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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 13. OKTOBER 2019)

13.10.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 13. OKTOBER 2019)

Wiener Staatsoper: Gestern „Madama Butterfly“. Fotos.

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Kristine Opolais. Foto: Kristine Opolais.com


Das Ensemble mit Christine Opolais, Ivan Magri, Paolo Rumetz u.a. . Foto: Esther Hatzi


Dirigent Jonathan Darlington beim Schlussvorhang. Foto: Esther Hatzi

Jonathan Darlington ist Dienstag um 20 h zu Gast beim Online-Merker

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BERLIN/ Staatsoper: Die Uraufführung von LOVE, YOU SON OF A BITCH, eine Musiktheaterperformance von Letizia Renzini, am 25. Oktober bildet den Saisonstart von LINDEN 21

Bildergebnis für LOVE, YOU SON OF A BITCH, eine Musiktheaterperformance von Letizia Renzini

Am 25. Oktober erlebt LOVE, YOU SON OF A BITCH, eine Musiktheaterperformance von Letizia Renzini mit Musik von Alessandro und Domenico Scarlatti, seine Uraufführung im Alten Orchesterprobensaal. Neben dem Konzept und der Inszenierung stammen auch das Kostüm- und das Videodesign von Letizia Renzini. Für die Choreographie zeichnet Marina Giovannini, die auch als Tänzerin auftritt, verantwortlich, für die elektronische Komposition Giuseppe Ielasi. Die Produktion findet im Rahmen des Formats LINDEN 21 statt und schlägt zugleich einen Bogen zu den BAROCKTAGEN, die am 1. November beginnen.

Mit der Liebe und ihren Abgründen rechnet Alessandro Scarlatti in einer seiner Kantaten ab, in der er Amor als »brutto figlio de pottana« bezeichnet. Diese Zuschreibung bildet den Titel von Letizia Renzinis Performance rund um die Wechselwirkung von Liebe, beruflichen Erfolg, Frustration und Verzweiflung als gegenwärtiges Phänomen des flexiblen Menschen. Als Grundlage der Stückentwicklung dienen ausgewählte Kantaten von Alessandro und Domenico Scarlatti in barocker Besetzung, die mit Elektronik verschmelzen.

Die italienische Sound- und Videokünstlerin Letizia Renzini erforscht mit einem interdisziplinären Ansatz die Möglichkeiten des neuen Musiktheaters, wobei sie verschiedene Medien und Kunstformen miteinander verschmilzt. Als Regisseurin, Musikerin, Performerin und DJane entwickelte sie Musiktheaterproduktionen wie Multimedia-Installationen. Sie arbeitete mit Größen der zeitgenössischen Theaterszene Italiens wie Romeo Castellucci (Socìetas Raffello Sanzio) und Virgilio Sieni (Biennale Venedig) zusammen, außerdem wirkte sie als Sprecherin und DJane beim Sender RAI Radio 3, als Musikkritikerin für Zeitschriften und Magazine (Alias, Il Manifesto, Musica Jazz), und unterrichtete Multimedia und Filmgeschichte am Istituto Marangoni für Mode, Kunst und Design in Florenz.
Ihre Musiktheaterproduktionen wurden auf internationalen Theater- und Kunstfestivals wie der Biennale in Venedig, dem Festival Romaeuropa, den Operadagen Rotterdam und Fabbrica Europa gezeigt, außerdem an Häusern wie dem Muziekgebouw Amsterdam, dem Mozarteum in Salzburg, dem Radialsystem Berlin, dem Auditorium Parco della Musica in Rom, dem Centro Cultural de Belém, dem South African State Theatre Pretoria, The Place London, der Opéra de Lille, dem Tanzeshus Stockholm, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Centro di Cultura Contemporanea Strozzina in Florenz, der Elbphilharmonie und der Pariser Philharmonie. 2018 gab sie mit ihrem Musiktheaterprojekt »Decameron 2.0« ihr Debüt beim Festival dei Due Mondi in Spoleto.

Zum Ensemble gehören Lore Binon (Sopran), Thomas Lichtenecker (Countertenor), Marina Giovannini (Tanz), Thomas Baeté (Viola da gamba), Okkyung Lee (Violoncello), Luise Enzian (Harfe) und Franziska Fleischanderl (Salterio).

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DRESDEN: Heute am 13.10., 18 Uhr gibt es in der Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße 112 a in 01099 Dresden eine besondere Veranstaltung aus Anlass des Gedenkens „30 Jahre Friedliche Revolution“.

Es wird die satirische Kantate „Antiformalistischer Rajok“ von Dmitri Schostakowitsch aufgeführt. In diesem Stück verabeitet er seine traumatischen Erfahrungen durch den ständigen Vorwurf des Formalismus durch die sowjetischen Kulturpolitik. Es verspricht ein interessanter Abend mit Schauspieler, Sängern, dem Sinfoniechor Dresden und einem kleinen Orchester zu werden. Johannes Wulff-Woesten hat die musikalische Leitung und auch das Arrangement geschrieben. Vielleicht hat der ein oder andere Interesse an diesem Abend und der Begegnung mit der Stasi-Gedenkstätte.
Herzliche Einladung!

Karten zu 14,-/ 10,- € erhältlich in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden.
Bestellungen werden per E-Mail unter info@bautzner-strasse-dresden.de entgegengenommen.
Telefon 0351 6465454

https://www.bautzner-strasse-dresden.de/

Johannes Wulff-Woesten
 
PS.: Hier noch eine Info zum „Rajok“. Wer sich die interessante Stasi-Gedenkstätte ansehen möchte (sowjetischer Haftkeller/ Untersuchungsgefängnis etc.) sollte rechtzeitig da sein (17 Uhr), da die Gedenkstätte nach dem Konzert geschlossen ist. Das Konzert beginnt dann 18 Uhr im Saal.
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DÜSSELDORF/ RHEINOPER: Premiere: „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Erste Neuproduktion der Saison im Opernhaus Düsseldorf


Foto: Jochen Quast

Am Freitag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr wird im Opernhaus Düsseldorf eine Premiere in doppelter Hinsicht gefeiert: Als erste Neuproduktion der Spielzeit kommt Camille Saint‑Saëns‘ französische Oper „Samson et Dalila“ auf die Bühne, und das zum ersten Mal seit Gründung der Deutschen Oper im Jahr 1956. Joan Anton Rechi, der hier zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt das Stück über die in Sklaverei gefallenen Hebräer und ihren verführbaren Helden Samson in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober über­nimmt die musikalische Leitung und übergibt im November an Marie Jacquot, die neue Erste  Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein.

Für Joan Anton Rechi hat das Stück im Wesentlichen zwei Aspekte: „Auf der einen Seite steht die Frage, wie sehr uns Religionen und Großmächte manipulieren können. Andererseits geht es um Manipulation auf emotionaler Ebene: Wie benutzen wir Gefühle, um Menschen zu steuern, so wie es Dalila hier tut?“

Camille Saint‑Saëns hatte „Samson et Dalila“ ursprünglich als Oratorium angelegt. Dessen klare sakrale Formensprache verbindet er mit der Opulenz exotisch wirkender Rhythmen und Klänge, aber auch mit typischen Opernelementen des 19. Jahrhunderts: Gerade in den Duetten Dalilas mit dem Oberpriester oder Samson geht es um ganz große Gefühle.

In den Titelpartien debütieren Ramona Zaharia (Dalila) und Michael Weinius (Samson), der gefeierte Siegfried im neuen Düsseldorfer „Ring des Nibelungen“. Die Mezzosopranistin Ramona Zaharia, die im Frühjahr erstmals an der New Yorker MET gastierte und dort 2020 als Carmen zu erleben ist, freut sich auf die Rolle der großen Verführerin: „Die Arie ‚Mon coeur s’ouvre à ta voix‘ ist wie ein magisches Wiegen­lied, das Samson unwiderstehlich in seinen Bann zieht.“ Neben weiteren Solisten wie Simon Neal (Oberpriester des Dagon), Sami Luttinen (Ein alter Hebräer) und Luke Stoker (Abimélech) übernimmt der Chor der Deutschen Oper am Rhein eine zentrale Rolle in dem von den Düsseldorfer Symphonikern orchestral begleiteten Stück.

„Samson et Dalila“ im Opernhaus Düsseldorf:

Fr 18.10. – 19.30 / So 20.10. – 18.30 / Mi 23.10. – 19.30 / Sa 26.10. – 19.30 / Fr 01.11. – 18.30 / Mi 06.11. – 19.30 / Sa 09.11. – 19.30 / Sa 16.11. – 19.30 / So 24.11. – 15.00 / Mi 27.11. – 19.30 / So 01.12. – 18.30

Tickets und weitere Informationen gibt es im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg und online über www.operamrhein.de.

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THEATER ST. GALLEN:  FAUST – Oper von Charles Gounod

Premiere: Samstag, 26. Oktober 2019, 19 Uhr

Mit Charles Gounods Faust bringt das Theater St.Gallen die erfolgreichste französische Oper in einer Inszenierung von Ben Baur auf die Bühne. Premiere ist am Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr.

Die Geschichte um den vom Leben enttäuschten und vom dämonisch-zynischen Mephisto verführten Faust gehört zu den meistbearbeiteten Stoffen der europäischen Literatur- und Musikgeschichte der letzten Jahrhunderte. Charles Gounod hat aus dem als typisch deutsch geltenden Faust-Mythos in den 1850er Jahren einen französischen Opern-Klassiker gemacht. Sein Werk besticht durch effektvolle Chorszenen, virtuose Arien und leidenschaftliche Duette und Ensembles.

Für ihre Inszenierung haben Regisseur und Bühnenbildner Ben Baur und Kostümbildnerin Uta Meenen, die im letzten Jahr in St.Gallen bereits Bellinis Il pirata  auf die Bühne gebracht haben, die deutsch-französische Dualität von Gounods Faust aufgegriffen. Sie verorten die Handlung irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich in der Zeit des Ersten Weltkriegs: Faust und Mephisto treffen hier auf eine dörfliche Welt mit klaren Werten, traditionellen Moralvorstellungen und einer naiven Vorfreude auf Kriegsruhm. Im Zentrum von Ben Baurs Interesse stehen die kirchlichen und kriegerischen Hintergründe des Werks.     

Die musikalische Leitung hat Michael Balke, der Erste ständige Gastdirigent des Theaters St.Gallen. Die Titelrolle singt Arthur Espiritu, auch er war in St.Gallen zuletzt in Il pirata zu erleben. Die Marguerite wird interpretiert von Sophia Brommer, die vor zwei Jahren als Mimí in La bohème ihr St.Galler Debut feierte. Den Méphistopélès gibt Tadas Girininkas, als Valentin agiert Shea Owens. Als Siebel, Marthe und Wagner sind die neuen Ensemblemitglieder Jennifer Panara, Taisiya Labetskaya und Samuli Taskinen zu erleben.

Premiere: Samstag, 26. Oktober 2019 um 19 Uhr Grosses Haus

 Musikalische Leitung         Michael Balke
Inszenierung und Bühne           Ben Baur
Kostüm                                          Uta Meenen
Licht                                              Mariella von Vequel-Westernach
Choreinstudierung                     Michael Vogel
Choreografie                                Robina Steyer
Dramaturgie                                Marius Bolten

Faust                                            Arthur Espiritu / Kyungho Kim
Marguerite                                 Sophia Brommer / Tatjana Schneider
Méphistophélès                        Tadas Girininkas
Valentin                                      Shea Owens / Modestas Sedlevicius
Siebel                                          Jennifer Panara / Anat Czarny
Marthe                                       Taisiya Labetskaya
Wagner                                      Samuli Taskinen / David Maze

 Chor des Theaters St.Gallen
Opernchor St.Gallen
Sinfonieorchester St.Gallen
Statisterie des Theaters St.Gallen

 Einführungsmatinee: Sonntag, 13. Oktober 2019, 11 Uhr, Foyer

 Vorstellungen

Samstag, 26. Oktober 2019, 19 Uhr (Premiere)
Donnerstag, 31. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 3. November 2019, 17 Uhr
Dienstag, 12. November 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 17. November 2019, 14 Uhr
Freitag, 22. November 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 1. Dezember 2019, 19 Uhr
Mittwoch, 11. Dezember 2019, 19.30 Uhr
Sonntag, 15. Dezember 2019, 19 Uhr
Samstag, 21. Dezember 2019, 19 Uhr
Sonntag, 29. Dezember 2019, 14 Uhr
Freitag, 17. Januar 2020, 19.30 Uhr
Montag, 27. Januar 2020, 19.30 Uhr
Dienstag, 4. Februar 2020, 19.30 Uhr
Donnerstag, 5. März 2020, 19.30 Uhr
Mittwoch, 25. März 2020, 19.30 Uhr (zum letzten Mal)

Einführungen

Jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn gibt es im Studio oder im Foyer Werk-Einführungen (Premiere ausgenommen)
ACHTUNG: Neue Anfangszeiten am Wochenende!

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SCHLOFFFESTSPIELE SCHWERIN: „Fidelio“ und „Die Schildbürger“

Vorverkauf startet am 15. Oktober 2019

Am 15. Oktober 2019 startet der Vorverkauf für die Schlossfestspiel Schwerin 2020. Nach dem erfolgreichen Festivalsommer mit dem beliebten Musical ANATEVKA auf dem Alten Garten, dürfen sich die Zuschauer im kommenden Jahr wieder auf große Opernmelodien freuen. Anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven präsentieren die Schlossfestspiele mit „Fidelio“ die einzige Oper des berühmten Komponisten – natürlich wieder mit Blick auf das Schweriner Residenzschloss. Im Innenhof des Schlosses setzt das Narrenspiel „Die Schildbürger“ währenddessen die Sommertheater-Erfolge von „Dracula“ und „Cyrano de Bergerac“ fort.

Bis zum 30. Dezember 2019 bietet das Mecklenburgische Staatstheater Karten mit Frühkäuferrabatten an. Darüber hinaus können Zuschauer, die sowohl „Fidelio“ als auch „Die Schildbürger“ besuchen wollen, ein vergünstigtes „Kombi-Ticket“ für die 1. Preisgruppe erwerben.

Tickets können an der Theaterkasse des Mecklenburgischen Staatstheaters, bei der Tourist-Information im Rathaus, online unter www.schlossfestspiele-schwerin.de oder telefonisch unter 0385 53 00 123 erworben werden.

Die Schlossfestspiele Schwerin finden vom 12. Juni bis 11. Juli 2020 statt. Inszeniert wird die Oper „Fidelio“ von Regisseur Roman Hovenbitzer, der dem Mecklenburger Publikum bereits durch seine äußerst erfolgreiche Inszenierung der Oper André Chénier in der vergangenen Spielzeit bekannt ist. Hochkarätige Gesangsolisten sind gemeinsam mit dem Musiktheater-Ensemble, dem Opern- und Extra-Chor des Mecklenburgischen Staatstheaters, sowie der Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin unter der musikalischen Leitung von Ivo Hentschel zu erleben.

Schauspieldirektor Martin Nimz übernimmt die Regie für das Narrenspiel „Die Schildbürger“; das Bühnenbild stammt von Joachim Hamster Damm und die Kostüme von Jutta Kreischer. Auf der Bühne im Schlossinnenhof spielt, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters. 

Vorstellungen „Fidelio“: am 12.06., 13.06., 14.06., 18.06., 19.06., 20.06., 21.06., 23.06., 26.06., 27.06., 1.07., 3.07., 4.07., 5.07., 8.07., 9.07., 10.07., 11.07. auf dem Alten Garten

Vorstellungen „Die Schildbürger“: am 14.06., 15.06. 16.06, 18.06.

19.06., 20.06. 21.06. 22.06. 24.06. 27.06. 28.06. 29.06., 30.06. 2.07., 3.07., 4.07., 5.07., 9.07., 10.07., 11.07. im Schloss-Innenhof
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Liebe Merker-Leser

Schaut Euch  „In Memoriam Aleksandar Djokic – Ella giammai m’amò … Dormiro sol nel manto mio regal“ auf YouTube an

Das habe ich zufällig gefunden.

Nur im Onlinemerker fand ich zu seinem 85.Geburtstag vor einigen Jahren biografische Daten.

Jetzt muss er gerade verschieden sein, laut Video.

ZUM VIDEO

Bei uns völlig unbekannt, und doch, ein außerordentlicher, prachtvoller Sänger.

Christoph Karner

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