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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 27. FEBRUAR 2021)

27.02.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 27. FEBRUAR 2021)

WIENER PHILHARMONIKER UNTERSTÜTZEN MET-ORCHESTER

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»TANZBILD« VON FRANZ GRABMAYR ALS LEIHGABE IN DER DIREKTION DER WIENER STAATSOPER

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Franz Grabmayrs »Tanzbild« (c) Grabmayr Estate

Ein großer österreichischer Maler kehrt in dieser Saison an die Wiener Staatsoper zurück: Ein »Tanzbild« von Franz Grabmayr, entstanden 1983 (Acryl auf Leinwand, 200 x 298 cm), hat als Leihgabe seiner Erben eine neue temporäre Heimat gefunden und hängt nun in der Direktion des Hauses am Ring.

Den Kärntner Franz Grabmayr (1927–2015) verband eine besondere Beziehung mit der Staatsoper: Im Winter, wenn Grabmayr in Wien war, zeichnete und malte er hier jahrelang jeden Vormittag in einem Ballettsaal. Abends, während der Aufführungen, arbeitete er manchmal auf dem Boden kniend in einer der sogenannten »Gassen« auf der Bühne – das sind jene nicht einsehbaren Gänge, durch welche die seitlichen Auf- und Abtritte erfolgen –, während die Bühnenarbeiter die nassen Blätter zum Trocknen trugen. Eine ungewöhnliche Malsituation, die er mit Erlaubnis der Direktion bis 1982 beibehielt. Neben Edgar Degas war Franz Grabmayr somit der einzige Künstler, der in einem Opernhaus malte.

Erste »Tanzbilder« entstanden schon Ende der 1960er-Jahre an der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz : Eine Pantomime hatte Grabmayr für die Dynamik und Ausdruckskraft des bewegten Körpers begeistert. Weitere »Tanzbilder«, bewegte hochdynamische Kompositionen beim Ballett-Training, folgten ab 1972. Nach und nach kamen die Tänzerinnen auch zu ihm ins Atelier.
»Die Malerei von Franz Grabmayr ist – vergleichbar dem Oeuvre eines Frank Auerbach oder Eugène Leroy, eines der großen, in seiner Bedeutung noch nicht völlig ins öffentliche Bewusstsein getretenen Werk der Epoche vom Abstraktem Expressionismus über die abstrakte Malerei der Nachkriegszeit bis hin zur Postmoderne. In den 1980er-Jahren wurde Franz Grabmayr zum Vorbild der Neuen Wilden im deutschsprachigen Raum, hielt sich jedoch vom Ausstellungsgeschehen weitgehend fern und blieb so einem breiteren Publikum unbekannt.« (Quelle: Robert Fleck, Caro Wiesauer anlässlich einer Publikation zu Franz Grabmayr 2017)

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Das Gemälde in der Direktion (c) Peter Mayr

Staatsoperndirektor Bogdan Roscic: »Lord Duveen, der Operndirektor unter den Kunsthändlern, soll vor einem Bild von Turner gesagt haben: ,If I owned that picture, I should want nothing else in this world‘. Das beschreibt ganz gut das Privileg, diese atemberaubende Arbeit von Grabmayr in der Oper sehen und ihr täglich nahe sein zu können. Dass es sich dabei auch noch um eine Art Heimkehr für eine unvergleichlich freie, wilde, von keiner Schule oder Gruppe zu vereinnahmende Figur der österreichischen Malerei nach 1945 handelt, vertieft das Erlebnis. Da die Arbeit leider nicht in einem öffentlichen Bereich hängen kann, haben wir sie nun virtuell zu einem Teil unseres Kunst- und Architektur-Rundgangs gemacht. Eine im Gustav-Mahler-Saal präsentierte Informationstafel erinnert an Grabmayr und führt über einen QR-Code zu dem online in hoher Auflösung ausgestellten Werk. Die Staatsoper dankt den Erben von Franz Grabmayr, die diese Rückkehr ermöglicht haben, für ihre großzügige Leihgabe.«

Kunst- und Architektur-Rundgang

Auf dem aktuell an den Wochenenden angebotenen Kunst- und Architektur-Rundgang können Besucherinnen und Besucher an insgesamt 18 Stationen zahlreiche Details zur Geschichte der Wiener Staatsoper und deren prachtvoller Ausstattung erfahren.

An den ersten beiden Wochenenden nahmen bereits knapp 4.500 Gäste dieses Angebot wahr. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden für die Jugendarbeit der Wiener Staatsoper sind möglich. Im Haus gilt eine FFP2-Maskenpflicht, die 2m-Abstandsregel sowie alle weiteren derzeit aktuellen Sicherheitsbestimmungen.

Kunst- und Architektur-Rundgang durch die Wiener Staatsoper
Eingang: Ecke Herbert-von-Karajan-Platz/Opernring
Öffnungszeiten: Freitag-Sonntag von 11.00-16.00 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr), Eintritt frei.
Zu den Öffnungszeiten sind auch die Bundestheaterkassen und der Shop im Opernfoyer geöffnet.

Vertreten wird der Franz Grabmayr Estate von der Galerie ARTECONT / Herwig Dunzendorfer, Wien.
https://www.artecont.at/kuenstler/franz_grabmayr

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BERLIN: Offener Brief an die Bundeskanzlerin und den Berliner Senat

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Müller,
sehr geehrte Frau Senatorin Pop,
sehr geehrter Herr Senator Dr. Lederer,

wir wenden uns im Vorfeld zu Ihrem erneuten Zusammentreffen am 3. März mit folgendem Appell an Sie:

Räumen Sie der Kultur im Rahmen der Öffnungsszenarien den Platz ein, den die Studienlage zum Infektionsgeschehen für ZuschauerInnen in Theatern und Konzerthäusern legitimiert und den das Grundrecht auf Kunstfreiheit dringend erforderlich macht. Wir fordern, die von uns geleiteten Institutionen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, auf jeden Fall aber in Gleichklang mit dem Einzelhandel zu öffnen.

Ermöglichen Sie unserem Publikum, den Schülerinnen und Schülern Berlins und den Berliner Bürgerinnen und Bürgern den risikominimierten, da durch sichere Hygienekonzepte regulierten und kontrollierten Besuch unserer Kultur- und Bildungsstätten. Übereinstimmende Untersuchungen der TU Berlin, des Fraunhofer Instituts und des Bundesumweltamtes haben bestätigt, dass die Hygienekonzepte der Kultureinrichtungen die geringsten Infektionsrisiken im öffentlichen Raum garantieren.

Unsere Kulturinstitutionen mussten schon im November und Dezember des letzten Jahres bei einem „Lockdown Light“ ohne spürbaren Effekt für das Infektionsgeschehen schließen. Ende März werden fünf Monate ohne Publikum hinter uns liegen. Mit dem an diesem Montag veröffentlichten Leitfaden für die Rückkehr von Kultur und Sport wurde ein von 20 ExpertInnen erarbeitetes, fundiertes Konzept vorgelegt.

Als Generalmusikdirektoren und IntendantInnen kämpfen wir unter Berücksichtigung des momentanen Infektionsgeschehens, im kontinuierlichen Austausch mit ExpertInnen und bei ständiger Weiterentwicklung und Anpassung von Hygienemaßnahmen
– um das Fortleben der sozialen Rezeption von Kunst,
– um die Fortführung einer künstlerischen Auseinandersetzung in der Gesellschaft und
– für ein Wiederaufleben Berlins als Metropole der Kunst und Musik.

Mit hoffungsvollen Grüßen

Generalmusikdirektoren / Chefdirigenten:
Daniel Barenboim – Staatskapelle Berlin
Christoph Eschenbach – Konzerthausorchester Berlin
Vladimir Jurowski – Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Kirill Petrenko – Berliner Philharmoniker
Ainars Rubikis – Orchester der Komischen Oper Berlin
Sir Donald Runnicles – Orchester der Deutschen Oper Berlin
Robin Ticciati – Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

IntendantInnen:
Klaus Dörr – Volksbühne Berlin
Ulrich Khuon – Deutsches Theater Berlin
Barrie Kosky – Komische Oper Berlin
Shermin Langhoff – Maxim Gorki Theater
Sebastian Nordmann – Konzerthaus Berlin
Oliver Reese – Berliner Ensemble
Anselm Rose – Rundfunk Orchester und Chöre Berlin
Matthias Schulz – Staatsoper Unter den Linden
Dietmar Schwarz – Deutsche Oper Berlin
Christiane Theobald – Staatsballett Berlin
Georg Vierthaler – Generaldirektor Stiftung Oper in Berlin
Guntbert Warns – Renaissance-Theater Berlin
Martin Woelffer – Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater
Andrea Zietzschmann – Berliner Philharmoniker/Philharmonie Berlin

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Staatsoper Berlin: Digitaler Opernbesuch für Familien sowie Schülerinnen und Schüler ab der ersten Klasse: Lucia Ronchettis Kinderoper PINOCCHIOS ABENTEUER für Menschen ab sechs Jahren feiert am 28. Februar online Premiere auf der Website der Staatsoper Unter den Linden und ist für Grundschulen als Ergänzungsmaterial für den Unterricht erhältlich

Am Sonntag, den 28. Februar um 11 Uhr feiert die deutschsprachige Erstaufführung von Lucia Ronchettis PINOCCHIOS ABENTEUER als Stream auf der Website der Staatsoper Unter den Linden Premiere. Die italienische Komponistin, deren Musiktheaterwerke LAST DESIRE, LEZIONI DI TENEBRA und RIVALE bereits an der Staatsoper Unter den Linden zu erleben waren, schrieb dieses Werk 2015 für das Ensemble Intercontemporain. Für den Text hielt sie sich eng an die ursprüngliche Fassung des Kinderbuch-Klassikers von Carlo Collodi aus dem Jahr 1883. Während eine Sängerin den Pinocchio verkörpert, schlüpfen zwei Puppenspielerinnen sowie fünf Instrumentalistinnen und Instrumentalisten in die vielen Nebenfiguren der Geschichte. In einem spannenden Zusammenwirken aus Musik, Szene und Puppenspiel wird Pinocchios abenteuerliche Reise in 60 Minuten für Kinder ab sechs Jahren erzählt.

Der Stream ist für 30 Tage kostenfrei auf www.staatsoper-berlin.de abrufbar. Darüber hinaus möchte die Staatsoper Unter den Linden Berliner und Brandenburger Grundschulen auf diesem Weg ermöglichen, den Unterricht und das Homeschooling durch einen digitalen Opernbesuch zu ergänzen. Die Aufzeichnung der Kinderoper steht allen Grundschulen bis zum Ende des Schuljahres kostenfrei als Angebot zur Verfügung. Ergänzend gibt es für Schulklassen die Möglichkeit, einen digitalen Workshop zur Einführung oder Nachbereitung der digitalen Vorstellung kostenfrei zu buchen. Schulen oder Bildungseinrichtungen, die an diesem Angebot Interesse haben, erhalten die Zugangsdaten zum Video sowie weitere Informationen auf Anfrage bei der Jungen Staatsoper unter operleben@staatsoper-berlin.de.

In der Neuproduktion, inszeniert von Swaantje Lena Kleff und unter der musikalischen Leitung von Adrian Heger, ist Sopranistin Sarah Aristidou in der Titelrolle zu erleben. Zum weiteren Ensemble zählen Leonie Euler und Emilia Giertler als Puppenspielerinnen sowie Henny-Maria Rathmann (Violine), Isa von Wedemeyer (Violoncello), Kaspar Loyal (Kontrabass), Merav Goldman (Horn) und Martin Barth (Schlagzeug) von der Staatskapelle Berlin.

Auf seinem Weg von der belebten Holzpuppe zum echten Jungen aus Fleisch und Blut muss Pinocchio zahlreiche Abenteuer überstehen, bei denen er seinen Mut beweist und zu seinem Vater, dem Holzschnitzer Geppetto, hält. Dabei muss er sich gegen einige gefährliche Gestalten wie den gierigen Fuchs und Kater, zwielichtige Zirkusdirektoren und sogar einen riesigen Walfisch zur Wehr setzen. Auf die harte Tour erfährt Pinocchio, dass seine Nase bei übermäßigem Lügen unpraktischerweise in die Länge wächst und was für böse Folgen Bequemlichkeit, Schuleschwänzen und ein Aufenthalt im paradiesisch scheinenden Land des Nichtstuns haben können. Immer auf seiner Seite ist die geheimnisvolle Fee mit den dunkelblauen Haaren, die ihn wiederholt rettet und schließlich zu seinem längst verloren geglaubten Vater zurückbringt.

Die Staatsoper dankt den Freunden und Förderern der Staatsoper Unter den Linden und ihren Hauptpartnern BMW und Hilti Foundation herzlich für ihre Unterstützung.

Notenmaterial: © Edizioni Musicali Rai Com, vertreten durch Alkor-Edition Kassel

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DEUTSCHE OPER BERLIN: Zandonais FRANCESCA DA RIMINI feiert am 14. März Premiere im Stream – in der Regie von Christof Loy und mit Carlo Rizzi am Pult

Francesca da Rimini - Spielplan - Deutsche Oper Berlin

Mit Riccardo Zandonais FRANCESCA DA RIMINI setzt Christof Loy seine Auseinandersetzung mit wenig bekannten Werken des beginnenden 20. Jahrhunderts an der Deutschen Oper Berlin fort. Die Premiere am 14. März 2021 unter musikalischer Leitung von Carlo Rizzi und mit Sara Jakubiak in der Titelpartie wird um 19 Uhr live gestreamt auf deutscheoperberlin.de und takt1.de.
Die Aufzeichnung steht auf beiden Plattformen 3 weitere Tage kostenfrei als Video on Demand zur Verfügung, danach ist sie auf takt1.de abrufbar (gebührenpflichtig).
Wir danken unseren Kooperationspartnern NAXOS, Deutschlandfunk Kultur und takt1.

2018 hatte Christof Loy Erich Wolfgang Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE gemeinsam mit Marc Albrecht am Pult und Sara Jakubiak in der Titelpartie auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin gebracht – eine Produktion, die gleich doppelt ausgezeichnet wurde: als „Wiederentdeckung des Jahres 2018“ von der Zeitschrift „Opernwelt“ und die DVD-Aufzeichnung des Labels NAXOS mit dem OPUS KLASSIK als beste „Operneinspielung 20./21. Jahrhundert“.

Nun folgt eine weitere Zusammenarbeit von Christof Loy und Sara Jakubiak für Riccardo Zandonais FRANCESCA DA RIMINI. Auch hier steht das Psychogramm einer selbstbewussten, unangepassten Frau im Zentrum, die sich jeglichen moralischen und gesellschaftlichen Zwängen entzieht.

Der 1883 geborene Riccardo Zandonai war Schüler Mascagnis und galt um 1910 als neuer Stern am italienischen Opernhimmel. Sein Verleger Tito Ricordi plante mit ihm eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie eine Generation früher sein Vater Giulio Ricordi mit dem jungen Puccini. Dafür scheute Ricordi keine Kosten und Mühen und erwarb für die neue Oper Zandonais die exorbitant teuren Rechte an einem der Skandalstücke der Zeit: Gabriele D’Annunzios fünfaktiges Drama „Francesca da Rimini“, uraufgeführt 1901 in Rom mit Eleonora Duse in der Titelrolle. Gabriele D’Annunzio hatte mit „Francesca da Rimini“ auf einen Stoff aus Dantes „Göttlicher Komödie“ zurückgegriffen, der im 19. Jahrhundert zum Lieblingsthema der Romantik gehörte. Grausame Leidenschaften, blutige Szenen in Bürgerkriegszeiten, ein in flagranti erwischtes, ehebrecherisches Paar und seine todessehnsüchtige Liebe, schließlich finaler Doppelmord aus Eifersucht: Publikum und Presse waren gespalten, für die Künstler der Zeit wurde D’Annunzios „Poem aus Blut und Wollust“ jedoch mit seiner Ästhetik des Fin de Siècle zur Attraktion.

Der 31-jährige Riccardo Zandonai sah in dem Drama nun die Chance zu einer großdimensionierten Oper, für grelle Farbwechsel und eine musikalische Sprache, die unterschiedlichste Stile und Zeiten amalgamiert: Zwischen Reminiszenzen an die Madrigale der Renaissance, der Härte des Verismo, präfaschistischen Marschrhythmen, Wagners TRISTAN UND ISOLDE als Vorbild und dem französischem Impressionismus eines Debussy findet Zandonai einen ganz eigenen Weg eines europäischen Musiktheaters.

Im Zentrum der Handlung stehen gleich drei Brüder, die sich in dieselbe Frau verlieben: Francesca aus dem Haus der Polenta in Ravenna wird von ihrer Familie aus strategischen Gründen an das Haus Malatesta in Rimini verheiratet. Doch der zukünftige Bräutigam Giovanni, alt und unansehnlich, wagt die Brautwerbung nicht selbst und schickt seinen attraktiven Bruder Paolo vor. Diese Täuschung nicht ahnend, verliebt sich Francesca in Paolo und unterschreibt den Ehevertrag. Im Haus Malatesta lebt sie fortan an der Seite eines ungeliebten Mannes und stürzt sich in eine ambivalente Beziehung zu Paolo zwischen Wut und glühender Liebe. Francesca erscheint als Opfer und Täterin zugleich, als todessehnsüchtig Liebende und machtvolle Verführerin, der auch noch der dritte, sadistisch veranlagte Bruder der Familie erliegt. Das gesamte Potenzial dieser Frauenfigur entfaltet sich als widersprüchlicher und komplexer Charakter, zwischen Hingabe und zerstörerischen Kräften – immer auf der Suche nach dem eigenen Seelenfrieden, den Francesca erst im gemeinsamen Liebestod mit Paolo finden kann.

Die Produktion der Deutschen Oper Berlin entstand unter strengen Hygieneauflagen und täglichen Testungen der Beteiligten. So konnten Abstände reduziert und auf Mund-Nasen-Bedeckungen der Darsteller*innen verzichtet werden. Das Orchester der Deutschen Oper Berlin spielt in voller Stärke, ebenfalls durch Hygienemaßnahmen und tägliche Testungen abgesichert. Der Chor ist szenisch nicht eingesetzt, er wird live aus dem Orchesterprobensaal auf die Bühne übertragen.

Die Info mit vollständiger Besetzung und Kurzbiografien finden Sie hier.

Auch die Texte des Programmhefts dieser Produktion stehen ab dem 13. März auf der Landing Page in Deutsch und Englisch zur Verfügung.

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GRAZ/ Musikverein: DON GIOVANNI-Projekt. TV-Bericht

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ZUM TV-BERICHT
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ZÜRICH / Der Nachwuchs im Fokus: Drei Uraufführungen junger Choreografen mit dem Junior Ballett im Live-Stream

Unser «Live-Februar» neigt sich dem Ende zu. Doch dieses Wochenende erwartet Sie noch einmal ein Highlight: Das Junior Ballett zeigt unter dem Titel Impulse einen Ballettabend mit gleich drei Uraufführungen aufstrebender Choreografen! Im März geht es anschliessend mit einem vielfältigen Programm weiter. Den neuen Online-Spielplan präsentieren wir Ihnen nächste Woche.

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Alle zwei Spielzeiten präsentiert sich das Junior Ballett mit einem eigenen Ballettabend. Für den tänzerischen Nachwuchs des Balletts Zürich bedeutet es stets eine besondere Herausforderung, nicht nur existierendes Repertoire einzustudieren, sondern selbst unmittelbar an der Kreation neuer Stücke beteiligt zu sein. Für den neuen Abend wird das Junior Ballett Uraufführungen mit den jungen Choreografen Bryan Arias, Craig Davidson und Juliano Nunes erarbeiten, die auf dem besten Weg sind, ihre eigene choreografische Handschrift zu entwickeln. Der für das Theater Winterthur geplante Ballettabend findet nun aufgrund des Verbots von Vorstellungen mit Publikum als exklusive Online-Premiere statt. Ballettdirektor Christian Spuck begleitet Sie als Moderator durch die Live-Übertragung und führt in den Pausen Gespräche mit den Choreografen und den Tänzer*innen. Die Aufzeichnung der drei Stücke können Sie anschliessend bis Ende April auf unserer Website nachschauen.

Weitere Informationen zu Impulse finden Sie auf unserer Homepage.

 

Streamen Sie die Premiere live und kostenlos
am Sa 27 Feb 2021 um 19.30 Uhr. 

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La Passione – der Haydn Konzert-Stream der Gaechinger Cantorey

Startseite - Internationale Bachakademie Stuttgart

Am 6. März erscheint der nächste Konzert-Stream der Gaechinger Cantorey und ihres Dirigenten Hans-Christoph Rademann mit Haydns Sinfonie f-Moll Hob. I:49 »La Passione« und seinem ausdrucksvollen Stabat Mater auf www.bachakademie.de sowie auf dem YouTube-Kanal der Bachakademie. Die Solopartien sind mit den herausragenden Solisten Sarah Wegener (Sopran), Julia Böhme (Alt), Patrick Grahl (Tenor) und Andreas Scheibner (Bass) besetzt. Haydn eröffnet in diesen Werken einen musikalischen Kosmos höchster emotionaler Sprengkraft, der aus der Dramatik des musikalischen Ausdrucks und der tiefen Melancholie der Musiksprache erwächst. Der Stream ist kostenfrei und zeitlich unbegrenzt zugänglich. Zur Deckung der Produktionskosten und zur Unterstützung der freischaffenden Musikerinnen und Musiker bittet die Bachakademie um eine Spende.

 Haydns Sinfonie f-Moll und sein Stabat Mater entstanden in der Anfangszeit seiner Tätigkeit als Kapellmeister für den Fürsten Esterházy. »Ich war von der Welt abgesondert, […] und so musste ich original werden«, schrieb Haydn über diese Zeit. Das Ergebnis waren wahrhaft originelle Werke einer dramatischen Ausdruckshaltung. So besticht die Sinfonie f-Moll durch ihren Kontrastreichtum und ihre düstere Klangwelt, der sie den Beinamen »La Passione« verdankt. Das Stabat Mater ist mit seinen gefühlvollen Arien von solch klangschöner Melancholie, dass Haydn mit diesem Werk seinen Ruf als führender Vokalkomponist seiner Zeit begründete.

Der Konzert-Stream dieses Haydn-Programms ist Teil der Ausweitung des digitalen Angebots der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Mit dem Podcast Barock@home und dem Streaming-Angebot heißt die Gaechinger Cantorey ihre Hörerinnen und Hörer nun auch zu Hause oder unterwegs, am Rechner, auf dem Smartphone oder Tablet willkommen. Die digitalen Angebote werden regelmäßig auf www.bachakademie.de, dem Youtube-Kanal der Bachakademie, Spotify sowie allen weiteren geläufigen Kanälen veröffentlicht.

Karten und Auskunft: Tel.: 0711 619 21 61 und karten@bachakademie.de

Weitere Infos: www.bachakademie.de

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Das Männersolistenensemble „ORTHODOXIE“ des Kulturvereins „Lila Schwan“ lädt zu seinem
Geistlichen Frühlingskonzert ein.

Sonntag, 21. März, 16:00 Uhr

Russisch-Orthodoxe Kathedrale zum hl. Nikolaus – 1030 Wien, Jauresgasse 2

Eintritt – freiwillige Spende

Anmeldung erforderlich unter: lilaschwan@gmail.com

Das Konzert wird live ausgestrahlt unter: http://www.lilaschwan.at und auf You Tube

Das nächste Konzert des MSEs „ORTHODOXIE“ findet am Sonntag, 18.April, in der Pfarre Gersthof, Bischof-Faber Platz, 1180 Wien statt

Wir würden uns über Ihren Spenden-Applaus für das Ensemble „Orthodoxie“ freuen.

Überweisungen mit Verwendungszweck „MSE Orthodoxie“ auf folgendes Konto:
IBAN AT112011184259284900, Kontoinhaber: Verein Lila Schwan

Ihr „Lila Schwan“ Team

www.lilaschwan.at
Lila Schwan FB

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ORF / ORF III am Wochenende: Deutschsprachige TV-Premiere des Dokuvierteilers „Irak – Zerstörung einer Nation“
 Außerdem: „Erlebnis Bühne“ mit „Bésame mucho“ aus dem Wiener Konzerthaus“; „Stars & Talente“; tagsüber Konzert der Mozartwoche 2021

ORF III Kultur und Information zeigt am Samstag, dem 27. Februar 2021, die deutschsprachige Erstausstrahlung des französischen Dokuvierteilers „Irak – Zerstörung einer Nation“. Am Sonntag, dem 28. Februar, steht das Eröffnungskonzert der diesjährigen Mozartwoche in einer „Erlebnis Bühne matinee“ auf dem Programm, ehe Juan Diego Flórez im Hauptabend in „Bésame mucho“ lateinamerikanische Popularmusik interpretiert. Anschließend zeigt „ORF III Spezial“ eine neue Ausgabe von „Stars & Talente“ mit Opernstar Valentina Naforniţa und Geigentalent Fidelis Rümmele.

Samstag, 27. Februar

Am Samstag eröffnet eine Ausgabe von „Pixel, Bytes & Film – Artist in Residence“ um 8.55 Uhr den ORF III-Programmtag. Darin untersucht die Künstlerin Flavia Mazzanti in „Sympoietic Bodies“ die sich auflösenden Grenzen zwischen menschlichem Körper und seiner physischen und sozialen Umgebung. Ab 9.10 Uhr werden fünf Folgen von „Agatha Christie’s Poirot“ gezeigt – beginnend mit „Die Halloween-Party”.
Im Hauptabend präsentiert die „zeit.geschichte“ in der deutschsprachigen Erstausstrahlung die vierteilige Doku „Irak – Zerstörung einer Nation“ (ab 20.15 Uhr) von Jean-Pierre Canet aus 2020. Diese gibt erstmals umfassende Einblicke in die weltpolitischen Zusammenhänge, die zu Iraks Verfall führten. Teil eins beginnt in den 1980er Jahren, in denen Saddam Hussein einen umfassenden Krieg gegen den Nachbarstaat Iran lostrat. Hussein galt damals noch als Modernist, den Europa sowie die Vereinigten Staaten als Schutzschild gegen den Islamismus sahen. Um einen Siegeszug des politischen Extremismus zu verhindern, initiierte US-Präsident Ronald Reagan eine militärische Zusammenarbeit mit Bagdad. Der Krieg endete nach acht Jahren Konflikt in einem Pyrrhussieg, nach dem Saddam Hussein vergeblich auf die schützende Hand des Westens wartete. Ab 21.10 Uhr folgen die Teile zwei bis vier, die den Bogen von Saddam Husseins Angriff auf Kuwait im Jahr 1990 bis zu den Geschehnissen im Irak nach dessen Hinrichtung im Jahr 2006 spannen.

Sonntag, 28. Februar

Am Sonntag zeigt ORF III in der „Erlebnis Bühne matinee“ das Eröffnungskonzert „Mozart lebt!“ (8.45 Uhr) von Rolando Villazóns Mozartwoche 2021. Mit dabei sind u. a. die Sopranistin Giulia Semenzato und Bassbariton Luca Pisaroni. Unter der Leitung von Keri-Lynn Wilson erklingen im großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg Arien und Rezitative, die Symphonie in g-Moll KV 183 u. v. m.
Im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ um 20.15 Uhr als Höhepunkt des Abends „Bésame mucho – Juan Diego Flórez aus dem Wiener Konzerthaus“ in einer Aufzeichnung aus 2018. Neben Welthits wie „Guantanamera“, „Volver“ und natürlich „Bésame mucho“ interpretiert Startenor Flórez darin lateinamerikanische Popularmusik. Jonathan Bolívar übernahm die musikalische Leitung des Konzerts. Danach zeigt „ORF III Spezial“ um 21.50 Uhr eine neue Folge von „Stars & Talente – Von und mit Leona König“. Im Prunksaal der Nationalbibliothek lassen Opernstar Valentina Naforniţa und Geigentalent Fidelis Rümmele Ruperto Chapís Arie „Al Pensar: Las hijas de Zebedeo“ in einer eigens arrangierten Version für Sopran und Violine erklingen. Außerdem führt Leona König in den atmosphärischen Räumlichkeiten der Nationalbibliothek ein Exklusiv-Interview mit Valentina Naforniţa.
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