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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 4. JULI 2020)

04.07.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 4. JULI 2020)

Die Salzburger Festspiele übertragen zum 100-jährigen Jubiläum erstmals LIVE INS KINO

Salzburger Festspiele 2020 - Spielplan, Programm & Tickets kaufen
Am 1. August eröffnen die Salzburger Festspiele zum 100-jährigen Jubiläum in modifizierter Form mit einem umfassenden Programm. Erstmals wird der Eröffnungsabend mit der Neuinszenierung von Richard Strauss’ Oper „Elektra“ aus der Felsenreitschule und mit der Wiederaufnahme des „Jedermann“ auf dem Domplatz live in zahlreichen Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu erleben sein.

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler über die Kino Liveübertragung von „100 Jahre Salzburger Festspiele“ am 1. August:
„Wir freuen uns sehr, dass in diesem Sommer die Highlights der Salzburger Festspiele in zahlreichen Kinos zu sehen sind. Wir danken Unitel, unserem langjährigen exklusiven Medienpartner, dass er diese Kooperation möglich gemacht hat. Gerade in Corona-Zeiten ist uns die Bespielung der Kinos ein wichtiges Zeichen.
Gesundheit geht vor, aber der Hunger nach Kultur ist übergroß. Da wir die ursprünglich geplanten 242.373 Tickets drastisch auf 76.698 reduzieren mussten, ist diese Aktion ein Lichtblick für alle, die sich so sehr auf die Salzburger Festspiele gefreut haben, dieses Jahr aber nicht selber vor Ort in Salzburg dabei sein können. Der Eröffnungsabend mit der Oper ELEKTRA und dem JEDERMANN wird live in den Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz übertragen“, freut sich Helga Rabl-Stadler, die Präsidentin der Salzburger Festspiele.

ELEKTRA
Die Jubiläumssaison der Salzburger Festspiele 2020 und die Übertragung in die Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz wird mit Richard Strauss’ Einakter „Elektra“ eröffnet, mit einem Werk, das die drei Festspielgründer Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt vereint: 1903 wurde Hofmannsthals gleichnamiges Schauspiel in der Regie von Max Reinhardt in Berlin uraufgeführt, drei Jahre später begann Richard Strauss mit der Komposition der Oper, die am 25. Januar 1909 mit großem Erfolg in Dresden uraufgeführt wurde und zu den bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts gehört.
Obsessiv verfolgt die von ihrer Familie gedemütigte Elektra nur ein Lebensziel: Vergeltung an ihrer Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth, die Elektras Vater Agamemnon ermordeten. Sie wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der den Vatermord rächen soll. Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden. Als Orest jedoch die Rache vollzieht, verliert Elektras Leben seinen einzigen Sinn. Schwankend zwischen Hass, Hysterie, Trauer und Besessenheit hat Elektra jeden Bezug zum Leben verloren. Mit „Elektra“ begann die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal: In einem vielschichtigen Psychogramm entspinnt sich eine Familientragödie voller Gewalt, Schuld und Rache und der Frage nach Gerechtigkeit.

Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen führt Krzysztof Warlikowski Regie, einer der aktuell spannendsten Regisseure. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab der polyglotte Pole 2018 mit Henzes „Die Bassariden“. Mit Franz Welser-Möst steht einer der weltweit profiliertesten Dirigenten am Pult der Wiener Philharmoniker. Dem Österreicher haben die Salzburger Festspiele viele unvergessliche Aufführungen der Werke von Richard Strauss zu verdanken. Die Rolle der Elektra übernimmt die litauische Sängerin Aušrinė Stundytė, die damit ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen gibt. Elektras Schwester Chrysothemis verkörpert Asmik Grigorian. Als unumstrittener Shootingstar der Salzburger Festspiele 2018 – damals als Salome gefeiert – gilt sie seitdem als eine der großen Sängerdarstellerinnen der letzten Jahre und wurde unter anderem von der Zeitschrift „Opernwelt“ als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. An ihrer Seite singen Tanja Ariane Baumgartner als Klytämnestra, Michael Laurenz als Aegisth und Derek Welton als Orest. Die Premiere in der Felsenreitschule in Salzburg wird im Kino am 1. August um 17.00 Uhr live übertragen.

JEDERMANN
Mit Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ unter der Regie von Max Reinhardt wurden im August 1920 die Salzburger Festspiele aus der Taufe gehoben. Das Mysterienspiel über Leben und Tod ist nicht nur zentraler Bestandteil der DNA der Festspielgeschichte, sondern auch ein einzigartiges Phänomen in der deutschsprachigen Theaterlandschaft: Seit Bestehen der Festspiele wird es jedes Jahr auf dem Domplatz aufgeführt, ist stets als erstes ausverkauft und gilt als eine der größten Herausforderungen und Ehrungen für Schauspieler.

Das Stück basiert auf der Tradition mittelalterlicher Mysterienspiele: Gott schickt den Tod, um den reichen Lebemann Jedermann zu holen. Dieser wird in jener schweren Stunde von seinen Freunden, seinem Geld und seiner Buhlschaft verlassen. Erst nachdem er seine Verfehlungen bereut und sich zum Christentum bekennt, kann er mit dem Glauben und seinen guten Werken vor den göttlichen Richterstuhl treten.

In der Wiederaufnahme der Inszenierung von Michael Sturminger und seinem Team übernimmt die vielfach ausgezeichnete Caroline Peters erstmals die Rolle der Buhlschaft an der Seite von Tobias Moretti (u.a. erst kürzlich mit dem Österreichischen Filmpreis prämiert) als Jedermann. Sein Bruder Gregor Bloéb ist in der Doppelrolle Jedermanns guter Gesell und Teufel zu sehen. Falk Rockstroh verkörpert den Glaube, Mavie Hörbiger die Werke und Christoph Franken ist als Mammon zu erleben. Helmut Mooshammer schlüpft in die Rolle des Armen Nachbar, Michael Masula und Pauline Knof sind als Schuldknecht und dessen Weib zu erleben. Markus Kofler übernimmt die Rolle des Kochs. Gustav Peter Wöhler und Tino Hillebrand verkörpern den Dicken und den Dünnen Vetter. Peter Lohmeyer spielt den Tod, Edith Clever Jedermanns Mutter. Die Kinoübertragung beginnt am 01. August um 21.00 Uhr.

Besetzung Elektra
Franz Welser-Möst: Musikalische Leitung
Krzysztof Warlikowski: Regie
Małgorzata Szczęśniak: Bühne und Kostüme
Felice Ross: Licht
Kamil Polak: Video
Claude Bardouil: Choreografie
Christian Longchamp: Dramaturgie

Aušrinė Stundytė: Elektra
Asmik Grigorian: Chrysothemis
Tanja Ariane Baumgartner: Klytämnestra
Michael Laurenz: Aegisth
Derek Welton: Orest
Tilmann Rönnebeck: Der Pfleger des Orest
Verity Wingate: Die Schleppträgerin
Valeriia Savinskaia: Die Vertraute
Matthäus Schmidlechner: Ein junger Diener
Jens Larsen: Ein alter Diener
Sonja Šarić: Die Aufseherin
Bonita Hyman, Katie Coventry, Deniz Uzun,
Sinéad Campbell-Wallace, Natalia Tanasii: Mägde

Besetzung Jedermann
Michael Sturminger: Regie
Renate Martin, Andreas Donhauser: Bühne und Kostüme
Wolfgang Mitterer: Komposition
Jaime Wolfson: Musikalische Leitung
Andreas Heise: Choreografie
Stefan Ebelsberger, Hubert Schwaiger: Licht
Jakob Barth: Videodesign
Angela Obst: Dramaturgie

Tobias Moretti: Jedermann
Peter Lohmeyer: Stimme des Herrn / Tod / Der Spielansager
Edith Clever: Jedermanns Mutter
Gregor Bloéb: Jedermanns guter Gesell / Teufel
Markus Kofler: Der Koch
Helmut Mooshammer: Ein armer Nachbar
Michael Masula: Ein Schuldknecht
Pauline Knof: Des Schuldknechts Weib
Caroline Peters: Buhlschaft
Gustav Peter: Wöhler Dicker Vetter
Tino Hillebrand: Dünner Vetter
Christoph Franken: Mammon
Mavie Hörbiger: Werke
Falk Rockstroh: Glaube

Ensemble 013

Die Live-Kinoübertragungen der Salzburger Festspiele zeigen dem Publikum Oper und Schauspiel in faszinierender Nähe. So bietet sich erstmals jedem die Gelegenheit an den weltberühmten Festspielen teilzuhaben – auch und gerade in diesen besonderen Zeiten.

Die Produktion der Live-Übertragung liegt bei UNITEL, den Kinoverleih betreut NORDPOLARIS in Zusammenarbeit mit 24 Bilder. Die Kinotickets kosten ca. 25€.

Elektra ist eine Koproduktion von ORF, 3sat, ZDF für Arte und Unitel
Jedermann ist eine Koproduktion von ORF, BR, 3sat, Arte und Unitel

Weitere Informationen, alle teilnehmenden Kinos & den Vorverkaufsstart erfahren Sie in Kürze auf: www.salzburgimkino.de / .com

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EISENSTADT:  „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn im Schloss Esterhazy
Daniela Fally, Andreas Schager und Günther Groissböck als Solisten
Samstag, 8. August, 19:30 Uhr im Schloss Esterházy

Esterhazy | Schloss Esterházy
Schloss Esterhazy. Foto:Wikipedia

Joseph Haydns Musik kehrt ins Schloss Esterházy zurück! Wie eine neue, übergeordnete und jedenfalls lang ersehnte fünfte Jahreszeit feiern wir die Lockerungen der Corona-Bestimmungen – sinnfällig und standesgemäß mit Haydns großem Oratorium „Die Jahreszeiten“ am 8. August 2020 um 19:30 Uhr im Haydnsaal in Starbesetzung: Daniela Fally, Andreas Schager und Günther Groissböck sind die herausragenden Solisten, es singen und spielen der Chor Ad Libitum und das Originalklangorchester Barucco unter der Leitung von Heinz Ferlesch. 

Kein Werk sei besser geeignet, die Auswirkungen der Pandemie auf Mensch und Umwelt auf musikalischem Wege zu überdenken, ist der Dirigent überzeugt: „Zurück zur Natur!“, das zentrale Motto des aufklärerischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau, propagierten schon Haydn und sein Librettist Gottfried van Swieten. Welche Lehren können wir aus der aktuellen Situation ziehen? Wie können wir ein besseres, gesünderes Verhältnis zu Fauna und Flora ebenso wie im Zwischenmenschlichen erreichen, als Individuen, als Gesellschaft? Haydns Musik am einzigartigen Schauplatz von Haydns Wirkungsstätte kann da wichtige Anregungen bieten – und sie tut es auch noch auf eine höchst sinnliche, vergnügliche, Weise. Der Natur nicht bloß zuhören, sondern wirklich auf die Natur hören: Dafür setzt sich dieser Abend mit seinen musikalischen Genüssen ein.

JOSEPH HAYDN, Vier Jahreszeiten, Oratorium, Klavierauszug mit Text ...

Kartenvorverkauf im Ticketbüro pan.event
 Esterhazyplatz 4 
7000 Eisenstadt
T: +43 2682 65065 

tickets@panevent.at
  

Preis je Kategorie:
Kategorie I: € 61,00
Kategorie II: € 53,00
Kategorie III: € 45,00
Kategorie IV: € 37,00
Kategorie V: € 27,00

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Dazu passend:

Die Aufführung eines Oratoriums in Zeiten von Mini-Konzerten und Abstandsregeln ist eine mutige Großtat!

Daniel Serafin ist bei mir vom Status „Sohn“ in den eines Top-Managers aufgestiegen!


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Gestern beim Online-Merker – erste Fotos (zumal der Abend exakt mit der gesetzlichen Sperrstunde in den frühen Morgenstunden geendet hat – auch outdoor mit Stelltischen in der Zeleborgasse)

Die beiden Sängerinnen Maryna Lopez und Astrik Knanamiryan mit Freundinnen. nach dem Konzert. Foto: Jorge Dreher

Ein unscharfes Foto – aber es dokumentiert das disziplinierte Verhalten. Masken weitgehend, Abstand gehalten, obwohl es wegen des großen Andrangs nicht leicht war. Deswegen verlagerte sich das Konzert auch auf den breiten Gehsteig vor der Online-Galerie!

Diszipliniertes Pubikum – gefeiert wurde dann auf dem Gehsteig bis in die frühen Morgenstunden (gesetzliche Sperrstunde). Foto: Jorge Dreher

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TIROLER LANDESTHEATER INNSBRUCK – ADAPTIERTER SPIELPLAN ONLINE

Führungen | Tiroler Landestheater

Liebes Publikum

In den vergangenen Wochen und Monaten, die für uns alle mit großen Herausforderungen verbunden waren, haben wir Ihnen viel Geduld abverlangen müssen. Die gesamte Kulturszene durchlebte eine Phase größter Verunsicherung.

Die Planung für die kommende Saison mit einem neuen Spielplan, über den wir Sie bereits im März informiert hatten, wurde durch die Folgen der Corona-Pandemie mehrfach in Frage gestellt. Immer wieder musste die Programmfolge überarbeitet und an die jeweils aktuellen Bedingungen angepasst werden.
Dieser Vorgang hat uns – neben vielen anderen Überlegungen – bis zum heutigen Tag beschäftigt.

Das Warten soll sich gelohnt haben!

ADAPTIERTER SPIELPLAN

Nun ist es endlich soweit und wir können Ihnen den neu adaptierten Spielplan der Spielzeit 2020.21 präsentieren.

Eine Übersicht aller Produktionen finden Sie hier.
 

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ORF „matinee“ am 5. Juli: Start der Reihe „100 Pieces – Salzburger Festspielgeschichte“ zum 100. Jubiläum

Außerdem: „Burgenland von oben“ und „West Side Story – Leonard Bernsteins Broadway-Hit“

Ohne Corona-Pandemie wäre dieser Tage das Burgenland – rund um die Premiere von Leonard Bernsteins „West Side Story“ bei den Mörbischer Seefestspielen – ins kulturelle Blickfeld gerückt. Die von Teresa Vogl präsentierte „matinee“ am Sonntag, dem 5. Juli 2020, bietet mit zwei Dokumentationen dennoch Gelegenheit, das „Burgenland von oben“ (9.05 Uhr) zu betrachten und in „West Side Story – Leonard Bernsteins Broadway-Hit“ in die Entstehungsgeschichte des Musicals einzutauchen. Die Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele hingegen können, wenn auch anders als geplant, stattfinden. Bis Anfang August hebt die „matinee“ mit der Reihe „100 Pieces – Salzburger Festspielgeschichte“ (10.50 Uhr) einige Salzburger Festspiel-Schätze aus dem Archiv. Der Start der Reihe ist gleichzeitig der Auftakt zu einem umfassenden ORF-Programmschwerpunkt zum Jubiläum der Salzburger Festspiele. Und um 10.25 Uhr gibt „Die Kulturwoche“ einen Überblick über die aktuellen Kulturereignisse und Kulturtipps aus Österreich.
„Burgenland von oben“ (9.05 Uhr)

Das Burgenland aus einer anderen, ungewohnten Perspektive: Von oben betrachtet ist das Bundesland eine grüne Oase mit ausgedehnten Wäldern, durchzogen von Flüssen, Dörfern und Kleinstädten. Wenn man das Burgenland von Nord nach Süd überfliegt, kommen markante Punkte zum Vorschein. Meist auf einzelnen Kogeln und Bergeshöhen gelegen, sind das Burgen, Schlösser und Ruinen, die seit Jahrhunderten das Landschaftsbild prägen. Beginnend im äußersten Norden führt die Reise über den Neusiedler See, das Leithagebirge und die Burg Forchtenstein ins Mittelburgenland, um später in Neuhaus am Klausenbach zu enden. Die Hommage an ein Land und seine Menschen ist gespickt mit Geschichten über bekannte und vergessene Orte, über geschützte Naturräume und versteckte Winkel. Gestaltet wurde die Dokumentation von Günter Welz.

„West Side Story – Leonard Bernsteins Broadway-Hit“ (9.30 Uhr)
Die Dokumentation von Axel Fuhrmann und Axel Brüggemann ergründet anhand der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Musicalklassikers „West Side Story“ auch das Leben und Wirken seines Komponisten Leonard Bernstein. Der Film blickt zurück in die USA der 1950er Jahre und zeigt die sozialkritischen und aktuellen Bezüge des Werks, damals und heute. Dabei geht es um den Einfluss der hispanischen Gesellschaft, die Bandenkriege in New York, Jugendkultur und Jugendgewalt. Zu Wort kommen u. a. die Solistinnen der Uraufführung 1957, Carol Lawrence (Maria), Chita Rivera (Anita) und Reri Grist (Consuelo), sowie Komponisten-Tochter Jamie Bernstein und die Darsteller Eddie Verso und Bert Michaels des Musicalfilms aus dem Jahr 1961.

„100 pieces – Salzburger Festspielgeschichte“ (10.50 Uhr)
„Die ganze Stadt ist Bühne“ – so formulierten die Gründerväter der Salzburger Festspiele, Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, ihre kulturpolitische Intention. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums zeigt der ORF eine kurzweilige sechsteilige Reihe mit nostalgischen Archivausschnitten, die Einblick in die Geschichte und Hintergründe des bedeutendsten Festivals für Oper, Schauspiel und Konzert geben.
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Wozzeck with Eva-Maria Westbroek – new VOD from sonostream.tv

Sonostream.tv (@Sonostreamtv) | Twitter

Dear Friends,

We are all now faced with the COVID 19 crisis, and although here in Vienna life slowly returns to normal, this is not at all the case with the performing arts. Most theaters, concert halls, festivals and freelance artists are left worrying about how their futures will play out.

This time has lead to the decision for us to reactivate sonostream.tv. Perhaps a digital experience can not replace the excitement of being in a live performance, but sonostream.tv will be a ray of light in a world lacking live performances. We will offer new programs to our audience, and we will also showcase artists in an artist feature section of the website.

In the meantime, we are pleased to be able to offer a new film available as VOD: a highly acclaimed production of Alban Berg’s Wozzeck filmed by François Roussillon at the Dutch National Opera in 2017. This highly moving production is directed by Krzysztof Warlikowsky and features Eva Maria Westbroek and Christopher Maltman.

If you purchase the film, you will have viewing access for 30 days.

While working on new programming, we are also open to ideas of our audience and invite you to contact us with feedback on specific programs or content you would like to see on Sonostream.tv in the future.

with kind regards,

Samantha Farber
(CEO and Founder of sonostream.tv)

New on sonostream.tv: Alban Berg’s Wozzeck from the Dutch National Opera!

One of the most powerful and revolutionary works of the 20th century, we are thrilled to present filmmaker Francois Roussillon’s production of Wozzeck from the Dutch National Opera in a staging by Krzysztof Warlikowski and described by Gramophone’s Peter Quantrill as ‘among the most beautifully played and sung accounts on record and film’.

Shirley Apthorp from the Financial Times:

“This is a beautiful, moving, engrossing production. Warlikowski is more legible than usual, clear in both narrative and innuendo. But even more astonishing is Marc Albrecht’s conducting. This is a consummate Wozzeck, blending clarity, lyricism, compassion and crushing force. The Netherlands Philharmonic plays for Albrecht with passionate commitment. And his cast members give formidable performances. In the title role, Christopher Maltman sings every word of the text with organic certainty, a resigned figure, driven by the inevitability of his own destruction. Eva-Maria Westbroek’s Marie is more frustrated than broken, sensual, enraged.“

The performance is available to watch at home with 30-day access for only €4.99. The opera is performed in German and can be followed with English subtitles.

Watch Wozzeck now!

Have a look at our other video-on-demand programs from the Theater an der Wien , Glyndebourne Festival and Aix-en-Provence Festival!
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  ORF In memoriam Lore Krainer  Programmänderungen in ORF 2, ORF III und Ö1 =

Wien (OTS) – Sie war die Grande Dame der österreichischen Kabarett-Szene, eine der Hauptfiguren im „Seniorenclub“ und hat mehr als drei Jahrzehnte lang jeden Sonntag den satirischen Ö1-„Guglhupf“ brennheiß serviert. Der ORF gedenkt Lore Krainer, die im Herbst ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte, mit Programmänderungen in ORF 2, ORF III und Ö1: Neben Berichterstattung in den aktuellen Sendungen bringt ORF 2 mit „Lore Krainer – Die Pflicht zu unterhalten“ am Samstag, dem 4. Juli 2020, um 12.40 Uhr ein Porträt der Kabarettlegende, die im Laufe ihrer mehr als 50-jährigen Karriere nicht weniger als 3.000 satirische Lieder für Kleinkunstbühnen verfasste. ORF III zeigt am Sonntag, dem 5. Juli, um 21.55 Uhr das Kabarett „Krainer mit Saft“ und danach, um 22.35 Uhr, die Wiederholung von „Lore Krainer – Die Pflicht zu unterhalten“. Auch Ö1 ändert sein Programm und sendet am Sonntag, dem 5. Juli, um 19.05 Uhr „Starke Stückln: Reminiszenzen von Lore Krainer“.

„Lore Krainer – Die Pflicht zu unterhalten“: 4. Juli, 12.40 Uhr, ORF 2 und 5. Juli, 22.35 Uhr, ORF III

Sie war die Grande Dame der österreichischen Kabarett-Szene: Lore Krainer, die im Laufe ihrer Karriere mehr als 3.000 Lieder komponiert hat, ist gestorben. Am 4. November 1930 als Tochter eines Pianisten in Graz geboren, studierte Krainer zunächst am Konservatorium Klavier, tourte dann als „Boogie-Königin“ durch die Schweiz und begann eigene Chansons zu schreiben. In den 70er Jahren wurde sie von Gerhard Bronner in einem Grazer Kellerkabarett entdeckt und trat seitdem an der Seite aller namhaften Kabarettisten in Österreich auf.

„Krainer mit Saft“: 5. Juli, 21.55 Uhr, ORF III

ORF III zeigt einen Auftritt der Kabarettistin mit ihrem Programm „Krainer mit Saft“ aus dem Jahre 1990 im Theater Center Forum.

„Starke Stückln: Reminiszenzen von Lore Krainer“ (anlässlich ihres 80. Geburtstags): 5. Juli, 19.05 Uhr, Ö1

Bekannt wurde Lore Krainer als kritisch-bissige Kommentatorin des aktuellen Zeitgeschehens und der politischen Merkwürdigkeiten eines kleinen Landes. Nicht weniger als 3.000 satirische Lieder hat Lore Krainer im Laufe ihrer Karriere komponiert und geschrieben. Wie viele Conferencen und Kabaretttexte sich während dieser Zeit angesammelt haben, lässt sich allerdings nicht mehr ganz genau rekonstruieren. Schon in den Jahren 1947 bis 1949 stellte die aus Graz stammende Pianistin ein Studentenkabarett zusammen und ging damit auf Tournee. Ende der 1960er Jahre führte sie in Graz den „Girardi-Keller“, in dem sie mit eigenen Texten und Liedern auftrat. 1972 wurde Lore Krainer von Gerhard Bronner in sein Kabarett „Fledermaus“ engagiert. Ab 1978 gehörte sie dem „Guglhupf“-Team an, das über 30 Jahre Radiosatire produzierte. Einige „Starke Stückln“ von Lore Krainer, die zu ihrem 80. Geburtstag in CONTRA ausgestrahlt wurden, gibt es in memoriam Lore Krainer zum Wiederhören.
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ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“-Schwerpunkt zu Rennsport-Legenden anlässlich „Großer Preis von Österreich“

Außerdem: „Erlebnis Bühne“ mit Gala-Konzert „Mozart per sempre – Opernstars in Salzburg” und styriarte-Oper „Die Geschenke der Nacht“

Wien (OTS) – Opern-Highlights des ORF-III-Kultursommers, zeitgeschichtliche Dokumentationen anlässlich des Formel-1-Spielberg-Rennens und eine neue Ausgabe „Kabarett im Turm“ mit „Luis aus Südtirol“ stehen u. a. am kommenden Wochenende in ORF III Kultur und Information auf dem Programm.

Samstag, 4. Juli 2020

Am Samstag zeigt ORF III nach der Live-Übertragung der Eröffnungsoper „Die Musen vom Parnass“ eine zweite Produktion der diesjährigen steirischen Festspiele styriarte: „Erlebnis Bühne“ präsentiert einen Querschnitt aus der Barockoper „Die Geschenke der Nacht“ (9.00 Uhr) von Johann Joseph Fux aus der Helmut List Halle Graz. Fantastische Barockstimmen brillieren mit den schönsten Arien des Werkes, während das styriarte-Festspiel-Orchester stimmungsvolle nächtliche Klangbilder darbietet. Als Intermezzi in der konzertanten Aufführung der Opernszenen dienen Vivaldis Nachtkonzert für Flöte und Fagott sowie ein besonders bildreiches Orchesterwerk von Joseph Fux: „Die Süßigkeiten und Bitternisse der Nacht“. Es singen Sopranistin Maria Ladurner und Tenor Valerio Contaldo.

Am Nachmittag trifft Andreas Jäger Kabarettist, Schauspieler und Autor „Thomas Maurer am Wagram“ (16.30 Uhr) zum „Berggespräch“. In der neuen Ausgabe verrät Maurer, wie er zu den Ideen für seine Programme kommt und erörtert, was Boxen, Fußball und Kabarett gemeinsam haben.

Im Hauptabend erzählt die „zeit.geschichte“ in „Österreich II“ vom „Jahr der Bewährung“ (20.15 Uhr) 1956 – dem ersten Jahr der vollkommenen Eigenverantwortung Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg. Anlässlich des am Sonntag, dem 5. Juli, stattfindenden „Großen Preis von Österreich“ widmet sich die „zeit.geschichte“ danach Legenden des Rennsports, beginnend mit dem im Vorjahr verstorbenen Niki Lauda. Jean Boué begleitete den Formel-1-Star für den Film „Niki Lauda – Von Höhenflügen und Tragödien“ (21.45 Uhr) einige Tage in Wien und erlebte einen Menschen, der nichts mehr hasst als Stillstand. Das tragische Schicksal einer weiteren Rennsportgröße zeichnet die anschließende Doku „Jochen Rindt – Der erste Popstar der Formel 1“ (22.30 Uhr) nach.

Manfred Zöschg brilliert anschließend in seiner Rolle als „Luis aus Südtirol“ und tritt um 23.20 Uhr in einer neuen Folge „Kabarett im Turm“ auf.

Sonntag, 5. Juli

Eine neue Folge „Pixel, Bytes & Film – Artist in Residence“ läutet mit dem Projekt „Spaces | Sound“ (8.40 Uhr) von Anna T. den Sonntag ein. Darin konzentriert sich die Künstlerin auf die Interaktion zwischen Raum, Sprache und sozialer Struktur. Hierbei verwendet sie Bildmaterial privater und öffentlicher Orte, die mit kultureller Produktion und Forschung in Verbindung stehen.

Nach den Dakapos von „Jochen Rindt – Der erste Popstar der Formel 1“ (9.05 Uhr) und „Niki Lauda – Von Höhenflügen und Tragödien“ (9.50 Uhr) setzt ORF III den Rennlegenden-Schwerpunkt mit einem Porträt von Asif Kapadia zu Ayrton Senna (10.30 Uhr) fort. Der dreifache Weltmeister wurde nur 34 Jahre alt und durch seinen Unfalltod beim „Großen Preis von San Marino“ in Imola am 1. Mai 1994 zur tragischen Legende. Obwohl andere Formel-1-Piloten ihn längst mit mehr Grand-Prix-Siegen und WM-Titeln überholt haben, gilt Ayrton Senna bei vielen Rennsportfans noch heute als bester Fahrer.

Ein besonderes Konzert-Highlight von den Salzburger Festspielen 2006 steht in ORF III anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele im Hauptabend auf dem Programm: die u. a. mit Anna Netrebko, René Pape, Thomas Hampson, Patricia Petibon und Michael Schade hochkarätig besetzte Gala „Mozart per sempre – Opernstars in Salzburg“ (20.15 Uhr). Am Pult der Wiener Philharmoniker stand Daniel Harding.
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Patrick Hahn wird Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH

© Gerhard Donauer | C&G Pictures
Patrick Hahn. © Gerhard Donauer | C&G Pictures

Mit der Spielzeit 2021/22 wird der erst 24-jährige Österreicher Patrick Hahn Nachfolger von Julia Jones und zugleich jüngster GMD in Deutschland.
Wuppertal, 3. Juli 2020 Sprühende Leidenschaft für die Musik verknüpft mit einer außergewöhnlichen dirigentischen Präzision – Patrick Hahn hinterließ bereits im Januar dieses Jahres bei seinem Dirigat des 5. Sinfoniekonzerts des Sinfonieorchester Wuppertal einen phänomenalen Eindruck. Im Dezember gab die amtierende Generalmusikdirektorin Julia Jones bekannt, dass sie ihren seit der Spielzeit 2016/17 bestehenden Vertrag über die Spielzeit 2020/21 nicht verlängern möchte. Auf die zu besetzende Stelle des rund 90
Mitglieder großen Orchesters haben sich rund 100 Dirigentinnen und Dirigenten aus dem Inund Ausland beworben. Nach einem dreistufigen Auswahlverfahren konnte der Aufsichtsrat der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH der einstimmigen Entscheidung der 11-köpfigen Findungskommission zustimmen und Patrick Hahn zum Generalmusikdirektor der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH berufen.
»Wir freuen uns, ein solches Ausnahmetalent für Wuppertal zu gewinnen. Ein absoluter Glückgriff für die Wuppertaler Bühnen, für die Stadt und das gesamte Bergische Land – die musikalische Welt wird auf uns schauen!«, begrüßt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Mucke dieBesetzung der wichtigen Position. Der designierte GMD blickt mit freudiger Erwartung auf die neuen Herausforderungen: »Nicht oft passt die Chemie und die gemeinsame Lust am Musizieren so sehr auf Anhieb, wie das bei unserer ersten Zusammenarbeit Anfang des Jahres der Fall war.
Ich freue mich ungemein, mit einem derart motivierten, hochklassigen und versatilen Klangkörper eine aufregende Reise zu beginnen und schaue mit großer Vorfreude auf die Post-Covid-19-Ära, in der das gemeinsame Musizieren einen möglicherweise noch außergewöhnlicheren und fruchtbareren Stellenwert einnimmt. Wuppertal als Geburtsstadt von Günter Wand bietet einen inspirierenden
Nährboden, um die visionäre Programmatik dieses großen deutschen Dirigenten zu reflektieren. Uns erwarten gewiss aufregende Zeiten!«

Der 1995 in Graz geborene Patrick Hahn ist als Dirigent, Komponist und Pianist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe im In- und Ausland. Als Dirigent arbeitete er unter anderen mit Orchestern und Opernhäusern wie den Münchner Philharmonikern, den Klangkörpern des BayerischenRundfunks, dem Gürzenich-Orchester Köln, den Düsseldorfer Symphonikern, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, den Symphonikern Hamburg, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich, den Wiener Symphonikern, der Camerata Salzburg, dem Klangforum Wien, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Camerata Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra Ensemble
Kanazawa, der Bayerischen Staatsoper München, der Staatsoper Hamburg, der Ungarischen Staatsoper Budapest sowie den Tiroler Festspielen Erl. In enger Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko  übernahm er die Einstudierung der Neuproduktionen von ›Salome‹ und ›Die tote Stadt‹ an der Bayerischen Staatsoper sowie von ›Fidelio‹ bei den Opernfestspielen Baden-Baden.

Noch während des Klavier- und Dirigierstudiums an der Kunstuniversität Graz wurde er zu Meisterkursen bei Kurt Masur und Bernard Haitink sowie als Conducting Fellow zum Aspen Music Festival und zum Tanglewood Music Center eingeladen. Neben seiner Arbeit im klassischen Musikbereich hegt Patrick Hahn großes Interesse an den Liedern des österreichischen Chansonniers Georg Kreisler wie auch an Jazzmusik und erhielt Auszeichnungen bei Jazz Festivals in Chicago sowie den »Outstanding Soloist Award« der University
of Wisconsin-La Crosse als bester Jazzpianist des 37th Annual Jazz Festivals. 2017 wurde ihm der Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verliehen.

Außergewöhnliche Vielfalt und musikalische Offenheit sind Markenzeichen des Sinfonieorchesters Wuppertal. 1862 gegründet, kann der Klangkörper auf eine Reihe großer Dirigent*innen wie Erich Kleiber und Otto Klemperer, die ihre Karriere in Wuppertal begannen, zurückblicken. Das A-Orchester mit 88 Mitgliedern hat mit der Historischen Stadthalle Wuppertal, einem der besten Konzertsäle Europas, ein Juwel als Heimstätte, die im Jahr 1900 unter Leitung von Richard Strauss eingeweiht wurde. Internationale Konzerttourneen führten das Sinfonieorchester unter anderem nach Tokio, Mailand, Paris und Amsterdam. Seit 20 Jahren widmet sich das Sinfonieorchester zudem
insbesondere dem Bereich Education und Musikvermittlung.
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KÖLN: Alfred Biolek übergibt Schätzchen aus seinem Leben an das MAKK

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

So solide wie die Basis seiner späteren Fernsehkarriere und dieselbe an sich sind auch seine Preziosen. Gleich beide Schätzchen, die der legendäre Talkmaster zu seinem 86. Geburtstag am 10. Juli 2020 dem Museum für Angewandte Kunst in Köln überlässt, bestehen, neben Gold, auch aus der uralten, ursprünglichen und einfachen Materie Holz. Einer der Gründe, weshalb Gäste aus der ganzen Welt immer gerne zu ihm in seine diversen Fernsehshows wie Kölner Treff, Bio‘s Bahnhof, Mensch Meier, Boulevard Bio oder Alfredissimo kamen, ist seine angenehme und entspannte Natürlichkeit, nie aufdringlich oder fordernd, dafür höchst sensibel und humorvoll. Niemals musste sich ein Gast fürchten oder beklemmt fühlen. Im Gegenteil: Alle fühlten sich wohl. So wohl, dass man traditionsgemäß nach jeder Sendung in den Alten Wartesaal am Dom zu Bio‘s Freund Gigi Campi und dessen Sohn Paolo ging, wo ein schier endlos langer Tisch für die gesamten Mitwirkenden der Show reserviert war und man bis in die frühen Morgenstunden tafelte. Eine besondere Ehre war es natürlich, von Bio selbst in seiner malerischen Wohnung bekocht zu werden. Dies waren unvergessliche Stunden für alle Beteiligten. Viele seiner prominenten Gäste und Freunde saßen bereits an dem gemütlichen alten Rhöntisch in seiner Küche, den er einst in Bayern gekauft hatte, und der noch heute bei ihm steht. So entwarf die amerikanische Mode- und Schmuckdesignerin Loma Austin Brown im Jahr 1983 einen Herrenring, der wie eine Intarsie ein quadratisches Stückchen des antiken Küchentisches aus dem Hause Biolek enthält. Er trug diesen Ring lange und verbindet sehr viele schöne Erinnerungen aus seinem beruflichen und privaten Leben damit. Da er nicht möchte, dass diese Emotionen verloren gehen und womöglich durch einen banalen Verkauf in Zukunft in die Hände einer Person gerät, die nichts damit verbinden kann, überreicht er nun das Kleinod an das MAKK. Direktorin Dr. Petra Hesse freut sich sehr darüber, da beide Objekte der Biolek‘schen Stiftung ideal in die bedeutende Schmucksammlung des Museums passen. Diese umfasst ca. 1500 Objekte aus 5000 Jahren Schmuckgestaltung und wird voraussichtlich Ende 2021 als Schatzkammer in einem Raum des Museums untergebracht sein und ausgestellt werden. Bei dem zweiten Objekt der Schenkung handelt es sich um eine Köpfchen-Brosche aus dem Jahr 1993. Damals zeichnete der Ulmer Juwelier Wolf-Peter Schwarz Dr. Alfred Biolek damit als die hervorragende Persönlichkeit des Jahres aus. Der schöne Brauch wird in diesem Jahr wieder aufgenommen. Wie der Ring, so besteht auch dieses zauberhafte Kunstwerk, neben anderen edlen Materialien, aus Holz. Als hätten sich die beiden Designer abgesprochen. Es zeigt das unverwechselbare Profil des Moderators mit seinem genussvollen Lächeln, verziert mit einem Brillanten als Auge und seiner typischen Brille. Für die interpretierenden Autoren dieses Artikels stellen dieses so dargestellte Auge und die blitzenden „Antennen“ des trefflichen Köpfchens Bio‘s untrüglichen und treffsicheren Blick für bis dato völlig unerkannte Talente und für neu geschaffene hochinteressante und unterhaltsame TV-Formate dar. Beispiele für Ersteres sind Anke Engelke, Helen Schneider, Kate Bush oder Monty Python. Kein geringerer als Sammy Davis junior bestätigte die zweite Tatsache öffentlich in der Sendung von Bio‘s Bahnhof, in der er auftrat, sang und voller Freude Schlagzeug spielte, bis die Sendung gewaltsam abgebrochen werden musste, da er die Zeit überzogen hatte. An dem köstlichen Dekor des Köpfchens kann man sich überhaupt nicht satt sehen. Als sei der Juwelier selbst schon bei einer der Produktionen von Bio‘s Bahnhof vor Ort gewesen, tummeln sich entzückende, winzige Figürchen akrobatisch am Fuße des Köpfchens, genauso wie damals hinter der Bühne der Sendung. Sie tanzen und klettern über eine Lokomotive als Zeichen für Bio‘s Bahnhof, die, gepaart mit Messer und Gabel als Symbol für die Kochshow Alfredissimo, anmutet wie ein Schiff um das Köpfchen herum, auf dem es ruhig und gelassen durch die gesamte Fernsehlandschaft schwimmt.


Alfred Biolek trotz Ruhestand immer noch im Blitzlichtgewitter. Foto: Andrea Matzker

So wie Bio‘s Gäste den Tisch in seiner privaten Küche gerne streicheln, da seine Platte ein sogenannter Handschmeichler ist, so wünschen wir dem eleganten Signore, dessen Lebensmotto „Carpe diem“ ist, „toccando legno“ (auf‘s Holz klopfend, wie es der Italiener tut): 

Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag!


Alfred Biolek: Die ihm 1993 gewidmete Köpfchen Brosche. Foto: Andrea Matzker


Alfred Biolek mit dem Herrenring.  Foto: Andrea Matzker


Alfred Biolek mit seinen Schätzchen. Foto: Andrea Matzker

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