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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 29. MAI 2021)

29.05.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 29. MAI 2021)

WIEN/ PULS DER STADT – Die Saison 21–22 der Wiener Symphoniker

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 Mit großer Vorfreude haben Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada und Intendant Jan Nast heute das Programm für die Saison 21–22 präsentiert: „Puls der Stadt“ – unter diesem Motto werden die Wiener Symphoniker gemeinsam mit herausragenden Künstler:innen des internationalen Musiklebens in der kommenden Saison nicht nur an ihren angestammten Spielstätten im Wiener Konzerthaus, dem Musikverein Wien und im Theater an der Wien musizieren. So wird eine ganz neue Art des Musiktheaters im Volkstheater Wien zu erleben sein, die längst Tradition gewordenen Open-Airs im MuseumsQuartier und am Heldenplatz werden um ein Freiluft-Konzert für die ganze Familie im Wiener Prater ergänzt, im Kunsthistorischen Museum Wien machen sich Ensembles der Wiener Symphoniker auf eine kammermusikalische Entdeckungsreise ganz im Zeichen der Synergie der Künste, bei den beliebten Grätzl-Konzerten ist das Orchester in Meidling, Liesing und Favoriten zu erleben, und in der Adventzeit kann man sich auf ein besinnliches und mit Starglanz erfülltes Konzert im Wiener Stephansdom freuen.

Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada, der in seiner zweiten Spielzeit mehr als 60 Konzerte leiten wird, rückt die so vielgestaltige Musik seiner Wahlheimat Wien in den künstlerischen Fokus. Die Zuwendung zum symphonischen Schaffen des „Vaters der Wiener Klassik“ Joseph Haydn zeugt ebenso davon wie die Arbeit an den großen Symphonien Gustav Mahlers und die Auseinandersetzung mit dem Œuvre Ludwig van Beethovens, dessen große Akademie von 1814 bei einem mit Spannung erwarteten Konzert im Wiener Konzerthaus zu erleben sein wird. Auch die Auseinandersetzung mit der Wiener Moderne, der Gründungsepoche des Orchesters, bleibt in der Saison 21–22 zentraler künstlerischer Bezugspunkt des 1900 gegründeten Klangkörpers.  

In der kommenden Saison arbeiten die Wiener Symphoniker wieder mit den großen Namen und vielversprechendsten Talenten des internationalen Musiklebens zusammen. Percussionist Martin Grubinger wird als WSY-Artist 21–22 fünf Konzerte gestalten. Dem Orchester seit langer Zeit verbundene Künstler:innen wie Manfred Honeck, Rudolf Buchbinder, Martha Argerich, Gautier Capuçon oder Leonidas Kavakos sind ebenso zu erleben wie Weltstars wie Anna Netrebko, Nikolaj Szeps-Znaider oder Yuja Wang. Mit Joana Mallwitz und Karina Canellakis werden zwei der weltweit führenden Dirigentinnen den Platz am Pult der Wiener Symphoniker einnehmen. Chen Reiss, Jean-Guihen Queyras, Daniele Gatti, Philippe Herreweghe und viele weitere werden in der kommenden Saison erstmalig mit den Wiener Symphonikern das Podium teilen. 

Ganz besonders freuen wir uns, in der kommenden Spielzeit auch endlich wieder den einzigartigen Klang der Musikstadt Wien in die Welt tragen zu können.  In der Spielzeit 21–22 werden die Wiener Symphoniker neben Gastspielen in Budapest und Frankfurt auch auf Tourneen durch Österreich (Graz, Salzburg, Bregenz), Europa (Spanien, Frankreich, Deutschland), sowie zu einer großen Asien-Tournee mit Rudolf Buchbinder aufbrechen (Taiwan, China, Korea).

Alle Infos zur Saison 21–22 sowie zum aktuellen Programm finden Sie auf unserer Website.

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WIEN: Das MuTh: Programm 2021/22: „Auf der Suche nach dem Staunen“

Auf dem Programm stehen rund 300 Veranstaltungen mit 15 Zyklen und Hunderten Künstlern: Das MuTh, der Konzertsaal am Wiener Augartenspitz, startet in der Spielzeit 2021/22 voll durch. Die Zeit der Corona-Krise wurde in den vergangenen Monaten dazu genutzt, um Schwung zu holen für eine neue Saison voller aufregender und anregender Klänge aus (fast) allen Welten der Musik.
Die Zeit der Lockdowns stellte das Haus, wie alle Kultur-Institutionen, vor ungeahnte Probleme. Doch hinter und oft genug auch vor den Kulissen herrschte Hochbetrieb.

Bilanz. Im Herbst 2020 konnten immerhin 48 Live-Veranstaltungen mit 200 Künstlern vor Publikum gespielt werden. Es folgten weitere 25 Streaming-Konzerte mit 180 Künstlern, die via Internet übertragen wurden. Das Klanglabor des „MuTh Lab“ wurde für neun viertägige Veranstaltungen mit 42 Künstlern geöffnet. Direktorin Elke Hesse begrüßte 34 Gäste zu den Gesprächsrunden der „MuTh ¼ Stunde“. Mit den Promenadenkonzerten, die via Kopfhörer in den ganzen Augarten übertragen werden, ging ein ganz neues Veranstaltungsformat an den Start.

Auch intern gab es viel zu tun. Das MuTh erhielt ein neues Corporate Design, das in seiner modernen Eleganz die Schönheit des MuTh-Konzertsaals und die Vielschichtigkeit des Programms widerspiegelt. Die Bühnentechnik wurde aufgerüstet – unter anderem mit neuen Kameras und anderer hochmoderner Video-Ausrüstung. Das frisch installierte Ticketsystem JetTicket und das Organisations-Tool des „MuTh Planners“ perfektionieren den Kontakt des engagierten 37-köpfigen Teams mit dem Publikum.

MuTh-Direktorin Elke Hesse zieht Bilanz: „Das vergangene Jahr, so schwierig es war, war auch ein sehr produktives Jahr. Aber wir haben viel gelernt, wir sind neugierig geblieben und haben uns selbst auf den Prüfstand gestellt. Das MuTh ist der Ort, an dem sich Kunst und die Menschen so nahe kommen wie nur selten sonst wo. Auch in der kommenden Saison werden wir unermüdlich nach dem Staunen suchen.“

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Copyright: MuTh

Die Veranstaltungen der Spielzeit 2021/22 sind in acht Leitthemen geordnet.

Klassik: Diese Sektion bildet das Rückgrat des Programms. Hier gastieren namhafte Solisten und Ensembles wie Franz und Matthias Bartolomey, Christian Altenburger oder das Minetti Quartett mit Klang-Expeditionen zu den Schätzen der Kammermusik.

Klassik plus: Eine Konzertreihe im Zeichen des Crossover. Wie hört es sich an, wenn man die Grenzen der klassischen Musik kühn und kreativ überschreitet? Künstler wie Amadeus-Preisträger Ulrich Drechsler, Jazz-Pianist und Komponist mathias rüegg, Bandleader Joe Hofbauer, aber auch die Schauspielerin und „Tatort“-Kommissarin Adele Neuhauser, geben ihre ganz persönliche Antwort.

Oper und Musiktheater: In dieser Sektion macht das MuTh seinem vollen Namen (Musik und Theater) alle Ehre. Das Spektrum reicht von Otto M. Zykans modernem Klassiker „Singers Nähmaschine ist die Beste“ bis zum „Neuen Wiener Krippenspiel“ und „Die Reise des kleinen Prinzen“. Ein besonderer Höhepunkt steht im Februar 2022 mit „Púnkitititi!“ bevor. Die gefeierte Produktion der Stiftung Mozarteum in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater für die Salzburger Mozartwoche 2020 kommt endlich nach Wien. Dieses Puppen-, Zauber- und Musiktheater für Groß und Klein ist eine „Hommage an den unendlichen Erfindergeist Mozarts“.

Curated By: Künstler machen Programm. Das MuTh hat drei geschätzte Stammgäste des Hauses – den Multistilisten Ulrich Drechsler, den Saxophonisten Gerald Preinfalk und die Pianistin Maria Radutu – eingeladen, um an jeweils vier Abenden mit Begleitmusikern ihrer Wahl ein Repertoire ihrer Wahl zu spielen.

Specials: Carlo Goldonis „Krach in Chiozza“ in einer Bearbeitung für das Wiener Kindertheater. Oder: Das Pioneer Youth Philharmonic aus Sofia, das älteste Jugendorchester Europas, bei seinem ersten Wien-Gastspiel seit Jahren. Oder: Michael Maertens & Merlin Ensemble Wien interpretieren Thomas Bernhards „Alte Meister“. Kurzum: In der Sektion Specials sind Aufführungen zusammengefasst, die dem MuTh-Jahresprogramm eine ganz spezielle Würze verleihen. Die Specials der neuen Saison sind großteils keine Eigenproduktionen, sondern Gastspiele langjähriger Kooperationspartner.

Wiener Sängerknaben: Das MuTh wurde ja ursprünglich als Konzertsaal für die Wiener Sängerknaben errichtet (Eröffnung 2012). Der weltberühmte Chor ist sehr glücklich mit dieser Konstellation: „Für uns ist das MuTh ein zweites Zuhause geworden. Hier proben wir, hier geben wir klassische Konzerte, und hier entwickeln wir Neues, mit und für unser Publikum.“ In der Saison 2021/22 sind insgesamt 20 Auftritte der Sängerknaben eingeplant.

Junges MuTh: Die Eleven der Wiener Sängerknaben laden ein junges Publikum zu Musikreisen ein: An vier Nachmittagen musizieren Kinder für Kinder unter dem Motto „Sing & Klang“. Einige weitere Programme des Jungen MuTh wenden sich an Besucher zwischen Kindergarten-Alter (ab 4) bis zu den jungen Erwachsenen (bis 26).

Vermittlung für Alle: Musik geht jeden etwas an. Die MuTh-Musikvermittlung richtet sich an alle Altersstufen. Es gibt Programme für werdende Mütter, für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Frisch gebacken ist etwa das „Klassik Kipferl“: Ein Format, das bei einem Frühstück zur Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern kommender Veranstaltungen lädt.

Konzertzyklen & Wahlabos. Die Veranstaltungen im MuTh sind zu insgesamt 15 speziellen Zyklen kombiniert. Wer einen oder mehrere Zyklen im Abonnement bucht, erhält 20 Prozent Preisvorteil auf die regulären Kartenpreise.
Zyklusübergreifend wurden das Große und das Kleine MuTh Abo kalkuliert. Das Große MuTh Abo umfasst zehn Karten für Zykluskonzerte nach freier Wahl; Preisvorteil 30 Prozent. Beim Kleinen MuTh Abo erwirbt man fünf Tickets für Zykluskonzerte und genießt einen Preisvorteil von 20 Prozent auf die regulären Kartenpreise.

Alle Abonnenten werden überdies automatisch Mitglieder im MuTh Club, der weitere Vergünstigungen bereithält – zum Beispiel 15 Prozent Rabatt für alle weiteren Tickets (ausgenommen Benefiz- und Sondervorstellungen) oder den Zugang zu Veranstaltungen exklusiv für Club-Mitglieder. Nicht-Abonnenten können dem MuTh Club für einen Clubbeitrag von 15 Euro pro Saison (1. September – 31. August) beitreten.

Online-Info und das Programm unter www.muth.at
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NEUE CD – GESTERN VERÖFFENTLICHT: NANA LIVE

„Musik, mein Save Space“
Was macht eine Dirigentin in der Pandemie? Nazanin Aghakhani hat im Bristol ein Album aufgenommen

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Die Wiener Dirigentin, Komponistin und Pianistin mit persischen Wurzeln hat das Album „Nana LIVE @ Hotel Bristol Vienna“ in Begleitung einiger Musiker ihres jüngst gegründeten Orchesters IUNCTUS aufgenommen. Nachdem sie im letzten Jahr weder reisen noch dirigieren konnte, entschloss sie sich, ihre intimsten Kompositionen und Texte in ein Live-Album zu gießen und in kammermusikalischer Besetzung aufzunehmen – ohne Schnitt, ohne Korrekturen, alles live und aus einem Guss, an nur einem Nachmittag.

„Ich bin im Lockdown zur Chansonnière mutiert“, sagt Aghakhani lachend. „Die Songs sind in einem Zeitrahmen von elf Jahren entstanden und erzählen von den Höhen und Tiefen, die ich durchlebt habe.“ (Quelle: „Falter“)

https://release.at/aktuelle-cds/nana-live-hotel-bristol-vienna/

https://www.falter.at/zeitung/20210526/musik–mein-safe-space/_dde6acde07

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Link zum Video unten

„PARTY“ – crazy – Nazanin Aghakhani – Album „Nana LIVE @ HotelBristolVienna (official Video)

Nazanin Aghakhani „Party“ – CD-Rezension von Renate Wagner

Keine Frage, dass sich Frauen am Dirigentenpult durchgesetzt haben, und daher ist einem der Name Nazanin Aghakhani bekannt. Aber wollte man sie nur als Dirigentin begreifen, griffe man zu kurz. Sie kann – fast alles. Geboren in Wien als Mitglied einer persischen Familie (wo es auch russische Wurzeln gibt), wurde sie in Wien, Stockholm und Helsinki vielfach ausgebildet: als Konzertpianistin, hat auch Bratsche und Klarinette gespielt und Gesangsunterricht genommen, was ihr bei ihrer Tätigkeit als Dirigentin später sehr zugute kam. (Ein auch politisch zu fixierender Höhepunkt ihrer Karriere war es, in Teheran als erste Frau das Teheran Symphony Orchestra zu dirigieren.)

Darüber hinaus begann sie mit der  Komposition von elektroakustischer Musik, und seither bewegt sich die Karriere der Vierzigjährigen sozusagen auf allen Ebenen, hat sie doch auch IUNCTUS gegründet, ein Orchester, das von Wiener Klassik bis zur Moderne gewissermaßen „alles“ abdecken kann.

Wie viele Künstler hat auch Nazanin Aghakhani die Zwangspause der Pandemie zu etwas ganz Besonderem genützt: „Ich will heute Party machen“, ist das Motto einer CD, die an nur einem Tag im Hotel Bristol eingespielt wurde. Folglich trägt das Album auch den Titel „Nana LIVE @ Hotel Bristol Vienna“. Die Single dazu heißt kurz „Party“.

Und nun begegnet man Nazanin Aghakhani als Performerin, sie hat die Songs geschrieben, komponiert und singt sie auch, auf Englisch und auch Deutsch. Das in dem Tonfall einer Frau aus Wien, zu Musik, die rhythmisch akzentuiert und quasi witzig  kommentiert. Die erste Nummer vom Partymachen ist übrigens auch als Video auf YouTube (mit begeisterten Kommentaren der User).. Was auf diesen ungewöhnlichen Auftakt folgt, erweist sich als ein wahrlich bunter Mix von allem, was Nazanin Aghakhani so eingefallen ist und was sie mit dem Orchester IUNCTUS realisiert hat.

Auf Englisch „an imaginary poem“ von Beethoven, als er Iran besuchte… sehr imaginär. Dann ein wunderbar elegisches Musikstück, tonal und berührend, danach ein Chanson mit dem Titel „Deine Tageszeitung möchte ich sein“ (durchaus leicht absurd). Das nächste singt von einem ominösen Mann aus dem Café namens „Pjotr“ und wirkt in seinem harten Rhythmus wie ein nachempfundener Brecht-Song. Süß-altmodische Töne dann, leicht verfremdete Walzer-Klänge für „L’Affair Viennoise“, man meint, abgekupferte Passagen aus Wiener Liedern musikalisch kunstvoll verschlungen zu vernehmen, wobei sie immer mehr in die Atonalität abrutscht. Auf Englisch und im Stil eines sentimentalen Pop-Songs besingt Nazanin Aghakhani den „Ocean“.

Dann erzählt sie – offenbar weinend – die Geschichte von ihrem ehemaligen Mann und ihrem Unglück: Das nennt sich „Ich“. Und er, der Mann, war auf einmal weg („Ich bleibe nicht bei dir!“). Da wird es schon sehr privat und sehr dramatisch. Und dann der Hausfrauen- und Alleinerzieher- und Feministinnen- und Dirigentinnen- und Wienerinnen-Blues, wo sie sich in der Mentalität fast nach Kaisermühlen begibt, obwohl sie eine Wienerin aus Meidling ist, mit Migrationshintergrund, niemals integriert und sich auch diesbezüglich weigert – so endet das ganze Paket von so viel Unterschiedlichem dann doch heiter.

All das zusammen genommen, ist die persönliche Offenbarung einer Künstlerin, ein Crossover , das vermutlich eher Fans jenseits des klassischen Horizonts finden wird.

CD-Rezension von Renate Wagner

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Christian Thielemann mit der Staatskapelle Dresden bei ARTE Concert (30.5. um 11 h)
10. Symphoniekonzert mit Richard Strauss’ »Heldenleben« im Livestream

In Fortsetzung des zum Saisonauftakt begonnenen Strauss-Zyklus der Sächsischen Staatskapelle Dresden widmet sich Christian Thielemann gemeinsam mit der gefeierten Koloratursopranistin Erin Morley im 10. Symphoniekonzert fünf der virtuosen Brentano-Lieder und der Vertonung von Gottfried August Bürgers »Muttertändelei«. Mit Strauss’ »Ein Heldenleben« steht außerdem ein zentrales
Werk des Kapellrepertoires auf dem Programm.
Das Konzert aus der Semperoper wird am Sonntag, den 30. Mai 2021, ab 11 Uhr live von ARTE Concert übertragen und zu einem späteren Zeitpunkt im Fernsehen sowie im MDR-Hörfunk gesendet.
Mehr als sechzig Jahre lang war Richard Strauss der Sächsischen Staatskapelle Dresden freundschaftlich verbunden. Neun seiner Opern wurden in Dresden uraufgeführt, machten ihn zum bedeutendsten Musikdramatiker seiner Generation und die Hofoper mit der Königlichen musikalischen Kapelle zum Zentrum Strauss’scher Musikinterpretation. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung für sein »Dorado für Uraufführungen « widmete Strauss die »Alpensinfonie« 1915 der Staatskapelle. Den zum Beginn der Saison 2020/21
initiierten Zyklus von Orchesterliedern und ausgewählten Tondichtungen Richard Strauss’ führen die Staatskapelle und Christian Thielemann nun – nach der pandemiebedingten Unterbrechung – fort. Im Fokus steht dabei Strauss’ »Heldenleben«, das wenige Monate nach der Frankfurter Uraufführung unter der Leitung Ernst von Schuchs, StraussDirigent par excellence, bereits in Dresden erklang. Die fünf Brentano-Lieder und dieVertonung von Gottfried August Bürgers »Muttertändelei« werden ergänzt um die Uraufführung des Liedes »Nacht« des Berliner Komponisten und Dirigenten Thomas Hennig.
Es basiert auf Klavierskizzen aus dem Umfeld der »Vier Letzten Lieder«, die Richard Strauss für eine geplante Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Hermann Hesse hinterlassen hat.

Erin Morley gab 2019 ihr Debüt bei der Staatskapelle unter Christian Thielemann im ZDF-Silvesterkonzert als Prinzessin Mi in Lehárs »Land des Lächelns«. Die Sopranistin errang erstmals internationale Aufmerksamkeit, als sie als Absolventin des »Lindemann
Young Artist Development Program« kurzfristig die Partie der Sophie in »Der Rosenkavalier« an der Metropolitan Opera in New York übernahm. Seither war die Sopranistin in mehr als 100 Vorstellungen an der Met zu erleben und ist zudem regelmäßig zu Gast an den Opernhäusern u. a. in Wien, München, Paris, Los Angeles und Valencia.

10. Symphoniekonzert
aus der Semperoper Dresden
Sendetermine:
Sonntag, 30. Mai 2021, ab 11 Uhr live unter arte.tv/concert/
Dienstag, 1. Juni 2021, ab 20.05 Uhr bei MDR Kultur & MDR Klassik
Christian Thielemann Dirigent
Erin Morley Sopran
Sächsische Staatskapelle Dresden
Richard Strauss
»An die Nacht«, »Ich wollt ein Sträußlein binden«, »Säusle, liebe Myrthe!« aus op. 68
»Muttertändelei« op. 43/2
»Als mir dein Lied erklang« und »Amor« aus op. 68
»Ein Heldenleben« op. 40
Thomas Henning
»Nacht« (inspiriert durch Klavierskizzen von Richard Strauss) Uraufführung
Eine Produktion der ARMIDA FILM GmbH in Zusammenarbeit mit ARTE und MD
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„Kerzenlicht-Konzerte“ laden am 12. Juni 2021 zu Kammermusik  auf Renaissanceschloss Greillenstein

„Soirée bei Kerzenlicht“

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Schloss Greillenstein  Neben der dem „Kerzenlicht-Konzerte“-Publikum bereits gut bekannten Geigerin Yoko Saotome-Huber und dem Pianisten Robert Pobitschka wird beim Konzert am 12. Juni zum ersten Mal der renommierte Cellist Wolfgang Panhofer im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“ zu hören sein. In der Formation Klaviertrio interpretieren die Künstler Werke von Schubert und Tschaikovsky.

Hauptprogrammpunkt ist das Klaviertrio op. 50 von Peter I. Tschaikovsky, das dieser dem Andenken seines verstorbenen Freundes und Kollegen Nikolai Rubinstein gewidmet hat. Das groß dimensionierte Werk spannt den Bogen zwischen tragischer Trauer und lichten, liebevollen Erinnerung.

Wolfgang Panhofer konzertiert in ganz Europa, in den USA, Japan, China, Korea, sowie dem nahen und mittleren Osten. Er spielte als Solist mit den Wiener Symphonikern, den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dem Wiener Kammerorchester, dem BBC Symphony Orchestra und anderen berühmten Klangkörpern unter Dirigenten wie Lord Yehudi Menuhin, Franz Welser Möst, Martin Sieghart oder Cornelius Meister. Panhofer erhielt phänomenale Kritiken, etwa in der New York Times für sein Debut in der Carnegie Hall.

Die Erfahrung der vergangenen Zeit zeigt, dass Konzerttermine durch die Corona-Verordnungen Änderungen erfahren können. Alle aktuellen Termine können auf

www.kerzenlicht-konzerte.at

abgerufen werden.

Renaissanceschloss Greillenstein  
Samstag,12. Juni 2021 – 20.00 Uhr  
„Soirée bei Kerzenlicht“

YOKO SAOTOME-HUBER Violine
WOLFGANG PANHOFER Violoncello
ROBERT POBITSCHKA  Klavier
Werke von Franz Schubert & Peter I. Tschaikovsky 

KARTEN zu € 22.- (Studenten und Schüler € 13.-) ab 19.30 an der Konzertkassa

RESERVIERUNGEN: 0650 – 53 29 909 oder info@kerzenlicht-konzerte.at

Zusendung der Karten und Zahlung per Überweisung spesenfrei!

Veranstalter: Verein Kerzenlicht-Konzerte 
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Campus Grafenegg 2021 findet statt

Campus Grafenegg - Imagefolder 2020 by Grafenegg I Klang Trifft Kulisse. -  issuu

Die Wiederaufnahme des Konzertbetriebs in Grafenegg ist schon seit einiger Zeit fix – nun ist auch klar, dass die umfassenden Aktivitäten des Campus Grafenegg mit Teilnehmenden aus aller Welt 2021 wie geplant stattfinden können. Die innovative Grafenegg Academy wird von Håkan Hardenberger und Colin Currie kuratiert. Zugunsten der Grafenegg Academy findet ein Benefizkonzert für geladene Gäste am 15. Juli 2021 statt.

(Grafenegg, 27. Mai 2021) Zunächst vor allem bekannt geworden durch das Grafenegg Festival, hat der Kulturstandort 2018 den Campus Grafenegg ins Leben gerufen. Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung waren schon immer Teil des Programms in Grafenegg und mit dem Campus Grafenegg wurde daraus eine eigene Marke der Exzellenzförderung geschaffen, die junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt am Beginn ihrer Karriere unterstützt und fördert. Ziel des Campus Grafenegg ist es, jungen professionellen Musikerinnen und Musikern bei ihrem Eintritt ins Berufsleben neuartige Perspektiven aufzuzeigen und wichtige Impulse zu geben.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: «In Grafenegg gehen Vergangenheit und Zukunft eine Symbiose ein. Damit steht der außergewöhnliche Kulturstandort stellvertretend für die Werte Niederösterreichs, die Geschichte und Traditionen zu wahren und gleichzeitig aktiv die Zukunft mitzugestalten. Der Campus Grafenegg hat es sich zum Ziel gemacht, junge Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg zu unterstützen und die Zukunft der Musik und des Musikbetriebs nachhaltig mitzugestalten.»

Geschäftsführer Dr. Philipp Stein: «Mit dem Campus Grafenegg schaffen wir einen internationalen Drehpunkt für die Musikerinnen- und Musikergeneration von morgen. Es ist derzeit viel im Umbruch, nicht erst jetzt durch die Pandemie wird sich die Musiklandschaft nachhaltig verändern. Wir wollen unseren Beitrag leisten, junge Künstlerinnen und Künstler auf ihrem Weg zu unterstützen und uns aktiv in die Zukunft des Musikbetriebs einbringen. Grafenegg bietet mit seinen unterschiedlichen Spielstätten und Proberäumen sowie den Grafenegg Cottages zur Nächtigung den perfekten Rahmen für die vielseitige Aktivitäten des Campus Grafenegg.»

Zentrale Säulen des Campus Grafenegg sind die Grafenegg Academy und der Composer-Conductor-Workshop INK STILL WET.

Die Grafenegg Academy mit dem Grafenegg Academy Orchestra, das sich jedes Jahr aus internationalen Musikerinnen und Musikern neu zusammensetzt, wird 2021 von Håkan Hardenberger und Colin Currie geleitet.

«Die Grafenegg Academy ist gerade jetzt so wichtig für die Diskussion über die Zukunft. Die Zukunft hat noch nicht stattgefunden. Wir können unsere Kultur mehr denn je wirklich relevanter, gewichtiger, erfüllender, schöner, nachdenklicher und inspirierender machen. Diese Art von Gedanken versuchen wir, unseren jüngeren Freunden ‹einzuflößen›. Die Grafenegg Academy ist im Grunde eine riesiger musikalische ‹Think Tank›», so die beiden Kuratoren.

Die Grafenegg Academy findet von 12. bis 25. Juli 2021 statt und gipfelt in zwei Konzerttagen am 18. und 25. Juli 2021.

Der Composer-Conductor-Workshop INK STILL WET findet von 13. bis 20. August 2021 unter der Leitung des diesjährigen Composer in Residence Toshio Hosokawa statt. Im Zentrum steht die gemeinsame Arbeit an den Werken der teilnehmenden Komponistinnen und Komponisten sowie das Erarbeiten dieser mit dem Tonkünstler-Orchester. Den Abschluss und Höhepunkt des Workshops bildet das Abschlusskonzert am 20. August 2021 in Grafenegg. Der Eintritt ist frei. Der Campus Grafenegg ist mit INK STILL WET Associated Partner von ricordilab, dem internationalen Förderprogramm des Musikverlags Ricordi Berlin.

Als Plattform und Netzwerk für die Förderung außerordentlicher musikalischer Talente pflegt der Campus Grafenegg seit vielen Jahren darüber hinaus enge Partnerschaften mit dem European Union Youth Orchestra, der European Chamber Music Academy und dem Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich. Dank dieser fruchtbaren Zusammenarbeit, deren sichtbares Zeichen regelmäßige Konzerte in Grafenegg sind, deckt der Campus unterschiedliche Gebiete der Exzellenzförderung ab.

Anlässlich des 60. Geburtstags von NÖKU-Geschäftsführer Paul Gessl, der die Entwicklung von Grafenegg maßgeblich vorangetrieben hat – vom Bau des Wolkenturms über die internationale Etablierung des Grafenegg Festivals bis zur Gründung des Campus Grafenegg – findet am 15. Juli 2021 ein Benefizkonzert für die Grafenegg Academy statt. Die geladenen Gäste erwartet am Wolkenturm ein hochkarätig besetztes Programm mit Daniela Fally, Anett Fritsch, Benjamin Bruns, Rudolf Buchbinder, Solisten des Grafenegg Academy Orchestra und dem Tonkünstler-Orchester. Am Pult steht Karen Kamensek.

Weitere Informationen: campus.grafenegg.com

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ORF : Der ORF trauert um Edi Finger junior 

Edi Finger junior – Wikipedia

Wien (OTS) – „Edi Finger junior war Zeit seines Lebens fix mit dem heimischen Sportgeschehen verbunden und jahrzehntelang als ORF-Live-Reporter die personifizierte Sportbegeisterung der Österreicherinnen und Österreicher. Seine leidenschaftlichen Kommentare gingen wie die seines Vaters in die österreichische Sportgeschichte ein. Dafür wird er noch lange im Gedächtnis bleiben. Unser tiefes Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen.“ So würdigt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz das Wirken des Sportjournalisten und langjährigen ORF-Radiomoderators Edi Finger junior, der am gestrigen Donnerstag im Alter von 72 Jahren in Wien verstorben ist.

Seit den 1960er Jahren bis 2011 war Edi Finger junior mit den Schwerpunkten Fußball und Ski alpin für den ORF im Einsatz. Insbesondere war er mit Radio Wien verbunden. Aber auch auf dem „Dancing Stars“-Parkett war Finger unterwegs, als Tänzer ebenso wie als Barkeeper der „Wunder-Bar“.

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ORF trauert um „Autofahrer unterwegs“-Legende Kurt Wolff-Votava

Wien (OTS) – Nach Edi Finger junior betrauert der ORF heute auch das Ableben einer weiteren Radio-Legende: Kurt Wolff-Votava ist in der Nacht auf heute, 28. Mai 2021, nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren verstorben.

Kurt Wolff-Votava moderierte im Jahr 1976 die erste Ausgabe der legendären ORF-Hörfunksendung „Autofahrer unterwegs“ und war auch bei der letzten Ausgabe dieser Sendung im Jahr 1999 hinter dem Mikrofon.1980 hatte er von Walter Niesner die Leitung von „Autofahrer unterwegs“ übernommen. Neben seiner beruflichen Arbeit war Wolff-Votava beim Wiener Roten Kreuz aktiv, von 1990 bis 1999 war er bei dieser Organisation Landesrettungskommandant.

Für ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz „ist der Name Kurt Votava untrennbar mit jener Sendung verbunden, die den ORF-Hörfunk wahrscheinlich am meisten geprägt hat. Mehr als 20 Jahre lang war er mit ‚Autofahrer unterwegs‘ eine der meistgehörten und bekanntesten Stimmen des Landes und hat ein wesentliches Stück ORF-Radio-Geschichte mitgeschrieben. Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen.“
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ORF III am Wochenende: Vierteiliger „zeit.geschichte“-Abend u. a. mit „Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot“

Außerdem: „Rigoletto“ in „Erlebnis Bühne“ und „Stars & Talente“; tagsüber „Wo ich daheim bin – Gerhard Haderer“ zum 70. Geburtstag, Live-Gottesdienst

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information widmet sich am Wochenende den größten Erfindungen des Landes und sorgt für Operngenuss aus dem sonnigen Südfrankreich: Am Samstag, dem 29. Mai 2021, zeigt „zeit.geschichte“ einen vierteiligen Themenabend über die spannendsten Erfindungen Österreichs, beginnend mit drei Folgen der ORF-III-Reihe „Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot“. Am Sonntag, dem 30. Mai, präsentiert „Erlebnis Bühne“ im Hauptabend Verdis „Rigoletto“ aus Orange in Südfrankreich, gefolgt von einer Ausgabe von „Stars & Talente – Von und mit Leona König“. Tagsüber zeigt „Unser Österreich“ am Samstag anlässlich des 70. Geburtstags von Gerhard Haderer „Wo ich daheim bin“. Am Sonntagmorgen überträgt „ORF III LIVE“ den katholischen Gottesdienst aus der Pfarre Graz-Gösting.

Samstag, 29. Mai

„Unser Österreich“ gratuliert Gerhard Haderer zu seinem 70. Geburtstag mit einer Ausgabe von „Wo ich daheim bin“(17.00 Uhr). Der österreichische Karikaturist führt durch Linz und Umgebung und offenbart seinen Blick auf die typischen Merkmale eines Menschen. Im Vorabend zeigt ORF III anlässlich des diesjährigen MUTTER ERDE-Schwerpunkts unter dem Motto „Klima schützen, Arten schützen.“ die „Land der Berge“-Doku „Natur schafft Wissen: Nationalpark Hohe Tauern“ (19.30 Uhr).

Drei „Erfolgsgeschichten in Rot-Weiß-Rot“ erzählt „zeit.geschichte“ im Hauptabend, beginnend mit „Vom Steyr-Baby zum Austroporsche“ (20.15 Uhr). Siegfried Marcus, Emil Jellinek, Ludwig Lohner, Ferdinand Porsche und Ferdinand Piëch sind klingende Namen, die Österreichs Automobilindustrie prägen. Viele ihrer Erfindungen sind seit Jahrzehnten Teil unseres Straßenbildes und waren identitätsstiftend für das Nachkriegsösterreich: Ob Steyr-Baby oder Steyr-Traktor, Busse von Lohner und Gräf & Stift – all diese Fahrzeuge sind fixer Bestandteil unserer kollektiven Erinnerung. Anschließend geht es mit „Von der Glühlampe zum Mobiltelefon“ (21.05 Uhr) und „Stoffe, Tracht und Nylonstrümpfe“ (21.55 Uhr) weiter. Der „zeit.geschichte“-Abend schließt mit dem Film „Legendäre Duelle – Puma gegen Adidas“ (22.45 Uhr).

Sonntag, 30. Mai

Am Sonntag überträgt „ORF III LIVE“ um 10.00 Uhr den katholischen Gottesdienst aus der Pfarre Graz-Gösting. Ab 13.15 Uhr zeigt „Der Österreichische Film“ drei Spielfilme mit starken Frauen, beginnend mit „Hannah“ aus dem Jahr 1996 mit Elfi Eschke in der Titelrolle, danach „Frechheit siegt“ (15.10 Uhr) und abschließend „Gefühl ist alles“ (16.45 Uhr).

Im Hauptabend begibt sich „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ ins sonnige Südfrankreich und zeigt „Aus Orange: Rigoletto“ (20.15 Uhr). Unter der musikalischen Leitung von Alain Guingal singen in dieser Inszenierung des Verdi-Klassikers von 2017 die amerikanische Sopranistin Nadine Sierra, der italienische Bariton Leo Nucci und der spanische Tenor Celso Albelo. Anschließend steht eine Ausgabe von „Stars & Talente – Von und mit Leona König“ (22.25 Uhr) mit Mozartwoche-Intendant Rolando Villazón und dem Nachwuchsstar Alma Deutscher auf dem Programm.

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