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INFOS DES TAGES (MONTAG, 9. NOVEMBER 2020)

09.11.2020 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (MONTAG, 9. NOVEMBER 2020)

WIENER STAATSOPER/ STREAMS HEUTE und MORGEN
Kostenlos

Montag, 9. November 2020, 19.00 Uhr 
Giacomo Puccini
TOSCA (Vorstellung vom 17. Februar 2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Margarethe Wallmann
Mit u.a.:  Sondra Radvanovsky, Piotr Beczała, Thomas Hampson, Ryan Speedo Green, Alexandru Moisiuc

Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dienstag, 10. November 2020, 19.00 Uhr 

WIEN/ Staatsoper: „TRI SESTRI“Online Merker

Peter Eötvös. Foto: Barbara Zeininger
Péter Eötvös
TRI SESTRI (Vorstellung vom 18. März 2016)
Musikalische Leitung: Péter Eötvös / Jonathan Stockhammer
Inszenierung: Yuval Sharon
Mit u.a.: Aida Garifullina, Margarita Gritskova, Ilseyar Khayrullova, Eric Jurenas, Boaz Daniel, Clemens Unterreiner
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IRINA LUNGU HÄTTE AM 8.11. IHR ROLLENBÜT ALS JULIETTE IN WIEN GEBEN SOLLEN

In Instagram gefunden von Dominik Troger/ www.operinwien.at


ZU INSTAGRAM MIT FOTOS (aus der Küche) und Kurzvideos
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INSTAG(K)KRAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Nostalgisches: Renata Tebaldi und Ettore Bastianini in „EUGEN ONEGIN“ an der Mailänder Scala. Giuseppe di Stefano als Lenski

(15. Mai 1954)


ZU INSTAGRAM

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DAS HEFT „DER NEUE MERKER“ ERSCHEINT DEMNÄCHST UND GEHT DIESER TAGE IN DEN VERSAND

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DIE JUBILÄEN NOVEMBER 2020 SIND ONLINE!

ZU DEN JUBILÄEN NOVEMBER 2020

9.11. Jos VAN IMMERSEEL wird 75

Ein modernes Orchester zu dirigieren, das war und ist für viele Alte-Musik-Spezialisten kein Problem mehr. Schon Nikolaus Harnoncourt kam gern, wenn das Concertgebouw oder die Wiener Philharmoniker angerufen haben, und viele sind ihm gefolgt. Für eine der Koryphäen der Historischen Aufführungspraxis ist das aber nach wie vor ein Tabu: für den Belgier Jos van Immerseel. Am 9. November 2020 wird Jos van Immerseel 75 Jahre alt.

Jos van Immerseel, Dirigent | Künstlervermittlung + Künstleragentur

Er studierte am Konservatorium Antwerpen Orgel, Klavier und Cembalo bei Flor Peeters, Eugène Traey und Kenneth Gilbert. Er gründete dort das Collegium Musicum, entwickelte ein großes Engagement für Renaissance- und Barockmusik und erweiterte konsequent sein klassisches und romantisches Repertoire. Von 1972 an unterrichtete er am Konservatorium Antwerpen Generalbass und Cembalo. Seit 1982 leitet er internationale Meisterkurse an der Akademie des dortigen Vleeshuis-Museums, welches eine umfangreiche Sammlung an historischen Tasteninstrumenten besitzt. Auch leitete er Meisterklassen bei vielen internationalen Festivals. Er lehrte am Conservatoire de Paris und auch am Sweelinck Konservatorium Amsterdam, wo er 1981 zum künstlerischen Direktor ernannt wurde.

Der Gewinner vieler internationaler Wettbewerbe und vielfache Preisträger wird besonders für seine improvisatorischen Fähigkeiten gerühmt. Er spielt auch auf den Konzertreisen auf eigenen Instrumenten. 1987 gründete er das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Anima Eterna, welches sich auf Musik des späten 18. und 19. Jahrhunderts spezialisiert hat. Als Dirigent, Mitglied von Kammermusikensembles, wie auch als Solist spielte er viele Aufnahmen ein. Gemeinsam mit seiner derzeitigen Konzertmeisterin Midori Seiler hat er eine Einspielung der Mozart-Sonaten für Violine und Klavier am Fortepiano vorgelegt, die 2003 in Paris mit dem Diapason de l’année ausgezeichnet wurde. 2010 erhielt van Immerseel den Bremer Musikfest-Preis.

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  1. Basel Composition Competition
    Die Jury hat zwölf Kompositionen für die Aufführungen im März 2021 nominiert
  2. Basel Composition Competition - Kammer- und Sinfonieo... - neo

    Über das vergangene Wochenende fand in Basel die Auswahl von zwölf Kompositionen statt, welche an der 3. Basel Composition Competition teilnehmen werden. Alle zwölf Kompositionen werden im März 2021 durch die drei Basler Orchester Kammerorchester Basel, Sinfonieorchester Basel und Basel Sinfonietta uraufgeführt und danach durch die Jury beurteilt.

    Aus mehr als 355 eingesandten Partituren wurden insgesamt acht Werke für Sinfonieorchester und vier für Kammerorchester ausgewählt. Eingereicht werden durften noch nicht aufgeführte und noch nicht mit einem Preis ausgezeichnete Orchesterwerke.

    Die Auswahl der Kompositionen erfolgte durch eine hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz des Schweizer Komponisten Michael Jarrell. Der Jury gehören ebenfalls die Komponistin Usunk Chin, die Komponisten Beat Furrer und Andrea Scartazzini, der Direktor der Paul Sacher Stiftung Dr. Felix Meyer sowie drei VertreterInnen der mitwirkenden Orchester an. 

    Der Kreis der Nominierten ist in jeder Hinsicht vielfältig:

Nicholas Gotch (UK) – „TENEBRAE“
Angel Hernández-Lovera (AUT) – „Nocturno Onírico“
Miguel Morate (ESP) – „COMME S’EN VA CETTE ONDE“
Hyeon Joon Sohn (KOR) – „PROSKUENEO“
Artur Akshelyan (ARM) – „Three Pieces for Orchestra“ ,
Christina Bloquert (USA) – „Le Temps Qui Se Perd Dans Ses Yeux“
Fernando Garcia Marquez (ESP) – „ESPEJO DEL DOLOR“
Oliver Mattern (GER) – „… cum ex re …“,
Andrea Mattevi (ITA) – „Respiro sul lato dell’abisso“
Hiroshi Nakamura (JPN) – „Nue“
Eneko Vadillo (ESP) – „SCULPTEO“
Yiqing Zhu (CHN) – „Deep Grey“    

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„kulturMontag“ am 9. November: Spaltpilz Islamismus, politische Kultur der US-Demokratie, Otto-Kernberg-Porträt

Außerdem: Dokumentation „… der Karikatur ihre Freiheit!“ und Filmessay „Antschel“ über Dichter Paul Celan

Wien (OTS) – Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 9. November 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich aus aktuellem Anlass mit der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft und ihrer Kulturen durch Hass und Terrorismus. Die – ebenfalls spaltende – politische Kultur der US-Demokratie ist anlässlich der noch nicht entschiedenen Präsidentschaftswahl ein weiteres Thema der Sendung. Dazu passend im Porträt: der austro-amerikanische Psychotherapeut und Psychoanalytiker Otto Kernberg, renommierter Spezialist zum Thema Persönlichkeitsstörungen.

Anschließend an das Magazin stehen die Dokumentation „… der Karikatur ihre Freiheit!“ von Wolfgang Peschl (23.30 Uhr) sowie der von Susanne Ayoub gestalte filmische Essay „Antschel“ anlässlich des 100. Geburtstags des als Paul Antschel geborenen Dichters Paul Celan auf dem Programm.

„Je suis Charlie“ oder „Schleich di, du Oaschloch!“ – Spaltpilz Islamismus

Der Terroranschlag vom vergangenen Montag in Wien und die dschihadistische Kriegserklärung gegen eine heterogene Gesellschaft der Freiheit erregen bei vielen Menschen den spontanen, emotionalen Wunsch, ein starkes Zeichen der Gegenwehr und der Solidarität zu setzen. Vor fünf Jahren gelang mit „#JeSuisCharlie“ nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo eine Bekundung der Gemeinschaft, die um die Welt ging. In Wien geht jetzt das Motto „#SchleichDiDuOaschloch“ viral. Die typisch wienerische Äußerung wurde als stolze Trotzreaktion im Internet zum Symbol für den Zusammenhalt einer Stadt. Die österreichische Künstlerschaft, von Stefanie Sargnagel bis Ferdinand Schmalz, von Menerva Hammad bis zu Maschek zeigt sich solidarisch und plädiert dafür, als Einheit gegen jegliche Form von Hass und Terrorismus anzukämpfen, die die Gesellschaft spalten. Österreich steht nun vor der schwierigen Aufgabe, dieser Spaltung entgegenzuwirken. Doch schaut man über die Grenzen hinaus, scheint sich die Situation immer mehr zuzuspitzen – nicht zuletzt durch das Konfliktthema Mohammed-Karikaturen, das erneut grausame Anschläge in Frankreich zur Folge hatte und seither hohe weltpolitische Wellen schlägt. Doch bedeutet eine solche Verhärtung der Positionen nicht genau die Spaltung, die sich die IS-Ideologen wünschen? Und blendet eine Reduzierung dieses Konfliktherds auf einen „Kulturkampf“ nicht die diversen weltweiten innen- wie außenpolitischen Interessen aus? Mit welchen gesellschaftspolitischen Mitteln lassen sich demokratische Grundwerte wie Pluralität, Toleranz, Meinungs- und Religionsfreiheit erhalten? Im „kulturMontag“ zu Wort kommen dazu Nahostexpertin Tyma Kraitt, Extremismusforscher Rami Ali, die Leiterin der neugegründeten Dokumentationsstelle für den politischen Islam, Lisa Fellhofer, Kulturjournalistin Sebnem Kirmaci aus Istanbul und der islamische Rechtsgelehrte Ali Usama Abu der renommierten Universität Al-Azhar.

Good Night, and Good Luck – Die politische Kultur der amerikanischen Demokratie

Vier Jahre lang hat US-Präsident Donald Trump mit seinem Motto „America first“ die Weltordnung durcheinandergewirbelt. Nun, in der Endphase der Wahlstimmenauszählung, deutet alles auf eine Ablöse durch seinen demokratischen Konkurrenten Joe Biden hin. Viele Verbündete erhoffen sich von dem 77-Jährigen einen Kurswechsel: eine US-Außenpolitik, die wieder auf internationale Verträge setzt und auf Zusammenarbeit statt Twitter-Tiraden, wirtschaftlichen Druck und Sanktionen. Doch die Hängepartie um das Weiße Haus und die Aussicht auf ein dauerhaft gespaltenes Land sind ein Weckruf. Ein spannendes Kopf-an-Kopf Rennen ist nach wie vor im Gange. Die unklare Lage verschärft die ohnehin angespannte Stimmung in dem tief gespaltenen Land. Sollte Trump die Wahl verlieren, will er juristisch vorgehen. Die Republikaner wollen die Auszählung der Briefwahlstimmen anfechten und deklarieren die Vereinigten Staaten als Republik und nicht als Demokratie. Der Kulturkampf zwischen Links und Rechts, zwischen der weißen Elite, Afroamerikanern und Latinos spitzt sich zu. Live im Studio analysiert der US-amerikanische Historiker Mitchell Ash die politische Kultur seiner Heimat, erklärt das anachronistische Wahlsystem und die Besonderheiten der Verfassung.

Der unermüdliche Seelenforscher – Otto Kernberg im Porträt

Er wohnt nur wenige hundert Meter vom Trump-Tower entfernt. Mit seiner Pionierarbeit auf dem Gebiet der Persönlichkeitsstörungen, insbesondere zur Borderline-Störung und dem pathologischen Narzissmus, ist der Austro-Amerikaner Otto Kernberg weltberühmt geworden. Als vor rund zehn Jahren das beachtete Buch „Irre… eine heitere Seelenkunde“ des deutschen Psychiaters Manfred Lütz erschien, waren die darin erwähnten Beispiele für nichtkranke verrückte Menschen aus der Vergangenheit: Hitler, Stalin, Mao Tse-tung. Doch heute könne man in unser aller Gegenwart mit Protagonisten wie Donald Trump, Jair Bolsonaro oder Kim Jong-un geradezu aus dem Vollen schöpfen, wie der noch praktizierende 92-jährige Psychiater und Psychoanalytiker Otto Kernberg meint und Manfred Lütz in einer Neuauflage seines Erfolgswerks attestiert. Woran das liegt und was man dagegen tun kann? Kernberg sprach dazu vor einigen Monaten mit Lütz, der daraus das erst kürzlich erschienene Interviewbuch „Was hilft Psychotherapie, Herr Kernberg?“ gemacht hat. Kernberg, der gebürtige Wiener und Sohn jüdischer Eltern, der durch die Flucht vor dem NS-Terror noch knapp mit dem Leben davonkam, hat sich sein Quäntchen schwarzen Humors auch nach mehr als 65 Berufsjahren und trotz seiner abenteuerlichen Biografie bewahrt.

Dokumentation „… der Karikatur ihre Freiheit!“ (23.30 Uhr)

Künstlerische Freiheit im Rahmen der Kunstform Karikatur ist Thema des 2016, anlässlich des ersten Jahrestags des Anschlags auf das Satriemagazin Charlie Hebdo entstandenen Films von Wolfgang Peschl. Wie weit darf die Freiheit des einen gehen, bevor sie den Andersdenkenden beleidigt? Wo sind ihre Grenzen, wie verwundbar ist sie und wie schnell kann künstlerische Freiheit zur Gefahr für den Einzelnen werden? Die Doku setzt sich eingehend mit diesen Fragen auseinander. Der Preis, den Karikaturisten für die Ausübung ihres Berufes bezahlen, ist angesichts der Gefahr, der sie sich aussetzen, ein sehr hoher, wie die Geschehnisse von Paris zeigen. Der Film erklärt, warum die Karikatur überhaupt existiert, ihre Eigenschaften und vielfältigen Formen, ihre Entwicklung und wo sie heute steht. Ausgehend vom Karikaturmuseum Krems, der größten Sammlung des Genres in Österreich, beantworten Karikaturisten und Experten, warum es gerade heute so wichtig ist, dass diese Kunstform frei ist.a

Dokumentation „Antschel“ (0.00 Uhr)

Verfolgt, unverstanden, geschmäht – geliebt verehrt, betrauert: Paul Celan, 1920 als Paul Antschel geboren, verbrachte seine Jugend in Czernowitz. 1941 besetzten die Nationalsozialisten die Stadt, Celans Eltern wurden von den Nazis deportiert und ermordet, er konnte als Zwangsarbeiter überleben. Anfangs hatte er es als Dichter schwer, galt als zu pathetisch, entsprach nicht den Normen der Lyrik der Nachkriegszeit. Heute gilt er als einer der wichtigsten deutschsprachigen Vertreter seiner Kunst. Autorin und Regisseurin Susanne Ayoub gestaltete einen filmischen Essay über den eigenwilligen Dichter. Sein Freund und Wegbegleiter, der Lyriker Klaus Demus, führt durch den Film, der von der Heimat in der Sprache handelt, die für Celan den einzigen Zufluchtsort bedeutete.
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ORF verschiebt Ausstrahlung der Verfilmung von Ferdinand von Schirachs „Gott“ 

Wien (OTS) – Der ORF hat nach einer Entscheidung von Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz und Programmdirektorin Mag. Kathrin Zechner seine Partner der Eurovisionsproduktion „Gott“ von Ferdinand von Schirach darüber informiert, diese nicht zum geplanten gemeinsamen Termin am Montag, dem 23. November 2020 (20.15 Uhr, ORF 2), auszustrahlen, sondern auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Das von Programmdirektorin Kathrin Zechner verfasste Schreiben führt die besonders herausfordernde Situation, die auf das nach dem Terror in Wien noch in Staatstrauer befindliche Österreich in den kommenden Tagen und Wochen zukommt, ins Treffen. „Diese geballte gesellschaftliche Belastung verunmöglicht jenen Diskussionsraum, den dieses besonders wichtige Thema verdient und braucht“, so Zechner. Die Einschätzung stütze sich auf die professionelle Expertise aus den Krisenstäben des Landes.

Das Ersatzprogramm für den Sendeplatz wird ebenso zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben wie der neuen Sendetermin der Produktion „Gott“ der MOOVIE in Koproduktion mit der ARD Degeto und dem rbb für die ARD in Zusammenarbeit mit dem ORF und Constantin Film – gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und den FilmFernsehFonds Bayern.
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