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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 12. MAI 2018)

12.05.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 12. MAI 2018)

LEIPZIG „DAS RHEINGOLD und DIE WALKÜRE“ am 10. Und 11. Mai 2018

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„Das Rheingold“. Copyright: Tom Schulze

 325 Jahre Oper in der Wagnerstadt Leipzig! Das ist für die Oper Leipzig ein Anlass, des Bayreuther Meisters Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ gleich dreimal zyklisch – also wie Bayreuth – aufzuführen. Wie sich nach den ersten beiden Abenden abzeichnet, ein löbliches Unterfangen. Gestern Abend konnte man einen Wotan erleben, welcher der zentralen Figur Wagners opus summum‘  Facetten abrang, die ich in dieser Intensität kaum je erleben konnte. Iain Paterson war darstellerisch eine Offenbarung und konnte auch stimmlich mit seinem perfekt geführten und wortdeutlichen Bassbariton sowie blendenden Höhen voll überzeugen. Riesenapplaus des sachkundigen und überaus disziplinierten Leipziger Publikums für den Schotten! Thomas Mohr als Loge erreichte eine ähnliche Intensität, mit einem allerdings jüngeren, „wagenden“ Gott, Thomas Pursio, der ebenfalls starke Akzente setzte.

Die Inszenierung von Rosamund Gilmore von 2015 ist außergewöhnlich lebhaft, verzichtet auf alberne, nicht nachvollziehbare „Regietheater“-Gags und wirkt in den opulenten Bühnenbildern von Carl Friedrich Oberle und den Kostümen von Nicola Reichert bei einer exzellenten Lichtregie von Michael Röger aus der Werkaussage des Stücks heraus interpretiert und nicht zuletzt deshalb spannend und unterhaltsam. Charakteristisches Sonderelement ist Gilmore Choreografie einer etwa 15-köpfigen Tanzgruppe, die – zusätzlich zu Wagners Leitmotivik – in fantasievollen Bewegungen für eine abwechslungsreiche und interessante Bebilderung des Geschehens auf der Bühne sorgt – ein toller Einfall!

Ulf Schirmer leitet das Gewandhausorchester unter besonderer Betonung der dramatischen Momente. Man hört einen prägnanten und auffällig plastischen Klang.

 

https://www.oper-leipzig.de/media/content/images/oper/walkuere/Die_Walkuere_Oper_Leipzig_Premiere_07.12.2013_Bruennhilde_Wotan_Walkueren_Taenzer_Foto_Tom_Schulze.JPG
„Die Walküre“. Copyright: Tom Schulze

Heute ist „Siegfried“. Man kann gespannt sein, wie es weitergeht. Hoffentlich kommt nicht der leider oft zu erlebende „Hänger“ nach der „Walküre“…

 Klaus Billand aus Leipzig

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WIEN/ Staatsoper: FOTOS AUS DON PASQUALE (9.5.2018)


Antonio Siragusa (Ernesto). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Danielle De Niese (Norina). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn


Adam Plachetka (Malatesta). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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WIENER VOLKSOPER: DER OPERETTENKLASSIKER „GASPARONE“ KEHRT ZURÜCK. Premiere ist am 2. Juni

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Copyright: Johannes Ifkovits

Ein Operettenklassiker, der seit 1989 nicht mehr in der Volksoper gezeigt wurde, kehrt am 2. Juni 2018 endlich auf den Spielplan zurück! Für die Inszenierung von Carl Millöckers Gasparone zeichnet Olivier Tambosi verantwortlich, der hier zuletzt die Künneke-Operette Der Vetter aus Dingsda und das Musical Der Mann von La Mancha inszeniert hat. Seiner witzigen Interpretation von Gasparone liegt die musikalische Bearbeitung aus den 1930er Jahren zu Grunde.

Als Gasparone 1884 im Theater an der Wien uraufgeführt wurde, war das Publikum begeistert und Carl Millöcker bereits weltberühmt. 1931 adaptierten die Librettisten Paul Knepler und Ernst Steffan Millöckers Original für Superstars wie Johannes Heesters, Marika Rökk und Leo Slezak und orientierten sich dabei musikalisch stark an den Revue-Operetten der 20er Jahre. Die Volksoper zeigt nun diese Fassung mit dem bekannten Lied „Dunkelrote Rosen, bring’ ich, schöne Frau“. Der deutsche Bariton Sebastian Geyer gibt als geheimnisvoller Fremder sein Debüt an der Volksoper Wien, Mara Mastalir spielt seine Angebetete, die schöne verwitwete Gräfin Carlotta, Gerhard Ernst ist als Bürgermeister Nasoni und David Sitka als dessen Sohn Sindulfo zu erleben. Am Pult des Volksopernorchesters steht Andreas Schüller.

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Das Tiroler Landestheater freut sich über SECHS NOMINIERUNGEN für den ÖSTERREICHISCHEN MUSIKTHEATERPREIS!

Die Jury des Österreichischen Musiktheaterpreises hat vergangene Woche getagt. Durch die Satzungsänderungen in der Jury 2018 konnten die Jurymitglieder, die heuer erstmals aus Medienvertretern besteht, zusätzliche Nominierungen zu den Einreichungen der Theater vornehmen. Das Tiroler Landestheater und Symphonieorchester Innsbruck freut sich über sechs Nominierungen. Es sind dies Anna-Maria Kalesidis in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle als Rusalka in der gleichnamigen Oper von Antonín Dvorák. Die Sopranistin wird ab der kommenden Saison festes Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters. In der Kategorie Beste männliche Hauptrolle ist Uwe Stickert für seine Interpretation des Flamand in Capriccio nominiert. Die TLT-Produktion dieser Oper von Richard Strauss ist außerdem als beste Gesamtproduktion Oper nominiert. Camilla Lehmeier erhielt für die Rolle des Cherubino in Mozarts Le Nozze di Figaro eine Nominierung in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle. Als Bester Nachwuchs weiblich ist Sophia Theodorides für ihre Interpretation des Oscar in Verdis Un ballo in maschera nominiert. Michael D. Zimmermann konkurriert mit der Produktion Nostradamus um die Beste Ausstattung.

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KÜNSTLERINFOS „Balmer & Dixon“: Ausgewählte Nachrichten für Juni 2018 (in alphabetischer Reihenfolge):

Vera-Lotte BÖCKER singt am 10. an der Komischen Oper Berlin in Jacques Offenbach’s BLAUBART die Partien der Prinzessin Hermia und Fleurette unter der Leitung von Ivo Hentschel, Regie führt Stefan Herheim. Am 23. Juni singt sie, ebenfalls dort, erstmalig Micaela in einer Wiederaufnahme von CARMEN unter der musikalischen Leitung von Hendrik Vestman in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten.

Claude EICHENBERGER ist am 3./6./10./12./17. & 21. im Konzert Theater Bern als Carmen in CARMEN von Georges Bizet zu hören. Die musikalische Leitung haben Hans Christoph Bünger und Mario Venzago, Regie führt Stephan Märki.

Äneas HUMM singt am 5. einen Liederabend an der ETH Zürich, am 9. in Ottobäuren, Deutschland, begleitet von Hartmut Höll und am 16. Juni in Chur. Zudem ist er Förderpreisträger Deutschlandfunk 2018. Die Preisverleihung findet am 2. September 2018 in Bremen statt.

Steve DAVISLIM singt am 8. anlässlich des Mozartfests Würzburg die LITANIAE LAURETANAE IN ES-DUR von Leopold Mozart und die MESSE IN C-MOLL von Wolfgang Amadeus Mozart im Kiliansdom, zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Howard Arman.

Cornel FREY wird am 2. & 12. Pedrillo / DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf sein. Am 14./20. & 28. ist er als Steuermann in DER FLIEGENDE HOLLÄNDER ebenfalls dort zu hören. Weiter gibt er am 24. & 30., in einer Wiederaufnahme von PAGLIACCI den Beppe unter der Leitung von Antonino Fogliani, Regie führt Christof Loy.
Am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, präsentiert er am 17. anlässlich der Benefizgala der MiR-Stiftung zusammen mit Ensemblemitgliedern des MiR aus Emmerich Kálmáns Die Csárdásfürstin: Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht!

Torben JÜRGENS ist in der Rolle des Lamoral / ARABELLA von Richard Strauss am 16./19. & 22. an der Bayerischen Staatsoper München zu hören.
Die musikalische Leitung hat Constantin Trinks, Regie führt Andreas Dresen.

Johannes KAMMLER singt am 5. & 8. an der Bayerischen Staatsoper München Čekunov / AUS EINEM TOTENHAUS von Leoš Janáček unter der Leitung von Simone Young, in einer Inszenierung von Frank Castorf.
Ebenfalls dort interpretiert er am 16./19. & 22.6. die Rolle des Dominik / ARABELLA von Richard Strauss.

Michael KUPFER-RADECKY gibt am 2. den Don Pizarro / FIDELIO von Beethoven, am New National Theater in Tokyo, musikalisch geleitet von Taijiro Iimori, in einer Inszenierung von Katharina Wagner.

Íride MARTÍNEZ ist am 22. & 24. an der Garsington Opera, Wormsley, in
Königin der Nacht / ZAUBERFLÖTE unter der Leitung von Christian Curnyn in einer Inszenierung von Netia Jones zu erleben.

Polina PASTIRCHAK wird am 5. Juni Mozart, die GROßE MESSE in c-Moll, KV 427 in der Philharmonie in München mit dem Münchner Bach-Chor unter Hansjörg Albrecht singen.

Kismara PESSATTI wird am 3. an der Oper Köln die Marzellina / LE NOZZE DI FIGARO, in einer Inszenierung von Emmanuelle Bastet, unter der Leitung von Rubén Dubrovsky singen.

Rolf ROMEI singt 9./12./15. & 17. am Theater Basel die Rolle des Marquis in DER SPIELER von Sergej S. Prokofjew unter der Leitung von Modestas Pitrenas / Björn Huestege. Weiter ist er am 23. in der Tonhalle Zürich in einem Konzert von Friedrich Hegar, MANASSE ORATORIUM, op. 16, unter der musikalischen Leitung von Anna Jelmorini zu hören.

Jordan SHANAHAN singt am 2. anlässlich des 14. Symphoniekonzerts DAS SCHLOSS DÜRANDE / Nicolas, Kammerdiener des Grafen von Othmar Schoeck unter Mario Venzago.

Helen SHERMAN wird am 14. (Premiere) /17./19./20./22. & 23. im Theater Seefeld, Zürich als Cristina in I PAZZI PER PROGETTO von G. Donizetti zu hören sein. Die musikalische Leitung hat Caspar Dechmann.

Bo SKOVHUS tritt am 3./5./ & 8. an der Bayerischen Staatsoper in AUS EINEM TOTENHAUS / Šiškov von Leoš Janáček, unter der Leitung von Simone Young, in einer Inszenierung von Frank Castorf auf.
Am 13. & 21. interpretiert er am Theater Duisburg den René Graf von Luxemburg / GRAF VON LUXEMBURG von Franz Lehár in einer Inszenierung von Jean-Daniel Herzog unter der Leitung von Lukas Beikircher und Patrick Francis Chestnut.
Am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen, präsentiert er am 17. anlässlich der Benefizgala der MiR-Stiftung eine Reihe von Liedern von Franz Schubert, darunter Schuberts Vertonung der Schiller-Ballade Der Taucher.

Kristina STANEK ist am 9. & 15. als Blanche / DER SPIELER von Sergej S. Prokofjew am Theater Basel, unter der Leitung von Modestas Pitrenas / Björn Huestege zu hören.

JunHo YOU wird am 1./9. & 28. an der Volksoper Wien Tamino / ZAUBERFLÖTE unter der musikalischen Leitung von Wolfram-Maria Märtig darstellen. Regie führte Helmuth Lohner.

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ORF III am Wochenende: fünfteiliger Israel-Schwerpunkt in der „zeit.geschichte“ mit Doku-Premiere „Zufluchtsort Israel“

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 Außerdem: Netrebko und Garanča in „Anna Bolena“, neue Folge „GartenKULT“, Kult-Spielfilm-Nachmittag zum Muttertag =

Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel ausgerufen – ORF III Kultur und Information widmet dem Jahrestag am Samstag, dem 12. Mai 2018, einen fünfteiligen „zeit.geschichte“-Abend und zeigt u. a. die TV-Premiere der ORF-III-Neuproduktion „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“. Zum Muttertag, am Sonntag, dem 13. Mai, präsentiert ORF III am Nachmittag und Vorabend vier kultige Spielfilme mit Publikumslieblingen aus Österreich und Deutschland. Danach präsentiert ORF III im Hauptabend zwei Opernsängerinnen der Extraklasse – Anna Netrebko und Elīna Garanča – in Gaetano Donizettis Oper „Anna Bolena“ aus der Wiener Staatsoper.

Samstag, 12. Mai: „GartenKULT“ – „SelbstversorgerGarten“ (17.30 Uhr) und „Der Spielgarten“ (18.00 Uhr), fünfmal „zeit.geschichte“ mit „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“ (20.15 Uhr), Zweiteiler „Israel – Geburt eines umkämpften Landes“ (21.00 Uhr und 21.55 Uhr), Zweiteiler „1973. Jom Kippur. Ein Krieg im Oktober“ (22.55, 23.55 Uhr)

Der Samstag startet mit einer Dakapofolge aus der ersten Staffel des Magazins „GartenKULT“ zum Thema „SelbsversorgerGarten“ (17.30 Uhr). Danach präsentiert ORF III eine neue Episode der aktuellen dritten Saison: In „Der Spielgarten“ (18.00 Uhr) zeigen Katharina Gritzner und Profigärtner Josef Starkl kreative Ideen für Jung und Alt, die den heimischen Garten zum Spielparadies machen.

Im Hauptabend präsentiert die „zeit.geschichte“ einen fünfteiligen Schwerpunkt zum 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel. Den Auftakt macht die ORF-III-Neuproduktion von Uli Jürgens „Zufluchtsort Israel – Österreichische Emigration nach Palästina“ (20.15 Uhr). Mit der Ausrufung des Staates Israel ging ein lang gehegter jüdischer Traum in Erfüllung. Doch Palästina glich keineswegs anderen Zufluchtsorten wie den USA – für viele Auswanderer war es eine Art „wiedergefundene Heimat“, eng verwoben mit der jüdischen Geschichte und Tradition. Österreicher/innen wie Teddy Kollek, Anna Ticho oder Ari Rath halfen mit, den Staat Israel aufzubauen – stellten ihr Wissen und ihr Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zur Verfügung und waren maßgeblich daran beteiligt, Israel zu dem zu machen, was es heute ist. Der Film erinnert an die Gründungsmütter und -väter dieses Landes, lässt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort kommen und führt mit seltenem Archivmaterial zurück an die Anfänge des Staates an der Mittelmeerküste. Danach folgt der Zweiteiler „Israel – Geburt eines umkämpften Landes“ von Blanche Finger und William Karel, der im November 1947 ansetzt: Die Vereinten Nationen stimmten über den Teilungsplan für Palästina ab. Für einige wurde ein Traum wahr. Für andere war es der Beginn einer Katastrophe. 70 Jahre später ist das Land eine offene Wunde – ein Schlachtfeld zweier Völker, zerrissen durch ihre gemeinsame Geschichte, eine Quelle unüberwindbarer Spannungen in der Region und über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus. Die Produktion rekapituliert die ersten zwei Jahrzehnte des neuen Staates, von 1945 bis zum Sechstagekrieg. 20 Jahre, die die Grundlage für das heutige Israel bilden. Der erste Teil „Ein Staat entsteht“ (21.00 Uhr) geht an die Anfänge zurück und konzentriert sich auf die Periode vom Ende des Zweiten Weltkriegs über das UNO-Votum des Teilungsplanes im Jahr 1947 bis hin zur Unabhängigkeitserklärung Israels im Jahr 1948. Der zweite Teil „Von Krieg zu Krieg“ (21.55 Uhr) deckt die Jahre 1948 bis 1967 ab – zwei fundamentale Jahrzehnte, die bestimmt waren vom Krieg zwischen den beiden jungen Staaten und deren Nachbarn. Abschließend folgt ein weiterer Doku-Zweiteiler: „1973. Jom Kippur. Ein Krieg im Oktober“ von Vincent de Cointet. Im arabisch-israelischen Krieg im Jahr 1973 – in Israel Jom-Kippur-Krieg und auf arabischer Seite Oktober- oder Ramadan-Krieg genannt – standen einander Israel, Ägypten und Syrien feindlich gegenüber. Der erste Film (22.55 Uhr) dokumentiert mit seltenen Archivaufnahmen Beweggründe, Zweifel und innerste Überzeugungen jener beiden Staats- und Regierungschefs, die ihre Länder damals in den Krieg führten: Golda Meir und Anwar el Sadat. Im Mittelpunkt des zweiten Teils (23.55 Uhr) stehen die wichtigsten Etappen des dreiwöchigen Jom-Kippur-Krieges.

Sonntag, 13. Mai: viermal „ORF III Spezial zum Muttertag“ mit „Wir bleiben zusammen“ (14.10 Uhr), „Wink des Himmels“ (15.40 Uhr), „Jetzt erst Recht!“ (17.15 Uhr), „Mama kommt!“ (18.45 Uhr), „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: Anna Bolena“ (20.15 Uhr)

Am Sonntag zeigt „ORF III Spezial zum Muttertag“ ab 14.10 Uhr vier vom ORF koproduzierte Spielfilme, beginnend mit Wolfgang Murnbergers Familiendrama „Wir bleiben zusammen“ (14.10 Uhr) aus dem Jahr 2001. Die 23-jährige Pianistin Kristine (Bernadette Heerwagen) plant einen karriereorientierten Geiger zum Mann zu nehmen – jedoch kommen bei der Fahrt zur Trauung ihre Eltern ums Leben und die Hochzeit platzt. Kristine, die noch zwei minderjährige Geschwister hat, versucht die Familie nach dem tragischen Todesfall zusammenzuhalten und wieder einen normalen Alltag in ihr Leben zu bringen. Doch ihr fast-Ehemann Richard (Bernhard Schir) hat andere Pläne und würde die Kinder lieber in einem Internat sehen. Tragische Umstände sind auch im nachfolgenden Film „Wink des Himmels“ von Karola Hattop aus dem Jahr 2005 der Ausgangspunkt: Der Architektin Paula (Elisabeth Lanz) fliegt auf einer Baustelle eine Brieftaube zu. Diese trägt eine Nachricht bei sich, die Paula sehr berührt: „Ich suche für meinen Papa eine neue Mami, die zu uns passt.“ Paulas Neugier ist geweckt, sie beginnt nach dem Absender des Briefes zu suchen und findet ihn tatsächlich. Es ist ein achtjähriger Bub, dessen Mutter bei einem Unglück verstorben ist und der jetzt das Glück seines Vaters selbst in die Hand nehmen möchte. Danach zeigt ORF III das 2003 entstandene Komödiendrama „Jetzt erst Recht!“ (17.15 Uhr) von Michael Kreihsl. Wie geht es jemandem, der plötzlich erfährt, dass er nicht der Sohn seiner Eltern ist? Für den angehenden Staranwalt Max (Ulrich Reinthaller) bricht eine Welt zusammen, als sich bei seinem Verlobungsfest die Praterwirtin Gabi (Marianne Mendt) als seine leibliche Mutter vorstellt. Max zieht die Reißleine und wagt einen Neuanfang fernab vom Luxusleben seiner Familie. In weiteren Rollen sind Peter Weck, Gertraud Jesserer, Maria Köstlinger und Nicholas Ofczarek zu sehen. Abschließend steht Isabel Kleefelds Komödie „Mama kommt!“ (18.45 Uhr) aus dem Jahr 2009 mit Senta Berger auf dem Programm. Flucht – das ist Christianes (Anja Kling) erster Impuls, als plötzlich ihre Mutter Luise (Senta Berger) mit einem Koffer vor ihrer Tür steht. Als Unfallchirurgin mit unregelmäßigem Dienstplan hat sie genug um die Ohren. Hinzu kommt, dass Christiane nicht weiß, wie sie ihrer Teenager-Tochter ihre Affäre mit dem jüngeren Kollegen Lars (Matthias Schloo) erklären soll – geschweige denn Übermutter Luise. Umso größer ist daher die Überraschung, als sich herausstellt, dass auch Luise ein Geheimnis hütet.

Im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ ebenfalls ein starbesetztes Programm: In Gaetano Donizettis selten gespielter Oper „Anna Bolena“ aus der Wiener Staatsoper 2011 brillieren Anna Netrebko, Elīna Garanča, Elisabeth Kulman und Ildebrando D‘Arcangelo unter der musikalischen Leitung von Evelino Pidò. Regie führt Éric Génovèse.

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KÖLN: Spektakuläre Aussicht- Panoramablick über Köln aus 150 m Höhe

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger


Das Colonia-Hochhaus mit den beiden Höhenarbeitern (Industriekletterern). Copyright: Andrea Matzker

Einen Panoramablick über ganz Köln aus der Höhe von 150 m gibt es allein vom Colonia Hochhaus, denn der Fernsehturm ist außer Funktion, kann daher nicht besucht werden, und vom Dom selbst aus kann man das berühmteste Gebäude der Stadt nicht aus der Entfernung sehen, sondern nur sein Dach und die anderen Domtürme. So freuten sich die zwei professionellen Höhenarbeiter (die offizielle Berufsbezeichnung lautet Seilzugangs- und Positionierungstechniker, ansonsten auch Industriekletterer genannt) David Adu und Felix Ludwig von der Firma Rope Access Solutions aus Bremen ganz besonders über den strahlenden Sonnenschein und die Windstille um das einst höchste Wohnhaus Europas. Das denkmalgeschützte Gebäude mit 352 Wohnungen und seinen 5 km Balkonen wird regelmäßig von den Spezialisten untersucht. An sechs 150 m langen Seilen kontrollieren sie das Mauerwerk in 38 Abfahrten und fahren dabei ca. 6000 Seilmeter pro Arbeitseinsatz. Dafür brauchen sie regelmäßig mehrere Tage. Diesmal waren die Wetterverhältnisse optimal und erlaubten sogar eine kleine Pause in schwindender Höhe an der Balkonbrüstung und einen Plausch mit manchem Bewohner. Trotz aller Professionalität fanden die Männer auf diese Art Zeit, die herrliche Aussicht auf die gesamte Stadt und das Rheinpanorama mit dem Dom zu genießen.


Felix Ludwig und David Adu in schwindelnder Höhe über Köln. Copyright: Andrea Matzker


Felix Ludwig an der Außenwand des Colonia-Hochhauses in Köln. Copyright: Andrea Matzker


Sprichwörtlich hoher Besuch in Köln. David Adu bei der Kaffeepause . Copyright: Andrea Matzker

 

Felix Ludwig und David Adu verabschieden sich. Copyright: Andrea Matzker

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