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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. AUGUST 2021)

20.08.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. AUGUST 2021)

SALZBURGER FESTSPIELE:

Heute „Young Singers-Project: Öffentliche Meisterklasse Tanja Ariane Baumgartner (um 15 h in der Universitätsaula)

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Tanja Ariane Baumgartner. Foto: SF/ Dario Acosta

Karten

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HEUTE Großes Festspielhaus: TOSCA

Rudolf Hradil, Engelsbrücke und Engelsburg Pfingstfestspiele 2021
Rudolf Hradil, Engelsbrücke und Engelsburg, Rohrfeder, Pinsel, 1955. Copyright: Salzburger Festspiele

(TV-Aufzeichnung am 27.8.)

Marco Armiliato Musikalische Leitung
Michael Sturminger Regie
Renate Martin, Andreas Donhauser Bühne und Kostüme
Urs Schönebaum Licht

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Anna Netrebko. Foto: SF/ Tim Osipov

Besetzung

Anna Netrebko Floria Tosca
Yusif Eyvazov Mario Cavaradossi
Ludovic Tézier Il Barone Scarpia
Michael Mofidian Cesare Angelotti
Matteo Peirone Sagrestano
Mikeldi Atxalandabaso Spoletta
Rupert Grössinger Sciarrone
Alexander Köpeczi Un carceriere

Ensembles

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Wolfgang Götz Choreinstudierung
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker

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GRAZ: AUCH IN GRAZ TRÄGT TOSCA ROT! (gefunden von W.B.)

Erstmals aus der atemberaubenden Freiluft-Kulisse der Grazer Schloßbergbühne Kasematten überträgt „Erlebnis Bühne LIVE“ am Sonntag, 22. August  um 20.15 Uhr Giacomo Puccinis Meisterwerk „Tosca“ in internationaler Starbesetzung live-zeitversetzt.

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ZU INSTAGRAM mit weiteren drei Fotos

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HEUTE auf ARTE TV: aus Salzburg: INTOLLERANZA 1960

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Copyright: SF/ Maarten Vanden Abeele

https://www.arte.tv/de/videos/104965-000-A/luigi-nono-intolleranza-1960-neuinszenierung/
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Asmik Grigorians letzter diesjähriger Auftritt in Bayreuth als „Senta“ in „Der fliegende Holländer“ (20.8.)

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Zum KURZVIDEO (Schlussapplaus) auf Facebook
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Salzburger Festspielerinnerungen: Karajans Rosenkavalier. Servus-TV am 19.8.

Mit Kommentaren Ioan Holender, Franz Welser-Möst, Anna Prochazka, Andre Heller, Günther Groissböck.u.a

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ZUM VIDEO  44 Minuten

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SCHUBERTIADE SCHWARZENBERG – Besetzungsänderung

Dienstag, 24. August, 20 Uhr, Liederabend

Tara Erraught ist erkrankt und musste ihre Teilnahme am Ensemble-Liederabend leider absagen.

Ida Aldrian — Tonkünstler-Orchester
Ida Aldrian

Unser herzlicher Dank gilt Ida Aldrian für ihre Bereitschaft, den zweiten Mezzosopran-Part in diesem Programm so kurzfristig zu übernehmen und damit ihr Schubertiade-Debüt zu geben.

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 ORF / ORF III am Wochenende: „Tosca“-Premiere mit Kaufmann, Opolais und Terfel aus Kasematten Graz in „Erlebnis Bühne LIVE“

Außerdem: „zeit.geschichte“-Afghanistan-Doku-Abend, „Ewig junger Don Giovanni – Mozarts Meisterwerk neu interpretiert!“ in „Erlebnis Bühne“ =

Eine fulminante Premiere mit Weltstars der Klassikszene und zeitgeschichtliche Dokumentationen warten am Wochenende auf das ORF-III-Publikum. So blickt die „zeit.geschichte“ am Samstag, dem 21. August 2021, aus aktuellem Anlass nach Afghanistan und arbeitet in drei Dokumentationen, eingebettet von ORF-Auslandschef Andreas Pfeifer, die Geschichte jenes Landes auf, das aufgrund der kürzlichen Machtübernahme der Taliban derzeit im Chaos versinkt. Am Sonntag, dem 22. August, bringt „Erlebnis Bühne LIVE“ die Premiere von „Tosca“, hochkarätig besetzt mit Jonas Kaufmann, Kristīne Opolais und Sir Bryn Terfel, von der Schloßbergbühne Kasematten Graz in die heimischen Wohnzimmer ganz Österreichs.

Samstag, 21. August

Den dramatischen Geschehnissen in Afghanistan widmet das ORF-Fernsehen einen Programmschwerpunkt in ORF 2 und ORF III (nähere Informationen sind unter presse.ORF.at abrufbar). U. a. beleuchtet die ORF-III-„zeit.geschichte“ am Samstag die Hintergründe der seit Jahrzehnten andauernden Konflikte in Afghanistan, die kürzlich in einer erneuten Machtübernahme der Taliban mündeten. Den Auftakt des dreiteiligen Doku-Abends macht „Afghanistan – Die Wurzeln eines Krieges“ (20.15 Uhr) von Alberto Marquardt. Die radikalislamischen Taliban haben den Kampf um Afghanistan in der vergangenen Woche für beendet erklärt. Unterdessen gehen die Evakuierungen und Ausreisen weiter – sofern überhaupt möglich. Aber wo liegen die Ursachen dieses Krieges? Es ist die letzte Phase eines Konflikts, der zwar schon in den 1970er Jahren begonnen wurde, aber mit der Intervention der USA vor 20 Jahren, im Zuge der Terroranschläge auf das World Trade Center, völlig neue Ausmaße annahm. Wie die USA das Mächteverhältnis Afghanistans veränderten und schlussendlich die Geschehnisse der letzten Tage maßgeblich beeinflussten, zeigt diese Dokumentation. Danach folgt „Der Preis des Krieges – Afghanistan“ (21.45 Uhr) aus dem Jahr 2021. Regisseur Max Serio beleuchtet die seit 1978 in Afghanistan immer wieder auftretenden Kriege, die zusammengerechnet mit mehr als zwei Billionen Dollar zu den teuersten Konflikten der Geschichte zählen. Abschließend setzt Nicolas Jallot in „Albtraum Afghanistan – Todeskampf der Sowjetunion“ (22.30 Uhr) bei den Ereignissen im April 1978 an, als Leonid Breschnew im Zuge eines Staatsstreichs afghanischer Kommunisten sowjetische Truppen nach Kabul schickte – die schlussendlich knapp zehn Jahre dort verweilten. ORF-Auslandschef Andreas Pfeifer führt als Präsentator durch den Abend in ORF III und ordnet die Dokumentationen in Bezug auf die aktuelle Lage in Afghanistan journalistisch ein.

Noch mehr dokumentarische Aufarbeitungen zum Thema Afghanistan zeigt die „zeit.geschichte“ am Samstag, dem 28. August, ab 20.15 Uhr: Auf dem Programm steht der Doku-Vierteiler „Afghanistan – Das verwundete Land“ von Mayte Carrasco und Marcel Mettelsiefen aus dem Jahr 2019.

Sonntag, 22. August

Am Sonntag überträgt ORF III traditionell um 10.00 Uhr einen Gottesdienst aus einem österreichischen Gotteshaus live. Diesmal am Programm: der katholische Gottesdienst aus der Stadtpfarre Traun in Oberösterreich. Noch mehr Glaubenspflege bietet die anschließende Dokumentation „Die Macht des Gebets“ (11.00 Uhr) von Peter Beringer. Das Gebet ist die zentrale Glaubenspraxis fast aller Religionen. Durch das Gebet tritt der Glaubende in Kontakt mit seinem Gott bzw. mit seinen Göttern. Theologisch nicht unumstritten ist jedoch das so genannte „Bittgebet“, das von einem Gott ausgeht, der sich in seinem Handeln beeinflussen lässt. Lässt sich Gott durch Gebete „erweichen“? Passt das Bild von dem gütigen Gott, wenn man ihn erst bitten muss, um seine Zuneigung erfahren zu können? Und wie verhält es sich mit der Tatsache, dass Menschen beten und Gott scheinbar dennoch nicht hilft?

Den vielseitigen deutschen Humoristen Loriot würdigt ORF III anlässlich seines zehnten Todestages um 17.20 Uhr mit dem Spielfilm „Ödipussi“, in dem er nicht nur selbst als Schauspieler zu sehen ist, sondern auch Regie führte.

Im Hauptabend wartet ein besonderer Klassik-Höhepunkt auf das ORF-III-Publikum: Erstmals aus der atemberaubenden Freiluft-Kulisse der Grazer Schloßbergbühne Kasematten überträgt „Erlebnis Bühne LIVE“ um 20.15 Uhr Giacomo Puccinis Meisterwerk „Tosca“ in internationaler Starbesetzung live-zeitversetzt. Die Klassikplattform myfidelio präsentiert den Abend live bereits um 19.30 Uhr sowie anschließend als 7-days-catch-up zum Nachsehen auf www.myfidelio.at. Nocheinmal „Tosca“ heißt es auch in ORF 2, wenn am Freitag, dem 27. August, live-zeitversetzt um 20.15 Uhr die Wiederaufnahme von Michael Sturmingers filmischer Inszenierung bei den Salzburger Festspielen 2021 mit Anna Netrebko, Yusif Eyvazov und Ludovic Tézier auf dem Programm steht. Jonas Kaufmann, Kristīne Opolais und Sir Bryn Terfel lassen über den Dächern von Graz gemeinsam mit Mitgliedern der Grazer Philharmoniker, des Grazer Opernchors und der Singschul’ der Oper Graz den Opern-Klassiker rund um Liebe, Eifersucht, Täuschung und Verrat erklingen. Die musikalische Leitung der semi-szenischen Aufführung hat Marcus Merkel. Neben den Hauptrollen – Kristīne Opolais in der Titelpartie, Jonas Kaufmann als Cavaradossi und Sir Bryn Terfel als Scarpia – sind weiters Mitglieder des Ensembles der Oper Graz zu erleben. Darunter Markus Butter (Sagrestano, Sciarrone), Martin Fournier (Spoletta) oder Daeho Kim (Angelotti, Carciere).

Ein weiterer „Erlebnis Bühne“-Höhepunkt folgt danach: „Ewig junger Don Giovanni – Mozarts Meisterwerk neu interpretiert!“ (22.15 Uhr) mit dem Orchester der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und Sängerinnen und Sängern der MUK Privatuniversität Wien. Trotz Pandemie konnten die Nachwuchsmusiker/innen die „Oper aller Opern“, Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“, zwar ohne Publikum, dafür mit TV-Kameras im Musikverein Graz aufführen. Die musikalische Leitung hatte Andrea Alessandrini, Regie führten Wolfgang Gratschmaier und Stephanie Schimmer.

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CD: JOHANN MATTHIAS SPERGER: DOUBLE BASS CONCERTOS 1 & 8, SINFONIA NO. 15 – Roman Patkoló, Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Douglas Bostock

«Bedeutendster Kontrabassist des 18. Jahrhunderts»

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Johann Matthias Sperger, der bedeutendste Kontrabassist des 18. Jahrhunderts, wurde am 23. September 1750 im südmährischen Feldsberg geboren. Mit dem alle zwei Jahre von der Internationalen J.M. Sperger Gesellschaft e.V. «Sperger-Wettbewerb» für Kontrabass soll die Aufmerksamkeit sowohl auf den Instrumentalisten Sperger wie auch den Komponisten Sperger gelenkt werden. Mit der Einspielung zweier Konzerte für Kontrabass sowie einer Sinfonie, zwei davon erklingen nach über 230 Jahren wieder da erste Mal, unterstützt das Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim dieses Bestreben.

Feldsberg (heute: Valtice) war seit dem Mittelalter Besitz derer von Liechtenstein und so dürfte Fürst Josef Wenzel Lorenz von Liechtenstein auf Sperger aufmerksam geworden sein und schickte ihn mit 17 nach Wien, wo von Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809) und Friedrich Pischelberger (1741-1813) unterrichtet wurde. Gleich sein erstes Engagement in der Hofkapelle von Erzbischof Josef Graf von Batthyany in Pressburg (heute: Bratislava) war, obwohl er hauptsächlich als Kontrabassist arbeitete, auch kompositorisch sehr ertragreich. Nach drei Jahren in der Hofkapelle des Grafen Ludwig von Erdödy in Kohfidisch war Sperger als freischaffender Musiker in Wien tätig und machte, auch im Bemühen um eine neue Anstellung, Konzertreisen. Auf einer dieser Reisen konnte Sperger im April 1788 Grossherzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg vorspielen. Als er dann von einer Italien-Reise zurückkehrte, fand Sperger ein Anstellungsdekret vor und trat im Juni 1789 seinen Dienst in Ludwigslust an. Am 13. Mai 1812 starb er ebenda an Fleckfieber.

Die lange Zeit geringe Bekanntheit Spergers liegt auch daran, dass zu seiner Zeit der Kontrabass in einer Terz-Quart-Stimmung («Wiener Stimmung») gespielt wurde, bevor dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts der quartgestimmte Kontrabass üblich wurde. So sind viele seiner Werke auch nicht im Druck erschienen: die hier eingespielten Sinfonia in A-Dur No. 15 und das Konzert für Kontrabass und Orchester Nr. 8 in D-Dur erklingen so nach über 230 Jahren zum ersten Mal. Das Konzert für Kontrabass und Orchester Nr. 1 in D-Dur entstand 1777, als Sperger noch in Bratislava engagiert und gerade einmal 27 Jahre alt war. Trotz ist in der Haydn erinnernden Musik bereits seine reiche Erfahrung zu hören. Die 15. von Sprengers über 44 Sinfonien, ein Sturm und Drang-Werk, entstand 1782. Das Konzert für Kontrabass und Orchester Nr. 8 in D-Dur von 1787, äusserst virtuos und hoch melodisch, wurde erst kurz vor der Einspielung entdeckt.

Die Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim unter musikalischer Leitung Douglas Bostock spielt mit viel Drive und Leidenschaft, so wie Roman Patkoló virtuos am Kontrabass.

Ein Hörerlebnis!

20.08.2021, Jan Krobot/Zürich
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