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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 14. AUGUST 2021)

14.08.2021 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 14. AUGUST 2021)

KulTOUR MIT HOLENDER – HEUTE TEODOR CURRENTZIS

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SALZBURG: BÜHNE FREI FÜR DIE ORPHEUM NEXT GENERATION MOZART SOLOISTS

Parallel zu den Salzburger Festspielen findet nun die letzte Einspielung für das größte Förderprojekt in der 30-jährigen Geschichte der Orpheum Stiftung statt. Innerhalb der nächsten 5 Jahre werden erstmalig alle 34 Instrumentalkonzerte Mozarts von herausragenden Jungtalenten auf 11 CD’s eingespielt, die erste CD erscheint im kommenden Frühjahr und wird von Konzerten mit ausgewählten Solist*innen des Projekts begleitet. Bisher waren beispielsweise Aaron Pilsan, Melodie Zhao oder Claire Huangci beteiligt.

In der letzten Einspielung, die vom 16. August – 19. August mit dem Mozarteumorchester unter der Leitung von Howard Griffiths im Odeion der Waldorfschule in Salzburg stattfindet, wird David Castro-Balbi das anspruchsvolle Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219, die Geschwister Veriko und Sofiko Tchumburidze das erste Concertone C-Dur KV 190 und Alexandre Zanetta das Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur KV 417 einspielen.

Das Jahr 2021 steht für die ORPHEUM STIFTUNG zur Förderung junger Solisten ganz im Zeichen Mozarts. Am 18. März 2021 fiel der Startschuss für das größte CD-Projekt ihrer 30-jährigen Stiftungsgeschichte: Die Aufnahme aller Instrumentalkonzerte Mozarts. Das sind 34-Werke an der Zahl auf 11-CDs verteilt – von den frühen Klavier- und Violinkonzerten des Teenagers bis hin zu seinem letzten Instrumentalkonzert, dem berühmten Klarinettenkonzert KV 622.

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Vom 16. – 19. August 2021 findet in Salzburg im Dorothea Porsche Saal im Odeion die nächste Aufnahme für die MozartCD Edition, statt. Bei den Aufnahmen dabei sind diesmal: Veriko und Sofiko Tchumburidze (beide Violine), David CastroBalbi (Violine) und Alexandre Zanetta (Horn) sowie Howard Griffiths, der das MOZARTEUMORCHESTER SALZBURG dirigiert. Auf dem Programm stehen Werke des jüngeren Mozart: das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219, das Hornkonzert Nr. 2 in Es-Dur KV 417 und Concertone für zwei Violinen in C-Dur KV 190. Die Konzertkadenzen stammen von den Solisten.

Konzert für Zwei: Mozarts Concertone für zwei Violinen in C-Dur KV 190
Auch wenn sie heute im Konzertsaal kaum mehr gespielt werden, zu ihrer Zeit waren „Concertoni“ vor allem in Österreich und Oberitalien sehr beliebt. Es handelt sich dabei um sinfonische Werke, in denen mehrere Instrumente als Soloinstrumente, ähnlich wie in der späteren Sinfonia concertante, eingesetzt sind. Mozarts erster Versuch in dieser Konzertform, sein Concertone KV 190 wurde laut einer Röntgenuntersuchung wohl am 31. Mai 1774 komponiert, da die Handschrift auf dem Autograf schwer leserlich ist. Mozart ist gerade mal 18-Jahre alt und experimentiert gerne mitunterschiedlichen Klangfarben und Instrumentenkonstellationen sowie Formen und Traditionen. Obwohl das Titelblatt nur zwei Geiger als Solisten benennt, mischen auch die Oboe sowie das Cello an hervorragender Stelle mit. Ein Werk in jedem Fall, das ausgiebig den Solisten Gelegenheit gibt, ihre virtuosen Künste zu zeigen. Bei der Uraufführung, aller Wahrscheinlichkeit am Salzburger Hof, dürfte Mozart selbst den einen Violinpart übernommen haben.

Veriko Tchumburidze (*1996) trat u.a. auf mit Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Lisa Batiashvili, Gérard Caussé, Sol Gabetta, Clemens Hagen, Maxim Vengerov und Tabea Zimmermann. Sie ist bei der ORPHEUM STIFTUNG keine Unbekannte. Mit dem Münchner Kammerorchester unter Howard Griffiths nahm Veriko das Violinkonzert in C-Dur von Anton Wranitzky für Sony auf. Mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und Howard Griffiths entstand eine Einspielung der Filmmusik zu „Schindlers Liste“ beim Label Klanglogo, mit der sie auf Einladung der ORPHEUM STIFTUNG 2016 das Zurich Film Festival in der Oper Zürich eröffnete.

Sofiko Tchumburidze (*2000) wird ebenfalls an der Musikhochschule in München von Lena Neudauer und Julia Fischerunterrichtet und wurde mehrfach in der Türkei, wie auch in München u.a. mit den „Young Artist Award“ des Ana Chumachenco–Wettbewerb, ausgezeichnet.

Mozarts Hornkonzert Nr.2 KV 417 Es-Dur mit Kadenzen des Solisten Alexandre Zanetta (Horn)
Zu Mozarts Zeiten im 18. Jahrhundert stand noch nicht unser heutiges Ventilhorn zur Verfügung, sondern lediglich das Naturhorn: ein
ventilloses Rohr mit Mundstück, beschränktem Tonvorrat und bescheidenen Klangmöglichkeiten. Lediglich durch das Hineingreifen der freien Hand in den Schallbecher, das sogenannte „Stopfen“, konnte man den Ton verfärben und die Tonhöhe manipulieren und Leitgeb war ein großer Meister darin. Mozarts Hornkonzerte berücksichtigen all diese technischen Beschränkungen und sind deshalb mit meist 15 Minuten dauer sehr kurz. In KV 417 findet sich dennoch der weiche Horn-Sound ebenso wie Fanfaren, die zur Jagd zu blasen scheinen.
Dazu Echowirkungen und eine Prise Humor. Mozart schrieb das Hornkonzert 1783 für den Hornisten Joseph Leitgeb (1732-1811) mit dem er seit Jugendzeiten befreundet war.

NEXT GENERATION MOZART SOLOIST: David Castro-Balbi (Violine)
Mit Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219 bewarb sich David CastroBalbi (*1994 in Besançon, Frankreich) im Jahre 2018 auf die Stelle des Konzertmeisters der 2. Violinen im Gewandhausorchester Leipzig. Und er bekam den Job. Dabei befand er sich damals im Masterstudium an der Weimarer Musikhochschule. „Einen fabelhaften Geiger“ nennt ihn sein Professor Friedemann Eichhorn.

„Türkisch“: Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
Besonders anspruchsvoll ist sein fünftes Violinkonzert A-Dur KV 219. Für den Eigengebrauch am erzbischöflichen Hof in Salzburg geschrieben, an dem Mozart bereits seit seinem neunzehnten Lebensjahr als Konzertmeister wirkte, wurde es am 20. Dezember 1775 vollendet — einen guten Monat vor seinem zwanzigsten Geburtstag. Das Konzert bekam den Spitznamen „Türkisch“ wegen seines letzten Satzes, einem zunächst heiter und anmutig beginnenden Rondo.

Mozart CD-Aufnahmen mit dem Mozarteumorchester Salzburg,
Leitung: Howard Griffiths
Solisten: Veriko und Sofiko Tchumburidze, Alexandre Zanetta (Horn) und David Castro-Balbi (Violine)

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Österreichischer Heldentenor Peter Svensson ist tot


Peter Svensson (rechts) bei einem Besuch beim Online-Merker . Links im Bild ist Dr. Klaus Billand. Foto: Peter Skorepa

Den Tod bestätigt gegenüber dem KURIER Eva Walderdorff, die Präsidentin der Weinviertler Festspiele. Svensson war Gründer und Intendant der Weinviertler Festspiele. Walderdorff: „Er ist für mich unersetzlich. Er war ein außergewöhnlicher Mensch und Mitstreiter.“
http://kurier.at/kultur/der-intendant-der-weinviertler-festspiele-peter-svensson-ist-tot/401472106
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WIEN/ BURGTHEATER: Der erste neue Sitz ist montiert (aus INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer)

Und da steht er nun, der erste der brandneuen und komfortablen Sessel, auf dem neu verlegten, frisch geölten Parkett, das auf einer komplett neuen Unterkonstruktion ruht, die auch das neue Lüftungssystem in sich verbirgt.

Es ist dies ein deutlicher Etappensieg bei den größten Umbaumaßnahmen im @burgtheater seit Ende des 2. Weltkrieges.

grf

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Birgit Nilsson, Wolfgang Windgasse: Foto aus „TRISTAN UND ISOLDE“

niwi
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Grafenegg Festival 2021 im ORF: Eröffnungskonzert am 17. August in ORF 2, am 15. August in Radio NÖ

Außerdem im TV: u. a. „Buchbinder spielt Brahms“, „Aus dem Archiv – Mit Rudolf Buchbinder“, „Herrschaftszeiten! – Johann-Philipps Schlossbesuche“

Wien (OTS) – Am Freitag, dem 13. August 2021, wurde das 15. Grafenegg Festival unter der Leitung von Rudolf Buchbinder eröffnet. Bis 5. September stehen außergewöhnliche Konzerte in faszinierender Kulisse und hochkarätiger Besetzung auf dem Spielplan. Zu Gast sind u. a. die Philharmoniker aus Wien, München, Prag und Mailand. Die Dirigenten sind ebenso hochkarätig: Herbert Blomstedt, Valery Gergiev, Semyon Bychkov oder Andrés Orozco-Estrada. Als Solistinnen und Solisten treten Persönlichkeiten wie Piotr Beczała, Gautier Capuçon, Joyce DiDonato, Veronika Eberle, Renée Fleming, Sol Gabetta, Hélène Grimaud, Janine Jansen, Leonidas Kavakos und Christian Tetzlaff auf. Zur Festivaleröffnung werden im Wolkenturm die Ouvertüre aus Giuseppe Verdis „La Forza del Destino“ sowie Auszüge aus der „Messa da Requiem“ erklingen. Begleitet vom Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung seines Chefdirigenten Yutaka Sado stehen mit Krassimira Stoyanova, Clémentine Margaine, Piotr Beczała oder René Pape internationale Gesangsstars auf der Bühne. Zur Einstimmung auf die Verdi-Werke wird eine Fanfare von Toshio Hosokawa, dem diesjährigen Composer in Residence, uraufgeführt. Die Komposition behinhaltet ein Gebet für die in der Coronavirus-Pandemie Verstorbenen, soll aber auch Hoffnung ausdrücken. Das glanzvolle Ereignis wurde vom ORF Niederösterreich unter der Regie von Karina Fibich aufgezeichnet und ist unter dem Titel „Eröffnungskonzert Grafenegg Festival“ am Dienstag, dem 17. August, um 22.35 Uhr in ORF 2 zu sehen. Radio Niederösterreich sendet bereits am Sonntag, dem 15. August, um 20.04 Uhr. Die Klassikplattform myfidelio präsentierte den Eröffnungsabend bereits am Freitag, dem 13. August, live um 19.30 Uhr sowie anschließend als Video-on-Demand zum Nachsehen auf www.myfidelio.at.

Weitere Highlights aus Grafenegg im ORF

Im Rahmen von „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ am Sonntag, dem 29. August, um 20.15 Uhr in ORF III heißt es „Buchbinder spielt Brahms“: Dabei trifft Intendant und Pianist Rudolf Buchbinder auf Shooting-Star Lorenzo Viotti am Pult des Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino. Buchbinder spielt den Solopart im abwechslungsreichen ersten Klavierkonzert von Johannes Brahms. Als Finale erklingt Ludwig van Beethovens sechste Symphonie, die „Pastorale“, die sich mit ihrem starken Naturbezug besonders gut in die malerische Kulisse des Wolkenturms eingliedert. Anschließend rückt ein „Aus dem Archiv – Mit Rudolf Buchbinder“ (22.00 Uhr) den Musiker und künstlerischen Leiter Grafeneggs in den Mittelpunkt. Der Abend mit Rudolf Buchbinder und Lorenzo Viotti kann bereits am Samstag, dem 14. August, um 19.30 Uhr live auf myfidelio gestreamt werden. Bereits am Dienstag, dem 17. August, um 21.05 Uhr in ORF 2 ist als Einstimmung auf die Ausstrahlung des Eröffnungskonzerts eine neue Ausgabe von „Herrschaftszeiten! – Johann-Philipps Schlossbesuche“ u. a. zu Gast beim Hausherrn von Schloss Grafenegg, Tassilo Metternich-Sándor. Ein Wiedersehen mit Rudolf Buchbinder abseits des Grafenegg Festivals gibt es am Sonntag, dem 12. September, um 20.15 Uhr in ORF III mit einem 2020 aufgezeichneten Konzert im Gasteig München, bei dem dieser gemeinsam mit den Münchner Philharmonikern Beethovens erstes Klavierkonzert und Haydns Klavierkonzert in D-Dur zum Besten gab. myfidelio begleitet den Grafenegg-Reigen zudem mit zahlreichen On-Demand-Highlights aus den vergangenen Jahren. So finden sich auf der Klassikplattform neben den Sommernachtsgalas von 2014 bis 2019 auch Dokumentationen zu Festival-Intendant Rudolf Buchbinder, darunter „Rudolf Buchbinder – Auf der Suche nach Vollendung“ aus dem Jahr 2016 und „Ein Tag im Leben von Rudolf Buchbinder“ gemeinsam mit Barbara Rett aus dem Jahr 2019.

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FÜSSEN: Das Festspielhaus Neuschwanstein präsentiert das neue, erstmals englischsprachige Musical THE DREAM KING – Ludwig’s Castle & His Empress

Schon lange war der Wunsch in den Köpfen, ein Musical für ein internationales Publikum zu schaffen. „Unsere Gäste aus aller Welt sollen nicht nur das Schoss Neuschwanstein besuchen, sie sollen auch die Chance haben, den Mann kennenzulernen, der dieses Märchenschloss erschuf – unseren König Ludwig II.“, erklärt Theaterleiter Benjamin Sahler. Zusammen mit Stefanie Gröning (Choreografie) und den Multitalenten Janet Chvatal und Marc Gremm, die das Abenteuermusical Schwanenprinz veranstalten, entstand ein 45-minütiges Musical in englischer Sprache. 

THE DREAM KING ist die Geschichte von König Ludwigs Heldenreise als Prinz und seine Seelenverwandtschaft zu seiner Lieblings-Cousine Sissi, der späteren Kaiserin von Österreich. Prinz Ludwigs Abenteuer offenbaren sein Schicksal als künftiger König von Bayern. Die Show verbindet Mythos mit historischen Ereignissen und erzählt von der Legende des Schwans und des Schwerts.

Eine spektakuläre und epische Musicalaufführung mit Live Gesang, den außergewöhnlichen Bühnenbilder aus dem Erfolgsmusical Ludwig2 auf der spektakulären Drehbühne des Festspielhauses mit seinem riesigen Wasserbassin und atemberaubender Akrobatik.

Zu Ludwigs Geburtstag gibt es nun drei exklusive Previews der Show, die dann ab der Spielzeit 2022 täglich im Festspielhaus Neuschwanstein laufen wird:
24. August um 19:30 Uhr
25. August um 11:00 Uhr
25. August um 16:00 Uhr

www.das-festspielhaus.de
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