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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 17. JULI 2021

17.07.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 17. JULI 2021)

BAYERISCHE STAATSOPER:

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Am 23. Juli 2021, 18 Uhr, geben Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester ein Gedenkkonzert zu Ehren von Hermann Levi im Prinzregententheater.
Anlass ist der 120. Todestag des ehemaligen Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper, der 2020 aufgrund der Pandemie nicht geehrt werden konnte. Ein Grußwort spricht Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
Im Zuge dieses Abends wird die Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper offiziell in Hermann-Levi-Akademie des Bayerischen Staatsorchesters umbenannt.

Die Hermann-Levi-Akademie des Bayerischen Staatorchesters

In Erinnerung an Hermann Levi wird die Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper im Rahmen des Gedenkkonzertes am 23. Juli unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko in die Hermann-Levi-Akademie des Bayerischen Staatsorchesters umbenannt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde seit den 1930er-Jahren die Anerkennung für das Schaffen Levis heruntergespielt und sein Andenken vernachlässigt. Mit der Umbenennung der Orchesterakademie soll dieses Versäumnis behoben und dem Schaffen von Hermann Levi erneut die gebührende Bedeutung zugemessen werden.
Die Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper wurde vor 20 Jahren gegründet, um die jahrhundertealte Tradition eines der ältesten deutschen Orchester an junge Musiker weiterzugeben und die besondere Klangvorstellung und Spielkultur dieses einmaligen Klangkörpers für nachfolgende Generationen lebendig zu halten. Die Umbenennung kommt dieser Idee nach: Die Hermann-Levi-Akademie wird so in Zukunft im Namen Levis sein zukunftsweisendes Schaffen an der Bayerischen Staatsoper fortführen. Ziel der Akademie ist es, Nachwuchsmusikern Orchesterpraxis unter professionellen Bedingungen zu ermöglichen, vor allem in der Opernliteratur mit ihren spezifischen Anforderungen, aber auch im symphonischen Bereich.
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Die Burg Gars als schillerndes Serail

Intendant Dr. Johannes Wildner zeigt Mozarts „Entführung aus dem Serail“ bis 7. August in einer einzigartigen Fassung.

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Siyabonga Maqungo | Belmonte, Sooyeon Lee | Konstanze, Tamara Ivaniš | Blonde, Ian Spinetti (Pedrillo). Copyright: Andreas Anker

Gars, 15.7.2021. Ausgerechnet im Vorjahr, dem Jahr des 30-Jahr-Jubiläums des Garser Opernfestivals, konnte in der Babenbergerburg im Kamptal keine Oper gezeigt werden. Umso größer war am 15. Juli die Freude im Team von Intendant Johannes Wildner über die Rückkehr der Oper in die ehrwürdige Burg. Diese wurde mit W. A. Mozarts Geniestreich „Die Entführung aus dem Serail“ zelebriert. Die Oper Burg Gars zeigt das 1782 uraufgeführte Stück in einer von Tristan Schulze eigens geschaffenen Fassung für Kammerensemble unter der Regie der aufstrebenden Regisseurin Lisa Padouvas. Der international renommierte Dirigent Johannes Wildner leitet das Ensemble dieser einzigartigen Garser „Entführung“ ausnahmsweise höchstpersönlich an der ersten Geige. Bis 7. August ist die Produktion im „Opernhaus des Waldviertels“ zu erleben.

Inmitten der tausend Jahre alten Mauern, die heuer als schillerndes Serail erstrahlen, durfte Intendant Wildner am Donnerstag zahlreiche Ehrengäste zur Premiere der „Entführung aus dem Serail“ begrüßen, darunter Landesrat DI Ludwig Schleritzko, Bezirkshauptmann Mag. Johannes Kranner oder TV-Moderatorin Dr. Christa Kummer.

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Sooyeon Lee | Konstanze, Siyabonga Maqungo | Belmonte. Foto-Copyright: Andreas Anker

Auf der Bühne begeisterte am Premierenabend ein extrem spielfreudiges Ensemble bestehend aus großartigen, internationalen Stimmen und der österreichischen Schauspiel-Größe Stephan Paryla-Raky, der einen tiefgründigen Bassa Selim gab. Als Liebespaar Konstanze und Belmonte glänzten die an der Oper Dortmund engagierte Sopranistin Sooyeon Lee aus Südkorea und der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo, Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. In den weiteren Rollen brillierten die u.a. aus dem Salzburger Landestheater bekannte Tamara Ivaniš als selbstbewusst-aufgeweckte Blonde, der kamerunische Bass Jacques-Greg Belobo als vielseitiger Grobian Osmin und der in Brasilien geborene, aufstrebende Tenor Ian Spinetti als liebenswürdiger Tollpatsch Pedrillo.

Kammerensemble mit Johannes Wildner an der ersten Geige

In der Oper Burg Gars ist „Die Entführung aus dem Serail“ in einer noch nie dagewesenen Fassung zu sehen. „Mozart hat seine ‚Entführung‘ als Kammerspiel eines Dramas zwischen sechs Personen konzipiert, und genau so zeigen wir die Oper diesen Sommer auf der Bühne der Oper Burg Gars.“, so Johannes Wildner. Regisseurin Lisa Padouvas fügt hinzu: „In der Garser Entführung verzichten wir bewusst auf den weder dramaturgisch noch musikalisch

unbedingt notwendigen Chor. Der Fokus des Publikums wird damit ganz klar auf die sechs

Protagonisten der Oper gelenkt.“ Doch nicht nur das ist besonders an der Garser „Entführung“: Eigens für die Oper Burg Gars hat Komponist Tristan Schulze eine Fassung arrangiert, in der ein Streichquintett und ein Akkordeon an die Stelle des Orchesters treten. In diesem außergewöhnlichen Rahmen greift Johannes Wildner ausnahmsweise und nur diesen Sommer selbst zur Violine. Um die Instrumentation für Kammerensemble gebührend zu würdigen, hat er selbst die Partie des Primgeigers übernommen und gestaltet damit heuer die musikalische Leitung in anderer Form.

Wildner, der zu den führenden österreichischen Dirigenten der Gegenwart zählt, wendet sich damit in freudvoller Erinnerung seiner künstlerischen Vergangenheit zu. Bis vor einem Vierteljahrhundert war er als Geiger festes Mitglied der Wiener Philharmoniker – eine Zeit, die seine künstlerische Laufbahn wesentlich geprägt hat.

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Jacques-Greg Belobo | Osmin, Tamara Ivaniš | Blonde. Foto-Copyright: Andreas Anker

 Ideale der Aufklärung im Fokus

Im Opernschaffen Mozarts bedeutet die „Entführung“ den Inbegriff einer hoffnungsvollen Aufbruchsstimmung und den Beginn einer völlig neuen Art von Musiktheater. Inhaltlich stehen die großen Themen Respekt, Toleranz und Humanität im Mittelpunkt. „Mozart begann mit diesem Stück sein gesamtes Opernschaffen in den Dienst der Ideale der Aufklärung zu stellen.“, verrät der Intendant und führt aus: „Unsere Fassung soll das Augenmerk der Opernfreunde im besonderen Maße auf die zentralen Aussagen des Komponisten lenken – all das vor dem historischen Hintergrund der Musiktheaterproduktion in Wien im Übergang von der Spätzeit Maria Theresias zu der dynamischen Theaterszene in der Zeit von Joseph II.“

Speziell das Ende der Garser Inszenierung wird den einen oder anderen Opernkenner vielleicht überraschen, wie Lisa Padouvas andeutet: „Das von Mozart komponierte Ende ist ein von den Regeln des Kaiserhauses erzwungenes und ironisiertes Happy End. Im Zentrum der Handlung steht aber das Drama einer Frau, die zwischen zwei Männern steht. Dass so eine Geschichte nicht gut ausgehen kann, erklärt sich wohl von selbst.“

Besetzung

Stephan Paryla-Raky | Selim, Bassa
Sooyeon Lee | Konstanze, Geliebte des Belmonte
Tamara Ivaniš | Blonde, Mädchen der Konstanze
Siyabonga Maqungo | Belmonte
Ian Spinetti | Pedrillo, Bedienter des Belmonte und Aufseher über die Gärten des Bassa
Jacques-Greg Belobo | Osmin, Aufseher über das Landhaus des Bassa
Karl Denk, Leopold Denk | Diener des Bassa Selim

Kammerensemble

Violine I | Johannes Wildner
Violine II | Yoanna Ruseva
Viola | Reinhold Rieger
Cello | Young Jung
Kontrabass | Julian Kabas
Akkordeon | Nikola Djoric

 Infos & Karten
Spieltermine:

Do. 15. Juli 2021 (Premiere)

Sa. 17. Juli 2021

Di. 20. Juli 2021

Do. 22. Juli 2021

Sa. 24. Juli 2021

Do. 29. Juli 2021

Sa. 31. Juli 2021

Di. 3. August 2021

Fr. 6. August 2021

Sa. 7. August 2021

Beginn: je 20.00 Uhr

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Sooyeon Lee | Konstanze, Stephan Paryla-Raky | Selim, Bassa. Foto-Copyright: Andreas Anker

 Kontakt Kartenbuchungen: OPER BURG GARS Kartenbüro
Hauptplatz 80 | 3571 Gars am Kamp
T: +43 2985 33000

E: office@operburggars.at

W: www.operburggars.at                             

Abendkassa auf der Burg jeweils 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn.

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ORF III am Wochenende: TV-Premiere für Elīna Garančas Open-Air-Gala „Klassik in den Alpen“ aus Kitzbühel 2021

Außerdem: „zeit.geschichte“-Abend: „Schlacht um Europa“, Thomas Stipsits in den „Berggesprächen“, Auftakt für Miniserie „Die doppelte Frau“

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information setzt am Sonntag, dem 18. Juli 2021, den ORF-Kultursommer mit einem Klassik-Highlight aus Tirol fort: Im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne“ Elīna Garančas glanzvolle Open-Air-Gala „Klassik in den Alpen“ aus Kitzbühel. Am Samstag, dem 17. Juli, zeigt die „zeit.geschichte“ ab 20.15 Uhr die ersten vier Folgen der achtteiligen, britischen Dokureihe „Schlacht um Europa“ über die bedeutendsten Gefechte des Zweiten Weltkriegs. Tagsüber am Samstag gedenkt ORF III Ossy Kolmann anlässlich seines fünften Todestages. Außerdem ist Thomas Stipsits zu Gast in einer neuen Ausgabe der „Berggespräche“. Im Vorabend präsentiert ORF III die erste Episode der dreiteiligen Doku-Fiction „Die doppelte Frau“.

Samstag, 17. Juli

Am Samstagmorgen gedenkt ORF III Ossy Kolmann, dessen Todestag sich am 18. Juli zum fünften Mal jährt, mit dem Porträt „ORF-Legenden – Ossy Kolmann“ (9.00 Uhr). „So ein Theater“ präsentiert anschließend die 1978 aufgezeichnete Komödie „Rücksichtslos dankbar“ (9.50 Uhr) in einer Inszenierung von Jochen Bauer aus dem TV-Theater im ORF-Zentrum. Am Nachmittag trifft Andreas Jäger Thomas Stipsits für eine neue Folge der „Berggespräche“ (16.00 Uhr). Im Südburgenland – in dem auch seine Stinatz-Krimis spielen – ist der Publikumsliebling gemeinsam mit Andreas Jäger auf dem Geschriebenstein, der mit 884 Meter höchsten Erhebung des Burgenlands, unterwegs. Weiter geht es auf den Spuren des Uhudlers. Im Vorabend um 20.00 Uhr präsentiert ORF III die erste Episode der dreiteiligen Doku-Fiction „Die doppelte Frau“, die parallel via ORF.at zu erleben ist. Im Film-Noir-Stil wandelt die Reihe auf den Spuren der Ersten Republik – aufbereitet als spannender Ermittlungsfall in drei rund achtminütigen Episoden. Entwickelt wurde der Doku-Fiction-Dreiteiler unter der redaktionellen Leitung von ORF.at-Chefredakteur Gerald Heidegger. Für Regie und Drehbuch ist ORF-Regisseurin Beate Thalberg verantwortlich. Im Hauptabend zeigt „zeit.geschichte: Schlacht um Europa“ die ersten vier Folgen der achtteiligen britischen Dokureihe über die bedeutendsten Gefechte des Zweiten Weltkriegs. Zum Auftakt widmet sich die Reihe dem „D-Day“ (20.15 Uhr). Die Landung der alliierten Truppen in der Normandie am D-Day ist ein Wendepunkt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs. „Operation Neptune“ ist trotz widriger Umstände und hohen Verlusten ein großer militärischer Erfolg. Veteranen sowohl der alliierten Armeen als auch der deutschen Wehrmacht berichten aus erster Hand von den Geschehnissen am Landungstag, kommentiert von Historikern und Militärexperten. Es folgen „Der Kampf um Caen“ (21.10 Uhr), „Operation Cobra“ (22.05 Uhr) und „Operation Market Garden“ (23.05 Uhr).

Sonntag, 18. Juli

Am Sonntag im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne“ aus Kitzbühel Elīna Garančas glanzvolle Open-Air-Gala „Klassik in den Alpen“ (20.15 Uhr). Die lettische Mezzosopranistin tritt gemeinsam mit der rumänischen Sopranistin Cellia Costea und dem armenischen Tenor Arsen Soghomonyan unter der musikalischen Leitung von Karel Mark Chichon auf. ORF-Kulturlady Barbara Rett führt für das in Kitzbühel anwesende Publikum und die TV-Zuseherinnen und -Zuseher durch den Abend. Außerdem erstmals auf der großen Konzertbühne: der 23-jährige Steirer und Sieger von Garančas Nachwuchsförderprojekt „ZukunftsStimmen“ Philipp Schöllhorn. Aufgezeichnet wurde der stimmungsvolle Klassik-Abend am Samstag, dem 10. Juli. Das Programm wurde seitens Maestro Karel Mark Chichon unter das Motto „Hoffnung und Zuversicht“ gestellt. Ein Wiedersehen mit Elīna Garanča gibt es anschließend um 22.00 Uhr, wenn sich in „Stars & Talente – Von und mit Leona König“ alles um die „ZukunftsStimmen“-Initiative zur Förderung des Klassiknachwuchses dreht.

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Frequency-Festival-Absage: Verheerendes Signal für Impfwillige
Interessengemeinschaft Österreichische Veranstaltungswirtschaft kritisiert Zuständigkeiten für Veranstaltungen.

Wien (LCG) – Die IG Österreichische Veranstaltungswirtschaft erkennt nach der Absage des Frequency Festivals eine besorgniserregende Stimmungslage. Junge Menschen haben 15 Monate auf Festivals und Kulturveranstaltungen warten müssen. Diese wurden ihnen von der Bundesregierung unter strengen Auflagen der 3G-Regel in Aussicht gestellt. Die Teilhabe am kulturellen Leben, der Besuch von Veranstaltungen und der Nachgastronomie sind für viele Menschen die Motivation, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Wenn diese Motivation durch Bezirkshauptmannschaften nun wieder zerstört wird, fehlt ein wesentlicher Grund, sich impfen zu lassen. Bei der IGÖV sieht man durch das widersprüchliche Vorgehen zwischen Bund und Bezirken eine fatale Situation, die sich auf die Durchimpfungsrate auswirken und dramatische wirtschaftliche Folgen haben kann. Auch für den Veranstalter ist das politische Hickhack ein wirtschaftlicher Schlag: Nur 80 Prozent der Kosten werden durch den Schutzschirm getragen.

„Das Frequency Festival ist im österreichischen Veranstaltungsgeschehen eines der wichtigsten Events. Mit der jetzt behördlich verordneten Absage entsteht ein enormer Schaden für die gesamte Veranstalterbranche sowie natürlich dem Publikum und den Künstlerinnen und Künstlern. 50.000 Menschen haben sich darauf gefreut. Laut einer repräsentativen Befragung wäre ein Großteil der Besucherinnen und Besucher bereit gewesen, sich dafür impfen zu lassen – eigentlich der wichtigste Impuls in dieser jetzigen Situation. Tausende weitere Menschen hätten die Bereitschaft gehabt, einen PCR-Test dafür zu machen“, stellt IGÖV-Vorstand Georg Hoanzl fest. Er ergänzt: „Der Schutzschirm, ein leider jetzt sinnvolles und notwendiges Instrument, deckt aber nur einen Teil des Schadens des Veranstalters ab. Hier muss ein hoher Verlustanteil unverschuldet von einem Privatunternehmen abgedeckt werden. Der gesamten Region und allen beteiligten Unternehmen und Menschen bleibt der Verlust dieses bedeutenden Festivals.

„Die Finalentscheidung den lokalen Behörden zu überlassen, führt die Aussage der Bundesregierung, dass alles möglich sei, ad absurdum. Obendrein entsteht eine nicht zumutbare Planungsunsicherheit auf Veranstalterseite, da hier von Behörde zu Behörde mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. In der Praxis führt das dazu, dass in einer Region Veranstaltungen mit über 100.000 Besucherinnen und Besuchern genehmigt werden und in einem anderen Bezirk wird eine Veranstaltung mit 50.000 Besucherinnen und Besuchern verboten“, erklärt CTS-Eventim-Austria-Geschäftsführer Christoph Klingler.
Weitere Informationen auf igoev.at
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