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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. MAI 1021)

16.05.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. MAI 2021)

WIENER STAATSOPER: AB 19. MAI WIRD WIEDER GESPIELT! EIN SPEZIELLES ANGEBOT FÜR UNSER TREUES PUBLIKUM

EIN SPEZIELLES ANGEBOT FÜR UNSER TREUES PUBLIKUM

Liebes Publikum!

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Nur noch wenige Tage, dann wird sich der Vorhang der Wiener Staatsoper endlich wieder heben. Am 19. Mai findet mit Faust in der Regie von Frank Castorf eine Premiere vor Publikum statt, gefolgt von der Wiederaufnahme des Ballett-Mehrteilers A Suite of Dances, einer Tosca mit Piotr Beczala als Cavaradossi sowie einer weiteren Premiere einer unserer Neuproduktionen, L’incoronazione di Poppea.

Neben diesen beiden Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere auf die Bühne gebracht: Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird, Calixto Bieitos Produktion von Carmen, die während des Lockdowns ebenfalls nur für Mikrofone und Kameras gespielt wurde und nun auch vor Publikum gezeigt werden kann, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth sowie, am Ende der Spielzeit, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15. Weiters zeigen wir u. a. Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020), Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan (u.a. mit Albert Pesendorfer als Ochs), Lohengrin mit Cornelius Meister am Dirigentenpult sowie Elektra unter Franz Welser-Möst.

Für einige Produktionen, wie Faust oder Tosca gibt es nur noch wenige Restkarten, andere wie Macbethsind bereits ausgebucht. Wir freuen uns jedoch, Ihnen, unserem treuen Publikum anlässlich der Wiederöffnung ein ganz spezielles Angebot machen zu können:

Für alle Vorstellungen von L’incoronazione di Poppea, A Suite fo Dances, Carmen sowie
Die Entführung aus dem Serail haben wir für Sie als Newsletter-AbonnentIn in den Preiskategorien 1-3 ein (limitiertes) Online-Kartenkontingent mit einer Ermäßigung von 30% reserviert. Informationen zu den Produktionen finden Sie im weiteren Verlauf des Newsletters.

Um Ihre Karten online buchen zu können gehen Sie bitte wie folgt vor:

• Wählen Sie auf wiener-staatsoper.at/spielplan-karten die von Ihnen gewünschte Vorstellung und klicken Sie auf „Karten kaufen“.
• Wählen Sie die gewünschten Plätze im Saalplan (max. 2 Plätze).
• Geben Sie im Warenkorb den Aktionscode NEWSMAI ein.
• Registrieren Sie sich auf culturall.com. Sollten Sie bereits Bundestheaterkunde sein, loggen Sie sich bitte ein.
• Ihre Ermäßigung wird automatisch durchgeführt (sollte die Ermäßigung nicht durchgeführt werden, ist das Kontingent an ermäßigten Karten bereits ausgeschöpft!).
• Bitte personalisieren Sie Ihre Tickets unter dem Menüpunkt Kundenservice/Besuchername ändern und geben Sie entsprechend den derzeitigen COVID-19-Vorgaben auch die Kontaktdaten Ihrer Begleitung an. Beachten Sie, dass Karten erst gedruckt werden können, wenn alle BesucherInnen erfasst wurden. (Nachträgliche Änderungen der Daten sind in den Tagen vor der Vorstellung und in Ausnahmefällen auch am Abend selbst an den Helpdesks möglich).

Bitte beachten Sie, dass nach wie vor strenge COVID-19 Präventionsmaßnahmen gültig sind. Alles Wissenswerte für Ihren Besuch in unserem Haus haben wir hier zusammengefasst.

Der Kartenkauf
Die ermäßigten Karten sind nur online buchbar. Karten für alle weiteren Vorstellungen bis Saisonende können Sie neben der Onlinebuchung auch bei den Bundestheaterkassen im Opernfoyer (ACHTUNG: Die Kassen befinden sich nicht mehr in der Operngasse!) erwerben. Öffnungszeiten: Mo – Fr: 08.00-18.00 Uhr. Sa: 09.00-17.00 Uhr, So, Fei: 09.00-12.00 Uhr. Auch telefonisch ist ein Kartenkauf möglich (nur mit Kreditkarte oder BundestheaterCard mit Einzugsermächtigung) Täglich von 10.00-19.00 Uhr unter +43 1 513 1 513.

L’INCORONAZIONE DI POPPEA

Nur in einer Produktion, vor sechzig Jahren, war Claudio Monteverdis Meisterwerk L’incoronazione di Poppea   bisher an der Wiener Staatsoper zu erleben – und das in einer stark bearbeiteten, »spät-romantisierten« Fassung. Nun kommt es endlich zu einer historisch informierten Aufführung dieses faszinierenden Werks, das sich auf die Spuren menschlicher Karrieresucht, des Machtstrebens, aber auch des Begehrens begibt: Poppea setzt alles daran, an Neros Seite Kaiserin zu werden – auch wenn sie dabei über Leichen gehen muss. Doch die anderen Beteiligten stehen ihr kaum nach, und so spinnt sich ein dichtes Netz an Intrigen und Verrat, an Lüge und Erpressung. Das alles zu einer Musik, die zu den frühesten und zugleich vollkommensten Werken der Operngeschichte zählt: Denn Monteverdis Klänge fächern die abgründigen Gefühlswelten der Figuren auf und sind zugleich von schwindelerregender Schönheit. Mit dem Concentus Musicus Wien debütiert bei dieser Premiere jenes von Nikolaus Harnoncourt gegründetes Orchester, das im vergangen halben Jahrhundert die Klangrevolution historisch informierter Aufführungen maßgeblich mitgetragen und uns alle zu einem neuen, anderen Hören verführt hat. Geleitet wird es von Pablo Heras-Casado, der zu den vielseitigsten Dirigenten unserer Zeit zählt: mehr als vier Jahrhunderte umfasst sein Repertoire, seine umfassende Fachkenntnis sprengt jedes Schubladendenken. Und Jan Lauwers, einem der fächerübergreifendsten und vielseitigsten Regisseure unserer Zeit, ist mit dieser Poppea eine Arbeit gelungen, in der die unterschiedlichen Ebenen von Musik, Tanz und Schauspiel zu einem kunstvollen Geflecht verwoben werden, das von künstlerischer Freiheit und Gleichberechtigung getragen ist. Kate Lindsey, das junge Staatsopern-Ensemblemitglied Slávka Zámecníková, Christina Bock, Xavier Sabata, Willard White: sie und ihre Kollegen bilden eine exzellente Besetzung, die in den kommenden Tagen auch in einer Video-Einführung, moderiert von Staatsoperndirektor Bogdan Roscic, vorgestellt wird. Darüber werden wir gesondert informieren.

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Um Ihnen einen ersten Eindruck dieser wunderbaren Produktion zu vermitteln, haben wir für Sie im Rahmen der Proben einen Ausschnitt aus dem Duett Pur ti miro  , gesungen von Kate Lindsey und Slávka Zámecníková, mitgefilmt. 

A-Suite/GlassPieces, TheRobbinsRightsTrusts, RomanLazik NinaPolakova © AshleyTaylor A SUITE OF DANCES Mit der abwechslungsreichen, mehrteiligen Produktion A Suite of Dances  präsentiert sich das Wiener Staatsballett in seiner ganzen Vielfalt: Starken Solonummern und emotionsreichen Pas de deux für die Ersten Solisten des Ensembles stehen kraftvoll-virtuose, aber auch witzige Gruppenszenen in großer Besetzung gegenüber.

Der Name Jerome Robbins steht für klassisches Ballett und Broadway, hohe Kunst und Unterhaltung. Kaum ein anderer Tanzkünstler des 20. Jahrhunderts hat ein derartig vielfältiges Werk hinterlassen. Glass Pieces sind ein mitreißendes Ensemblestück, für das sich Robbins von den urbanen Energien seiner Heimatstadt New York inspirieren ließ: Wie unter Starkstrom gesetzt entfalten 42 Tänzerinnen und Tänzer eine atem(be)raubenden Architektur aus Körpern und Bewegungen. Eines der komischsten Werke der Ballettgeschichte schuf Robbins dagegen mit The Concert: Mit heiligem Ernst spielt ein Pianist auf der Bühne Chopin, während sich das Ballettensemble nicht nur in die raffiniertesten Spiele der Fantasie, sondern auch in eine irrwitzige Folge von Pannen und Slapstick-artigen Nummern verstrickt. Kontrastiert werden diese beiden großen Ensemblewerke durch zwei Miniaturen: Robbins‘ A Suite of Dances zu Musik von Bach ist eine intime >Unterhaltung< zwischen einem Danseur noble und einer Cellistin, der mit George Balanchines Duo Concertant ein berührendes Kammerspiel über Liebe und Verlangen gegenübersteht.

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Erwin Schrott© Michael Pöhn

CARMEN

Wie bei der Premiere, die aufgrund des Lockdowns nur vor Mikrofonen und Kameras staattfinden konnte, dirigiert Andrés Orozco-Estrada, der Carmen < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19Tr9r_1GbVHM&tid=0-17HY2-1tYQfM&link=ryXB >  mit energiegeladenem Zugriff, aber auch mit Gespür für das vielfältige Kolorit des Werkes interpretiert: »Er fand einen packenden, eher vorwärtsdrängenden und doch an manchen Momenten innig zurückhaltenden Zugang zur Partitur«, befand etwa Michael Wruss nach der Premiere in den Oberösterreichischen Nachrichten. Neu in der Sängerbesetzung sind Michèle Losier (Carmen) und Dmytro Popov (Don José), während mit Erwin Schrott als markantem Escamillo und Vera-Lotte Boecker als starker Micaëla SängerInnen der Premierenbesetzung auf der Bühne stehen. Wie wenig andere Theaterarbeiten hat Calixto Bietos Inszenierung Operngeschichte geschrieben: Mit klarem Blick auf die handelnden Figuren räumt er mit falschen Traditionen und Klischees auf. Bei ihm agieren lebensechte Menschen aus Fleisch und Blut, die in ihren Nöten, ihrer Verlorenheit, der Gewalt, aber auch in ihren Sehnsüchten erzählt werden. Inspiriert durch Erfahrungen aus der spanischen Exklave Ceuta, einem Grenzland, verlieh er seiner Carmen-Inszenierung die Kraft eines unverstellten Realismus, ohne auf eine poetisch verdichtete Atmosphäre zu verzichten.

 

Wiener Staatsoper: Mozart und Neuenfels - "Entführung aus dem Serail"  ziemlich anders (Archiv)
Goran Juric, Regula Mühlemann, Stella Roberts.  © Michael Pöhn

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Mit fast 700 Aufführungen gehörte Mozarts Die Entführung aus dem Serail  < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19Tr9r_1GbVHM&tid=0-17HY2-1tYQfM&link=ryXF > lange Zeit zum Kernrepertoire der Wiener Staatsoper. Doch die Aufführungsgeschichte riss im Jahr 2000 ab, 20 Jahren lang erklang die Oper nicht im Haus am Ring. Bis endlich im Oktober 2020 Mozarts deutschsprachiges Singspiel triumphal zurückkehrte: Hans Neuenfels überarbeitete für Wien nochmals seine preisgekrönte Inszenierung, Dirigent Antonello Manacorda debütierte mit großem Erfolg im Haus am Ring. Teil des aufsehenerregenden Regiekonzepts ist es, dass alle Sängerinnen und Sänger durch Schauspielerinnen und Schauspieler verdoppelt werden, wodurch sich eine psychologisch spannende Innenschau ergibt, die das Seelenleben der Figuren mehrdimensional auffaltet. Im Juni ist die spannende Produktion wieder zu sehen, es singen und spielen alle Premierenkünstlerinnen und -künstler bis auf eine Ausnahme: die US-amerikanische Sopranistin Brenda Rae übernimmt die fordernde Partie der Konstanze. Rae, die an der Wiener Staatsoper als Lucia di Lammermoor debütierte, ist gefragter Star der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala, der Bayerischen Staatsoper, der Salzburger Festspiele und zahlreicher weiterer internationaler Musikzentren. »Wie flüssige Seide«, bezeichnete ein Kritiker einst ihre Stimme, ein anderer sprach von „kristalliner, unvergesslicher Schönheit“ des Timbres.

GUIDED TOURS

Last, but not least, möchten wir Sie auch darauf aufmerksam machen, dass wir ab Freitag, 21. Mai an den Wochenenden wieder unsere Guided Tours durch das Haus anbieten. Wir haben die Route ein wenig erweitert. So können Sie auch die Terrasse zur Ringstraßenseite besuchen oder den Blick von der obersten Galerie in den Zuseherraum bewundern. Nähere Informationen zur Anmeldung und den ersten Terminen  finden Sie unter folgendem Link < https://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=19Tr9r_1GbVHM&tid=0-17HY2-1tYQfM&link=ryWH > . 

Wir freuen uns, Sie schon bald wieder im Haus am Ring begrüßen zu dürfen.

Ihr Team der Wiener Staatsoper

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Kann man sich an der Wiener Staatsoper vor Ort bezüglich Covid testen lassen?

Eine Ergänzung zum heutigen Tageskommentar betreffend die Frage, ob es eine Testmöglichkeit vor Ort geben wird.

In Kurzform: ja, es wird.

In Langform: »[…] Sollte es dennoch Bedarf zu einem Test vor Ort geben, so hat unser Partner, Labor Doz. DDr. Stefan Mustafa in der Operngasse, direkt bei der Wiener Staatsoper, eine Testmöglichkeit eingerichtet. Dieser Test-Container ist ab 19. Mai Montag-Sonntag in der Zeit von 10.00-19.00 Uhr geöffnet. Angeboten werden Antigen-Schnelltests sowie PCR-Tests. Die Antigen-Schnelltests kosten für Opernbesucher unter Vorlage ihres personalisierten Tickets (Ausweis bitte bereithalten!) 9,90€, für alle anderen Kunden 19,90€. Das Ergebnis liegt bereits nach 15 Minuten vor und ist als Eintrittstest in die Oper gültig. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen von einem fachärztlich geprüften Real-Time PCR Test um €79,- durchführen zu lassen. Dieses Ergebnis erhält man nach wenigen Stunden, entweder noch am selben Kalendertag, spätestens jedoch am nächsten Tag in der Früh.«, siehe letzter Absatz auf der Seite https://www.wiener-staatsoper.at/service/karten-abos-zyklen/was-sie-fuer-ihren-besuch-ab-19-mai-wissen-muessen/ der Staatsoper.

Anmerkung: Ich bin auch nur durch Zufall darübergestolpert, weil ich wissen wollte, wie das mit Karten ist, die man auf Grund einer COVID-19-Erkrankung und der damit einhergehenden behördlichen Absonderung nicht nützen kann. Informationen darüber habe ich allerdings keine gefunden, d.h., da liegt das Risiko ganz beim Karteninhaber. (Man kann aber nicht ausgedruckte Karten auf der Culturall-Website in Kommission verkaufen.)

T.P.
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Erkennen Sie den jungen Mann?

cam

Das Foto ist rund 40 Jahre alt. Heute ist der Bub von damals einer der besten Tenöre der Welt und gilt als der führende Interpret der Tenor-Hauptrollen in den Opern von Bellini, Donizetti und Rossini. Erst vor wenigen Tagen wurde der gebürtige Mexikaner bei den International Opera Awards zum „Sänger des Jahres“ gekürt.

https://www.instagram.com/p/COSTu6AhZqs/

Lukas Link
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„Bürokratissima entfernt Welt-Klasse Dirigent aus ihrem Wirkungskreis!“

Zur gewachsenen Kultur – Kompetenz von Frau Barbara Klepsch (Dresden)

(Verwaltungs-Betriebswirtin – VWA. also Behörden-Tante, Bürokratissima) seit 20. Dezember 2019 Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, zuvor seit 13. November 2014 Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, von 2001 bis 2014 Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz, von 1988 bis 1993 Leiterin für Finanzen im Kreiskrankenhaus Annaberg. Anschließend Kämmerin der erzgebirgischen Berg- und Kreisstadt Annaberg-Buchholz (Quelle Wikipedia).

Gemunkelt wird ja vor Ort, dass Thielemann in üblicher Manier der Dame untertäniges und devotes Verhaltens (Synonym für Arschkriecherei) verweigert hat.  In Nutzung ungeheurer Kompetenz zur Einschätzung der „geringen Weltbedeutung“ von Christian Thielemann ist sie so verfahren, wie man es spätestens seit der Pandemie von Politikern kennt: zu allem fähig, und/aber wozu dann in der Lage!!!? Und was geschieht bei solchen Intelligenzen: „Wenn man den Chef nicht liebt, schmeißt der einen raus“. Dresden auf in die Provinz mit solchen Entscheidungsträgern.

Gescheite Lösung wäre gewesen, Thielemann in Doppelfunktion auch noch als Generalintendant zu installieren. Die Fähigkeiten hat er und wenn der den Kasten am Laufen halten muss, muss er auch weniger bissig sein. Auch wenn er das nie ablegen wird, kann man von ihm spannendes Musiktheater (natürlich insbesondere musikalisch) erwarten, wenn auch sicher immer umstritten, aber nie langweilig.
TTT

 

Ingrid Gerk (Dresden) zum Thielemann-Alleingang  der Sächsischen (Un)Kulturministern:

Dresdens Opern- und Konzertfreunde sind  bestürzt sind, dass der 2023/24 auslaufende Vertrag mit Chefdirigent Christian Thielemann seitens der Sächsischen Landesregierung (Ministerpräsident, Kulturministerin) in administrativer Entscheidung, ohne die übliche Rücksprache mit dem Orchestervorstand (er wurde nur vor Bekanntgabe informiert) und dem, seit Generationen üblichen Vorschlag des Orchesters, nicht verlängert wird.

Mag es auch Unstimmigkeiten mit dem Intendanten gegeben haben, eine künstlerische Persönlichkeit wie Christian Thielemann lässt man nicht einfach gehen oder schickt ihn gar weg, zumal ihm bisher in seiner Eigenschaft als Chefdirigent der Staatskapelle großartige Akzente und wahre Sternstunden der Musik zu verdanken waren und auch weiterhin zu erwarten sind.

Man denke dabei nur an die sensationelle, international viel beachtete, „Lohengrin“-Aufführung mit Anna Netrebko und Piotr Beczała, den „Ring“, zu dem die Besucher aus aller Welt herbeiströmten, die hervorragende „Freischütz“-Produktion und vieles andere mehr. Die neuerliche, von ihm  musikalisch hervorragend geleitete „Capriccio“-Premiere (ohne Publikum), der Anton-Bruckner- und der Robert-Schumann-Zyklus, die zahlreichen glanzvollen Symphoniekonzerte, u. a. mit Werken von Richard Strauß, wo er wie kein anderer die Werke dieses Komponisten auszuloten verstand, seine mit Superlativen bedachten Gastkonzerte während der internationalen Tourneen mit der Staatskapelle in den Musikmetropolen der Welt als Botschafter der Landeshauptstadt Dresden und vieles andere mehr waren Höhepunkte seiner sehr erfolgreichen Tätigkeit.

Es war ein Glücksfall, dass Thielemann mit seinem weltweit geachteten Profil mit Beginn der Spielzeit 2012/13 nach Dresden kam und nun eine schmerzliche, mehr als enttäuschende Entscheidung, dass sein Vertrag ab 2024/25 nicht verlängert wird, eine Entscheidung, deren Ausmaß erst erkannt werden wird, wenn sie unumkehrbar und der Verlust gravierend sein wird. Will man sich denn den Weg für weitere großartige Ereignisse, die in besonderem Maße auch für das internationale Ansehen der Stadt Dresden sorgen, in Zukunft verbauen? Will Dresden im internationalen Ranking nicht mehr mitspielen?

Soll Dresdens Musikkultur und damit der weltweit gute Ruf der Landeshauptstadt gänzlich im „allgemein Üblichen“ versinken, in dem, was man dann überall finden wird? Den Weg der Modernisierung und Innovation beschreiten seit mehr als 50 Jahren schon so ziemlich alle Opernhäuser mit mehr oder weniger Erfolg. Man sollte auch die Reaktionen des internationalen Publikums im Auge behalten. Kunst lebt von Vielfalt. Die Entwicklung verläuft nicht linear und auch nicht immer so, wie geplant. Das bedeutet erfahrungsgemäß, dass in absehbarer Zeit das Besondere und Einmalige gefragt sein wird. Wenn man genau hinschaut, deutet sich das vor allem bei den (nicht an einem Theater oder Opernhaus beschäftigten) Jugendlichen, die man so gern in den Opernhäusern haben möchte, bereits an…

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Acht Publikumspreise für den ORF bei der „ROMY 2021“
Preise für Inhof, Mayr, Happel, Sigl, Stein, Moretti, Fenderl und „Fit mit Philipp“ =

Wien (OTS) – Acht Preise vom Publikum – das ist die diesjährige Erfolgsbilanz des ORF beim „ROMY-Publikumspreis“! In der Sendung „Romy 2021 – Der Österreichische Film- und Fernsehpreis“ am Samstag, dem 15. Mai 2021, in ORF 2 überraschte Andi Knoll auch heuer die Preisträgerinnen und Preisträger vorab in verschiedensten Situationen mit der begehrten Trophäe und sorgte damit für emotionale und unterhaltsame Fernsehmomente. Markus Freistätter überbrachte die goldenen Statuetten an die Preisträger/innen in der Kategorie „Bester Nachwuchs“, die heuer erstmals vom Publikum gewählt wurden. Das österreichische TV-Publikum entschied sich in acht von neun Kategorien für ORF-Stars: Kristina Inhof erhielt den Publikumspreis in der Kategorie „Show/Unterhaltung“, Günther Mayr („ZIB Wissenschaft“) wurde in der Kategorie „Information“ ausgezeichnet. Als beliebteste Schauspielerinnen wurden Maria Happel und Miriam Stein mit einer ROMY geehrt. Zu den beliebtesten Schauspielern wurden Hans Sigl und Tobias Moretti gewählt. Und in der Kategorie „Bester Nachwuchs – weiblich“ erhielt Anna Fenderl für ihre Rolle in dem vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Kinofilm „Ein bisschen bleiben wir noch“ die goldene Statuette. „Fit mit Philipp“ wurde zum „Besten Lockdown-Format“ gewählt. Außerdem kürte die ROMY-Jury das „Neujahrskonzert 2021“ zum „TV-Moment des Jahres“.
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Herzliche Gratulation allen Preisträgerinnen und Preisträgern der diesjährigen Publikumspreise der ROMY und allen voran den ORF-Stars, die dieses Jahr in der Gunst der Zuseherinnen und Zuseher ganz vorne stehen. Das zeigt einmal mehr eindrucksvoll die große Relevanz der unterschiedlichen ORF-Angebote, denn die ROMY ist nicht weniger als ein Ausdruck des Vertrauens und der Wertschätzung, der den ausgezeichneten Angeboten entgegengebracht wird. Dass uns dies im vergangenen Jahr sichtlich sehr gut gelungen ist, zeigen die konstant hohen Zuseherzahlen – und die zahlreichen Auszeichnungen am heutigen Abend. Dafür bedanke ich mich einmal mehr bei den Millionen Menschen in Österreich, die regelmäßig eines unserer Angebote nutzen.“

ORF-Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Eine alte Weisheit sagt ‚Not macht erfinderisch‘ – so ist eine höchst kreative Sendung auf Top-Niveau entstanden. Es war eine Herausforderung, dass die Überraschung erneut gelingt, aber die Sendungsverantwortliche Andrea Heinrich hat mit Andi Knoll gemeinsam mit ihrem Team alles in Bewegung gesetzt, um den Gewinnerinnen und Gewinnern der wichtigsten Publikumsauszeichnung des Landes ihre ROMYS in einer überraschungsreichen TV-Sendung überreichen zu können. Das ist wunderbar gelungen! Ich gratuliere den ORF-Publikumslieblingen Maria Happel, Miriam Stein, Hans Sigl und Tobias Moretti sowie Anna Fenderl in der Kategorie Nachwuchs. Ein besonderer Dank gilt dem ORF-Wissenschafts-Anchor Günther Mayr, der unserem Publikum seit über einem Jahr alles rund um Corona verständlich aufbereitet. Sowie Kristina Inhof und Philipp Jelinek, die für Unterhaltung, Sport und Fitness im ORF sorgen. Ich bin überzeugt, dass wir die vielen Preisträgerinnen und Preisträger auch in den nächsten Jahren, gemeinsam mit dem ,Kurier‘, in einer überraschungsreichen und glanzvollen Gala und TV-Sendung ehren werden.“

Der ORF bei der „ROMY 2021“ – Die Gewinnerinnen und Gewinner der Publikumspreise im Überblick:

Information: Günther Mayr („ZIB Wissenschaft“) Show/Unterhaltung: Kristina Inhof („Dancing Stars“) Beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe: Maria Happel („Soko Donau“, „Dennstein & Schwarz“) Beliebtester Schauspieler Serie/Reihe: Hans Sigl („Der Bergdoktor“) Beliebteste Schauspielerin Film: Miriam Stein (u. a. „Landkrimi: Steirerwut“) Beliebtester Schauspieler Film: Tobias Moretti (u. a. „Louis van Beethoven“) Beliebtester Nachwuchs weiblich: Anna Fenderl („Ein bisschen bleiben wir noch“) Bestes Lockdown-Format/Umsetzung: „Fit mit Philipp“
Auf Flimmit (www.flimmit.at) findet sich passend dazu die wohl umfangreichste Kollektion an ROMY-ausgezeichneten Filmen und Dokus, die das Netz zu bieten hat. Darunter der als bester TV-Film nominierte Landkrimi „Das Mädchen aus dem Bergsee“ von Regisseurin Mirjam Unger u.v.m.
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WALDVIERTLER HOFTHEATER

Waldviertler Hoftheater – Wikipedia

DER BLUNZENKÖNIG
KOMÖDIE von Christoph Frühwirth

Franz König senior, auch der Blunzenkönig genannt, ist ein patriarchaler Fleischermeister, Gastwirt und Lebemensch, wie er im Buche steht. Das alteingesessene Wirtshaus befindet sich kurz vor der ewigen Sperrstunde. Nur die Übergabe an König jun. würde eine Fortführung der Fleischhauer-Tradition  ermöglichen. Doch Sohn König plant den Umbau in ein vegetarisches Lokal. Den Alten trifft sprichwörtlich der Schlag. Die Theaterfassung des gleichnamigen Films malt ein nur allzu menschliches Bild davon, dass „wer nicht mit der Zeit geht, mit der Zeit geht.“ Ein mit reichlich bodenständigem Charme, aber auch mit ernsten Untertönen angereichertes Lustspiel rund um das Aufeinanderprallen von Generationen und Kulturen.

Es spielen: Gerhard Ernst, Erika Deutinger, Stefan Rager, Ildiko Babos, Simon Frühwirth
Premiere: 21. Mai 2021 um 20:15 Uhr
Weitere Termine: 22., 27., 28., 29., 30. (16:00 Uhr) Mai 16., 17., 18. (16:00 Uhr), 21., 22., 23., 24., 28., 29.,
30., 31. (16:00 Uhr) Juli Vorstellungsbeginn ist 20:15 Uhr, Sonntagsvorstellungen beginnen um 16:00 Uhr.

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Foto: Ricarda Springer

Regie: Christoph Frühwirth
Bühne & Licht: Erich Uiberlacker
Kostüme: Christian A. Kahrer
Musik: Moritz Hierländer
Eine Eigenproduktion des Wald4tler Hoftheaters.

Wald4tler Hoftheater • 3944 Pürbach 14 • Tel. 02853/784 69 • www.hoftheater.at

Die Waldviertler Kulturinitiative, Betreiber des Wald4tler Hoftheaters, ist ein gemeinnütziger Verein und nicht vorsteuerabzugsberechtigt. ZVR-Zahl 17300411

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LINZER LANDESTHEATER /Schauspielhaus: AMADEUS  – THEATERSTÜCK VON PETER SHAFFER

Deutsch von Nina Adler

 

 Premiere Donnerstag, 20. Mai 2021, 19.30 Uhr
Schauspielhaus

Inszenierung Markus Völlenklee
Bühne und Kostüme Ezio Toffolutti
Dramaturgie Andreas Erdmann

Christian Higer (Antonio Salieri), Daniel Klausner (Wolfgang Amadeus Mozart), Lorena Emmi Mayer (Constanze Weber, Mozarts Frau), Jan Nikolaus Cerha (Joseph II, Kaiser von Österreich), Horst Heiss (Graf Johann Kilian von Strack, Kaiserlicher Kammerherr), Sebastian Hufschmidt (Graf Franz Orsini-Rosenberg, Direktor der Nationaloper), Lutz Zeidler (Baron Gottfried van Swieten, Präfekt der Nationalbibliothek), Alexander Hetterle (Karl), Benedikt Steiner (Friedrich, Salieris Zuträger), Sophie Kirsch (Katharina Cavalieri, Salieris Schülerin)

Als Mozart in Wien eintrifft, glaubt er, dass ihm sein Genie Achtung und Erfolg verschaffen wird. Und wie Genies es manchmal sind, ist Mozart originell, zuweilen frech, die Stoffe seiner Opern provozieren. Er ahnt nicht, dass in einer Welt, in der der Hof über Erfolg und Ansehen entscheidet, andere Tugenden gefragter sind als Talent und Originalität: nämlich Selbstbeherrschung, Mittelmäßigkeit, Leisetreterei. In dieser Hinsicht Musterschüler ist der Kaiserliche Kammerkomponist Antonio Salieri. Dem ist das verzogene Künstlerkind aus Salzburg vom ersten Anblick an zuwider, trotzdem erkennt er rasch, welch göttliches Talent es hat. Die beiden werden Todfeinde.

Doch Salieri ist geschickt genug, dem naiven Mozart zu verbergen, welche Gefühle er in Wahrheit für ihn hegt. Während er bei jeder Komponistenstelle, um die Mozart sich bewirbt, hinter den Kulissen dafür sorgt, dass andere Bewerber vorgezogen werden, während Salieri alle Hebel in Bewegung setzt, um den Erfolg von Mozarts Opernaufführungen zu vereiteln, spielt er ihm den Freund und väterlichen Ratgeber vor. Langsam treibt er das Genie in den Tod. Dabei ist Salieri ein gläubiger Mann und weiß, dass alles Genie von Gott kommt. Wie löst er das Dilemma? 

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„IM ZENTRUM“: Kanzler, Opposition, Justiz – Die Suche nach der Wahrheit

 Am 16. Mai um 22.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen Kanzler Sebastian Kurz und seinen Kabinettschef Bernhard Bonelli wegen mutmaßlicher Falschaussage vor dem Ibiza U-Ausschuss. Basis war eine Anzeige der NEOS wegen Kurz‘ Aussagen zur Bestellung von ÖBAG-Chef Thomas Schmid. Die FPÖ fordert den sofortigen Rücktritt des Kanzlers, die SPÖ sieht die „rote Linie“ bei einer Anklage überschritten. Für NEOS schadet das Kurz-Kabinett dem Land. Die Grünen wollen die „Justiz in Ruhe arbeiten lassen“. Kurz weist die Vorwürfe der Falschaussage scharf zurück. Er schließt einen Rücktritt aus und attackiert die Oppositionsparteien und die Befragungsmethoden im U-Ausschuss. Was bedeuten die Ermittlungen für die ÖVP? Wie steht es um das Vertrauen zwischen Kanzlerpartei und Justiz? Welche politischen Konsequenzen hätte eine mögliche Anklage? Gibt es Reformbedarf beim parlamentarischen Kontrollinstrument, dem U-Ausschuss? Was bedeuten die Ermittlungen gegen Bundeskanzler Kurz für die türkis-grüne Regierungskoalition? Darüber diskutieren am Sonntag, dem 16. Mai 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Andreas Hanger Fraktionsvorsitzender Ibiza-U-Ausschuss, Nationalratsabgeordneter, ÖVP
Nina Tomaselli Fraktionsvorsitzende Ibiza-U-Ausschuss, Nationalratsabgeordnete, Die Grünen
Kai Jan Krainer Fraktionsvorsitzender Ibiza-U-Ausschuss, Nationalratsabgeordneter, SPÖ
Christian Hafenecker Fraktionsvorsitzender Ibiza-U-Ausschuss, Nationalratsabgeordneter, FPÖ
Stephanie Krisper Fraktionsvorsitzende Ibiza-U-Ausschuss, Nationalratsabgeordnete, NEOS
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