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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. JULI 2019

13.07.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 13. JULI 2019)

MÖRBISCH: DAS LAND DES LÄCHELNS


Panorama. Foto: Jerzy Bin

PREMIERE
11. Juli 2019 – „Das Land des Lächelns“
Die Mörbisch-Inszenierung Lehárs Meisteroperette zieht das Premierenpublikum in ihren Bann

Der Künstlerische Direktor Peter Edelmann bringt nach 18 Jahren Das Land des Lächelns wieder auf die Seebühne. Das Publikum nahm die Einladung des Mörbisch-Direktors an und reiste mit ins ferne China.

Mit der romantischen Operette von Franz Lehár folgt Peter Edelmann in seiner zweiten Saison am Neusiedler See seinem Vorhaben, die „erste Garde“ der Operetten auf die weltweit größte Operettenbühne der Welt zu bringen. Eine berührende Liebesgeschichte, die Dichte an unvergesslichen Melodien wie „Dein ist mein ganzes Herz“ oder „Immer nur lächeln“ und die imposante Seebühne inmitten der atemberaubenden Naturkulisse des Neusiedlersees sind die Zutaten für einen Operettenabend, der lange in Erinnerung bleibt.

„Das Land des Lächelns ist die emotionalste aller Operetten, die keinen Besucher ungerührt lässt“, ist sich Peter Edelmann gewiss, „wir haben einen Abend voll Romantik und großer Gefühle erlebt! Gerade mit der heurigen Inszenierung ist es uns gelungen, das Publikum in jeder Hinsicht zu überraschen: Sei es mit den spektakulären Kulissen und technischen Raffinessen, mit traumhaften Kostümen für das gesamte Ensemble, aber ebenso mit einer Orchesterdarbietung und Klangqualität auf höchstem Niveau und nicht zuletzt mit einer hervorragenden Besetzung.“

„Die Seefestspiele Mörbisch sind für die Festivalregion rund um den Neusiedler See, die Kultur sowie für den Tourismus von großer Bedeutung und ein starker Partner. Peter Edelmann hat mit seinem Team mit einer spannenden Inszenierung und spektakulären Bühnenbildern Gespür für die Erwartungen des Publikums bewiesen. Diese Produktion von Das Land des Lächelns ist ein einzigartiges Festival-Highlight in diesem Sommer“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Zahlreiche prominente Gäste besuchten die  Premiere: Bundesminister Thomas Starlinger, die Landeshauptleute Hans Peter Doskozil, Michael Ludwig und Hermann Schützenhöfer, LH-Stv. Franz Schnabel, die Landesräte Verena Dunst, Astrid Eisenkopf, Christian Illedits, Alexander Petschnig und Daniela Winkler, Helmut Bieler, Hans Niessl, Dr. Franz Vranitzky, Werner Fasslabend, Peter Schöber, Franko Foda, KS Birgit Sarata, Alfons Haider, Richard Lugner, Eva Maria Marold, Daniel Serafin, Opernstars Martina Serafin und KS Ulrike Steinsky u.v.a.


Elissa Huber, Benno Schollum, Won Chi Choi. Foto: Jerzy Bin

Exotisches Flair am Neusiedlersee
Das Land des Lächelns mit der weltberühmten Arie „Dein ist mein ganzes Herz“ sorgt nach 18 Jahren Abwesenheit mit fernöstlichem Zauber, großen Gefühlen und mit Lehárs großartiger Musik für ein Lächeln auf den Gesichtern der Besucher und jede Menge Gänsehaut-Feeling. Bei den Seefestspielen Mörbisch ist das Bühnenbild ein wichtiger Anziehungspunkt. Das Publikum zeigt sich von der Lage direkt am Rande des Neusiedlersees ebenso beeindruckt, wie von den gigantischen Maßen der Kulissen. Heuer insbesondere von einem 14 Meter hohen und knapp 16 Tonnen schweren chinesischen Drachenkopf, der sich schnaubend über die Bühne bewegt und alle in seinen Bann zieht. Regie geführt und choreografiert hat bei dieser spektakulären Produktion der in Südafrika geborenen Leonard C. Prinsloo.

Inszenierung

Der Reiz des Fremden
Nach 2014 (Anatevka) und 2015 (Eine Nacht in Venedig) hat Walter Vogelweider heuer erneut das Bühnenbild entworfen. Die Kulissen entführen die Besucher mit technischen Highlights und optischen Raffinessen in die gegensätzlichen Welten von Wien und Peking. Die Seefestspiele Mörbisch überzeugen auch heuer wieder mit großen Dimensionen auf der Bühne. Der erste Teil des Stücks ist im Wiener Prater angesiedelt, wo sich Lisa und Sou-Chong bei einem Pferderennen kennenlernen. Das Bühnenbild verwandelt sich im zweiten Teil in die mystische Welt des Orients, wenn Lisa mit ihrem Prinzen nach China reist.

„In Zeiten, als Fernreisen gefährlich, unerschwinglich teuer und sehr zeitaufwendig waren, bot das Fremde eine große Projektionsfläche für romantisierende Ideen und Vorstellungen. Der Reiz des Exotischen wurde in allen Kunstrichtungen aufgenommen, in der Literatur, der Malerei, der Architektur, in der Musik und natürlich auch in den Operetten, Filmen, Werbung und, wie könnte es anders sein, im Prater. Von der romantisierten Vorstellung von Fortschritt und Industrialisierung, wechseln wir in die mystische Welt des Orients. So groß und unbedarft die Sehnsucht zu Anfang war, so dominant zeigt sich der 2. und 3. Akt. Ein überdimensionaler Drache beherrscht das Bühnenbild.“ (Walter Vogelweider)


Koichi Okugawa, Katerina von Benningsen, Gernot Kranner. Foto: Jerzy Bin

Genialer Melodiker
Mit dem gebürtigen Wiener Thomas Rösner steht ein international erfahrener Dirigent am Pult. Er ist Gründer und Leiter der österreichischen Beethoven Philharmonie und auch als Konzertdirigent weltweit gefragt.

„Lehár ist aus meiner Sicht mit seinem Land des Lächelns die einzigartige Meisterleistung gelungen, die Eingängigkeit der Melodien, die von einer Operette erwartet werden, mit der Eleganz, Klangschönheit und Differenzierung großer Oper in Einklang zu bringen. Lehar war ein großer Freund und Bewunderer Puccinis. In diesem Werk wird diese Nähe ganz besonders spürbar. So wie Puccini schreibt auch Lehár sehr anspruchsvoll und mit großer Schönheit für die menschliche Stimme. Beide sind Meister darin, das Orchester mit vielen Farben wirkungsvoll einzusetzen und dadurch auch den ganz unterschiedlichen Klangkolorit Chinas und Wiens zum Klingen zu bringen.“ (Thomas Rösner)

Farbenprächtige exotische Welt
Christof Cremer, freischaffender Kostüm- und Bühnenbildner, lebt in Wien und arbeitet international. Neben seiner Tätigkeit für das Theater konzipiert und kuratiert er Ausstellungen und arbeitet als Szenograph. Bereits fünf Mal hat Christof Cremer die Kostüme der Balletteinlagen des Neujahrskonzerts gestaltet.

Premierenbesetzung
Elissa Huber als Lisa, Won Whi Choi als Prinz Su-Chong, Katerina von Bennigsen als Mi, Maximilian Mayer als Graf Gustav von Pottenstein, Benno Schollum als Graf Ferdinand Lichtenfels, Gernot Kranner als Sekretär Fu Li, Koichi Okugawa als Onkel Tschang und Harald Serafin als Obereunuch.

Die Seefestspiele Mörbisch 2019 finden von 11. Juli bis 24. August statt. Tickets und Infos unter www.seefestspiele.at, tickets@seefestspiele.at und Telefon +43 (0)2682 / 66210.

Eine überzeugende Gräfin, hier im roten Mantel im Wiener Prater: Elissa Huber begeistert mit ihrem satten, leuchtenden Sopran.
Elissa Huber, Maximilian Mayer. Foto: Jerzy Bin

VIDEO AUS DER ORF-MEDIATHEK: DIE GESAMTE VORSTELLUNG – ungekürzt
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Klaus Billand auf Wagners Spuren in Sofia


Klaus Billand auf Wagners Spuren in Sofia. Copyright: Svetoslav Nikolov

SOFIA: Kurzbericht TRISTAN UND ISOLDE sowie PARSIFAL – WA 10. und 12. Juli 2019

Zum Kurzbericht von Klaus Billand
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OPER BURG GARS – eine Autostunde von Wien enfernt. FIDELIO ab 18. JULI

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Jahresprogramm

18. Juli – 10. August OPER FIDELIO
23. August Andy Lee Lang & Band „The Elvis Presley Show“
31. August Berühmte Opernchöre „O Welche Lust“ (Arnold Schoenberg Chor)
6. September Die Paldauer „Hautnah“
28. September Peter Ratzenbeck „Saitenzauber“
15. November BABENBERGER FEST

Mit dem Bus von Wien direkt zu FIDELIO in Gars

Für Wiener Opernfreunde können wir ein besonderes Service bieten: Ein Bus-Shuttle zu den FIDELIO-Vorstellungen auf die Burg Gars. An folgenden sechs Veranstaltungstagen bringt ein Bus von Elite Tours die Gäste nach Gars und im Anschluss an die Aufführung wieder nach Wien: 23. Juli, 25. Juli, 3. August, 10. August

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MÜNCHEN/ GÄRTNERPLATZTHEATER: Am 13. Juli um 10.00 Uhr beginnt der Vorverkauf für alle Vorstellungen bis einschließlich 1. Dezember 2019.


Gärtnerplatztheater. Foto: Christian POGO Zach

Als Eröffnungspremieren der Saison 2019/2020 präsentiert das Gärtnerplatztheater am 2. Oktober auf der Studiobühne Carl Orffs Kammeroper DIE KLUGE. Wilfried Hiller und Paul Leonard Schäffer haben für das Gärtnerplatztheater eine reduzierte Fassung für 15 Instrumentalisten erstellt. Am 10. Oktober geht für das Oratorium DER MESSIAS von Georg Friedrich Händel unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Anthony Bramall der Vorhang auf. Händel schuf die wohl berühmteste geistliche Komposition der Welt, dessen großer »Halleluja«-Chor zu den bekanntesten Musikstücken überhaupt zählt. Regisseur Torsten Fischer und Choreograf Karl Alfred Schreiner stellen sich der Herausforderung, dieses unergründliche Werk in Szene zu setzen und gehen den großen Fragen des Glaubens nach.

In der Reihe Sinfonische Lyrik steht am 19. Oktober die »MANFRED-SINFONIE« auf dem Programm des Gärtnerplatztheaters. Die Sinfonie von Peter I. Tschaikowsky basiert auf dem dramatischen Gedicht »Manfred« von Lord Byron – ein Höhepunkt der romantischen Literatur. Tschaikowskys Musik bringt die tiefen Leiden und komplizierten Seelenzustände des Protagonisten eindrucksvoll zum Klingen. Zusammen mit Auszügen aus dem Poem, vorgetragen von Cornelia Froboess, wird die Aufführung der »Manfred-Sinfonie« unter der musikalischen Leitung von Anthony Bramall zu einem hochemotionalen Kunsterlebnis.

Die Oper TOSCA von Giacomo Puccini in der Inszenierung von Stefano Poda feiert am 14. November Premiere im Gärtnerplatztheater, die Musikalische Leitung hat Anthony Bramall. Puccinis Opern-Thriller ist ein Kabinettstück der physischen und psychischen Grausamkeiten, veristisch-filmschnittartig und grandios in emotionalste Musik gesetzt.

Im Repertoire zeigen wir Giacomo Puccinis Oper LA BOHÈME, Frederick Loewes Musical MY FAIR LADY, das Musical PUMUCKL von Franz Wittenbrink und Anne X. Weber, Johann Strauss‘ Operettenklassiker WIENER BLUT, die Operette DIE LUSTIGE WITWE von Franz Lehár und das Ballett DER NUSSKNACKER von Karl Alfred Schreiner mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky.

Zu Gast im Gärtnerplatztheater sind Michael Dangl mit »Im Rausch«, Angelika Kirchschlager & Alfred Dorfer mit »Tod eines Pudels« und Conny Glogger, Gerd Anthoff und Michael Lerchenberg mit OPERN AUF BAYRISCH. Auf dem Spielplan stehen außerdem der Liederabend »Nimmermehr und Immermehr«, das Kammerkonzert »Träume und Streiche« und das Konzert für junges Publikum DAS KLEINE ICH BIN ICH.

Den Spielplan und Informationen zu den Stücken und zur Besetzung finden Sie unter www.gaertnerplatztheater.de  

Ausgewählte Produktionen der neuen Spielzeit sind außerdem im Herbstpaket erhältlich. Alle Informationen erhalten Sie unter www.gaertnerplatztheater.de/herbstpaket

Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de
Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de

Informationen zum Kartenkauf

https://www.gaertnerplatztheater.de/de/seiten/verkauf.html

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DEUTSCHER BÜHNENVEREIN/ WERKSTATISTIK: Verdi und Shakespeare vorn

Die neue Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins für die Spielzeit 2017/2018 zeigt, dass der Weg zu einem geschlechtergerechten Repertoire noch weit ist

http://www.buehnenverein.de/de/presse/pressemeldungen.html?det=535

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ELENA MOSUC AS GILDA AT THE 65th SPLIT SUMMER FESTIVAL

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Elena Mosuc. Foto: Agentur

After the triumphal concert with Thomas Hampson at the Ljubljana Festival, Elena Mosuc will reprise one of her iconic role, Gilda in Verdi’s Rigoletto at the Split Summer Festival, after two years from her successfull performance at Arena di Verona. Gilda was one of the first roles in the rumanian-swiss opera star, that she played this verdian heroine in the most famous opera houses around the world as Zurich Opernhaus, Teatro alla Scala, Arena di Verona and many others. The two performances in Split (at the Peristil of Diocletian’s Palace), on July 14 and 17, will be conducted by Ivo Lipanović and directed by Dražen Siriščević with sets by Slaven Raos and costumes by Juraj Zigman. Next to Elena Mosuc, Amir Saračević will sing the Duke of Mantua and Elia Fabbian will play the title role.
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STUTTGARTER BALLETT MIT NEUEM MUSIKDIREKTOR

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Mikhail Agrest. Copyright: Daniil Rabowsky

Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 wird Mikhail Agrest Musikdirektor des Stuttgarter Balletts – und damit James Tuggle nachfolgen, der nach 25 Jahren als Musikdirektor in Rente geht.
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WINTER IN SCHWETZINGEN – DAS BAROCKFEST. DAS PROGRAMM STEHT AB HEUTE FEST:

Mit der Spielzeit 2019|20 erfindet sich das jährliche Barock-Fest Winter in Schwetzingen neu und das nicht nur in Sachen Layout: Es bleibt barock, aber diesmal deutsch Während der Fokus der vergangenen Spielzeiten auf der Ausgrabung selten gespielter italienischer Meisterwerke lag, widmet sich das Festival fortan einem Porträt der deutschen Barockoper.

Am Freitag, 12. Juli 2019, präsentierten Intendant Holger Schultze sowie die Künstlerische Leitung des Festivals Ulrike Schumann (Operndirektorin / Leitende Musiktheaterdramaturgin) und Thomas Böckstiegel (Operndirektor / Casting) bei der Pressekonferenz das Programm für den Zeitraum vom 1. Dezember 2019 bis 31. Januar 2020.

Eröffnet wird das Barock-Fest in diesem Winter am 1. Dezember 2019 mit Georg Caspar Schürmanns Oper in drei Akten „Die getreue Alceste“ im Rokokotheater Schwetzingen. Die Zuschauer*innen erwartet ein verhängnisvoller Reigen aus Täuschung, Travestie und Tod rund um die griechische Königstochter Alceste, bei dem die junge Frau zum Opfer zu werden droht. Star-Lautenistin Christina Pluhar am Pult des Philharmonischen Orchesters Heidelberg sowie der aufstrebende Regisseur Jan Eßinger versprechen ein spannendes Musiktheater in prunkvoller Atmosphäre.

Unter der neuen Künstlerischen Leitung des Barock-Festes sind nicht nur spannende Ausgrabungen aus barocken Zeiten zu erwarten, auch das Rahmenprogramm gestaltet sich abwechslungsreich und in neuem Gewand: Erstmalig vergibt das Barock-Fest im Rahmen des „Schwetzinger Opernstudios“ vier Stipendien an talentierte Nachwuchssänger*innen. Die jungen Künstler*innen können in einem professionellen Arbeitsumfeld neue Erfahrungen sammeln, von ihren international renommierten und erfahrenen Kolleg*innen lernen sowie selbst kleine Partien in „Die getreue Alceste“ übernehmen.

Einen Höhepunkt des Barock-Fests gestaltet die Star-Lautenistin Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata. Pluhar gehört zu den beliebtesten Musikerinnen der Barockszene. Mit L’Arpeggiata ist sie vierfache Preisträgerin des renommierten OPUS Klassik (ehem. ECHO Klassik) und steht nicht nur für die Eröffnungspremiere am Dirigentenpult, sondern ist auch an gleich zwei Konzertabenden zu erleben: „La Tarantella“ am 11. Dezember 2019 sowie „Far la Ninna Nanna“ am 12. Dezember 2019. Für Besucher*innen beider Konzerte wird das L’ARPEGGIATA SPEZIAL angeboten: je 25 % Ermäßigung auf beide Konzert-Tickets.

Neben vielem Neuen wird auch Traditionelles gepflegt: Das Weihnachtskonzert ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Barock-Festes. Die Karten dafür sind meist in Kürze ausverkauft. Aufgrund dieser großen Nachfrage wird es am 26. Dezember 2019 einen Zusatztermin im Heidelberger Marguerre-Saal geben.

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen läuft ab dem 13. Juli 2019! Bis zum 30.9.2019 wird ein Frühbucherrabatt von 10 % gewährt.

Weitere Informationen: www.theaterheidelberg.de
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ORF III am Wochenende: „Klassik unter Sternen 2019“ und „André Hellers Menschenkinder“ mit Opernstar Elīna Garanča

Außerdem: „zeit.geschichte“-Tripel „Attentat auf Hitler“ zum 75. Jahrestag, „Sandra Szabo im Gespräch mit Dom Erwin Kräutler“ zum 80. Geburtstag

Wien (OTS) – Am Samstag, dem 13. Juli 2019, blickt die ORF-III-„zeit.geschichte“ in drei Dokumentationen unter dem Motto „Attentat auf Hitler“ auf die Schlüsselfiguren des vor 75 Jahren, am 20. Juli 1944, unter dem Decknamen „Operation Walküre“ missglückten Anschlags zurück. Am Sonntag, dem 14. Juli, präsentiert ORF III die Open-Air-Gala „Klassik unter Sternen 2019“ aus dem Stift Göttweig mit Elīna Garanča. Davor ist der Opernstar bereits in „André Hellers Menschenkinder“ sehr privat zu erleben.

Samstag, 13. Juli:

Den dreiteiligen „zeit.geschichte“-Abend rund um das „Attentat auf Hitler“ eröffnet die Doku „Stauffenberg – Die wahre Geschichte“ (20.15 Uhr) von Oliver Halmburger. Am 20. Juli 1944 deponierte Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Bombe in der Besprechungsbaracke des Führerhauptquartiers „Wolfsschanze“ in Ostpreußen. Als der Sprengsatz explodierte, war der Attentäter bereits auf der Flucht, um wenige Stunden später in Berlin den geplanten Staatsstreich zu koordinieren. Doch das Attentat scheiterte – Stauffenberg und drei seiner Mitverschwörer wurden erschossen. Kinder, Familienfreunde und Weggefährten erinnern sich in der Doku an das Leben des Offiziers der Deutschen Wehrmacht sowie seinen Weg in den Widerstand. Der Film „Robert Bernardis, ein vergessener Held“ (21.10 Uhr) von Martin Betz erzählt die Geschichte des einzigen österreichischen Offiziers, der beim Attentat auf Hitler am 20. Juli beteiligt war. Bernardis Lebensgeschichte ist dabei keine lineare oder stringente Widerstandsbiografie: Schon vor dem „Anschluss“ im März 1938 war er Anhänger und Befürworter des Nationalsozialismus. Erst der Russlandfeldzug wurde für den jungen Generalstabsoffizier zu einem persönlichen Wendepunkt. Abschließend blickt die Doku „Carl Szokoll – Der letzte Kronzeuge Stauffenbergs“ (22.10 Uhr) von Peter Dusek und Georg Madeja auf einen Österreicher zurück, der der Verfolgung des fehlgeschlagenen Attentats der „Operation Walküre“ entging und in der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs zu jenen gehörte, die die Politik der verbrannten Erde vereitelten. Danach zeigt „Kabarett im Turm“ Felix Schobesbergers Programm „Blonder Engel – Ein bunter Strauß aus Liedern“ (22.45 Uhr). Bissige Satire, gelungene Wortspiele und eine virtuose musikalische Darbietung ergeben das Erfolgsrezept des gebürtigen Oberösterreichers.

Sonntag, 14. Juli:

Anlässlich des 80. Geburtstags des römisch-katholischen Ordensgeistlichen und Missionars Erwin Kräutler am 12. Juli zeigt ORF III „Das ganze Interview: Sandra Szabo im Gespräch mit Dom Erwin Kräutler“ (10.45 Uhr). Sein Einsatz für die Menschenrechte der Indios und den tropischen Regenwald in Brasilien wurde im Jahr 2010 mit dem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet.

Um 18.55 Uhr stimmt „André Hellers Menschenkinder: Elīna Garanča“ auf das Klassik-Highlight im Hauptabend ein. Im Gespräch mit André Heller gibt die bekannte Mezzosopranistin Elīna Garanča tiefe, sehr persönliche Einblicke in ihr bewegtes Leben und erzählt über ihre Kindheit in der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik, über Glaube und Spiritualität sowie ihre Karriere als weltbekannter Opernstar.

„Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ präsentiert schließlich die glanzvolle Gala „Klassik unter Sternen 2019“ (20.15 Uhr) mit Elīna Garanča vor der Kulisse des barocken Stifts Göttweig. Geboten wird einzigartiger Kulturgenuss, der bei ORF III Tradition hat: Die Operndiva singt gleich mehrere Klassik-Open-air-Premieren wie „Plus grand dans son obscurité“ aus Charles Gounods „La Reine de Saba“. Daneben setzen Elīna Garanča und ihr Ehemann und Dirigent Karel Mark Chichon auf Auftritte mit jungen, aufstrebenden Talenten der Opernwelt – darunter der junge steirische Bassbariton Alexander Grassauer.

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KÖLN:  DIE KÖLNER PROPHETEN KEHREN IN DAS RATHAUS ZURÜCK

Utilitas publica private est semper praeferanda 

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger 


Die Kölner Propheten kehren zurück ins Rathaus. OB. Henriette Reker begrüßt sie mit Freude. Foto: Andrea Matzker

Seit 2012 sind die acht Propheten nun zum ersten Mal wieder auf ihren Podesten im Hansasaal des Rathauses zu sehen. Sie entstanden um 1430/1440 und sind jeweils fast 1,20 m hoch. Sie tragen keine Namen, aber dafür Spruchbänder, und geben dadurch moralische Richtlinien vor. Sie stehen symbolisch für die Freiheiten, die sich die Kölner Bürger mit dem Verbundbrief von 1396 errungen hatten.


Der einzige Prophet ohne Bart. Foto: Andrea Matzker

Die originalen, mittelalterlichen Holzfiguren stehen seit 2012 aus konservatorischen Gründen im Museum Schnütgen und können dort sechs Tage pro Woche aus der Nähe besichtigt werden. Es gibt dort auch einen Katalog dazu mit dem Namen „Unter der Lupe“. Oberbürgermeisterin Henriette Reker fehlten die acht Propheten im Rathaus sehr. Daher regte sie an, Repliken anzufertigen. So wurden nach neuesten digitalen Standards Originale am Computer zu einem 3D Modell errechnet, verarbeitet und extra in Augsburg ausgedruckt. Die farbigen Oberflächen wurden jeweils von Künstlerhand in Köln gestaltet. Die Herstellung allein einer der Figuren dauerte mindestens einen Monat lang. Allein das Einscannen währte bereits mehrere Stunden. Die Qualität der Republiken ist das Beste, was es zur Zeit gibt.

Die Oberbürgermeisterin begeistert sich besonders für einen der Sprüche auf den Spruchbändern: Das gemeine Beste ist dem persönlichen immer vorzuziehen. D.h., das Gemeinwohl geht immer vor dem Eigenwohl. (Oben der Originaltext in Latein.) Lachend fügte sie hinzu: „Verschwiegenheit wäre allerdings auch recht oft zu wünschen hier im Rathaus…“ Als Spiritus Rector der gesamten Aktion ist sie überglücklich, dass die Rathausfiguren, wenn auch nur als so genannte Brüder der Originale, nun endlich wieder auf ihre Sockel zurückgekehrt sind.


Dieser Prophet stand im Vorzimmer der Oberbürgermeisterin. Foto: Andrea Matzker

Ihr fehlt  besonders der Prophet, der bislang in ihrem Vorzimmer stand. Aber sie freut sich, dass er nun wieder an seinem angestammten Platz steht. Besonders gerne hat sie den vierten von links, den einzigen ohne Bart, d.h. den einzigen jungen Propheten. Da die Spruchbänder nicht mehr gut leserlich sind, war man sich nicht so sicher, ob er derjenige des Gemeinwohls ist, oder ob es der so genannte Scharfrichter ist mit dem Spruch: Es ist billig, dass ein Meister des Totschlages durch sein eigenes Handwerk umkommt. D.h., jemand der andere tötet, soll selbst getötet werden.


Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Dr. Moritz Woelk. Foto: Andrea Matzker

Da das Rathaus nicht für jedermann und zu jeder Zeit zugänglich ist, wird ausdrücklich auf das Museum Schnütgen hingewiesen, dass sechs Tage die Woche geöffnet ist. Allerdings haben alle Interessierten am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals in Köln, die Möglichkeit, die Propheten im Hansasaal zu besichtigen.


Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihre langjährige Protolollchefin Ingeborg Arians. Foto: Andrea Matzker

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