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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 1. DEZEMBER 2018)

01.12.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 1. DEZEMBER 2018

HEUTE IN DER WIENER STAATSOPER: MADAMA BUTTERFLY MIT HAUSDEBÜT ANDREA CARÈ ALS PINKERTON


Andrea Carè. Copyright: Juan Carranza

Dirigent Jader Bignamini
Regie Josef Gielen
Ausstattung Tsugouharu Foujita
 
Cio-cio-san, genannt Butterfly   Elena Guseva
B.F.Pinkerton Andrea Carè
Sharpless Gabriel Bermúdez
Suzuki Bongiwe Nakani
Kate Pinkerton Simina Ivan
Goro Michael Laurenz
Yamadori Peter Jelosits
Onkel Bonze Ryan Speedo Green
kaiserlicher Kommissär Marcus Pelz


Andrea Carè. Copyright: Juan Carranza

Andrea Carè

Der Tenor ANDREA CARÈ wurde in Italien geboren. Er studierte am Konservatorium Giuseppe Verdi in Turin und lernte unter anderem bei Luciano Pavarotti und Raina Kabaiwanska. 2005 gewann er den internationalen Opernwettbewerb in Spoleto. Sein Debüt gab er 2008/2009 als Pollione (Norma) am Teatro Comunale di Bologna. In letzter Zeit absolvierte er Auftritte als Pinkerton an der Canadian Opera Company und am Teatro Real in Madrid, als Pollione in Barcelona und in Bordeaux, als Don José am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Opera Queensland und am Teatro Real in Madrid, als Don Carlo am Moskauer Bolschoi-Theater, in Strasbourg und am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, als Enzo Grimaldo in La gioconda in Peking, als Loris Ipanov (Fedora) in Stockholm, als Radames in Brüssel, als Cavaradossi am Teatro Regio di Parma und am Michigan Opera Theatre. Aktuelle und künftige Auftritte führen den Tenor unter anderem an die finnische Nationaloper nach Helsinki (als Cavaradossi), an die Oper in Stockholm (als Radames beziehungsweise Rodolfo) und als Enzo Grimaldo nach Brüssel.

Website

Andrea Caré ist am Mittwoch, 5. 12. um 19 h bei uns in der Online-Galerie zu Gast. Er wird mit Dr. Manfred A. Schmid ein Gespräch führen, auch Tonbeispiele werden zu hören sein.

Der Eintritt ist frei, mehr noch, nach alter Gepflogenheit sind Sie unser Gast!
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WIENER STAATSOPER IN VORBEREITUNG ZUR PREMIERE „DIE WEIDEN“

Ein Interview mit Udo Samel, geführt von Dr. Renate Wagner am 30.11.2018 in den Räumen der Wiener Staatsoper

UDO SAMEL

Alles hat seine Zeit

Es mutet seltsam an, einen berühmten Schauspieler wie Udo Samel im Zusammenhang mit einer Opernpremiere zu interviewen. Tatsächlich hat er in „Die Weiden“ von Johannes Maria Staud / Durs Grünbein eine wichtige Sprechrolle – die allerdings sehr musikalisch zu behandeln ist.

Das Gespräch führte Renate Wagner

Herr Samel, Ihre Figur in „Die Weiden“ heißt Krachmeyer und ist Komponist, wird aber auch in der offiziellen Inhaltsangabe von „Die Weiden“ als „dämonisch-rückwärtsgewandt“ beschrieben. Was hat man sich darunter vorzustellen?

Sicherlich hat der Krachmeyer mit Krach und Lärm zu tun, und das Orchester in dieser Oper ist oft sehr laut, obwohl es auch ganz starke stille Momente gibt. Möglicherweise hat sich Johannes Maria Staud da selbstironisch eingebracht. Tatsächlich aber zählt Krachmeyer – neben dem Demagogen – zu jenen Figuren des Werks, die sich bei ihrer Umwelt Gehör verschaffen, ohne dass sie etwas Lebensbewegendes oder Neues zu sagen hätten. Sie sprechen vom „armen Abendland“, vom „Erhabenden“, von „Klängen der Heimat“, von der „berechtigte Sorge um den eigenen Stamm“. Und wie das oft bei Verführern so ist, drückt er sich nicht wirklich klar aus. Aber er hat diese „Ich spreche zu Euch als Freund“-Formeln im Mund. Diese Figur, auch wenn sie noch so nichtig ist, muss Zweifel säen – unter den Menschen auf der Bühne und bei den Menschen im Zuschauerraum. Da kann man schon an den großen Verführern Maß nehmen…

ZUM INTERVIEW Udo Samel/ Renate Wagner

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GÖTEBORG STARTET EINEN NEUEN NORDISCHEN RING

Start mit „Das Rheingold“


Frida Engström, Mia Karlsson och Ann-Kristin Jones as Wellgunde, Woglinde and Flosshilde – Photo: Mats Bäcker

Zum Premierenbericht von Dr. Klaus Billand

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Aus den verschiedensten Gründen gehen ja manche Sängerkarrieren ganz und gar an Wien vorbei.

So z.B. jene von Mariella Devia, die es in den 80er-Jahren gerade mal auf 10 Vorstellungen in der Wiener Staatsoper brachte. Vergangenen Mittwoch hatte ich das Vergnügen, beim Donizetti Festival in Bergamo einen Konzertauftritt mit ihr zu erleben, nachdem sie ja von der Opernbühne bereits ihren Abschied genommen hat. Auf youtube gibt es davon 3 Ausschnitte:


Foto: Youtube

MARIA STUARDA

www.youtube.com/watch?v=uYB2xNzpy_Y

ANNA BOLENA

www.youtube.com/watch?v=uUviFels_m0

ROBERTO DEVEREUX

www.youtube.com/watch?v=8hFY6p0KVsA

Dabei bringt die  Devia eine Leistung, für die sich eine 71-jährige keineswegs schämen muss. Hören Sie doch rein.

Dr. Martin C. Turba

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WIEN/ Burgtheater: HEUTE PREMIERE „SCHÖNE BESCHERUNGEN“ von Alan Ayckbourn


Tino Hillebrand, Nicholas Ofczarek.Copyright: Barbara Zeininger

Besetzung

am

Regie Team

  • Regie Barbara Frey
  • Bühnenbild Bettina Meyer
  • Kostüme Esther Geremus
  • Licht Friedrich Rom

  • Katharina Lorenz, Fabian Krüger. Copyright: Barbara Zeininger
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STAATSTHEATER KASSEL:  MADAMA BUTTERFLY (Premiere 8.12., Kostprobe 3.12)

Madama Butterfly

Japanische Tragödie in drei Aufzügen von Giacomo Puccini

Text: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach einem Schauspiel von David Belasco

 In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Joakim Unander, Inszenierung: Jan-Richard Kehl nach einer Idee von Lorenzo Fioroni

Mit Celine Byrne (als Gast, Cio-Cio-San), Marta Herman (Suzuki), Merūnas Vitulskis (als Gast, B.F. Pinkerton), Hansung Yoo (Sharpless), Bassem Alkhouri (Goro) u.v.a.m.

Kostprobe: Montag, 3. Dezember, 19 Uhr, Opernhaus (18.45 Uhr Einführung)

Premiere: Samstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr, Opernhaus

Mit „Madama Butterfly“ feiert am 8. Dezember eine der beliebtesten und bewegendsten Opern von Giacomo Puccini Premiere am Staatstheater Kassel. In der Titelpartie ist die international gefragte Sopranistin Celine Byrne zu erleben und als Pinkerton der litauische Tenor Merūnas Vitulskis. In weitere großen Partien wirken die Ensemblemitglieder Marta Herman als Suzuki, Hansung Yoo als Sharpless und Bassem Alkhouri als Goro mit. Musikalischer Leiter ist der schwedische Gastdirigent Joakim Unander.

Die Inszenierung übernimmt Jan-Richard Kehl für den aus persönlichen Gründen verhinderten Regisseur Lorenzo Fioroni. Kehl inszeniert die Puccini-Oper „nach einer Idee von Lorenzo Fioroni“, d.h. Grundlage seiner Regie ist das Konzept von Fioroni.

„Madama Butterfly“ spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Nagasaki. Japan gilt als militärische Großmacht und aufgrund des damit einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwungs pflegt das Land zahlreiche Handelskontakte mit westlichen Staaten. Dies ist der historische Hintergrund für die Begegnung zweier Welten und die Tragödie um eine bedingungslos liebende Frau und einen selbstsüchtigen Mann.

Der leichtlebige amerikanische Marineoffizier Pinkerton kauft zum Vergnügen ein Haus und heiratet die 15-jährige ehemalige Geisha Cio-Cio-San – wohl wissend, dass er beides jederzeit kündigen kann, da die Ehe nach amerikanischem Recht ohne Bestand ist.

Cio-Cio-San hingegen, die auch „Madama Butterfly“ genannt wird, bricht für die Liebe ihres Lebens mit ihrer Vergangenheit und ihrer Kultur: Sie tritt zum christlichen Glauben über und nimmt dafür in Kauf, von ihrer Familie verstoßen zu werden.

Pinkerton lässt schon bald nach der Heirat Cio-Cio-San allein in der Isolation zurück, nicht wissend, dass sie von ihm schwanger ist. Drei Jahre lang wartet sie sehnsüchtig auf seine Rückkehr – um schließlich damit konfrontiert zu werden, dass für ihn diese Liebe nichts weiter als ein exotisches Abenteuer war. Nur aus einem Grund kehrt Pinkerton noch einmal zurück: Er will zusammen mit seiner amerikanischen Frau Kate den kleinen Sohn mit in seine Heimat nehmen.

Die aus Irland stammende Sopranistin Celine Byrne gab ihr Bühnendebüt 2010 als Mimì an der Scottish Opera Glasgow, 2012 folgte ihr Debüt als Rusalka am Royal Opera House Covent Garden, wo sie schon kurz darauf als Mimì und als Micaëla („Carmen“) wieder eingeladen wurde.

Inzwischen ist Celine Byrne international gefragt und tritt an großen Opernhäusern in ganz Europa auf sowie in den USA, in China, Russland und Mexiko.

Als Konzertsängerin gastierte Celine Byrne u.a. in der Carnegie Hall, in der Royal Albert Hall, im Tschaikowsky-Saal in Moskau, im Beijing National Centre und in der Berliner Philharmonie. Zu ihren Bühnenpartnern gehörten u.a. Josep Calleja, Roberto Alagna und José Carreras.

Am Staatstheater Kassel war sie bereits als Marschallin („Der Rosenkavalier“), als Gräfin in Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ und zuletzt als Marietta in Korngolds „Die tote Stadt“ zu erleben.

Jan-Richard Kehl hat bereits durch eine Vielzahl spannender Inszenierungen auf sich aufmerksam gemacht, u.a. am Staatstheater am Gärtnerplatz; die Palette der Werke reicht dabei von Wagners „Lohengrin“ über Bergs „Wozzeck“ bis zur Barockoper und zum Musical.

Von 2006 bis 2010 war Kehl Operndirektor am Schleswig-Holsteinischen Landestheater. Vor seinem Engagement in Flensburg war er als Chefregisseur sowie leitender Regisseur an den Häusern von Bautzen und Görlitz engagiert. Seit 2013 lehrt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, wo er eine Professur für Szenischen Unterricht innehat sowie die Ausbildungsdirektion der Abteilung Gesang.

Der schwedische Dirigent und Komponist Joakim Unander leitete bereits mehrere Opern und Konzerte an der Königlichen Stockholmer Oper, ebenso wie an der Volksoper Stockholm und der Göteborger Oper. Von 2008 bis 2013 war er als Generalmusikdirektor an der Volksoper tätig.

Am Staatstheater Kassel hat Joakim Unander bereits mehrere Produktioinen musikalisch geleitet, u.a. 2015/16 die Eröffnungsproduktion „Norma“, 2017/18 die Wiederaufnahme von Mozarts „Zauberflöte“ und zuletzt die Wiederaufnahme von „Turandot“.

Einen ersten Einblick in die außergewöhnliche Inszenierung bietet für 7 Euro Eintritt die „Kostprobe“ am Montag, 3. Dezember, um 19 Uhr im Opernhaus. Karten für die „Kostprobe“ und die Premiere am 8. Dezember sowie für die Folgevorstellungen sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.

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Die 68. Schwetzinger SWR Festspiele vom 26. April bis 25. Mai 2019 stehen unter dem Motto »Neuland«.

Bildergebnis für schwetzinger festspiele

Das Programm ist ab sofort online verfügbar. Der Ticketverkauf startet am 6. Dezember.

Hier finden Sie das Programmbuch online.
Hier finden Sie die Festspielwebsite: www.schwetzinger-swr-festspiele.de.
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Staatstheater Cottbus bekommt eigene Ballett-Sparte

Kulturministerin Münch und Oberbürgerminister Kelch begrüßen Berufung von Dirk Neumann als Direktor der Ballett-Sparte

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch und der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch begrüßen als Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) die heutige Berufung von Dirk Neumann als Direktor der neu geschaffenen Ballett-Sparte am Staatstheater Cottbus.

Kulturministerin Martina Münch: „Das Staatstheater Cottbus hat in den vergangenen Jahren Oper, Schauspiel und Ballett immer wieder in eindrucksvollen ‘Mehrspartenprojekten‘ zusammengeführt und eigene erfolgreiche Ballett-Produktionen auf die Bühne gebracht. Mit der Einrichtung einer eigenen Sparte wird das Ballett aufgewertet und erhält die herausgehobene Stellung, die es verdient. Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Theater im Land Brandenburg mit vier Sparten – ich bin davon überzeugt, dass das die Attraktivität und Strahlkraft des Staatstheaters weiter erhöhen wird.“

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch: „Längst haben sich die Tänzerinnen und Tänzer unter Leitung von Dirk Neumann ihr eigenständiges künstlerisches Profil auf der Bühne und bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ertanzt. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass das Ballett ab heute auch offiziell als vierter Stern im Signet unseres Staatstheaters leuchtet. Dirk Neumann beglückwünsche ich ganz herzlich zu seiner verdienten Berufung als Ballettdirektor der wiedergewonnenen Sparte. Das Staatstheater ist eines der wichtigen, ins ganze Land sichtbaren Aushängeschilder unserer Stadt. In einer sich wandelnden Region trägt es dank seiner Qualitätsarbeit maßgeblich zum Stolz der Cottbuserinnen und Cottbuser auf ihre Heimatstadt bei.“

Das im Jugendstil gebaute Cottbuser Theater wurde 1908 eröffnet. Im Jahr 1992 wurde das Cottbuser Stadttheater zum Staatstheater ernannt und seit 2004 ist es – neben dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst – Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung CottbusFrankfurt (Oder). Es ist das einzige Mehrspartentheater mit Musiktheater, Philharmonischem Orchester, Schauspiel und jetzt auch Ballett im Land Brandenburg. Das Land unterstützt das Staatstheater Cottbus mit jährlich mehr als 15 Millionen Euro aus Landesmitteln und Mitteln des Brandenburgischen Finanzausgleichsgesetzes. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz engagiert sich kontinuierlich und ab 2020 mit steigenden Zuschüssen für die Arbeit des Staatstheaters.

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ORF III am Wochenende: Advent-Auftakt mit Dokupremiere zu 200 Jahre „Stille Nacht“

Außerdem: „zeit.geschichte“-Tripel über Zweiten Weltkrieg, Düringer und Görgl bei „DENK mit KULTUR“, Callas-Porträt zum 95. Geburtstag u. v. m.

Das erste Adventwochenende in ORF III Kultur und Information sorgt mit winterlichen Dokumentationen wie u. a. der Dokupremiere „Die Friedensidee im Museum“ zur Salzburger Landesausstellung „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ sowie der vierteiligen Filmreihe „Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer“ für vorweihnachtliche Stimmung. Im Samstag-Hauptabend, am 1. Dezember 2018, befasst sich die „zeit.geschichte“ in drei Dokumentationen mit den unbekannten Seiten des Zweiten Weltkriegs. Am Sonntag, dem 2. Dezember, erinnert „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ zum 95. Geburtstag an die Diva assoluta Maria Callas und zeigt das Porträt „Ein Leben für die Oper“. Außerdem: „Anna Netrebko & Yusif Eyvazov in concert“. Apropos Callas: ORF 2 würdigt die Opernlegende in der „matinee“ am Sonntag (9.35 Uhr) mit dem Porträt „Maria Callas: Tosca 1964“.

Samstag, 1. Dezember: „Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer“(ab 10.05 Uhr), „Berggespräche“ mit Gerhard Haderer (16.05 Uhr), Adventdokus ab 16.55 Uhr, „zeit.geschichte“-Tripel (ab 20.15 Uhr), „DENK mit KULTUR: Roland Düringer und Elisabeth Görgl“ (22.50 Uhr), „Soundcheck Österreich: Paul Plut“ (23.50 Uhr)

Am Samstag präsentiert ORF III ab 10.05 Uhr den vierteiligen Fernsehfilm „Tom Sawyers und Huckleberry Finns Abenteuer“ von Regisseur Wolfgang Liebeneiner aus dem Jahr 1968. Danach folgt eine neue Ausgabe der „Berggespräche“ (16.05 Uhr). Darin trifft ORF-III-Moderator Andreas Jäger in der oberösterreichischen Stadtgemeinde Bad Leonfelden auf Karikaturist Gerhard Haderer. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Wanderung entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs an der Grenze zu Tschechien. Einstimmend auf das erste Adventwochenende zeigt ORF III ab 16.55 Uhr in „Unser Österreich“ winterliche Dokumentationen, die die Vorweihnachtszeit einläuten. Den Beginn macht die Neuproduktion „Die Friedensidee im Museum“ (16.55 Uhr) als Auftakt eines fünfteiligen ORF-III-Programmschwerpunkts im Dezember zu 200 Jahre „Stille Nacht“. Es folgen die Dokumentationen „Advent- und Weihnachtsbrauchtum in Österreich“ (17.40 Uhr), „Kripperlroas – Krippenland Oberösterreich“ (18.05 Uhr) und „Krippenzeit im Salzkammergut“ (18.35 Uhr).

Im Hauptabend beleuchtet die „zeit.geschichte“ in drei Dokumentationen weniger bekannte Aspekte des Zweiten Weltkriegs, beginnend mit der Produktion „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs – Die Krankenakte Hitler“ (20.15 Uhr) von Friedrich Scherer, Steffi Schöbel und Thomas Stähler. Der Film untersucht die mentale wie körperliche Gesundheit Adolf Hitlers. Danach erkundet ein Dokuzweiteiler von Juliette Desbois, Noémie Mayaudon und Marine Suzonni „Die unbekannte Seite des Zweiten Weltkriegs“. Der erste Film begibt sich auf „Die Jagd nach den Tätern“ (21.00 Uhr) und stellt die Frage in den Raum, warum so vielen Nationalsozialisten nach dem Krieg die Flucht gelang. Der zweite Teil „Wer wusste vom Holocaust?“ (21.55 Uhr) hinterfragt die schrecklichen Geschehnisse rund um die Massenvernichtung in den Konzentrationslagern. Bis zur letzten Stunde hatten die Nationalsozialisten noch versucht, die Spuren ihrer eigenen Taten zu vertuschen. Was passierte wirklich in den Jahren bevor die ersten alliierten Kameras die Eindrücke von damals für die Nachwelt festhielten?

Roland Düringer und Elisabeth Görgl sind anschließend in einer neuen Folge „DENK mit KULTUR“ (22.50 Uhr) zu Gast. Düringer war bereits Häuslbauer, Benzinbruder, Gärtner und politischer Aktivist. Auch wenn er einen Großteil seiner Autosammlung aufgelöst hat, über ein spezielles Gefährt weiß er bei Birgit Denk emotional zu berichten. Beim Musizieren greift Düringer selbst in die Saiten und spielt Bass zu „Love to Love You Baby“ von Donna Summer. Elisabeth Görgl verrät, woher ihr Spitzname „wilde Henne“ kommt, und was sie davon hält, schon zu Lebzeiten eine Statue in ihrem Heimatort stehen zu haben. Mit „Perfect“ von Fairground Attraction stellt sie ihr Gesangstalent unter Beweis. Musikalisches aus Österreich gibt es danach auch im „Soundcheck Österreich“ – diesmal mit dem gebürtigen Steirer „Paul Plut“ (23.50 Uhr).

Sonntag, 2. Dezember: „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ mit „Maria Callas: Ein Leben für die Oper“ (20.15 Uhr) und „Anna Netrebko & Yusif Eyvazov in concert“ (21.30 Uhr)

ORF III widmet den ersten Adventsonntag Opernlegende Maria Callas, die genau vor 95 Jahren, am 2. Dezember 1923, in New York geboren wurde. Aus diesem Anlass steht in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ das einfühlsame Porträt „Maria Callas: Ein Leben für die Oper“ (20.15 Uhr) auf dem Programm. Der Film zeigt die Doppelnatur der Künstlerin – die Frau hinter der öffentlichen Persönlichkeit, die am Ende nicht nur ihre große Liebe, sondern auch ihre Stimme verlor.

Der „Erlebnis Bühne“-Abend am Sonntag geht mit einem Klassikevent der Extraklasse weiter: „Anna Netrebko & Yusif Eyvazov in concert“ (21.30 Uhr). Das Power-Paar der Klassik war 2016 zu Gast in Tokio. Unter der musikalischen Leitung von Jader Bignamini, begleitet vom Tokyo Philharmonic Orchestra, präsentierten Netrebko und Eyvazov beliebte Duette und Arien aus ihrem Repertoire, darunter aus „Die Csárdásfürstin“, „Madame Butterfly“, „Adriana Lecouvreur“, „Turandot“ und „Tosca“.
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