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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 9. JÄNNER 2021)

09.01.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 9. JÄNNER 2021)

HEUTE, 9.1.:  Waltraud MEIER wird 65

Waltraud Meier

Sie begann ein Sprachenstudium (Anglistik, Romanistik), ließ dann aber ihre Stimme durch Anton Theisen und nach dessen Tod durch Dietger Jacob in Köln ausbilden. Nachdem sie bereits im Chor des Würzburger Stadttheaters gesungen hatte, nahm sie 1976 ein Solo-Engagement an diesem Haus an. Dort debütierte sie 1976 als Lola in »Cavalleria rusticana« und sang 1976-78 Partien wie den Cherubino in »Figaros Hochzeit«, den Niklaus in »Hoffmanns Erzählungen« und die Concepcion in »L’Heure espagnole« von Ravel. 1978-80 gehörte sie dem Ensemble des Nationaltheaters von Mannheim an; hier sang sie ihre ersten Wagner-Partien: die Fricka und die Waltraute im Nibelungenring, dazu die Carmen, den Octavian im »Rosenkavalier« und andere Rollen. 1980 erschien die Künstlerin am Teatro Colón Buenos Aires als Fricka, am Opernhaus von Köln als Kundry im »Parsifal«. 1980-83 war sie am Opernhaus von Dortmund tätig; hier fand sie ihre großen Aufgaben in Partien wie der Kundry, der Prinzessin Eboli in Verdis »Don Carlos« und der Santuzza in »Cavalleria rusticana«. 1983-84 war sie Mitglied des Staatstheaters Hannover, 1985-88 der Staatsoper von Stuttgart. Bei den Festspielen von Bayreuth bewunderte man 1983-85 und 1987-92 ihre Gestaltung der Kundry. Sie trat in Bayreuth 1986 als Brangäne in »Tristan und Isolde« und 1988-92 als Waltraute in der »Götterdämmerung« (1991 auch als 2. Norn) auf. 1993-97 und 1999 sang sie dann in Bayreuth die Isolde, 2000 die Sieglinde in der »Walküre« sowie 2018 die Ortrud im »Lohengrin«. An der Grand Opéra Paris gastierte sie 1985 als Brangäne, an der Opéra Bastille Paris 1999 und 2007 als Ortrud im »Lohengrin«, 2005 und 2008 als Isolde, 2008 als Kundry, 2009 als Marie im »Wozzeck« von A. Berg und 2013 als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss. 1985 erfolgte ihr Nordamerika-Debüt an der Oper von Dallas als Waltraute im Nibelungenring. 1987 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Fricka im Nibelungenring. Dort sang sie bis 2012 in insgesamt 79 Vorstellungen auch die Venus im »Tannhäuser«, die Kundry, die Santuzza, die Carmen, die Leonore im »Fidelio«, die Isolde, die Sieglinde, die Marie im »Wozzeck« von A. Berg, die Waltraute in der »Götterdämmerung« und die Klytämnestra. 1987 debütierte sie als Kundry an der Wiener Staatsoper, an der sie seither auch als Venus, als Eboli, als Sieglinde, als Santuzza, als Waltraute in der »Götterdämmerung«, als Ortrud, als Carmen, als Amneris in »Aida«, als Komponist in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als Isolde, als Leonore im »Fidelio«, als Klytmänestra und als Herodias in »Salome« von R. Strauss in bisher insgesamt 161 Vorstellungen zu sehen war. An der Mailänder Scala trat sie erstmals 1987 anlässlich eines Gastspiels der Bayerischen Staatsoper München als Dame in »Cardillac« von P. Hindemith auf; sie trat an der Mailänder Scala 1991 als Kundry, 1994, 2010 und 2013 als Sieglinde, 1998 als Waltraute in der »Götterdämmerung«, 1999 und 2003 als Leonore im »Fidelio«, 2000 als Marie im »Wozzeck« von A. Berg, 2007 als Ortrud, 2007 und 2009 als Isolde sowie 2014 und 2018 als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss und oft in Konzerten auf. 1988 gastierte sie an der Covent Garden Oper London und an der Oper von San Francisco (als Kundry), 1989 am Teatro Fenice Venedig (ebenfalls als Kundry) und an der Staatsoper von München (als Titelheldin in Tschaikowskys »Jungfrau von Orléans«). Am Théâtre Châtelet Paris hörte man sie 1990 als Marguerite in »La Damnation de Faust« von Berlioz, 1992 als Marie im »Wozzeck« von A. Berg, 1996 als Eboli und 1997 als Kundry. An der Staatsoper Hamburg trat sie 1990 als Venus auf, am Teatro San Carlos Lissabon als Ortrud, an der Oper von Nizza 1991 als Donna Elvira im »Don Giovanni«. Bei den Salzburger Festspielen gastierte sie 1995, 2002 und 2014 in Wagner-Konzerten, 1998 (konzertant) als Kundry, 2000 als Isolde, 2003 als Giulietta in »Les Contes d‘Hoffmann«, 2009 (konzertant) als Leonore im »Fidelio«, 2010 als Klytämnestra sowie 2001 und 2004 in sehr erfolgreichen Liederabenden. 1995 gastierte sie an der Deutschen Oper Berlin als Klytämnestra, 1996 an der Staatsoper Berlin als Sieglinde und als Waltraute im Nibelungenring, 1996 an der Münchner Staatsoper als Amneris, bei den Festspielen von Ravenna als Santuzza. 1997 trat sie an der Staatsoper Hamburg als Santuzza auf, beim Maggio Musicale von Florenz als Kundry. 1998 gab sie ein großes Wagner-Konzert in der Royal Festival Hall in London; 1998 sang sie bei der Japan-Tournee des Teatro Comunale Bologna die Santuzza (zusammen mit José Cura), an der Staatsoper Hamburg die Amneris, an der Mailänder Scala die Waltraute in der »Götterdämmerung«, 1999 an der Staatsoper Berlin die Venus und die Ortrud. 1999 trat sie an der Staatsoper Berlin als Marie im »Wozzeck« von A. Berg auf, 2000 erschien sie an der Berliner Staatsoper als Isolde und 2001 als Amneris. An der Bayerischen Staatsoper München trat sie bis 2015 u.a. als Isolde, als Didon in »Les Troyens« von Berlioz, als Leonore im »Fidelio«, als Ortrud, als Sieglinde, als Venus, als Kundry, als Waltraute in der »Götterdämmerung«, als Marie im »Wozzeck« von A. Berg und als Klytämnestra auf. – Groß dimensionierte dramatische Stimme von bezwingender Steigerungsfähigkeit. Auf der Bühne erwies sie sich als mitreißende Darstellerin. Im Konzertsaal war sie nicht weniger erfolgreich als bei ihren Bühnenauftritten (Alt-Solo im Verdi-Requiem, Alt-Rhapsodie von J. Brahms, Lieder).

Lit: A. Clark: Waltraud Meier (in »Opera«, 1991).

Schallplatten: RBM (»Doktor und Apotheker« von Dittersdorf), HMV (Venus im »Tannhäuser«, Kundry im »Parsifal«, Alt-Rhapsodie von Brahms, Missa solemnis von Beethoven), Philips (»Parsifal«, Bayreuth 1985), Erato (»Kindertotenlieder« von G. Mahler, Wesendonck-Lieder von R. Wagner, Lieder von Hugo Wolf, Missa solemnis von Beethoven), Erato /East West Records (Verdi-Requiem), Teldec (»Parsifal«, Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, Isolde in »Tristan und Isolde«, Marie im »Wozzeck« von A. Berg, auch als Video; Leonore im »Fidelio«), DGG (»Lohengrin«, »Das klagende Lied« und 8. Sinfonie von G. Mahler), RCA/BMG (Lieder von J. Brahms, R. Schumann und Schubert; »Kindertotenlieder«, Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn« und Rückert-Lieder von Gustav Mahler), EMI (»Samson et Dalila« von Saint-Saëns mit Placido Domingo; Waltraute in vollständigem Nibelungenring, München 1989); Video (»Parsifal«), Castle-Video (Venus im »Tannhäuser«), Sony (9. Sinfonie von Beethoven), Arthaus/Naxos-Video (Isolde in »Tristan und Isolde«, München 1998; Venus im »Tannhäuser«, München 1994), Bondy-Video (Eboli in Verdis »Don Carlos«, Paris 1996).

Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.waltraud-meier.com/

„Ich bin ganz gut im Dichten“
Lange war sie in den großen Wagner-Partien zuhause: Waltraud Meier. Jetzt feiert die Mezzosopranistin ihren 65. Geburtstag. In BR-KLASSIK spricht sie über ihre Liebe zu Wagner, Blackouts auf der Bühne und warum es Sänger in der Corona-Krise besonders schwer haben.

https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/waltraud-meier-mezzosopranistin-saengerin-corona-regisseure-singen-100.html

Lieses Klassikwelt 69: Waltraud Meier
Die Isolde, die sie 2014 zum letzten Mal verkörperte, war ihre Lebensrolle. Aber auch als Kundry, Sieglinde, Waltraute, Fricka und Ortrud setzte Waltraud Meier, Jahrgang 1956, Maßstäbe. Aus Anlass ihres Geburtstags (*9. Januar 1956) widme ich der wunderbaren Sängerdarstellerin – für mich vor allem im Wagnerfach eine der besten der jüngeren Aufführungsgeschichte – meine heutige Klassikwelt. Ihre Isolde in der bewährten, viel gespielten Berliner Inszenierung von Harry Kupfer mit dem gestürzten Engel in der Mitte der Bühne, meist unter der Leitung von Daniel Barenboim, habe ich noch ganz genau vor Augen. Mit ihrer schlanken Figur, ihrer auch in reiferen Jahren jugendlichen Ausstrahlung und ihrer langen Haarpracht war sie schon äußerlich eine Isolde wie aus dem Bilderbuch. Ihre Stimme ist „enorm und schwingt frei“, wie einmal ein Kritiker treffend schrieb, dies auch in den Spitzen, wo Soprane oftmals ins Flackern geraten oder leicht metallisch tönen. Zudem verfügte Meier seitens persönlicher Ausstrahlung und ihres Timbres über eine sublime Erotik, mit der sie ihre Auftritte krönte. Auch auf ihren langjährigen Wegbegleiter am Dirigierpult muss das ausgestrahlt haben, sensiblen Antennen entging jedenfalls nicht ein gewisses Prickeln zwischen Bühne und Graben. Wie ich seit einem 2012 geführten, längeren Interview mit Waltraud Meier weiß, hat Daniel Barenboim diese besondere Beziehung auf wahrlich berührende Weise treffend in Worte gefasst, als er zu ihr nach einem Tristan-Abend einmal gesagt haben soll: „Weißt du, manchmal habe ich das Gefühl, wir sind so wie Handschuh und Hand, nur weiß ich nie, wer was ist.“
https://klassik-begeistert.de/lieses-klassikwelt-69-waltraud-meier/

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Lorenzo Viotti probt an der Scala 3. Brahms, 7. Dvorak, Stream heute Samstag 20 Uhr

Vioti
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und wer betrachtet weiterhin jeden Tag ohne Foto in den Medien als verlorenen Tag?

Bitte, ich mache ihm halt diese Freude!

Doju
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ORF III am Wochenende: „Wir spielen für Österreich“ präsentiert Jules Massenets „Werther“ aus der Wiener Staatsoper

 Außerdem: Vierteiliger „zeit.geschichte“-Abend über die größten alpinen Katastrophen

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information setzt auch im neuen Jahr die „Wir spielen für Österreich“-Reihe fort und präsentiert am Sonntag, dem 10. Jänner 2021, im Hauptabend Jules Massenets „Werther“ aus der Wiener Staatsoper – Opernstars wie Piotr Beczała, Gaëlle Arquez, Clemens Unterreiner und Daniela Fally garantieren eine Top-Besetzung. Bereits am Samstag, dem 9. Jänner, zeigt die „zeit.geschichte“ einen vierteiligen Themenabend, der sich mit den größten alpinen Katastrophen auseinandersetzt – vom Lawinenunglück in Blons 1954 bis hin zum Tunnelbrand von Kaprun im Jahr 2000.

Samstag, 9. Jänner

Um 8.50 Uhr zeigt ORF III eine Folge von „Station Rose /// Digital Art Diary“: In der rund 20-minütigen TV-Sendung verbinden Künstlerin Elisa Rose und Komponist Gary Danner Performance mit Realmomenten ihres Lebens. Abstrakte Bild- und Ton-Sequenzen vermischen sich darin mit Reise- wie Naturimpressionen, Skizzen und Archiv-Material. Tagsüber zeigt ORF III außerdem die ersten sechs Folgen der zwölfteiligen Fernsehserie „Theater & Fernsehlegenden“ (ab 10.00 Uhr) aus 1968 u. a. mit Paul Hörbiger und Herbert Probst.

Die „zeit.geschichte“ präsentiert ab 20.15 Uhr einen vierteiligen Themenabend über alpine Katastrophen, beginnend mit „1954 – Die größte Lawinenkatastrophe in den Alpen“. 1954 vernichteten 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal, wobei mehr als 50 Menschen unter den Schneemassen ums Leben kamen. In der Doku erzählen Überlebende, wie Warnungen ignoriert, Gefahren missachtet und schließlich das Leid überwunden wurde. Anschließend geht es weiter mit „Galtür – Die Chronik einer Katastrophe“ (21.15 Uhr), gefolgt von „Tragödien im Schnee: Die Katastrophe von Kaprun“ (22.15 Uhr). Als Abschluss des Themenabends zeigt die „zeit.geschichte“ mit „Hermann Buhl – vom Leben einer Legende“ (23.10 Uhr) ein Porträt über den österreichischen Alpinisten, der 1957 bei der Besteigung eines Siebentausenders in der Kaschmir-Region in den Tod stürzte.

Sonntag, 10. Jänner

Am Sonntagmorgen steht eine weitere Ausgabe von „Station Rose /// Digital Art Diary“ (8.50 Uhr) auf dem Programm, bevor „ORF III LIVE“ um 10.00 Uhr den „Evangelischen Gottesdienst aus der Pfarrkirche Oberwart“ überträgt.

Der Sonntagabend ist Jules Massenets Oper „Werther“ aus der Wiener Staatsoper gewidmet: Als Einstimmung auf den glamourösen Kulturabend lädt „Erlebnis Bühne“ um 20.00 Uhr zu den „Kulissengesprächen mit Barbara Rett“. Anschließend präsentiert „Wir spielen für Österreich“ um 20.15 Uhr die spannende Wiederaufnahme des „Werther“ aus der Wiener Staatsoper – in der gefeierten Inszenierung von Andrei Serban. „Werther“ gilt, neben „Manon“, als eines der populärsten Werke des Komponisten Jules Massenet. Das Libretto ist an Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ angelehnt. Für Startenor Piotr Beczała bedeutet die Verkörperung der Titelfigur sein langerwartetes Rollendebüt an der Wiener Staatsoper, für die französische Mezzosopranistin Gaëlle Arquez ist es das weltweite Rollendebüt als Charlotte. In weiteren Rollen verzaubern Clemens Unterreiner und Daniela Fally das TV-Publikum. Außerdem glänzt das lyrische Musikdrama unter der Leitung von Bertrand de Billy durch die ungewöhnliche Orchestration, das solistisch eingesetzte Saxophon und – als stiller Höhepunkt des Werks – die berühmte Tränenarie.
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Die 4 da – S01E03 Der vierte Mann – YouTube – Einblick in Österreichs aktuelle, weitgehend gleichgeschaltete Medien-Szene

Der alte Klassiker von 2008, als man sich zumindest noch die Mühe gab, verschiedene Schlagzeilen zu (er)finden…

4da
ZUM VIDEO (30 Minuten – gerade in unserer heutigen Zeit aktuell wie nie zuvor!

Pflichtlektüre für alle gelernten Österreicher und solche, die verstehen wollen, wie Österreich funktioniert

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Foto: Youtube

Wer es nicht glaubt, möge sich selbst überzeugen!

Trup

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HARINGSEE / NIEDERÖSTERREICH: Neuer Bücherspeicher der Österreichischen Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek transportierte in der zweiten Jahreshälfte 2020 rund 200.000 Objekte nach Haringsee in Niederösterreich. Dort steht ihr neuer, 1.000 Quadratmeter großer Bücherspeicher. Die Räume sind mit modernster Klima- und Sicherheitstechnik ausgestattet und helfen, eine der Kernaufgaben der Österreichischen Nationalbibliothek zu sichern: das Sammeln und Archivieren sämtlicher in Österreich erscheinenden Publikationen.

Haringse
Der neue Bücherspeicher in Haringsee. Foto: Österreichische Nationalbibliothek

Bücherspeicher in Haringsee
Die Art for Art Theaterservice GmbH, eine Tochtergesellschaft der Bundestheater-Holding, hat nach Vorgaben der Österreichischen Nationalbibliothek im ca. 40 Kilometer östlich von Wien gelegenen Haringsee einen neuen Bücherspeicher errichtet. Das Gebäude steht in unmittelbarer Nachbarschaft etwa zu Lagerhallen des Technischen Museums und der Bundestheater und hat eine Gesamtnutzfläche von 1.000 Quadratmetern. Für die unterschiedlichsten Objekte sind ein Warm- und ein Kaltlagerbereich mit insgesamt 5.400 Regal-Laufmetern vorgesehen. Die Brand- und Feuchtemeldeanlagen entsprechen den aktuellsten Sicherheitsstandards, die Zutritts- und Alarmsicherung ist in das Sicherheitssystem der Österreichischen Nationalbibliothek eingebunden.

Die ausgelagerten Objekte
Bei den nach Haringsee ausgelagerten Objekten handelt es sich vor allem um Bücher, Fotonegative, Zeitungen und Plakate, die großteils bereits digitalisiert sind. Selbstverständlich können sie auch weiterhin in den Lesesälen genutzt werden. Kombiniert mit mehreren Nachrückungen in den unterschiedlichsten Depots der Bibliothek sorgt die Auswahl dafür, dass auch in Zukunft genug Platz für Neuzuwächse gegeben ist – vom Literaturarchiv am Michaelerplatz bis zum Bücherspeicher unter der Burggarten-Terrasse.

Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger: „Ich freue mich sehr, dass durch diese wichtige Investition eine der Kernaufgaben der Österreichischen Nationalbibliothek gesichert ist: das Sammeln und Archivieren sämtlicher in Österreich erscheinenden Bücher, Zeitungen und Zeitschriften.“

Platzbedarf der Österreichischen Nationalbibliothek
Die Österreichische Nationalbibliothek ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik Österreich. Auf der Grundlage des österreichischen Mediengesetzes erhält sie als einzige Bibliothek des Landes Belegexemplare von allen in Österreich erschienenen Publikationen sowie auf der Grundlage des Universitätsgesetzes alle an österreichischen Universitäten approbierten Dissertationen. Aktuell verwahrt sie einen Gesamtbestand von über 10,9 Millionen Objekten.

1992 errichtete die Österreichische Nationalbibliothek unter der Burggarten-Terrasse der Hofburg einen modernen Bücherspeicher. Dort befinden sich neben den Depoträumen für Bücher und andere Objekte auch einige Lesesäle und Serviceeinrichtungen der Bibliothek. Dieser Bücherspeicher ist auf rund vier Millionen Werke ausgelegt und nähert sich seiner Kapazitätsgrenze.

Im Regierungsprogramm von 2013 war deshalb der Punkt „Errichtung eines Tiefspeichers der Österreichischen Nationalbibliothek“ enthalten. Dieser war gemeinsam mit einer Tiefgarage unter dem Heldenplatz geplant und sollte nicht nur das Platzproblem der Österreichischen Nationalbibliothek lösen, sondern auch den Heldenplatz autofrei machen. Das Projekt konnte aber in den Folgejahren nicht umgesetzt werden, durch die Errichtung von temporären Ausweichquartieren des Parlaments am Heldenplatz ist aus Sicherheitsgründen auch in nächster Zeit nicht damit zu rechnen. Mit dem neuen Bücherspeicher in Haringsee wurde eine praktikable Alternative umgesetzt.

» MEHR INFOS

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Stream aus dem  Teatr Wielki – Opera Narodowa Warschau: 16. Jänner)

Justyna Ołów, Fot. Krzysztof Bieliński
Justyna Ołów. Copyright: Krzysztof-Bielinski.

„Das geheime Leben der Bilder“ ist eine musikalische Collage aus Ausschnitten aus Barockopern von Monteverdi, Handel und Vivaldi. Arien aus den Opern „Orlando“, „Ariodante“ oder „Alcina“ oder „Musikbilder“ aus einem größeren Ganzen bilden die Grundlage für Geschichten, die sich um Szenen drehen, die in Werken barocker Malermeister festgehalten wurden. Was hatte sie aus Vermeers Brieflesung gelernt? Worüber spricht Rembrandts Nachtwache kurz vor dem Ausmarsch? Und wer wird den Pantoffel der Jungfrau aus Fragonards „The Swing“ fangen? Diese und viele andere Fragen werden durch das inszenierte Konzert „Das geheime Leben der Bilder“ beantwortet.

Die jungen und außergewöhnlich talentierten Sänger der Opernakademie werden von des Enesmbles Historischer Instrumente der Royal Opera Capella Regia Polona unter der musikalischen Leitung von Krzysztof Garstka begleitet.

  1. Januar 2021, 19 Uhr

Webseite des Teatr Wielki – Opera Narodowa Warschau: https://vod.teatrwielki.pl

Youtube-Kanal des Ensembles Polska Opera Królewska: http://bit.ly/2JKYQJK

PROGRAMM

– Haendel „Rodelinda”, Ouverture

– Monteverdi „Il riturno d‘Ulisse in patria”, Arie des Neptun „Superbo è l’huom” – Karol Skwara

– Haendel „Rinaldo”, Arie der Armida „Furie terribili” – Katarzyna Drelich

– „Ariodante”, Arie des Ariodante „Dopo notte” – Nataliia Kukhar

– „Rinaldo”, aria Armidy „Molto voglio, molto spero” – Inna Fedoriiy

– „Ariodante” Duett Ginevra / Ariodante „Bramo aver mille vite”  – Inna Fedoriiy, Nataliia Kukhar

– Duett Lurciana / Delinda „Dite spera” – Inna Fedoriiy, Mykhailo Kushlyk

– „Orlando”, Arie des Zoroastro „Lascia amor”

Yevhen Rakhmanin

– „Ariodante”, Arie der Lurciana „Il tuo sangue” – Mykhailo Kushlyk

– „Rinaldo”, Arie des Argante „Sibilar gli angui d’Aletto”- Paweł Horodyski

– „Alcina”, Arie der Alcina „Si son quella” – Paula Kluczna-Lula

– „Agrippina”, Arie der Agrippina „L’alma mia fra le tempeste” – Zuzanna Nalewajek

– „Ariodante

Arie des Zoroastro „Sorge infausta una procella” – Yevhen Rakhmanin

– Arie des Ariodante „Scherza infida”- Justyna Ołów

– Arioso der Ginevra „Vezzi, lusinghe e brio”- Magda Górniak

– Monteverdi „L’incoronazione di Poppea”, Duett Poppea / Nero „Pur ti miro, Pur ti godo” – Magda Górniak, Jakub Foltak

– Haendel „Rinaldo”, Arie des Rinaldo „Cara sposa” – Jakub Foltak

-Vivaldi „Juditha triumphans”, „Armatae face et anguibus” – Katarzyna Szymkowiak

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Kierownictwo muzyczne: KRZYSZTOF GARSTKA
Scenariusz i reżyseria: EWA RUCIŃSKA
Projekcje video: PIOTR MAJEWSKI
Kostiumy: ELŻBIETA TOLAK
Choreografia: ILONA MOLKA
Współpraca scenograficzna: STEFANIA CHIARELLI

 

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