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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. MÄRZ 2021)

14.03.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. MÄRZ 2021)

PROGRAMMTIPP HEUTE: STREAM „FRANCESCA DA RIMINI“ AUS DER DEUTSCHEN OPER BERLIN

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Deutsche Oper streamt „Francesca da Rimini“
Eine Frau, die sich gesellschaftlichen und moralischen Zwängen entzieht – damit sorgte das Stück „Francesca da Rimini“ um 1900 für einen Skandal. An der Deutschen Oper feiert es nun in der Inszenierung von Christof Loy als Livestream Premiere.
https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/kultur/202103/14/537371.html

Christoph Loy: Glück stärkt das Immunsystem
Christof Loy probt an der Deutschen Oper Zandonais „Francesca da Rimini“. Die Premiere findet als Livestream statt.
https://www.morgenpost.de/kultur/article231785343/Glueck-staerkt-das-Immunsystem.html

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PROGRAMMTIPP FÜR HEUTE: DER GOGGOLORI auf ARD-ALPHA

HEUTE, am Sonntag, 14.3. auf ARD-ALPHA um 22 Uhr 15 die Oper eigentlich mehr ein Singspiel „Der Goggolori“ gesendet wird, in der Hans Sisa die Hexe „Ullerin“ gibt.

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Hans Sisa als „Hexe Ullerin

Es ist eine bayerische Mär im Dialekt, Musik Wilfried Hiller der heuer 80 wird und daher wird es wieder gesendet, Text von Michael Ende.

Hans Sisa hat für seine Darstellung als verrückte Hexe damals einen Preis bekommen.

Der Goggolori (Erdmandl) verwandelt sich in verschiedene Gestalten und diese werden auch köstlich vom Marionettentheater München dargestellt.

Nehmt Euch Euch Zeit nehmt und schaut es bis zum Ende an, ca. 2 ½ Stunden.

HIER EIN AUSSCHNITT (16 Minuten)

Am 15. März 2021 wird der Komponist Wilfried Hiller 80 Jahre alt. Er gehört zu den erfolgreichsten und meistgespielten zeitgenössischen Komponisten. Viele seiner Werke sind „Klassiker“ geworden. Besonders Opern, die in Zusammenarbeit mit dem Bestsellerautor Michael Ende entstanden, wie „Das Traumfresserchen“ oder „Tranquilla Trampeltreu“.

In Bayern legendär wurde „Der Goggolori“. Die Handlung spielt zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Der Bauer Irwing hat mit dem Kobold Goggolori einen Pakt abgeschlossen: er sorgt für reiche Ernte, doch dafür soll ihm die Seele von Irwings Tochter Zeipoth gehören. Als Zeipoth 14 Jahre alt ist und der Goggolori seinen Preis einlösen will, bereuen die Eltern den Pakt. Doch selbst der Versuch der Ullerin (einer Hexe, die die Bauersleute zu Hilfe gerufen haben), dem Goggolori mit der Pest beizukommen, scheitert. Schließlich schenkt Zeipoth dem Goggolori ihren eigenen Tod, damit er endlich Ruhe findet.
Die „bairische Mär mit Musik in acht Bildern und einem Epilog“ hatte 1985 am Staatstheater am Gärtnerplatz Premiere. Die Produktion in der Regie von Friedrich Meyer-Oertel wurde schnell Kult, über 120 Mal wurde sie gezeigt, das Publikum aus ganz Bayern mit Reisebussen nach München gefahren.
Der Bayerische Rundfunk zeichnete diese populäre Produktion 1986 auf. Zum 80. Geburtstag von Wilfried Hiller zeigt BR-KLASSIK den beliebten „Goggolori“ aus dem Gärtnerplatztheater nochmals.

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Baden-Baden: Tschaikowsky und Puschkin prägen zwei Oster-Festivals

Auf die Oper „Mazeppa“ im Mai 2021 sollen 2022 in Baden-Baden „Pique Dame“ und „Jolanthe“ folgen. Anna Netrebko, Asmik Grigorian und Sonya Yoncheva mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern im neu vorgestellten Programm

Die Baden-Badener Osterfestspiele sollen vom 6. bis 9. Mai 2021 mit einem verkürzten Programm nachgeholt werden. Dies teilten Festspielhaus-Intendant  Benedikt Stampa, die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, Medienvorstand und Solocellist Olaf Maninger sowie Chefdirigent Kirill Petrenko  am 12.3.2021 im Rahmen eines VideoPressegesprächs mit.

Im kommenden Jahr feiert das Festspielhaus Baden-Baden die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern vom 9. bis 18. April 2022. Auf dem heute veröffentlichten Programm stehen dann die Opern „Pique Dame“ als Neuinszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier sowie die konzertant aufgeführte Oper „Jolanthe“ von Peter Tschaikowsky.

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Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker. Foto: Monika Rittershaus

In Konzerten der Berliner Philharmoniker erklingen zentrale Werke des russischen Komponisten Igor Strawinsky, darunter „Le sacre du printemps“, „Petruschka“ und „Der Feuervogel“.

Preise und Auszeichnungen von Anna Netrebko – RusslandJournal.de
Anna Netrebko. Foto: J. Henry Flair

Mit Asmik Grigorian, Anna Netrebko und Sonya Yoncheva kommen 2022 drei  der gefragtesten Sopranistinnen unserer Zeit sowie weitere bedeutende Solistinnen und Solisten nach Baden-Baden.

„Mazeppa“ in einer besonderen Besetzung
„Trotz der unsicheren Lage ist es mir ein besonderes Anliegen, Tschaikowskys selten gespielte Oper ‚Mazeppa‘ noch in diesem Frühling in Baden-Baden mit den Berliner Philharmonikern, Kirill Petrenko und einer traumhaften Besetzung präsentieren zu können“, sagt Benedikt Stampa. Die Sängerinnen und Sänger aller Hauptrollen, darunter Olga Peretyatko (Maria) und Vladislav Sulimsky (Mazeppa), haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt.

Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker: Vor fast genau einem Jahr war zum ersten Mal klar, dass wir nicht unsere gewohnten Osterfestspiele würden machen können. Wir haben dieses Jahr daher alles in Bewegung gesetzt – fast Berge versetzt – um 2021 eine Oper in Baden-Baden spielen zu können.
Dafür dehnen wir sogar den Kalender und verschieben Ostern in den Mai.“ Wenn es die dann gültige Landesverordnung in Baden-Württemberg zulässt, soll die Oper am 6. und 9. Mai konzertant vor Publikum erklingen. Zwei Konzerte der  Berliner Philharmoniker stehen am 7. und 8. Mai 2021 auf dem Programm. „Wir  sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit dem Team des Festspielhauses
Baden-Baden im Mai ein kompaktes wie attraktives Festivalprogramm mit Tschaikowskys ‚Mazeppa‘, Kammermusik und Sinfoniekonzerten präsentieren können“, so Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker. „Die in diesem Jahr etwas verkürzte Residenz gibt den Berliner Philharmonikern die Möglichkeit, ihr treues Publikum in Baden-Baden endlich  wiederzusehen. Der Blick nach vorne auf die Osterfestspiele 2022 mit der Fortführung des biennalen Russland-Schwerpunktes rund um Tschaikowskys ‚Pique Dame‘ und einem hochkarätigen Gesamtprogramm erfüllt mich ebenso mit großer Vorfreude.“

Der Vorverkauf für „Mazeppa“ und die Konzerte im Mai 2021 soll am 9. April 2021 beginnen. Bereits am 18. März 2021 beginnt der
Vorverkauf für die Osterfestspiele 2022. „Pique Dame“ und das Erwachen des Frühlings
„In kaum eine Stadt passt Tschaikowskys Oper ‚Pique Dame’ so gut wie nach Baden-Baden“, sagt Benedikt Stampa. Das Drama um das Geheimnis der stets siegreichen Spielkarten, an denen Protagonist Hermann schließlich verzweifelt, geht auf eine Erzählung Alexander Puschkins zurück. Er inspirierte viele russische Schriftsteller, die auch regelmäßig nach Baden-Baden kamen –  darunter Nikolaj Gogol.

Auch der zweite Komponisten-Schwerpunkt der Baden-Badener Osterfestspiele 2022 ist mit der einstigen „Sommerhauptstadt Europas“ verbunden: Igor Strawinsky dirigierte hier in den 1950er Jahren mehrfach Konzerte mit eigenen Werken. Auf dem Programm der Osterfestspiele 2022 stehen seine Kompositionen „Le sacre du printemps“, „Petruschka“ und „Der Feuervogel“ – interpretiert von den Berliner Philharmonikern.

HAUSFESTSPIEL live aus Baden-Baden über die Ostertage 2021 im Internet

Über die Osterfeiertage 2021 (1.-5. April) setzt das Festspielhaus Baden-Baden sein kostenloses Live-Streaming-Festival HAUSFESTSPIEL im Internet fort. Zu Gast sind dabei auch Mitglieder der Berliner Philharmoniker und weitere Solistinnen und Solisten. In großer Besetzung sind die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko am Ostersonntag, 4. April 2021, um 17 Uhr bei Arte zu erleben. Auf dem Programm eines am 20. März aufgezeichneten Konzerts aus der Philharmonie Berlin stehen Werke von Peter Tschaikowsky und Sergej
Rachmaninow. Olaf Maninger, Solocellist und Medienvorstand der Berliner Philharmoniker: „Wir nehmen sehr gerne mit einigen unserer
Kammermusikensembles an einem digitalen Ostergruß aus Baden-Baden teil.

Mit Arte strahlt ein langjähriger enger Medienpartner am Ostersonntag ein aufgezeichnetes Konzert aus der Philharmonie Berlin aus, wofür wir sehr dankbar sind. Somit sind die Berliner Philharmoniker an Ostern zumindest am Bildschirm erlebbar.“

Alle Informationen auch auf www.festspielhaus.de

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Klassikfestival „Haydnregion NÖ“: großer Applaus für gestreamte Saisoneröffnung

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Foto: Niklas Schnaubelt

Große Resonanz und jede Menge Applaus gab es für die gestreamte Saison-Eröffnung des Klassikfestivals „Haydnregion Niederösterreich“ mit Stargeiger Yury Revich am vergangenen Sonntag, den 7. März 2021. Das Konzert wurde innerhalb von 48 Stunden über 1.700 Mal aufgerufen.  Viele internationale ZuseherInnen – von Kolumbien über Schweden, Italien, Polen, Ungarn bis Tschechien und Frankreich – nutzten den Live-Chat, um ihre Begeisterung auszudrücken.
Zum Nachhören ist das Konzert abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=MUwIOFY2gxE

Dr. Michael Linsbauer, künstlerischer Leiter der Haydnregion Niederösterreich: „Es war für mein Team und mich ein sehr spannendes und herausforderndes Projekt – war es doch der erste Konzertstream, den wir als Haydnregion Niederösterreich durchgeführt haben. Schließlich galt es nicht nur die technisches Voraussetzungen zu schaffen, sondern auch etwa 50 MusikerInnen und Personal auf Corona zu testen und einen ganzen Tag in der Kulturfabrik die Corona-Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten. Umso glücklicher sind wir über die überwältigende Resonanz!“—

Programm-Ausblick:

Als nächstes ist für Freitag, den 9. April, 19 Uhr, in der Therme der Römerstadt Carnuntum das Konzert „Römischer Frühling“ mit Werken von Joseph und Michael Haydn, Luigi Boccherini, Gioacchino Rossini und Ottorino Respighi geplant.

Nächstes Streaming-Angebot: 3. Internationaler Haydn-Wettbewerb für Klassisches Lied und Arie – Finalkonzert & Preisverleihung
am Sonntag, 23. Mai 2021, 18 Uhr, in Rohrau | Haydn Geburtshaus, Konzertsaal | 2471, Obere Hauptstraße 25

Programm-Details: Info-Text anbei sowie www.haydnregion-noe.at

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SI OP Magdalene Minnaar >> “ Songs of Hope“ download album

SITTOPERA ™  may inform you about this download-able music production and recommend to enjoy this music album (you choose what you will pay, SITTOPERA ™ will donate r 250.00) , ( produced by soprano and producer Magdalene Minnaar and Alexander Fokkens – conductor). Detailed information below. Enjoy at home as long as theatres etc are limited …

Dear Friends,

As artists across the world face an ongoing battle with closed theatres and concert halls, I am delighted in sharing this project with you.

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With Songs of Hope, we (soprano and producer Magdalene Minnaar and Alexander Fokkens – conductor) in collaboration with the newly formed Ensemble 528, seek to bring a sense of comfort and restoration to listeners around the world.
The repertoire has been carefully chosen to curate a listening experience that will calm and uplift the listener. Spanning across four centuries, Bach and Mozart, joined by Strauss and Grieg feature alongside homegrown composers Franco Prinsloo and Matthijs van Dijk.

With kind regards
Harald Sitta
Cell + WhatsApp : + 27 81 346 6283
Email : harald@sittopera.co.za
Website : www.sittopera.co.za

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Linz: „LIEBESBRIEFE“ – Uraufführung am Netztheater des Landestheaters, aufgezeichnet im Schauspielhaus am 05. 03., ins Netz gestellt am 13. 03.2021

Tanzabend in zehn Miniaturen von Mei Hong Lin und TanzLin.Z, Musik u. a. von Eleni Karaindrou, Kolsimcha, Kronos Quartet, Heitor Villa-Lobos

Eigentlich hätte die Premiere am 6. März stattfinden sollen, im Großen Saal des Musiktheaters, aber… Die ursprüngliche Idee wurde von der TanzLin.Z-Chefin im ersten lock-down entwickelt und dann zusammen mit den Ensemblemitgliedern zu einem 1 ¼ stündigen Tanzspektakel ausgebaut.

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Pedro Tayette, Nicole Stroh. Foto© Vincenzo Laera

Die Kapitel sind:

  1. Bunte Gesellschaft: Gemeinsamkeiten wie Unterschiede in der Gemeinschaft; die Menschen treten aus ihren Schablonen hervor, zeigen überraschende Fähigkeiten. Aber die Schablonen werden immer wieder einmal auftauchen.
  2. Verstrickt: Wir sind in unserer Routine gefangen, und die Pandemie zwingt uns, neue Wege zu finden, was neben der tänzerisch-akrobatischen Darstellung durch den Wechsel von einem „Tango nuevo“ über indisch inspirierter Musik bis zu einem spätromantisch-jazzigen Klavierstück auch in der Klangwelt verdeutlicht wird. Der getanzte Kapitelabschluß zum Klavier ist ein konzentrierter, intensiver pas de deux.
  3. Karton: Einerseits sind wir eingesperrt, andererseits können wir in der Abgeschiedenheit Interessen vertiefen. Die Tänzerinnen und Tänzer sind tatsächlich in kleine Kisten gepfercht, welche aber Kontakte auch nicht gänzlich unterbinden können; freilich kann es auch vorkommen, daß man in seiner Kiste wie der bekannte Schachtelteufel herumpizzeln muß… die Musik erinnert bisweilen an Strawinskij’s „Sacre“.
  4. Abstand bitte!: Physische Distanz wird sozialer Nähe gegenübergestellt, anhand eines Paares, das fast wie Eiskunstläufer über die Bühne gleitet (Safira Santana Sacramento, Pedro Tayette).
  5. Fake news: Unsicherheit, Nicht-Wissen, wie es weitergeht, als Nährboden für irrationales Handeln und Leichtgläubigkeit. Besonders eindrücklich und unterhaltsam ein pas de trois MNS/Totalverhüllung/Maskenverweigerer: Evi Van Wieren, Shao Yang Hsieh, Nicole Stroh. Die (Zeitungs)Ente tanzt den Tango mit dem Leser (Pavel Povrazník, Lorenzo Ruta), und man glaubt nicht, wie gut eine Rumba zum Klopapierhamstern paßt… jedoch endet das Ganze in einem Anfall von Reinigungswahn, untermalt von Kronos-Quartett. Als Erlösung daraus ertönt
  6. Der Ruf der Natur: Naturerleben als Seelenbalsam in der Krise, meisterlich in einer unglaublichen Mischung aus Romantik, Präzision und Akrobatik am, besser: im Cyr-Reifen von Shao-Yang Hsieh übergeleitet zum
  7. Fernweh: imaginäre Reisen als Kompensation der erzwungenen Festsetzung – auch wenn man der hier involvierten Airline nicht recht über die Tragflächen trauen kann! Aber wenigstens zum Schmunzeln ist die Szene.
  8. Online: Netzkontakte ersetzen die physischen, aber gehen wir darin womöglich verloren? Man surft buchstäblich auf den Smartphones!
  9. Wasser: wohl als ceterum censeo muß auch ein Umweltthema eingefügt werden; ohne Frage sehr eindrucksvoll gestaltet – mit Schwerpunkt Plastikvermüllung – vom Solisten Yu-Teng Huang mit Ensemble, aber eine logische Einfügung ins Gesamtbild erschließt sich nicht.
  10. Abschied: der einsame Tod in Zeiten von Corona… die buchstäblich von den Viren befallene Solistin Kayla May Corbin, kann aber vor ihrem Ende noch von den anderen getröstet werden.

Es seien noch die restlichen Solisten wie Ensemblemitglieder angeführt, definitiv not least: Rie Akiyama, Mireia González Fernández, Shao-Yang Hsieh und Shang-Jen Yuan.

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Evi Van Wieren, Shao-Yang Hsieh, Nicole Stroh. Foto© Vincenzo Laera

Anspruchsvolle und zugleich verständliche Choreografie und spannende Inszenierung: Mei Hong Lin, Dramaturgie Roma Janus – ihre sorgfältige Einführung in den Abend kann man ebenso auf der Landestheater-website genießen. Bühne und Kostüme Dirk Hofacker – er entwickelt aus einfachen Trikots mit oft nur kleinen Zusätzen immer wieder neue, der Szenerie entsprechende Facetten, und die dürfen durchaus auch einmal zum Lachen anregen, wie der zum Entenschnabel mutierte Turnschuh… Die Bühne ist sehr einfach gehalten, kommt mit wenigen Versatzstücken aus, die freilich punktgenau die passenden Räume erzeugen, woran auch die Lichtführung Johann Hofbauers großen Anteil hat.

Im Zusammenhang mit dieser „Netzaufführung“ sind natürlich auch Kameraführung und Schnitt von entscheidender Wichtigkeit: Jonatan Salgado Romero und Constantin Georgescu kommen ohne viel Großaufnahmen aus, arbeiten vielmehr meist mit Totalen und Halbtotalen und ahmen so den Eindruck eines Zuschauers im Saal sehr gut nach: trotz heimatlicher Umgebung stellt sich ein Bühnenerlebnis ein! Wozu auch die Tonmeisterarbeit von Christian Börner beiträgt – gar nicht trivial, wie er die Musikzuspielung, die ja auch für das Bühnenpersonal gut hörbar sein muß, mit Bühnengeräuschen, bis hin zum Atmen, in Balance hält.

Detais zur verwendeten Musik finden sich im Abspann des Stückes: Autostrada – Kolsimcha, LSO, Finale aus Tango Apasionado – 1721 Project, Loxandra – Eleni Karaindrou, Armellodie – Chilly Gonzales, Mini Skirt – Kronos Quartet, Tango Apocalypso – Boris Kovac, Say It Isn’t So – Frank Ifield, Worlds Five Sterile Pression 6 – Lukas Lauermann, Summer Night – Mother Earth Sounds, The Waltz of Hope – Eleni Karaindrou, Jazz Suite No. 2, III. Tanz – Dimitri Schostakowitsch, El Abrazo – Mathieu Saglio, Carnaval das Crianças Nr. 7 – Nelson Freire, Notes I & II – Eleni Karaindrou, Valsa da Dor – Nelson Freire.

Die Aufführung bleibt 48 Stunden (zu rechnen ab Samstag, 19:30) abrufbar.

Petra und Helmut Huber

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Yu-Teng Huang.Foto© Vincenzo Laera

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Kayla May Corbin, Pedro Taylette. Foto© Vincenzo Laera

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LEIPZIG: Junge Oper präsentiert neues Chorvideo aus Kooperation Istanbul-Leipzig

Aus der Kooperation des Kinder- und Jugendchores der Oper Leipzig mit der türkischen Musikstiftung Bariş için Müzik ist ein neues Musikvideo entstanden, das ich Ihnen ans Herz legen möchte – und auf die Bildschirme:

 

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Unten finden Sie alle Informationen zu der Kooperation und zum Video. Hier der direkte Link, falls Sie ihn brauchen: https://www.youtube.com/watch?v=cVLOEmL4oMg

Kinderchor der Oper Leipzig und Chor und Orchester der Bariş için Müzik Vakfi aus Istanbul kombinieren zwei Volkslieder in einem gemeinsamen Musikvideo

Die Junge Oper Leipzig und die Stiftung Bariş için Müzik (Musik für den Frieden) in Istanbul haben ein neues Chorprojekt im Video realisiert. Die Kooperation besteht seit 2016 aus Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Projekttagen mit Proben, Aufführungen und Konzerten der beteiligten Kinder und Jugendlichen. Da ein mit Begeisterung erwarteter erneuter Besuch von Chor und Orchester von Bariş için Müzik in Leipzig wegen Corona verschoben werden muss, ist das gemeinsame Musizieren bis auf Weiteres nur aus der Ferne, zeitversetzt und mit entsprechend technischem Aufwand möglich. Dank der Unterstützung der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke kann jetzt bereits zum zweiten Mal ein Musikvideo realisiert werden und online erklingen – frei abrufbar direkt bei Oper Leipzig TV auf YouTube oder über die beiden Websites. Crossover geografisch, sprachlich und musikalisch: Die Oberstufe des Kinderchores der Oper Leipzig singt das aus Schweden stammende Tanzlied „Zum Tanze da geht ein Mädel“ und Chor und Orchester von Barış İçin Müzik singen und spielen ein türkisches Volkslied: „Çay Elinden Öteye“ – beide Kompositionen ineinander verschränkt und mit von den Kindern selbst gefilmten Szenen aus Homeschooling, Freizeit, vergangenen Projekten inklusive Klangerlebnissen und Rhythmusübungen hinterlegt. Auf Deutsch, Englisch und Türkisch mit dem gemeinsamen Credo zum Schluss: „Always watch out for the beat!“

An dem jetzigen Video waren ohne Erwachsene und Crew im Hintergrund insgesamt 85 Kinder und Jugendliche aus Leipzig und Istanbul beteiligt. Idee, Ton und Videoschnitt stammen von der Leipziger Musikerin Maria Hinze. Sie und Sophie Bauer, die Leiterin des Kinder- und Jugendchores der Oper Leipzig haben von Deutschland aus die intensiven Vor- und Nacharbeiten begleitet.
Sophie Bauer über die gelungene Kooperation zwischen Istanbul und Leipzig: „Wir können durch das neue und sehr kreative Videoexperiment unsere Verbundenheit spüren, miteinander persönlich und musikalisch in Kontakt bleiben und so vielleicht auch ein Stück Hoffnung an andere weitergeben.“

Das Stiftungsziel von Barış için Müzik ist, möglichst vielen Kindern die Chance zu geben, kostenlos ein Instrument zu erlernen und damit auch Kindern aus sozial benachteiligten Familien den Zugang zu Musik zu ermöglichen. Die Kooperation wurde durch eine langjährige Freundschaft zweier Familien angeregt – der Familie Enka, türkischer Sponsoren der Barış için Müzik, und der Familie der Musikädagogin Martina Hindricks, die an der Oper Leipzig die 75 jüngsten Mitglieder des Kinderchors unter 7 Jahren betreut: die „Opernmäuse“ und die Vorstufenkinder.

www.barisicinmuzik.org
www.oper-leipzig.de
www.oper-leipzig.de/de/junge-oper-leipzig-vorhang-auf

Weitere Angebote der Jungen Oper Leipzig

OPERNSPORT MIT DEM JUGENDTHEATERCLUB
Die Junge Oper Leipzig hat drei Videos zum Mitmachen produziert, die garantiert Schwung in den Tag bringen. Das Team empfiehlt ein sanftes Munterwerden mit dem »Wachmacherlied«, um danach ins Sportprogramm »Si ma ma kaa« zu wechseln. Wenn die Muskeln warm sind und der Kopf frei gepustet, geht es an die »Improvisation«! Ideen- und Gastgeber sind Mitglieder des Kinderchors der Oper Leipzig und der musikalische Jugendtheaterclub der Musikalischen Komödie.

VORHANG AUF MIT FUZZEL
Zurücklehnen und Anschauen einer Miniserie mit Musik und Kulissenwissen: Unsere Kinderchorgruppen erforschen das Opernhaus zusammen mit Fuzzel. Wer ist Fuzzel? Ein vorlautes Staubknäuel, das sprechen kann und die Geheimnisse der Bühne kennt.

Diese und weitere Angebote auf www.oper-leipzig.de/de/junge-oper-leipzig-vorhang-auf
Anmeldung zum Newsletter der Jungen Oper auf www.oper-leipzig.de/de/newsletter
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Zum Thema im Tageskommentar:  Übersetzung des Gedichts von Amanda Gorman

Sehr geehrte Redaktion,

als Übersetzerin fühle ich mich natürlich berechtigt, hier auch meine unmaßgebliche Meinung kundzutun. Ich wollte für solche Verlage nicht arbeiten, die den Übersetzer nach seinem Hintergrund auswählen.

Ich selbst habe als erstes Buch einen Text eines jüdischen Auschwitzüberlebenden aus meiner Heimatstadt vorgelegt bekommen. Mit dem Autor Ernest Wolfgang Michel sel.A. (1923 – 2016) teilte ich nur den Geburtsort. Weil ich so voller Selbstzweifel war, habe ich ihn natürlich kontaktiert und ihm geschrieben, dass ich so gar nicht die Übersetzerin bin, die ihm vorschweben würde. Ich hätte nicht einmal eine Ahnung, was es bedeutet jüdisch zu sein und hätte ganz andere Lebenserfahrungen als er selbst. Ernest Michel (gebürtiger Ernst Wolfgang Michel aus Mannheim) hat sehr schnell gemerkt, dass ich seiner Lebenswelt vollkommen fremd war (in den 40er Jahren in mehreren Konzentrationslagern, dann Sonderberichterstatter bei den Nürnberger Prozessen, dann eine blendende Karriere in den USA als Geschäftsführer einer Wohltätigkeitsorganisation). Er hatte aber so ein überwältigendes Zutrauen in mich, hat mich, die einen Großonkel väterlicherseits hatte, der NSDAP-Mitglied und Blockwart war und außerdem dafür sorgte, dass einige jüdische Mannheimer im KZ endeten (wovon mein Vater überzeugt ist), nie in Frage gestellt. Ich war einfach „sein Mädchen“ (er war damals 50 Jahre älter als ich).

Natürlich habe ich auch nicht drauflos übersetzt, sondern habe mir erst einmal Hilfe beim Frankfurter Fritz-Bauer-Institut geholt. Dort wurde ich durch Herrn Werner Renz bestens vorbereitet. Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung vom Thema…..

Ich bin Ernie noch immer zutiefst dankbar für seine Herzenswärme, seinen herrlichen schwarzen Humor, seine politische Unkorrektkheit („mein arisches Mädchen“, „der Bluthund“ – weil ich so gerne recherchiere), für seine gelebte Menschlichkeit. Ich verneige mich tief vor meinem wunderbaren, lieben Freund Ernie, der immer so gut zu mir war, obwohl ich das eigentlich gar nicht verdient habe. Einmal sagte ich zu ihm am

Telefon: „Vielleicht hat mein Großonkel damals auch deine Familie tyrannisiert, immerhin lebten sie in derselben Stadt und es gab nichts, was mein Großonkel mehr hasste als Juden.“ Ernie hat mir nur gesagt: „Du bist doch anders als dein Großonkel. Du kannst nichts für ihn“ und „Freu dich, wir Juden kennen keine Erbsünde.“

Mit den BLM-Aktivisten möchte ich nichts zu tun haben, denn sie werden nie an die Güte und Menschlichkeit von meinem Ernie heranreichen können.

Selten habe ich einen Menschen mit so viel Herzenswärme und Humor kennengelernt, trotz 22 Monate in Auschwitz-Monowitz. Er sagte einmal, „Das Schönste ist die Versöhnung“ und dass die Übersetzung „unseres Buchs“ (wie es immer bei ihm hieß) auch ein Werk der Versöhnung sei. Er meinte auch, er sei sehr froh, dass ich nicht nachempfinden könnte, wie es ist, in Auschwitz zu sein. Das wünsche er niemandem.

Seine Freunde in Israel, auch alles Auschwitzüberlebende, waren auch genauso liebenswert wie Ernie. Wir hatten ja jahrelang Briefkontakt und ich vermisse sie.

Kurz vor Ernies Tod im Mai 2016 habe ich dann Heinz Hesdörffer sel. A. (1923- 2019) kennengelernt, der, wie Ernies Vater, aus Bad Kreuznach (bei Mainz) stammte. Heinz war so deutsch, wie ich es noch nie erlebt habe, ein Kind der Weimarer Republik, der ab 1933 nur noch „der Judd“ war, was in tief gekränkt hat. Obwohl der 61 Jahre im Ausland, kehrte er „wegen des guten Klimas“ hierher zurück und besuchte unermüdlich Schulen. Wenn er unter jungen Leuten war, war er immer so glücklich. Ich durfte ihn drei Jahre begleiten. Eine herrliche Zeit. Wenn er mir dann die Hand gab und sagte: „Vielen Dank, Susanne, dass du so einen schönen Tag für mich organisiert hast“, dann war ich so unbeschreiblich glücklich.

Mit den BLM-Aktivisten und ihrer Engherzigkeit möchte ich nichts zu tun haben. Ich bleibe bei meinen jüdischen Freunden, die mich nehmen, wie ich bin.

Danke für die Ankündigung des Rosenkavaliers aus München. Wenn alles so aussieht, wie auf dem Foto, dann gute Nacht.Vom Regietheater halte ich nicht viel.Vor allem möchte ich nicht von einem Regisseur zum besseren Menschen erzogen werden. Von Menschen wie Ernie oder Heinz aber sehr gerne.

Zum Glück gibt es noch die herrliche Inszenierung aus der Wiener Staatsoper mit Herrn Groissböck und Herrn Beczala. Ich habe sie über den Computer gesehen!  Wunderbar!!

So sehr wollte ich mich eigentlich gar nicht offenbaren, aber nun ist es ‚raus, was ich so treibe.

Weiterhin alles Gute wünscht Ihnen

Susanne Reber
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Uruguay: Dirigent Stefan Lano eröffnet die Saison an der Spitze von Orquesta Sinfónica Nacional del Sodre

Stefan Lano, Komponist und Dirigent mit einer langen Karriere als Korrepetitor an der Wiener Staatsoper, ist bereits in Uruguay als künstlerischer und musikalischer Leiter des „Ossodre“ zurückgekehrt und dirigierte beim ersten Konzert der Saison 2021 das Uruguayischen Nationalen Sinfonieorchester.

Stefan Lano hat die Orchestersaison am Samstag, den 27. Februar 2021, mit der Sinfonie Nr. 2 in c-Moll des österreichischen Komponisten Anton Bruckner eröffnet. Es ist ein sehr inspiriertes Werk, in dem der Komponist eine kraftvolle und einfallsreiche Orchestrierung zeigt. Als bescheidener und unsicherer Musiker hat Bruckner seine Werke häufig überarbeitet und modifiziert. Das Orchester hat die Fassung von 1877 in der endgültigen Ausgabe von William Carragan, einem erfahrenen Musikwissenschaftler für Bruckners Werk, aufgeführt. Dieses beeindruckende Werk zeigt eine kraftvolle und einfallsreiche Orchestrierung.

Das Eröffnungskonzert von Stefan Lano konnte auch in der Pandemie aufgeführt werden. Dieses wunderbare Konzert ist seit dem 6. März 2021 auf YouTube zu hören (https://www.youtube.com/watch?v=P6fdxyt5ah0). Und es lohnt sich sehr, es dort zu erleben.

 

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Stefan Lano, Bildbearbeitung Olaf Schnürpel

Stefan Lano hat heute am 14. März Geburtstag und ich wünsche ihm alles Gute, viel Gesundheit und Erfolg.

Er hat seine Arbeit als Komponist in seine Dirigieraufgaben integriert und sich als leidenschaftlicher Musiker sowohl im Konzert als auch in der Oper und im zeitgenössischen Repertoire etabliert.

Mit der Premiere seiner Symphonie Nr. 1 beim Newport Music Festival 1976 erwarb er erste Erfahrungen im symphonischen Genre. Nach Abschluss seines Studiums der Komposition und des Klaviers am Oberliner Konservatorium für Musik erhielt er ein Vollstipendium an der Harvard University, wo er in Musiktheorie und Komposition promovierte. Zu seinen Auszeichnungen als Komponist zählen der BMI-Preis für seine Symphonie Nr. 1, der erste Preis der National Society of Arts and Letters für sein Konzert Nr. 1 für Klavier und Blasorchester sowie ein Preis der Rockefeller American Music Center Foundation für seine Sinfonie Nr. 1. Als Schüler von Isang Yun in Berlin erhielt er 1977 ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), zu dem er seine Sinfonie Nr. 2 komponierte.

Stefan Lano begann seine berufliche Laufbahn an der Grazer Oper als Repetitor, gefolgt von einer längeren Amtszeit im Musikstab der Wiener Staatsoper in den 1980er Jahren. Lorin Maazel ernannte ihn 1988 zum Associate Dirigent der Pittsburgh Symphony. 1993 dirigierte er die erste lateinamerikanische Produktion der Drei-Akt-Version von Bergs Lulu am Teatro Colón in Buenos Aires, wo er in den folgenden Spielzeiten Produktionen von Alban Bergs Wozzeck, Bartoks Blaubartschloss, Korngolds Die tote Stadt, Richard Strauss ‚Salome, Elektra und Capriccio, Kreneks Jonny spielt auf, Bomarzo von Alberto Ginastera, Prokofjews L’amour des trois Orangen, Berlioz‘ La damnation de Faust, Mussorgskys Boris Godunow (Version von 1874) und eine doppelte Rechnung seiner Erfindung, die Korngolds Violanta mit Zemlinskys A Florentine Tragedy kombiniert. Während seiner Amtszeit trat er auch regelmäßig als Gastdirigent der Philharmoniker von Buenos Aires auf, während er das Orchester des Teatro Colón als Konzertorchester wieder aufbaute.

In Vilnius, Litauen, dirigierte Stefan Lano im Dezember 2004 die Weltpremiere seiner 3. Symphonie „Eikasia“. 2005 wurde er zum Musikdirektor des Resident Orchestra des Teatro Colón ernannt. Als Absolvent der Worcester Academy erhielt er 2009 den ersten „Cole Porter Award“.


Stefan Lano, Bildbearbeitung Olaf Schnürpel

Seit 2006 dirigiert Stefan Lano regelmäßig an der Semper Oper in Dresden, der Hamburger Staatsoper, den Orchestern Zagreb, Skopje, Tirane und Basel sowie der Musikschule Reina Sofía in Madrid. 2012 übernahm er die Position des Musikdirektors des SODRE Symphony Orchestra, eine Position, die er bis 2015 innehatte. Seine Musik wird von der Firma Ries & Erler Berlin veröffentlicht. Nach seiner international gepriesenen Wiedergabe von Alban Bergs Lulu am Deutschen Nationaltheater und der Staatskapelle Weimar im Januar 2017 blieb er drei Spielzeiten dort. Bis Juni 2020 war Stefan Lano 1. Kapellmeister in Weimar. Auch war er in der gleichen Zeit gefeierter Gastdirigent am Nationaltheater der Staatsoper in Prag und der Warschauer Symphonie in Polen.Ab Februar 2021 ist Stefan Lano als Musikdirektor des Nationalen Sinfonieorchesters von Uruguay nach Montevideo zurück.

Weimar, den 14. März 2021

Olaf Schnürpel

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HEUTE IM ORF:  „Runde der Chefredakteurinnen und Chefredakteure“ um 11,05.h

 Am 14. März um 11.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Seit einem Jahr kämpft Österreich gegen die Corona-Pandemie. Auf die neue Regierung folgte im Frühjahr rasch „die neue Normalität“. Masken, Abstand halten und Testen kennzeichnen den Alltag. Aber auch dramatische Arbeitslosenzahlen, ein Einbruch der Wirtschaft und schleppend anlaufende Impfungen gehören dazu. Das sorgt für Verunsicherung. Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen kommt es immer öfter zu Ausschreitungen. Die Stimmung droht zu kippen. Wie hat sich Österreich seit Beginn der Pandemie verändert? Wie hat sich die Regierung beim Krisenmanagement bisher geschlagen? Wie kann das Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung aufrechterhalten werden? Auch in der Koalition gibt es erste sichtbare Risse. In den Bereichen Justiz, Asyl und nun auch in der Umweltpolitik wird offen gestritten. Sehen wir erste Zeichen einer tieferen Spaltung? Kann die Opposition von der Stimmung profitieren? Wie nachhaltig sind die Umfrageergebnisse? ORF-2-Chefredakteur Matthias Schrom diskutiert am Sonntag, dem 14. März 2021, um 11.05 Uhr in ORF 2 in der „Runde der Chefredakteurinnen und Chefredakteure“ mit:

Klaus Herrmann „Kronen Zeitung“

Martina Salomon „Kurier“

Alexandra Föderl-Schmid „Süddeutsche Zeitung“

Hubert Patterer „Kleine Zeitung“

Andreas Koller „Salzburger Nachrichten“

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ORF „IM ZENTRUM“: Ein Jahr Pandemie – Was wurde aus dem „Schulterschluss“?

Am 14. März um 22.10 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – In diesen Tagen jährt sich zum ersten Mal der erste coronabedingte Lockdown in Österreich. In den vergangenen zwölf Monaten mussten die Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen leben lernen, ob privat, im Beruf oder im Alltag. Der Kampf gegen die Pandemie ist ein Langzeitprojekt geworden, das musste auch die Politik feststellen. Vom anfänglichen „Schulterschluss“ ist wenig zu spüren. Der Streit um die richtige Strategie spaltet aber nicht nur Regierung und Opposition, auch in den einzelnen Parteien gibt es unterschiedliche Positionen. Niedrige Infektionszahlen schüren den Widerstand gegen den Lockdown, quer durch Österreich ist insgesamt eine „Corona-Müdigkeit“ zu spüren, der Protest wird mittlerweile auch auf der Straße ausgetragen. Wie hat die Pandemie in diesem Jahr nicht nur Österreich und seine Menschen, sondern auch die Politik verändert? Wie konstruktiv ist die Suche nach der richtigen Strategie im Kampf gegen die Pandemie? Wie viel politische Sprengkraft steckt in dieser Krise, deren Ende nicht abzusehen ist?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 14. März 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Josef Smolle Abgeordneter zum Nationalrat, Mediziner, ÖVP

Ralph Schallmeiner Abgeordneter zum Nationalrat, Gesundheitssprecher, Die Grünen

Pamela Rendi-Wagner Bundesparteivorsitzende und Klubobfrau, SPÖ

Dagmar Belakowitsch stv. Klubobfrau und Gesundheitssprecherin, FPÖ

Nikolaus Scherak stv. Bundesparteivorsitzender und stv. Klubobmann, NEOS

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