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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 30. JULI 2022)

30.07.2022 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 30. JULI 2022)

SALZBURG: IL TRITTICO. FOTOS ZUR FESTSPIELPREMIERE

Nachtkritik von den Salzburger Festspielen: Triumph mit Opern-Triptychon Bezahlartikel
Zweite Opernpremiere, zweiter Erfolg in Salzburg: Der in seiner Originalversion äußerst selten zu sehende Einakter-Triptychon „Il trittico“ von Giacomo Puccini im Großen Festspielhaus überzeugte musikalisch wie szenisch.
https://www.kleinezeitung.at/kultur/klassik/6171433/Nachtkritik-von-den-Salzburger-Festspielen_Triumph-mit-OpernTriptychon

Nachtkritik „Il trittico“: Drei Mal lieben! Drei Mal sterben? Bezahlartikel
Asmik Grigorian ist die Zentralfigur in Puccinis „Trittico“. Zur ganz großen Oper macht die Salzburger Produktion die Vielfalt.
https://www.sn.at/festspiele/salzburger-festspiele/nachtkritik-il-trittico-drei-mal-lieben-drei-mal-sterben-124941514

„Gianni Schicchi“:

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Scott Wilde Simone), Jurii Samoilov (Marco), Caterina Piva (La Ciesca), Manuel Esteve Madrid (Betto di Signa), , Dean Power (Gherardo), Lavina Bini (Nelle). Foto: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele

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Jurii Samoilov (Marco), Caterina Piva (La Ciesca), Lavinia Bini (Nelle), Scott Wilde (Simone), Miska Kiria (Gianni Schicchi), Dean Power (Gherardo), Enkeledja Shkosa (Zita). Foto: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele

Il tabarro:

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Asmik Grigorian (Giorgetta), Roman Burdenko (Michele). Foto: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele

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Joshua Gurerrer0 (Luigi), Asmik Grigorian (Giorgetta).

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Sour Angelica:

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Asmik Grigorian (Sour Angelica). Foto: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele

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Karita Mattila (La Zia Principessa). Asmik Grigorian (Suor Angelica). Foto: Monika Rittershaus/Salzburger Festspiele


MÜNCHEN/Bayerische Staatsoper: DIE FRAU OHNE SCHATTEN – Kurzkritik und Nina Stemme zur Bayerischen Kammersängerin ernannt –  28. Juli 2022

Nina Stemme zur Bayerischen Kammersängerin ernannt

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Nina Stemme mit dem Dokument zur Ernennung, dahinter Camila Nylund und Sebastian Weigle. Foto: Klaus Billand

 Nach einer vor allem musikalisch eindrucksvollen Aufführung der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss am Nationaltheater München wurde Mittwoch Abend Nina Stemme, die die Färberin verkörperte, von Intendant Serge Dorny zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Er würdigte vor allem Stemmes ausgezeichnete sängerische und darstellerische Qualitäten und ihr langjähriges Wirken am Haus. Das Publikum und die Mitwirkenden der Aufführung spendeten der Sängerin enthusiastischen Applaus.

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Serge Dorny bei seiner Rede. Foto: Klaus Billand

Stemme sang auch eine ebenso charaktervolle wie spielstarke Färberin mit einem in allen Lagen gut ansprechende Sopran. Michael Volle war eine Färber von Weltklasse, er erhielt auch den meisten Applaus. Camilla Nylund sang die Kaiserin mit ihrem klangschönen und  nuancenreichen Sopran, sehr guten Höhen zumal gleich zu Beginn, und agierte mit großer Menschlichkeit auf der Bühne, als sie die Sorgen und Nöte der Menschen erkennt, denen die Amme den Schatten entwenden will. Michaela Schuster gab diese mit managerhafter Intensität und einem Schuss raffinierter Boshaftigkeit, die sie mit ihrem vollen Mezzo bei nicht immer guter Diktion unterlegte. Eric Cutler konnte als Kaiser nicht ganz an das Niveau heranreichen, welches man hier am Hause von bekannten Heldentenören gewohnt ist. Seine Stimme ist zwar schön, aber es fehlt an Volumen und seinem Spiel auch an Charisma.

 Sebastian Weigle glückte mit dem Bayerischen Staatsorchester eine musikalische Glanzleistung, und er wurde ebenfalls vom Publikum begeistert gefeiert. Der Bayerische  Staatsopernchor und der bei diesem Werk so wichtige Kinderchor der Bayerischen Staatsoper waren stimmstark und von Stellario Fagone gut einstudiert. Das Münchner Publikum hatte im Übrigen mehr Sachkenntnis als das Premierenpublikum in Bayreuth zur dortigen „Tristan“-Premiere vor ein paar Tagen.

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Das Ensemble beim Schlussvorang. Foto: Klaus Billand

Die Inszenierung von Krzysztof Warlikowski aus dem Jahre 2013 in den tristen Bühnenbildern von Malgorzata Szcześniak, auch für die teilweise unvorteilhaften Kostüme verantwortlich, ist über lange Zeit an Unterkühlung kaum noch zu unterbieten. Holzgetäfelte Eleganz wechselt mit OP-ähnlichen Kachelwänden. Rampensingen und gelangweiltes, abwartendes Liegen auf Sesseln oder Sitzen auf Wartezimmer-Stühlen, ist an der Tagesordnung, ohne je auf die fundamentalen Unterschiede zwischen Kaiser- und Färberwelt einzugehen. Eine Produktion, die einen so richtig kalt lassen kann, was gerade bei der „Frau ohne Schatten“ etwas heißen will! (Mehr im August).

 Klaus Billand aus München

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operklosterneuburg: Trailer LA BOHÈME:

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 https://www.youtube.com/watch?v=x6CTg1YBPyI

Vorstellungen noch heute (30.7. und am 3. und 5,8.)

operklosterneuburg: Drei Premieren, glorreiche Sieben Ovationen beim verspäteten Debüt.
Intendant Michael Garschall über „Mimi“ Kamile Bonté: „Da ist ein Stern aufgegangen.“
Niederösterreichische Nachrichten.at

Tel 02243 / 444-424 oder 444-425
karten@operklosterneuburg.at

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GARMISCH-PARTENKIRCHEN: G.G. – Heute Künstlergespräch und Konzert

Günther Groissböck hatte gestern eine äußerst privilegierte Privatführung im Strauss-Wohnhaus, durfte sogar auf seinem Klavier spielen, am Schreibtisch sitzen, das Sterbebett sehen etc.

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Ein Rundgang durch die Richard Strauss-Villa in Garmisch-Partenkirchen

Zu Instagram mit Fototo und einem Kürzestvideo

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Pianistin Alexandra Goloubitskaia, Hund Cassia und G.G.
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Valerie Gergiev wurde vorgestern in St Petersburg nach der Premiere ITALIENERIN IN ALGIER ausgezeichnet

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ZU INSTAGRAM

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WIEN/ ImPulsTanz: Akram Khan mit „Jungle Book reimagined“ im Burgtheater

Überzeugungen sind es und innere Notwendigkeiten, die den Briten Akram Khan in seine Arbeit und zu seinen Stücken treiben. Seine Thunberg-gleiche Wut über die Ignoranz der Mächtigen und der Ohnmächtigen dieser Welt gegenüber dem Klimawandel und den bereits jetzt, in naher Zukunft jedoch wesentlich massiver noch spürbaren Auswirkungen auf Mensch und Natur erzeugten den Wunsch, über seine Kunst zu diesem Thema maximal viele Menschen auf der Welt in allen Kulturen zu erreichen. Auch Kinder, „die Geschichtenerzähler von heute und morgen“.

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Akram Khan „Jungle Book reimagined“ © Ambra Vernuccio

Schon als kleiner Junge spielte er den Mowgli in einer indischen Tanz-Aufführung von Rudyard Kiplings „Jungle book“. Die darin dominierenden Werte, „die Gemeinschaft der Arten, die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch, Tier und Natur, die Bedeutung der Familie und das menschliche Bedürfnis, dazu zu gehören“, prägen Khan bis heute (wie er in einem Interview zu diesem Stück bekannte).

In der Neubearbeitung von Kiplings Klassiker verlegt das Künstlerkollektiv, das Akram Khan hierfür versammelte, die Geschichte in eine prognostizierbare Zukunft, in der die Welt vom Wasser, seinem Mangel in einigen Gebieten einerseits und von territorialen und globalen Hochwassern andererseits, bestimmt sein wird. Mowgli ist ein Mädchen, geboren in Südostasien in einem indigenen Stamm, dessen Familie mit tausenden anderen aus ihrer Heimat flieht. Vom Containerschiff gefallen findet sich das Kind allein wieder in einer vom Menschen verlassenen Großstadt, die von der Natur zurück erobert wurde und wird und nun auch von vielen Tieren mit menschlicher Historie bewohnt wird. Der entlaufene Tanzbär Baloo, der weiße Panther Bagheera, Tiere aus Privathaushalten, Zoos und Laboren. Abenteurliche Erlebnisse Mowglis, geraubt und mit List wieder zurück erobert, führen schließlich zur Aufnahme in die Gemeinschaft der Tiere, die in ständiger Angst vor dem unbekannten Jäger, einem Menschen, lebt.

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Akram Khan „Jungle Book reimagined“ © Ambra Vernuccio

Akram Khan geht geht mit „Jungle Book reimaged“ neue Wege. In seinem während der Lockdowns entstandenen Konzept versuchte er, das erforderliche Bühnen-Equipment zu reduzieren, um das Touren im Wortsinne „zu erleichtern“. Physisches wurde durch Virtuelles ersetzt. Gleichzeitig eröffnet das völlig neue Möglichkeiten. Das kreative Team von YeastCulture (Director of Animation: Adam Smith, Video Design: Nick Hillel) erschuf ein die Tiefe der Bühne bespielendes dreidimensionales Setting, das per transparenter Leinwand vorn und blickdichter Leinwand hinten im Zusammenspiel mit der dazwischen liegenden Bühne ein faszinierendes Hybrid aus animierten Projektionen und live Getanztem ergibt.

Die Bühne verwandelt sich in Landschaften unterschiedlichsten Charakters. Das Meer, eine verfallende Großstadt, ein Parlament (auch die Demokratie ist nur noch eine Ruine), die Bibliothek, am Ende sogar ein Gotteshaus von außen. Die Animationen machen die Bühne zu einem Schauplatz für den Auftritt der Elefanten, für Vögel, ein Parlament voller blauer Affen und flüchtende Tiere. Zwischen den Leinwänden erscheint die Schlange Kaa als von den TänzerInnen geführte Reihe von kleiner werdenden Papp-Kartons. Der größte ist der Kopf. Mit zwei runden, grün leuchtenden Augen. So wie Kinder überall auf der Welt aus einfachsten Dingen, aber mit so viel Fantasie ihre Spielsachen herstellen.

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Akram Khan „Jungle Book reimagined“ © Ambra Vernuccio

Das Lichtdesign von Michael Hulls begleitet das Bühnengeschehen. Unaufdringlich, ja unauffällig, aber äußerst akzentuiert und wirkungsvoll. Wie in allen seinen Produktionen legt Akram Khan auch hier auf die Musik größten Wert. Die Komponistin Jocelyn Pook und der Sounddesigner Gareth Fry
lassen eine Klangkulisse entstehen, die unter die Haut geht. Die Einspielungen der Konversationen der Tiere (Baloo zum Beispiel spricht mit schottischem Akzent) und von Greta Thunbergs berühmtem Appell „How dare you!“ und „Bla bla bla!“ werden teilweise in Übertiteln übersetzt.

Und dann natürlich der Tanz. Die zwölf TänzerInnen der in London lebenden, international zusammengetzten Kompanie agieren auf Weltniveau. Die PerformerInnen sind Tiere. Bär, Panther, Affen, Hunde, Schlange werden höchst professionell in menschliche Physis übertragen. Die Bewegungen der TänzerInnen zu den eingespielten Konversationen sind so wunderbar imaginativ, als würden die Tiere selbst sprechen. Und Baloo, der Tanzbär, spielt nicht nur auf der Bühne, sehr bald schon auch in den Herzen der ZuschauerInnen eine Hauptrolle. Akram Khan ist seinen Wurzeln treu geblieben. In einigen Szenen flicht er den traditionellen indischen Kathak ein. Die eingedrehten Unterschenkel und Füße mit gespreizten Zehen sind unübersehbar unzeitgenössisch, fügen sich jedoch ganz organisch ein in den Fluss der Erzählung.

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Akram Khan „Jungle Book reimagined“ © Ambra Vernuccio

Gegen Ende erschießt das böse Raubtier, der Mensch, den Vogel, der die ganze Geschichte lang das Geschehen begleitete. Seine Artgenossen kommen, um ihn aufzuheben und fortzutragen. All das geschieht als Animation auf der vorderen transparenten Leinwand. Hart an der Grenze zum Kitschigen, mag mancher (ver-) urteilen. Aber Betroffenheit und manch ein feuchtes Auge erzeugt Khan damit allemahl. Am Ende trifft Mowgli, auch mit der Erinnerung an seine Mutter, die Entscheidung, zu den Menschen zurückzukehren, „um sie das Zuhören zu lehren“.

Die Uraufführung fand Anfang April 2022 im Curve Leicester in England statt – kurz danach begeisterte das Stück bereits im Festspielhaus St. Pölten – und setzte den Startpunkt für eine drei Jahre lange Welttournee.

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Akram Khan „Jungle Book reimagined“ © Ambra Vernuccio

Familientauglich und für Kinder ab zehn, ungemein fantasievoll, poetisch und berührend gestaltet ist das „Jungle Book reimaged“. Mit dem Ziel, Menschen auf der ganzen Welt erreichen zu können. Und sie mit dem Schicksal zukünftiger Generationen und dem der Erde zu bewegen. Damit sie sich bewegen. Endlich!

Rando Hannemann

Akram Khan mit „Jungle Book reimagined“ am 23., 25. und 26. Juli 2022 im Burgtheater Wien im Rahmen von ImPulsTanz.
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ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“-Premieren über Reichsbrücken-Einsturz, Lauda-Unfall, Hofburg-Brand

Außerdem: „In memoriam Alice Harnoncourt“, „Erlebnis Bühne“-Abend mit u. a. „Sibirien“ von den Bregenzer Festspielen

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information präsentiert am Samstag, dem 30. Juli 2022, einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Abend, u. a. mit den beiden Neuproduktionen „Schicksalstage Österreichs – Einsturz Reichsbrücke und Laudas Unfall“ sowie „Der Brand der Hofburg“. Am Sonntag, dem 31. Juli, zeigt ORF III am Vormittag in Gedenken an Alice Harnoncourt eine Ausgabe der Gesprächsreihe „Mütter“, in der die kürzlich verstorbene Violinistin und Ehefrau von Dirigent Nikolaus Harnoncourt 1985 zu Gast war. Am Abend folgen mit „Pavarotti im Hyde Park“ und „Pavarotti: Ein Sänger für das Volk“ zwei „Erlebnis Bühne“-Produktionen rund um den Startenor. Das Klassikprogramm rundet die diesjährige Hausopernproduktion der Bregenzer Festspiele ab: eine Neuinszenierung von Umberto Giordanos „Sibirien“.

Samstag, 30. Juli

Ab 20.15 Uhr widmet sich die „zeit.geschichte“-Neuproduktion „Schicksalstage Österreichs – Einsturz Reichsbrücke und Laudas Unfall“ dem 1. August 1976. Um fünf Uhr früh stürzte die Wiener Reichsbrücke ein. Zu der Zeit waren nur vier Fahrzeuge darauf unterwegs, ein Lenker starb, alle anderen konnten gerettet werden. Am selben Tag ereignete sich auch der Horrorunfall von Niki Lauda am Nürburgring. Am Vormittag hatte es geregnet, es war unsicher, ob das Formel-1-Rennen überhaupt stattfinden sollte.

Anschließend folgt eine weitere „zeit.geschichte“-Premiere: Die Dokumentation „Der Brand in der Hofburg“ (21.05 Uhr) blickt zurück auf die Nacht von 26. auf 27. November 1992, als im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg ein Brand ausbrach, der den Saal weitestgehend zerstörte und den benachbarten Kleinen Redoutensaal stark in Mitleidenschaft zog. Ein bedeutender Teil des baukulturellen Erbes der Republik Österreich ging in diesen dramatischen Stunden verloren.

Den Abend beschließt der Zweiteiler „Lassing – Die ganze Geschichte“ (21.55 Uhr und 22.45 Uhr): Die erste Folge der Produktion zeigt die Vorgeschichte zur Bergwerkskatastrophe – Ungereimtheiten und Fehler beim Abbau, blind ausgestellte Bescheide, Missachtung von Betriebsplänen, mangelndes Sicherheitsbewusstsein, umfassender Schwarzabbau. Eine Computeranimation des weitverzweigten Bergwerks gibt einen Einblick, wann wo was passiert ist und welche Folgen dies hatte. Teil zwei der Dokumentation handelt von den Rettungsmaßnahmen nach dem Einsturz. Bis heute ist nicht ganz klar, mit welchem Auftrag die zehn Kumpels in den Stollen geschickt wurden. War es ausschließlich, um den verschütteten Georg Hainzl zu retten, oder sollten sie auch noch das Bergwerk selbst sichern?

Sonntag, 31. Juli

ORF III zeigt ab 8.45 Uhr in memoriam Alice Harnoncourt eine Ausgabe der Dokumentationsreihe „Mütter“. Darin erzählt die am 22. Juli im Alter von 91 Jahren verstorbene Violinistin und Konzertmeisterin des Concentus Musicus im Gespräch mit Hermi Löbl von ihrem spartanischen Leben in einem Künstlerhaushalt, ihrer Familie sowie ihrer Liebe zur Musik.

Im Hauptabend stehen drei Ausgaben „Erlebnis Bühne“ auf dem Programm: Den Auftakt macht die legendäre Aufzeichnung „Pavarotti im Hyde Park“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 1991. Begleitet vom Philharmonia Orchestra verzauberte Luciano Pavarotti Hundertausende Zuseher/innen im Londoner Hyde Park sowie ein Millionenpublikum an den Fernsehbildschirmen mit Opern-Evergreens von Verdi, Massenet und natürlich Puccini. Auch in der anschließenden Dokumentation „Ein Sänger für das Volk“ (21.50 Uhr) dreht sich alles um den Jahrhunderttenor. Der Film aus dem Jahr 2017 zeichnet mit Hilfe von Konzertausschnitten und zahlreichen Interviews mit Freunden und Weggefährten die einzigartige Karriere Pavarottis nach.

Danach zeigt „Erlebnis Bühne“ (22.45 Uhr) die diesjährige Hausopernproduktion der Bregenzer Festspiele: eine Neuinszenierung von Umberto Giordanos selten gespieltem Werk „Sibirien“. Die Frau, die Liebhaberin, die Heroine – in der Tragödie durchlebt Konkubine Stephana auf dem Weg zur Befreiung ihrer großen Liebe Vassilli eine Entwicklung, wie sie für die Kompositionen der sogenannten „Jungen Schule“ Italiens um 1900 maßgeblich war. Russische Klänge und die fesselnde Handlung führen vom eleganten Palais bis in die unbarmherzige Eiseskälte des sibirischen Straflagers, wo die gemeinsame Flucht fast gelingt, bis ein Schuss fällt. Unter der musikalischen Leitung von Valentin Uryupin am Pult der Wiener Symphoniker singen Ambur Braid, Fredrika Brillembourg Alexander Mikhailov, u.a. Für die Inszenierung zeichnet Vasily Barkhatov verantwortlich.
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