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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. NOVEMBER 2020)

28.11.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 28. NOVEMBER 2020)

Osterfestspiele Salzburg 2021: Start des Einzelkartenverkaufs am 1. Dezember

Turandot - Osterfestspiele Salzburg (2021) (Produktion - Salzburg,  Österreich) | Opera Online - Die Website für Opernliebhaber

Ab 1. Dezember: Einzelkartenverkauf für u.a. TURANDOT mit Anna Netrebko

Die Osterfestspiele Salzburg starten am Dienstag, 1. Dezember 2020, um 10:00 Uhr mit dem Verkauf von Einzelkarten für die Festspiele 2021. Karten können sowohl per Telefon unter +43 (0) 662 8045 – 361 oder – 362 als auch per mail (karten@ofs-sbg.at) oder über den Webshop auf osterfestspiele-salzburg.at/karten gekauft werden.

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Bogdan Roscic harrt der Dinge, die da auf ihn zukommen werden!

Roro

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WIENER STAATSOPER UND ORF: GEMEINSAME PROJEKTE IM DEZEMBER

Vorstellungen aus dem Haus am Ring in ORF 2, ORF III, Radio Ö1 und als Stream

Roax
Peter Schöber, Bogdan Roscic, Barbara Rett, Alexander Wrabetz, Martin Traxl © ORF / Roman Zach-Kiesling

Bogdan Roscic, Direktor der Wiener Staatsoper und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierten heute im Rahmen eines Pressegespräches ihre gemeinsamen Pläne für die Zeit nach dem Lockdown. Zu sehen bzw. zu hören sein werden insgesamt fünf neue Produktionen aus der Wiener Staatsoper: allen voran Anna Netrebkos in Wien lang ersehntes Rollendebüt als Tosca, Piotr Beczala als Werther, ebenfalls ein Rollendebüt in Wien, die Uraufführung von 4, der ersten Choreographie des neuen Ballettdirektors und Chefchoreographen Martin Schläpfer, die Premiere der Henze-Oper Das Verratene Meer sowie eine musikalische Neueinstudierung des Rosenkavalier durch Musikdirektor Philippe Jordan.

»Die Wiener Staatsoper hat bis 2. November als einziges Opernhaus der Welt allabendlich volles Programm vor mehr als 1.000 Menschen gespielt und schon drei der zehn Premieren dieser Saison gefeiert. Nun ist aber auch das Haus am Ring seit mehr als drei Wochen geschlossen. Oberstes Ziel der Geschäftsführung ist selbstverständlich die Wiedereröffnung des Hauses für das Publikum. Aber sollte der Lockdown nach dem 6.12. verlängert werden, ist es für uns keine Option, die Staatsoper einfach weiter geschlossen zu halten. Wir haben unserem Publikum gegenüber eine Verpflichtung, und daher einen Plan entwickelt, wie wir, unabhängig von den weiteren Maßnahmen der Bundesregierung, spielen können. Möglich ist das durch die Unterstützung und Flexibilität unseres langjährigen Partners ORF, für die ich sehr dankbar bin. Wir werden dadurch in den nächsten Wochen im Fernsehen und Radio fünf Produktionen des Hauses anbieten können, kostenlos und ohne begrenzte Kapazität im Zuschauerraum. Es sind nicht nur zwei Neuproduktionen des Hauses dabei, sondern auch Wiederaufnahmen mit sehr prominenten Rollendebüts. Aber die Staatsoper ist auch für ein Szenario bereit, in dem ab dem 7.12. wieder vor Publikum gespielt werden kann. Unser Probenbetrieb ist im November kontinuierlich weiter gegangen. Unseren gemeinsamen Plan mit dem ORF werden wir in jedem Fall verwirklichen, um in dieser schwierigen Zeit das breitest mögliche Publikum zu erreichen«, so Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic.

»Dem ORF und der Wiener Staatsoper als kulturellen Identitätsstiftern dieses Landes kommt in Zeiten geschlossener bzw. eingeschränkter Bühnen- und Kulturbetriebe eine besondere Rolle zu: Gemeinsam bringen wir auch im Corona-Stillstand die Kultur nach Hause zu den Menschen und die Menschen zur Kultur. Daher intensivieren wir unsere langjährige Partnerschaft im Dienst des Publikums und präsentieren gemeinsam fünf neue Produktionen des aktuellen Opernspielplans im Rahmen des ORF-Advent- und Weihnachtsprogramms. Ich danke allen Beteiligten, vor allem Staatsoperndirektor Bogdan Rošcic, für die großartige Zusammenarbeit:« so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Produktionen und Ausstrahlungstermine:

MAHLER, LIVE
Aufzeichnung: 4. Dezember
4. Dezember 2020 → 20.30 Uhr: Live-zeitversetzter Stream auf ARTE Concert
8. Dezember 2020 → 9.05 Uhr: 4 auf ORF 2

TOSCA
Aufzeichnung: 13. Dezember 2020
13. Dezember 2020 → 19.00 Uhr: Liveausstrahlung auf Radio Ö1
13. Dezember 2020 → 20.15 Uhr: Live-zeitversetzte Ausstrahlung auf ORF III

DAS VERRATENE MEER
Aufzeichnung: 14. Dezember 2020
14. Dezember 2020 → 19.00 Uhr: Livestream auf play.wiener-staatsoper.at
15. Dezember 2020 → 19.30 Uhr: Ausstrahlung auf Ö1

DER ROSENKAVALIER
Aufzeichnung: 18. Dezember 2020
27. Dezember 2020 → 20.15 Uhr: Ausstrahlung auf ORF III

WERTHER
Aufzeichnung: 10. Dezember 2020
10. Jänner 2021 → 20.15 Uhr: Ausstrahlung auf ORF III

Einen Überblick zu den Werken und Besetzungen finden Sie HIER.

Vertiefende Texte zu den Produktionen stehen unter diesem Link zum Download bereit.

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Höhepunkte aus 26 Jahren AIDS-Gala im TV u.a. (Deutsche Oper Berlin)

Der rbb hat dafür eine Sendung produziert, in der Höhepunkte aus 26 Jahren AIDS-Gala zu erleben sind. Zu den mitwirkenden Solist*innen gehören neben vielen anderen Piotr Beczala, Montserrat Caballé, Javier Camarena, Joyce DiDonato, Marylin Horne, Simone Kermes, Olga Peretyatko, Thomas Quasthoff, Neil Shicoff und Rolando Villazón. Insgesamt fünf Dirigenten leiten das Orchester und den Chor der Deutschen Oper Berlin, unter ihnen Sir Donald Runnicles, Christian Thielemann und Enrique Mazzola. Die Moderationen von Loriot und Max Rabe sowie aktuelle Interviewpartner wie Sir Donald Runnicles, Simone Kernes und Gesundheitsminister Jens Spahn begleiten das musikalische Programm. Durch die Sendung führt die Moderatorin Nadine Heidenreich. Der rbb strahlt diese Sendung am 2. Dezember um 0.15 Uhr aus.

Die Deutsche Oper Berlin strahlt in Rot: Im Rahmen der gemeinsamen Aktion, mit der Deutschlands Theater und Orchester am 30. November ein Zeichen der Verbundenheit mit ihrem Publikum setzen, wird das Haus an diesem Tag um 17 Uhr in rotes Licht getaucht. Die Aktion wird auf dem Götz-Friedrich-Platz, vor dem Weihnachtsbaum, von Klängen des Blechbläserensembles der Deutschen Oper Berlin begleitet: Die Lichter bleiben an, auch wenn die Musik draußen spielt.

Ab dem 1. Dezember starten wir den digitalen Adventskalender: täglich öffnet sich ein Fenster und lässt Sie die Vielfalt, die Oper ausmacht, entdecken! Virtuose Arien und dramatische Chorszenen, tragische und heitere Momente, Hits und Raritäten –von uns für unser Publikum ausgesucht.
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Oropesa jetzt in Barcelona für Traviata Proben! Spanien spielt weiter! Gut so! Chapeau an alle die weiter machen – dürfen!

Orro

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Riccardo Chailly zur Eröffnungsgala der Scala

Chal
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Roberto Alagna probt „LOHENGRIN“ in Berlin. Was für Bayreuth noch zu früh war, soll nun in Berlin gelingen!

Lohengrin in Käfighaltung?

Aloh
ZU INSTAGRAM mit mehreren Fotos

Lohengrin wird vom ZDF aufgezeichnet und zeitversetzt gesendet

https://www.staatsoper-berlin.de/en/veranstaltungen/lohengrin.9675/

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ORF III am Wochenende: „Wir spielen für Österreich“ präsentiert „Le nozze di Figaro“ live aus dem Theater an der Wien

Außerdem: umfangreicher ORF-III-Beethoventag, dreiteiliger „zeit.geschichte“-Abend zu weiblichen Filmstars

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information zeigt am Sonntag, dem 29. November 2020, im Hauptabend Alfred Dorfers Inszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“ live aus dem Theater an der Wien. Während der Hauptabend damit die „Wir spielen für Österreich“-Reihe fortsetzt, steht der restliche Sonntag ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven – u. a. mit allen neun Symphonien und dirigiert von namhaften Maestros. Am Samstag, dem 28. November, widmet sich ein „zeit.geschichte“-Abend den größten weiblichen Filmstars des vergangenen Jahrhunderts.

Samstag, 28. November

Der Film „Hollywoods wahre Prinzessinnen“ (20.15 Uhr) führt vor Augen, dass Meghan Markle nicht die erste Schauspielerin war, die in ein Königshaus eingeheiratet hat. Zum Start des dreiteiligen „zeit.geschichte“-Abends werden mit Grace Kelly, Rita Hayworth und Gloria Swanson drei Schauspielerinnen früherer Zeit unter die Lupe genommen, die alle – zumindest kurzfristig – ihren Traumprinzen gefunden haben. Stummfilm-Legende Gloria Swanson heiratete bereits im Jahr 1925 einen französischen Marquis. Doch ein anderer Mann kam zwischen sie – Joseph P. Kennedy, Vater des späteren amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Rita Hayworth – „Femme fatale“ der 1940er und Ex-Frau von Orson Welles – tanzte an der Seite von Fred Astaire oder Gene Kelly über die Leinwände der Welt. 1949 ehelichte sie den als Frauenheld verrufenen persischen Prinzen Aly Khan. Ihr Bund machte Schlagzeilen, hielt jedoch nur zwei Jahre lang. Grace Kelly wiederum lernte bei Dreharbeiten den Fürsten Rainier von Monaco kennen, dem sie 1956 das Ja-Wort gab. Doch ein Happy End schien diesen Schauspielerinnen nur auf der Leinwand vergönnt zu sein. Auf diese Produktion folgen „Hitlers Frauen: Marlene Dietrich – Die Feindin“ (21.05 Uhr) und „Romy – La Rose“ (22.00 Uhr). Im Rahmen von „Soundcheck Österreich“ schließt der Abend mit dem Konzert „Wechselspiele: Ernst Molden und Ursula Strauss in St. Corona“ um 22.55 Uhr.

Sonntag, 29. November

Zum Abschluss des Beethoven-Jahres anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten macht ORF III den 29. November zum Beethoven-Tag. Neben anderen Produktionen leiten namhafte Maestros unter dem Motto „Alle Neune!“ auch die neun Symphonien Beethovens. Zum Auftakt des Schwerpunkt-Programms dirigiert Nikolaus Harnoncourt „Missa solemnis“ (7.35 Uhr), bei der styriarte 2015 aufgezeichnet. Darauf folgt der 2005 produzierte Film „Beethovens Locke“ (9.10 Uhr) von Larry Weinstein. „Alle Neune!“ startet mit Dirigent Georg Solti, der Beethovens Erste Symphonie (10.15 Uhr) in einer Aufzeichnung aus der Londoner Royal Albert Hall im Jahr 1978 mit dem Chicago Symphony Orchestra leitet. Um 10.50 Uhr folgt Beethovens Zweite Symphonie mit Claudio Abbado am Pult der Berliner Philharmoniker 2001 in Rom. Weitere Konzerte stehen um 11.30 Uhr mit „Anne-Sophie Mutter & Herbert von Karajan mit Beethovens Violinkonzert“ aus der Berliner Philharmonie 1984 sowie dem Liederabend „Der heitere Beethoven“ (12.20 Uhr) aus Gmunden 1992 auf dem Programm. Am Nachmittag zeigt ORF III um 13.15 Uhr den Konzertfilm von Henri Colpis aus 1967, für den Rafael Kubelík Beethovens Dritte Symphonie dirigierte. Die Vierte Symphonie op. 60 in B-Dur gibt es anschließend um 14.10 Uhr mit Carlos Kleiber am Pult des Royal Concertgebouw Orchestras aus 1983. Die Dokumentation „Ruf nach Freiheit – Eröffnung der Wiener Staatsoper 1955“ (14.50 Uhr) von Henry Salomon zeigt anschließend, wie das Opernhaus mit Beethovens Befreiungsoper „Fidelio“ seine Pforten wieder öffnete. Der „Alle Neune!“-Reigen wird mit dem Konzert „Beethovens 5. mit Daniel Barenboim“ (15.50 Uhr) fortgesetzt, das mit den Wiener Philharmonikern im Juni 2020 im Wiener Musikverein aufgezeichnet wurde. Um 16.35 Uhr folgt „Beethovens 6. mit Philippe Jordan“, die zu Jahresbeginn im Wiener Konzerthaus aufgeführt wurde. Um 17.25 Uhr präsentiert Christian Thielemann mit den Wiener Philharmonikern Beethovens Siebente Symphonie aus dem Wiener Musikverein im Jahr 2009. Im selben traditionsreichen Konzerthaus dirigierte Leonard Bernstein 1979 Beethovens Symphonie Nummer acht (18.10 Uhr), musikalisch erneut, mit den Wiener Philharmonikern. Im Vorabend zeigt ORF III von den Salzburger Festspielen 2015 „Franz Welser-Möst dirigiert die Leonoren-Ouvertüre!“ (18.45 Uhr). Das Finale zeigt Herbert von Karajan 1968 in der Berliner Philharmonie mit Beethovens Neunter Symphonie (19.05 Uhr). Im Hauptabend setzt ORF III die „Wir spielen für Österreich“-Reihe fort: „Erlebnis Bühne LIVE“ präsentiert um 20.15 Uhr live-zeitversetzt aus dem Theater an der Wien die Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“. Satiriker Alfred Dorfer feiert damit an der Seite von Kateryna Sokolova sein Opernregie-Debüt. Neben der rumänischen Sopranistin Cristina Pasaroiu und dem österreichischen Bassbariton Florian Boesch als Gräfin und Graf Almaviva tritt ein junges, internationales Ensemble auf. Stefan Gottfried dirigiert den Concentus Musicus Wien, der Arnold Schoenberg Chor singt unter der Leitung von Erwin Ortner. ORF-Kulturlady Barbara Rett begleitet durch den exklusiven TV-Opernabend.
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Wiener Leopold Museum erhält kunsthistorisch bedeutendes Klimt-Gemälde

Schenkung im Wert von rund einer halben Million Euro

Leo
Credit: Leopold-Museum/ Dorotheum

 Mit großer Freude hat das Leopold Museum überraschend ein Gemälde von Gustav Klimt als Schenkung aus privater Hand erhalten. Die überaus großzügige Donation stammt von einem Wiener Akademikerehepaar, das den Entwurf für das Deckengemälde „Altar des Dionysos“ von Gustav Klimt in der Auktion „Klassische Moderne“ im Wiener Dorotheum um Euro 475.064 erfolgreich für das Leopold Museum gesichert hat.

 Gerade in Krisenzeiten und der schwierigen ökonomischen Situation durch den abermaligen Lockdown freut man sich im Leopold Museum umso mehr über einen solchen, vorweihnachtlichen Glücksfall. „Dass jemand einen Tag vor der Auktion an das Museum herantritt, mich beauftragt im Namen der generösen Schenker dieses kunsthistorisch so bedeutende Werk zu ersteigern, habe ich in meiner beruflichen Laufbahn noch nicht erlebt“, so der Direktor des Leopold Museum, Hans-Peter Wipplinger.

 Das Gemälde „Altar des Dionysos“ entstand im Jahr 1886 im Zuge von Gustav Klimts Gestaltung der Deckenbilder des Wiener Burgtheaters.

Das außergewöhnliche Format des zwölf Meter langen Giebelfeldes im südlichen Stiegenhaus bewegte Klimt zu einer Komposition, deren Mittelpunkt eine Kultstätte mit der Büste des antiken griechischen Gottes Dionysos bildet. Neben zwei den Altar flankierenden Bacchantinnen befindet sich darüber hinaus im linken Bildzwickel ein nackter Satyr aus dem Gefolge des Dionysos.

Das Werk entstand im Wendepunkt zwischen Historismus und Jugendstil und ist somit ein zentrales Zeugnis des historistischen Klimts vor der Gründung der Secession, dessen erster Präsident Klimt war. Es handelt sich zudem um den einzigen Entwurf dieses Deckengemäldes in Öl auf Leinwand.

 Vor diesem Hintergrund war es den Schenkern, die seit ihrer Jugend begeisterte Burgtheaterbesucher sind, ein besonderes Anliegen, das Gemälde der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich zu machen. Mit der weltweit umfangreichsten permanenten Präsentation von Gemälden Gustav Klimts in der Dauerausstellung „Wien 1900“ fügt sich diese Schenkung nicht nur wunderbar in die Sammlung des Leopold Museum ein, sondern stellt auch eine kongeniale Erweiterung des Museumsbestandes von Klimts Frühwerk dar.

Zu unterstreichen ist insbesondere auch die mäzenatische Natur der Schenkung, bei der sich das kunst-, theater- und musikaffine Ehepaar, das ungenannt bleiben möchte, keinerlei Gegenleistung für ihre großzügige Schenkung erwartet.

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ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK: DAS BESONDERE OBJEKT

Prachthandschrift für die Adventzeit


Stundenbuch Cod. 1849 der Österreichischen Nationalbibliothek – © Österreichische Nationalbibliothek

Mit einer prächtigen Darstellung der Verkündigung und Geburt Christi leitet die Österreichische Nationalbibliothek die Adventzeit ein: Zu sehen ist diese farbenfrohe Illustration in einem kostbaren Gebetbuch aus dem 16. Jahrhundert, dem aktuellen „besonderen Objekt“. Zum vollständigen Digitalisat des Werks gibt es seit kurzem ein eigenes Expertenvideo, die Originalhandschrift kann nach dem Lockdown im Prunksaal besichtigt werden.

Im Rahmen der Reihe „Das besondere Objekt“ zeigt die Österreichische Nationalbibliothek Highlights aus ihren Beständen, die aus konservatorischen Gründen nur höchst selten präsentiert werden können. Die Objekte werden von einem breiten Publikum online ausgewählt und für jeweils zwei Monate im Prunksaal ausgestellt, begleitet von einem Expertenvortrag.

Coronabedingt musste der Vortrag zum aktuellen „besonderen Objekt“ – dem Gebetbuch der Familie Mendoza de la Vega-Guzmán – abgesagt werden. Die Expertin Dr. Katharina Kaska von der Sammlung von Handschriften und alten Drucken präsentiert daher in einem Video die wichtigsten Fakten zu diesem „Meisterwerk aus Florenz“. Darüber hinaus befasst sich ein ausführlicher Beitrag im Forschungsblog mit der farbenfrohen Handschrift.

Das Gebetbuch wurde in Florenz am Anfang des 16. Jahrhunderts für ein Mitglied der Familie Mendoza de la Vega-Guzmán hergestellt. Eine der bemerkenswerten Illustrationen stellt dem kleinformatigen Bild der Geburt Christi eine ganzseitige, prächtig ausgeführte Darstellung der Verkündigung an Maria gegenüber. Als Ort der Verkündigung wird, passend zum hohen Anspruch der Auftraggeber der Handschrift, eine Palastarchitektur wiedergegeben. Dieses und viele weitere Details machen das Gebetbuch zu einem typischen Beispiel der italienischen Renaissance.

Das Original mit der aufgeschlagenen Doppelseite zu Verkündigung und Geburt Christi ist nach dem Ende des derzeitigen Lockdowns bis einschließlich Sonntag, 10. Jänner 2021 im Prunksaal zu sehen, schon jetzt kann man sich das vollständige Digitalisat der Handschrift online ansehen.

Das „Meisterwerk aus Florenz“ wurde im vergangenen Sommer online gewählt und setzte sich damals gegen zwei weitere, nicht minder prachtvolle Gebetbücher durch. Die nächste Onlinewahl startet am 18. Jänner 2021, Thema sind „Beziehungskrisen“ und alle Interessierten können mit ihren Klicks bestimmen, welcher Papyrus mit Klagen und Beschwerden aus dem alten Ägypten ab Mitte Mai 2021 als „besonderes Objekt“ im Prunksaal gezeigt wird.

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