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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 22. AUGUST 2020)

22.08.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 22. AUGUST 2020)

 

IOAN HOLENDER, JÜRGEN KESTING UND MICHAEL KRAUS IM GESPRÄCH BEI „SERVUS TV“

Gefunden von Christoph Karner


Bitte untenstehenden Link anklicken

Ioan Holender lädt zum Festspieltalk ins Schloss Leopoldskron – dem Geburtsort der Salzburger Festspiele, die vor 100 Jahren erstmals stattfanden.

ZUM VIDEO

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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

GRAFENEGG: PIOTR BECZALA PROBT „Canio° und °Radames°

ZU INSTAGRAM mit Video

und nochmals Radames

ZU FACEBOOK

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KONZERTE MIT PROF. ROBERT LEHRBAUMER (Klavier)

GRAZ – „Beethovens Klavier“

  1. August 2020 – 19:00 Uhr

„Mondscheinsonate“ – Sonate pathétique – „Chorfantasie“ (Transkription für Klavier solo von R. Lehrbaumer)
mit „tanz.lichter“ unter der Leitung von Tanja Schmid
In der Tiefgarage (!) der Wohnanlage Maria-Pachleitner-Straße 22-28 – Graz


WIEN – „Wien dreht auf“ – Kultursommer Wien
 – „Klassik schützt vor Blödeln nicht“ – Kostproben berühmter Klaviermusik, mit Augenzwinkern präsentiert

  1. August 2020 – 17:30 Uhr

„ROBERT LEHRBAUMER erlaubt sich – nach jahrzehntelanger internationaler Konzerttätigkeit mit „ernster Musik“ – diesmal definitiv nicht alles „ernst“ zu nehmen: Mit (jazzigen) Fingerübungen wärmt er sich vor dem Publikum auf, erklärt, wie Chopin „Praktisches für den Alltag“ komponiert hat oder wie das Klavier zu seinen schwarzen Tasten gekommen ist – rund um Musik von Bach, Mozart, Beethoven, Chopin, Schumann und Seitensprüngen zu Johann Strauß, „James Bond“, „Star Wars“, „Pink Panther“, „Phantom der Oper“ u.v.a.“

EINTRITT FREI, allerdings müssen – wegen Corona – Besucherinnen und Besucher ein kostenloses Ticket lösen bzw. sich vor Ort registrieren: Reservieren kann man frühestens ab Montag der jeweiligen Veranstaltungswoche. Per E-Mail erhält man einen QR-Code, der ausgedruckt oder am Mobiltelefon beim Einlass vorgezeigt werden muss. Alternativ können Besucherinnen und Besucher auch spontan vor Ort auf Restplätze setzen. Achtung: Weisen Besucherinnen und Besucher nicht spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn den QR-Code vor Ort vor, wird dieser ungültig und die Tickets werden neu vergeben.

MEISTERKONZERTE ST. PÖLTEN – OPEN AIR (Ersatzkonzert für 24. 6. 2020) – BEETHOVEN-FEST – Berühmte Klavierwerke

29. August 2020 – 19:30 Uhr – Im Garten der Musik und Kunstschule St. Pölten (Maria-Theresia Straße 23)
(bei Schlechtwetter: 5. September 2020)
„Mondscheinsonate“ – Sonate pathétique – „Chorfantasie“ (Transkription für Klavier solo von R. Lehrbaumer), „Für Elise“, „Die Wut über den verlorenen Groschen

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Saisonstart an der Deutschen Oper am Rhein

Für die Vorstellungen vom 11. September bis 31. Oktober hat der Vorverkauf begonnen

An der Deutschen Oper am Rhein hat der Vorverkauf für rund 60 Vorstellungen im September und Oktober begonnen. Karten für das Programm im November und Dezember können bereits vorbestellt werden.

„Wir freuen uns, dass wir endlich wieder spielen dürfen“, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Ich bin mir sicher, dass sich die Lust auf unser neu entwickeltes Programm, unsere künstlerische Neugier und die im ganzen Haus spürbare Kreativität auf unser Publikum übertragen.“

Mit neun Premieren starten die Oper und das Ballett am Rhein Mitte September in die Saison: Unter dem Titel „A First Date“ stellt sich Ballettdirektor Demis Volpi mit dem neu formierten Ballett am Rhein im Opern­haus Düsseldorf vor. In drei inhaltlich eigenständigen Episoden tanzt die Compagnie Ausschnitte aus Volpis bisherigen Arbeiten und präsentiert dessen erste Miniatur-Uraufführungen mit dem Ballett am Rhein. Die drei Episoden von „A First Date“ haben vom 11. bis 13. September in Düsseldorf und schon eine Woche später, vom 18. bis 20. Sep­tem­ber, im Theater Duisburg Premiere. Mit „Comedian Harmonists in Concert“ lassen jeweils fünf Solisten aus dem Opernensemble die Musik des weltberühmten Ensembles aufleben. Der moderierte Konzertabend kommt am 11. Sep­tember in Duisburg und am 18. September in Düsseldorf auf die Bühne. Unmittelbar darauf folgt am 19. Sep­tem­ber im Opernhaus Düsseldorf die Premiere von Viktor Ullmanns Oper „Der Kaiser von Atlantis“.

Weil die Gesundheit der Besucher*innen und aller Mitarbeiter*innen oberste Priorität hat und die Deutsche Oper am Rhein weiterhin einen aktiven Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten will, finden alle Vorstellun­gen nach Maßgabe der geltenden Schutz-und Hygienemaßnahmen statt. Damit der gebotene Abstand gewahrt wird, wurde die Platzkapazität reduziert: Im Opernhaus Düsseldorf stehen derzeit rund 460 Plätze, im Theater Duisburg rund 300 Plätze zur Verfügung. Paare, Familien und Freunde können nebenein­ander sitzen, andere Besucher*innen bleiben auf Abstand, und jede zweite Reihe ist gesperrt. In den Foyers ist eine Mund-Nase-Bedeckung erforderlich, die auf den Sitzplätzen abgenommen werden darf. Zu einem sicheren Kulturgenuss trägt der kontinuierliche Luftaustausch in den Zuschauersälen bei, der in beiden Häusern weit über den Mindestanfor­derungen liegt.

 Tickets und weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62-100), www.operamrhein.de.

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Kulturbühne Reichshof Bayreuth: Siegfried Wagner, Sonnenflammen (15., 16. 8. 2020)

„Nur ein bisschen kleiner“


„Sonnenflammen“ von Siegfried Wagner. Copyright: Martin Modes

Wäre der Kabarettist Otto Reuter (1870-1931) für diese Aufführung wundersamerweise von den Toten auferstanden, vielleicht hätte er dann das Couplet, das er Siegfried Wagner widmete (er sei Komponist wie sein Vater, „nur ein bißchen kleiner“), etwa so umgedichtet:

Siegfried Wagner in Bayreuth / Schrieb die Sonnenflammen; / Zwar die Aufführung, so schien’s / Brach in sich zusammen. / Doch frustrieren läßt sich nicht / So wie Pachl einer, / Und er hat es hingekriegt, / Nur ein bißchen kleiner.

Wirklich „ein bißchen kleiner“? Auf dem Plakat steht: „Szenische Vision einer Oper“, was wohl bedeutet, daß nicht die Oper selbst zu sehen ist, jedenfalls nicht vollständig. Auf der Bühne sitzt kein Orchester (einen Graben gibt es im Reichshof ohnehin nicht), die Klänge werden elektronisch erzeugt (mit einem Verfahren, das dem Profanen wohl ewig ein Buch mit sieben Siegeln bleiben wird). Ein Unterschied zu einem Live-Orchester ist allerdings nicht wahrzunehmen, und weil die Bühne den Sängern gehört, kann die Oper wirklich gespielt werden, auch die Kollektive, die byzantinische Hofgesellschaft, die Kreuzritter, die Venezianer, sind durchaus angemessen repräsentiert. Die Solisten bilden ein homogenes Ensemble, alle werden ihren Rollen vollauf gerecht. Das Bühnenbild wäre in einem anderen Jahr vielleicht etwas üppiger ausgefallen: zusammengebundene grüne (an der Spitze violette) Plasticröhren haben den Vorteil, daß man sie sowohl als stilisierte Bäume wie Säulen deuten kann, sind aber doch ein bißchen karg.


„Sonnenflammen“ von Siegfried Wagner. Copyright: Martin Modes

Wie in vielen Inszenierungen von Peter P. Pachl laufen parallel zur Bühnenhandlung ununterbrochen Video-Projektionen (Bühnenbild und Videos: Robert Pflanz); großenteils historische Filmausschnitte, die auf die Zeit der Uraufführung der Oper (1918) verweisen; außerdem erscheinen immer wieder ein vom Schriftzug „Byzanz“ umgebenes Medaillon, in dem unterschiedliche Bilder sichtbar werden, eine stilisierte oder verfremdete Friedenstaube und die von den Plakaten der Anti-Atomkraft-Bewegung bekannte rote Sonne, die gelegentlich nicht lächelt, sondern ausgesprochen grimmig und aggressiv dreinschaut – die Flammen der südlichen Sonne, die dem Protagonisten Fridolin Verderben bringen, haben, soviel ist klar, mit Kernenergie zu tun. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, wie er das Kaleidoskop von Bildern, die oft nur kurz aufblitzen, in einem Zusammenhang zur Opernhandlung bringt (oder auch nicht).


„Sonnenflammen“ von Siegfried Wagner. Copyright: Martin Modes

Erzählt wird die Geschichte der Eroberung und Plünderung von Byzanz während des Vierten Kreuzzugs (1204; u.a. gelangten damals die vier Bronzeplastiken der „Pferde von San Marco“ vom Hellespont nach Venedig). Als sein eigener Librettist (wie immer) folgt Siegfried Wagner den Berichten der Historiker insgesamt getreu, blendet allerdings manche für das Verständnis der Geschichte hilfreichen Details aus: Daß Kaiser Alexios (III.) ein Usurpator ist, der seinen Bruder und Vorgänger, den er im II. Akt für den mißglückten Mordanschlag auf ihn verwantwortlich macht, hat blenden und ins Gefängnis werfen lassen, wird nicht gesagt; auch nicht, daß dessen Sohn Alexios (IV.) die Kreuzritter zu Hilfe gerufen hat, um den Thron zurückzuerobern. Das entsprach nun ganz den Interessen des Dogen Enrico Dandolo,  dessen Kalkül, im östlichen Mittelmeerraum auf Kosten von Byzanz mehr Einfluß und einen bedeutenden territorialen Zugewinn für Venedig zu erreichen, letztlich aufging. Der mehr als Neunzigjährige steht als Führer des venezianischen Truppenkontigents vor der Stadt, und es ist klar, daß er Alexios III. keineswegs wohlgesonnen ist; daß der sich über den (ein klein wenig grotesken) Namen des Widersachers lustig macht, mag unter diesen Umständen verzeihlich erscheinen. – Daß die Kreuzritter Byzanz (immerhin die Hauptstadt eines christlichen, wenn auch nicht katholischen Reiches!) schließlich plündern und niederbrennen, hängt wesentlich damit zusammen, daß Alexios IV. ihnen für ihre Hilfe bedeutende finanzielle Zuwendungen versprochen hat, die zu leisten die Byzantiner weder fähig noch willens sind – dieser Vierte Kreuzzug erweist sich somit (auch in den Berichten christlicher Chronisten) als ganz und gar nicht frommes Unternehmen.

Die Dekadenz am Hof Alexios III. wird durch farbenprächtige, extravagante Kostüme und ausgelassene Tanzeinlagen unterstrichen. Dieses Milieu wird dem fränkischen Ritter Fridolin (der Tenor Giorgio Valenta; warum ausgerechnet der Sänger der Hauptrolle ein ausgesprochen unattraktives, ja ärmliches Kostüm tragen muß, bleibt unerfindlich) zum Verhängnis: Er hat gelobt, am Kreuzzug teilzunehmen, um eine Schuld zu sühnen (im Duell hat er den Ehemann seiner Geliebten getötet), aber in Byzanz verliebt er sich in Iris, der auch der Schürzenjäger Alexios (der Bariton Uli Bützer) nachstellt, und zieht nicht weiter. Iris (Julia Reznik, die in den Sonnenflammen ihr Operndébut gibt), ist in mancher Hinsicht die interessanteste Figur: Sie drängt Fridolin, Byzanz zu verlassen: „Die Sonne die hier strahlt, / Ihr glühendes Sengen verträgst du nicht!“ Sie selbst allerdings gehört offenbar in diese Welt, auch wenn sie Alexios und seinen Hof verachtet: „Entwurzle den Baum, so tötest du ihn! / Er bedarf der sengenden Sonne Glut!“ Dabei schwärmt sie von „den Recken, von denen uns Sagen melden“, von den Germanen der Völkerwanderungszeit, die „den schon morschenden Prachtbau“ Roms „in Trümmer brachen“! Das schwärmerisch exaltierte Wesen dieser jungen Frau drückt sich in ihrem Gesang aus; Julia Reznik verkörpert sie ungemein packend und präsent. Demgegenüber ist die Rolle der Kaiserin (Rebecca Broberg) ein bißchen undankbar, sie leidet still unter den Demütigungen, die ihr die Kälte und Flatterhaftigkeit des Kaisers auferlegen; so bleibt ihr kaum etwas anderes übrig als – im Gegensatz zu quirligen Iris – wesentlich statisch zu agieren.

Iris ist die Tochter des Hofnarren Gomella. Der Name erinnert an Gonella, der im 15. Jahrhundert Hofnarr bei den Este in Ferrara war; zugleich ist er ein Rigoletto,  der bedenkenlos die Ehre seiner Tochter opfern würde, um der Todesstrafe, die ihm eines Diebstahls wegen droht, zu entgehen: „Wär ich sie, ich tät’s! Aber sie!“ Gomella ist der Geist, der stets verneint: Byzanz, so stellt er fest, sei ein „noch viel größ’rer Abgrund als ich“! Am Ende entkommt er, denn der Kreuzritter Gottfried – dessen Lebensmotto „Raufen! Taufen! Saufen!“ ist – findet, daß es nicht lohnt, ihn zu erschlagen: „Gomellas Geist bleibt der Welt erhalten!“ – Drei Tage, bevor die Proben begannen, verstarb der Sänger, der für diese wichtige Rolle vorgesehen war, plötzlich und unerwartet. In der kurzen Zeit (zweieinhalb Wochen wurde geprobt, sagte Peter P. Pachl) konnte kein Sänger die umfangreiche Tenorbuffo-Rolle lernen. William Wallace sang von der Seite, Dirk Westmacher agierte in einem hermaphroditischen Kostüm (Maske wie das Kasperle im Puppentheater mit entsprechender Kopfbedeckung, dazu Federboa, Strumpfhose und Absatzschuhe). Man kann sich fragen, ob diese Notlösung der Aufführung nicht zugute kam: Wenn Westmacher die Rolle hätte singen müssen, hätte er sich bei seiner grotesken Körpersprache vermutlich nicht so verausgaben können.


„Sonnenflammen“ von Siegfried Wagner. Copyright: Martin Modes

Es gibt herrliche Musik in Sonnenflammen. Vielleicht mehr als alles andere faszinieren Farbenreichtum und stilistische Vielfalt: Auch die Nebenfiguren, der Wahrsager, der den Weltuntergang ankündigt, Fridolins Vater, der seinen Sohn verflucht, haben jeweils ihr eigenes Idiom; wenn Fridolin sich an die für immer verlorene Heimat erinnert, ist sein Gesang ungewohnt schlicht und innig. Manches, wie der Spottchor der Mädchen, die den neuen Hofnarren kahlscheren kommt fast operettig daher.

Zwei der Hauptfiguren in Sonnenflammen enden durch Suizid: Die Kaiserin ertränkt sich und ihren kleinen Sohn, weil sie ihr Leben nicht mehr erträgt; Fridolin stellt seine Ehre wieder her, indem er sich ersticht. Am Ende, bevor das „monderleuchtete Byzanz“ sichtbar wird, erkennt er seinen Irrtum: „Eitles Sonnensterben! Wahn und Trug! / Brich es ab! Reiße den Faden! / Taumelnd sink in’s Grab hinab / Zur ewigen Nacht!“ – und da sind wir nun sehr nahe bei Tristan, auch wenn Siegfried Wagner dem Paar den Liebestod verweigert.

Albert Gier


„Sonnenflammen“ von Siegfried Wagner. Copyright: Martin Modes

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Nostalgisches – gefunden von Christoph Karner

https://youtu.be/rIcUFRpnMBY 

Sehr interessant.  Nachdem Toti dal Monte selbst ein Lied singt, muss sie ihre Kollegen und die Opern erraten.

Auf italienisch, aber jedenfalls sehr interessant.
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ORF III am Wochenende: Peter-Weck-Tag zum 90. Geburtstag mit Film- und Operettenklassikern, neuem Porträt u. v. m.

Außerdem: Finale Folgen von „Österreich II“ und neue „Berggespräche“-Ausgabe mit Manuel Rubey =

 ORF III Kultur und Information steuert am Wochenende auf den vorläufigen Höhepunkt des umfangreichen Schwerpunktes zum 90. Geburtstag von Peter Weck zu und zeigt am Sonntag, dem 23. August 2020, einen ganzen Programmtag im Zeichen des Jubilars. Highlight ist das neue Geburtstagsporträt „Peter Weck – Der ewige Sonny Boy“. Am Samstag, dem 22. August, begleitet ORF III Publikumsliebling Manuel Rubey bei einem „Berggespräch“ in Roseggers Waldheimat, ehe die „zeit.geschichte“ am Abend in „Österreich II“ u. a. die „Ära Kreisky 2“ beleuchtet.

Samstag, 22. August

Bereits um 16.10 Uhr trifft Andreas Jäger den Schauspieler, Sänger und Kabarettisten „Manuel Rubey in der Waldheimat“ zum „Berggespräch“. Rubey erzählt dabei von seiner Karriere, seinen Ambitionen als Autor und davon, wie es sich in den letzten Monaten angefühlt hat, einen prall gefüllten Terminkalender gegen sehr viel Zeit zu tauschen. Im Hauptabend zeigt die „zeit.geschichte“ die zwei letzten Folgen der Dokumentarreihe „Österreich II“ von Hugo Portisch und Sepp Riff. Zu Beginn geht es um „Die Ära Kreisky 2 – Die Konflikte“ (20.15 Uhr). Die Schwierigkeiten beginnen mit einem neuen Nahost-Konflikt im Jahr 1973. Die durch den Ölschock auch im eigenen Land ausgelöste Wirtschaftskrise bekämpft Kreisky mit einer Beschäftigungspolitik, die mit hohen Staatsschulden erkauft wird. Ein Konflikt mit seinem jungen Finanzminister Hannes Androsch bahnt sich an. In der letzten Folge ist „Österreich II“ schließlich „Auf dem Weg nach Europa“ (22.00 Uhr). Der Abend schließt um 23.30 Uhr mit „Angelika Niedetzky – Gegenschuss“ in „Kabarett im Turm“.

Sonntag, 23. August

Am Sonntag steht der ganze Tag im Zeichen Peter Wecks. ORF III präsentiert ab 11.05 Uhr bis zum Hauptabend sechs Klassiker aus Film und Operette, in denen Weck als Schauspieler mitwirkte. Den Auftakt macht der Heimatfilm „Heimatlos“ (11.05 Uhr) von Herbert B. Fredersdorf aus dem Jahr 1958. In „Bruder Martin“ (12.45 Uhr) aus dem Jahr 1954 unter der Regie von Axel von Ambesser ist Paul Hörbiger in der Titelrolle des Ordensbruders zu erleben, der mit seinem Esel durchs Land zieht, um die Christen auf den rechten Weg zu geleiten. Peter Weck ist in einer Nebenrolle zu sehen. „Im singenden Rössl am Königsee“ (14.25 Uhr) von Franz Antel hat Wirtin Cordula (Waltraut Haas) nur zwei Wochen Zeit, um einen Mann aus dem Hotelgewerbe zu heiraten, da die testamentarische Frist ihres Vaters bis dahin abzulaufen droht und der gesamte Betrieb in den Besitz ihres Onkels gelangen würde. Cordula hat es zwar auf den feschen Kellner Franz (Weck) abgesehen, doch dieser ist bereits in eine andere verliebt. Franz Josef Gottlieb führte in der nachfolgenden Komödie „Trubel um Trixie“ (15.55 Uhr) aus dem Jahr 1972 Regie. Um 17.25 Uhr zeigt ORF III die Verwechslungskomödie „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“ mit Peter Weck und Roy Black, gefolgt von „Junge Leute brauchen Liebe“ (18.50 Uhr) mit Cornelia Froboess, Johannes Heesters und Peter Weck.

Um 20.15 Uhr feiert das neue ORF-III-Porträt „Peter Weck – Der ewige Sonny Boy“, gestaltet von Maximilian Gruber, Premiere. Er war Filmpartner von Romy Schneider in „Sissi“, erfolgreicher Theaterschauspieler, Fernsehstar und nicht zuletzt jener Mann, der „Cats“ nach Wien brachte und die österreichische Musicalszene nachhaltig prägte. Zum 90. Geburtstag widmet ORF III dem Multitalent ein neues Porträt, in dem Moderator Peter Fässlacher den Jubilar zu einem ausführlichen Lebensinterview bittet. Ausschnitte aus Wecks Filmen, Theaterproduktionen und auch aus seiner Zeit als Musical-Intendant machen den breiten Bogen dieser Laufbahn greifbar. Anschließend ist Peter Weck als Hoteldirektor in der Verwechslungskomödie „Wenn jeder Tag ein Sonntag wär …“ (21.05 Uhr) von Regisseur Harald Vock zu sehen. In der Komödie „Hilfe – ich liebe Zwillinge“ (22.35 Uhr), in der Uschi Glas und Roy Black die Hauptrollen spielen, führte Weck hingegen Regie. Abschließend zeigt ORF III „Aus dem Archiv: Peter Weck“ (0.00 Uhr) aus dem Jahr 2015. Durch diese Ausgabe der Gesprächsreihe führte Gerhard Tötschinger.
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