Online Merker Logo

Die internationale Kulturplattform

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 10. JUNI 2018)

10.06.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 10. JUNI 2018)

WIENER STAATSOPER: HEUTE ALS STREAM UND IN ORF III: RIGOLETTO

Bekanntlich hat Juan Diego Florez diese Vorstellung abgesagt, als „Ersatz“ wurde Ivan Magri geholt und erhielt für sein Erstauftreten gute Kritiken. Bereits tags darauf stellte er sich Elena Habermann zu einem Interview:

IVAN MAGRI debütierte als Einspringer für Juan Diego Florez als Duca in „Rigoletto“ (7.6.2018) an der Wiener Staatsoper

Das Gespräch führte Elena  Habermann am 9.6.2018 im „Cafe Oper“


Ivan Magri beim Gespräch. Foto: Dr. Johann Schwarz

Der aus Catania –Sizilien stammende junge Sänger Ivan Magri kommt aus einer sehr musischen Familie. Seine ersten Gesangsstunden erhielt er noch in seiner Heimatstadt, dann zog es ihn nach Mailand, um bei Giovanna Conetti und Vilma Borelli zu studieren. Auch mit Luciano Pavarotti konnte er noch privat arbeiten. Dieser bestärkte ihn darin, bei seinem natürlichen lockeren Gesangsstil zu bleiben, nie die Stimme künstlich verfärben und nur das singen, was leicht geht. Sein Debüt erfolgte in der Oper „Marino Faliero“ von Donizetti in Bergamo, in dieser Stadt ist nun auch sein Lebensmittelpunkt…

ZUM INTERVIEW

————————————————————-

NEU: DIE  „JUBILÄEN JUNI 2018“ SIND ONLINE!

18.6. Éva MARTON wird 75

Ausbildung durch Endre Rösler und Jenö Sipos in Budapest. Nach ihrem Debüt 1968 an der Nationaloper Budapest als Königin von Schemacha in Rimsky-Korssakows »Der goldene Hahn« sang sie dort u.a. die Tosca, die Titelrolle in »Rodelinda« von Händel, die Gräfin in »Le nozze di Figaro« und die Tatjana im »Eugen Onegin«. 1972-76 war sie Mitglied des Opernhauses von Frankfurt a.M. 1972 gastierte sie beim Maggio Musicale von Florenz als Mathilde in Rossinis »Wilhelm Tell«, ebenfalls 1972 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, 1974 in München als Donna Elvira im »Don Giovanni«. 1973 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Tosca und blieb diesem Haus bis 1997 verbunden.

ZU DEN JUBILÄEN

——————————————————————————————–

OPER FRANKFURT: HEUTE PREMIERE „NORMA“


Elza van den Heever (Norma) und Chor der Oper Frankfurt. Copyright: Barbara Aumüller

Musikalische Leitung: Antonino Fogliani
Regie: Christof Loy
Bühnenbild: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Ursula Renzenbrink

Norma: Elza van den Heever
Pollione: Stefano La Colla
Adalgisa: Gaëlle Arquez
Oroveso: Robert Pomakov
Clotilde: Alison King
Flavio: Ingyu Hwang


Elza van den Heever (Norma). Copyright: Barbara Aumüller


Gaëlle Arquez (Adalgisa) und Stefano La Colla (Pollione). Copyright: Barbara Aumüller


Elza van den Heever (Norma) und Stefano La Colla (Pollione; links unten) sowie Chor der Oper Frankfurt. Copyright: Barbara Aumüller

———————————————————————————-

DIESE OPERNSTARS SINGEN ZUR ERÖFFNUNG DER FUSSBALL-WM

——————————————————————————————

Buchpräsentation Hans-Joachim Frey: „Russland lieben lernen“, in der Botschaft der Russischen Föderation Wien, am 6. Juni 2018

Bildergebnis für hans joachim frey russland lieben lernen

Mittwoch, 6. Juni 2018, fand in der Botschaft der Russischen Föderation in Wien die Besprechung des neuen Buches von Prof. Hans-Joachim Frey, „Russland lieben lernen“ im Kreis vieler  Freunde und Bekannte sowie der Moderation durch den russischen Botschafter Dimitry Lubinsky statt. Dieser berichtete zunächst von dem außergewöhnlich erfolgreichen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Vortag in Wien, der unter anderem auch kulturpolitische Themen ansprach. So wurde auch eine Vereinbarung erreicht, ein sog. Österreichisch-Russisches Gesellschafts-Forum zu gründen, den „Sochi-Dialog“, dessen kuratierende Leitung Prof. Frey von österreichischer Seite sowie von Russland dem Künstlerischen Leiters des Sankt Petersburger Musikhauses und Volkskünstler Russlands, Professor Sergej Roldugin übertragen wurde. 

Anlässlich des gestrigen Geburtstages von Alexander Pushkin unterstrich der Botschafter, das Prof. Frey jemand sei, der die „russische Seele begriffen“ habe. Das Buch wolle Vorurteile abbauen und Liebe zu Russland aufbauen. Wer von ihr gepackt ist, komme nicht mehr los von ihr. Er, der Botschafter, hoffe bereits auf eine Fortsetzung des Buches. Der Titel könnte lauten: „From Russia with Love“. 

Sodann las Prof. Frey einige Stellen aus seinem Buch vor, aus denen klar hervor ging, wie sehr er dieses Land schätzt und die Leser anregen will, es zu besuchen, falls nicht schon erfolgt – dann eben wieder. (Ich möchte hier anfügen, dass ich vom 19. bis 24. Mai selbst wieder einmal in Russland war, um Gastspiele der Uraloper am Alexandrinsky Theater in St. Petersburg und der Sofia Oper und Ballett am Bolschoi-Theater in Moskau zu besuchen. Dabei fiel mir auf, welch großen Fortschritte das Land, insbesondere in der Infrastruktur, in den letzten Jahren gemacht hat). Prof. Frey betonte, dass ein Kapitel des Buches einem seiner besten Freunde, dem langjährigen Präsidenten-Dolmetscher Oleg Siborov gewidmet sei, der vor einigen Jahren viel zu früh verstorben ist. Auch zeigte sich Frey gerührt von der Bereitschaft des russischen Kulturministers Vladimir Medinsky, der im neuen Kabinett von Präsident Putin erneut bestätigt worden ist, zu einem Vorwort für das Buch. 

Schließlich ging Frey etwas näher auf das große und von ihm als Künstlerischem Direktor geleitete Projekt ein, in Sochi am Schwarzen Meer ein internationales Kulturzentrum für die Sirius-Foundation aufzubauen. Man arbeite gerade an einem wunderschönen Theater-und  Konzertneubau mit 1.300 Plätzen und plane erste Opernaufführungen für die Saison 2021/22. Dort sollen u.a. auch Opernfestivals stattfinden, unter Mitwirkung des Mariinsky-Theaters in Sankt Petersburg und des Bolschoi-Theaters in Moskau. 

Prof. Hans-Joachim Frey beendete seinen Vortrag mit den Worten: „Es ist mir ein Bedürfnis, dieses Land und seine Leute Ihnen näher zu bringen. Russland, das größte Land der Erde, wartet auf Sie!“

Im Publikum saßen übrigens auch Frau Dr. Margot Löffler, Sonderbeauftragte für Internationale Beziehungen der öst. Regierung, und die weltweit bekannte Opernsängerin  Aida Garifullina, die am 13. Juni bei der Eröffnung der Fußball-WM am Roten Platz in Moskau mit singen wird, mit vielen Größen der Klassikszene. 

Hans-Joachim Frey selbst wird auch zur Schluss-Gala zur WM in Moskau mit von der Partie als Regisseur sein, bei einer geschlossenen Veranstaltung der FIFA und des russischen Präsidenten, die am 14. Juli mit internationalen Stars wie Anna Netrebko, Yussef Eyvazov , Plácido Domingo und weiteren im Bolschoi-Theater stattfinden wird. Dieser Event wird weltweit im Fernsehen übertragen werden.

Natürlich konnte diese Buch-Präsentation, die auch viel mit der klassischen Musik zu tun hat, nicht ohne einen musikalischen Teil bleiben. So erlebte das begeisterte Publikum hervorragende Leistungen der jungen Musiker vom Sankt Petersburger „Haus der Musik“, einer jungen russischen Pianistin und einiger junger weitgehend russischer Instrumentalisten: Wladimir Ustjanzew (Saxophon) spielte die Sonate für Violine und Klavier von César Franck in einer Transkription für Saxophon von J. I. Formo (*1961). Am Flügel saß Anna Odinzova, Preisträgerin einiger internationaler Wettbewerbe. Der Cellist Alexander Ramm, Preisträger des XV. Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs, interpretierte sodann fulminant das Nocturne D-Moll op. 19 Nr. 4 dieses Komponisten sowie den „Tanz des grünen Teufels“ (1926) von Gaspar Cassadó (1897-1966). Am Klavier wieder Anna Odinzova. Der talentierte Philipp Kopatschewski spielte anschließend am Flügel das Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2 sowie die Polonaise As-Dur op. 53 von Frédéric Chopin. Der Violinist Pawel Miljukow schloss den musikalischen Teil ab mit einer bestechenden Interpretation der Konzertfantasie von Igor Frolov (1937-2013) über Themen aus der Gershwin-Oper „Porgy and Bess“.

Die Leistungen dieser jungen Musiker und der Musikerin waren ganz ausgezeichnet und von höchster emotionaler Intensität gekennzeichnet. Ihnen allen sei eine große musikalische Zukunft gewünscht!

Ref. „Russland lieben lernen“ von Hans-Joachim Frey, Verlag Husum. ISBN 978-3-89876-910-5 

360 Seiten

Klaus Billand

————————————————————————

 

 

Diese Seite drucken