lebensfreude war stets inspirierend, genauso wie sein Wissensdurst. Auf ihn war stets Verlass. Ob beim Reparieren von irreparablen Dingen oder beim Organisieren von Unmöglichem. Er hat es stets möglich gemacht.

Seine Liebe für seine Familie und Freunde, für Oldtimer, Methoni oder Kunst waren unerschöpflich. Seine Interessen waren so vielfältig wie er. Es gab kaum ein Thema, dass ihn nicht interessierte. Sein Witz und Esprit waren ansteckend bis zuletzt.

Ihn zu kennen war eine Bereicherung, Privileg und Ehre.

In tiefer Dankbarkeit, dass er in unserem Leben war.
Anita, Carole, Susanne, Jasper, Steffi, Leo, Jana und Joris (Zürich)
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