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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 12. SEPTEMBER 2021)

12.09.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 12. SEPTEMBER 2021)

Eingeganenen Berichte:

ZÜRICH: VERDI-REQUIEM. Kurzbericht (11.9.)

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Georg Zeppenfeld, Veronica Simeoni, Krassimira Stoyanova, Francesco Meli. Foto: Klaus Billand

An diesem Wochenende eröffnet das Opernhaus Zürich die neue Spielzeit 2021/22, und man macht das in einer äußerst publikumsfreundlichen und auch für andere große Häuser durchaus empfehlenswerten Form, gerade nach der Corona-bedingten Durststrecke. Zunächst konnte das Publikum in einer Matinee die öffentliche Generalprobe der Wiederaufnahme der Calixto Bieito-Inszenierung von Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ aus dem Jahre 2018 unter der musikalischen Leitung von Ottavio Dantone im Haus besuchen, wovon es reichlich Gebrauch machte. Am Nachmittag gab es eine Aufzeichnung von Christian Spucks Interpretation des Verdi-Requiems auf einer Großleinwand auf dem Sechseläutenplatz vor der Oper mit Unterstützung der Zürich Versicherung.

Zum Kurzbericht von Klaus Billand

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WIEN/ Volksoper: ROXY UND IHR WUNDERTEAM. Operette von Paus Abraham. Premiere am 11.9.

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Copyright: Wiener Volksoper.

Der Begriff „Wunderteam“ hat in Österreich mystischen Charakter. Darunter versteht man jene Fussballnationalmannschaft die erstmals am 16.Mai 1931 in dieser Formation antrat und Schottland in Wien 5:0 besiegte und daraufhin in 12 Spierlen hintereinander unbesiegt blieb.

Die ungarische Urfassung des Werkes trug noch den Titel „3:1 für die Liebe“ und handelt von einer siegreichen ungarischen Wasserballmannsachaft…

…Gesamt gesehen ein ausgezeichneter Premierenauftakt der letzte Saison von Direktor Meyer, der vom Publikum entsprechend bejubelt wurde.

Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl

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LINZ/ Landestheater: WIE IM HIMMEL. Musical von Kay und Carin Pollak. Premiere am 11.9.)

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Copyright: Reinhard Winkler für Landestheater

Irgendwie scheint die Bevölkerung Skandinaviens am Puritanismus zu leiden – das zieht sich durchs Werk etwa eines Ingmar Berman. Ein weiteres prominentes Beispiel dafür ist Gabriel Axels Film „Babettes gæstebud(Fest)“ (nach Tanja Blixen) von 1987. In diesem geht es um den unvermuteten, aber die Herzen wärmenden „Einbruch“ französischer Hochkulinarik in ein pietistisches dänisches Dorf, dessen Darstellung sogar Papst Franziskus noch 30 Jahre später bemerkenswert fand.

Ähnlich gestrickt ist Kay Pollaks Film, in dem es darum geht, daß ein berühmter Dirigent (und Violinist) nach einer Gesundheitskrise, mit sehr geringer Prognose für seine restliche Lebenszeit, in sein Heimatdorf zurückkehrt und zu innerem Frieden kommen will…

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

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Der NEUE MERKER: DAS FESTSPIEL-DOPPELHEFT SEPTEMBER 2021 WIRD SOEBEN FERTIGGESTELLT UND BALD VERSENDET

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OPER FRANKFURT: HEUTE WIEDERAUFNAHME NORMA

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Copyright: Barbara Aumüller/ Oper Frankfurt

Wiederaufnahme: Sonntag, 12. September 2021, um 15.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 18. (18.00 Uhr), 22., 25. September, 3. (18.00 Uhr) Oktober,
16., 20., 26. (18.00 Uhr) Dezember 2021

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Copyright: Barbara Aumüller/ Oper Frankfurt

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 149 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online
unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
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OPER FRANKFURT: Premiere / Frankfurter Erstaufführung L’ITALIANA IN LONDRA von Domenico Cimarosa
Intermezzo in musica in zwei Teilen von Domenico Cimarosa
Text von Giuseppe Petrosellini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: R.B. Schlather
Bühnenbild: Paul Steinberg
Kostüme: Doey Lüthi
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink
Livia: Angela Vallone

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Regisseur R.B.Schlather. Foto: Zach

Madama Brillante: Bianca Tognocchi
Sumers: Theo Lebow
Milord Arespingh: Iurii Samoilov
Don Polidoro: Gordon Bintner
Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

L’italiana in Londra, die zwölfte Oper von Domenico Cimarosa (1749-1801), gilt als erster internationaler Erfolg des aus der Nähe von Neapel stammenden Komponisten. So war das heitere Intermezzo in musica nach seiner Uraufführung 1778 am Teatro Valle in Rom bald in ganz Europa zu erleben. Zu diesem Umstand trugen nicht nur die liebevoll ausgearbeiteten, ihre Interpreten charakterisierenden Arien und Duette bei, sondern auch die Ensembles, innerhalb derer die Handlung vorangetrieben wird. Dies sorgte für große Begeisterung, und erst mit Il matrimonio segreto 1792 konnte Cimarosa den Erfolg von L’italiana in Londra noch übertreffen.

Vor Jahren hat sich der englische Milord Arespingh in Genua in die junge Adelige Livia verliebt, doch der Vater des Lords durchkreuzte die Pläne der beiden Liebenden, indem er den Sohn zurück nach England und von dort aus nach Jamaika beorderte. Livia folgte dem Geliebten, aber da sie ihn in London nirgends finden konnte, fühlte sie sich hintergangen. Im Hotel von Madama Brillante fand sie eine Anstellung. Schnell wurde sie nicht nur zur Vertrauten ihrer Chefin, sondern auch zum umschwärmten Mittelpunkt der dort logierenden
Herren, als da wären der holländische Kaufmann Sumers und der italienische Filou Don Polidoro. Es dauert nicht lange, da taucht auch Arespingh im Hotel auf. Die ihr Inkognito wahrende Livia kann nur langsam von der Unschuld des Lords überzeugt werden. Als das Mädchen überdies verhaftet werden soll, kann Arespingh Livias Vater als Drahtzieher entlarven und damit erneut die Hand der jungen Dame gewinnen.
Polidoro tröstet sich mit Madama Brillante, und auch Sumers ist zufrieden. In einer Nebenhandlung geht es zudem um einen magischen Stein, der angeblich unsichtbar macht. Damit führen Madama Brillante und ihre Gäste Don Polidoro hinters Licht…

Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion hat der international tätige Dirigent Leo Hussain. Nach seinem Debüt an der Oper Frankfurt 2010/11 mit Ravels L’Heure espagnole und de Fallas La vida breve stand der Brite später bei Weinbergs Die Passagierin am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Für die Regie kehrt der amerikanische Regisseur R.B. Schlather nach Frankfurt
zurück, wo er 2019/20 mit Händels Tamerlano im Bockenheimer Depot sein Europa-Debüt gab; nun wird er erstmals im Opernhaus inszenieren. Mit seiner konzentrierten Handschrift, die stets nah an den Figuren bleibt, und der Vorliebe für die Werke des Barock hat er sich nicht nur in seiner Heimat einen Namen gemacht. Die Besetzung besteht aus den Ensemblemitgliedern Angela Vallone (Livia), Bianca
Tognocchi (Madama Brillante), Theo Lebow (Sumers), Iurii Samoilov (Milord Arespingh) und Gordon Bintner (Don Polidoro).

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Sonntag, 26. September 2021, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 1., 9., 15., 24. (15.30 Uhr), 30. (18.00 Uhr) Oktober, 5. November 2021

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 182 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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Internationales Brucknerfest wird in Linz eröffnet
In Linz wird heute, Sonntag, das Internationale Brucknerfest eröffnet. Die traditionelle Festrede hält Altbundespräsident Heinz Fischer, der sich darin „Gedanken zur Belastbarkeit unserer Demokratie“ machen wird. Das Festival-Programm steht unter der Überschrift „Mutige Impulse“ und widmet sich Bruckners Schülerinnen und Schülern sowie Wegbegleitern und Zeitgenossen.
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DRESDEN: Herzliche Einladung zum 7. Interreligiösen Friedenskonzert 12.09., 18 Uhr, Kreuzkirche Dresden

Johannes Wulff-Woesten

Liebe Freunde,

wer Lust und Zeit hat, der sei herzlich zum 7. Interreligiösen Friedenskonzert 12.09., 18 Uhr in die Kreuzkirche Dresden eingeladen. Es erklingen Kompositionen von Resphighi, Bach und interkulturelle Arrangements mit interessanten Instrumenten. Ich werde dirigieren und freue mich auf das Musizieren mit den unterschiedlichen Nationalitäten.

http://bird-dresden.de/
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ESSEN: Merle FAHRHOLZ wird 2022 Intendantin des Aalto-Theaters

Zum ersten Mal werden das Essener Aalto-Theater und die Essener Philharmoniker von einer Frau geleitet: Merle Fahrholz, bisher stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin an der Oper Dortmund, folgt zu Beginn der Spielzeit 2022/23 Intendant Hein Mulders nach, der die Leitung der Oper Köln übernimmt.

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Foto: Werner Häußner

Ein Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats der TuP (Theater und Philharmonie Essen GmbH) hatte die 38jährige promovierte Musikwissenschaftlerin in einem „straffen und intensiven Prozess“ – so der Essener Kulturdezernent Muchtar al Ghusain – aus über vierzig Persönlichkeiten aus der nationalen und internationalen Opernszene ausgewählt. Die einstimmige Entscheidung bedeutet auch, dass die bisherige Doppelintendanz für Aalto-Theater und Philharmonie Essen wieder getrennt wird und die Philharmonie einen neuen eigenen Intendanten erhält.

Fahrholz, in Bad Homburg geboren, war nach dem Studium als Dramaturgin an den Theatern in Biel-Solothurn (Schweiz), Heidelberg und Mannheim tätig. Erfahrungen auch im Bereich der Kulturvermittlung sammelte sie bei den Berliner Philharmonikern, der Semperoper Dresden, der Metropolitan Opera New York und bei einem interkulturellen Händel-Projekt in Serbien. Ferner arbeitete sie mehrfach an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, so etwa mit den Universitäten Heidelberg, Zürich und dem Forschungsinstitut für Musiktheater der Uni Bayreuth. 2015 promovierte sie in Zürich über den Komponisten Heinrich August Marschner und dessen Oper „Der Templer und die Jüdin“. Mit Merle Fahrholz tritt in Essen eine „neue Generation von Führungskräften“ an, die „wissenschaftliche Sorgfalt mit hohen Anforderungen an künstlerische Projekte verbindet“, so die Vorsitzende des TuP-Aufsichtsrats, Barbara Rörig.

In Dortmund war Fahrholz ab der Spielzeit 2018/19 bei der Konzeption eines ehrgeizigen Spielplans beteiligt, der u.a. Uraufführungen und Raritäten wie Daniel François Esprit Aubers „Die Stumme von Portici“ vorgesehen hatte, aber durch die Corona-Pandemie weitgehend nicht realisiert werden konnte. In der laufenden Saison betreut sie u.a. die moderne Erstaufführung von Gaspare Spontinis „Fernand Cortez oder Die Eroberung von Mexiko“ (Premiere 7. April 2022) und die Ausgrabung von Ernest Guirauds unvollendeter, von Camille Saint-Saëns fertiggestellter Oper „Frédégonde“ (Premiere 20. November 2021).

Da die Essener Spielzeit 2022/23 bereits vorgeplant ist, wird sie ihren Spielplan ab 2023 in „ausgewogener Programmatik“ gestalten, gab sie bei einer Pressekonferenz im Aalto-Theater bekannt. Neben die Klassiker des Repertoires sollen unbekannte, für die heutige Gesellschaft mit ihren Ausprägungen und Bedürfnissen relevante Werke verschiedener Epochen treten, die „einen neuen Blick verdienen“.

Schwerpunkt auf Komponistinnen

Die designierte Intendantin plant einen Komponistinnen-Schwerpunkt auf der Opernbühne und im Konzert. Dabei werde es um zeitgenössische Komponistinnen gehen, sagte Fahrholz. Aber auch aus vergangenen Jahrhunderten gebe es viele Werke von Frauen zu entdecken. Nicht zu kurz kommen solle die sogenannte leichte Muse. „Die Oper spricht Emotionen an. Ihr geht es um das Mitfühlen und im besten Fall das Ausleben von Emotionen“, so Fahrholz. „Ich lege Wert auf das Erzählen von Geschichten“. Für eine „Vielfalt der Ästhetik“ plant sie mit verschiedenen Regiehandschriften von in Essen bekannten Persönlichkeiten, aber auch mit neuen Gesichtern aus der Regieszene.

Unter dem Schlagwort „Open up“ möchte Merle Fahrholz mit künstlerischen Projekten Essen entdecken und sich gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern intensiv mit ihrer Stadt auseinandersetzen. Ein zentrales Anliegen sei dabei der Ausbau der Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche. Die Zukunft des Theaters, über die jetzt gesprochen werden müsse, sieht Fahrholz auch in partizipativen Projekten, die es zu einem „Brennglas von Sehnsüchten, Wünschen und Utopien“ machen. Das Aalto.Theater solle sich zu einem Ort des Begegnung und des sozialen Miteinanders entwickeln, an dem sich alle willkommen fühlen.

Werner Häußner

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URIEL PASCUCCI: NEUES ALBUM

Uriel Pascucci ist Musiker Pianist und Komponist. Sein neues CD-Album mit klassischer Musik wird ab 8. Oktober 2021 auf allen wichtigsten digitalen Musikplattformen durch das Label iMD-classics veröffentlicht.

Sein Klavieralbum enthält eine Reihe von kontrastreichen Stücken: eine der letzten Sonaten von Beethoven, Mussorgskys Suite Bilder einer Ausstellung und eigene Kompositionen, die eine spannende Erkundung und dynamische Fusion aus klassischer Musik und Tango bieten. Diese Albumkonzeption bringt den Ansatz des Interpreten und Schöpfers zurück.

Für  Bio, Presse und weitere Informationen besuchen Sie bitte seine Website: www.urielpascucci.com  Sie finden ihn auch auf Social Media Plattformen und auch in den wichtigsten Streaming-Plattformen,

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HEUTE ORF/ „IM ZENTRUM“: Lockdown für Ungeimpfte?

Am 12. September um 22.10 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – Die Regierung verspricht: Kein Lockdown mehr für Geimpfte. Doch die Zahlen der Corona-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen steigt und die Impfquote in Österreich ist zu niedrig. Nach der Präsentation eines Stufenplans ist klar: Das Leben für Ungeimpfte wird zunehmend komplizierter. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kann sich weitere Verschärfungen vorstellen und im Krisenszenario Ungeimpften den Zutritt zu Restaurants verbieten. Ist das gerecht oder ungerecht? Sind die geplanten und diskutierten Einschränkungen Schutz oder Strafe? Was sind die Motive für die Skepsis? Welche Mittel und Anreize sind zulässig, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen? Soll es eine Impfpflicht für bestimmte Berufssparten geben? Wo verlaufen die ethischen, rechtlichen und politischen Grenzen im Kampf für eine höhere Impfquote? Wiegt die individuelle Selbstbestimmung oder die gesamtgesellschaftliche Verantwortung schwerer? Wie gespalten ist unsere Gesellschaft?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 12. September 2021, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

Georg Willi Bürgermeister von Innsbruck, Die Grünen

Marlene Svazek Landesparteiobfrau FPÖ-Salzburg Bundesparteiobmann-Stellvertreterin

Ulrich Körtner Vorstand des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin, Universität Wien

Julia Partheymüller Politikwissenschafterin, Universität Wien

Florian Höllwarth Rechtsanwalt

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