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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 14. NOVEMBER 2020)

14.11.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 14. NOVEMBER 2020

Neue Corona-Beschränkungen: Heute ausführliche „ZIB“-Berichterstattung ab 13.00 Uhr in ORF 2

 Am 14. November: Verlängerte „ZIB“ um 13.00 Uhr, „ZIB Spezial“ mit Pressekonferenz der Bundesregierung ab 16.30 Uhr, „ZIB 2 Spezial“ um 21.55 Uhr =

Wien (OTS) – Der dritte Corona-Lockdown seit März steht bevor. Die Infektionszahlen in Österreich haben eine beunruhigende Höhe angenommen. Nach der Gastronomie, die bereits Großteils schließen musste, dürften jetzt Handel und Schulen folgen – trotz des Widerstandes von Eltern, Opposition und Wirtschaft. Wie lange soll der neuerlich verschärfte Lockdown dauern und ist er wirklich nötig?

Dazu zeigt ORF 2 heute, am Samstag, dem 14. November 2020, ab 13.00 Uhr eine von Peter Teubenbacher präsentierte verlängerte „ZIB“. Ab 16.30 Uhr folgt eine knapp zweieinhalbstündige, von Tarek Leitner moderierte „ZIB Spezial“ mit der Pressekonferenz der Bundesregierung und anschließender Analyse im Studio. Um 21.55 Uhr steht zudem eine 20-minütige „ZIB 2 Spezial“ mit Martin Thür auf dem Programm.

Nach der verlängerten 13.00-Uhr-„ZIB“ zeigt ORF 2 das ursprünglich für 22.05 Uhr geplante Porträt „Karl Merkatz – Vom Tischler zum echten Wiener“ und anschließend „Der Bockerer“. Nach der „ZIB 2 Spezial“ stehen „Der Bockerer II – Österreich ist frei“ und „Der Bockerer III – Die Brücke von Andau“ auf dem ORF-2-Programm. Die Sendung „Bürgeranwalt“ entfällt. „Bewusst gesund – Das Magazin“ steht am 15. November um 14.00 Uhr auf dem Programm von ORF 2.
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WIEN/ Theater an der Wien: Zur Zeit wird an vier Produktionen gearbeitet

Sehr geehrte Damen und Herren!


Regisseur Alfred Dorfer mit Florian Boesch und Cristina Pasaroiu. Foto: Anna Breit

Donnerstag Abend wäre die Premiere von Mozarts Le nozze di Figaro über die Bühne des Theaters an der Wien gegangen, aber wir haben eine gute Nachricht für Sie und unser Publikum:

Die Neuproduktion wird in den kommenden zwei Wochen bis zur Premierenreife geprobt und in Kooperation mit ORF III für eine TV-Übertragung am 29.11.2020 aufgezeichnet.

Wir hoffen natürlich sehr, dass wir Ihnen und unserem Publikum diese Mozart-Neuproduktion auch bald live im Theater an der Wien zeigen können und das noch in dieser Spielzeit.


Regisseur Alfred Dorfer mit Florian Boesch und Cristina Pasaroiu. Foto: Anna Breit

Gesamt proben und arbeiten zurzeit vier Produktionsteams und Ensembles (im Rahmen unserer Präventionskonzepte) im Theater an der Wien und in der Kammeroper.

Die Premiere der Barockoper GIASONE in der Kammeroper wurde auf den 02.12.2020 verschoben und die Premiere der neuen Kinder-Krimioper Figaro und die Detektiv*innen ist für den 19.12.2020 in Planung.

Seit dieser Woche haben auch die choreografischen Proben für die geplante Dezember-Produktion PLATÉE begonnen.

Ich kann Ihnen berichten, dass sowohl die Künstlerensembles als auch die MitarbeiterInnen in den künstlerischen und technischen Abteilungen voller Energie und mit viel Motivation an den genannten Produktionen arbeiten.

Wir bleiben zuversichtlich und gehen jeden Tag mit den besten Kräften unserer Arbeit am und für das Musiktheater nach.

Bitte achten Sie weiterhin auf Ihre Gesundheit!

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Aus Bayreuth: Siegfried Wagners „Sonnenflammen“ op. 8 heute als (befristetes) Streaming zu erleben:

All Jene, die verhindert waren, zur einzigen diesjährigen Neuinszenierung im August nach Bayreuth zu kommen  und die auch der Bayreuther Kino-Aufführung im September nicht beiwohnen konnten,  haben am kommenden Wochenende die Chance,

Siegfried Wagners „Sonnenflammen“ op. 8 als (befristetes) Streaming zu erleben:

 SA 14 11. 2020 ab 19:30 (bis 24:00 Uhr) mit deutschen Untertiteln  https://youtu.be/R21pfx7ER6g
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online-Musik zur Coronazeit: Das Ensemble WISE und ein Aufruf zu verbindender Kultur


Musikuniversität Wien / Credit: WISE

Ein Konzert online, aufgespielt wie gehört, kann all diese Emotionen nicht ersetzen, welche beim Musizieren im Konzertsaal in der Wechselwirkung zwischen den Künstlern und deren Publikum erwachsen. Doch im Zwang der Corona-Krise ist für die Musiker notgedrungen aktuell geworden, Musikstücke auf Videos einzuspielen und diese ins Internet zu stellen oder auch das Konzertieren direkt zu übertragen. Viele, sehr viele internationale Solisten und Ensembles haben in den letzten Monaten zu dieser Hilfsmaßnahme gegriffen. Dies ist als wertvoll anzusehen, um sich zu beweisen, um eine Initiative zu ergreifen – und diese musikalischen Demonstrationen können rund um die Welt gehört werden.

Ein schönes Beispiel einer Konzertserie online bieten die KammermusikerInnen von WISE – Wiener Internationales Solisten Ensemble. Die Wiener Violinistin Andrea Nikolić, Primaria von WISE, hat in den Corona-Monaten zwei repräsentative Konzertserien gestaltet. Nach dem CROArT-Festival im Juni mit moderner wie traditioneller Musik von kroatischen, teils auch in Österreich lebenden KomponistInnen zum Abschluss der kroatischen EU-Ratspräsidentschaft, ist nun in einer dreiteiligen Folge VaClaF in Exile / Live from Vienna zu hören. In Zusammenarbeit mit dem Wiener Forschungszentrum exil.arte unter Leitung von Musikwissenschafter Dr. Gerold W. Gruber, der Musikuniversität Wien (auch Ort der Aufnahmen) und dem Kulturforum Sarajewo ist dies ein teilweiser Ersatz für das bedeutende internationale Vareš Classic Festival geworden. Immerhin, trotz der Reisebeschränkungen wurden in Vareš – idyllisch gelegen, früheres Kampfgebiet in Bosnien – zwei Konzerte live vor Publikum gespielt. 

WISE setzt auf Projekte mit engagierten Themen. Ambitioniert erklärt Andrea Nikolic: „Dieses Jahr heißt es: Exil. Dieses Wort bedeutet heutzutage so viel. Nicht nur psychische Flucht, auch seelische – und dies können wir in der jetzigen Pandemiezeit sehr gut verstehen. In drei Konzerten aus Wien haben wir auf starke Musik zu diesen Problematiken gesetzt, mit großem Augenmerk auf zeitgenössische Kompositionen. Denn Musik ist eine Sprache – und wir müssen uns bemühen, die Sprache unserer Zeit, die Musik mit der wir heute leben, zu verstehen und weiter zu geben“.

Außer Exil-KomponistInnen wie Wally Veigl, Julius Bürger, Hans Gál und Wilhelm Grosz wurden Werke von lebenden KomponistInnen programmiert: etwa Gabriele Proy, Johanna Doderer, Thea Musgrave, Lera Auerbach. In Bosnien präsentierten sich die Komponisten Ivan Čavlović und Ališer Sijarić (doch auch Beethoven war zu erleben). Dazu, zum ersten Mal, ist eine Oper zu hören gewesen. Live übertragen aus dem Kroatischen Nationaltheater in Pula: „Caccia lontana“ von Antonio Smareglia (1854 bis 1929, ein vormals geschätzter Opern-Maestro aus Istrien). Andrea Nikolic hat dazu noch einen Literaturabend mit Tanja Stupar Trifunovic, Gewinnerin des EU-Literaturpreises 2016 zum Thema Exil kuratiert. Ein ähnliches Konzept war auch bei dem CRO-ArT Festival im Juni gegeben. Diese stark an Sprache, Kommunikation und Verständnis gebundene Schriftstellerin setzt auf eine wichtige und hoffnungsvolle Botschaft: „Zusammen schaffen wir es besser!“ 


Primaria Andrea Nikolic. Credit: WISE

Nikolic weist auf die zur Zeit so immensen Schwierigkeiten der Musiker hin: „Für die freie Szene ist es kaum möglich sich in diesen Tagen zu präsentieren und finanziell zu überleben. Die Veranstalter haben Angst – wie wird es weitergehen? Denn nach all den zuvor gegebenen Verordnungen haben wir auch jetzt schon wieder keine Auftrittsmöglichkeiten, obwohl bei Konzerten die Ausbreitung von Infektionen kaum gegeben sind.“ Als allgemeine Klage ist in den Musikerkreisen zu hören: Die politischen Maßnahmen für die Kulturbranche sind nicht wirklich geeignet gewesen. Eine vernünftigere Organisation hätte besser helfen können. Nikolic: „Wir bekommen zwar nun die elementare finanzielle Unterstützung. Doch beinahe ein ganzes Jahr lang nicht richtig vor dem Publikum spielen zu dürfen …. und sich auch noch zweifelnd fragen: Wie könnte es weiter gehen? Es ist nicht einfach. Trotzdem, wir dürfen nicht aufgeben. In all den Schwierigkeiten haben wir uns immer wieder neu erfunden und weiter entwickelt, so werden wir es auch jetzt machen. Ich glaube an die Kunst, wir können nicht ohne sie leben. Diese Zeit hat viele Probleme, die uns schon seit Jahren bewusst sind, ganz offen gemacht.“ Der Aufruf der Geigerin: „Nun müssen wir versuchen, dies was uns nicht gefällt zu ändern. Insbesondere jetzt sollten wir Künstler weit aktivere Mitglieder dieser Gesellschaft werden. Im jeden Sinne, künstlerisch wie auch politisch.“ 

Meinhard Rüdenauer
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MITTEN IN DER COVID-KRISE WOHL AUSSERGEWÖHNLICH: NEUINSZENIERUNG „ELEKTRA“  IN SOFIA

Hier nun etwas ganz Außergewöhnliches: Mitten in der Corona-Krise bringt die Sofia National Opera nun eine Neuinszenierung der „Elektra“ von Richard Strauss in der Regie ihres Generaldirektors, Acad. Plamen Kartaloff, als bulgarische Erstaufführung heraus. Der US-amerikanische Dirigent Evan-Alexis Christ hat die musikalischen Leitung. Am 26.11. wird die A- und 29.11.2020 die B-Premiere sein. Dabei wird ein beachtliches Hygiene-Konzept eingesetzt: Die Sitze aus dem Parkett wurden entfernt, dort sitzt der Großteil des Orchesters, natürlich alle Streicher, im Graben die meisten Blechbläser und das Schlagwerk. Die Produktion ist schon seit Ende Mai fertig, als sie im Rahmen eines wegen Corona abgesagten Wagner/Strauss-Festivals Premiere haben sollte. Dieses wird wohl nun 2021 stattfinden.                                                                                                                                                                                                          Klaus Billand

ZUM TRAILER

ELEKTRA – Opera by Richard Strauss – Sofia Opera – Premiere 26, 29.11.2020

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WISSENSCHAFTSKRIMI GELÖST:
DIE HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA STAMMT AUS DER FRÜHEN BRONZEZEIT


Die Himmelsscheibe von Nebra in restauriertem Zustand. © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Foto: J. Lipták.

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete astronomische Darstellung der Welt. Lange Zeit war sich die Fachwelt einig, dass der Fund der Bronzezeit zugeordnet werden kann. Zwei deutsche Prähistoriker behaupteten in diesem Jahr, dass die Scheibe aus der Eisenzeit stamme und lösten damit eine Kontroverse aus. Neue Untersuchungen geben in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachzeitschrift „Archaeologia Austriaca“ aber nun Entwarnung: die Himmelsscheibe datiert eindeutig in die Bronzezeit.

Im Sommer 1999 fanden zwei Raubgräber auf dem Mittelberg bei Nebra in Deutschland einen Hort aus der frühen Bronzezeit (ca. 1600 v. Chr.), der aus der sogenannten Himmelsscheibe von Nebra, zwei Schwertern, zwei Beilen, zwei Armspiralen und einem Meißel bestand. Die Himmelsscheibe, die 2013 ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurde, misst ca. 32 cm im Durchmesser und zeigt die ältesten konkreten astronomischen Darstellungen der Welt.

Seit ihrer spektakulären Sicherstellung durch die Schweizer Polizei im Jahre 2002 sind die Himmelsscheibe von Nebra und ihr kulturelles Umfeld Gegenstand intensiver Forschungen, was sie zu einem der bestuntersuchten archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte macht. In einem 2020 erschienenen Aufsatz zweifeln die Prähistoriker Rupert Gebhard und Rüdiger Krause allerdings die in der Fachwelt allgemein akzeptierte Datierung der Himmelsscheibe an. Sie behaupten in ihrem Aufsatz „Kritische Anmerkungen zum Fundkomplex der sog. Himmelsscheibe von Nebra“ (Archäologische Informationen 43), dass der Hortfund keinen „geschlossenen Fund“ darstelle, die Himmelsscheibe möglicherweise gar nicht vom ermittelten Fundort stamme und somit als Einzelfund ohne Kontext in die Eisenzeit (ca. 800 bis 50 v. Chr.) zu datieren sei.

Diese Annahme konnte eine 13-köpfige Forschungsgruppe nun in der vom Institut für Orientalische und Europäische Archäologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) herausgegebenen Fachzeitschrift „Archaeologia Austriaca“ widerlegen. Die Studienautor/innen weisen darin nach, dass Gebhard und Krause mit unvollständigen und teilweise falschen oder verfälschend wiedergegebenen Daten argumentieren.

Gerichtsaussagen und Bodenproben: Keine Zweifel am Fundort Mittelberg

Das beginnt bereits beim Fundort: So ist die Authentizität der Fundstelle, des Mittelberges bei Nebra, seit langem zweifelsfrei gesichert, schreiben die Forscher/innen. Das bestätigen nicht nur die gerichtlichen Aussagen der Raubgräber und eines Hehlers, sondern auch die Nachuntersuchungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Durch Markierungen im Gelände, eine von den Raubgräbern weggeworfene Wasserflasche, die Spuren der von ihnen benutzten Hacke sowie erhöhte Gold- und Kupferkonzentrationen im Sediment, die durch die lange Lagerung der Himmelsscheibe erklärt werden können, lässt sich der Fundort exakt lokalisieren. Auch die Übereinstimmung der Bodenproben von der Fundstelle mit Erdanhaftungen an der Himmelsscheibe und an einem der mitgefundenen Schwerter sowie Anhaftungen an einem Bronzebeil sprechen schließlich für eine Herkunft vom Mittelberg.

Kupfer und Gold: Salzburger Land und Cornwall als Lagerstätten der Bronzezeit

Die Zusammengehörigkeit der Funde sehen die Forscher/innen in ihrer Publikation auch durch die Untersuchung des Kupfers für die Himmelsscheibe und der Beifunde bewiesen. Wie Spurenelemente und Bleiisotopenverhältnisse zeigen, stammt das Kupfer für beides aus derselben Lagerstätte im Salzburger Land. Die Produktion dieses ostalpinen Kupfers beginnt in der frühen Bronzezeit (18. Jh. v. Chr.) und endet mit dem 9. Jahrhundert v. Chr. – also ein Jahrhundert vor dem Beginn der Eisenzeit.

Das verwendete Gold stammt aus dem Gebiet des Carnon River in Cornwall, wo für das 17./16. Jahrhundert v. Chr. ein Abbau nachgewiesen ist. Und schließlich folgt die Zusammensetzung des Nebraer Hortes einem Muster, das auf die frühe Bronzezeit begrenzt ist.

Bereits mit dem Nachweis des Fundortes und der Zusammengehörigkeit der Funde brechen laut den Wissenschaftler/innen zwei wesentliche Grundannahmen der Kritiker, nämlich dass die Himmelsscheibe von Nebra ein Einzelfund und daher nur stilistisch einzuordnen ist, als Voraussetzung für eine eisenzeitliche Datierung zusammen.

Chemie und Archäologie: Radiokarbondaten und der Eisenzeit unbekannte Schiffsdarstellung

Gegen eine Einordnung der Funde in die Eisenzeit sprechen aber auch weitere chemische und archäologische Erkenntnisse: So korrelieren die Zinn- und Bleiisotopenverhältnisse der Funde aus dem Nebraer Hort mit zahlreichen anderen frühbronzezeitlichen Objekten. Die Herstellungs- und Verzierungstechnik spricht ebenfalls gegen ein eisenzeitliches Alter, insbesondere die Darstellung eines Schiffes auf der Himmelsscheibe ist ein für die Bronzezeit typisches Motiv, das in der Eisenzeit unbekannt ist.

Für die Datierung der Himmelsscheibe in die Bronzezeit halfen den Forscher/innen schließlich auch Radiokarbondaten weiter, die anhand organischer Reste an einem der Schwerter gewonnen werden konnten und in die Zeit um 1600 v. Chr. gehören. Die Zusammengehörigkeit der Himmelsscheibe mit den Beifunden wiederum wird durch deren ähnliche chemische Zusammensetzung und die übereinstimmenden Erdanhaftungen erhärtet.

Laut den Studienautor/innen besteht kein Zweifel daran, dass die Himmelsscheibe von Nebra längere Zeit in Gebrauch war, was sich aus mehreren Umgestaltungsphasen ableiten lässt. Am Ende der frühen Bronzezeit wurde sie dann aber mit den Beifunden dem Boden anvertraut. Zum Beginn der Eisenzeit war sie somit schon lange begraben.
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La commedia non e finita !! Ein Corona-Rätsel: Um welches Theater handelt es sich?

 Wenn wir schon nicht im realen Leben in die Oper gehen dürfen, dann zumindest per Bus-Reise auf Erwin Messers N-Spur Eisenbahn- Anlage in die heutige Vorstellung von Lohengrin !!!  Der Name des Opernhauses ist das heutige Corona-Rätsel.


Foto: Erwin Messer


Foto: Erwin Messer

Gruß aus dem Musik affinen Wienerwald
 Dr. Ulrike Messer-Krol und Erwin Messer

Auflösung morgen an dieser Stelle!
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Kunstgenuss trotz Lockdown

Artothek Niederösterreich verleiht Originale für die eigenen vier Wände

Krems (OTS) – Der zweite Lockdown im November hat auch eine Schließung aller Museen in Österreich mit sich gebracht. Seither sind die Möglichkeiten, Kunst real zu erleben stark eingeschränkt, vielen bleibt die Faszination von der Begegnung mit einem Original ganz verwehrt. Der Auftrag der Artothek Niederösterreich ist somit aktueller denn je: Mit dem einfachen und unbürokratischen Verleih von Kunstwerken für das eigene Zuhause oder den Arbeitsplatz das Interesse an bildender Kunst fördern und sie den Menschen näher bringen.

Kunst einfach leihen

Gerade in Zeiten des Lockdowns schafft Kunst willkommene Abwechslung in den eigenen vier Wänden. Alle, die sich intensiver mit einem Original auseinandersetzen und es zu sich nach Hause holen möchten, können das nun problemlos an sechs Tagen in der Woche tun.

Interessierte haben die Möglichkeit, sich vorab im Onlinekatalog einen ersten Eindruck über die mehr als 1.500 Werke zu verschaffen und sich anschließend vor Ort von Expert*innen beraten zu lassen. Die Leihgebühr beträgt für private Personen € 3 inkl. MwSt. (Grafiken und Arbeiten auf Papier) bzw. € 9 inkl. MwSt. (Gemälde) pro Monat und Bild. Firmen und Institutionen können die Leihgebühr (€ 6 inkl. MwSt.

bzw. € 18 inkl. MwSt. pro Monat) von der Steuer absetzen.

Nachhaltige Geschenkidee: Gutschein für Artothek Niederösterreich

 Kunstgenuss für zuhause ist eine originelle und nachhaltige Geschenkidee für Weihnachten, Geburtstage und andere besonderen Anlässe. Die Gutscheine der Artothek Niederösterreich sind in den Varianten zu € 18 (Grafiken und Arbeiten auf Papier für 6 Monate) oder € 54 (Gemälde für 6 Monate) vor Ort erhältlich.

 Sonderöffnungszeiten bis 23. Dezember

Die Artothek Niederösterreich bleibt während des aktuellen Lockdown-Light geöffnet und erweitert im November und Dezember ihre Öffnungszeiten. Bis inklusive 23. Dezember 2020 ist sie montags bis samstags von 12 – 17 Uhr zugänglich.

 Artothek Niederösterreich

[www.artothek.at

] (http://www.artothek.at)office@artothek.at

+43 2732 908022

Sonderöffnungszeiten im November und Dezember 2020 09.11. – 23.12.2020 MO – SA  12 – 17 Uhr Auch am 08.12. (Maria Empfängnis) geöffnet

 [BILDERKATALOG

] (https://www.artothek.at/de/kunstverleih/kunstwerke)[PRESSEBILDER]

(https://celum.noeku.at/pinaccess/pinaccess.do?pinCode=Mua4GEaiGPQL)

 Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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THEATER ST. GALLEN: Musical-Gala „Na, und?“ statt „The Sound of Music“

Wegen der aktuell geltenden Einschränkungen im Kulturbetrieb kann das Theater St.Gallen das für Dezember geplante Musical The Sound of Music von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II nicht realisieren. Das Stück erzählt die Geschichte der Trapp-Familie und ihrer Liebe zur Musik und hätte wesentlich von Szenen mit einem eigens gecasteten Kinderchor sowie Auftritten des Damenchors des Theaters gelebt. Weil Chöre gemäss den Corona-Bestimmungen des Bundesrates bis auf weiteres nicht auftreten dürfen, muss die Produktion schweren Herzens abgesagt werden. Eine Adaption ohne Chöre hätte dem Musical das Fundament entzogen.

Das Leitungsteam um Ulrich Wiggers und Koen Schoots hat stattdessen ein Konzept für eine Musical-Gala entwickelt. Sie soll mehr sein als eine laute und bunte Revue mit Hits aus bekannten Musicals. Die Produktion mit dem Titel Na, und? will die Aktualität unserer schwierigen Zeit aufgreifen und durch die unmittelbare Emotionalität von rund dreissig Songs aus verschiedenen Musicals berühren, begeistern und Hoffnung vermitteln.

Die Besetzung entspricht dem Solisten-Cast von The Sound of Music. Auch auf den Spielplan hat die Programmänderung keine Auswirkungen. Premiere von Na, und? ist am Samstag, 12. Dezember, 19 Uhr, im UM!BAU. Danach stehen bis Juni 2021 weitere Vorstellungen auf dem Programm. Start des öffentlichen Vorverkaufs ist am Montag, 30. November.

Musikalische Leitung         Koen Schoots
Konzept                           Ulrich Wiggers
Raumgestaltung               Leif-Erik Heine
Kostüm                            Jula Reindell
Choreografie                    Kati Heidebrecht
Licht                                 Michael Grundner

Besetzung:  Jennifer Panara, Brigitte Oelke, Nathanael Schaer, David Maze, Pia Waibel, Katia Bischoff, Bosse Vogt, Ann Christin Elverum, Hannes Staffler, Tim Kahlhammer-Loew

Premiere
Samstag, 12. Dezember 2020 19 Uhr, UM!BAU

Vorstellungen

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Samstag, 19. Dezember 2020, 19 Uhr
Dienstag, 22. Dezember 2020, 19.30 Uhr
Donnerstag, 31. Dezember 2020, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen bis Juni 2021
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ORF III am Wochenende: Tschaikowskis „Eugen Onegin“ aus der Wiener Staatsoper

 Außerdem: „zeit.geschichte“-Abend über die „Geheimnisse des Dritten Reichs“; Murnberger-Filmtripel zum 60. Geburtstag

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information präsentiert am Sonntag, dem 15. November 2020, die Premierenproduktion von Tschaikowskis „Eugen Onegin“ aus der Wiener Staatsoper – inszeniert von Dmitri Tcherniakov und dirigiert von Tomáš Hanus. Bereits am Samstag, dem 14. November, beschäftigt sich ein dreiteiliger „zeit.geschichte“-Abend mit den „Geheimnissen des Dritten Reichs“ – von den Mythen um Erwin Rommel und Heinrich Himmler bis hin zur Akte Rudolf Heß. Anlässlich Wolfgang Murnbergers 60. Geburtstag zeigt ORF III am Wochenende drei Filme des österreichischen Regisseurs.

Samstag, 14. November

Am Samstag stehen ab 8.50 Uhr gleich zwei österreichische Filmproduktionen von Wolfgang Murnberger auf dem Programm. In der Komödie „Die Abstauber“ aus dem Jahr 2011 ist Chris (Mišel Matičević) der Shooting-Star in der Chef-Etage einer Bank. Als jedoch kurz vor Weihnachten ein zweistelliger Millionenbetrag fehlt, schlittert er in die Katastrophe. Putzfrau Carmen (Ursula Strauss) hilft dem lebensmüden Helden bei der Suche nach einem Ausweg. Um 10.20 Uhr gibt in der 2012 entstandenen Komödie „Alles Schwindel“ der Diebstahl des weltberühmten Klimt-Bilds „Der Kuss“ große Rätsel auf – neben Ursula Strauss spielen u. a. Benno Fürmann und Bibiana Zeller. Der „zeit.geschichte“-Abend präsentiert drei Folgen der sechsteiligen Reihe „Geheimnisse des Dritten Reichs“. „Wüstenfuchs Rommel“ (20.15 Uhr), der Hitler lange treu als Generalfeldmarschall diente, brach im Sommer 1944 mit seinem Gönner. Wollte auch er den Diktator beseitigen? Darauf folgen „Himmlers Macht“ (21.00 Uhr) sowie „Die Akte Heß“ (21.50 Uhr). Zum Ausklang des Abends zeigt „ORF III Spezial“ in „Lukas Resetarits & Friends“ (22.35 Uhr) die besten Nummern aus dem langjährigen Kabarettschaffen des Großmeisters der Kleinkunst.

Sonntag, 15. November

Am Sonntag überträgt „ORF III LIVE“ um 10.15 Uhr zum Hochfest Heiliger Leopold den „Katholischen Gottesdienst aus dem Wiener Stephansdom“ mit Kanonikus Michael Landau, dem Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien. Zu Mittag steht mit Wolfgang Murnbergers Film „Zwei Frauen, ein Mann und ein Baby“ (12.00 Uhr) aus 1999 eine humorvolle Romanze über die Irrungen und Wirrungen des Liebeslebens auf dem Programm – u. a. mit Nicole Ansari Cox, Eva Herzig und Ralf Bauer.

Im Vorabend liefern die „Kulissengespräche mit Barbara Rett“ eine „Einführung zu Eugen Onegin“ (20.00 Uhr). Darin spricht die Moderatorin mit dem neuen Operndirektor Bogdan Roščić und trifft die junge australische Sopranistin Nicole Car. Um 20.15 Uhr präsentiert „Erlebnis Bühne“ Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Meisterwerk in der aktuellen Premierenproduktion der Wiener Staatsoper, die dort am 25. Oktober erstmals aufgeführt wurde. Rastlos reist der junge Aristokrat Eugen Onegin durch die Welt. Seine bisherige Verachtung gegenüber der Landbevölkerung schlägt jäh in Neugierde um, als ihn sein Freund Lenski in den Kreis der Familie Larin einführt. Zwischen deren Töchtern Olga und Tatjana sowie den beiden Männern entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel der Gefühle. Der renommierte russische Regisseur Dmitri Tcherniakov feiert mit „Eugen Onegin“ sein Regiedebüt an der Wiener Staatsoper. Unter der Leitung des tschechischen Dirigenten Tomáš Hanus singt ein junges, internationales Ensemble – darunter der ladinische Bariton Andrè Schuen in der Titelpartie, die australische Sopranistin Nicole Car als Tatjana, die russische Mezzosopranistin Anna Goryachova als Olga sowie der ukrainisch-russischeTenor Bogdan Volkov als Lenski. Bildregie führt Andy Sommer.
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