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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 26. OKTOBER 2019 – Österreichischer Nationalfeiertag)

26.10.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 26. OKTOBER 2019 – Österreichischer Nationalfeiertag)

WIENER STAATSBALLETT: PREMIERE „JEWELS“ am 2. NOVEMBER 2019

„Preziosen à la Mr. B.“ – zur Premiere und zum Abend


Ketevan Papava und Ensemble in „Rubies“. Copyrights: Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Drei funkelnde Edelsteine fügen sich am Samstag, 2. November 2019 in der Wiener Staatsoper zu einem Schmuckstück zusammen: zu George Balanchines dreiteiligem Abend Jewels mit den Stücken Emeralds, Rubies und Diamonds, der ersten Premiere des Wiener Staatsballetts in dieser Spielzeit.

Am 13. April 1967 mit dem New York City Ballet in New York zur Uraufführung gelangt, stellt Jewels das erste „abstrakte Ballett“ George Balanchines mit abendfüllender Gesamtdauer dar. Die drei Teile werden dabei lose durch die Idee der Edelsteine bzw. Juwelen verbunden: die Begegnung mit dem Juwelier Claude Arpels regte Balanchine maßgeblich zu seiner Choreographie an. Durch die Wahl der Komponisten Fauré, Strawinski und Tschaikowski bildet das Ballett auch eine Art geographischer Lebensrückschau von George Balanchine mit den Stationen Frankreich (Emeralds), USA (Rubies) und Russland (Diamonds).

Die drei „Juwelen“ der Ballettliteratur sind auf diese Weise ein „Wegweiser durch Balanchines Leben und Werk wie dessen historische Inspirationsquellen“, wie auch im Programmheft des Abends zu lesen sein wird, das Werk gerät auf diese Weise „zu einem einzigen, ebenso opulent wie mit größter Liebe zum Detail ausgestatteten Fest des (neo)klassischen Tanzes, bei dem es in jedem einzelnen kostbaren Moment unendlich viel zu entdecken gibt.“


Natascha Mair, Robert Gabdullin, Alice Firenze, Dumitru Taran, Ioanna Avraam, Roman Lazik und Madison Young in „Emeralds“. Copyright: Ashley Taylor/ Wiener Staatsballett

Zur Besetzung

In den insgesamt neun Vorstellungen (Premiere am 2. November; Reprisen am 4. und 5. November, 2., 5., 7. und 9. Dezember 2019 sowie am 27. und 29. Jänner 2020) tanzen alternierende Besetzungen. Am Premierenabend sind in Emeralds u. a. Natascha Mair und Robert Gabdullin, Madison Young und Roman Lazik sowie Ioanna Avraam, Dumitru Taran und Alice Firenze zu erleben; in Rubies u. a. Nikisha Fogo und Davide Dato sowie Ketevan Papava und in Diamonds u. a. Olga Esina und Jakob Feyferlik. Am Pult steht Paul Connelly, der dem Haus am Ring seit seinem Debüt 1991 mit einer BallettGala eng verbunden ist. Bisher leitete er an der Wiener Staatsoper weiters Il barbiere di Siviglia und Ballettvorstellungen von Schwanensee, Don Quixote, Giselle, Romeo und Julia, die Wiederaufnahmen von Dornröschen und La Fille mal gardée sowie die Premiere von Der Nussknacker.

Es spielt das Orchester der Wiener Staatsoper.
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WIEN/ Minoritenkirche: HEUTE Sa, 26.10.2019    Beginn 19:30 Ende 20:45

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 Concert Spirituel: „Erben der Klassik“ Minoritenkirche

Programm

Johann Sebastian Bach Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo D-moll, BWV 1043
Francois Devienne Konzert für Flöte in F-Dur, Nr. 7
Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie für Streicher Nr. 9 C-Dur „Schweizer Sinfonie“

Der Code „merker“ ist freigeschaltet für alle Konzerte in der Minoritenkirche bis 30.12.
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Philippe Bernold (Dirigent)
Mario Hossen (Violine)
Valerie Leopold (Violine
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HEUTE BEREITS UM 16 h PREMIERE IM KASINO DES WIENER BURGTHEATERS: „WIE VERSTECKT MAN EINEN ELEFANTEN?“ von Joel Horwood nach Gillian Cross


Markus Kiepe, Maresi Riegner, Elisabeth Augustin, Leonard Dick. Copyright: Barbara Zeininger

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SAVE THE DATE: 7. November 2019  16h30: WIENER RICHARD WAGNER-VERBAND

In bald zwei Wochen ist es wieder so weit: Am 11.11. beginnt der Fasching –   sein Höhepunkt wie jedes Jahr der Wiener Opernball . Nach dem Tod  von Lotte Tobisch, die 15 Jahre sein Gesicht nach außen prägte, steht dieses Ereignis wieder  verstärkt im Blickpunkt.  Wer sich näher für seine interessante und eng mit dem historischen Abläufen in Österreich verknüpfte Geschichte  interessiert, am 7.11. 2019  gestalten die frühere ORF-Journalistin   Ulrike Messer- Krol und ihr Mann  dazu wieder ihren Vortrag : Für alle Musik- Interessierten besonders interessant – es gibt eine enge Verbindung zwischen den ersten Bayreuther Festspiele 1876 und dem ersten Ball in der Wiener Hofoper im Jahr darauf.
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Am heutigen Nationalfeiertag zeigt MULATSCHAG TV in Kooperation mit OKTO ganze 6 Stunden Musik aus Österreich!

20:00-22:05Uhr

MADE IN AUSTRIA
Mit viel Herzblut ausgewähltes Liedgut aus Österreich,

mit Amandas Nadel, Jesus Messerschmitt, Drahdiwaberl, Kainrath & Mokesch, Cornerstone, Dystrust, Freigang, Rotzpipn, Bartolomey Bittmann, El Zwa, Die Jedleseer, Superschnauzer, Rammelhof, Ulli Bäer.

22:05-02:00Uhr

DIE LANGE NACHT DER AUSTROZONE

Moderator Eberhard Forcher zeigt Clips zeitgenössischer Österreichischer Popularmusik.

Mit Wanda, EAV, Ankathi Koi, Pizzera & Jaus, 5/8erl in Ehren, Deladap, Rainhard Fendrich, Die Mayerin, Melinda Stojka, u.v.a.

VORSCHAU:

Sa. 02. Nov.2019, 20:00Uhr

TV-Special „50 JAHRE DRAHDIWABERL – IN MEMORIAM STEFAN WEBER

aufgenommen am 05.Okt. 2019 im Gasometer Wien, anläßlich des

absolut letzten Konzerts der DRAHDIWABERL. LINK ZUR SENDUNG:
https://www.youtube.com/watch?v=Wy1i3kEwE-s

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FÜSSEN: „Die klassische Oper kehrt zurück in Ludwigs Festspielhaus!“

Giuseppe Verdi – Der Troubadour
Termin: Mo, 04.11.2019 19:00 Uhr

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Copyright: Ludwigs Festspielhaus

„Die klassische Oper kehrt zurück in Ludwigs Festspielhaus!“, freut sich Theaterdirektor Benjamin Sahler. Und das gleich mit einem Meisterwerk: „Der Troubadour“  von Guiseppe Verdi.  Für viele ist „Il trovatore“ seine beste Oper – eine verrückte Handlung, gespickt mit wunderbaren Arien, die sofort ins Ohr gehen. In Ludwigs Festspielhaus Füssen wird sie von einem der ältesten und erfolgreichsten musikalischen Tourneetheater Europas, der Compagnia d’Opera di Milano aufgeführt mit Chor und Live Orchester der Staatsoper Rousse.

Leidenschaftliche Liebe, tödliche Eifersucht und Rachsucht bis zur Selbstzerstörung sind die treibenden Kräfte der Handlung: Leonora, die Frau, die zwischen dem Außenseiter Manrico, dem Troubadour, und dessen erbitterten Feind Graf Luna steht, und die Zigeunerin Azucena, die ein düsteres Geheimnis birgt, entscheiden das Schicksal der beiden Männer. Guiseppe Verdi erreichte in dieser Oper seine musikalische Reife und Ausdruckskraft. Die Oper fesselt vom ersten Augenblick durch die außergewöhnliche Expressivität der Musik, die musikalisch-psychologische Vielschichtigkeit der Charaktere und die abwechslungsreichen Schauplätze.

Die Compagnia d’Opera di Milano darf sich mit Recht als das älteste und erfolgreichste musikalische Tourneetheater Europas bezeichnen, u.a. mit Auftritten selbst in Festspielstädten wie Edinburgh, Salzburg, Aix-en-Provence oder Bregenz. Ihre Verdienste um die Popularisierung des Belcanto-Repertoires wurden mehrfach von der italienischen Regierung ausgezeichnet. Der hervorragende Ruf der Compagnia d‘Opera Italiana di Milano lässt sie zum begehrten Karrieresprungbrett junger Sänger aus der ganzen Welt werden. Bei dem alljährlichen Vorsingen in Mailand sind Künstler und Künstlerinnen nicht nur aus Italien, sondern aus fast allen Kontinenten vertreten. Besonders erfreulich ist es, wenn junge Künstler, die erstmals und über Jahre im Tourneegebiet vorgestellt werden konnten, Karriere machen, wie etwa Miriam Gauci, Svetla Wassilewa oder Maria Luigia Borsi und viele, deren Wege von der Scala bis zur Metropolitan Opera, den Salzburger Festspielen und führenden Opernhäusern wie Wien, Stuttgart oder Zürich führten. Der Troubadour wird in Koproduktion mit der Staatsoper Rousse realisiert. Der Erfolg, den die Compagnia seit Jahrzehnten hat, wurde von der Süddeutschen Zeitung so zusammengefasst: „… wieder einmal restlos ausverkauft. Die alljährlichen Gastspiele der Compagnia sind jeweils Opernhöhepunkte mit Garantie.“

Auftakt der Winterclassics

Mit „Der Troubadour“ am 4.11. startet Ludwigs Festspielhaus die Reihe Winterclassics. Am 11.11. folgt die große „Verdi-Puccini-Gala“, ebenfalls mit der Compagnia d ́Opera Italiana di Milano. Am 3.12. folgt der Ballettklassiker „Schwanensee“, am 21.12. „Swinging Christmas feat. Kevin Tarte“ und am 6.01.2020 dann „Die Fledermaus“. Neu ist hier das Angebot eines Mini-Abos: 3 aus 6 Veranstaltungen können besucht werden und nur 2 müssen bezahlt werden.

https://das-festspielhaus.de/winterclassics/

Alle Tickets unter www.das-festspielhaus.de

Service-Hotline + 49 83 62 50 77 – 777
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Wien Modern: Start mit Vulkanausbruch

Eröffnungskonzert mit RSO Wien unter der Leitung von Marin Alsop, generationenübergreifendes Wochenende mit Arditti Quartet, Abschiedskonzert die reihe, Black Page Orchestra und Schallfeld, Modified Grounds in der Brigittenauer Brücke, abendfüllende Ur- und Erstaufführungen von Pierluigi Billone und Alberto Posadas u.v.a.

Rund um das Festivalthema Wachstum bewegt sich die 32. Ausgabe von Wien Modern in 100 Veranstaltungen auf einer Skala zwischen Minimalismus und Maximalismus. Gleich beides wird hörbar im Eröffnungskonzert mit dem RSO unter der Leitung der neuen Chefdirigentin Marin Alsop. Am darauffolgenden ersten Festivalwochenende kommt es mit dem Arditti Quartet, dem Abschiedskonzert des vor sechs Jahrzehnten gegründeten Ensembles die reihe und jungen Ensembles wie Black Page Orchestra und Schallfeld zu musikalischen Begegnungen über mehrere Generationen hinweg. Mehr denn je begibt sich Wien Modern hinaus in die Wiener Bezirke und bietet mit der Bespielung des Innenraums der Brigittenauer Brücke im Rahmen des Projekts Modified  Grounds ungewöhnliche Einblicke in die Stadtarchitektur Wiens und die Möglichkeit, zwei österreichische Künstlerinnen der jungen Generation kennen zu lernen.

Ausblick Woche 1

Mit Marin Alsop steht erstmals eine Frau an der Spitze eines österreichischen Orchesters. Aus diesem Anlass laden RSO Wien, mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Wiener Konzerthaus und Wien Modern zu einem mehrtägigen Schwerpunkt zum Thema Gleichstellung in der Musik, mit Lectures, Workshops, Masterclasses und einer Podiumsdiskussion ein (Fifty-Fifty in 2030, Montag 28.–Mittwoch 30.10, Freitag 01.–Sonntag 03.11.).

Am Mittwoch 30.10. und Freitag  01.11. finden im echoraum die Noches de los muertos. Gimme more! statt. Seit ihrer Gründung 2012 sind die Noches weniger der Überlegung nach dem Größer-und-besser-Werden geschuldet als vielmehr der Intensivierung des Radikalen, dementsprechend kompromisslos und experimentell sind die Beiträge von Gimme More!

Wien Modern widmet sich diesmal der Aufgabe, den Begriff Wachstum mit den Mitteln der Musik ein klein wenig aus der Erstarrung zu befreien, in die er durch seine andauernde Verwendung in Wirtschaft, Stadtplanung und Politik geraten ist. Da kommt ein Vulkanausbruch zum Eröffnungskonzert am Donnerstag 31.10. gerade recht: Die existenzielle Erfahrung der gewaltigen Eruption des Vulkans Hekla 1947/1948 verarbeitete der isländische Komponist Jón Leifs zu einem der lautesten Orchesterstücke aller Zeiten. Luciano Berio brachte 1968 mit seiner umwerfenden Sinfonia die Frage auf den Punkt, zu welcher Dichte sich ein Orchesterwerk steigern lässt. Mit The Swingles steht dabei die seit der Uraufführung originale Solobesetzung auf der Bühne. Auch die drei neuen Werke im Programm spüren der Kunst nach, das richtige Maß zu finden. Mit Hilfe der abstrakten Malerei und flächigem weißen Rauschen begibt sich Peter Ablinger an den Punkt, wo Maximalismus und Minimalismus ineinander übergehen: Inspiriert von Gerhard Richters Gemäldeserie »8 Grau« lässt er ein dichtes orchestrales Geflecht unter Schichten von weißem Rauschen verschwinden. Clara Iannotta nähert sich mit Kassettenrekordern, Kazoos und anderen ungewöhnlichen Klangerzeugern behutsam der Hörschwelle. Agata Zubel, Gewinnerin des Erste Bank Kompositionspreises 2018, zündet dagegen schlicht ein Feuerwerk.

Die Reihe Minimal Night Music, die am Donnerstag 31.10. startet,  bietet im Kontrast zu allerlei Überbordendem zehn Augenblicke der Reduktion: das kürzeste Konzert des Festivals (23.11.), den kleinsten Raum (15.11.), das feinfühligste Duo (28.11.), kleinste Bewegungen (20.11.), einen einzigen Ton (10.11.), Franz Schubert (11.11.), Noise (17.11.) und sogar Minimal Music (08.+09.11.). Prelude: pass.age ist ein performatives Musikstück, das David Ender und Jack Hauser im Festival »Österreich heute« 1991 im Mozartsaal aufführten. Der damalige Mitschnitt kehrt nun mit Hilfe von zwei Plattenspielern zurück ins Wiener Konzerthaus. Der ergänzende Traumscore von Sabina Holzer ist Teil ihrer seit 2009 auf die (Nicht-)Bühne gebrachten performativen Praxis Miss Coochie träumt.

Das erste Festivalwochenende (Samstag 02.11. – Sonntag 03.11.) startet  mit dem außergewöhnlichen Projekt Modified Grounds der bildenden Künstlerin Katrin Hornek, der Komponistin Judith Unterpertinger und zehn SchlagwerkerInnen im Innenraum der Brigittenauer Brücke. Das Publikum bewegt sich unterhalb der Brücke auf einem begehbaren Gitter – schwebend zwischen Wasseroberfläche und Fahrbahn.

Weiter geht es mit einem Generationen umspannenden musikalischen Bogen im Wiener Konzerthaus: 1974 und 2014, 1958 und 2013 – vier bzw. fünfeinhalb Jahrzehnte liegen zwischen den Gründungsdaten der Ensembles, die an diesem Wochenende im Mozart-Saal zu hören sind. Das Arditti Quartet, diesmal u.a. mit Erstauführungen von Clara Iannotta, Younghi Pagh-Paan und Klaus Lang ist ganz auf Reduktion ausgerichtet (Samstag 02.11.). Das Black Page Orchestra, ein junges, experimentierfreudiges Wiener Kollektiv, agiert hingegen durchaus überbordend: Vom postdigitalen, binären Minimalismus bei Kaj Duncan David bis zum hart zugreifenden Punkrock-Gestus bei Hikari Kiyama beweist das Ensemble Mut zur Farbe (Samstag 02.11.). Am Sonntag 03.11. gibt das 1958 von Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik gegründete und damit dienstälteste  Ensemble des Landes die reihe sein Abschiedskonzert. Die für das Programm ausgewählten Werke von Varèse, Webern und Weill wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von der reihe erstmals in Wien gespielt. Eine Gelegenheit für Dank, für den Blick zurück und nach vorn – beispielsweise auf das junge Ensemble Schallfeld (Sonntag 03.11.), bei dem Diversität, innovative Konzertinszenierungen und eine experimentierfreudige KomponistInnenszene im Mittelpunkt stehen. Wie auch das Black Page Orchestra am Vorabend, zieht das bei „Professor Klangforum“ in Graz ausgebildete junge Ensemble für sein Debüt im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses alle Register.

Ausblick Woche 2

Am Montag, 4.11. steht mit dem Programm Jetzt / Blackout von ascolta im Wiener Konzerthaus  die zweite große Uraufführung von Peter Ablinger im Rahmen des diesjährigen Festivals auf dem Programm – Beethovens Neunte trifft auf Al-Jazeera-TV. Mit der Uraufführung Boys Don’t Cry von Martin Schüttler und Erstaufführungen von Isabel Mundry, Anna Korsun und Márton Illés präsentiert sich das Stuttgarter Avantgarde-Ensemble bei seiner Rückkehr nach Wien mit einem sehr virtuosen, abwechslungsreichen Programm.

Eine herausragende Etappe der Wien Modern Gipfeltour 2019 folgt am Dienstag, 05.11. im Mozart-Saal – das Ensemble PHACE unter der Leitung von Emilio Pomárico und die beiden Sängerinnen Anna Clare Hauf und Annette Schönmüller präsentieren die große Uraufführung von Pierluigi Billones FACE Dia.De. Das abendfüllende Werk des in Wien lebenden Komponisten knüpft an das bei Wien Modern 2016 uraufgeführte FACE für eine Stimme und Ensemble an, das seither mit großem Erfolg auf Festivals von Berlin bis New York zu hören war: Sprachliche Urlaute und die hemmungslose Ausdruckspalette der griechischen Tragödie erweitern das Klangfeld der Stimme.

Zwei umfangreiche Werkzyklen des spanischen Komponisten Alberto Posadas bilden weitere herausragende Stationen: Erinnerungsspuren für Klavier solo am Mittwoch, 06.11. wird vom Widmungsträger des Stücks, dem Pianisten Florian Hölscher, erstmals gemeinsam mit den Referenzstücken auf die Bühne gebracht. Von Bach über Couperin und Debussy bis zu Scelsi und Stockhausen spannt Posadas einen weiten Bogen durch die weite Strecken der Musikgeschichte und überrascht mit einem unbekümmerten, frischen Umgang mit den Säulenheiligen des Klaviers. Poètica del espacio, sein soeben bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführter hochvirtuoser Zyklus für Ensemble im Raum wird am Freitag 08.11. vom Klangforum Wien unter der Leitung von Sylvain Cambreling im Großen Saal des Wiener Konzerthauses gespielt. Eine ausgeklügelte Zeit- und Raumgestaltung bringt die im Raum verteilten MusikerInnen zum Abschluss des spielfilmlangen Werks gemeinsam auf die Bühne. Den Umgang mit Instrumenten treibt die Konstellation von Komponist und Ensemble hier gemeinsam zu neuen Stufen der Perfektion – von quasi elektronischen Sounds der Glasharmonika aus Mozarts Zeiten bis hin zu atemberaubenden Solos der Klangforum-MusikerInnen ist Poètica del espacio ein klangsinnliches Meisterwerk der Instrumentationskunst.

Am Donnerstag 07.11. feiert die Alban Berg Stiftung ihr 50-jähriges Jubiläum und präsentiert mit dem Boulanger Trio die jungen Preisträger des zu diesem Anlass ausgeschriebenen Kompositionswettbewerbs.

Das zweite Festivalwochenende beinhaltet zentral die vermutlich außergewöhnlichste künstlerische Grenzerfahrung des Festivals – sew me into a shroud of leaves von Michael Hersch am Samstag 09.11. im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, die von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang insgesamt 15 Stunden umfasst. Dazu kommen Salon Souterrain (Freitag 08.11.–Sonntag 10.11.) im Musikverein und im Sonnwendviertel, Josef Matthias Hauer revisited in der Alten Schmiede und die Minimal Night Music (Freitag 08. und Samstag 09.11.), u.a. in der Ruprechtskirche.

Wien Modern 32

Insgesamt präsentiert Wien Modern dieses Jahr 34 Tage lang 100 Veranstaltungen mit 109 Ur- und Erstaufführungen an 25 Spielstätten in 12 Wiener Gemeindebezirken. Mit dem Generalpass (€ 130 / € 85), der Vorteilskarte (30% Rabatt ab vier Veranstaltungen) sowie kostenlosen Angeboten ist das 1988 gegründete Festival eine günstige Gelegenheit zur Begegnung mit der aktuellen Vielfalt der Musik. Ermöglicht wird Wien Modern von der Stadt Wien Kultur und dem Bundeskanzleramt Kunst, den Festivalsponsoren Kapsch und Erste Bank, der Art Mentor Foundation Lucerne, der Ernst von Siemens Musikstiftung, den SKE der austro mechana, AKM und zahlreichen Koproduktions- und Kooperationspartnern. Das Programm ist online unter www.wienmodern.at.

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ORF / ORF III am Nationalfeiertagswochenende: TV-Premiere „I Am From Austria – Das Erfolgsmusical“ mit Iréna Flury & Lukas Perman

 Außerdem: Dokuvierteiler mit Heinz Fischer „Auf den Spuren der Republik“, „Ikonen in Rot-Weiß-Rot“ über Lamarr, Qualtinger, Conrads u. a. =

Wien (OTS) – ORF III setzt am Wochenende seinen dreitägigen ORF-III-Schwerpunkt zum Nationalfeiertag fort. Am Samstag, dem 26. Oktober 2019, ist im Hauptabend die vierteilige „zeit.geschichte“-Produktion „Auf den Spuren der Republik“ mit Altbundespräsident Heinz Fischer zu sehen. Am Sonntag, dem 27. Oktober, präsentiert ORF III die TV-Premiere von „I Am From Austria – Das Erfolgsmusical“ u. a. mit Iréna Flury und Lukas Perman.

Nationalfeiertag, Samstag, 26. Oktober

Am Nationalfeiertag erkundet ein mehrteiliges „ORF III Spezial“ ab 10.15 Uhr die vielseitigen Naturschätze Österreichs.

Im Hauptabend steht ab 20.15 Uhr der „zeit.geschichte“-Vierteiler „Auf den Spuren der Republik“ auf dem Programm, der 2018 anlässlich des 100. Republikjubiläums Premiere feierte. Altbundespräsident Heinz Fischer führt als Präsentator und Interviewer sowie als Zeitzeuge durch die Produktion. Den Auftakt macht ein Film über die Jahre 1918 bis 1938 (20.15 Uhr). Das Jahr 1918 bedeutete für Österreich das Ende des Ersten Weltkriegs und das Ende der Habsburger-Monarchie. Gleichzeitig läutete das Jahr aber auch den Beginn der bereits 100-jährigen Republiksgeschichte ein: Am 12. November wurde die Republik ausgerufen. Österreich wurde zum Rumpfstaat aus den Resten der Monarchie, auf den in den folgenden Jahren noch viele Turbulenzen zukommen sollten. Teil zwei „Auf den Spuren der Republik 1945–1966“ (21.00 Uhr): Das Ende der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs ist die Geburtsstunde der Zweiten Republik. Wien und andere Städte sind zerstört, das Land von den alliierten Mächten besetzt. Der Wiederaufbau verläuft in den ersten Jahren schwierig. Der Staatsvertrag aber bringt die ersehnte Freiheit und Unabhängigkeit. Im dritten Teil „1966–1989“ (21.50 Uhr) geht es zunächst um die Wirtschaftswunderjahre. Eine heile Zeit für viele, aber auch eine Periode, in der die Menschen langsam vom Schatten ihrer eigenen Vergangenheit heimgesucht werden. 1968 ist das Jahr der Studentenunruhen sowie der Niederschlagung des Prager Frühlings, was auch Österreich die Härte des Kalten Kriegs spüren lässt. Anschließend ist die vierte und letzte Folge „1989–2018“ (22.40 Uhr) zu sehen. Ende der 1980er Jahre ist Österreich nach dem Fall Waldheim mit der Aufarbeitung der NS-Zeit beschäftigt. Die Rede von Bundeskanzler Vranitzky 1991, in der er die Mitverantwortung des Landes an den Verbrechen dieser Zeit betont, bringt eine nachhaltige Wende im Umgang mit der Vergangenheit. 1995 findet Österreich seinen Platz in der Europäischen Union. Innenpolitisch werden allerdings Wendezeiten eingeläutet, die das Ende der gewohnten Regierungsaufteilung zwischen SPÖ und ÖVP bedeuten.

Der Abend schließt um 23.30 Uhr mit der „Wienerlied-Gala“ aus dem Jahr 2018, bei der im Wiener Rathaus Publikumslieblinge wie Horst Chmela, Tini Kainrath und Andy Lee Lang auftraten.

Sonntag, 27. Oktober

Der Sonntag in ORF III ist ganz den „Ikonen in Rot-Weiß-Rot“ gewidmet. Ab 9.00 Uhr sind zwölf Porträts prägender Persönlichkeiten in Folge zu sehen, beginnend mit der Doku „Hedy Lamarr: Die österreichische Hollywood-Legende“ (9.00 Uhr). Des Weiteren folgen Filme über Fritz Eckhardt (9.55 Uhr), Romy Schneider (10.45 Uhr), Maxi Böhm (11.30 Uhr), Helmut Qualtinger (12.15 Uhr und 13.45 Uhr), Gerhard Bronner (15.20 Uhr), Fritz Muliar (16.10 Uhr), Karl Farkas (17.00 Uhr), Ernst Waldbrunn (17.50 Uhr), Alfred Böhm (18.40 Uhr) und Heinz Conrads (19.25 Uhr).

Um 20.15 Uhr steht mit der TV-Premiere von „I Am From Austria – Das Erfolgsmusical“ ein besonderes Highlight auf dem Programm. Keine Musikzeile steht so für Österreich wie Rainhard Fendrichs „I Am From Austria“. Dieser Song, der für viele die inoffizielle österreichische Hymne ist, stand Pate für den gleichnamige Publikumshit im Wiener Raimund Theater der Vereinigten Bühnen Wien. Eine mitreißende und schwungvolle Reise durch die größten Fendrich-Hits: Von „Macho Macho“ bis „Es lebe der Sport“ lässt diese Produktion den Fendrich-Soundtrack der 1980er und 1990er Jahre erklingen, verpackt in eine entzückende Handlung, die einen überaus unterhaltsamen Abend garantiert. In den Hauptrollen sind Iréna Flury, Lukas Perman, Elisabeth Engstler, Andreas Steppan, Martin Bermoser und Dolores Schmidinger zu erleben. Für die Bildregie zeichnete Felix Breisach verantwortlich.

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