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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 12. OKTOBER 2019)

12.10.2019 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 12. OKTOBER 2019)

WIENER STAATSOPER: HEUTE MADAMA BUTTERFLY unter dem Dirigat von Jonathan Darlington

Dirigent Jonathan Darlington
Regie Josef Gielen
Ausstattung Tsugouharu Foujita
 
Cio-cio-san, genannt Butterfly Kristīne Opolais
B.F.Pinkerton Ivan Magrì
Sharpless Paolo Rumetz
Suzuki Monika Bohinec
Kate Pinkerton Lydia Rathkolb
Goro Herwig Pecoraro
Yamadori Hans Peter Kammerer
Onkel Bonze Alexandru Moisiuc
kaiserlicher Kommissär Igor Onishchenko

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WIENER STAATSOPER: DIE FRAU OHNE SCHATTEN. FOTOS (10.10.2019)


Tomasz Konieczny (Barak), Nina Stemme (Färberin). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn


Marcus Pelz, Rafael Fingerlos, Tomasz Konieczny, Michael Laurenz. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn


Mihoko Fujimura (Amme). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn


Stephen Gould (Kaiser). Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn


Tomasz Konieczny (Barak). Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Solistenkonzert (27.11.) an der Wiener Staatsoper: Ludovic Tézier anstelle von Francesco Meli

Ludovic Tézier wird anstelle von Francesco Meli das Solistenkonzert am Mittwoch, 27. November 2019 im Haus am Ring gestalten.

Der französische Bariton ist ab dem 25. November wieder in der Titelpartie von „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper zu erleben.

Das Programm sowie Pianist/in für das Solistenkonzert werden in Kürze bekannt gegeben.

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OPERETTENPREMIERE IN LINZ: DER BETTELSTUDENT (11.10.)

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber


Gotho Griesmeier und Ensemble. Foto: Linzer Landestheater/ Sakher Almonem


Theresa Wagner und Matthias Frey. Foto: Linzer Landestheater/ Sakher Almonem

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HÖHEPUNKTE IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM NOVEMBER 2019

Sonntag, 3. November 2019, um 18.00 Uhr im Opernhaus Premiere
LADY MACBETH VON MZENSK Oper in vier Akten von Dmitri D. Schostakowitsch In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Anselm Weber Mitwirkende: Anja Kampe (Katerina Ismailowa), Dmitry Golovnin (Sergei), Dmitry Belosselskiy (Boris Ismailow / Der alte Zwangsarbeiter), AJ Glueckert (Sinowi Ismailow), Peter Marsh (Der Schäbige), Zanda Švēde (Sonetka), Alfred Reiter (Pope), Iain MacNeil (Polizeichef), Anthony Robin Schneider (Verwalter / Sergeant), Julia Dawson (Axinja), Mikołaj Trąbka (Hausknecht), Dietrich Volle (Polizist / Wachposten), Theo Lebow (Lehrer / 1. Vorarbeiter), Michael McCown (Betrunkener Gast / 2. Vorarbeiter), Hans-Jürgen Lazar (3. Vorarbeiter), Barbara Zechmeister (Eine Zwangsarbeiterin), Alexey Egorov (Kutscher), Pavel Smirnov (Mühlenarbeiter) Weitere Vorstellungen: 7., 10. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 14., 17. (18.00 Uhr), 22., 29. November, 8. (18.00 Uhr), 12. Dezember 2019 Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Am 22. Januar 1934 wurde Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri D. Schostakowitsch (1906-1975) im Maly-Theater Sankt Petersburg mit durchschlagendem Erfolg uraufgeführt. Das Libretto zu seiner zweiten Oper verfasste der russische Komponist in Zusammenarbeit mit Alexander G. Preis, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Nikolai S. Leskow (1865). Das 1936 von Stalin verhängte Aufführungsverbot ließ das Werk für viele Jahre von den sowjetischen Spielplänen verschwinden. Vor über einem Vierteljahrhundert kam Lady Macbeth von Mzensk zuletzt in der Regie von Werner Schroeter am 7. März 1993 an der Oper Frankfurt heraus. Zum Inhalt: Katerina, Ehefrau des Kaufmanns Sinowi, betrügt diesen mit dem Arbeiter Sergei. Dies bemerkt ihr Schwiegervater Boris, der während der Abwesenheit seines Sohnes ebenfalls ein Auge auf die junge Frau geworfen hat. Der Alte verprügelt Sergei, woraufhin er von Katerina vergiftet wird. Sinowi weiß bereits um die Liaison seiner Frau, kehrt vorzeitig zurück und wird von den Liebenden umgebracht. Während die Hochzeit des neuen Paares im Gange ist, findet man die im Haus versteckte Leiche Sinowis. Katerina und Sergei werden zu Lagerhaft verurteilt, wo Sergei mit der Zwangsarbeiterin Sonetka anbandelt. Daraufhin tötet Katerina ihre Nebenbuhlerin und sich selbst. Die musikalische Leitung liegt bei GMD Sebastian Weigle, der damit seine erste Neuproduktion der Saison 2019/20 an seinem Stammhaus vorlegt. Der Frankfurter Schauspielintendant Anselm Weber führt Regie im benachbarten Opernhaus, wo der Theater- und Opernregisseur zuletzt 2015 Weinbergs Die Passagierin inszenierte. Die deutsche Sopranistin Anja Kampe (Katerina Ismailowa) debütierte 2007/08 in Pique Dame im Haus am Willy-Brandt-Platz. In der Partie der Kaufmannsgattin war sie bereits 2017 an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Internationale Gastengagements führen die Bayerische Kammersängerin zu den Bayreuther und den Salzburger Festspielen sowie u.a. an die Opernhäuser von Berlin, Hamburg, Wien und Paris. Zu ihren Plänen gehört Senta in Der fliegende Holländer an der New Yorker Metropolitan Opera. Der bereits mit der Partie vertraute Tenor Dmitry Golovnin (Sergei) ist erstmals in Frankfurt zu Gast. Grigori Otrepiev in Mussorgskis Boris Godunow an der Pariser Opéra Bastille zählt zu den aktuellen Aufgaben des russischen Sängers. Eben diese Produktion gehört auch zu den Plänen seines Landsmannes Dmitry Belosselskiy (Boris Ismailow). Verdis Simon Boccanegra führt den weltweit gefragten Bassisten erneut an die Metropolitan Opera in New York. Angeführt von AJ Glueckert (Sinowi) sind fast alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern und Chorsolisten der Oper Frankfurt besetzt, unter ihnen auch die beiden Ensembleneuzugänge Iain MacNeil (Polizeichef) und Anthony Robin Schneider (Verwalter / Sergeant).

Donnerstag, 7. November 2019, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depo
t Premiere TAMERLANO
Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Musikalische Leitung: Karsten Januschke; Regie: R.B. Schlather Mitwirkende: Lawrence Zazzo (Tamerlano), Yves Saelens (Bajazet), Elizabeth Reiter (Asteria), Brennan Hall (Andronico), Cecelia Hall (Irene), Liviu Holender (Leone) Weitere Vorstellungen: 9., 11., 14., 16., 20., 22., 24. November 2019 Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper Alle diese Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr Preise: € 20 bis 80 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

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Lawrence Zazzo. Copyright: Justin Hyer

Tamerlano, die 18. Oper des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759), wurde erstmals am 31. Oktober 1724 im King’s Theatre am Londoner Haymarket gezeigt. In seiner Premieren-Spielzeit (1724/25) fand das Werk jedoch nur elf weitere Aufführungen. Das Libretto stammt von Nicola Francesco Haym, der für nahezu ein Dutzend der den Händel-Opern zugrunde liegenden Texte verantwortlich zeichnete. Es geht auf Libretti von Agostino Piovene und Ippolito Zanelli zurück, welche wiederum auf einem Stück Jacques Pradons (1675) basieren. Nachdem die Oper Frankfurt die aktuelle Spielzeit bereits mit Händels Radamisto eröffnete, knüpft sie nun mit Tamerlano daran an. Zum Inhalt: Nachdem er den türkischen Sultan Bajazet besiegt hat, hält der Tatarenfürst Tamerlano diesen sowie dessen Tochter Asteria gefangen. Trotz seiner eigenen Verlobung mit Irene hält Tamerlano um die Hand der Emirstochter an und verlangt von seinem Vasallen Andronico, dem Geliebten Asterias, Irene zu heiraten. Doch Bajazet will seine Tochter nicht dem Tyrannen überlassen. Asteria ist entschlossen, Tamerlano zu heiraten und umzubringen. Als die Vermählung scheitert, versucht sie erfolglos, ihn zu vergiften. Andronico kann die Geliebte davon abhalten, das Gift selbst zu nehmen. Tamerlano befiehlt die Enthauptung des Sultans und Asterias Versklavung. In Folge dessen vergiftet sich Bajazet. Davon berührt, lässt Tamerlano Asteria frei. Der Heirat von Tamerlano und Irene sowie von Andronico und Asteria steht nichts mehr im Wege. Die musikalische Leitung liegt bei Karsten Januschke, der bis 2015 der Oper Frankfurt – zuletzt als Kapellmeister – verbunden war. Hier gastierte er daraufhin u.a. 2018 mit Olga Neuwirths Lost Highway im Bockenheimer Depot. Zu seinen aktuellen Aufgaben gehören Engagements an den Staatsopern von München und Stuttgart. Der amerikanische Künstler und Opernregisseur R.B. Schlather hat sich mit einem experimentellen Stil und der Vorliebe für die Werke Händels in seiner Heimat einen Namen gemacht: Er inszenierte bereits 2018 im Rahmen des Opera Omaha ONE Festivals Ariodante. Zu seinen aktuellen Projekten gehören aber auch zwei Mozart-Opern: Don Giovanni (Opera Philadelphia) und Così fan tutte (Santa Fe Opera). Der amerikanische Countertenor Lawrence Zazzo (Tamerlano) ist regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt, wo er zuletzt 2018/19 als Arsamene in Händels Xerxes zu erleben war. Aktuelle Aufgaben führen ihn u.a. als Händels Giulio Cesare an die Staatsoper Dresden. Auch der belgische Tenor Yves Saelens (Bajazet) ist in Frankfurt kein Unbekannter. Hier gastierte er 2013/14 u.a. als Ferdinand in Adès’ The Tempest. Zu seinen Plänen gehören u.a. Valzacchi in Strauss’ Der Rosenkavalier am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Der junge amerikanische Countertenor Brennan Hall gibt als Andronico sein Europa-Debüt. Alle weiteren Partien sind mit Ensemlemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt, darunter Elizabeth Reiter (Asteria), Cecelia Hall (Irene) und „Neuzugang“ Liviu Holender (Leone).

Freitag, 8. November 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme MARTHA ODER DER MARKT ZU RICHMOND
Romantisch-komische Oper in vier Akten von Friedrich von Flotow In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Copyright: Barbara Aumüller – Oper Frankfurt

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Katharina Thoma Mitwirkende: Kateryna Kasper / Juanita Lascarro (Lady Harriet Durham), Katharina Magiera (Nancy), Iain MacNeil / Barnaby Rea (Lord Tristan Mickleford), Gerard Schneider / AJ Glueckert (Lyonel), Gordon Bintner (Plumkett), Franz Mayer (Der Richter von Richmond) u.a. Weitere Vorstellungen: 16., 24. (18.00 Uhr) November, 14., 21., 23., 25. (18.00 Uhr), 31. Dezember 2019 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr Preise: € 19 bis 115 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Die Neuinszenierung der romantisch-komischen Oper Martha von Friedrich von Flotow (1812-1883) wagte in der Frankfurter Spielzeit 2016/17 einen amüsanten Blick auf ein Werk, dem viele Zuschauer glauben mit Vorurteilen begegnen zu müssen. Aber schon 1986 hatte Vicco von Bülow alias Loriot in Stuttgart den Staub vom Notenpapier geblasen, und auch diesmal sollte die Rechnung aufgehen. Damals wie heute waren Presse und Publikum begeistert, so dass man im Fachmagazin Das Opernglas lesen konnte: „Regisseurin Katharina Thoma hat in Frankfurt die Gelegenheit lustvoll am Schopfe gepackt, das Biedermeier-Juwel unter heutigem Blickwinkel auf die Bühne zu bringen.“ Partnervermittlung per iPad, zwischen Mini-Austin und Wohnwagen ausgetragene Liebeshändel sowie der leibhaftige Auftritt von Königin Elisabeth II. als dea ex machina fegten jegliche Bedenken des Frankfurter Publikums beiseite. Auch die musikalische Ausführung wurde äußerst positiv aufgenommen: „Die Krone gebührt Sebastian Weigle, dessen animierte und intensive Lesart, gemeinsam mit dem Opern- und Museumsorchester, die Referenzaufnahmen vergessen macht“, schrieb die Frankfurter Rundschau. Höchste Zeit also, dass der kluge Wurf, erneut unter der Leitung des Generalmusikdirektors, erstmals auf den Spielplan zurückkehrt. Übrigens wird das Team Sebastian Weigle / Katharina Thoma auch für die Neuinszenierung von Wagners Tristan und Isolde verantwortlich zeichnen, die in dieser Saison am 19. Januar 2020 Premiere im Opernhaus feiern wird. Hier nun ein paar Worte zum Inhalt von Martha: Lady Harriet Durham fühlt sich von ihrem High SocietyLeben nicht ausgefüllt. Ihre Vertraute Nancy rät, sie müsse sich verlieben. In Verkleidung mischen sie sich unter die Mägde, die beim Markt zu Richmond Arbeit und vielleicht auch einen Mann suchen. Die Pächter Plumkett und Lyonel sind angetan. Zu Hause angelangt, wird schnell klar, dass die Herren ernsthafte Absichten hegen. Da flüchten die beiden „Mägde“, die sich als „Martha“ und „Julia“ vorgestellt haben. Erst nach einigen Verwicklungen finden sich die Paare. Die Besetzung der ersten Wiederaufnahme weist zahlreiche neue Namen ausschließlich aus dem Frankfurter Ensemble auf: Die ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper sang kürzlich Pamina in Mozarts Die Zauberflöte im österreichischen St. Margarethen (Oper im Steinbruch) und wechselt sich als Martha mit ihrer kolumbianischen Fachkollegin Juanita Lascarro ab. Zu deren aktuellen Frankfurter Aufgaben gehört die Titelrolle in der Wiederaufnahme von Martinůs Julietta. Der kanadische Bariton Iain MacNeil übernimmt erstmals die Partie des Lord Tristan. Zu seinen jüngsten Frankfurter Aufgaben als neues Ensemblemitglied gehören Der Baron in Schrekers Der ferne Klang und Figaro in Mozarts Le nozze di Figaro. Für den österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider (Lyonel), seit 2018/19 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, stehen 2019/20 mit dem Herzog von Mantua (Rigoletto) und Narraboth (Salome) wichtige Debüts an. Auch der Bariton Gordon Bintner (Plumkett) stammt aus Kanada. Er gastierte bei den Salzburger Festspielen 2019 in einer Neuproduktion von Enescus Oedipe in der Partie des Phorbas. Weitere Frankfurter Aufgaben warten mit Mozarts Don Giovanni und Escamillo in Bizets Carmen auf ihn. Mit der Produktion seit ihrer Premiere am 16. Oktober 2016 vertraut sind die Alternativbesetzungen des Lord Tristan mit Barnaby Rea und des Lyonel mit AJ Glueckert. Auch Franz Mayer ist als Richter von Richmond wieder mit von der Partie.

Dienstag, 26. November 2019, um 19.30 Uhr im Opernhaus Liederabend STANISLAS DE BARBEYRAC, Tenor ALPHONSE CEMIN, Klavier Das Programm wird baldmöglichst bekannt gegeben. Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

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Stanislas de Barbeyrac. Copyright: Gerome H. Belloque.

Wenn sich Stanislas de Barbeyrac für einen Komponisten entscheiden müsste, dessen Musik er auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dann wäre es die von Francis Poulenc: „Das ist meine Musik, das sind meine Harmonien!“ Die Partie des Chevalier de la Force aus Dialogues des Carmélites hat der Franzose bereits in Amsterdam, Brüssel und München gesungen. Und auch in Liederprogrammen darf Poulenc nicht fehlen. Letztere sind jedoch bei der Vielzahl an Opernengagements beinahe eine Rarität. Seine bedachte Rollenauswahl und der Sinn für den richtigen Zeitpunkt zahlen sich aus: Nach zwei Jahren im Opernstudio der Opéra National de Paris ist der Tenor auf den Bühnen in Wien, München, Berlin, Salzburg, London und New York angekommen. Partien von Mozart und Gluck bilden derzeit noch die Basis seines Repertoires – jüngste Rollendebüts als Debussys Pelléas und Verdis Alfredo lassen ahnen, dass Werther, Don José oder auch Berlioz’ Faust und Wagners Lohengrin sich bereits am Horizont abzeichnen. Ein spannendes Debüt an der Oper Frankfurt.

Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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FÜSSEN/ LUDWIGS FESTSPIELHAUS: 55 x Ludwig im 5. Jahr!

 LUDWIG2 – Das Musical 

am Originalschauplatz in Ludwigs Festspielhaus Füssen

Zugabe 2020 in Füssen: Der Mythos des bayerischen Märchenkönigs als packendes Musical weitere 55 x in Ludwigs Festspielhaus

Endlich ist es fix: Ludwig2 wird auch 2020 in Füssen zu sehen sein. Nachdem das geplante Hotelprojekt zur Unterstützung des Festspielhauses aufgrund eines Bürgerbegehrens nicht verwirklicht wird, war es die letzten Monate unklar, ob das Erfolgsmusical auch 2020 wieder gespielt wird. Nun aber hat Theaterdirektor Benjamin Sahler eine klare Aussage getroffen: „Der Zuspruch unserer Fans in den letzten Wochen und die extrem guten Verkaufszahlen haben uns bestärkt – wir bleiben unserem König treu und es wird auch 2020 unser Lieblingsmusical Ludwig2 geben!“ Neu ist, dass es 2020 jeden Monat Ludwig-Vorstellungen geben wird. „Wir haben unser Besucherverhalten analysiert und in jeder Jahreszeit sind andere Gäste in der Region und im Theater. Wir wollen für alle Ludwig spielen und haben deshalb von Januar bis November jeden Monat einige Vorstellungen im Spielplan.“ 

Das Team in Ludwigs Festspielhaus gehe gestärkt aus der beendeten Diskussion um das Hotel  und man besinnt sich in Füssen auf seine Wurzeln. „Hier steht ein Theater, das für Ludwig gebaut wurde!“, so Sahler. 2016 hatte er schon durch die erfolgreichste Crowdfunding-Aktion im europäischen Kulturbereich dem König wieder nach Füssen zurückkehren lassen, an den Originalschauplatz des Märchenkönigs, in seine Heimat. Nun wird das Musical im fünften Jahr in Folge zu sehen sein und endgültig zum Aushängeschild des Festspielhauses werden.

Die europäischen Musicalstars Jan Amman und Matthias Stockinger sowie vorraussichtlich auch weitere der bisherigen Ludwig Darsteller wie Jan Rekeszus und Oedo Kuipers werden dem König wieder ihre Stimme verleihen und lassen das Publikum mitleiden und feiern. Sei es beim inneren Ringen des jungen Königs um seine eigenen Wertvorstellungen, bei der energischen Auseinandersetzung mit bornierten Beratern und Politikern oder den gefühlvollen Duetten mit seinem Bruder Otto und Kaiserin Sisi.  

Der Vorverkauf beginnt am Freitag, 11.10.2019. Bis Ende Oktober gibt es Frühbucherrabatte, ganz nach dem Motto: Wer früher bucht sitzt besser!

www.das-festspielhaus.de

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Heute in Salzburg: Gedenkkonzert mit OLGA BLANCO


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RECHNUNGSHOFBERICHT 2019: Stellungnahme der Österreichischen Nationalbibliothek zum Rechnungshofbericht

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Copyright: Österreichische Nationalbibliothek

Der Rechnungshof überprüfte die Österreichische Nationalbibliothek von Dezember 2017 bis April 2018. Das Prüfungsergebnis enthält insgesamt 33 Empfehlungen. Davon richten sich 7 an das Bundeskanzleramt, von den restlichen 26 Empfehlungen wurde von der Österreichischen Nationalbibliothek fast die Hälfte bereits umgesetzt. Weitere 6 Empfehlungen befinden sich derzeit in Arbeit bzw. werden geprüft, bei 8 Empfehlungen hat sich die Österreichische Nationalbibliothek entschlossen, sie nicht umzusetzen, da sie der bibliothekarischen Praxis widersprechen bzw. der erforderliche Aufwand in keiner Relation zum erwartbaren Nutzen stünde.

Generaldirektorin Dr. Johanna Rachinger: „Der Rechnungshof überprüfte die Geschäftsjahre 2013 bis 2016. Die Zusammenarbeit mit dem Prüfungsteam verlief ausgezeichnet. Der 96 Seiten starke Endbericht, der heute veröffentlicht wurde, stellt unserem Haus insgesamt ein sehr gutes Zeugnis aus und ich freue mich, dass wir von den 26 Empfehlungen bereits knapp 50 Prozent erfolgreich umsetzen konnten. An unseren großen Strategieprojekten und der Vision 2025 hatte der Rechnungshof nichts auszusetzen, weshalb wir hier in großen Schritten weiterarbeiten können.“

Der Rechnungshof spricht 4 zentrale Empfehlungen aus, 2 Empfehlung hat die Österreichische Nationalbibliothek bereits umgesetzt, 2 wird sie aus guten Gründen nicht umsetzen. Die Empfehlungen im Einzelnen:

Empfehlung: Die Bundesvermögensverwaltungsverordnung sowie die Bibliotheks- und Museumsordnung wären einzuhalten, sämtliches Sammlungsgut wäre zu inventarisieren und damit das Eigentum des Bundes vor einem etwaigen Abgang dokumentieren.
Stellungnahme: Die Österreichische Nationalbibliothek erhält auf Basis des Mediengesetzes von allen in Österreich erscheinenden Druckschriften je 2 Exemplare. Selbstverständlich werden diese Druckschriften ordnungsgemäß aufgenommen und katalogisiert. Lediglich bei wenigen ausgewählten Werkkategorien (Jahresberichte, Kataloge, Kochbücher etc.) wird aus Gründen der Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit darauf verzichtet, beide Exemplare zu inventarisieren und im Archiv aufzustellen. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass diese Werkkategorien in einer wissenschaftlichen Archivbibliothek nie parallel nachgefragt werden.

Konkret heißt das: Exemplar 1 wird nach allen Regeln der bibliothekarischen Kunst vollumfänglich erfasst und katalogisiert, im Archiv aufgestellt und für die Benützung in den Lesesälen zur Verfügung gestellt. Das Exemplar 2 wird lediglich durch die Signatur des Exemplars 1 diesem zugeordnet, aber in einem sogenannten Dublettenlager verwahrt. Die Exemplare dieses Dublettenlagers stehen für mindestens 10 Jahre zum Austausch des ersten Exemplars sowie zum Tausch mit anderen Bibliotheken und öffentlichen Institutionen im In- und Ausland zur Verfügung. Wenn die Dubletten innerhalb dieser 10 Jahre nicht benötigt werden, werden sie nach einem entsprechenden internen Genehmigungsverfahren entsorgt. Dieses Vorgehen ist mit dem zuständigen Bundeskanzleramt und auch mit dem Finanzministerium abgestimmt und von den genannten Stellen für rechtens erklärt worden. Eine Inventarisierung und Archivierung sämtlicher Zweitexemplare würde einen beträchtlichen Mehraufwand in der Verwaltung und langfristig höhere Lagerungskosten nach sich ziehen ohne irgendeinen Nutzen für die BenützerInnen, weshalb die Österreichische Nationalbibliothek diese Empfehlung nicht umsetzen wird.

Empfehlung: Erträge und Aufwendungen wären – wie in § 196 Unternehmensgesetzbuch festgeschrieben – in der Gewinn- und Verlustrechnung unverkürzt auszuweisen.

Stellungnahme: Diese Empfehlung bezieht sich auf die Kooperation zwischen der Österreichischen Nationalbibliothek und Google zur Digitalisierung des kompletten historischen, urheberrechtsfreien Druckschriftenbestands im Umfang von 600.000 Werken. Dieses Projekt (Austrian Books Online) wurde 2018 erfolgreich abgeschlossen, seitdem sind die Inhalte dieser 600.000 Werke online kostenlos weltweit abrufbar. Diese Kooperation sah vor, dass beide Partner ihre jeweiligen Kosten selbst tragen. Diese Kosten wurden einvernehmlich als gleichwertig beurteilt, weshalb die Leistungen auch unbar abgewickelt wurden, d.h. es kam zu keinen wechselseitigen Geldflüssen, die Leistungen wurden aber wechselseitig korrekt fakturiert. Eine nicht saldierte Darstellung dieser Kooperation hätte zu einer irreführenden Aufblähung der Gewinn- und Verlustrechnung geführt: Der Ausweis der Erlöse hätte die Erträge der Österreichischen Nationalbibliothek auf dem Papier mehr als verdoppelt und damit den Eigendeckungsgrad doppelt so hoch erscheinen lassen – eine der wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen für eine öffentliche Kulturinstitution wäre damit verfälscht gewesen. Gleiches gilt für die nur auf dem Papier bestehenden Ausgaben, die zu einer irreführenden Verzerrung der Betriebskosten geführt hätten.
Selbstverständlich wurden sämtliche Leistungen steuerlich korrekt bewertet und abgerechnet und selbstverständlich war dieses Vorgehen mit den Wirtschaftsprüfern abgestimmt. Im Anhang zum Jahresabschluss wurde jeweils auf diese Form der Kooperation hingewiesen. Diese Empfehlung ist also bereits umgesetzt.

Empfehlung: In einem ganzheitlichen Konzept wären die Strategien und Ziele für das Marketing der Österreichischen Nationalbibliothek zu formulieren, daraus die von ihr einzusetzenden Marketinginstrumente abzuleiten, um somit über einen langfristigen und nachhaltigen Entwicklungsplan zum Marketing zu verfügen.

Stellungnahme: Die seit Jahren steigenden Besucherzahlen stellen der Österreichischen Nationalbibliothek und ihrem Marketing ein gutes Zeugnis aus: Im Jahr 2018 kamen rd. 720.000 BesucherInnen in die Bibliothek und die Museen. Wie schon während der Prüfung durch den Rechnungshof angemerkt, wurde die Empfehlung einer ausformulierten Marketingstrategie bereits umgesetzt.

Empfehlung: Eine Befragung der TeilnehmerInnen an den Vermittlungsveranstaltungen wäre durchzuführen, um somit auch zu einer aussagekräftigen Kosten-Nutzen-Analyse zu kommen.

Stellungnahme: Die seit Jahren steigenden Besucherzahlen der Österreichischen Nationalbibliothek spiegeln sich auch in der steigenden Nachfrage nach Führungsangeboten. Ergänzend ist festzuhalten, dass im Bereich der Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche eine reine Kosten-Nutzen-Kalkulation wenig sinnvoll ist und auch dem kulturpolitischen Auftrag der Österreichischen Nationalbibliothek widerspricht.
Selbstverständlich gibt es auf der Website der Österreichischen Nationalbibliothek unter „Kontakt“ ein Feedback-Formular, das nicht nur für bibliothekarische Belange, sondern auch für Fragen und Beschwerden rund um die Museen und Kulturvermittlungsangebote verwendet werden kann. Die äußerst geringe Anzahl an Beschwerden zeigt uns, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Eine zusätzliche Befragung der TeilnehmerInnen an Vermittlungsangeboten ist daher nicht geplant, die Österreichische Nationalbibliothek wird diese Empfehlung bis auf weiteres nicht umsetzen.

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ORF III am Wochenende: Themenabend „Naher Osten“ u. a. mit Auftakt zur ORF-III-Reihe „Die großen Weltkonflikte“

Außerdem: „Don Carlo“ von den Salzburger Festspielen u. a. mit Jonas Kaufmann, Thomas Hampson und den Wiener Philharmonikern =

Wien (OTS) – ORF III Kultur und Information führt am Samstag, dem 12. Oktober 2019, in einem dreiteiligen „zeit.geschichte“-Abend in das krisengeschüttelte Gebiet des Nahen Ostens – beginnend mit dem Auftakt zur neuen ORF-III-Dokureihe „Die großen Weltkonflikte“. Am Sonntag, dem 13. Oktober, übernimmt Jonas Kaufmann in „Erlebnis Bühne“ die tragische Titelrolle in „Don Carlo“ – eine Inszenierung von den Salzburger Festspielen unter der musikalischen Leitung von Antonio Pappano aus dem Jahr 2013.

Samstag, 12. Oktober

Bereits um 15.40 Uhr lädt Andreas Jäger zu einer neuen Ausgabe der „Berggespräche“ mit „Roland Düringer im Kamptal“. Gemeinsam mit Jäger wandert der Kabarettist, Schauspieler und Autor von Gars nach Schönberg.

Zum Auftakt des Themenabends „Naher Osten“ präsentiert „zeit.geschichte“-Moderator und ORF-Auslandschef Andreas Pfeifer die neue ORF-III-Dokureihe „Die großen Weltkonflikte“. Im ersten Teil „Der Nahe Osten“ (20.15 Uhr) spürt Pfeifer den Auslösern der politischen und kriegerischen Verwerfungen nach: Durch die Auflösung des Osmanischen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg wird das Gebiet ungeachtet der Religions-, Kultur- und Stammeszugehörigkeit von den Siegermächten aufgeteilt. Während des Zweiten Weltkriegs fliehen Hunderttausende Juden aus Furcht vor dem Holocaust nach Palästina, um sich dort anzusiedeln – der Ausgangspunkt für einen der gewaltsamsten Konflikte des 20. Jahrhunderts. Anschließend thematisiert eine ORF-III-Neuproduktion von Gerhard Jelinek „Blutige Linien – Die Grenzziehung von Sykes-Picot im Nahen Osten“ (21.05 Uhr). Die Region ist ein politischer Dauer-Brandherd der Welt. Gelegt wurde das Feuer bereits während des Ersten Weltkriegs, als England und Frankreich die Landkarten zwischen Damaskus und Bagdad im Handstreich neu zeichneten. Die Dokumentation ortet die von Sykes und Picot gezogenen Grenzen als Wurzeln der späteren Konflikte im Nahen Osten. „Nasser – Die Entstehung des neuen Ägypten“ (22.00 Uhr) von Michal Goldman befasst sich mit dem Ministerpräsidenten und späteren Staatspräsident Ägyptens – Gamal Abdel Nasser. Dieser träumte vom Panarabismus, der Idee eines nationalen Zusammenschlusses aller arabischer Staaten. Doch der Traum platzte und die Ernüchterung ebnete den Weg für den Islamismus.

Wiener Soul sowie Humor, Tiefgang und herausragende Lieder gibt es zum Abschluss des Programmabends in „Soundcheck Österreich“ mit „5/8erl in Ehr’n“ (23.05 Uhr) aus dem ORF RadioKulturhaus. Das vierfach mit dem Amadeus Award ausgezeichnete Quintett bewegt sich in den unterschiedlichsten Musikszenen und ist im Jazzmilieu ebenso beheimatet wie auf Kleinkunstbühnen oder Pop-Festivals. Feinsinnigkeit, Poesie und Power, in Wort wie in Klang, ergeben ein einzigartiges Konzerterlebnis, das das Konzertpublikum von den Sitzen gerissen hat.

Sonntag, 13. Oktober

Musikalisch wird es auch am Sonntag in ORF III. „Operette sich wer kann“ zeigt „Gasparone“ (18.40 Uhr) nach der Operette von Carl Millöcker, 1956 verfilmt von Karl Paryla. In der kleinen Stadt Dioppo führt Bürgermeister Nasone (Wolfgang Heinz) ein tyrannisches Regiment. Eines Tages wird es den Bewohnerinnen und Bewohnern zu bunt und so lassen sie den Räuber Gasparone wiederauferstehen. Im Hauptabend steht Jonas Kaufmann im Mittelpunkt: Am 14. Oktober präsentiert der Startenor im Wiener Konzerthaus seine brandneue CD „Wien“. Aus diesem Anlass zeigt „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ Verdis „Don Carlo“ (20.15 Uhr) von den Salzburger Festspielen 2013. An der Seite von Jonas Kaufmann in der Titelpartie sind mit Thomas Hampson als Rodrigo, Matti Salminen als Philipp II., Anja Harteros als Elisabetta und Ekaterina Semenchuk als Eboli eine ganze Reihe weiterer Opernstars zu erleben. Es spielen die Wiener Philharmoniker unter Antonio Pappano.

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