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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 3. NOVEMBER 2018)

03.11.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 3. NOVEMBER 2018)

EIN FÜR ÖSTERREICH WICHTIGES DATUM: 3. NOVEMBER 1918

(Heinrich Schramm-Schiessl)

Bildergebnis für 3. november 1918

Der 3. November 1918 ist ein wesentliches Datum in der österreichischen Geschichte. An diesem Tag trat der Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und den Entente-Mächten und Italien in Kraft und endete somit für Österreich der 1. Weltkrieg.

Bildergebnis für 3. november 1918

Dieses Ereignis nahm der österreichische Schriftsteller Franz Theodor Csokor (1885-1969) zum Anlass, ein Theaterstück zu schreiben, dessen Titel eben dieses Datum ist. Uraufgeführt wurde das Stück 1937 am Burgtheater.

Es spielt in einem Lazarett in den tief verschneiten Kärntner Bergen, in dem sich neben dem K&K-Oberst von Radosin eine Gruppe Offiziere aus verschiedenen Ländern der österreichisch-ungarischen Monarchie befinden. Eines Tages, nämlich eben am 3. November 1918 erreicht ein desertierter Maat eines österreichischen Kriegsschiffes, Pjotr Kaciuk das Lazarett und berichtet vom Ende des Krieges und der damit verbundenen Niederlage Österreich-Ungarns. Als „Beweis“ zeigt er die Bugflagge seines untergegangenen Schiffes „Viribus unitis“. Der Oberst glaubt ihm zunächst nicht, aber Kaciuk schildert sehr plastisch – ein erster Höhepunkt des Stückes – die Zerschlagung der Monarchie, in dem er jedes einzelne Gebiet der Monarchie aus einer Landkarte herausschneidet bis zuletzt nur mehr Österreich in seinen heutigen Grenzen überbleibt. Oberst Radosin sieht damit seinen Lebensinhalt zerstört und erschießt sich. Der zweite Höhepunkt des Stückes ist dann diue Beerdigung des Oberst, in dem jeder der Offiziere bereits als Bürger seines Herkunftslandes Abschied nimmt. Das Nachwerfen der Erde wird von den Sätzen „Erde aus Ungarn“, „Erde aus Polen“, „Erde aus Kärnten“, „Slowenische Erde“, „Tschechische Erde“ sowie „Italienische Erde“ begleitet. Zuletzt verabschiedet sich der jüdische Regimentsarzt mit den Worten „Erde aus Österreich“.

Obwohl derzeit des Jahres 1918 sehr großräumig gedacht wird, fällt auf, dass die Theaterszene praktisch komplett an diesem durchaus bedeutenden Werk österreichischer Literatur mit geschichtlichem Hintergrund vorbeigeht. Trotz intensiver Recherche konnte ich nur zwei Leseaufführungen finden, und zwar eine der Theatergruppe „Spielraum“ und eine des „Karl-Theaters“ aus Gießhübel. Man hätte sich erwarten können, dass zumindest eine der großern Wiener Bühnen – prädistiniert wäre hier das Theater in der Josefstadt – das Stück wieder in seinen Spielplan genommen hätte. Auch der ORF hätte in seinem Kultursender durchaus die Verfilmung aus dem Jahre 1965, in der Schauspielgrößen von damals wie Erik Frey, Wolfgang Gasser, Hanns Obonya, Kurt Sowinetz u.a.m. mitwirken, wieder bringen können, auch wenn er sie zuletzt 2014 gesendet hat.  

Heinrich Schramm-Schiessl

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Wiener Staatsoper: „Eiserner Vorhang“ 2018/2019 von Pierre Alechinsky, erweitert um 7 Lithographien

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am heutigen Freitag, 2. November 2018, in der Wiener Staatsoper der temporäre Eiserne Vorhang 2018/2019 vom international renommierten belgischen Künstler Pierre Alechinsky vorgestellt.


Pierre Alechinsky, Loin d’ici, Eiserner Vorhang 2018/2019, Wiener Staatsoper © museum in progress

Durch die Ausstellungsreihe Eiserner Vorhang – von museum in progress (www.mip.at) konzipiert und seit 1998 in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisiert – wird der an sich statische Eiserne Vorhang (176 m2) jeweils für einen festgelegten Zeitraum einer Spielzeit in einen dynamischen Ausstellungsraum zeitgenössischer Kunst verwandelt, in dieser Saison nun bereits zum 21. Mal.

In diesem Rahmen wurden auch sieben limitierte und signierte Lithographien aus verschiedenen Schaffensperioden des Künstlers

(siehe: www.mip.at/shop/pierre-alechinsky-lithographien) vorgestellt:

Durch den Erwerb dieser Drucke leisten Kunst- und Opernfreunde einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung der Ausstellungsreihe in der Wiener Staatsoper. Diese Werke, die vielschichtige Bezüge zum „Eisernen Vorhang“ aufweisen, sind im Haus am Ring in der operngassenseitigen Parkettgarderobe ausgestellt und können im Rahmen eines Vorstellungsbesuchs besichtigt werden.

Kurzbiografie

Pierre Alechinsky wurde 1927 in Brüssel geboren. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1951 in Frankreich. Sein Werk umfasst Aspekte von abstraktem Expressionismus, Tachismus und lyrischer Abstraktion.

Alechinsky ist eine zentrale Persönlichkeit der legendären Künstlergruppe CoBrA, die 1948 in Paris gegründet wurde.

Große Einzelausstellungen fanden unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam, an der Biennale in Venedig, an der Documenta in Kassel, im Museum of Modern Art und im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im Centre Georges Pompidou in Paris und im National Museum of Art in Osaka statt. 2018 wurde Pierre Alechinsky mit dem „Praemium Imperiale“ der Japan Art Association ausgezeichnet.

Der „Eiserne Vorhang“ 2018/2019 wird vom Königreich Belgien, der Wallonie-Bruxelles International (WBI) und von Belcolade (Puratos Austria GmbH) unterstützt.

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OPER FRANKFURT: Zweite und letzte Wiederaufnahme ARIADNE AUF NAXOS (2.11.)


Zanda Švēde (Dryade), Angela Vallone (Echo), Florina Ilie (Najade), Christina Nilsson (Ariadne; sitzend), Michael Porter (Brighella), Elizabeth Sutphen (Zerbinetta), Barnaby Rea (Truffaldin; mit Zylinder in der Hand), Mikołaj Trąbka (Harlekin) und Theo Lebow (Scaramuccio). Copyright: Barbara Aumüller


In der Bildmitte Vincent Wolfsteiner (Bacchus) und Christina Nilsson (Ariadne) sowie im Hintergrund v.l.n.r. Florina Ilie (Najade), Zanda Švēde (Dryade), Angela Vallone (Echo), Michael Porter (Brighella), Theo Lebow (Scaramuccio), Barnaby Rea (Truffaldin), Paula Murrihy (Der Komponist), Elizabeth Sutphen (Zerbinetta) und Mikołaj Trąbka (Harlekin). Copyright: Barbara Aumüller

Weitere Vorstellungen: 10. (18.00 Uhr), 15., 17., 22., 30. November 2018 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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OPER HALLE: ERSUCHEN UM KLARSTELLUNG

Unter der Überschrift „Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Oper“ ist gestern in der Mitteldeutschen Zeitung ein Artikel erschienen, der heute auch auf FOCUS Online steht. Sollten Sie über den Fall berichten wollen, bitten wir Sie, unsere angefügte Klarstellung zu beachten.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei den Mitarbeiter*innen der MZ, die auf Ihrer Internetseite die Überschrift bereits berichtigt haben.

Klarstellung der Opernleitung zu „Mitarbeiterin muss nach Elternzeit gehen:

Mitarbeiterin muss nach Elternzeit gehen: Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Bühnen Halle

Ihren Artikel „Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen Oper“ haben wir zur Kenntnis genommen. Bedauerlicherweise erweckt die Überschrift den Eindruck, dass sich Frau Fraziers Vorwürfe gegen die Oper Halle und ihre Leitung wenden. Dies ist nicht korrekt. Ihre Vorwürfe richten sich ausschließlich gegen den Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH, Stefan Rosinski. Wie Sie in Ihrem Artikel Herrn Rosinski richtig zitieren, ist die künstlerische Leitung der Oper mit der Nicht-Verlängerung von Frau Frazier aus künstlerischen und formalen Gründen nicht einverstanden. Frau Frazier ist aus unserer Sicht eine hervorragend qualifizierte Theaterpädagogin, die das Profil der Oper Halle im Bereich der Theaterpädagogik zu unserer vollsten Zufriedenheit geprägt hat.

Es ist für uns schwer zu ertragen, dass durch Handlungen, die allein der Geschäftsführer der TOOH (kurz Bühnen Halle) zu verantworten hat, ein schwerer Imageschaden für die Oper entstanden ist.

Wir möchten Sie bitten, das Bild der Oper in der Öffentlichkeit geradezurücken und im Internet den Titel des Artikels entsprechend zu ändern (bspw: „Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bühnen Halle“. Auch sind wir Ihnen für den Abdruck dieser Klarstellung in Ihrer morgigen Ausgabe dankbar.

Eine Oper sollte nicht mit Personalpolitik Schlagzeilen machen, sondern mit ihrem Spielplan. Dürfen wir die Hallenserinnen und Hallenser bei dieser Gelegenheit auf die Premiere unseres Familienmusicals Anni am Samstag, den 3.November hinweisen, dass die ganze Weihnachtszeit über Eltern und Kinder ins Opernhaus einlädt.

Die Künstlerische Leitung der Oper Halle

(Florian Lutz, Veit Güssow, Michael v. zur Mühlen)

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WIEN: SOIREE IN HIETZING – 100  JAHRE REPUBLIK ÖSTERREICH (15.11. im Amtshaus)

Die Bezirksvorstehung Hietzing und Bock’s Music Shop laden ein:

Anna-Maria Birnbauer, Sopran & Huw Rhys James, Klavier
Dieter Bock, Rezitation
 

100 Jahre Republik Österreich
Soirée in Hietzing


Copyright: D. Bock

Willst du mir Heimat sein? – Die Komponisten der ersten Republik im Kontext ihrer Zeit

Am Donnerstag den 15. November 2018 um 19.30 Uhr  findet im Großen Festsaal des Amtshauses Hietzing ein Gesprächskonzert mit Anna-Maria Birnbauer, Huw Rhys James & Dieter Bock statt.

Der Pianist Huw Rhys James, die Sopranistin Anna-Maria Birnbauer und Rezitator Dieter Bock präsentieren ein vielseitiges Programm, das mit ausgewählten Liedern, kurzen Klavierstücken sowie Texten von Erich Kästner, Karl Kraus, Ernst Krenek, Berta Zuckerkandl und Stefan Zweig die stilistische Vielfalt dieser Epoche hörbar macht und dem Ringen um künstlerische und persönliche Identität in einer Zeit voller gesellschaftspolitischen Herausforderungen nachgeht.

Es erklingen spät-romantische Liebeslieder von Erich Wolfgang Korngold, politische Lieder von Hanns Eisler, ausgewählte Lieder aus Ernst Kreneks Reisebuch aus den östereichischen Alpen, die vom Jazz inspirierten Bänkellieder von Wilhelm Grosz sowie Raritäten von Viktor Ullmann und Alexander Zemlinsky.
Die zweite Wiener Schule, die bedeutendste künstlerische Erneuerung dieser Zeit, wird durch Anton von Weberns kurzes Werk, Variationen für Klavier op. 31, vertreten sein.

Donnerstag, 15. November 2018 um 19.30 Uhr

Amtshaus Hietzing (Groߟer Festsaal)
1130 Wien, Hietzinger Kai 1-3

Eintritt frei (Spenden erbeten)
Reservierung
unter Tel.: 0699/11520776 oder office@bocksmusicshop.at

Weitere Informationen sowie ein Foto und CDs finden Sie auf unserer Website unter
http://www.bocksmusicshop.at/news181115.asp

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DER ORF ZUM 100. TODESTAG VON EGON SCHIELE (4. November)

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 Noah Saavedra in „Egon Schiele: Tod und Mädchen“, danach Porträt „Egon Schiele – die nackte Wahrheit“ =

 Zum 100. Todestag von Egon Schiele erinnert das ORF-Fernsehen am Sonntag, dem 4. November 2018, ab 22.00 Uhr in ORF 2 mit zwei Sendungen an den weltberühmten österreichischen Maler.

Zunächst steht das mehrfach – u. a. mit der Romy und dem Österreichischen Filmpreis 2017 – ausgezeichnete und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Drama „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ auf dem Programm. Darin führt Newcomer Noah Saavedra in der Titelrolle ins beginnende 20. Jahrhundert und gibt einen der provokantesten Künstler Wiens zwischen Frauen, Skandal und Malerei. An seiner Seite sind Maresi Riegner als dessen jüngere Schwester und Valerie Pachner als die Liebe seines Lebens zu sehen. Vor der Kamera standen in weiteren Rollen u. a. Larissa Aimée Breidbach, Marie Jung, Elisabeth Umlauft, Thomas Schubert, Daniel Sträßer und Cornelius Obonya. Regie führte Dieter Berner, der auch gemeinsam mit Hilde Berger für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Anschließend, um 23.45 Uhr, zeigt ORF 2 das heuer anlässlich des Themenjahrs Wiener Moderne entstandene Porträt „Egon Schiele – die nackte Wahrheit“ von Herbert Eisenschenk über den Ausnahmekünstler und sein Werk, das – abseits der rein biografischen Betrachtung – auch dem Zusammenhang zwischen der kompromisslosen Unbedingtheit in der Kunst und dem moralischen Verhaltenskodex der Gesellschaft nachspürt.

Mehr zum Inhalt von „Egon Schiele: Tod und Mädchen“

Anfang des 20. Jahrhunderts ist Egon Schiele (Noah Saavedra) einer der provokantesten Künstler Wiens. Sein Leben und sein Werk sind geprägt von Erotik und Vergänglichkeit, seine Bilder sorgen für Skandale und bringen ihn sogar vor Gericht. Frauen sind der Zündstoff für seine Kunst, vor allem seine jüngere Schwester Gerti (Maresi Riegner) und seine wohl einzige große Liebe Wally Neuzil (Valerie Pachner), die er in dem Gemälde „Tod und Mädchen“ verewigt. Als jedoch der Beginn des Ersten Weltkriegs sein künstlerisches Schaffen gefährdet, entscheidet er sich, Wally zu opfern.

Mehr zum Inhalt von „Egon Schiele – die nackte Wahrheit“

Der Film versucht, Schiele, sein Werk und seine Zeit fassbar zu machen. Dabei bilden die biografischen Eckdaten den roten Faden. Reduzierte Spielsequenzen sowie Zeichenszenen, aber auch Interviews mit namhaften Persönlichkeiten und Kunstexperten vertiefen die verschiedenen Erzählstationen und Darstellungsebenen über Schieles Leben und Werk zwischen Wien, Paris, Neulengbach, Tulln und Krumau. Zu Wort kommen u. a. Elisabeth und Diethard Leopold, Jane Kallir, Klaus Albrecht Schröder, Jean Clair und Tobias Natter. Die Schauspielerin Anna Novak schlüpfte für die Spielszenen in die Rollen von Gerti Schiele, Wally Neuzil und Edith Schiele. Sogar der Zeichenvorgang Egon Schieles wurde durch die Mitwirkung des in Wien lebenden amerikanischen Kunststudenten Spencer Clark Levy dargestellt, der – laut Auskunft seines Professors an der Akademie der bildenden Künste – die seltene Eigenschaft besitzt, mit einem „Strich wie Schiele“ zu zeichnen.

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ORF III am Wochenende: Fortsetzung des Schwerpunkts zu 100 Jahre Republik

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 U. a. mit Doku über das Haus der Geschichte, drei neuen „BaumeisterInnen der Republik“-Porträts u. v. m.

Wien (OTS) – Am Wochenende setzt ORF III Kultur und Information seinen Schwerpunkt zum 100-Jahr-Jubiläum der Republik fort. So steht am Samstag, dem 3. November 2018, im Hauptabend das neue Haus der Geschichte im Mittelpunkt: Auf die ORF-III-Doku „Der lange Weg zum ,Haus der Geschichte‘“ folgt von ebendort die Diskussion „100 Jahre Republik – Was haben wir aus der Geschichte gelernt?“. Außerdem präsentiert ORF III eine neue Ausgabe der „zeit.geschichte“-Reihe „BaumeisterInnen der Republik“ über den ehemaligen Bundespräsidenten Wilhelm Miklas. Am Sonntag, dem 4. November, folgen zwei weitere neue Folgen der Porträtreihe über politische Persönlichkeiten der Ersten Republik: Widerstandskämpferin Rosa Jochmann und das ungewöhnliche Mutter-Sohn-Gespann Michael und Marianne Hainisch – sie Leitfigur der Frauenbewegung, er späterer Bundespräsident in den Gründungsjahren der Ersten Republik.

Samstag, 3. November: Sieben Dakapo-Folgen „Baumeister der Republik“ (ab 12.00 Uhr), neue Doku „Der lange Weg zum ‚Haus der Geschichte‘“ (17.45 Uhr) und „Diskussion: 100 Jahre Republik – Was haben wir aus der Geschichte gelernt?“ (18.35 Uhr), neues Porträt „Baumeister der Republik“ über „Wilhelm Miklas“ (21.55 Uhr)

Am Samstag startet das Jubiläumsprogramm mit sieben Folgen der Porträtreihe „Baumeister der Republik“ über ehemalige österreichische Bundespräsidenten: Den Auftakt macht eine Doku über „Karl Renner“ (12.00 Uhr), den zweifachen Geburtshelfer der Republik, gefolgt von Filmen über „Theodor Körner“ (12.50 Uhr), „Adolf Schärf“ (13.40 Uhr), „Franz Jonas“ (14.30 Uhr), „Rudolf Kirchschläger“ (15.15 Uhr), „Thomas Klestil“ (16.05 Uhr) und „Heinz Fischer“ (16.50 Uhr). Um 17.45 Uhr zeigt ORF III die Neuproduktion „Der lange Weg zum ,Haus der Geschichte‘“ von Sabrina Peer und Ernst Pohn. Die Doku berichtet ausführlich über das, rechtzeitig zum 100-Jahr-Jubiläum der Republik eröffnende „Haus der Geschichte“. Jahrzehntelang wurde das Projekt diskutiert, entworfen und wieder verworfen. Die Institution, die am Wiener Heldenplatz untergebracht ist, soll nicht nur ein neuer Museums-Hotspot werden, sondern auch an die historische Verantwortung des Landes erinnern. Die Direktorin Monika Sommer stellt Themen wie „Erinnerungsorte und Gedenkpolitik“ bzw. „Diktatur und NS-Terror“ einer österreichischen Identitätsdebatte gegenüber. Anschließend ist das „Haus der Geschichte“ Schauplatz für eine prominent besetzte Diskussionsrunde zum Thema „100 Jahre Republik – Was haben wir aus der Geschichte gelernt?“ (18.35 Uhr). Zu Gast in der von Andreas Pfeifer geleiteten Sendung sind Bundespräsident a. D. Heinz Fischer, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Historiker Lothar Höbelt und Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi. Die Doku „Der längste Tag – 18 Stunden, die Österreichs Schicksal entscheiden“ (19.20 Uhr) von Gerhard Jelinek erzählt vom 11. März 1938, der zur Kapitulation Österreichs und dem „Anschluss“ ans Deutsche Reich führte. Die Doku „30 Tage bis zum Untergang“ (20.15 Uhr) von Gerhard Jelinek erzählt von den letzten Tagen vor dem „Anschluss“ Österreichs ans Deutsche Reich. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die das folgenschwere Ereignis als Kinder erlebt haben sowie Expertinnen und Experten wie Kurt Bauer und Heidemarie Uhl. In „Der blutige Februar“ (21.00 Uhr) beschreibt Regisseur Andreas Novak jenen Widerstandskampf im Februar 1934, der 300 Menschenleben forderte, jedoch nicht in der Lage war, den Weg Österreichs in die Diktatur zu stoppen. Danach folgt eine neue „Baumeister der Republik“-Doku von Alfred Schwarz über „Wilhelm Miklas“ (21.55 Uhr) – jenen „Kompromisskandidaten“, der 1928 als christlich-sozialer Politiker vom Parlament zum österreichischen Bundespräsidenten gewählt wurde. Abschließend zeigt ORF III den Film „Republik in Flammen – Der Justizpalastbrand und seine Folgen“ (22.50 Uhr). Die Doku von Fritz Kalteis analysiert Ursachen, Hintergründe und Folgen des Brandes.

Sonntag, 4. November: „zeit.geschichte spezial“ mit 15 Ausgaben „BaumeisterInnen der Republik“ (ab 11.50 Uhr), beginnend mit „Julius Raab“ (11.50 Uhr). Es folgen „Rosa Jochmann“ (23.00 Uhr) und „Michael und Marianne Hainisch“ (23.45 Uhr)

ORF III zeigt am Sonntag insgesamt 15 Ausgaben der Reihe „Baumeister der Republik“ über bedeutende Persönlichkeiten der Republikgeschichte: Nach 13 Dakapos – über „Julius Raab“ (11.50 Uhr), „Alfons Gorbach“ (12.40 Uhr), „Josef Klaus“ (13.30 Uhr), „Grete Rehor“ (14.20 Uhr), „Hertha Firnberg“ (15.10 Uhr), „Fred Sinowatz“ (15.55 Uhr), „Johanna Dohnal“ (16.45 Uhr), „Rudolf Sallinger“ (17.40 Uhr), „Freda Meissner-Blau“ (18.30 Uhr), „Franz Vranitzky“ (19.20 Uhr), „Leopold Figl“ (20.15 Uhr), „Bruno Kreisky“ (21.05 Uhr) und „Kurt Waldheim“ (22.10 Uhr) – stehen zwei neue Folgen auf dem Programm. Die Doku „Rosa Jochmann“ (23.00 Uhr) von Karo Wolm erzählt vom bewegenden Widerstandskampf der sogenannten „ewigen Sozialistin“, die sich gegen Ausbeutung, Unterdrückung und gegen den Naziterror stemmte. Danach porträtiert ein Film über „Michael und Marianne Hainisch“ (23.45 Uhr) von Alfred Schwarz das ungewöhnliche Mutter-Sohn-Gespann. Marianne Hainisch galt als Leitfigur der Frauenbewegung in Österreich, und Michael Hainisch wurde in den Gründungsjahren der Ersten Republik zum Bundespräsidenten gewählt und reifte schließlich zur Leitfigur der Nation.

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